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	<title>PR Archives - Christa Goede</title>
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	<title>PR Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Barbara Stromberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2019 09:58:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich muss sagen, wenn ein Thema Mist ist.&#8220; Und wieder eine Textine in meiner Interviewreihe &#8211; ich freue mich sehr! Mit Barbara verbindet mich neben unserem gemeinsamen Lieblingsnetzwerk Texttreff noch viel mehr: Wir sind beide ziemlich direkt und nicht auf den Mund gefallen. Wir haben beide sehr viel Humor mit einem leichten Hang zum Sarkasmus. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich muss sagen, wenn ein Thema Mist ist.&#8220;</em></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-14443" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Barbara-Stromberg-l%C3%A4chelt-430x378.jpg" alt="Barbara Stromberg lächelt" width="400" height="352" />Und wieder eine Textine in meiner Interviewreihe &#8211; ich freue mich sehr! Mit Barbara verbindet mich neben unserem gemeinsamen <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieblingsnetzwerk Texttreff</a> noch viel mehr: Wir sind beide ziemlich direkt und nicht auf den Mund gefallen. Wir haben beide sehr viel Humor mit einem leichten Hang zum Sarkasmus. Und wir lieben beide unseren Schrebergarten. Aber Barbara kann erheblich besser tanzen als ich ;o)<br />
Barbara ist dazu noch die perfekte Jongleuse zwischen Beruf und 6 Jahre altem Wirbelwind, dem sie mit viel Geduld, noch mehr Liebe und einer Menge Hirnschmalz tatsächlich jede einzelne Frage beantwortet &#8211; und das sind wirklich viele. Ganz nebenher ist sie auch noch Co-Autorin einer ganzen Rezeptbuchreihe! Und ich muss endlich mal eins der Rezepte nachkochen &#8230;.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Mit deiner Agentur Textorama bietest du Texte, Beratung, Konzeption und Pressearbeit an. Du arbeitest für ganz viele verschiedene Branchen und Bereiche  – von der Gastronomie und dem Kochbuch über den Spielzeughandel und das Bauunternehmen bis hin zur Kanzlei-PR. Wie schaffst du es, in so vielen verschiedenen Themen fit zu sein?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> In den meisten Fällen ist es völlig ausreichend, dass ich mit meinem aufgesaugten Halbwissen in fast jeder Kategorie einer Quizshow ganz gut bestehen kann. Falls also jemand mal einen Telefonjoker außerhalb von Sport und Geschichte sucht: Hier bin ich.<br />
Wichtig ist doch eigentlich, die richtigen Fragen zu stellen. Meine Kundschaft ist die Expertin oder der Experte für das Thema. Ich übersetze es in gute Texte. Mir zu erklären, was ihm oder ihr wichtig ist, schärft oftmals den Blick auf das eigene Unternehmen und den Service, den man bietet.<br />
Wenn es um die Themen Pressecoaching und Themenpitchen geht, ist das Fachthema nebensächlich. Da geht es darum, ob das Thema einen Nutzwert für die Leser hat, der die Redaktion überzeugt – es muss Wissen transportieren, Orientierung geben oder Gesprächsstoff liefern.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich bin eine sehr schlechte Schauspielerin und mag es, meinen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. Das schränkt mich in den Rollen, die ich spielen könnte, sehr ein.<br />
Als Sparringpartnerin für den Presse-Pitch und als Coach in Sachen Themenfindung muss ich ebenso wie als Texterin sagen, wenn ein Thema Mist ist. Da geht kein <span id="more-14426"></span>Weg dran vorbei.<br />
Ich muss nicht zu allem meine Meinung sagen, aber wenn mich jemand darum bittet – dann lass ich sie gerne raus. Das ist für mich ein Teil meiner Echtheit.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-14436" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Cover-neu-Israel-430x566.jpg" alt="Cover Kochbuch Israel" width="300" height="395" />BS:</strong> Authentisch kann nur sein, wer ein klares Bild von sich selbst hat und weiß, wer er sein möchte. Ich glaube, vielen fehlt dieses Bild, ein übergeordnetes Ziel, ein sinnvolles Anliegen, ein umfassendes Lebensmotiv, dass sie antreibt.<br />
Alle erfolgreichen Menschen haben gemein, dass sie sich auf ihre Ziele fokussiert haben und ihre Mission verteidigten. Idealerweise schlägt dabei die Hartnäckigkeit nicht in Verbissenheit und Rücksichtslosigkeit um.<br />
Sich selbst treu zu bleiben, an seine Mission zu glauben, daran, die beste Version von sich selbst zu sein – egal, wie laut die Kritiker unken und so schlecht die Bedingungen auch sind – das ist anstrengend. Das scheint es doch leichter, an schnelles Geld, bedingungslosen Ruhm und die Doofheit der anderen Menschen zu glauben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich habe seit 2006 mehrere Internetseiten als Webauftritt betrieben. Immer und ohne Ausnahme selbst gebaut und bestückt. Deshalb ist diese Plattform für mich noch immer die Homebase.<br />
Meine aktuelle Seite<a href="https://www.textorama.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> www.textorama.de</a> gefällt mir natürlich am besten – auch wenn es mich in den Finger juckt, sie textlich nochmal ganz neu und besser und saftiger zu machen.<br />
Ansonsten treibe ich mich bei <a href="https://www.xing.com/profile/Barbara_Stromberg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Xing</a>, <a href="https://twitter.com/_Textorama_" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und Linkedin rum, aber da akquiriere ich nicht aktiv. Entsprechend selten resultiert von dort ein Auftrag.<br />
Stilmittel? Ich mach, was ich gut finde und was zu mir passt. Solange bis es nicht mehr zu mir passt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Authentizität hat meiner Meinung dort eine Grenze, wo sie die Grenzen anderer verletzt. Im Grund gilt dasselbe wie bei der feinen Linie, die die Meinung von der Übergriffigkeit trennt.<br />
Authentizität hat für mich auch da ihre Grenzen, wo mein Innen und Außen nicht mehr übereinstimmen. Wo ich mich unwohl fühle, fehl am Platz und mich selbst dabei ertappe, dass Tun und Wollen in verschiedene Richtungen ziehen. Da bin ich recht stur im Vermeiden.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>BS:</strong><br />
a. Selbst-Treue  –  Meinungen dürfen sich ändern, aber sie sollten zu den Werten und Zielen passen.<br />
b. Stimmigkeit – Für ein stimmiges Außenbild braucht es ein klares Selbstbild.<br />
c. Ehrlichkeit – auch wenn es der Auftrag dadurch flöten geht.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich glaube, die meisten Menschen haben ganz gute Antennen dafür, wenn ihnen jemand begegnet, der nach außen eine andere Rolle trägt als zu ihm passt.<br />
Menschen, die sich in einer Situation mal so, mal so verhalten – das ist uns suspekt. Wir mögen Menschen, die konsequente Typen mit Charakter sind, weil sie uns das Gefühl geben, sie zu verstehen. Wir möchten wissen, was passiert. Menschen mögen keine Überraschungen, wenn es Dinge geht, die ihnen wichtig sind.<br />
Berechenbarkeit sorgt im besten Fall für Vertrauen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Geschäfte wie deins in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich denke, es wird immer mehr auf eine Kombination von Psychologie und Technik herauslaufen. Psychologie, um die Menschen zu überzeugen, und Technikkenntnisse, um zu wissen, wie Künstliche Intelligenz Inhalte für ihre Nutzer selektiert.<br />
Texte schreiben ist Handwerk und Talent – ganz klar. Aber damit Erfolg zu haben ist komplizierter.<br />
Worum ich mir keine Sorgen machen: Dass Texte mal überflüssig werden. Denn auch Scripte für Videos, <a href="https://www.upspeak.de/de/barbarastromberg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcasts</a> und die Inhalte, die Sprachassistenten und sonstiger smarter Technikkram finden sollen, müssen die richtigen Wörter enthalten.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Barbara Stromberg</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Carsten Rossi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 07:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Rossi]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kamann Rossi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.&#8220; Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie &#8222;#ichbinhier&#8220; hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.&#8220;</em></h2>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-13996 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Carsten-Rossi-lacht-430x228.jpg" alt="Carsten Rossi lacht" width="430" height="228" /> Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie <a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;#ichbinhier&#8220;</a> hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er streitet auf hohem Niveau und verliert dabei nie die Contenance &#8211; das finde ich ziemlich prima 😉 Außerdem mag ich die Arbeiten seiner Agentur, denn er schafft mit seinen Unternehmensgeschichten den Grenzgang zwischen Authentizität, PR und Werbung. Der Blick in die Referenzliste von Kamann Rossi lohnt sich! Danke, Carsten, für deine spannenden und detailreichen Antworten.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist einer der Geschäftsführenden der <a href="http://www.kammannrossi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur Kammann Rossi</a> – für eure tollen Corporate Marketing und Corporate Publishing-Projekte seid ihr schon mehrfach ausgezeichnet worden. Als Privatperson nimmst du in den Sozialen Netzwerken kein Blatt vor den Mund und äußerst dich politisch zu verschiedenen Themen. Wie viel von diesem „streitbaren Carsten“ nimmst du mit zu deinen Kunden und in deine tägliche Arbeit?</em></p>
<p><strong>CR:</strong> Kommt drauf an, ob Du die Haltung meinst oder den Inhalt. Ich streite mich gerne konstruktiv, also beziehe ich normalerweise recht offen Position, wenn ich von meiner Meinung überzeugt bin. Das ist in meinem Privatleben wie bei meinen beruflichen Aufgaben so. Als kreativer Berater wird das Gottseidank in den meisten Fällen auch von mir erwartet! Und dort, wo das nicht der Fall ist, wo sie nur Ausführer oder Jasager brauchen, sind wir als Agentur meistens auch nicht sehr lange tätig. Die setzen uns dann schnell vor die Tür oder wir geben entnervt auf und suchen das Weite.<br />
Inhaltlich ist das häufig schon eher ein Spagat: Ich nehme bei einem Agentur-Lunch, bei dem es zu politischen Themen kommt, sicherlich kein Blatt vor den Mund, sondern äußere meine Meinung klar und deutlich im Rahmen der gesellschaftlich akzeptierten Umgangsformen. Und sollte ich einmal auf einen Gesprächspartner treffen, der meine gesellschaftlichen Kernwerte, die man nach alter Klassifikation wohl am ehesten als linksliberal bezeichnen könnte, gar nicht akzeptieren kann, würden wir wohl nicht lange zusammenarbeiten.<br />
Anders ist das aber bei fachpolitischen Diskussionen, wo wir als Gesellschaft noch einen Konsens finden müssen, z. B. in der<span id="more-13985"></span> Verkehrspolitik. Wir arbeiten viel für die Automobilindustrie, obwohl ich persönlich kein großer Freund vieler Konzepte der individuellen Mobilität mehr bin. Aber diese beiden Positionen bzw. Interessenlagen sind nicht grundsätzlich unvereinbar miteinander, sondern wir müssen mittelfristig einen sozial akzeptablen Kompromiss finden. Also laufe ich jetzt nicht dauernd beim Kunden rum und sage allen, dass sie bei manchen Themen meiner Meinung nach auf dem Holzweg sind. Beide Positionen sind aktuell valide und wir müssen sehen, was die Zukunft bringt.<br />
Hinzu kommt, auch wenn das vielleicht etwas vermessen klingt, dass ich meinen Job, also den PR-Teil, auch durchaus anwaltlich verstehe. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen im gesellschaftlichen Diskurs eine Stimme zu geben, die gehört wird und die so in die Meinungsbildung einfließt. Und wie ein Anwalt immer das Beste für seinen Mandanten erreichen soll, auch wenn er dessen Handlungen nicht immer persönlich billigt, so muss ich die für Wirkung der Kommunikation meiner Kunden sorgen – ob ich das Argument nun teile oder nicht. Ich will meinen Job um Gottes willen nicht ethisch überhöhen, aber die Metapher hilft mir manchmal in schwierigen Situationen. Dann streite ich mich eben mal FÜR die anderen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13995" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Carsten-Rossi-bei-Stromausfall-430x247.jpg" alt="Carsten Rossi bei Stromausfall" width="430" height="247" />CR: </strong>Für mich persönlich eine große: Ich muss ich sein dürfen, um mich wohlzufühlen und gute Arbeit zu machen. Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten. Das Produkt muss Regeln gehorchen, sich am Markt oder an der CI orientieren, aber nicht schon der kreative Prozess. Zu viele Regeln zu Beginn führen nur ins Mittelmaß. Insofern muss man nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Persönlichkeit(en) akzeptieren. Das ist nicht böse gemeint, einfach nur eine Wahrheit: In meiner Branche arbeiten wir als Menschen zusammen und müssen deshalb als Menschen gut zueinanderpassen, uns ergänzen und respektieren. Vielleicht sollte ich aber noch hinzufügen, dass ich eigentlich ganz gut auszuhalten bin: Ich bin kein kreativer Wahnsinniger oder arroganter Berater, der will, dass alle vor ihm niederknien. Respekt voreinander ist enorm wichtig und dazu gehören Freundlichkeit und Zivilisiertheit.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …</em></p>
<p><strong>CR:</strong> a. Überzeugungen<br />
b. Transparenz<br />
c. Mut<br />
Authentizität ist eine Wirkungskette: Zunächst einmal braucht es Überzeugungen und Werte, die „unveräußerlich“ sind und die die Basis meiner Kommunikation darstellen. Wenn die schon verhandelbar sind, wird es schwer, überhaupt Glaubwürdigkeit aufzubauen. Danach braucht es den Willen zur Transparenz. Ich muss darüber reden und eine Stimme haben oder meine Überzeugungen gar tätig umsetzen wollen. Sonst können sie keine Wirkung entfalten und niemand sieht, wofür ich stehe. Und als Letztes braucht es den Mut, diese Haltung auch dann zu kommunizieren und zu leben, wenn sie mir schadet, wenn ein Preis dafür zu entrichten ist. Authentizität beweist sich vor allem in der Krise.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Wird sie das denn wirklich? Von vielen? Wenn das so wäre, wären die meisten FMCG-Influencer und ihre absurd hohen Followerzahlen doch gar nicht möglich, oder? Ich habe den Eindruck, dass Authentizität häufig mit stilistischer Integrität verwechselt wird. Natürlich muss ein Produkt zum (visuellen, verbalen) Stil eines Influencers passen, um überhaupt wirksam zu sein, um glaubwürdig verkauft zu werden. Ein allzu großer Bruch gibt beide, Produkt und Influencer, der Lächerlichkeit preis. Das ist Kommunikationshandwerk. Aber ein Stil ist doch noch keine Überzeugung. Überzeugungen und Werte spielen häufig gar keine Rolle in der Marketing-Kommunikation. Sie werden sogar bewusst außen vor gehalten, um Türen nicht zu früh zu schließen. Und erfolgreich sind diese Influencer dann trotzdem, obwohl jeder halbwegs intelligente Mensch merkt, wie viel Fake in manchen Posts steckt. Wir leben zurzeit nicht in einer Welt, die Authentizität schätzt, sondern in einer, die bruchlose Inszenierung bevorzugt. Das sind zwei unterschiedliche Dinge, die meines Erachtens nicht verwechselt werden dürfen. Zwar ist der Wandel schon spürbar, der Überdruss am Status quo. Kluge Menschen werden besser darin, Inszenierung von Realität zu trennen. Bisher sind das aber eher die „early Adopter“, die das schon leben und einfordern. Authentizität ist die Zukunft, nicht die Gegenwart.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Wege und Methoden gibt es für große Unternehmen, diesen Wunsch nach mehr Authentizität Realität werden zu lassen?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13997 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Projekt-der-Deutschen-Bahn-echt-zeit-430x242.jpg" alt="echt-sein - ein Projekt der Deutschen Bahn" width="430" height="242" />CR: </strong>Wie oben gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob dieser Wunsch aktuell wirklich existiert. Aber wenn ein Unternehmen Authentizität schon jetzt wirklich leben will, dann muss es seine Werte bis zum bitteren Ende vertreten, also nicht nur haben und kommunizieren, sondern den Mut besitzen, dafür zu bluten und im Gegenwind zu stehen. Im besten Falle geht das über Kommunikation und ein bisschen Shitstorm hinaus. Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=koPmuEyP3a0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gillette-Kampagne „The best man can be“</a> war mutig, aber so was versandet schnell. Und pro Jahr eine Million zu spenden, tut denen auch nicht unbedingt weh. <a href="https://www.media.volvocars.com/global/en-gb/media/pressreleases/249678/volvo-cars-to-impose-180-kph-speed-limit-on-all-cars-to-highlight-dangers-of-speeding" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volvo, mit seiner Ankündigung, seine Autos bei 180 km/h anzuriegeln,</a> geht da einen ganzen Schritt weiter – die werden tätig, verändern ihr Produkt und nehmen in Kauf, dass sie für bestimmte Käuferschichten langfristig nicht mehr akzeptabel sind.<br />
So opahaft das klingt: In Sachen Authentizität gibt es nichts Gutes, außer man tut es. Der Rest ist Kommunikationshandwerk: Lasst echte Menschen möglichst unzensiert Geschichten erzählen, die für eure Werte stehen. Marken und Unternehmen sind als Absender per se nicht besonders glaubwürdig. Sie brauchen immer die Unterstützung der Menschen, die für sie arbeiten. Deshalb arbeite ich zurzeit auch so frenetisch an unserem Storytelling-Framework: Geschichten mit Menschen im Fokus sind eine der wichtigsten Kommunikationstaktiken der nächsten 10 Jahre. Das Vertrauen in Organisationen ist weitestgehend dahin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Wir haben eine <a href="https://www.kammannrossi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>, einen <a href="https://www.kammannrossi.de/blog?hsLang=de-de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>, nutzen <a href="https://www.instagram.com/kammannrossi/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Instagram</u></a>, <a href="https://www.linkedin.com/in/carstenrossi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LinkedIn</a>, <a href="https://www.facebook.com/kammannrossi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook </a>und <a href="https://twitter.com/KammannRossi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>. Im Fokus stehen davon zurzeit Website, Blog und LinkedIn. Der Blog liefert uns den Content, mit dem wir auf LinkedIn Menschen überzeugen wollen, sich näher mit uns auseinanderzusetzen. Auf der Website können sie dann z. B. anhand von Referenzprojekten gucken, ob wir inhaltlich und fachlich zu ihnen oder ihrem Projekt passen. Unser Stil setzt dabei schon stark auf Authentizität und Einblick in die Agentur, die sehr oft durch mich repräsentiert wird. Wahrscheinlich sind wir auch deshalb so stark auf Veranstaltungen und Seminaren präsent. Ich halte bestimmt 30-40 Vorträge und Workshops im Jahr. Da kann man die Agentur und mich gut und live kennenlernen.<br />
Wir gehen auch gerne mit einer klaren Position in Diskussionen, geben die aber offen auf, wenn wir unrecht hatten. Wir sind streitbar, aber ehrlich. Viele Berater sind da viel akademischer am Start – die versuchen einen Überblick über den Stand der Dinge zu geben, Orientierung zu schaffen. Dazu bin ich zu ungeduldig. Ich hau‘ gerne mal einen raus und gucke was passiert. Diese Spontanität gehört zu uns und hat uns durchaus auch schon geschadet. Das gehört aber wie gesagt zur Authentizität dazu – dieser Mut, auch mal zu verlieren. Unsere Karnevalsbilder bringen uns hingegen gottseidank meistens Sympathie ein, egal wie albern wir aussehen. Wobei ich mich noch an einen Fall erinnere, da haben wir einen Job bei Siemens nicht bekommen, weil wir dem damaligen Leiter Unternehmenskommunikation zu frivol waren. Um mir das zu sagen, hat der mich extra nach München kommen lassen … 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus interessierten Menschen Auftraggeberinnen und Auftraggeber machen?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Darüber gibt es eine Menge schlauer Bücher, ich kann da nur die Kommunikationsperspektive beitragen: Such dir eine haltbare, zahlenmäßig ausreichende Zielgruppe aus und sei für die der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Denn die Öffentlichkeit fragmentiert sich immer mehr – es ist unmöglich, es allen recht zu machen. Such dir aus, wer zu dir passt, zu wem du passt und dann sei ein verlässlicher Partner, Berater, Dienstleister, Bedürfniserfüller. Deine Zielgruppe muss wissen, was sie an dir hat und wofür du stehst.<br />
Das klingt banal, hat aber einen Haken: Dein Wachstum ist gedeckelt durch die Größe dieser Zielgruppe. Ohne Schaden für Unternehmen und Marke kannst du nicht einfach eine neue Gruppe von Stakeholdern erschließen. Doch das Zeitalter des unbegrenzten Wachstums ist meines Erachtens vorbei, ökologisch und ökonomisch. In Zukunft musst du jemand sein, nicht irgendwer. Authentisch eben.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Carsten Rossi</pre>
<p>The post <a href="https://www.christagoede.de/im-interview-carsten-rossi/">Im Interview &#8211; Carsten Rossi</a> appeared first on <a href="https://www.christagoede.de">Christa Goede</a>.</p>
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