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	<title>Dissen Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2017 06:55:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Angst? Das kann weg. Echt. Angst ist kein guter Lebensbegleiter, das habe ich glücklicherweise schon sehr früh in meinem Leben gelernt. Wenn Angst mein Leben bestimmt hätte, wäre ich nicht als Kind auf die hohen Bäume geklettert und hätte nie den tollen Blick aus den schwankenden Wipfeln genossen. Ich wäre auch wohl nie in meinem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Angst? Das kann weg. Echt.</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-11840" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/05/Buckelnde-Katze-430x225.png" alt="Buckelnde Katze" width="430" height="225">Angst ist kein guter Lebensbegleiter, das habe ich glücklicherweise schon sehr früh in meinem Leben gelernt. Wenn Angst mein Leben bestimmt hätte, wäre ich nicht als Kind auf die hohen Bäume geklettert und hätte nie den tollen Blick aus den schwankenden Wipfeln genossen. Ich wäre auch wohl nie in meinem Leben vom 10-Meter-Turm gesprungen und hätte nie das irre Glücksgefühl nach einem solchen Sprung spüren dürfen 😉 . Und ich hätte mich wohl auch nie selbstständig gemacht. Denn diese vollkommen eigenverantwortliche Form der Arbeit hat viele Risiken. Mit Sicherheit würde mein Ich in einer ängstlicheren Variante ein ganz anderes Leben führen als das, was ich habe &#8230;</p>
<p>Noch dazu habe ich das unglaubliche Glück, in einem Land geboren zu sein, das so sicher und so friedlich ist wie kaum eine andere Region auf dieser Erde. Ja, es gibt viele Probleme zum Beispiel im Bildungssektor, unsere Politik wird immer stärker von Lobbyisten bestimmt und Frauen verdienen im Schnitt immer noch 20 % weniger als Männer. Gleichzeitig ist mein Bauch voll, meine Wohnung warm, ich darf mich politisch engagieren und meine Meinung sagen und vor meiner Haustür findet kein Krieg statt. Alles Gründe, warum ich keine Angst habe, mich aber trotzdem engagiere &#8211; denn es geht noch besser, da sind wir uns bestimmt alle einig!</p>
<h3>Die Renaissance der Angst</h3>
<p>Gleichzeitig erlebe ich aber gerade, wie die Angst immer mehr das Leben meiner Mitmenschen bestimmt: Die einen haben Angst vorm Impfen, die nächsten Angst vor Flüchtlingen und die dritten haben Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Oder vor Chemtrails, der Weltverschwörung, oder Barcodes auf Lebensmitteln. Und als die <span id="more-11555"></span>Flüchtlinge kamen, versank ja ohnehin das gesamte Land in Chaos und Verbrechen *augenroll*. Denn vorher gab es natürlich und ganz selbstverständlich weder Raub, Mord noch Totschlag und sexuelle Übergriffe auf Frauen schon mal gar nicht. Ist klar. *zynismusmodusaus*</p>
<p>Weil ich diesen Irrsinn nicht unwidersprochen lassen möchte, gehöre ich zu den Menschen, die sich aktiv und unter Klarnamen gegen Hass, Propaganda und Fehlinformationen im Internet einsetzen. Dieses Engagement hat mir in den letzten Jahren schon so einiges an &#8222;Fanpost&#8220; eingebracht: Mir wurde gedroht, ich würde &#8222;nach der Machtergreifung&#8220; an der Laterne vorm Haus baumeln, man(n) lebte virtuell allerlei üble sexuelle Fantasien an mir aus oder unterstellte mir, ein von irgendwelchen dunklen Mächten reichlich bezahlter Troll zu sein. Doch ich kann euch beruhigen, liebe Disser, Hater und Verschwörer: Ich bin eine Frau aus Fleisch und Blut und meine das, was ich schreibe, wirklich ernst. Und ich werde nicht mal dafür bezahlt, ich mach das ganz freiwillig, weil ich Diskussionen und Nachdenken enorm wichtig finde! Genau wie aufeinander zu gehen und miteinander sprechen.</p>
<h3>Seid doch mal cool drauf, ey!</h3>
<p>Ich hab auch gleich noch einen wirklich guten Tipp für euch, liebe Internetangst-Menschen: Durchatmen, ommmmm sagen und einfach mal raus gehen und Leute kennen lernen. Du hast Angst vor Flüchtlingen aus Syrien oder Afghanistan? Dann frag doch mal bei deiner örtlichen Flüchtlingsinitiative nach, ob dort noch Hilfe zum Beispiel beim Deutschunterricht oder bei den Behördengängen gebraucht wird. So machst du dich nützlich für die Gemeinschaft und kannst ganz nebenher die Menschen kennen lernen, die nach Deutschland geflohen sind. Du erfährst&nbsp;deren Lebensgeschichten, kannst dich&nbsp;austauschen, lernst Menschen kennen &#8211; und glaube mir: Wenn du jemanden kennen gelernt hast, dann hast du&nbsp;fast automatisch keine Angst mehr vor ihm oder ihr!<br />
Und noch ein Nachsatz: Nein, nicht alle Geflüchteten sind per se nett, auch in dieser Gruppe gibt es mächtige Arschlöcher &#8211; da scheint es irgendwie eine statistische Konstante zu geben wie &#8222;100 Menschen = 5 Arschlöcher&#8220; oder so. Aber Idioten und andere Deppen kann man gut ignorieren, das weiß ich aus eigener Erfahrung 😉 .</p>
<p>Oder hast du Angst vorm Impfen? Die ist normal, denn ein Restrisiko bleibt immer. Doch wenn du Impfen als Dienst an deinen Mitmenschen betrachtest, tut der kleine Piks gleich viel weniger weh. Denn Impfen ist nicht nur Selbstschutz, sondern eben auch Schutz der Schwächeren. Es gibt ja Menschen wie kleine Babys oder Kranke, die sich nicht impfen lassen können &#8211; die haben bisher von einer hohen Impfquote in der Bevölkerung profitiert, denn Krankheiten wie Masern kamen nur noch sehr selten vor. Doch das ändert sich leider gerade, weil so viele Menschen den Piks verweigern! Selbst wenn du das Glück hast, keinen kranken Menschen persönlich zu kennen und noch nie um das Leben eines lieben Menschen bangen musstest, so kennst du bestimmt Menschen, denen genau das passiert ist. Und genau deshalb ist Nicht-Impfen meiner Meinung nach hochgradig asozial! Und wenn du Angst davor hast, dass dir der Himmel auf den Kopf fällt, solltest du mehr Asterix und Obelix lesen &#8211; dann kannst du während du Angst hast noch ein bisschen Spaß haben 😉 .</p>
<h3>Einfach mal einen Schritt zurücktreten. Oder auch zwei.</h3>
<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-5570" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/12/Dialog-430x304.jpg" alt="Dialog" width="430" height="304">Du hast Angst vor irgendwelchen anderen Sachen? Ja, kenne ich auch, ehrlich. Aber ich trete dann einen Schritt zurück und betrachte die Situation von außen: Ist es wirklich so schlimm, wie ich mir das gerade vorstelle? Gibt es Menschen, die diese Sache, die mir gerade Angst macht, schon überstanden haben? Vielleicht sogar viele? Spätestens an diesem Punkt meiner Überlegungen entspanne ich mich sehr schnell wieder &#8211; denn wenn andere das hingekriegt haben, werde ich das ja wohl auch noch schaffen, bitte schön! Und wenn der eine Schritt und meine Selbstansprache so gar nichts nutzen, dann frage ich im zweiten Schritt jemanden in meinem Freundeskreis nach seiner Einschätzung der Situation. Allerspätestens an diesem Punkt bin ich dann wieder recht geerdet, denn die Außensicht eröffnet mir fast immer neue Perspektiven, die ich bisher nicht gesehen habe. Schwupps, die Angst ist weg!</p>
<p>Genau so ticke ich übrigens auch bei euch, liebe Disser, Hater und Verschwörer: Ich habe keine Angst vor euch. Im Gegenteil, ich möchte gerne mal jemanden von euch persönlich kennen lernen. Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen und erklärt mir seine oder ihre Sicht der Dinge Live und in Farbe? Was genau hat dich an mir so gereizt, dass du mich übel beschimpfst &#8211; oder mir sogar den Tod oder eine Massenvergewaltigung wünscht? Von mir aus gerne bei einem Kaffee oder vielleicht sogar bei einem leckeren Essen, ich bin da unempfindlich. Aber sehr neugierig &#8230; 😉</p>
<p>Warum ich dir das anbiete? Meiner Meinung nach kommt man mit Neugierde und Offenheit im Leben weiter! Schließlich habe ich so die Chance, Neues kennen zu lernen, dich kennen zu lernen. Ich freue mich also darauf, mit dir zu reden, zu diskutieren und von mir aus auch zu streiten &#8211; aber bitte mit Stil und gegenseitigem Respekt. Meine Kontaktdaten findest du unter diesem Posting.</p>
<h3>&#8222;Deutschland spricht&#8220; &#8211; ich bin dabei!</h3>
<p>Übrigens: Ich hab mich auch bei <a href="http://www.zeit.de/politik/2017-05/deutschland-spricht-aufruf-d17" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Deutschland spricht&#8220; (#D17)</a> angemeldet &#8211; wer will, kann mich also vielleicht am 18.6.2017 treffen und mit mir sprechen. Über die Themen, die uns alle bewegen, oder das Leben im Allgemeinen und im Speziellen. Ich freu mich drauf 😉</p>
<pre>Bildquellenangabe:&nbsp;<a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
<hr>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
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		<title>Realität vs. Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 11:39:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Getippte Amokläufe: Was wir dagegen tun sollten. Jeden Tag bin ich stundenlang im Internet und damit natürlich auch in Social Media unterwegs &#8211; denn dort sind mein Arbeitsplatz und meine Spielwiese angesiedelt. Die sozialen Netzwerke sind fester Bestandteil meines privaten und beruflichen Lebens. &#8222;Mein&#8220; Internet ist eine nie versiegende Wissensquelle, ein Ort, an dem ich spannenden Menschen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Getippte Amokläufe: Was wir dagegen tun sollten.</h2>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-8373" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Amoklauf.jpg" alt="Amoklauf" width="400" height="210" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Amoklauf.jpg 600w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Amoklauf-300x158.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Jeden Tag bin ich stundenlang im Internet und damit natürlich auch in Social Media unterwegs &#8211; denn dort sind mein Arbeitsplatz und meine Spielwiese angesiedelt. Die sozialen Netzwerke sind fester Bestandteil meines privaten und beruflichen Lebens. &#8222;Mein&#8220; Internet ist eine nie versiegende Wissensquelle, ein Ort, an dem ich spannenden Menschen begegne und an dem ich viel erfahre über die Welt und die Dinge, die in ihr vorgehen. Und &#8222;mein&#8220; Internet hat Platz für ganz viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben und Stilen. In &#8222;meinem&#8220; Internet streiten sich Leute auch mal und diskutieren hart an der Sache. Sie sehen: &#8222;Mein&#8220; Internet ist so abwechslungsreich, wie das Leben eben ist. Eigentlich ist nur eins gleich: &#8222;Mein&#8220; Internet agiert fast immer respektvoll und sehr oft freundlich und hilfsbereit.</p>
<p>Wenn ich dann aber über den Rand meiner <a title="Leben in der digitalen Blase" href="https://www.christagoede.de/leben-in-der-digitalen-blase/">Filterblase</a> schaue, erlebe ich Menschen, die aggressiv, verletzend oder sogar verleumdend im Internet handeln: Da werden auf den Fanpages großer Tageszeitungen unter einem Beitrag über die schlimme Situation der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge neue Konzentrationslager für Asylbewerber <span id="more-8363"></span>gefordert &#8211; am besten natürlich gleich mit Gaskammer. Kinder werden von anderen Kindern so extrem gemobbt, dass die jungen Opfer tatsächlich Selbstmord als Ausweg aus dieser grässlichen Situation in Betracht ziehen. Frauen werden verbal aufs Übelste attackiert, weil sie sich zum Beispiel für Frauenrechte einsetzen. Und vollkommen empathiefrei werden Menschen unter der Gürtellinie beleidigt, die es gewagt haben, ein Vollkörperbild von sich zu posten, das nicht den Idealmaßen entspricht.*</p>
<h3>Dissen, beleidigen und verleumden</h3>
<p>Doch es kommt noch schlimmer: Beschwert sich dann die menschliche Zielscheibe des Hasses über dieses ekelhafte Verhalten oder zeigt sogar, dass sie oder er ernsthaft getroffen wurde von den gemachten Aussagen, so wird diese Person gleich mit viel Vergnügen weiter gedisst: Du &#8222;Opfer&#8220;, du &#8222;Weichei&#8220;, du &#8222;Hurensohn&#8220;, du &#8222;Mädchen&#8220;, du &#8222;fette Kuh&#8220;, du &#8222;Gutmensch&#8220;, du &#8222;Linksfaschist&#8220; &#8230;. Sie kennen all die Begriffe, die typisch sind für diese getippten Amokläufe.</p>
<p>Wenn ich derartige Postings lese, frage ich mich immer, wie diese Absender wohl in ihrem Alltag außerhalb des Internets agieren: Stehen diese Leute auch am Straßenrand und schreien, dass sie sofort den Führer mitsamt seiner Menschenvernichtungsmaschinerie und einem grauenhaften Weltkrieg wiederhaben wollen? Oder beleidigen sie an einer Supermarktkasse wahllos die Menschen in der Schlange, weil sie ein paar Kilo zu viel auf den Rippen haben? Sagen sie tatsächlich einer Frau direkt ins Gesicht, dass sie schon rein genetisch an den Herd gehört? Oder stellen sie sich vor die nächste Schule und empfehlen einem beliebigen Schüler Face to Face, doch bitte fix Selbstmord zu machen, weil seine Mutter ohnehin vergessen habe, ihn abzutreiben? Ich bin mir sicher, dass sie genau das nicht tun &#8211; denn wenn es so wäre, würden wir alle davon jeden Tag in der Zeitung lesen und die Gefängnisse wären übervoll. Oder dieses Verhalten wäre so Mainstream, dass es auch in meinem Leben tagtäglich vorkommen würde.</p>
<h3>Aggressoren mit Klarnamen und Arbeitgebern</h3>
<p>Was mich aber regelrecht verblüfft: Das alles geschieht oft aus Profilen heraus, die unter Klarnamen geführt werden und in denen zum Beispiel auf den Arbeitgeber verlinkt wird. Da werden die Fotos vom letzten Familienurlaub Seite an Seite mit der geballten verbalen Menschenverachtung präsentiert &#8211; natürlich alles öffentlich. Glauben diese Aggressoren tatsächlich, dass sie sich in einem rechtsfreien Raum bewegen? Dass sie niemand erkennen kann oder sie für ihre Aussagen rechtlich belangen wird? Dass sie im Internet machen können, was sie wollen?  Und sind diese Leute so wenig empathisch, dass sie sich nicht vorstellen können, dass die Buchstaben im Internet von anderen Menschen geschrieben und natürlich auch von Dritten gelesen werden? Oder ist es ihnen schlichtweg egal &#8211; oder finden sie das sogar geil, was sie tun?</p>
<p>Ich glaube, dass dieses Verhalten oft aus blanker Unwissenheit entspringt: Diese Menschen wissen nicht, dass sie auf einer Fanpage bei Facebook IMMER öffentlich posten. Diese Menschen wissen nicht, dass diese Postings manchmal sogar gegoogelt werden können &#8211; noch Wochen später. Diese Menschen wissen nicht, dass ihr Arbeitgeber oder ihre Nachbarn ihr privates Profil und damit ihre öffentlich geteilten Postings durchstöbern könnten &#8211; denn die Privatsphäre-Einstellungen nutzen sie nicht. Diese Menschen wissen nicht, dass ihr getippter Hass in vielen Fällen strafrechtlich relevant ist. Vielleicht wissen sie sogar nicht, dass am anderen Ende der Buchstabenkette auch immer Menschen mit Meinungen und Gefühlen sitzen!</p>
<h3>Mehr Medienbildung muss her!</h3>
<p>Woran das liegt, dass es so viele unwissende Menschen gibt? Ich denke, dass ein Grund die über weite Strecken bis heute fehlende Medienbildung ist. Kinder wachsen heute mit Tablet und Smartphone auf: Als Jugendliche können sie dann zwar mit ihrem Daumen blitzschnell Nachrichten ins Display hacken, aber sie wissen nicht, wie diese Nachricht sich genau im Internet verbreitet oder wie ein soziales Netzwerk im Detail funktioniert. Erwachsene melden sich bei Facebook an, ohne sich um die die vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten zu kümmern und ohne den Unterschied zwischen einem privaten Profil und einer öffentlichen Fanpage zu kennen. Diese Erwachsenen sind oft auch Eltern: Doch wie sollen solche Eltern ihren Kindern den richtigen Umgang mit Social Media erklären?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8380" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Maschinengewehr.jpg" alt="Maschinengewehr" width="400" height="200" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Maschinengewehr.jpg 600w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Maschinengewehr-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Und ganz wichtig ist: Zur Medienbildung gehört natürlich auch die Herzensbildung dazu. Wir müssen endlich begreifen, dass wir mit getippten Worten genau so viel Schaden anrichten können wie mit gesprochenen. Dass man auch diskutieren kann, ohne mit der gewählten Sprache andere Menschen verbal zu erniedrigen. Dass man auch mal schweigen kann, wenn einem etwas nicht gefällt. Gleichzeitig müssen wir lernen, wie wir uns wehren können gegen die Aggressoren und Grenzen setzen: Welche Wege gibt es auf Facebook? Bei der Polizei? Oder vielleicht sogar Face to Face? Wie gehen wir am besten mit diesen Amokläufern um, die ihre Tastaturen wie ein tödliches Maschinengewehr benutzen? Ignorieren? Diskutieren? Zurückdissen? Ich habe leider auch keine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen &#8230;</p>
<h3>Schluss mit der Trennung zwischen On- und Offline-Leben!</h3>
<p>Doch eins weiß ich genau: Wir müssen endlich damit aufhören zwischen &#8222;Internet&#8220; und &#8222;realem Leben&#8220; zu unterscheiden. Diese Trennung öffnet erst die Tür für den Hass, der Face to Face zurecht viel seltener Raum bekommt. Denn eins ist klar: Das Internet ist ein fester Bestandteil unseres Alltags, der nie wieder weggehen wird. Ein Bestandteil, der unser Privatleben und unser Berufsleben immer mehr bestimmen wird. Warum können wir uns verdammt noch mal online nicht genau so verhalten wie offline? Die meisten von uns haben doch gar keine Persönlichkeitsstörung im pathologischen Sinne. Also bitte, ihr Hater: Seid doch mal häufiger im Internet so, wie ihr bestimmt meistens in natura seid &#8211; freundlich, respektvoll und fair. Denn wir alle haben nur ein Leben. Ganz egal, ob es gerade online oder offline oder sogar in beiden Bereichen gleichzeitig stattfindet.</p>
<p><em>*Diese Beispiele habe ich mir nicht ausgedacht, sie sind wirklich passiert. Aber ich weigere mich, dorthin zu verlinken. Sie verstehen das bestimmt</em>.</p>
<pre>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com/" target="_blank">Pixabay</a></pre>
<hr />
<address><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg" alt="Christa Goede" width="150" height="150" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg 150w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Autorin Christa Goede</strong> steckt viel Herzblut und noch mehr Expertenwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen.<br />
<strong>Tel.:</strong> +49 (0) 160 – 94 44 19 34, <strong>E-Mail:</strong> <a href="mailto:mail@christagoede.de" target="_blank">mail@christagoede.de</a></p>
<hr />
</address>
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