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	<title>Algorithmus Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Algorithmus Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Verbietet Social Media!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 07:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten. Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen: 1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten.</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13641 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Ein-Herz-das-schreit-e1546523250365-430x378.jpg" alt="Ein Herz, das schreit" width="430" height="378" />Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen:</p>
<h4>1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – dafür sorgen Menschen und Algorithmen.</h4>
<p>Hass und Angst sind starke Gefühle, denen wir kaum etwas entgegensetzen können. Menschen, die hassen oder Angst haben, sind für rationale Argumente nicht mehr zugänglich &#8211; auch Liebe als Antwort funktioniert nicht! Im Gegenteil: Wenn ich im Internet Hatern freundlich und zugewandt gegenübertrete, verstärke ich in vielen Fällen deren Hass noch. Manchmal geht das sogar so weit, dass ich für mein Verständnis und mein Engagement ebenfalls gehasst werde &#8211; weil ich zum Beispiel mit Geflüchteten arbeite. Dann bin ich &#8211; und natürlich auch andere, die sich in Social Media gegen den Hass engagieren &#8211; automatisch an jeder Straftat mit schuld, die von Geflüchteten verübt wird. Und uns werden derartig üble Dinge gewünscht, dass ich sie nicht hier wiederholen möchte.</p>
<p>Viele Menschen sehen sich auch nur noch als Opfer. Opfer der &#8222;Wir schaffen das!&#8220;-Ansage, Opfer der Automobilindustrie/des Dieselskandals/der Deutschen Umwelthilfe, Opfer irgendwelcher dubios bleibender Mächte im Hintergrund, die &#8222;uns&#8220; schaden wollen. Das war vermutlich schon immer so, klar. Aber mit Social Media wurden diese Stimmen lauter und sichtbarer. Sie versammeln sich zum Beispiel in Facebook-Gruppen, wo sie sich gegenseitig weiter aufstacheln mit Hasspostings und gefälschten Inhalten.</p>
<h5>Jetzt kommen die üblen Algorithmen gleich auf zwei Arten ins Spiel:<span id="more-13566"></span></h5>
<ul>
<li>Den Algorithmen ist es erst mal schnurzpiep, ob ein Posting inhaltlich richtig ist und ohne negative Emotionen auskommt. Oder ob es zum Beispiel Falschmeldungen beinhaltet und hetzerisch aufbereitet ist. Algorithmen merken, dass dieses Posting geteilt wird, also wichtig sein muss. Und vergrößern automatisiert die Reichweite dieses Postings.</li>
<li>Die Algorithmen steuern nun dieses Posting automatisiert Menschen zu, die bereits ähnliche Postings gelikt, geteilt oder sogar kommentiert haben. So entstehen dann sogenannte Filterblasen, in denen die Menschen praktisch nur noch Hasspostings und Fehlinformationen finden.</li>
</ul>
<p>Auf diese Weise werden aus sozialen Netzwerken asoziale Netzwerke, die vor Hass überlaufen und in denen die Postings immer extremer werden &#8211; bis hin zu übelsten Gewaltfantasien. Da hier die staatliche Kontrolle fast vollständig fehlt und zum Beispiel Facebook bis heute keine funktionierenden Strukturen für die Meldung von solchen Ekelinhalten hat, kann sich der Hass ungebremst weiter verbreiten. Verstärkt wird dieses Phänomen noch von Trollkommandos, die diese emotional negativ aufgeladenen Inhalte gezielt in die Welt setzen und so mit den manchmal berechtigten Ängsten der Menschen spielen.</p>
<h4>2. Clickbaiting betreiben alle – von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu den Medien.</h4>
<p>Hand aufs Herz: Hast du wirklich noch nie einen Postingtext noch mal überarbeitet, um ihn interessanter zu machen? Um ihn positiver zu schreiben? Auffordernder zu gestalten? Hast du wirklich noch nie für ein Foto einen starken Filter genutzt, um aus der sprichwörtlichen Scheiße Gold zu machen? Etwas bewusst weggelassen, obwohl es für den Gesamteindruck wichtig gewesen wäre? Ich hab das alles schon getan – für mich privat und natürlich auch für meine Kundinnen und Auftraggeber. Manchmal hatte ich viel Spaß bei dieser professionellen Behübschung, aber manchmal auch ein schlechtes Gewissen. Denn das Ergebnis hatte manchmal nur noch recht wenig mit der Realität zu tun &#8211; und das macht mir Bauchweh.</p>
<p>Bei Unternehmen kann ich diese spezielle Form der Inhaltsaufbereitung noch verstehen, denn Werbung funktioniert nun mal über die Zurschaustellung der positiven Seiten. Wobei ich die <a href="https://www.facebook.com/influencerperlen/" target="_blank" rel="noopener">Influencer-Exzesse auf Instagram</a> wirklich gruselig finde &#8211; und davon überzeugt bin, dass diese &#8222;Perlen&#8220; langfristig sogar geschäftsschädigend wirken werden.</p>
<p>Richtig schlimm wird Clickbaiting meiner Meinung nach dann, wenn Medien es betreiben: Mittlerweile kreieren auch eigentlich seriöse Medien Headlines und Teasertexte, die nur noch sehr wenig mit dem eigentlichen Inhalt des Textes zu tun haben. Für die Aufmerksamkeit wird hier alles getan &#8230; immer mit dem Wissen, dass viele Menschen die Texte gar nicht mehr lesen, um sie in Social Media zu kommentieren. Da wird munter drauf losgepoltert, vermutet, gedisst und Zusammenhänge hergestellt, bei denen sich meine Fußnägel aufrollen.</p>
<p>Wenn diese Magazine, Zeitungen und Portale dann nicht mal ein vernünftiges Community-Management haben, werden diese Ramschbeiträge nicht moderiert &#8211; die Gegenrede und Korrektur bleibt wackeren Menschen überlassen, die sich zum Beispiel unter Hashtags wie #wirsindmehr oder #ichbinhier versammeln. Klar, das ist ein ziemlich günstiges Geschäftsmodell für die Medienkanäle &#8230; aber ob solche, größtenteils unmoderierten Social-Media-Auftritte wie <a href="https://www.facebook.com/FrankfurterRundschau" target="_blank" rel="noopener">dieser</a> oder <a href="https://www.facebook.com/focus.de/" target="_blank" rel="noopener">dieser </a>tatsächlich zum guten Ruf einer Publikation beitragen, darf wohl bezweifelt werden. Passend dazu wurde am Sonntag, den 20.1.2019, auf der Infoseite des Vereins<a href="https://www.facebook.com/notes/ichbinhier-der-verein/offener-brief-an-online-redaktionen-und-journalisten/1130052927158458/" target="_blank" rel="noopener"> #ichbinhier ein &#8222;Offener Brief an Online-Redaktionen und Journalisten&#8220;</a> veröffentlicht &#8211; dort finden sich konkrete Forderungen, die ich alle unterstütze.</p>
<h4>3. Es gibt immer mehr Informationen – gleichzeitig wird die Überprüfung der Inhalte immer schwieriger.</h4>
<p>Ich habe eine goldene Social-Media-Regel: Was ich nicht überprüfen und damit validieren kann, teile ich nicht. Denn wenn ich mir nicht ganz sicher bin, dass ein Inhalt korrekt ist, werde ich unter Umständen Motor einer ganzen Industrie, die mit gefälschten Nachrichten eine Menge Geld verdient. Diese Fälschungen gibt es mittlerweile in allen Bereichen: von der Politik über den Lebensstil und die Wissenschaft bis hin zu Tagesgeschehen auf dieser Welt. Doch ich bemerke, dass ich immer länger brauche, um Nachrichten zu checken: Gerade, wenn es um aktuelle Nachrichten geht, ist es zumindest in den ersten Stunden fast unmöglich, mehrfach überprüfbare Inhalte zu finden &#8211; obwohl die <a href="https://www.christagoede.de/faktencheck-nachrichten-bilder-und-informationen-ueberpruefen/" target="_blank" rel="noopener">Anzahl der Tools für den Faktencheck</a> stetig wächst. Also habe auch ich schon Links geteilt, in denen echter Bullshit stand, wie ich später bemerkt habe. In diesem Fall habe ich das Posting umgehend gelöscht!</p>
<p>Noch schwieriger wird es, wissenschaftliche Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen: Hat der Journalist die Inhalte der Studie tatsächlich korrekt wiedergegeben? Entspricht die Entstehung der Forschungsergebnisse den wissenschaftlichen Standards? Solche tiefen Recherchen würden viel Zeit kosten – Zeit, die ich wie viele andere auch nicht habe. Und auch Zeit, die ich nicht aufbringen möchte für ein schnelles Posting in Social Media. Da es anderen wohl genau so geht wie mir, lese ich mittlerweile Postings in meiner Timeline, die auf reine Propagandaplattformen (nein, ich nenne hier keine!) verlinken. Und das, obwohl meine Filterblase eigentlich eine aufgeklärte und sorgfältige ist.</p>
<p>Darauf angesprochen argumentieren die Absendenden meistens mit &#8222;Aber der Artikel ist doch gut!&#8220; oder &#8222;Klar, ich weiß, dass das ne Schrott-Plattform ist. Aber meine Freundinnen und Freunde können damit umgehen!&#8220; Dass sie mit dem Teilen ganz nebenher die Reichweite dieser Ramschinhalte vergrößern, übersehen diese Menschen gerne – womit wir wieder bei Grund 1 wären.</p>
<h4>4. Soziale Netzwerke bestimmen den politischen Diskurs – und gefährden Menschen und ganze Staaten.</h4>
<p>Ein paar Beispiele gefällig?</p>
<ul>
<li><a href="https://www.reuters.com/article/us-myanmar-rohingya-facebook/u-n-investigators-cite-facebook-role-in-myanmar-crisis-idUSKCN1GO2PN" target="_blank" rel="noopener">UN-Beobachter geben <strong>Facebook</strong> eine Mitschuld am Genozid an den Rohingya in Myanmar.</a></li>
<li><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/lynchmorde-indien-101.html" target="_blank" rel="noopener">In Indien wurden mindestens sechs Menschen von Lynchmobs ermordet – Auslöser waren Gerüchte, die über <strong>WhatsApp </strong>verbreitet wurden. </a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Cambridge Analytica: Ein Datenleck bei <strong>Facebook</strong> hat </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Donald Trump </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">mit ziemlicher Sicherheit zum Sieg verholfen. </a></li>
<li>Der Schweizer Journalist Fabian Eberhard erhielt allein auf <strong>Twitter</strong> 70.000 Hassnachrichten, nachdem er über einen Aufmarsch polnischer Neonazis berichtet hatte. </li>
<li><a href="https://youtu.be/aqZiwRk1yLQ" target="_blank" rel="noopener">Der Journalist Richard Gutjahr kämpft seit Jahren gegen Verschwörungstheorien und deren Verbreitung via <strong>Social Media</strong>, denn er wurde selbst zur Zielscheibe.</a></li>
<li>Die <strong>Facebook</strong>-&#8222;Leave-Kampagne&#8220; zum Brexit wurde aus Russland unterstützt und mithilfe von Cambridge Analytica gesteuert. </li>
<li><a href="https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/hass-gegen-frauen-auf-twitter/1108663945982796/" target="_blank" rel="noopener">Laut Amnesty International grassiert auf <strong>Twitter</strong> der Hass gegen Frauen ganz besonders extrem. </a></li>
</ul>
<p>Gegenmaßnahmen? Wenig heiße Luft, noch weniger konkrete Taten &#8211; wer jemals strafbare Inhalte bei den Sozialen Netzwerken gemeldet hat, mag das Wort &#8222;Gemeinschaftsstandards&#8220;, gegen die der gemeldete Inhalt nicht verstößt, nicht mehr lesen. Doch warum sollten sich die Netzwerke auch kümmern? Sie haben mit unserer tatkräftigen Unterstützung Räume geschaffen, in denen ihre eigenen Gesetze gelten. Und so sind zum Beispiel auf Facebook Brustwarzen verboten, aber extreme Gewaltdarstellungen oder Holocaust-Leugnungen erlaubt.</p>
<h3>Ich habe fertig. Und einige Ideen.</h3>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-13643" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Hirn-mit-Ideen-430x327.jpg" alt="Hirn voller Ideen" width="250" height="190" />Grmpf, dieses Auskotzen war wichtig für mich! Wer dieses Blog schon länger liest, weiß, dass ich eigentliche glühende Verfechterin von Social Media bin &#8211; und dass mir dabei Facebook ganz besonders am Herzen liegt. Oder besser lag. Denn hier haben knallharte wirtschaftliche Interessen dazu geführt, dass sich dieses Soziale Netzwerk sehr gut sichtbar von selbst zerstört. In meiner Timeline geben immer mehr Menschen ihren Rückzug aus Facebook bekannt, und auch erste Unternehmen ziehen die Notbremse.</p>
<p>Doch auch zu Twitter, Instagram oder in WhatsApp mehren sich die kritischen Stimmen: Denn auch hier sind intransparente Systeme entstanden, die wirtschaftliche Interessen über menschliche Interessen stellen. Und die sich einen Teufel scheren um rechtliche Vorschriften wie den Datenschutz. Die strafrechtliche Aufarbeitung der zahlreichen Vorkommnisse scheint unmöglich, genauso wie die Durchsetzung der geltenden Vorschriften. Von daher hilft wohl nur ein Verbot*. Absurd, ich weiß. Und vermutlich genauso wenig durchsetzbar wie wirksame Kontrollen bei diesen mächtigen Firmen.</p>
<h4>Social Media mit Gebühr?</h4>
<p>Meiner Meinung nach ist es Zeit für ein Netzwerk, in dem die Menschen zum Beispiel selbst bestimmen, welche Daten sie mit den Unternehmen teilen und welche nicht. Das könnte zum Beispiel über ein Bezahlmodell erfolgen: kein Datenschutz = keine Gebühr, Datenschutz = monatliche Gebühr. Wichtig wäre auch, dass das neue Netzwerk transparent arbeitet und sich so das Vertrauen der Menschen verdient. Außerdem sollte es klare Regeln geben, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht – diese Regeln müssten sich wohl auch von Land zu Land unterscheiden. Außerdem dürfte dieses Netzwerk die Kontrolle der Inhalte und die Steuerung der Algorithmen nicht in der hauseigenen Dunkelkammer vornehmen, sondern müsste sich zum Beispiel externen Prüfinstituten, NGOs oder Universitäten öffnen.</p>
<h4>Mehr Medienkompetenz!</h4>
<p>Ferner brauchen wir endlich das Schulfach Medienkompetenz und natürlich auch Kurse für Erwachsene. Denn selbst in meinem Freundeskreis gibt es Nametest-Opfer und Analysespielchen-Junkies, die allzu gerne ihre eigenen Daten und Inhalte mit dubiosen Unternehmen teilen – und die ihrer Freundinnen und Freunde gleich mit. Ach ja, und wir brauchen eine Gesetzgebung, die mit dem digitalen Wandel mithalten kann und nicht wie bisher Jahre oder sogar Jahrzehnte hinterherhinkt. Okay, jetzt gleite ich endgültig in das Reich der Fantasie ab &#8230; 😉</p>
<h3>Was wir selbst tun können.</h3>
<p>Gegenreden. Fakten teilen. Stellung beziehen. Besonnen argumentieren, Nicht über jedes Stöckchen springen. Nicht jeden Scheiß teilen. Gedisste Menschen unterstützen. Als Privatperson genau wie als Unternehmen. Dafür habe ich in <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">diesem Blogbeitrag</a> schon 2016 elf Regeln entwickelt:</p>
<p><strong> 1. Ich muss nicht alles lesen, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>2. Ich muss nicht alles kommentieren, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>3. Ich muss es nicht aushalten, wenn mich jemand übel angeht. </strong></p>
<p><strong>4. Ich darf zurückübeln &#8211; wenn ich genau erkläre, warum ich das tue. Oder blockieren. </strong></p>
<p><strong>5. Ich denke mehr über die guten Dinge dieser Welt nach. </strong></p>
<p><strong>6. Ich kommuniziere mehr über die guten Dinge dieser Welt. </strong></p>
<p><strong>7. Ich helfe da, wo ich kann. </strong></p>
<p><strong>8. Ich akzeptiere andere Meinungen*, auch wenn ich sie nicht mal im Ansatz verstehen kann. </strong></p>
<p><strong>9. Ich lästere nicht über Menschen, die einen anderen Weg gehen als ich. </strong></p>
<p><strong>10. Ich lasse mich nicht anstecken von Wut oder Aggression und spekuliere nicht. </strong></p>
<p><strong>11. Ich halte mich an die Punkte 1 bis 10. Immer.</strong></p>
<p>* Rechtsextremismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.</p>
<p><em>Küsschen, deine Christa</em></p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<title>5 Gründe, warum ich Facebook nicht mehr sooo mag</title>
		<link>https://www.christagoede.de/5-gruende-warum-ich-facebook-nicht-mehr-sooo-mag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2016 09:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Facebook, wir müssen reden! Hey, blauer Riese, du bist eigentlich mein Lieblings-Netzwerk, denn in dir kommuniziere ich andauernd und habe meinen Arbeitsplatz und meine Spielwiese vereint. Bis vor ein paar Monaten führten wir eine nicht ganz unkomplizierte, aber doch weitgehend harmonische Beziehung: Ich poste als Privatperson viele Inhalte, pflege Fanpages für meine Kunden, beteilige mich in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Facebook, wir müssen reden!</h2>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-10200" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/04/facebook-Linked_Image___stier-430x225.jpg" alt="Ein wütender Stier" width="350" height="183" />Hey, blauer Riese, du bist eigentlich mein Lieblings-Netzwerk, denn in dir kommuniziere ich andauernd und habe meinen Arbeitsplatz und meine Spielwiese vereint. Bis vor ein paar Monaten führten wir eine nicht ganz unkomplizierte, aber doch weitgehend harmonische Beziehung: Ich poste als Privatperson viele Inhalte, pflege Fanpages für meine Kunden, beteilige mich in verschiedenen Gruppen und organisiere auch den größten Teil meines sonstigen Soziallebens über dich, in dem ich mich zum Beispiel mit Freunden via Messenger verabrede.</p>
<p>Doch jetzt haben wir ernsthafte Beziehungsprobleme, SCHATZ! Und zwar aus folgenden Gründen:</p>
<h4>1. Dein mangelhafter Einsatz gegen Hate-Speech und &#8222;besorgte Wutbürger&#8220;</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10834" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Gemeinschaftsstandards-430x208.jpg" alt="Kein Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards" width="350" height="169" />Facebook, du bist das größte Soziale Netzwerk der Welt mit <a href="http://allfacebook.de/toll/facebook-nutzerzahlen-2016" target="_blank" rel="noopener">1,6 MILLIARDEN Mitgliedern</a> &#8211; das sei dir auch gegönnt! Aber selbst wenn du viele Nummern kleiner wärst, hättest du trotzdem auch eine gesellschaftliche Verantwortung: Denn du bist ein Platz, an dem sich Menschen treffen, miteinander diskutieren und sich oft auch streiten. In den letzten Monaten bist du zumindest in Deutschland von selbst ernannten &#8222;Rettern des europäischen Abendlandes&#8220; gekapert worden, die dich mit Hasskommentaren und Morddrohungen überschwemmen. Oder dich mit irren Wahnvorstellungen vom &#8222;<em>Austausch der Rassen in Deutschland</em>&#8220; oder &#8222;<em>der millionenfachen Vergewaltigung deutscher Frauen durch Flüchtlinge</em>&#8220; überfluten.</p>
<p>Und was machst du, Facebook? Du bietest zwar die <span id="more-10828"></span>Möglichkeit, <a href="https://www.facebook.com/help/reportlinks" target="_blank" rel="noopener">solche Beiträge zu melden</a>, doch in den allermeisten Fällen bekommt man dann eine Nachricht von dir, dass das gemeldete Posting &#8222;den Gemeinschaftsstandards&#8220; entspricht. Ganz ehrlich, Facebook &#8211; ich möchte nicht Teil einer Gemeinschaft sein, in der es normal ist, zum Beispiel in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen oder Homosexuelle mit dem Tod zu bedrohen. Oder in denen Bilder von Frauen nach übelster Bodyshaming-Manier bewertet werden. Und ich möchte auch nicht in einem Umfeld kommunizieren, in dem ein verwackeltes, inhaltlich fragwürdiges YouTube-Video ohne Quellennachweise mehr zur Meinungsbildung beiträgt als eine statistisch belegte wissenschaftliche Untersuchung. Ich weiß, du kannst nichts für diese Irren &#8211; aber du bist dafür verantwortlich, dass sie so laut geworden sind. Denn du, Facebook, kümmerst dich nicht um geltendes Recht und Gesetz. Du hast einfach deine eigene &#8222;Gemeinschaftsstandards&#8220; erfunden, in der Nacktheit sofort bestraft, Volksverhetzung, Verleumdung, Beleidigung und (Mord-)Drohungen aber akzeptiert werden. Merkste was, SCHNÄUZELCHEN?</p>
<h4>2. Dein Algorithmus, der mich dazu zwingt, meine Freunde zu bewerten</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10845" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Abonnieren-430x402.jpg" alt="Freunde abonnieren" width="230" height="215" />Ja, Facebook, ich habe mit Stand Oktober 2016 746 &#8222;Freunde&#8220;, das ist wohl schon eine Menge. Diese Freunde setzen sich wie folgt zusammen: meine Herzensfreunde, meine Familie, meine Bekannten, Menschen, die ich nur flüchtig kenne, Menschen, die ich aus bestimmten Zusammenhängen flüchtig kenne, und auch aus vielen meiner Auftraggeber. All diese Menschen und auch die vielen Fanpages, die ich gelikt habe, die Anzeigen und die Gruppen, in denen ich aktiv bin, produzieren tagtäglich unglaublich große Datenmengen. Ich kann also schon verstehen, dass du mir da mit einem Algorithmus unter die Arme greifen willst, das ist wirklich sehr lieb von dir. Doch der Wille allein zählt nicht!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10876" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Facebook-Werbeanzeigen-Bewertung-430x412.png" alt="Bewertung von Facebook-Werbeanzeigen" width="230" height="220" />Denn unter uns: Du machst das mit dem Algorithmus echt schlecht. So finde ich zum Beispiel jeden Nerd-Beitrag eines &#8222;Freundes&#8220; in meinem Newsfeed, den ich längst auf Standard zurückgesetzt habe, um ihn als allerletztes Mittel dann auch nicht mehr zu abonnieren! Gruppen, an denen ich mich nur sporadisch beteilige, plöppen in meinem Newsfeed regelmäßig auf &#8211; die, in denen ich mich regelmäßig beteilige hingegen nicht.</p>
<p>Und bei der Werbung, die du mir zuspielst, stelle ich fest: Obwohl ich dir freiwillig und bei vollem Bewusstsein ganz viele Daten über mich zur Verfügung stelle, bist du nur selten in der Lage, mir passende Werbung zuzuspielen. Ein Beispiel gefällig, DARLING? Nur, weil ich vor 4 Monaten mal eine <a href="http://www.zeit.de/campus/2016-10/matratzen-schlafen-lifestyle-startups-industrie-revolution" target="_blank" rel="noopener">Matratzen-Werbeanzeige</a> angeklickt habe, heißt das nicht, dass ich immer noch auf der Suche nach einer passenden Matratze bin! Und ja, ich habe dir direkt an der Werbeanzeige selbst schon mitgeteilt, dass mich Anzeigen wie diese nicht interessieren. Ich hab sogar im Menüpunkt <a href="https://www.facebook.com/settings?tab=ads&amp;section=prefs&amp;view" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Werbeanzeigen&#8220; in meinen Privatsphäre-Einstellungen</a> für dich aktualisiert, welche Interessengebiete ich spannend finde &#8211; und Einträge wie &#8222;Christliche Musik&#8220;, die südkoreanische Band &#8222;Secret&#8220; und &#8222;Paul &#8211; ein Alien auf der Flucht&#8220; gelöscht.  In einer ruhigen Minute erklärst du mir dann bitte mal, wie du auf diese Zusammenhänge gekommen bist, okay?</p>
<h4>3. Deine nicht vorhandenen Ansprechpartner für kleine Unternehmen</h4>
<p>Ja, ich weiß, wir sind ganz kleine Fische in deiner Kundenstruktur &#8211; aus deiner Riesenperspektive vermutlich sogar etwas ähliches wie Krill. Doch im Bio-Unterricht habe ich gelernt, dass Krill sogar Wale satt macht, schon alleine über die Masse! Uns aber missachtest du, Facebook, und zwar komplett: Wir haben keine Ansprechpartner, auf Mails an den Support wird nach nach Tagen oder Wochen oder gar nicht geantwortet. Mal ganz abgesehen davon, dass es ein echt doofes Gefühl ist, wenn man von seinem Lieblings-Netzwerk ignoriert wird &#8211; auch für dein eigenes Geschäft ist das nicht wirklich toll, denn es gibt schon jetzt kleine Unternehmen und Einzel-Selbstständige, die sich bereits enttäuscht von dir abgewandt haben.</p>
<p>Für Privatpersonen hast du einen mittlerweile recht umfangreichen <a href="https://www.facebook.com/help" target="_blank" rel="noopener">Hilfebereich</a>, ja. Und auch für uns kommerzielle Nutzer mit aktivem Werbekonto gibt’s einen <a href="https://www.facebook.com/business" target="_blank" rel="noopener">Hilfebereich</a> &#8211; doch bei kniffeligen Fragen findet man dort keine Antworten. Manchmal gibt es ja zum Beispiel  Bugs, die einen in die Verzweiflung treiben. Bei denen bin ich dann auf das Feedback anderer Nutzer angewiesen: Was ein Glück funktioniert das Prinzip der netzwerk-internen Selbsthilfe sehr gut in meinem Newsfeed und in den Facebook-Gruppen für Fanpage-Betreiber oder Gruppen-Admins! Sonst wäre ich öfter mal ziemlich aufgeschmissen.</p>
<p>Doch von einem riesigen, weltweit agierenden Unternehmen erwarte ich schon einen Kundensupport, der den Namen auch verdient hat! Und nicht andere, sich aufopfernde Mitglieder, die kostenfrei deinen Support übernehmen. Schließlich zahlen wir für deine Dienstleistungen mit unseren ganz persönlichen Daten und Aktivitäten &#8211; da könntest du dich auch mal um uns bemühen, HASE. Wenigstens ein kleines bisschen!</p>
<h4>4. Deine gefühlt 1000 verschiedenen Versionen und Funktionsunterschiede</h4>
<p>Einen Teil meines Geldes verdiene ich damit, dass ich anderen Menschen deine Funktionen erkläre, Facebook &#8211; denn das ist dringend nötig, blicken bei dir ohnehin nur noch die wenigsten Menschen durch, weil du als gewachsenes System mittlerweile ziemlich umfassend und auch recht kompliziert bist. Doch in den letzten Monaten wird das alles für mich immer schwerer, denn oft haben meine Kunden andere Funktionen und andere Layouts als ich! Gefühlt hänge ich immer Wochen oder sogar Monate hinten dran an dem, was andere für Neuigkeiten in Design und Funktion bei dir erleben dürfen. Ich könnte verstehen, wenn du Rollouts länderweise laufen lassen würdest, oder nach Sprachen strukturiert. Aber in einem Land so viele verschiedene Versionen am Start zu haben &#8230; ist das wirklich sinnvoll?</p>
<p>Auch die Apps unterscheiden sich von Betriebssystem zu Betriebssystem &#8211; warum ist das so, Facebook? Ja, ich weiß auch, dass du nichts dafür kannst, dass so viele Leute die Apps auf dem Smartphone nicht regelmäßig updaten &#8211; und es gibt mittlerweile sehr viele App-Versionen nur alleine für Androiden, die sich natürlich auch in den Funktionen unterscheiden. Aber die Browser-Versionen für PC und Apple könnten doch wenigstens halbwegs identisch sein, oder MAUSI? Und vielleicht kannst du ja dafür sorgen, dass ich die <a href="http://allfacebook.de/toll/templates-pages" target="_blank" rel="noopener">neuen Fanpage-Templates</a> wenigstens zeitgleich mit meinen Kunden haben werde, das wäre lieb.</p>
<h4>5. Deine gespeicherten Links, die ich nicht in eigene Listen organisieren kann</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10884" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Links-auf-Facebook-organisieren.png" alt="links-auf-facebook-organisieren" width="943" height="101" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Links-auf-Facebook-organisieren.png 943w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Links-auf-Facebook-organisieren-300x32.png 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/10/Links-auf-Facebook-organisieren-768x82.png 768w" sizes="auto, (max-width: 943px) 100vw, 943px" /></p>
<p>Du bist stets bemüht, Facebook, ist klar. Deswegen hast du mir für meine gespeicherten Links auch schon 10 Kategorien wie &#8222;Links&#8220;, &#8222;Videos&#8220; oder &#8222;Fotos&#8220; vorgegeben. Ehrlich gesagt sind diese Kategorien für mich aber überhaupt nicht interessant, denn ich sammele Links nach anderen, eigenen Interessen: zum Beispiel nach Branche, nach Thema oder nach Sozialem Netzwerk. Und dann sammele ich noch Beiträge, die für meine Arbeit wichtig sind, und welche, die für mein politisches Engagement spannend sind. Aber mit deiner vorgegebenen Struktur habe ich keine Chance, den Überblick in meinen derzeit gespeicherten 284 Postings zu behalten!</p>
<p>Warum ermöglichst du mir zwar, meine <a href="https://www.facebook.com/help/204604196335128/" target="_blank" rel="noopener">Freunde in selbst angelegten Listen zu strukturieren</a>, aber die Links nicht? Schon alleine aufgrund der Datenmengen, die in dir jeden Tag produziert werden, ist jede Form der Ablage und Organisations-Möglichkeit sinnvoll &#8211; ja, sogar dringend notwendig! BABY, BITTE &#8211; leg hier dringend ein Pfund nach, denn sonst treibst du mich in den Wahnsinn, okay?</p>
<hr />
<p>Klar, dich stört das nicht, Facebook-SCHNUCKI, wenn ich mich hier in meinem winzigen Blog über dich aufrege. Aber ich bin nicht nur deine Liebhaberin, sondern auch deine Kundin! Und Kunden-Feedback sollte man ernst nehmen &#8211; das weiß ich genau, denn ich bin selbst Unternehmerin. Denn du bekommst so Verbesserungsvorschläge, deren Umsetzung eventuell dafür sorgen könnte, dass unsere Beziehung wieder etwas harmonischer wird.</p>
<p>Küsschen, deine Christa</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre>Bilder: <a href="http://www.pixabay.com">Pixabay</a>, Screenshots Facebook</pre>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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