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	<title>Lügen Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Lügen Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Rant: künstliche Werbewelten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2016 06:18:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ICH HASSE WERBUNG. UND ZWAR RICHTIG. Ja, sie geht mir mächtig auf den sprichwörtlichen Sack, diese heile Glitzerwerbewelt mit ihren Hochglanz-Aktionen, den glatt gebügelten, dauerjungen Akteuren und den immer gleichen, langweiligen Storyboards, in denen das Leben natürlich erst mit Produkt XY  perfekt wird. Ein paar Beispiele gefällig? Ich gucke selten Fernsehen &#8211; aber wenn, nutze ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>ICH HASSE WERBUNG. UND ZWAR RICHTIG.</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10200" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/04/facebook-Linked_Image___stier-430x225.jpg" alt="Ein wütender Stier" width="350" height="183" />Ja, sie geht mir mächtig auf den sprichwörtlichen Sack, diese heile Glitzerwerbewelt mit ihren Hochglanz-Aktionen, den glatt gebügelten, dauerjungen Akteuren und den immer gleichen, langweiligen Storyboards, in denen das Leben natürlich erst mit Produkt XY  perfekt wird.</p>
<p>Ein paar Beispiele gefällig? Ich gucke selten Fernsehen &#8211; aber wenn, nutze ich die Werbepausen, um aufs Klo zu gehen, die Spülmaschine auszuräumen oder die Blumen zu gießen. Weil ich vor diesem Schischi-Schmusibusi-Mist körperlich die Flucht ergreifen muss. Und wenn ich zum Beispiel im Wartezimmer mal wieder ein gedrucktes Magazin zwischen die Finger bekomme, blättere ich die Werbeseiten ganz fix um, denn ich will das alles nicht mehr sehen: Autos, die wie Raumschiffe durch wunderschöne Landschaften gleiten &#8211; natürlich kein Stau weit und breit. Fertig zubereitete Lebensmittel, kleinen Teller-Kunstwerken gleich &#8211; dass das Zeug im Regal im Supermarkt dann aussieht wie schon mal gegessen &#8230; geschenkt. Hautcremes für die &#8222;reife Haut&#8220;, die sich eine Frau von Mitte 20 ins Gesicht schmiert &#8211; alles klar, &#8222;reif&#8220; ist man heute, wenn die Pubertät gerade vorbei ist. Und im Internet stolpere ich über Websites von Unternehmen, die mit den ewig gleichen us-amerikanischen Team-Hochglanzfotos und kreischigen Superlativ-Texten für sich werben &#8211; Farbsprache wahlweise Blau oder Grün oder Grau. Und ich, was mache ich? Klick, zu, ab zur Konkurrenz. Doch die präsentiert sich ganz oft genau so &#8230;</p>
<h3>Jeder Kanal hat seine eigene Scheißwerbung.</h3>
<p>Miese Werbung ist wirklich überall, wir haben keine Chance, ihr zu entkommen. Dabei könnte es so einfach sein:<span id="more-10150"></span></p>
<ul>
<li>Sprechende Tiere, Schokoriegel oder Klobrillen, die uns aus dem <strong>Fernseher</strong> anquaken? Weg damit, lasst echte Menschen ihre eigene Meinung über eure Produkte sagen. Mama kocht, Papa arbeitet, zwei Kinder, alle weiß gekleidet, die Sonne scheint? Schluss damit, zeigt echte Familien in ihrem normalen Umfeld und in ihrer ganzen Verschiedenartigkeit. Halb nackte Alabasterkörper vor Skyline in Schwarz-weiß? Wäää, wir Durchschnittsmenschen glauben wirklich nicht mehr, dass wir uns mit ein paar Spritzern Parfüm in diese Superhelden verwandeln, die sich da pornorös auf dem Bildschirm räkeln. Und noch was: Das hellblau angezogene Baby, das keck aufs Sofa klettert, wird nicht unbedingt ein kerniger Steilwandkletterer. Genau wie das rosa Baby, das so niedlich das Bein seitlich streckt,  mit ziemlicher Sicherheit keine Primaballerina wird &#8211; was soll dieser Rollenramsch also?</li>
<li>Im <strong>Internet</strong> wollen wir nicht unsere Mailadresse, Telefonnummer und am besten noch die letzte Steuererklärung preisgeben, wenn wir ein Whitepaper oder einen Blogbeitrag lesen wollen &#8211; nervige Mailings und Newsletter bekommen wir alle eh schon jeden Tag mehr als genug. Wir wollen auch keine Websites besuchen, bei denen uns ungefragt ein Video oder einfach nur Musik bedudelt. Und wir wollen auf einer Website keine wichtigen Infos suchen müssen, weil entweder die Inhalte so irre aufgebaut sind, dass sich jeder verlaufen muss – oder weil dauernd irgendwelche &#8222;Abonnieren Sie unseren Newsletter!&#8220; oder &#8222;Jetzt liken auf Facebook!&#8220;-Fenster aufploppen und uns daran hindern, das zu lesen, was uns interessiert.</li>
<li>Werbung im <strong>Printbereich </strong>muss auch nicht aus Flyern bestehen, die trotz &#8222;Werbung verboten!&#8220;-Aufkleber unseren Briefkasten verstopfen und an deren vielen Rechtschreibfehlern man höchstens seinen Deutschlehrerkomplex ausleben kann. Ganz schlimm ist auch die Flyerwüste, die sich in vielen Restaurants im Zugangsbereichen zu den Toiletten ausbreitet: Glaubt ihr wirklich ernsthaft, dass dieses Umfeld positives zur Vermarktung eures Produkts beiträgt? Und A4-Broschüren aus  UV-lackiertem 200 Gramm-Papier, in denen wir die Visagen aus den Fernseh-Werbepausen oder die von den Websites wiederfinden, sind auch nicht wirklich das, was wir Konsumenten uns wünschen.</li>
<li>Ganz schlimm auch: <strong>Telefonmarketing</strong>. Ein aufgesetzt-fröhlich gezwitschertes <em>&#8222;Schön, dass ich Sie persönlich erreiche!&#8220;</em> oder ein Intro wie <em>&#8222;Sie träumen doch sicher auch von einem Lottogewinn &#8230; *bedeutungsschwangeres Schweigen*&#8220;</em> sind einfach kein gewinnbringender Einstieg in ein wie auch immer geartetes Akquisegespräch. Warum wurden diese immer gleichen Telefonmarketing-Leitfäden nicht längst abgeschafft?</li>
</ul>
<h3>Werbung muss nicht perfekt sein &#8211; sie muss gut sein!</h3>
<p>Ihr Werber da draußen: Seid doch mal mutig und macht was anders. Probiert Dinge aus &#8211; zum Beispiel kurze, schnelle Infowerbung oder überraschende Werbung, die die Zielgruppe gerne auch mit raffiniertem Witz unterhält. Natürlich immer in einer Form, die zum Absender, zum Produkt und zur Zielgruppe passt. Aber hört bitte auf von &#8222;Love-Brands&#8220; zu schwafeln und euch hinter kryptischem Marketing-Gedöns zu verstecken oder gar pseudowissenschaftliche Wortkreationen wie &#8222;Hyaloroneffekt&#8220; zu erfinden.</p>
<p>Macht lieber authentische Werbung, die zum Unternehmen, zum Produkt UND zur Zielgruppe passt. Erzählt echte Geschichten, gebt echte Informationen preis, zeigt echte Menschen und echte Gefühle. Zeigt, was euch antreibt &#8211; was euch morgens dazu bringt, das gemütliche Bett zu verlassen und zur Arbeit zu gehen. Denn nur so weckt ihr nachhaltig das Interesse der Konsumenten. Also, liebe Werber, raus aus der sterilen, glatt geschliffenen Kunstwelt &#8211; rein ins echte, pralle Leben! Das bietet Geschichten und Abenteuer genug.</p>
<hr />
<p>PS: Wer nun denkt, als Texterin mit fast 20 Jahren Berufserfahrung hätte ich nie richtig schlechte Werbung gemacht, der irrt. Natürlich habe ich auch schon Scheißwerbung produziert, Luftblasen in wohlklingende Worte verwandelt und Hohlphrasen aneinandergereiht. Aber mir fällt es heute auf, während ich schreibe &#8211; und dann versuche ich meine Auftraggeber dazu zu bringen, sich mehr zu trauen und sich nicht mehr hinter austauschbarem Blabla zu verstecken. Das klappt immer öfter ;o)</p>
<p>PPS: Danke an die lieben Menschen, die mir auf Facebook so detailreich beschrieben haben, was sie an Werbung hassen. Ohne euch wäre dieser Blogbeitrag viel langweiliger geworden ;o))</p>
<pre>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com/" target="_blank">Pixabay</a></pre>
<hr />
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg" alt="Christa Goede" width="150" height="150" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg 150w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Autorin Christa Goede steckt viel Herzblut und noch mehr Fachwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen.<br />
<strong>Tel.:</strong> +49 (0) 160 – 94 44 19 34, <strong>E-Mail:</strong> <a href="mailto:mail@christagoede.de" target="_blank">mail@christagoede.de</a></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Authentizität und Ehrlichkeit</title>
		<link>https://www.christagoede.de/authentizitaet-und-ehrlichkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2016 08:48:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Oder: Was Ehrlichkeit mit Authentizität zu tun hat. Jeder Mensch lügt mehrfach am Tag &#8211; inklusive mir. Die meisten dieser Lügen sind uns gar nicht bewusst. Ein Beispiel gefällig? Ich sitze schlecht gelaunt am Schreibtisch, als eine Kundin anruft und mich fragt, wie es mir geht. Ich antworte: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Oder: Was Ehrlichkeit mit Authentizität zu tun hat.</h2>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-9370" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luegennase.jpg" alt="Lügennase" width="300" height="201" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luegennase.jpg 872w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luegennase-300x201.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luegennase-768x515.jpg 768w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Jeder Mensch lügt mehrfach am Tag &#8211; inklusive mir. Die meisten dieser Lügen sind uns gar nicht bewusst. Ein Beispiel gefällig? Ich sitze schlecht gelaunt am Schreibtisch, als eine Kundin anruft und mich fragt, wie es mir geht. Ich antworte: GUT! Denn warum sollte ich meiner Kundin erzählen, dass mir heute Morgen meine Müslischale runtergefallen ist und ich erst mal die halbe Küche putzen musste? Und dass ich mir noch in den Finger geschnitten habe beim Aufheben der Scherben? Dass ich nun am Schreibtisch sitze mit einem dicken Pflaster um den Finger und nicht weiß, wie ich die nächsten Tage tippen soll &#8211; und dass ich deshalb so richtig schlechte Laune habe? Ihr gebt mir bestimmt recht, wenn ich schreibe, dass dieses persönliche Drama meine Kundin nichts angeht. Aber streng genommen habe ich sie angelogen, denn mir ging es wirklich nicht gut an diesem Tag!</p>
<p>Doch diese Art von &#8211; ich nenne sie mal &#8222;Gefälligkeits&#8220;-Lügen meint das Sprichwort aus der Headline nicht. Es passt wohl besser zu den Lügen, die zum Beispiel der VW-Konzern jahrelang über die<a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-09/vw-abgase-manipulation-faq" target="_blank"> Abgaswerte der TDI-Motoren</a> verbreitet hat. Lügen, die auf einer Manipulation von Software beruhen und wohl dazu dienen sollten, mehr Autos am Markt abzusetzen, weil die Fahrzeuge ja &#8222;sauberer&#8220; sind. Oder <a href="http://www.haufe.de/compliance/recht-politik/immer-wieder-neue-skandale-um-korruption-und-geldwaesche_230132_317674.html" target="_blank">Siemens und die Deutsche Bank</a>, die trotz detailreicher Compliance-Regelwerke, ausgetüffelten Kontrollmechanismen und festgeschriebenen Sanktionen auch im letzten Jahr neue Korruptionsfälle und Geldwäscheskandale zu verzeichnen hatten.</p>
<h3>Skandal über Skandal &#8230; warum eigentlich?</h3>
<p>Das Sprichwort passt aber auch zu den vielen kleineren Unternehmen, die ihre Kunden belügen und betrügen oder Missstände vertuschen wollen: Da wird Hilfe bei einem Produkt versprochen und nie geleistet. Es werden <span id="more-8991"></span>Rückrufe versprochen, die  nie kommen. Oder Dinge wie zum Beispiel Produkt-Features verkauft, die es nicht gibt und auch nie geben wird. Verträge werden nicht eingehalten und auch, wenn der Käufer darauf hinweist, erfolgt keine Korrektur zugunsten des Kunden. Oder es werden Dienstleistungen verkauft, für die das Unternehmen keine Expertise hat. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch schon Erfahrungen in dieser Art machen musste. Leider.</p>
<p>Doch was hat das alles mit Authentizität zu tun? Ganz viel meiner Meinung nach: In den von mir genannten Fällen haben Unternehmen versucht, zu manipulieren, zu betrügen, zu vertuschen, zu vertrösten. Fehler werden nicht offen zugegeben, es wird keine Transparenz geschaffen über das, was dort passiert ist und auch noch passiert. In vielen Fällen wird nicht mal mit den Kunden kommuniziert &#8211; die Käufer erfahren in fast allen Fällen vom neuesten Skandal erst aus der Presse, oder im schlimmsten Fall gar nicht. Dabei müsste das gar nicht sein, denn in vielen Fällen sind die Käufer der Produkte namentlich und mit Adresse bekannt. Doch ganz egal, welche dieser Un-Variationen ein Unternehmen bevorzugt &#8211; zurück bleibt ein enttäuschter Kunde, der in vielen Fällen zum Ex-Kunden wird und dann auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Und ein Unternehmen, das seinen Ruf auf Jahre hin ruiniert hat und so nicht mehr authentisch am Markt agieren kann &#8211; denn enttäuschte Kunden sprechen mit anderen Menschen und werden mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten!</p>
<h3>Wir brauchen eine Fehlerkultur. Eine authentische Fehlerkultur.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-9372" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luege-Wahrheit.png" alt="Lüge-Wahrheit" width="300" height="225" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luege-Wahrheit.png 821w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luege-Wahrheit-300x225.png 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/01/Luege-Wahrheit-768x576.png 768w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ja, wir machen alle Fehler. Ja, wir machen sie im Privatleben und auch beruflich. Und das schon unser gesamtes Leben lang. Und damit gehören Fehler zu unserem ICH, sind also vollkommen authentisch! Doch warum fällt es uns allen so schwer, Fehler zuzugeben? Warum wird vertuscht, was das Zeug hält &#8211; obwohl wir doch alle aus der Erfahrung gelernt haben sollten, dass so etwas nur ganz selten gut geht? Denn wir alle haben diese Erfahrung ganz bestimmt schon im privaten Umfeld machen müssen &#8230; und trotzdem wird sie tagtäglich im geschäftlichen Umfeld wiederholt. Oft auch aus der Angst heraus, von wütenden Kunden in der Luft zerrissen zu werden. Und so wird aus einem ursprünglich vielleicht kleinen Fehler ein handfester Skandal, der einem Unternehmen langfristig hohen Schaden zufügt.</p>
<p>Meiner Ansicht nach brauchen wir eine authentische Fehlerkultur &#8211; und zwar in zwei Richtungen:</p>
<ul>
<li><strong>Die Unternehmen:</strong> Firmen müssen endlich verstehen, dass es keine gute Idee ist, Fehler verheimlichen zu wollen &#8211; in Zeiten von Internet und Social Media und den damit verbundenen, fast unendlichen Kommunikationsmöglichkeiten ist es praktisch unmöglich, etwas zu verheimlichen. Denn nicht mal die Geheimdienste schaffen das, wie man unschwer an den diversen Leaks und ungewollten Veröffentlichungen erkennen kann! Wir brauchen also Unternehmen, die zu ihrer vollständigen &#8211; authentischen &#8211; Unternehmenspersönlichkeit stehen &#8211; inklusive aller Ecken, Kanten und eben auch der Fehler.</li>
<li><strong>Die Gesellschaft:</strong> Wir brauchen eine Gesellschaft, die Fehler akzeptiert und jemanden, der einen Fehler zugibt, nicht in der Luft zerreißt oder mit Häme und Spott übergießt &#8211; ganz egal, ob es sich um eine Person, eine Personengruppe oder ein Unternehmen handelt. Wir brauchen ein Umfeld, das ein Bekenntnis zu einem Fehler wohlwollend aufnimmt und das vollständige Ausbügeln des Fehlers akzeptiert. Ein Umfeld, das besonnen mit einem Fehlerbekenntnis umgeht &#8211; und zwar schon im Kindergarten. Denn in der Kindheit wird die Basis dafür gelegt, wie Menschen mit Kritik oder Fehlern umgehen &#8230;</li>
</ul>
<p>Doch die allerallerallerbeste Variante ist natürlich, erst gar nicht zu lügen, sondern sich selbst treu zu bleiben, Fehler zuzugeben und damit Authentizität zu leben &#8211; als Person und als Unternehmen. Wir alle wissen im Grunde unseres Herzens, dass niemand fehlerfrei ist &#8211; und dass zu einer authentischen Persönlichkeit oder zu einem authentischen Unternehmen eben auch die Fehler gehören. Denn wie heißt es so schön: Ehrlich währt am längsten. Punkt.</p>
<pre>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com/" target="_blank">Pixabay</a></pre>
<hr />
<address><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg" alt="Christa Goede" width="150" height="150" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg 150w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Autorin Christa Goede</strong> steckt viel Herzblut und noch mehr Fachwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen.<br />
<strong>Tel.:</strong> +49 (0) 160 – 94 44 19 34, <strong>E-Mail:</strong> <a href="mailto:mail@christagoede.de" target="_blank">mail@christagoede.de</a></p>
<hr />
</address>
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		<title>Hoaxes und andere Märchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2015 07:25:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
		<category><![CDATA[Identifizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
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		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katzen in Gläsern, superreiche Asylbewerber und Luxusautos, die man einfach so gewinnen kann. Pah, alleine beim Tippen der Überschrift habe ich schon drei mal fies gezuckt &#8211; denn das waren alles Meldungen*, die in meinen Social Media-Kanälen auftauchten. Und das, obwohl ich meine Timelines und Kanäle für aufgeklärt und überaus intelligent halte &#8230; Doch scheinbar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Katzen in Gläsern, superreiche Asylbewerber und Luxusautos, die man einfach so gewinnen kann.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8667" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/07/Weihnachtsmann1-1.jpg" alt="Ein Weihnachtsmann" width="300" height="300" />Pah, alleine beim Tippen der Überschrift habe ich schon drei mal fies gezuckt &#8211; denn das waren alles Meldungen*, die in meinen Social Media-Kanälen auftauchten. Und das, obwohl ich meine Timelines und Kanäle für aufgeklärt und überaus intelligent halte &#8230; Doch scheinbar brennt bei einigen Leuten echt die Sicherung durch, wenn sie in Gläser gequetschte Katzen sehen, von vermeintlichen finanziellen Ungerechtigkeiten erfahren, in denen auch noch das Trigger-Wort &#8222;Asyl&#8220; vorkommt, oder wenn ihnen der Gewinn eines Luxusautos versprochen wird. Dabei hätte ein kleines bisschen Nachdenken garantiert dazu geführt, dass ALLE diese Links als Hoaxes zu erkennen &#8211; da bin ich mir ganz sicher. Denn wir alle glauben doch gar nicht mehr an den Weihnachtsmann, oder?</p>
<h3>Was ist eigentlich ein Hoax genau?</h3>
<p>Ich bezeichne Hoaxes auch gerne als &#8222;moderne Märchen&#8220;, wobei es <span id="more-8646"></span>das nicht so ganz trifft &#8211; denn ein Hoax verfolgt im Gegensatz zum klassischen Märchen sehr oft eine böse Absicht, wie zum Beispiel mit Lügen Werbeumsätze für eine Website zu generieren oder gegen eine (Rand-)Gruppe zu hetzen. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hoax" target="_blank">Wikipedia </a>definiert nüchtern den technischen Ablauf eines Hoaxes:</p>
<blockquote><p>&#8222;Als Hoax (engl. für Jux, Scherz, Schabernack; auch Schwindel) wird heute meist eine Falschmeldung bezeichnet, die in Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen, per E-Mail, Instant Messenger oder auf anderen Wegen (z. B. SMS, MMS oder soziale Netzwerke) verbreitet, von vielen für wahr gehalten und daher an Freunde, Kollegen, Verwandte und andere Personen weitergeleitet wird.&#8220;</p></blockquote>
<h3>Lustige Hoaxes mit Sinn</h3>
<p>Doch es gibt auch witzige, meiner Meinung nach sinnvolle Hoaxes: Die <a href="http://www.der-postillon.com/" target="_blank">Satire-Website &#8222;Der Postillon&#8220; </a>setzt unter dem Slogan &#8222;Ehrliche Nachrichten&#8220; immer wieder amüsante Fehlinformationen in die Welt, um auf diese Weise auf Missstände aufmerksam zu machen oder einfach nur zu unterhalten. Diese Strategie sorgt immer wieder für Lacher &#8211; vor allem dann, wenn zum Beispiel Nazis den Postillon für eine echte Zeitung halten und sich zum Beispiel darüber aufregen, dass angeblich eine ihrer ekelhaften Pegida-Demos abgesagt wurde. Dieses Hoaxes teile ich selbst sehr gerne &#8211; und ich empfehle immer wieder gerne die Lektüre der Kommentare unter den Postillon-Postings ;o))</p>
<h3> Wie erkennt man einen Hoax?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8314" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Lupe-Rot-1.png" alt="Lupe Rot" width="300" height="295" />Eigentlich ist es ganz einfach: Vor dem Teilen kurz nachdenken. Denn wer glaubt wirklich daran, dass er mit einem einzigen Posting ein Luxusauto gewinnen kann? Oder, dass eine in ein Glas eingesperrte Katze tatsächlich überleben kann? Oder, dass ein Flüchtling &#8222;einfach so&#8220; viele tausend Euro bekommt? Niemand? Genau! Und doch wird dieser Mist tausendfach geteilt.</p>
<p>Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie sich den Link genau anschauen und dabei auf folgende Merkmale achten:</p>
<ul>
<li><strong>Seriosität</strong>: Mutet die Website wirklich glaubwürdig an?<br />
(Gibt es ein Impressum/Datenschutzerklärung? Wirken Design und Aufbau solide?)</li>
<li><strong>Umfeld</strong>: Welche Art Beiträge erscheinen noch im Umfeld der Aufreger-Nachricht?<br />
(Haben die Inhalte Quellverweise? Schreiben dort echte Menschen oder wird anonym veröffentlicht?)</li>
<li><strong>Sprache</strong>: Wird der Link mit einem reißerischen Titel angepriesen?<br />
(Ist die Sprache übersteigert? Werden hetzerische Formulierungen benutzt?)</li>
<li><strong>Kommentare</strong>: Lässt sich durch das Feedback der Leser auf die Qualität der Seite schließen?<br />
(Gibt es viele Smileys? Oder wird weiter gehetzt in den Kommentaren?)</li>
</ul>
<p><strong>MEIN EXTRATIPP: </strong>Eine kleine <strong>Google-Abfrage mit dem Namen der Absenderdomain und dem Wort &#8222;Kritik&#8220;</strong> bringt zumeist auch gute Ergebnisse. (ein erfundenes Beispiel: Sie möchten mehr über den Link <span style="text-decoration: underline;">www.krasse-geschichten.de/kinder-klauen-ganzes-hochhaus</span> wissen. Dann geben Sie &#8222;krasse Geschichten&#8220; &#8211; also den Domainnamen &#8211; und &#8222;Kritik&#8220; bei Google ein &#8211; schon bekommen Sie tolle Hinweise darauf, ob Sie den Link teilen können oder besser nicht.)</p>
<h3>Tolle Websites mit vielen Tipps</h3>
<p>Im Fall der Fälle sind auch oft Websites hilfreich, die sich mit der Aufklärung solcher Hoaxes beschäftigen. Mir fallen da spontan zwei ein:</p>
<ul>
<li>Der <strong>Verein &#8222;Mimikama&#8220;</strong>, der wirklich tolle Arbeit leistet: Auf der <a href="http://www.mimikama.at/" target="_blank">Mimikama-Website</a> finden Sie viele wichtige Hintergrundinfos zu den verschiedenen Hoaxes &#8211; und auf Facebook sollten Sie unbedingt die <a href="https://www.facebook.com/mimikama.at/?fref=ts" target="_blank">Mimikama-Fanpage </a>liken, damit Sie immer up-to-date sind.</li>
<li>Die <strong>TU Berlin</strong> hat eine <a href="http://hoaxinfo.de/" target="_blank">Hoaxinfo-Website</a>, in der auch Hoaxes aus anderen Kommunikationskanälen wie E-Mails oder SMS erfasst und auch erklärt werden. Die Seite ist zwar echt hässlich und nicht so ganz einfach zu navigieren, aber inhaltlich sehr stark!</li>
</ul>
<h3>Was tun, wenn&#8217;s passiert ist?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8313" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot.png" alt="Liste Rot" width="300" height="438" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot.png 493w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot-206x300.png 206w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das ist einfach: Löschen Sie die Inhalte, wenn Sie eine vermeintlich echte Nachricht im Nachhinein als Hoax identifiziert haben. Und machen Sie bitte alle, die Ihren Hoax ebenfalls geteilt haben, darauf aufmerksam, dass es sich bei diesem Inhalt um einen Hoax handelt. Übrigens: Auch ich habe schon Hoaxes geteilt und geglaubt, dass es sich um wahre Inhalte handelte ;o)) Meist wurde ich aber sehr schnell über den Hintergrund der Nachricht aufgeklärt und konnte den Inhalt fix löschen. Denn nur so konnte ich die Kette unterbrechen und verhindern, dass diese Nachricht von meinen Freunden oder Followern noch weiter geteilt wird.</p>
<p>Noch eine Bitte: Wenn Sie Zweifel haben, aber nicht auf Anhieb Informationen zum Wahrheitsgehalt einer Nachricht finden, können Sie nach reiflicher Überlegung trotzdem posten &#8211; aber vielleicht schreiben Sie einfach einen Hinweis dazu, dass Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen Hoax handeln könnte. Oder Sie fragen einfach jemand in Ihrem Umfeld, ob es sich bei dem Inhalt, den Sie gerade teilen möchten, tatsächlich um eine echte Nachricht oder doch um einen Hoax handelt. Denn sicher ist sicher! Schließlich müssen wir alle auf unsere Reputation achten &#8211; und dazu gehört auch, dass man die Qualität der Links kennt, die man teilt ;o))</p>
<p>* Nähere Infos: Satireseite <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/das-fbi-ermittelt-katzen-in-glaesern-a-117190.html" target="_blank">Bonsaikitten</a>, Eingliederungshilfe für <a href="http://www.mimikama.at/allgemein/unfassbar-kein-fake/" target="_blank">Asylbewerber mit Behinderungen</a>, Facebook-Gewinnspiel mit <a href="http://www.stern.de/digital/online/fake-gewinnspiel-bei-facebook--poster-statt-limousine-6313008.html" target="_blank">Mercedes AMG </a></p>
<pre>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com/" target="_blank">Pixabay</a></pre>
<hr />
<address><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg" alt="Christa Goede" width="150" height="150" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg 150w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Autorin Christa Goede</strong> steckt viel Herzblut und noch mehr Expertenwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen.<br />
<strong>Tel.:</strong> +49 (0) 160 – 94 44 19 34, <strong>E-Mail:</strong> <a href="mailto:mail@christagoede.de" target="_blank">mail@christagoede.de</a></p>
<hr />
</address>
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