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	<title>Authenitizität Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Authenitizität Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Eva Kirchhoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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		<category><![CDATA[Etagerie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich weiß, wer die Sachen produziert hat.&#8220; An Eva kommt in Offenbach niemand vorbei, der sich für schöne Dinge interessiert &#8211; im Nordend ist ihr toller Laden &#8222;Etagerie &#8211; regional &#38; original&#8220; darüber hinaus noch geselliger Treffpunkt, leckeres Mittagstisch-Ziel und spannende Infobörse. Denn Eva weiß bestens Bescheid und ist eine sehr gute Netzwerkerin. Viele meiner [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich weiß, wer die Sachen produziert hat.&#8220;</em></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-14348 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eva-Kirchhoff-von-der-Etagerie-Offenbach-430x573.jpg" alt="Eva Kirchhoff von der Etagerie Offenbach" width="430" height="573" />An Eva kommt in Offenbach niemand vorbei, der sich für schöne Dinge interessiert &#8211; im Nordend ist ihr toller Laden &#8222;<a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etagerie &#8211; regional &amp; original</a>&#8220; darüber hinaus noch geselliger Treffpunkt, leckeres Mittagstisch-Ziel und spannende Infobörse. Denn Eva weiß bestens Bescheid und ist eine sehr gute Netzwerkerin.<br />
Viele meiner Geschenke und Mitbringsel für Freundinnen und Freunde, Verwandte oder auch Kundinnen und Kunden kommen aus ihrem Laden. Denn da kann ich mir sicher sein, dass ich wirklich originelle Dinge kaufe, die dazu noch zumeist in der Region produziert worden sind. Das finde ich ziemlich prima 😉 Besonders fasziniert bin ich von den verschiedenen Notizbüchern, die es bei ihr im Laden gibt – kein Wunder, als Texterin brauche ich immer noch Papier für Kundengespräche oder die kleine Idee, die zwischendurch fix aufgeschrieben werden will. Und in ein schönes Buch schreibe ich gleich viel lieber!<br />
Danke, liebe Eva, dass du meine Fragen so detailreich beantwortet hast.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du hast vor 6 Jahren die Etagerie in Offenbach gegründet – einen tollen Laden, in dem Designer*innen ihre regionalen Produkte präsentieren und verkaufen können. Außerdem bietest du Nähkurse an und bei dir im Geschäft kann man in der wunderschönen, kreativen Atmosphäre lecker Mittag essen oder köstlichen Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen. Außerdem vermietest du deinen Laden für Workshops. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Und wie kriegst du das alles hin?</em></p>
<p><strong>EK:</strong> Vor fast 6 Jahren habe ich die <a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etagerie</a> in Offenbach eröffnet – zusammen mit zwei anderen Frauen, die vor zwei Jahren aber beide in ihr altes berufliches Leben zurückgekehrt sind. Für mich war es selbstverständlich, dass ich die Etagerie fortführen würde.<br />
Wir haben einen schönen Ort geschaffen, quasi aus dem Nichts heraus. Das aufzugeben, dazu war ich nicht bereit. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Neben den finanziellen Aspekten (geteiltes Einkommen ist weniger Einkommen) ist es anscheinend auch für die Kunden irgendwie klarer, wenn eine “authentische” Person hinter dem Ladentisch steht als drei Individuen. Auf jeden Fall ist die Etagerie erfolgreich und trägt inzwischen überzeugend zum Familieneinkommen bei.<br />
Die Idee zur Etagerie ist aus einer Rettungsaktion für das <a href="http://www.hafen2.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturzentrum Hafen 2</a> entstanden. Dazu haben wir einen Kreativmarkt in der alten Ölhalle und im Lokschuppen organisiert und die Einnahmen weitgehend für den Neubau gespendet. Kurz vor der dritten Veranstaltung wurde dann das Ladenlokal Domstraße/Ecke Taunusstraße frei. Und so haben wir den Designs aus <span id="more-14340"></span>Wohn- und Schlafzimmerateliers ein Zuhause gegeben. Geplant war dies nicht, Geld hatten wir auch keines. Also haben wir ein paar Ersparnisse zusammengekratzt und eine kleine Förderung bekommen. Mit viel Eigenarbeit sowie viel Engagement vonseiten des Vermieters konnten wir die Räume mehr oder weniger so gestalten, wie sie größtenteils heute noch sind.<br />
Eigentlich ist die Etagerie “viele Läden”: Bis zu 50 Ausstellungsflächen werden an Kreative, die mehrheitlich aus der Region kommen, vermietet. Für den Verkauf erhalte ich eine Provision. Außerdem teile ich die Ladenfläche (und die Abdeckung der Öffnungszeiten) mit der wunderbaren Ulrike Janssen, die auf etwa 25 qm ihr <a href="https://www.maschenwahn.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wollgeschäft &#8222;Maschenwahn&#8220;</a> betreibt.<br />
<img decoding="async" class="size-full wp-image-14346 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt.jpg" alt="Der große Tisch der Etagerie Offenbach ist ein Treffpunkt" width="350" height="467" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Von Anfang an war der große Tisch zentraler Kommunikationsort des Ladens. Dort gibt es einen kleinen Mittagstisch, es wird Kaffee getrunken, es gibt Strickabende und Nähkurse. In der Etagerie gibt keine Einzeltische – wer für sich sein möchte, ist hier falsch. Stattdessen wird geredet, Netzwerke werden geknüpft, es ist eigentlich immer jemand da, Fragen können gestellt werden, wer kennt jemanden, der &#8230;. Das macht vermutlich die Besonderheit der Etagerie aus!<br />
Die Frage nach den Workshops: Von Beginn an gibt Sabine Henry die Nähkurse in der Etagerie. Wir teilen uns die Organisation und entsprechend auch die Einnahmen. Und hin und wieder findet auch eine externe Veranstaltung statt – Coachings, Lesungen, auch Kindertheater gab es schon. Ist aber eher die Ausnahme, weil, und da kommen wir gleich zur nächsten Frage “wie schaffst Du das alles?” – die Etagerie ist eine One-Woman-Show. Ich decke den Großteil der Ladenöffnung ab. Und ich bin auch komplett verantwortlich für die Kontakte zu den Ausstellern, ich mache Bestellungen, bereite die Buchhaltung vor, koche, putze, dekoriere usw. Einzig einen Steuerberater leiste ich mir. Darüber hinaus habe ich zwei Kinder und einen ebenfalls selbstständigen Ehemann – da sind Engagements über die Ladenöffnungszeiten hinaus derzeit kaum möglich.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Das ist eine lustige Frage, weil ich vor Kurzem eingeladen war, am Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach teilzunehmen. Einerseits schmeichelt mir das, da das Unternehmen “Etagerie” anscheinend inzwischen ernst genommen wird in unserem Stadtteil. Andererseits habe ich festgestellt, dass wir vor sechs Jahren ein sehr modernes Einzelhandelskonzept geschaffen haben – und zwar ganz ohne Vorwissen!<br />
Viele kleine und große Unternehmen versuchen sich an Mischungen aus Konsum, Treffpunkt und Event sowie dem klassischen, stationären Einzelhandel. Sie möchten so die Menschen dazu zu bringen, nicht so viel im Internet zu bestellen. Mein Vorteil ist, dass es die meisten Sachen, die es in der Etagerie zu kaufen gibt, gar nicht im Onlinehandel gibt. Außerdem weiß ich, wer die Sachen produziert hat. Plus der Tatsache, dass ICH dort mein Geld verdiene, macht das die Geschäftsbeziehung zu einer wesentlich ehrlicheren, authentischen Aktion als bei den meisten anderen Geschäften.<br />
Das funktioniert aber nur, wenn jemand voll und ganz hinter dem Konzept steht. Ich bin Unternehmerin, ich muss bereit sein, mein Gesicht an guten wie an schlechten Tagen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich kann mir meine Kunden nicht aussuchen, ich muss viel körperliche Energie aufbringen. Aber es kommt wahnsinnig viel positive Energie zurück! Und das ist sehr viel Lohn, selbst dann, wenn die Füße schmerzen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Für mich war Individualität nie so schwierig. Ich habe mich schon als Jugendliche weniger an Moden orientiert und bin lieber angeeckt als mitzuschwimmen. Eigentlich bin ich Sozialarbeiterin: In meinem Beruf habe ich mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen gearbeitet, sie gepflegt, betreut und beraten. Zwischendurch habe ich aber auch in der freien Wirtschaft gearbeitet. Da musste ich einerseits persönlich flexibel reagieren. Da ich aber andererseits sehr gerne arbeite, haben mir meine Individualität und meine Authentizität immer eher genutzt als geschadet, würde ich sagen. Von daher war der Wandel von der authentischen Sozialarbeiterin zur authentischen Einzelhändlerin recht einfach.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Ich habe bis heute keine Internetseite, nutze nur <a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="https://www.instagram.com/etagerieof/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>. In der Gründungszeit konnten wir uns das nicht leisten, inzwischen kultiviere ich diese Unperfektheit sogar ein bisschen bei Fotos und den Texten. Anscheinend fühlen sich die Follower aber gut informiert über meine Angebote, da ich oft gute Rückmeldungen zu meinen Postings erhalte.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="size-medium wp-image-14347 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Die-Etagerie-in-Offenbach-430x323.jpg" alt="Die Etagerie in Offenbach" width="430" height="323" />EK: </strong>Ich bin nicht privat in der Etagerie. Die Menschen müssen bezahlen, und das war am Anfang gewöhnungsbedürftig. Es gibt Übergänge, weil Kunden schon zu Freunden geworden sind. Ich verbringe viel Zeit meines Lebens dort – so, wie andere ihre Kollegen haben, teile ich viel Leben mit den Menschen, die zu mir in den Laden kommen. Und wem die Atmosphäre zu offen, zu authentisch oder was auch immer ist, der kommt nicht wieder – das haben wir auch festgestellt. Mir wurde mal erzählt, dass solche Läden immer so zum Kauf verpflichtend seien. Wer seine Geschenke aber bei Lidl &amp; Co. kauft, sollte sich nicht wundern, wenn es in den Städten nur noch Kettenläden gibt und keine inhabergeführten Geschäfte mehr.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Ehrlichkeit, Offenheit und Empathie. Individualität stellt sich gesellschaftlich oft wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen dar. Zusammen mit den drei genannten Eigenschaften wird es zum Miteinander.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Weiß ich nicht so genau. Auf der einen Seite scheuen sich viele Menschen davor. Deswegen entwickeln sie äußerliche Uniformen, glauben, jede Mode mitmachen zu müssen. Gleichzeitig scheint Authentizität eine geheime Sehnsucht darzustellen. Denn diejenigen, die nicht immer auch den gleichen Pfaden wandeln, werden beneidet – z. B. um ihren Mut, auch mal unsichere Wege zu bestreiten. Das habe ich zumindest so erlebt.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Geschäfte wie deins in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Die Strategien für die Zukunft: Nur wer selbst neugierig ist auf Menschen und auf neue Produkte, kann sich mit der Kundschaft weiter entwickeln. Wir haben kein träges, großes Kaufhauskonzept, also können die inhabergeführten Läden oft flexibler und schneller reagieren. Soziales und gesellschaftliches Engagement sollte darüber hinaus selbstverständlich sein.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Yildiz Köremezli</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Dr. Elisabeth Heinemann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 07:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Authenitizität]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Heinemann]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Menschen möchten berührt und unterhalten werden.&#8220; Dr. Elisabeth Heinemann ist IT-Professorin an der Hochschule Worms, Vortragsrednerin und Kabarettistin. Und sie ist Sängerin in einer Jazzband. Ja, Sie haben richtig gelesen, sie ist alles auf einmal! Elisabeth habe ich auf Facebook kennengelernt &#8211; wo auch sonst 😉 Als ich im Januar 2013 das Rhein-Main-Quartier der Digital Media Women gründete, war [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Menschen möchten berührt und unterhalten werden.&#8220;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-7266" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/09/Elisabeth-in-Aktion-430x285.jpg" alt="Elisabeth auf der Bühne der TedX" width="300" height="199" />Dr. Elisabeth Heinemann ist <a title="Link zur Hochschule" href="http://hs-worms.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Professorin an der Hochschule Worms</a>, <a title="Link zu Elisabeths Website" href="https://www.frauprofessor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vortragsrednerin und Kabarettistin</a>. Und sie ist Sängerin in einer Jazzband. Ja, Sie haben richtig gelesen, sie ist alles auf einmal! Elisabeth habe ich auf Facebook kennengelernt &#8211; wo auch sonst 😉<br />
Als ich im Januar 2013 das Rhein-Main-Quartier der <a title="Link zu den Digital Media Women" href="http://www.digitalmediawomen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Media Women </a>gründete, war sie ziemlich schnell mit an Bord und kam bei einem der monatlichen Meet-ups vorbei. Außerdem unterhalten wir uns öfter mal via Facebook-Chat oder telefonieren. Und zwar nicht nur über unsere Arbeit, sondern auch über einen kunterbunten Strauß privater Dinge.<br />
Mit Elisabeth verbindet mich die Leidenschaft, die wir beide für unsere Arbeit empfinden. Und auch das &#8222;Rampensau-Gen&#8220;. Wobei ich mir von ihrer Ausstrahlung und ihrer Präsenz gerne eine Scheibe abschneiden würde. Ich habe sie als kluge, empathische Frau kennen und mögen gelernt, die Herz hat – und es zeigt. Einfach toll!</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Eine sehr wichtige. Obwohl ich zugeben muss, dass der Begriff für mich mittlerweile sehr abgenutzt ist. Ich empfinde eine große Demut darüber, dass ich mich in meinen drei wichtigen Bereichen, nämlich privat und in Beruf #1 (Hochschullehrerin) ebenso wie in Beruf #2 <span id="more-7243"></span>(Vortragsrednerin und Kabarettistin) nicht verbiegen muss. So wie ich mich dort jeweils gebe, so bin ich auch. Mal zeige ich die eine Facette mehr, mal nehme ich die andere ein wenig zurück. Aber unterm Strich steht da immer dieselbe: ich.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist Professorin an der Hochschule Worms und leitest den Studiengang Mobile Computing. Du warst und bist in verschiedenen Gremien tätig. Du hältst Vorträge. Du machst Kabarett. Und außerdem singst du in einer Jazzband. Hattest du auf deinem Weg dorthin Bedenken, ob und wie diese vielen verschiedenen Rollen zusammen passen?</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Bedenken würde ich es nicht nennen, aber irgendetwas auf dem Weg zu dem, was ich heute mache war „unrund“. Ich wusste, ich wollte neben meinem Hauptberuf als Professorin weiterhin Vorträge halten und wie gewohnt als kompetent und humorvoll wahrgenommen werden. Doch irgendetwas fehlte. Und das war die Befriedigung meines „Rampensau-Gens“, das unkonventioneller, verrückter und frecher auf die Bühne wollte. Jetzt kam aber mein innerer Kritiker und gab zu bedenken – ha, ich muss es wohl doch „Bedenken“ nennen –, dass Kabarett ja wohl einer Professorin, die für seriöse Wissensvermittlung steht, nicht angemessen sei. Ich kürze den Weg mal ab &#8230; in dem Augenblick, in dem ich die Klammer für Hochschule, Vorträge und Kabarett hatte und mir klar wurde, dass ich eigentlich immer das gleiche Thema bearbeite, nämlich &#8222;Digitales Leben&#8220;, waren die Bedenken verschwunden. Denn dadurch stand dieses &#8222;Trio Infernale&#8220; meiner Fach-Expertise in keinster Weise im Weg. Eher im Gegenteil. Ein  Thema &#8211; drei Wege, es zu vermitteln. Und ab da war es für mich rund. Und spannender Weise auch für meine Kunden. Alles drei sind Bereiche, die wunderbar laufen und die mich sehr erfüllen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Ich habe natürlich eine eigene Internetpräsenz, die sehr plakativ in die Bereich „Keynote“ und „Kabarett“ getrennt ist, aber unter einem Corporate Design. Dann nutze ich die üblichen Verdächtigen wie Facebook, Twitter und Instagram, wobei ich durchaus auch Privates poste. Bei FB stelle ich gerade um und lenke Fans tatsächlich auf meine <a title="Link zu Elisabeths Fanpage" href="https://www.facebook.com/FrauProfessor" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fanpage</a>, um das persönliche Profil zumindest semi-privat zu halten. Mein größtes Stilmittel sind Inhalt und Optik. Ersteres decke ich dadurch ab, dass ich vornehmlich über oder zu digitalen Themen poste. Der optische rote Faden ist tatsächlich ein solcher, denn meine Farben sind Schwarz und Rot. Bei meinen Keynote- und Kabarettauftritten trage ich immer komplett schwarz, außer Lippenstift und Schuhen. Die sind knallrot. Dafür bin ich auch mittlerweile wohl schon bekannt, denn es gibt immer wieder Kontakte in den sozialen Netzwerken, die mich auf die roten High Heels ansprechen. Auf Xing und LinkedIn bin ich übrigens eher als Hochschullehrerin präsent.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer, individuelle Wege zu beschreiten und zu den Facetten seiner Persönlichkeit zu stehen?</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Ich glaube, es ist nur dann schwer, wenn man sich selbst nicht zu 100 Prozent klar darüber ist, was denn im Kern die eigene Persönlichkeit ausmacht und welche Facetten diejenigen sind, die man (nach außen) ausleben möchte. Mein Weg ist ja nun wirklich ein sehr individueller, aber es ist meiner. Keiner wird ihn jemals so gehen wie ich ihn gegangen bin und weiterhin gehe. Und einen besseren USP gibt es ja nun wirklich nicht, denn ich bin mit Sicherheit die einzige IT-Professorin im deutschsprachigen Raum, die IT-Kabarett macht. Überdies vermute ich mal, dass das auch noch eine Zeitlang so bleiben wird 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Bitte nenne und erkläre drei Begriffe, die du mit Authentizität verbindest.</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Meine drei Begriffe sind:<br />
a. Souveränität<br />
b. Empathie<br />
c. Diplomatie<br />
Wenn ich authentisch agiere, dann tue ich das aus meiner Mitte heraus und somit getrieben von viel, wenn nicht maximaler Souveränität. Kommt dann noch Empathie für die im System befindlichen Menschen mit hinzu und diplomatisches Geschick bezüglich der Situation, so dass ich weiß, welche meiner Facetten im Augenblick angebracht sind, dann ist es perfekt. Und das gilt für den privaten Bereich ebenso wie für den beruflichen. Zugegeben. Das klappt nicht immer. Aber je älter ich werde, desto öfter.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum werden öffentliche Gefühlsausbrüche von Persönlichkeiten heute besonders geschätzt? Der <a title="Link zum Video auf Youtube" href="https://www.youtube.com/watch?v=AX5m5swD-QU%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wutausbruch von Bundesaußenminister Steinmeier </a>hat viel öffentliche Bewunderung erfahren und ist zum echten Youtube-Hit geworden mit mittlerweile mehr als 2,6 Mio. Klicks. </em></p>
<p><strong>EH:</strong> Ich bin mir gar nicht sicher, ob das tatsächlich ein flächendeckendes Wertschätzen ist oder einfach auch eine Art von Voyeurismus, zumindest bzgl. dessen, was die Youtube-Klicks widerspiegeln. Aber nehmen wir mal an, es ist in erster Linie wohlwollend &#8230; Menschen möchten berührt und unterhalten werden. Das gilt für Vorträge heutzutage ja auch. Kein Unternehmen, keine Einzelperson will  mehr einen staubtrockenen Vortrag zum Thema xyz hören und 90 Minuten gelangweilt werden. Fachkompetenz gepaart mit Entertainment, mit Emotionen &#8211; das zieht. Und zwar berechtigt, denn mir geht das ja ganz genauso. Herr Steinmeier hat Emotionen erzeugt, in dem er seine eigenen sehr deutlich gezeigt hat. Das kommt an und macht ihn menschlich.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessenten Käufer machen?</em></p>
<p><strong>EH:</strong> Da spreche ich jetzt in erster Linie als Informatikern: Interaktion und Transparenz. Die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft hat Grenzen in der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden verschoben, wenn nicht teilweise sogar abgebaut. Nur leider haben das immer noch zu viele Unternehmen nicht verstanden. Produkte, Dienstleistungen und unternehmerisches Handeln per se sind durch das Internet so transparent und vergleichbar geworden wie nie zuvor. Wer als Unternehmen darauf beharrt auf seiner „analogen Insel“ sitzen zu bleiben und weiterhin dem Credo „das haben wir schon immer so gemacht“ folgt, der ist schneller weg vom Fenster als er glaubt. Und das betrifft längst nicht nur Kunden, sondern auch zu gewinnende, kompetente Fachkräfte.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Vielen Dank, Elisabeth! Ich liebe die Art und Weise, wie offen und mit wie viel Leidenschaft du deine vielen verschiedenen Berufung(en) lebst 😉</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<address>Bildquellenangabe: Elisabeth Heinemann</address>
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