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	<title>Journalismus Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Journalismus Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Christina Mohr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2020 07:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Mohr]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.&#8220; Christina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.&#8220;</em></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-15615 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte.jpg" alt="Christina Mohr mit Breeders-Platte" width="350" height="263" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Christina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns zu bemerken, ts!</p>
<p>Auf Facebook sind wir schon länger verbandelt: Ich mag ihre Postings und ihre Pop-Texte, denn da kann ich neue Bands kennen lernen. Ihre zwei Arbeitswelten finde ich sehr spannend, denn sie hat Spaß und den Sicherheitsgedanken unter einen Hut gebracht. Sehr cool! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.</p>
<p>PS: Gerade habe ich erfahren, dass <a href="https://www.ichbraucheeinegenie.de/2020/02/20/ein-telefonat-mit-debbie-harry-am-valentinstag-exklusiv-fuer-unseren-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christina Debbie Harry interviewt</a> hat. DEBBIE HARRY!!!</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du hast zwei berufliche Existenzen: Zum einen arbeitest du im Verlagssekretariat des Campus Verlags FFM. Und zum zweiten schreibst du seit vielen Jahren als Journalistin über Pop – zum Beispiel für <a href="https://spex.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spex</a>, <a href="https://missy-magazine.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Missy Magazine</a>, <a href="https://konkret-magazin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konkret</a>,<a href="https://anschlaege.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Die Anschläge</a>, <a href="//kaput-mag.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kaput-magazine.com</a>, <a href="https://www.melodiva.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">melodiva.de</a> und <a href="http://culturmag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">culturmag.de</a>. Außerdem warst du mal Redakteurin bei <a href="http://www.satt.org/neu.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">satt.org</a>. Wie kriegst du das alles hin? Und wie viel Christina steckt in all diesen Jobs? </em></p>
<p><strong>CM:</strong> Ja, das klingt immer erstmal nach irre viel und null Freizeit – aber irgendwie passt es doch immer. Im Lauf der Jahre habe ich offenbar gelernt, abends ab 20.00 Uhr nochmal richtig loslegen zu können und Artikel für Musikmagazine zu schreiben. Beide Bereiche sind wichtig für mich: Die Verlagsarbeit als „Brotjob“, der Popjournalismus als zweites <span id="more-15604"></span>Standbein – „Hobby“ möchte ich es nicht nennen, weil das so nach Minigolf oder Briefmarkensammeln klingt. Verlagsarbeit und Journalismus sind inhaltlich und strukturell nicht allzu weit voneinander entfernt, ich muss mich also an keiner Stelle verbiegen. Wenn man so will, versuche ich the best of both worlds zu verbinden: Das „ordentliche“ Angestelltendasein im Verlag und die eher unsichere, prekäre Situation als freie Journalistin, die durchaus davon abhängig ist, Aufträge zu ergattern. Inhaltlich möchte ich auf keinen Bereich verzichten.</p>
<p><em><strong><img decoding="async" class="size-full wp-image-15612 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe.jpg" alt="" width="350" height="263" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Also wenn ich mich nicht mit dem identifizieren könnte, was ich tue, könnte ich es auch nicht machen – für meinen Verlagsjob trifft das natürlich nicht immer hundertprozentig zu, aber in der Allgemeinlinie schon. Ganz klar: für einen rechtsgerichteten Verlag wie z.B. Kopp würde ich nicht arbeiten, auch nicht für die Bild-Zeitung 😉<br />
In meiner Journalistinnentätigkeit gönne ich mir den Luxus, auch mal was abzulehnen, aber eher aus Zeitgründen. Es kann nämlich durchaus reizvoll sein, über Künstler:innen zu schreiben, mit deren Werk man erstmal nichts anfangen kann. Aber meistens – überwiegend eigentlich – darf ich mich um Themen/Musik/Künstler:innen kümmern, die mich interessieren und die ich mag. (Aside: Verrisse machen viel Spaß, sollten aber Ausnahmen sein. Finde ich.)<br />
Im Popjournalismus versuche ich schon, so „echt“ wie möglich zu sein – also zu meinem eigenen Stil zu finden, eine eigene Sichtweise zu vertreten und persönlich zu schreiben. Aber ich gucke immer nach links und rechts, lese Artikel anderer Journalist:innen zum Thema, einerseits um nichts zu wiederholen, andererseits auch, um mir Anregungen zu holen (pssst!). Es gibt ja Leute, die von (Pop-) Kritik Objektivität oder gar Neutralität fordern – aber das gibt es gar nicht. Eine Kritik, egal ob positiv oder negativ, ist immer subjektiv. Man sollte das eigene Urteil natürlich gut begründen können – oder zumindest leidenschaftlich, und die Leser:innen dadurch mitreißen 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="size-full wp-image-15613 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX.jpg" alt="" width="350" height="471" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX-223x300.jpg 223w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />CM: </strong>Bei vielen ist es das schiere Sicherheitsdenken, schätze ich – bei mir im Grunde ja auch, weil ich neben dem Spaß (also Popjournalismus) den Sicherheitsgurt Festanstellung anbehalte. Viele Menschen trauen sich nicht, sich mit einer verrückten Idee selbstständig zu machen – auch wenn die Idee vielleicht gar nicht so verrückt, sondern im Gegenteil originell und zukunftsträchtig ist.<br />
Ganz persönlich denke ich – und folge damit auch den Ratschlägen einiger Campus-Autor:innen -, dass die Lohnarbeit, also wovon wir unsere Miete, Brötchen, Rechnungen bezahlen, nicht auch gleichzeitig mein Herzensbereich sein muss. Solange man sich nicht zur Arbeit quält, sondern im Großen und Ganzen dahinterstehen kann, ist es für mich okay, wenn es nicht meine absolute Leidenschaft ist. Für mich wäre es schwieriger, wenn von meiner journalistischen Arbeit auch mein Lebensunterhalt abhinge. Dann wäre ich nämlich gezwungen, auch solche Aufträge anzunehmen, hinter denen ich nicht stehe – und das führt über kurz oder lang dazu, dass die einstmals so enthusiastisch aufgenommene Tätigkeit mit ebenso viel Frust beladen wird wie die Lohnarbeit, von der ich mich wenigstens mental ein bisschen distanzieren kann.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du, um deine Artikel zu streuen? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Ich bin hauptsächlich bei <a href="https://www.facebook.com/christina.mohr2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und seit kurzem auch noch auf <a href="https://www.instagram.com/moremohr2020/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a> zu finden. Hauptsächlich, weil ich diese Plattformen ästhetisch noch furchtbarer finde als FB ;-), außerdem treibe ich mich sowieso schon viel zu viel bei Facebook herum. Nicht auszudenken, wenn ich auch noch andere Plattformen bedienen müsste! Üblicherweise poste ich meine aktuellen Artikel oder weise auf Veranstaltungen hin, an denen ich beteiligt bin (kommt ja nicht allzu oft vor), meistens versehen mit einem flotten Spruch 😉<br />
Über Strategien habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, das käme mir übertrieben vor. Generell: so lange es mir Spaß macht, über Musik zu schreiben, werde ich das tun – und natürlich auch dafür „trommeln“. Eine Website wie kaput-mag.com sehe ich als Community – und poste deswegen selbstverständlich auch Artikel von Kolleg:innen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p style="text-align: left;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15616 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls.jpg" alt="" width="350" height="478" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls-220x300.jpg 220w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />CM:</strong> Ja klar. Letztlich ist jeder Job, jede Tätigkeit eine Rolle – oder wie Bernd Begemann mal sinngemäß sagte: <em>„Es gibt keine weniger ‚natürliche‘ Situation als auf der Bühne zu stehen“</em>. Im Idealfall füllt man die Rolle/den Job mit Freude und nicht mit Widerwillen aus… Ich denke, man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht. Schwierig finde ich, wenn man von seinem Job erwartet, dass er eine/n ganz und gar erfüllt – das ist ja nur selten möglich, und eine absolute Erwartungshaltung stresst mehr als sie nützt. In punkto Job ist ein gewisser Pragmatismus hilfreich.<br />
Und nochmal zu meinem Facebook-„Auftritt“: die Christina Mohr dort ist ganz klar mein Avatar 😉 Ich zeige nur, was ich für zeigenswert halte, bin Presenterin, Promoterin, Litfasssäule… die private Frau Mohr tritt eher selten in Erscheinung, und auch dann passe ich gut auf, was sie so von sich gibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>CM:</strong> a. Echtsein, b. Identifikation, c. Vertrauenswürdigkeit<br />
Egal, ob es um Musik, Schönheit oder Sportberichterstattung geht – viele Menschen sehnen sich nach Authentizität resp. „Echtheit“, ohne genau sagen zu können, was sie damit eigentlich meinen. Zum Beispiel Musik: Warum gilt die Gitarre als „authentischer“ als ein Synthesizer oder gar ein Musikprogramm auf dem Computer? Alle drei sind von Menschen gemachte Maschinen zum Zweck der Klangerzeugung. Oder der „DJ-Streit“: Gilt Musik vom Stick nicht als „echtes“ Auflegen?<br />
Authentisch ist für mich jemand, der/die hinter den Dingen steht, die er/sie vertritt. Ob für die Verbreitung dieser Dinge ein Facelifting oder Ableton (Musikprogramm) eingesetzt wird, ist für mich persönlich irrelevant.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Haha, das würde ich auch gern wissen! Bei mir fängt es ja schon damit an, dass ich keine Kund:innen habe, sondern glücklicherweise für ein paar Magazine schreiben und ab und zu mal laienmäßig auflegen darf. Ich wünsche mir natürlich, dass das noch eine Weile so weitergeht 😉</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquellenangabe: Christina Mohr</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Susanne Gurschler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Aug 2018 06:43:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistin]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Gurschler]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Authentizität gehört in gewisser Weise zum Berufsethos.&#8220; Susi ist wie ich Mitglied im Texttreff, des weltbesten Netzwerks der Welt. Die Frauen im Texttreff haben alle einen ähnlichen Beruf: Susi ist Journalistin, ich bin Texterin. Wir begegnen uns auf Facebook sehr oft, da wir uns beide für Politik interessieren. Außerdem ist Susi sehr oft mit ihrem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Authentizität gehört in gewisser Weise zum Berufsethos.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13237" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/SusanneGurschler_HF_©Fotowerk-Aichner-klein.jpg" alt="Susanne Gurschler" width="250" height="356" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/SusanneGurschler_HF_©Fotowerk-Aichner-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/SusanneGurschler_HF_©Fotowerk-Aichner-klein-211x300.jpg 211w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />Susi ist wie ich Mitglied im Texttreff, des weltbesten Netzwerks der Welt. Die Frauen im Texttreff haben alle einen ähnlichen Beruf: Susi ist Journalistin, ich bin Texterin. Wir begegnen uns auf Facebook sehr oft, da wir uns beide für Politik interessieren. Außerdem ist Susi sehr oft mit ihrem Hund Findus in den Tiroler Bergen unterwegs und bringt wunderschöne Fotos von ihren Wanderungen mit. Und ab und zu chatten wir sprachbegeisterte Frauen darüber, wie sich Deutsch und Österreichisch unterscheiden – in diesem Interview kommt zum Beispiel der Begriff &#8222;untergriffig&#8220; vor an einer Stelle, an der ich &#8222;übergriffig&#8220; geschrieben hätte. Übrigens: Bei Wikipedia gibt es eine ziemlich spannende <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Austriazismen" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Liste der Austriazismen&#8220;</a> 😉</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Für mich als Journalistin und Autorin ist Authentizität enorm wichtig. Sie gehört in gewisser Weise zum Berufsethos. Die LeserInnen und NutzerInnen müssen sich darauf verlassen können, dass ich faktenbasiert, transparent und authentisch arbeite. Check, Re-Check, Double-Check – Grundpfeiler journalistischen Arbeitens – ist die Richtschnur. Das muss einem gewissermaßen in Fleisch und Blut übergegangen sein. Dass klassische Medien, der Journalismus, derzeit heftiger Kritik ausgesetzt sind (Stichwörter: Lügenpresse, Staatsfunk, Mainstreammedien e.a.), stimmt mich nachdenklich und bereitet mir Sorgen. Natürlich: Zuspitzungen, Clickbaiting – die Verführung zur Vereinfachung ist groß. Aber ein Journalismus, der etwas auf sich hält, opfert nicht die fundierte Recherche und zeigt Flanke. Die Presse als vierte Macht im Staat hat eine große Verantwortung. JournalistInnen müssen den Mächtigen auf die Finger schauen, die Menschen informieren und ihnen eine Basis für ihre Entscheidungen liefern. Sie sind der Gesellschaft verpflichtet – insofern bin ich im Herzen Idealistin geblieben.</p>
<p><em><strong><a href="https://www.emons-verlag.com/programm/111-orte-in-innsbruck-die-man-gesehen-haben-muss?"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13236" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Gurschler_111_Orte_in_Innsbruck-cover-klein.jpg" alt="Cover Buch 111 Orte in Innsbruck die man gesehen haben muss" width="220" height="333" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Gurschler_111_Orte_in_Innsbruck-cover-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Gurschler_111_Orte_in_Innsbruck-cover-klein-198x300.jpg 198w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" /></a>CG:</strong> Du bist Journalistin und Autorin, schreibst häufig Artikel und Bücher mit regionalem Bezug. Auch in Sachen Politik hältst du mit deiner Meinung nicht hinterm Berg. Deine Fans und Follower wissen, dass du oft wanderst in Tirol. Und dass du immer einen Hund dabei hast. Bringt dir diese individuelle, gut sichtbare Kombination Vorteile in deiner Selbstvermarktung? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Ganz ehrlich: Das weiß ich nicht. Ich mache einfach und denke selten bis nie darüber nach, ob etwas für mich von Vorteil ist – oder von Nachteil. Das ist vielleicht ein <span id="more-13222"></span>Fehler, in Zeiten der Selbstoptimierung, der Selbstinszenierung und der lückenlosen Lebensläufe. Aber anders als ich bin, kann ich nicht sein. Ich würde mir misstrauen – und tue es bei anderen, wenn etwas zu glatt daherkommt. Eine Meinung zu haben, das bringt der Beruf mit sich. Eine Meinung haben zu müssen, empfinde ich allerdings als belastend. Ich lasse Dinge gern sacken, brauche die Zusammenschau, möchte die Dinge und mich sortieren können.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für uns alle, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Hm. Ich stehe an dem Punkt, wo ich sagen kann: Ich weiß, was ich machen will. Ich will Bücher schreiben, Reportagen, Essays, Magazingeschichten. Dafür braucht es aber auch Nachfrage. Die Angebote liegen in diesem Bereich nicht auf der Straße, schon gar nicht in einem so überschaubaren Umfeld wie Tirol. Also: Ich tue eigentlich, was mich ausfüllt, das müsste sich nur noch auf dem Konto niederschlagen. Denn vom Bücherschreiben leben kann ich nicht. Aber vielleicht wird’s noch. (lacht)</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? </em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13234" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/111-Orte-in-Tirol-cover-klein.jpg" alt="Cover Buch 111 Orte in Tirol die man gesehen haben muss" width="220" height="333" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/111-Orte-in-Tirol-cover-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/111-Orte-in-Tirol-cover-klein-198x300.jpg 198w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" />SG:</strong> Ich habe eine <a href="https://www.susannegurschler.at" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a>, die ich aktuell halte, und einen Blog, den ich nach Lust und Laune befülle. Auf LinkedIn und einigen anderen Plattformen bin ich zwar, aber ich nutze sie nicht. Auf <a href="https://www.facebook.com/SusanneGurschler.Journalistin/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> bin ich recht aktiv, wobei ich in letzter Zeit Ermüdungserscheinungen feststelle: Diskussionen rauben Zeit, fruchten aber selten, der Ton wird rasch untergriffig – manche Leute kotzen sich regelrecht aus –, das kann ich nicht ausstehen. Und es geht immer wieder um die gleichen Dinge. Aber ich erreiche über FB viele Leute, das ist für mich als EPU wichtig. Twitter ist irgendwie nicht so meins. Instagram mag ich: Schnappschuss, kurzer Text – zack, fertig! Hier ließe sich vielleicht beruflich mehr herausholen, aber auch hier habe ich keine Strategie, mache einfach. Das passt besser zu mir.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Als Journalistin muss ich mich in Beiträgen klarerweise zurücknehmen, es geht nicht um mich, sondern um die Sache, die Person, den Gegenstand. Aber natürlich schimmert immer etwas von einem selber durch, allein durch die Art der Fragestellung in Interviews zum Beispiel, den Blickwinkel, den ich auf eine Geschichte wähle, welchen Inhalten ich Gewicht gebe. Dessen muss ich mir als Journalistin und Autorin immer bewusst sein, damit muss ich verantwortungsvoll umgehen. Was ich gar nicht ausstehen kann, sind verdeckte PR-Geschichten: Wenn PR, dann PR, wenn Journalismus, dann Journalismus.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong><a href="https://www.tyroliaverlag.at/list/9783702236199" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13235" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Cover_Zeitblende-klein.jpg" alt="Cover_Buch Zeitblende klein" width="220" height="266" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Cover_Zeitblende-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/07/Cover_Zeitblende-klein-248x300.jpg 248w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" /></a>SG:</strong> a. glaubwürdig/b. korrekt/c. überzeugend<br />
Wieder aus Journalistinnensicht: Ich muss in meinem Tun glaubwürdig sein, korrekt und nachvollziehbar agieren, dadurch bin ich überzeugend.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität heute besonders geschätzt? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Wird sie das denn? – Wenn ich mich so umschaue, ist der Schein häufig erfolgreicher als das Sein.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessierten Käuferinnen und Käufer machen? </em></p>
<p><strong>SG:</strong> Von mir ausgehend: Ich hasse Etikettenschwindel. Mir sind Ecken und Kanten lieber als eine selbstoptimierte Weichgespültheit. Ich finde das spannender und kann damit besser umgehen. Menschen mit Ecken und Kanten sind nicht immer angenehm, aber greifbar. Und eigentlich wollen wir doch alle wahrgenommen werden als die, die wir sind, vielleicht auch als die, die wir sein möchten. Und nicht als die, die uns jemand sagt, dass wir sein sollten, damit wir „gut rüberkommen“ und das und das kriegen. Als Kundin will ich einfach ernst genommen werden. Punkt.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Buchcover Verlage, Porträtfotos © Fotowerk Aichner</pre>
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