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	<title>Counter Speech Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Counter Speech Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Hatespeech und Fakenachrichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 09:49:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Social Media &#8211; was ist nur mit uns Menschen kaputt? Vorab: Für mich war das wieder mal eine grauenhafte Woche in Social Media. Ich merke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzureden. Wie ich selbst immer aggressiver werde, weil mich diese geballte Aggressivität der Hater offensichtlich ansteckt. Wie ich immer öfter überlege, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Social Media &#8211; was ist nur mit uns Menschen kaputt?</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-8940" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/09/Funke-430x489.jpg" alt="Funke an Dynamit" width="350" height="398" />Vorab: Für mich war das wieder mal eine grauenhafte Woche in Social Media. Ich merke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzureden. Wie ich selbst immer aggressiver werde, weil mich diese geballte Aggressivität der Hater offensichtlich ansteckt. Wie ich immer öfter überlege, einfach den Stecker zu ziehen und dieses Internet, das ich seit mehr als 20 Jahren so sehr liebe, zu verlassen &#8230;</p>
<p>Nein, natürlich werde ich das nicht tun. Und das &#8222;reale Leben&#8220; da draußen ist ja auch nicht immer ein Ponyhof mit Liebe und Frieden und so. Aber was mir &#8211; verdammt noch mal &#8211; an Social Media derzeit total auf die Nerven geht, fasse ich mal in ein paar Punkten zusammen. Und weil ich nicht nur meckern will, hänge ich noch ein paar erste Ideen zur Lösung dran:</p>
<h4>FAKEPROFILE &#8211; pöbeln aus dem Dunkeln</h4>
<p>Hey, Leute, wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Warum auch, wir leben schließlich in einer Demokratie. Aber wenn wir miteinander reden, dann reden wir auf Augenhöhe! Oder würdest du dich im Wald mit jemandem unterhalten, der dich anspricht, während er unsichtbar hinter <span id="more-11234"></span>einem Gebüsch sitzt? Nein, du würdest sehen, dass du Land gewinnst. Aus guten Gründen. In Social Media pöbeln und haten gefühlt Millionen von Fakeprofilen &#8211; ohne Bilder, ohne Freunde, ohne Geschichten. Profile, die einfach nur dafür gemacht worden sind, andere Menschen anzugehen, zu pöbeln, einzuschüchtern. Ich weigere mich mittlerweile, mit solchen Profilen zu diskutieren oder auch nur eine Frage zu beantworten. Denn ich möchte wissen, mit wem ich spreche &#8211; in Social Media genau so wie im Wald. Und gegen Fakeprofile nutzt auch <a href="https://www.christagoede.de/hate-speech-es-kann-jeden-treffen/">Counter Speech</a> nichts, denn diese Profile wurden ja nur angelegt, um die ekelhafte Sau rauszulassen.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn immer mehr Menschen solchen Profilen höflich einen schönen, friedlichen Tag wünschen und die Diskussion vermeiden? Und wir stattdessen mit den Menschen diskutieren, die erkennbar echt sind und unter Klarnamen agieren? Es gibt ja ein paar Marker wie zum Beispiel das Alter eines Profils oder die Art, wie es gepflegt ist, die zumindest eine erste Abschätzung zulassen.</p>
<h4>FACEBOOK IST SCHULD &#8211; die fehlgeleitete Diskussion</h4>
<p>Boar, darüber kann ich mich sehr aufregen, denn das ist meiner Meinung nach eine echte Stellvertreter-Diskussion. Guckt euch doch mal um, ist es auf Twitter anders? Nein, auch da wird massiv gedisst &#8211; so schlimm, dass das Unternehmen gerade eine neue <a href="http://www.hna.de/netzwelt/twitter-verstaerkt-vorgehen-gegen-mobbing-und-verbalattacken-zr-6990881.html" target="_blank">Initiative gegen die Trolle</a> gestartet hat. Und auch auf WhatsApp oder Snapchat üben sogar schon <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/bildung-in-berlin-cybermobbing-gehoert-zum-schueleralltag/14904642.html" target="_blank">die lieben Kleinen ihre Mobbingfähigkeiten</a> und entwickeln sich zu wahren Meistern des unmenschlichen Miteinanders. Auch die Foren, Communities und Blogs sind voll mit Hass: Da hassen Mütter andere Mütter, Schüler mobben andere Schüler, Baristas dissen Normalkaffeetrinker und die Bewohner der A-Straße finden die Bewohner der B-Straße selbstverständlich total asozial. Hass ist beliebig geworden, gefühlt reicht manchmal die falsche Schuhgröße, um massiv angegangen zu werden. Und Hass hat in erster Linie nichts mit der Plattform Facebook zu tun &#8211; wir sind selbst schuld.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wir wäre es, wenn wir stattdessen darüber nachdenken, was mit uns Menschen kaputt ist? Und wann das genau kaputt gegangen ist? Meine eigenen Gedanken dazu kreisen immer mehr um eine Kapitalismuskritik: An dem Punkt, als aus der &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft" target="_blank">Sozialen Marktwirtschaft</a>&#8220; ein &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marktfundamentalismus" target="_blank">Marktfundamentalismus</a>&#8220; wurde, haben wir Menschen unseren Gemeinsinn verloren. Denn wer braucht schon Empathie, Respekt und Rücksichtnahme, wenn einzig der Ellenbogeneinsatz* gesellschaftlich belohnt wird?</p>
<h4>ELITEN SIND SCHULD &#8211; die nächste fehlgeleitete Diskussion</h4>
<p>Wer soll denn das sein, diese Eliten? Ganz klassisch – die Akademiker? Beruflich erfolgreiche Menschen? Menschen, die viel Geld geerbt haben? Menschen mit roten, blonden oder braunen Haaren? Großstadtbewohner? Kleinstadtmenschen? Eltern oder Nichteltern? Links denkende Menschen? Links handelnde Menschen? Die sogenannten &#8222;Gutmenschen&#8220;? Menschen, die sich in irgendeiner Form gesellschaftlich engagieren? Politiker? Nur die, die das hauptberuflich tun oder auch die, die sich in ihrer Freizeit engagieren? Ich habe rote Haare, wohne in einer Großstadt, bin Akademikerin und politisch aktiv, gebe Flüchtlingen Deutschunterricht, habe keine Kinder, dafür aber Schuhgröße 41 &#8230; bin ich Elite? Wenn ja, wann genau bin ich dazu geworden? Wenn nein, warum bin ich es nicht? Du siehst, diese Diskussion führt zu nichts, da sie mehr vernebelt als klärt.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn wir anfangen würden, auf der Metaebene darüber zu diskutieren, was genau mit uns und unserer Gesellschaft nicht stimmt? Wenn wir versuchen zu verstehen, an welchem Punkt genau die Stimmung derartig kippen konnte? Wenn wir aufhören, Fingerpointing zu betreiben und stattdessen gemeinsam überlegen, wie wir Hass, Mobbing und Disserei in den Griff bekommen?</p>
<h4>DER STAAT MUSS EINGREIFEN &#8211; die Verlagerung der Verantwortung</h4>
<p>Wow, da stehen mir so richtig die Haare zu Berge. Wir sind alle erwachsen, wir tragen selbst die Verantwortung für unser Leben und unser Handeln &#8211; wir wissen alle, dass B folgt, wenn wir A tun. Warum brauchen wir einen Staat, der uns vorschreibt, wie wir zu leben oder nicht zu leben haben? Ein kurzer Blick auf das politische Zeitgeschehen reicht, um zu erkennen, dass praktisch jedes Gesetz auch gegen die verwendet werden kann, die es eigentlich schützen soll. Ich möchte nicht in einem Überwachungsstaat leben. Genau so wenig möchte ich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Backdoor" target="_blank">Backdoors i</a>n meiner Software oder &#8211; ganz klassisch &#8211; Schnüffel-Mitleser in meiner Briefpost. Ich möchte meine Privatsphäre wahren und selbst entscheiden können, wem ich einen Blick hinein gestatte und wem nicht. Aber diese Entscheidungsmöglichkeit wurde mir schon vor langer Zeit genommen &#8230; und jeden Tag verliere ich ein Stückchen mehr Privatsphäre, ohne, dass ich es merke.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn wir uns selbst engagieren? Wenn wir selbst dafür sorgen, dass Hass mindestens eine Gegenrede erfährt? Wenn wir massiv die Menschen unterstützen, die gerade gedisst, bepöbelt und bedroht werden? Auch auf die Gefahr hin, dass es uns selbst trifft? Wenn sich hier endlich die breite Masse engagieren würde, wurden wir Einzelnen auch von genau dieser breiten Masse geschützt!</p>
<h4>FAKENEWS &#8211; erst checken, dann teilen</h4>
<p>Ja, ich weiß, es wird immer schwerer, eine Nachricht von einer Fakenews zu unterscheiden &#8211; auch für mich. Aber es wäre uns allen mit Sicherheit geholfen, wenn wir vor dem Teilen einer Information einen kurzen Blick ins Impressum der Absenderseite werfen. Wenn das irgendwie dubios erscheint oder eventuell gar nicht vorhanden ist, könnten wir dann mit wenig Aufwand genauer hinschauen &#8211; und so uns selbst, unsere Freunde, Fans und Follower vor Fakenews schützen. Diese paar Minuten sollten uns die Menschen da draußen wert sein, findest du nicht auch?</p>
<p><strong>Idee:</strong> Ich habe schon mal ein paar Methoden gesammelt, wie man einen Link oder eine Nachricht validieren kann &#8211; im <a href="https://www.christagoede.de/internet-recherche/">Blogbeitrag &#8222;Tipps zur Internetrecherche&#8220;.</a> Das wird nicht immer zu 100 % vor Fakenews schützen, aber es ist ein Anfang. Und es ist einfach!</p>
<hr />
<p>Grmpf, ich habe fertig. Für heute, nicht inhaltlich. Denn es gibt noch viel mehr Punkte, die mich am derzeitigen Geschehen und den daraus entstehenden Diskussionen aufregen. Wisst ihr was? Mich macht das alles so traurig, dass ich manchmal an meinem Rechner sitze und weine. Ich weine, weil mir die Opfer von Hate Speech und Mobbing so leidtun &#8211; und ich weine auch, weil ich Mitleid mit den Tätern habe. Was ist in deren Leben so verdammt schief gelaufen, dass sie so gefühllos und berechnend handeln? Was geht in einem Menschen vor, der einen anderen Menschen verbal köpfen, vergasen oder sonst wie abschlachten will? Warum habe ich nicht viel früher gemerkt, wie viele dieser Menschen es gibt? Fragen über Fragen &#8211; auf die ich auch keine Antwort weiß. Aber ich weiß, dass es so nicht weitergeht. Und ich weiß, dass ich mein Engagement gegen diese &#8222;Trends&#8220; noch intensivieren werde.</p>
<p>Bist du auch dabei? Wenn ja, wie? Lasst uns diskutieren, uns sammeln, uns absprechen. Damit wir alle wieder heile werden können. Und damit meine ich ALLE.</p>
<p>* Man verzeihe mir Politologin diese verkürzte und auch ziemlich platte Kapitalismuskritik.  Aber ich denke, viele von euch wissen genau, was ich damit meine.</p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="http://www.pixabay.com" target="_blank">pixabay</a></pre>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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		<title>Hate speech &#8211; es kann jeden treffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2016 07:51:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hassreden im Internet: Was wir alle dagegen tun können. Der Ton im Internet und in den Sozialen Netzwerken wird von Tag zu Tag rauer &#8211; es gibt immer mehr persönliche Angriffe, Beleidigungen und übergriffige Formulierungen. Manche Menschen haben in Social Media scheinbar den letzten Rest Anstand verloren und andere Menschen aus ganz verschiedenen Gründen zum [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hassreden im Internet: Was wir alle dagegen tun können.</h2>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-11114" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/11/Hatespeech-Counterspeech-430x430.png" alt="hatespeech-counterspeech" width="350" height="350" />Der Ton im Internet und in den Sozialen Netzwerken wird von Tag zu Tag rauer &#8211; es gibt immer mehr persönliche Angriffe, Beleidigungen und übergriffige Formulierungen. Manche Menschen haben in Social Media scheinbar den letzten Rest Anstand verloren und andere Menschen aus ganz verschiedenen Gründen zum sprichwörtlichen Abschuss freigegeben. Gleichzeitig kommen die Sozialen Netzwerke ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nach und löschen Hassbeiträge weder konsequent noch nach einem klar erkennbaren Muster &#8211; die ominösen Gemeinschaftsstandards von Facebook sind ein Musterbeispiel für dieses verantwortungslose Verhalten. Dazu kommt, dass sich die deutschen Strafverfolgungsbehörden nach wie vor schwer damit tun, schnell gegen Hassredner vorzugehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass zwischen Anzeige und Verurteilung 1,5 Jahre vergehen können &#8211; wenn überhaupt etwas passiert.</p>
<p>Darüber hinaus reicht es nicht, auf Polizei und Staatsanwaltschaft zu <span id="more-11103"></span>warten, wir alle sind gefragt! Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, sich ganz klar gegen Hass zu positionieren und Gesicht zu zeigen. Counter speech &#8211; also die Gegenrede zur Hassrede &#8211; ist eine Methode, wie wir alle uns engagieren können. Auch wenn die <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2016-02/hatespeech-counterspeech-facebook-forschung" target="_blank" rel="noopener">Wirkung von Counter speech in der Forschung umstritten ist</a>, ist die Gegenrede doch eine Methode, mit der wir sichtbar Position beziehen können. Und Haltung ist gefragt in diesen Tagen!</p>
<h4>Was genau ist eigentlich Hate speech?</h4>
<p>Mit Hate speech werden alle digitalen Sprachformen bezeichnet, in den Hass zum Ausdruck kommt. Ziel dieser Hassreden ist immer die Herabsetzung oder die Verunglimpfung einer bestimmten Personen oder von Personengruppen. Hate speech ist oft strafbar (Volksverhetzung, Beleidigung etc.), manchmal kommen die Hassreden aber auch ohne strafrechtlich relevante Inhalte aus. Hate speech beinhaltet immer eine bestimmte Systematik, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li><strong>Gleichsetzung</strong> &#8211; <em>&#8222;Alle Moslems sind  Terroristen!&#8220;</em></li>
<li><strong>Verschwörung</strong> &#8211; &#8222;<i>Die </i><i>Flüchtlinge </i><i>werden hierher geholt, </i><i>weil die deutsche Bevölkerung ausgetauscht werden soll</i><i>.&#8220;</i></li>
<li><strong>Postfaktische Botschaften</strong> &#8211; &#8222;<i>Merkel </i><i>ist schuld!!!11</i><i>!!!!&#8220;</i></li>
<li><strong>Gruppenbildung</strong> &#8211; &#8222;<i>Wir </i><i>müssen aufpassen, dass unsere Kinder in der Schule nicht verschwult werden</i><i>!&#8220;</i></li>
<li><strong>Schuldzuweisung</strong>&#8211; <em>&#8222;Kein Wunder, dass die Tussi vergewaltigt wurde &#8211; so kurz, wie ihr Rock war!&#8220;</em></li>
</ul>
<p>Alle Erscheinungsformen von Hate speech setzen pauschal eine bestimmte Bevölkerungsgruppe herab. Hassreden werden leider heute über so gut wie jede Menschengruppe geschwungen: Homosexuelle oder Transgender, Frauen, dicke oder dünne Menschen, Rothaarige oder Menschen, die einen Opel fahren oder Kleidung tragen, die nicht dem Mainstream entspricht. <strong>Kurz: Es kann jeden treffen!</strong> Und deshalb ist es auch so wichtig, energisch gegen jede Art von Hate speech vorzugehen.</p>
<h4>Counter speech: Es führen viele Wege zum Ziel.</h4>
<p>Counter speech ist die Gegenrede &#8211; also die direkte Antwort auf eine Hassrede. Doch vorab: Es gibt nicht den einen richtigen Weg in Sachen Counter speech. Jeder von uns hat eigene Mittel und Wege, einen eigenen Stil und eigene Vorlieben in Sachen Kommunikation. Mein liebstes Stilmittel ist zum Beispiel die Ironisierung &#8211; doch das liegt nicht jedem und Humor birgt durchaus auch Gefahren. Darüber hinaus zeige ich klare Kante &#8211; das heißt, ich positioniere mich öffentlich und sage laut, was ich denke. Und ich bin mittlerweile Freundin des großzügigen Löschens innerhalb eines Moderations-Prozesses &#8211; nicht erst dann, wenn strafrechtlich Grenzen überschritten werden. Argumente auszutauschen hat meiner Erfahrung nach in diesen postfaktischen Zeiten leider immer öfter keinen Sinn. Aber das mag jeder Mensch für sich selbst entscheiden, welche der hier vorgestellten Counter speech-Methode er wählt für sein Engagement gegen Hassredner:</p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Ignoranz &#8211; Hate speech erzeugt keine einzige Reaktion.</strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Entzug der Aufmerksamkeit, Debatten laufen sich tot.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Debatten, in denen Hassreden ignoriert werden, wirken häufig abschreckend auf die Menschen, die Ziel des Hate speech sind.</li>
</ul>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Moderation &#8211; Beleidigungen, Off-Topic oder destruktives Debattenverhalten abmahnen und löschen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Eröffnet betreute Räume für Debatten im gepflegten Stil, Menschen, die Ziel von Hate speech wurden, müssen sich nicht zurückziehen.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Aufwendig und teuer. Verzerrung möglich, wenn keine klaren Moderationsregeln existieren.</li>
</ul>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Ironisierung &#8211; auf Hassreden humorvoll antworten. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b><b>: </b>Haltung beweisen und gleichzeitig die Absurdität einiger &#8222;Argumente&#8220; aufzeigen. Humor hat oft auch therapeutische Wirkung.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Die Fronten können sich verhärten, da Dialoge so oft nicht mehr möglich sind.</li>
</ul>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Deeskalation &#8211; hinterfragen, vermitteln oder auch eine Diskussion kontrolliert verlassen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Offenheit auch bei schwer zu ertragenden &#8222;Argumenten&#8220;. Hilft unter Umständen, den Hassredner nicht in noch extremere Positionen zu treiben.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Erfordert Ruhe, Zeit, Geduld und jede Menge mentale Stärke.</li>
</ul>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Gruppen bilden &#8211; Angegriffene verteidigen und Hassreden öffentlich machen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Zeigt, dass im Netz niemand allein gelassen wird, und schafft eine Gegenöffentlichkeit.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Viele Angreifer wollen den öffentlichen Diskurs und scheuen auch die fehlende Anonymität nicht. Lockt eventuell weitere Hassredner an.</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Methoden und Ideen &#8211; hier ein paar Lesetipps:</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://no-hate-speech.de/" target="_blank" rel="noopener">no-hate-speech.de</a></strong> &#8211; viele Infos und praktische Memes für die Sozialen Netzwerke.</li>
<li><strong><a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/category/lexikon/hate-speech" target="_blank" rel="noopener">Netz gegen Nazis</a></strong> &#8211; jede Menge Artikel und Hintergrundberichte zum Thema Hate speech und auch <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/summer-hate-im-internet-11225" target="_blank" rel="noopener">praktische Tipps</a>.</li>
<li><strong><a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/hatespeech/" target="_blank" rel="noopener">Amadeu Antonio Stiftung</a> &#8211; </strong>no-nazi.net auf Facebook beschäftigt sich mit Rechtsextremismus in Sozialen Medien und Hate speech.</li>
<li><strong>Saferinternet.at</strong> &#8211; auf dieser österreichischen Seite gibt es einen detailreichen Leitfaden zum Download.</li>
<li><strong><a href="http://hasshilft.de/" target="_blank" rel="noopener">Hass hilft</a> </strong>&#8211; diese tolle Aktion versilbert Hasskommentare und spendet Geld für Flüchtlinge und gegen Rechts.</li>
<li><a href="http://hogesatzbau.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hooligans gegen Satzbau</strong></a> &#8211; die Hools sind auf <a href="https://www.facebook.com/pg/HoGeSatzbau" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> aktiv und kämpfen mit dem Duden sowie jeder Menge Humor gegen Hassreden.</li>
</ul>
<h4>Zum Schluss: An die eigene Nase fassen schadet nie!</h4>
<p>Klick und weg: In Sekundenbruchteilen können wir jeden Beitrag in den Sozialen Netzwerken teilen. Ab und zu haben wir ihn vorher nicht mal genau gelesen und auch nicht auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüft &#8211; mir ist das auch schon mehr als ein mal passiert. In meinem <a href="https://www.christagoede.de/krisenkommunikation-mal-ganz-anders/">Blogbeitrag &#8222;Krisenkommunikation mal ganz anders&#8220; </a> habe ich 7 Regeln zusammengefasst, mit denen wir alle unser Verhalten in den Sozialen Netzwerken überprüfen können &#8211; ob im Falle einer Krise oder im Social-Media-Alltag. Manchmal lohnt es sich auch, bei einem geplanten Posting genauer hinzugucken: Im <a href="https://www.christagoede.de/internet-recherche/">Blogbeitrag &#8222;Tipps zur Internet-Recherche&#8220;</a> erkläre ich einige Tools und Methoden, mit denen du Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen kannst. Und in <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">&#8222;Wieder da&#8220;</a> findest du meine persönlichen Social-Media-Leitlinien.</p>
<p>Jetzt du: Welche Methoden kennst du noch, aktiv gegen Hassredner im Internet vorzugehen?</p>
<p>Bild: <a href="http://www.pixabay.com">Pixabay</a></p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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