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Die Textschneiderei - das Blog.

Von der Stange gibt's in diesem Blog nichts.

Hier bloggt die Texterin und Konzeptionerin Christa Goede über ihre Lieblingsthemen Text, Websites, Social Media und authentische Kommunikation. Humorig, meinungsstark und sehr persönlich. Deswegen seit 2016 auch in DU.

Bei mir kannst du auch gute Texte kaufen. Und starke Website-Konzepte. Und du bekommst Beratung ohne Wenn und ohne Aber. Sondern passend zu dir und zu deinen Zielgruppen.  +49 69 63392977  mail@christagoede.de

Hasskommentare

7 Taktiken der Trolle, Haterinnen und Disser. Und was wir dagegen tun können.

Werkzeugkasten„Du bist doch total krank!“ Das las ich vor ein paar Tagen auf Facebook. Der Auslöser dafür war, dass ich in einer Diskussion über Rassismus angemerkt hatte, dass es wichtig ist, die Perspektive des anderen einzunehmen – schließlich ist doch ein weißer Mann mittleren Alters (wie mein Kontrahent) eher selten die Zielscheibe rassistischer Äußerungen.

Ich mache nun seit mehreren Jahren Counterspeech – beruflich und privat. Das heißt, ich tippe aktiv gegen den Hass an und versuche zum Beispiel, mit Fakten mehr Rationalität in Diskussionen zu bringen. Mittlerweile bin ich ziemlich abgehärtet und rigoros, was Beleidigungen angeht – in diesem Fall beendete ich zum Beispiel die Diskussion mit diesem Typen. Als Antwort tippte ich: „Beschimpfungen sind für mich keine Basis, auf der ich mit dir weiter diskutieren möchte.“  Das störte den Typen nicht. Er beleidigte mich weiter und unterstellte mir auch noch, ich hätte eh keine Argumente – deswegen würde ich nun die Flucht ergreifen. „Immer der übliche Mist“, seufzen nun erfahrene Gegenrednerinnen und -redner. Warum das üblich ist? Weil Diskussionen mit Disserinnen und Hatern oft nach dem gleichen Schema verlaufen. Und dabei kommen viele sprachliche und inhaltliche Handwerkszeuge zum Einsatz:

1. Absurde Vergleiche

Schraubenzieher„Wir AfDler sind die neuen Juden!“ Meine Güte, wenn ich das lese, bin ich jedes Mal platt. Dieser absurde Vergleich tauchte zum Beispiel im Internet auf, als sich große Fußballvereine dagegen ausgesprochen haben, Mitglieder dieser Partei in ihren Reihen aufzunehmen. Klar, hier kommt das sogenannte  (mehr …)

Im Interview – Gesa Füßle

„Echtsein führt zu echtem Spaß bei der Arbeit.“

Gesa Füßle PortraitGesa ist eins der vielen echten Originale im Texttreff, meinem liebsten und weltbesten Netzwerk: Gesa ist direkt, konkret, hat ganz viel Humor und weiß immer sehr genau, was sie will und was nicht. Gleichzeitig ist sie tatkräftig und streitbar, engagiert sich für andere Menschen und weiß über ihre beruflichen Spezialgebiete so richtig gut Bescheid. Und sie kann sehr gut Dinge erklären. Außerdem ist sie nie abgeneigt, eine dufte Party zu feiern – genau wie ich ;o)

Was mir an ihrem Interview besonders gut gefällt, ist ihr Bekenntnis zum Spaß: Für uns beide ist der Funfaktor unserer Arbeit sehr wichtig. Diese spezielle Arbeitsauffassung ist in Deutschland leider noch recht selten, denn Arbeit ist für viele Menschen nur das, was quält. Das, wo man morgens ungern hingeht. Das, wo man froh ist, wenn um 17 Uhr der Hammer fällt und man endlich in sein eigentliches Leben durchstarten kann. Wäääää … so wollen Gesa und ich nicht arbeiten. Und wir müssen das auch nicht – was unter anderem mit unserer Authentizität zu tun hat. Lest am besten einfach selbst:


CG: Du bist Lektorin und Übersetzerin – außerdem veranstaltest du Sütterlin-Workshops, in denen du Menschen beibringst, das Gekricksel der Großeltern und Urgroßeltern zu lesen. Wie bringst du diese doch sehr verschiedenen Angebote unter einen Hut?

GF: Für mich ist das alles eigentlich ein und derselbe Hut, ich wechsle höchstens die Farbe der Schleife. Alles, was ich tue, hat in irgendeiner Form mit Text zu tun. Und mit dem Verständlichmachen von Text. Sei es, dass ich ihn durchs Lektorat – also durch das Eingreifen in den Text selbst – verständlicher mache. Sei es, dass ich ihn durch die Übersetzung für ein Publikum zugänglich mache, das die Ausgangssprache nicht versteht. Oder aber sei es, dass ich Personen helfe, Texte zu lesen, die ihnen bisher wegen ihrer irritierenden Optik verwehrt waren.

CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

GF: Meine Beobachtung ist, dass gerade die Freiberufler*innen sich ungern verstellen. Zu denen gehöre auch ich. Ich finde es anstrengend, meinen  (mehr …)

Die Startseite einer Website

Die Schaufenster-Strategie: Was gehört auf die Startseite deiner Website?

Schaufenster eines Coffee Shops„HERZLICH WILLKOMMEN AUF MEINER WEBSITE!“ Ja, es gibt sie immer noch, diese höflichen Winkewinke-Homepages. Doch eigentlich verschenken wir mit dieser bestimmt nett gemeinten Floskel wertvolle Zeit – und Zeit ist das, was die Besucherinnen und Besucher deiner Website nicht haben. Deswegen ist es besser, wenn du auf deiner Startseite sofort auf den Punkt kommst.

Doch wie geht das? Eigentlich ist das ganz einfach. Stell dir vor, du läufst durch eine Fußgängerzone: Da links, siehst du das toll gestylte Schaufenster mit seinen schicken Angeboten? Bei dem du auf einen Blick entscheiden kannst, ob die Produkte des Anbietenden in Stil und Funktion zu dir passen? Oder hast du vielleicht sogar nur das Logo gesehen und weißt schon Bescheid, dass das ein toller Laden für dich ist? Hui, das Schaufenster gegenüber ist aber auch nicht schlecht – und da gibt es sogar schon einen Sommerrabatt auf die chic inszenierten Waren! Zack, schon hast du für die nächste Zeit gut zu tun und bist außerdem um einige Euro ärmer ;-)

Eine Website funktioniert ähnlich wie ein Schaufenster – ich nenne diese Form des strategischen Aufbaus deshalb  (mehr …)

Im Interview – Carsten Rossi

„Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.“

Carsten Rossi lacht Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie „#ichbinhier“ hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er streitet auf hohem Niveau und verliert dabei nie die Contenance – das finde ich ziemlich prima ;-) Außerdem mag ich die Arbeiten seiner Agentur, denn er schafft mit seinen Unternehmensgeschichten den Grenzgang zwischen Authentizität, PR und Werbung. Der Blick in die Referenzliste von Kamann Rossi lohnt sich! Danke, Carsten, für deine spannenden und detailreichen Antworten.


CG: Du bist einer der Geschäftsführenden der Agentur Kammann Rossi – für eure tollen Corporate Marketing und Corporate Publishing-Projekte seid ihr schon mehrfach ausgezeichnet worden. Als Privatperson nimmst du in den Sozialen Netzwerken kein Blatt vor den Mund und äußerst dich politisch zu verschiedenen Themen. Wie viel von diesem „streitbaren Carsten“ nimmst du mit zu deinen Kunden und in deine tägliche Arbeit?

CR: Kommt drauf an, ob Du die Haltung meinst oder den Inhalt. Ich streite mich gerne konstruktiv, also beziehe ich normalerweise recht offen Position, wenn ich von meiner Meinung überzeugt bin. Das ist in meinem Privatleben wie bei meinen beruflichen Aufgaben so. Als kreativer Berater wird das Gottseidank in den meisten Fällen auch von mir erwartet! Und dort, wo das nicht der Fall ist, wo sie nur Ausführer oder Jasager brauchen, sind wir als Agentur meistens auch nicht sehr lange tätig. Die setzen uns dann schnell vor die Tür oder wir geben entnervt auf und suchen das Weite.
Inhaltlich ist das häufig schon eher ein Spagat: Ich nehme bei einem Agentur-Lunch, bei dem es zu politischen Themen kommt, sicherlich kein Blatt vor den Mund, sondern äußere meine Meinung klar und deutlich im Rahmen der gesellschaftlich akzeptierten Umgangsformen. Und sollte ich einmal auf einen Gesprächspartner treffen, der meine gesellschaftlichen Kernwerte, die man nach alter Klassifikation wohl am ehesten als linksliberal bezeichnen könnte, gar nicht akzeptieren kann, würden wir wohl nicht lange zusammenarbeiten.
Anders ist das aber bei fachpolitischen Diskussionen, wo wir als Gesellschaft noch einen Konsens finden müssen, z. B. in der  (mehr …)

Werbetexte erstellen

Werbetexte: 6 Tipps für Texte, die überzeugen.

Frau sitzt am Computer und denkt nachJa, klar, wir Unternehmerinnen, Freiberufler und Einzelselbstständige machen Werbung. Schließlich ist Werbung ein wichtiger Teil unserer Außendarstellung, mit der wir Kundinnen und Kunden anziehen – und dazu gehören auch Werbetexte. Diese spezielle Textart läuft uns allen deswegen dauernd über den Weg, zum Beispiel im Internet, im Radio und auch in Broschüren oder Flyern.

Doch welche Inhalte sind eigentlich wichtig für einen überzeugenden Werbetext? Und wie baut man einen Werbetext am besten auf? In diesem Blogbeitrag findest du 6 Tipps, mit denen du spannende und erfolgreiche Werbetexte schreiben kannst.

1. Wechsle die Perspektive.

Es gibt diesen Spruch vom Köder, der dem Fisch schmecken muss … der ist eigentlich so was von alt und verlatscht. Und doch sehe ich immer wieder Texte, in denen diese Grundregel der Werbung nicht umgesetzt wurde. Klar, du selbst findest dein Produkt echt mega und bist fest davon überzeugt, dass ohne deine Dienstleistungen niemand wirklich glücklich sein kann. Doch was genau ist eigentlich der Nutzen deines Angebots für deine Kunden und Kundinnen? Wenn dir das nicht klar ist, frage sie doch einfach ;-) Oder schaue in deinen Referenzen nach, da wirst du bestimmt fündig.
TO DO: Denke und schreibe aus der Sicht deines Wunschkunden. Oder deiner Lieblingskundin.   (mehr …)

Im Interview – Lilian Kura

„Authentizität bedeutet für mich Freiheit!“

Lilian Kura auf einer KräuterwanderungLilian kenne ich aus dem Texttreff, dem absolut allerbesten Netzwerk der Welt. Sie ist eine originelle Person, die ganz viel Herz hat und sich engagiert.  Und ihr manchmal ziemlich derber Humor macht auch nicht vor ihrer eigenen Person halt! Noch dazu ist sie streitbar und scheut sich nicht, auch mal unangenehme Dinge anzusprechen. Und wir haben die gleichen Blümchenstiefel! Kein Wunder also, dass ich sie mag ;o)

Aus der Ferne bewundere ich ihr Wissen rund um Kräuter, die in meiner Großstadt-Welt eigentlich nur nerviges Unkraut sind. Sie macht daraus Salate oder behandelt damit Kopf- und Bauchweh, während ich bei Aua lieber zur Tablette greife. Vielleicht sollte ich stattdessen mal lieber die Kräuterhexe Lilian konsultieren? Ich muss nachdenken …

Lilian, danke für deine Antworten, die spannend sind und Spaß machen beim Lesen ;o)


CG: Du bist Texterin und Lektorin – und präsentierst dich in den Sozialen Netzwerken offen, politisch und manchmal ziemlich wütend. Dabei bist du fast immer ziemlich witzig und nimmst dich gerne auch mal selbst auf die Schippe ;-) Was denkst du, wie beeinflusst dieser spezielle Außenauftritt deine Neukunden-Akquise?

LK: Diese Unverblümtheit hat für mich ausschließlich Vorteile, weil ich nämlich am besten und schnellsten arbeite, wenn ein Job bzw. ein Thema meinem Wesen entspricht. Wer in den Sozialen Netzwerken über mich als Texterin stolpert, weiß also direkt, auf welchen Stil und welchen Menschen er sich einlässt. Dass ich obendrein gern und viel über meine großen Leidenschaften Medizin und Phytotherapie plaudere, öffnet mir seit einigen Jahren genau den Kundenkreis, den ich immer wollte. Eines meiner Lieblingsprojekte etwa ist das monatliche Heilpflanzenporträt für eine Apotheken-Website, das läuft nun schon seit mehreren Jahren. Über die Wege, auf denen ich voll „frei Schnauze“ bin, kommen deshalb fast nur Aufträge auf den Tisch, die absolut zu mir passen. Ich träume ja davon, dass irgendwann die Anfrage für eine regelmäßige Kolumne zu einem Herzensthema hereinflattert, bei der ich ganz genau so drauflos schreiben darf, wie ich bin.  (mehr …)

Unternehmen zeigen Haltung

Meinung zählt! Wenn Unternehmen sich  positionieren.

Eine kleine DemoSchon sehr lange bin ich der Meinung, dass sich Unternehmen in diesen irren Zeiten politisch positionieren sollten. Denn eine Gesellschaft wird nicht nur durch die offizielle Politik bestimmt, sondern auch durch jeden einzelnen Menschen, durch Menschengruppen, durch nicht staatliche Organisationen und natürlich auch durch Unternehmen. Gerade auf der Businessseite bewegt sich derzeit eine Menge!

Und so freue ich mich sehr über diese Kampagne von 50 deutschen Familienunternehmen, die seit Ende März 2019 deutschlandweit auf Plakatwänden und in verschiedenen Printpublikationen zu finden ist:

Anzeigeninitiative Familienunternehmen_Made in Germany Made by Vielfalt

Quellenangabe: obs/Berner Trading Holding GmbH

Wow, was für eine Botschaft. Mit Sprachwitz garniert und dann auch noch gegendert. Denn hier wird nicht wie so oft nur von Mitarbeitern gesprochen, sondern auch von Mitarbeiterinnen. Und unter den Absendern bekannte Traditions-Unternehmen wie Hipp, Vorwerk, Bahlsen oder Henkel, aber auch hippe Newcomer wie fritz-kola. Für mich stehen diese Unternehmen für das  (mehr …)

Blogparade: Wertschätzung für Blogs

I love Blogs!

Herz im QuerformatBlogs. Mein Leben wäre erheblich ärmer ohne sie. Und zwar gleich aus zwei Gründen:

  1. Es gibt kein Thema, zu dem es kein Blog gibt. Daher stammen viele Infos, die ich für meine Arbeit und mein Privatleben brauche, aus Blogs. Bei meinen Recherchen zu ganz verschiedenen Themen stoße ich immer wieder auf Blogs – oft finde ich dort geballte Informationen zu einem bestimmten Thema wie zum Beispiel dem Leben ohne Zucker. Im Störungsmelder lese ich viel zu Entwicklung der Naziszene in Deutschland und Europa. Gerne lese ich auch das Blog von Richard Gutjahr, der zu digitalen und politischen Themen bloggt. Oder ich treffe auf für mich irgendwie sinnfreie Dinge wie ein kleines Bildblog von jemandem, der wohl Männer in Gummistiefeln mag. Wenn ich eine Reise plane, recherchiere ich immer auf Blogs, um möglichst viel über mein Reiseziel zu erfahren. Ganz besonders toll finde ich persönliche Reiseberichte, die touristische Ziele ohne rosa Vermarktungsbrille beschreiben.
  2. Mein eigenes Blog ist mein wichtigstes Selbstvermarktungs-Instrument. Seit 2012 blogge ich zu Themen, die mein Arbeitsleben bestimmen. Derzeit sind das Text, Websites, Social Media und Authentizität. Weil ich immer wieder neue Inhalte zu diesen Themen ins Netz stelle, hat meine gesamte Website eine gute Reichweite – geschätzt finden mich etwa die Hälfte meiner Kunden über Blogbeiträge. Die anderen kommen über persönliche Empfehlungen oder weil sie mich auf Vorträgen oder Workshops kennengelernt haben. Übrigens: Ich blogge, weil ich Kaltakquise hasse. Denn von den rechtlichen Schwierigkeiten mal ganz abgesehen, finde ich die Vorstellung gruselig, ich müsste irgendwo anrufen und sagen: „Hallo, ich bin die Christa, ich kann tolle Texte und Konzepte schreiben – habt ihr was zu tun für mich?“ Nene, da blogge ich lieber ;-)

Du siehst: Ich bin ein großer Fan von Blogs. Blogs sind für mich bei vielen Themen genau so wichtig wie etablierte Tageszeitungen und Magazine, denn gerade die Hintergrundrecherche kommt dort meiner Meinung nach öfter mal zu kurz.

Die Sache mit der Wertschätzung

Viele Blogbeiträge sind detailreich recherchiert, gut verlinkt, basieren auf seriösen Quellen und sind dazu noch gut geschrieben. Diese Artikel lese ich gerne und empfehle sie auch weiter. Aber es gibt auch diese andere, gruselige Welt: Da finde ich auch auf den Blogs großer Unternehmen hingerotzte Inhalte, die nicht für Menschen, sondern für Suchmaschinen getippt wurden. Oder in privaten Blogs steile Thesen, die nicht mit Links und transparenten Quellen belegt werden – dafür aber ganz viel Werbung zu dubiosen  (mehr …)

Im Interview – Effi B. Rolfs

„Individualität ist harte Arbeit an sich selbst.“

Effi B. Rolfs im ProfilDiese Powerfrau bewundere ich aus der Ferne schon sehr lange: Ich hab Effi öfter im Einsatz auf der Bühne bestaunt, wenn ich mich in der Schmiere, dem „schlechtesten Theater der Welt“, schlapp gelacht habe. Persönlich kennengelernt haben wir uns dann vor ein paar Jahren – und zwar auch wieder auf Facebook ;-) Unter einem Posting einer gemeinsamen Freundin kamen wir ins Gespräch. Kurze Zeit später saß Effi dann bei mir im Wohnzimmer für einen kleinen, ziemlich unterhaltsamen Social Media-Workshop. Denn die Welt ist ja bekanntlich klein. Und gestern war ich dabei, als Effi im Kaisersaal im Frankfurter Römer die Goetheplakette überreicht wurde – was für eine Ehre! Danke dir, Effi!


CG: Du bist die Chefin und das Gesicht des wohl bekanntesten Frankfurter Satiretheaters, der Schmiere. Mit den Stilmitteln des Kabaretts arbeitet ihr euch an tagesaktuellen Themen ab – in dieser Saison geht es zum Beispiel um Fakenews oder auch darum, wie man mit Flaschenpfand reich werden kann. Auch Social Media nehmt ihr auf Korn: In dem Stück „Ein Strauß voller Narzissten“ geht es darum, wie wir uns alle digital verkaufen und produzieren. Du selbst bist auf Social Media aktiv, zeigst, was du in deiner Freizeit machst und postest auch öfter mal Nachdenkliches – ganz ohne Witz. Wie viel Effi steckt in all diesen Rollen? Welche spielst du, welche lebst du? Oder gibt es da vielleicht gar keine Trennung?

ER: Rollen spiele ich prinzipiell nur auf der Bühne – wobei ich den Begriff „Bühne“ da schon recht weit stecke. Denn auch Facebook, Instagram und Co sind für mich eine Bühne, die ich versuche zu beleben oder zu nutzen. Die „Auftritte“ der Schmiere in den Medien oder sozialen Netzwerken sollen neugierig machen, auch mal mit dem Blick hinter die Kulisse. Denn es ist als Kulturschaffende unglaublich anstrengend geworden, überhaupt potentielle Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen. Es gibt alleine im Stadtgebiet Frankfurt um die 30 festen Theaterhäuser, die regelmäßiges Programm bieten und den Anspruch erheben, davon leben zu wollen. Dazu kommen noch unzählige Events, Clubs und Feste, die zum großen Teil einen deutlich höheren Werbeetat vorweisen können als wir. Da braucht es schon das „gewisse Etwas“, um (neue) Besucher für sich zu interessieren.
Wir leben diese Form des Auftritts ja auch im echten Leben in der Schmiere. Ich stehe abends an der Kasse, begrüße die Leute, die Kollegen wuseln auch mal im Publikum umher. Diese Form der Nähe zum Zuschauer gehört schon von Anfang an zur  (mehr …)

Gute Texterinnen und Texter finden

Die Suche nach dem schreibenden Goldstück – so geht’s.

Sack voller GoldVorab: Texterin/Texter ist kein geschützter Beruf – jeder Mensch darf sich also so nennen und seine Dienstleistungen auf dem Markt anbieten. Außerdem spielt bei der Beurteilung von Text auch immer der persönliche Geschmack eine Rolle. Dieses Phänomen kann zum Beispiel dafür sorgen, dass jemand einen Text großartig findet, einen anderen aber grottenschlecht. Obwohl beide Texte handwerklich einwandfrei sind. Doch wie findest du nun das gute, zu dir passende schreibende Goldstück? Eins, das deine Inhalte authentisch und auf den Punkt wiedergibt? In diesem Blogbeitrag habe ich ein paar Wege zusammengestellt, die dich bestimmt an dein Ziel führen.

Tipps für die eigene Suche

Wenn du in freier Wildbahn auf die Suche nach dieser textenden Person gehst, solltest du dir diese Fragen beantworten:  (mehr …)