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	<title>Mitarbeiter Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Mitarbeiter Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Der Mitarbeiter des Monats</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2014 07:03:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Darf ich vorstellen: mein Bauchgefühl. Jeder kennt es, dieses vielversprechende Kribbeln im Bauch, wenn wir uns auf etwas (vor-)freuen. Dieses herrliche Gefühl, das uns schon beim bloßen Gedanken an ein tolles Konzert oder einen wunderbaren Abend mit Freunden über beide Backen grinsen lässt. Oder, wenn der Bauch vor Glück Purzelbäume schlägt, weil wir morgen in den Urlaub [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Darf ich vorstellen: mein Bauchgefühl.</h2>
<p>Jeder kennt es, dieses vielversprechende Kribbeln im Bauch, wenn wir uns auf etwas (vor-)freuen. Dieses herrliche Gefühl, das uns schon beim bloßen Gedanken an ein tolles Konzert oder einen wunderbaren Abend mit Freunden über beide Backen grinsen lässt. Oder, wenn der Bauch vor Glück Purzelbäume schlägt, weil wir morgen in den Urlaub fahren &#8211; endlich! Doch jeder von uns kennt auch das mulmige, unangenehme Gefühl in der Körpermitte, das dafür sorgt, dass wir unruhig werden. Dieses innere Grummeln, das uns in einem dunklen U-Bahnhof aufmerksamer werden lässt. Und dafür sorgt, dass wir einen Schritt schneller gehen, damit wir fix ins Helle kommen.</p>
<p><a title="Link zum Artikel auf Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intuition" target="_blank">Wikipedia </a>nennt das Bauchgefühl &#8222;Intuition&#8220; und definiert es so:</p>
<blockquote><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-7330" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/10/Pokal.jpg" alt="Der Pokal für den Mitarbeiter des Monats" width="250" height="248" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/10/Pokal.jpg 560w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/10/Pokal-300x298.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/10/Pokal-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" />Die Intuition (v. lat.: intueri (deponens) ‚betrachten, erwägen‘; eigentlich ‚angeschaut werden‘, daher auch passiver Sinn von Eingebung, ahnendes Erfassen; PPP intuitum) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen.</p></blockquote>
<p><span id="more-7318"></span></p>
<h3>Mein Zwiegespräch zwischen Hirn und Bauch</h3>
<p>Aha. Ich lese &#8222;ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes&#8220; &#8230; oh je. Die Ratio in mir wird laut: <em>&#8222;Ach du liebes bisschen! Schätzchen, du hast ein Hirn, setz es ein! Das Bauchgefühl ist bestimmt wichtig gewesen für deine Vorfahren, die noch einen wirklichen Überlebenskampf führten. Aber du lebst im 21. Jahrhundert, hast einen vollen Kühlschrank und ein recht umfangreiches Wissen, lebst <em>glücklicherweise</em> in einem recht friedlichen Land – du kannst recherchieren, analysieren und Entscheidungen auf der Basis von WISSEN treffen! Weg mit diesem irrationalen Bauchgefühl!&#8220;</em></p>
<p>Jetzt setzt sich mein Bauchgefühl energisch zu Wehr: <em>&#8222;Papperlapapp, Wissenschaft. Liebes, es gibt Dinge im Leben, die sich nicht erklären lassen. Vorahnungen, Eingebungen, Geistesblitze &#8211; was glaubst du, woher die kommen? Gibt&#8217;s ne Formel dazu? Und woraus wird deine Kreativität gespeist? Deine Fähigkeit, um die Ecke zu denken und die rationalen Pfade zu verlassen? Doch nicht allein aus der Wissenschaft, ich bitte dich &#8230; &#8222;</em> Das Bauchgefühl rollt mit den Augen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-7329" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/10/K%C3%A4mpfer.jpg" alt="Zwei Kämpfer" width="300" height="150" />Sie merken: Ich sitze zwischen allen Stühlen, in mir streiten sich Hirn und Bauch um die Oberhand. Manchmal gewinnt das Hirn, dann steht das Bauchgefühl auf dem Siegertreppchen. Ganz grässlich wird dieser innere Wettkampf, wenn es um geschäftliche Entscheidungen geht: Meine Ratio denkt rein betriebswirtschaftlich: Sie rechnet blitzschnell aus, welchen Zeiteinsatz ein Auftrag fordert und wie viel Gewinn er abwerfen wird. Die Ratio ist energisch, fällt schnelle Entscheidungen und ist sich ganz sicher, dass die gefällte Entscheidung genau die richtige ist.</p>
<p>Meine Intuition ist dagegen eine mahnende Stimme, die mit erhobenem Zeigefinger Aufmerksamkeit einfordert, Dinge aus anderen Perspektiven andenkt und manchmal einfach auch nur sagt:<em> &#8222;Hey, das gefällt mir hier nicht &#8211; lass uns diesen Auftrag absagen!&#8220;</em> Da fängt die Ratio fies an zu lachen: <em>&#8222;Boar, Bauchgefühl &#8211; das ist doch echt albern, so ohne Argumente gegen diesen Auftrag zu sein. Hier, sieh die Vorteile liegen doch ganz klar auf der Hand! Und jetzt hau ab und lass Christa und mich zusammen Geld verdienen.&#8220;</em></p>
<p>An diesem Punkt ist die Entscheidung für mich einfach &#8211; denn ich finde die forsche, klar strukturierte Ratio einfach erheblich sympathischer als die mahnende Bedenkenträgerin Bauchgefühl. Doch nach 11 Jahren Selbstständigkeit fordere ich immer wieder von mir selbst:</p>
<h3>Christa, hör auf deinen Bauch. Auch im Geschäftsleben.</h3>
<p>Warum ich das fordere? Weil zum Beispiel ein tolles Bauchgefühl immer wieder dafür sorgt, dass ich mich auf bestimmte Themen stürze, mit denen die Ratio erst mal nicht anfangen kann &#8211; das beste Beispiel ist Social Media. Als ich vor gefühlten 100 Jahren anfing, mich mit den Sozialen Netzwerken zu beschäftigen, motzte die Ratio dauernd über Zeitverschwendung. Sie sah den Sinn nicht darin, sich für die Hintergründe und die Funktionsweisen zu interessieren und betrachtete Facebook, Twitter, Google+ und Co. als reines Freizeitvergnügen. Das Bauchgefühl hingegen war von Anfang an begeistert und sorgte mit viel Energie und Engagement dafür, dass ich mich immer tiefer mit der Materie auseinandergesetzt habe. Heute verdiene ich Geld mit meinem Wissen über Social Media, in dem ich zum Beispiel Konzepte schreibe, Social Media-Auftritte betreue oder anderen Menschen in Vorträgen und Workshops mein Wissen vermittele. Die Ratio ist mittlerweile auch von diesem Einsatz überzeugt und strahlt mit dem Bauchgefühl um die Wette bei Kundenanfragen aus diesem Themenbereich &#8211; die beiden freuen sich gemeinsam mit mir schon beim Schreiben der Angebote auf die Arbeit mit tollen Kunden sowie auf spannende Projekte und Themen 😉</p>
<p>Doch ich fordere noch von mir, dass ich im Geschäftsleben auch auf mein negatives Bauchgefühl höre. Denn die Intuition hat mich immer wieder vor Situationen und Geschäften gewarnt, die sich im Nachhinein als &#8222;ziemlich unfein&#8220; herausgestellt haben. Mein Bauchgefühl hat mich zum Beispiel fast davon abgehalten, einen Auftrag anzunehmen, bei dem sich der Auftraggeber im Nachhinein als aggressiver Frauenhasser herausgestellt hat, der mich am Telefon bedroht und mir unverschämte, respektlose Mails geschrieben hat. Der mir stolz verkündete, dass ich ihn verklagen müsste, wenn ich meine Rechnung bezahlt haben wollte. Mein Bauchgefühl hat auch aufgeschrien, als ich eine Kooperation mit einem anderen Freiberufler einging, der mich finanziell über den Tisch gezogen hat.</p>
<p>Im Nachhinein betrachtet gibt es ganz viele Entscheidungen, die ich anders gefällt hätte, wenn ich mein Bauchgefühl angehört hätte &#8211; und zwar positiv wie negativ. Aber vermutlich wird der Kampf zwischen Hirn und Bauch weiter in mir toben, denn die Ratio nimmt gerade im Geschäftsleben viel Platz ein in der Person Christa Goede. Doch ich verspreche dir, liebes Bauchgefühl, dass ich dich in Zukunft mehr wertschätzen und dir intensiv zuhören werde! Denn du bist ein echter Top-Mitarbeiter. Und du, liebe Ratio, hältst dich ab sofort öfter mal zurück, okay? Denn es gibt <a title="Link zum Welt-Artikel" href="http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article2416185/Bauchgefuehl-siegt-ueber-Berechnung.html" target="_blank">viele Beweise</a>, dass du gar nicht soo super bist &#8230; 😉 </p>
<address>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com" target="_blank">Pixabay</a></address>
<hr />
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg" alt="Christa Goede" width="150" height="150" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing-150x150.jpg 150w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Autorin Christa Goede</strong> steckt viel Herzblut und noch viel mehr Expertenwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen. <strong>Tel.:</strong> +49 (0) 69 &#8211; 63 39 29 77, <strong>E-Mail:</strong> <a href="mailto:mail@christagoede.de" target="_blank">mail@christagoede.de</a></p>
<hr />
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		<title>Was ist so schwierig an Authentizität?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2014 10:24:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Frau Goede regt sich auf, heute: Einheitsbrei im Unternehmenstopf. Manchmal verstehe ich die Welt nicht wirklich. Ein Beispiel gefällig? Bitte schön: Wir kaufen Möbel, die uns versprechen, dass keins aussieht wie das andere. Wir nennen das Vintage oder Shabby-Chic und zahlen richtig viel Geld für Omas alten Küchenschrank und die beigefarbene Stehlampe mit Puscheln dran. Wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frau Goede regt sich auf, heute:<br />
Einheitsbrei im Unternehmenstopf.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6467" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/05/crying-156083_640-430x504.png" alt="Der Schrei" width="206" height="242" />Manchmal verstehe ich die Welt nicht wirklich. Ein Beispiel gefällig? Bitte schön: Wir kaufen Möbel, die uns versprechen, dass keins aussieht wie das andere. Wir nennen das Vintage oder Shabby-Chic und zahlen richtig viel Geld für Omas alten Küchenschrank und die beigefarbene Stehlampe mit Puscheln dran. Wir lieben alte Autos, die gerne rostig sein dürfen und echte Spritschlucker sind. An diese Vehikel schrauben wir steuerlich begünstigte H-Kennzeichen und sind mächtig stolz, wenn wir damit die Hauptstraße rauf und runter cruisen. Und wenn wir in den Urlaub fahren, legen wir Wert auf Individualität. Wir brechen auf zu den entferntesten Inselchen, um uns dort für zwei Wochen am Strand zu aalen und davor und danach allen Freunden und Bekannten detailreich von unserem Exklusivurlaub zu erzählen.</p>
<p>Doch wenn es um uns, unsere Arbeit und unsere Unternehmen geht, erlauben wir uns keine Abweichung von der Norm. Wir schwimmen immer schön brav und stromlinienförmig mit dem <span id="more-6461"></span>Schwarm mit. Und versuchen ununterbrochen, es allen recht zu machen. Was zum Teufel ist so schwierig daran, Ecken und Kanten &#8211; sprich Persönlichkeit &#8211; zu zeigen? Ein individuelles, authentisches Profil zu entwickeln? Und nicht mehr dauernd zu versuchen, von allen geliebt zu werden?</p>
<h4>LAAAAAAAAAAAAAANGWEILIG!</h4>
<p>Grmpf! Sie sehen, ich rege mich gerade richtig auf. Denn mir wird zusehends langweiliger. Warum das so ist? Ich bewege mich viel im Internet &#8211; klar, ich bin Texterin und Konzeptionerin für digitale Unternehmensauftritte und bin beruflich viel auf Websites, in Foren und auch auf Facebook, Twitter und Co. unterwegs. Was ich sehe? Verschnarchte Welten. Marketing im Stil der 1980er Jahre. Überall &#8222;Wir sind so toll&#8220;- und &#8222;Wir sind die Besten&#8220;-Botschaften. Ey, Leute, das ist LAAAAAAAAAAAAAANGWEILIG! Und zwar ganz egal, ob ihr ein großes, mittelständisches oder kleines Unternehmen seid oder eine One-Woman-Show wie ich &#8211; alles eine Pampe, ein einziger Einheitsbrei im Unternehmenstopf. Pah!</p>
<p>Viel zu selten werden in einer Unternehmenspräsentation die eigentlich klassischen Kunden-Fragen beantwortet: Warum ist die Firma XY so toll? Was unterscheidet sie von Unternehmen AB? Wo ist der konkrete Nutzen von Produkt A oder Dienstleistung B? Ganz schwierig wird es aber mit Fragen, die die modernen Werbewelten und ihre vielen Möglichkeiten mit sich bringen: Wer arbeitet dort eigentlich so? Welche spannenden Geschichten werden in dieser Firma geschrieben? Was tun die da für ihre Kunden? Und für ihre Mitarbeiter? Teilen sie Wissen? Bringen sie sich in den großen, weltweiten Think-Tank Social Web ein? Wie entwickeln sie dort neue Produkte? Wo wollen die hin, in und mit diesem Unternehmen? All das interessiert uns Kunden heute. Und nicht die drölfzigste, sich selbst belobhudelnde Pressemitteilung ohne menschelnden Faktor, die ihr auf der Website, auf Facebook und natürlich auch auf Twitter verlinkt &#8211; nur als einfachen Link und natürlich ohne Kommentar. Denn das wäre ja zu viel persönliche Note. Wääh!</p>
<h4>Seid mutig und geht raus. Wir hier draußen sind gar nicht sooo böse. Ehrlich.</h4>
<p>Hey, Leute, wir haben 2014! Ihr habt tolle, beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, spannende Inhalte und Botschaften in aufregenden Formaten zu transportieren und endlich mal richtig Pepp in eure Unternehmenspräsentationen zu bringen. Warum schnarcht ihr weiter vor euch hin in euren Marketingabteilungen und Vorstandsetagen? Warum langweilt ihr uns mit diesen glatt geschliffenen, perfekt SEO-optimierten und deshalb immer gleichen Texten? Mit Farbsprachen, die sich nur zwischen revolutionärem Blau und einem kleinen Spritzer total ausgeflipptem Grün bewegen? Mit den ewig gleichen US-amerikanischen Stockfotos inklusive unnatürlichem Zahnweiß-Dauergrinsen?</p>
<p>Seid doch mal mutig, geht raus und erzählt das, was euch und euer Unternehmen wirklich bewegt. Fotografiert das, was ihr wirklich seid. Was euch ausmacht. Wer eure Kunden sind. Lasst uns hier draußen teilhaben an dem geilen Job, den ihr macht. Zeigt uns euer cooles Unternehmen, eure noch viel cooleren Mitarbeiter. Seid schlicht und ergreifend authentisch! Und erzählt uns, was euch antreibt. Denn das ist es, was uns Kunden wirklich interessiert.</p>
<p><em>Eure Christa</em></p>
<p><em>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com" target="_blank">Pixabay</a></em></p>
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		<title>Der Dialog</title>
		<link>https://www.christagoede.de/der-dialog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 07:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dialog in Social Media: Schock &#8211; der Kunde spricht mit uns! Ein Schlagwort in Zusammenhang mit Social Media ist das Wort &#8222;Dialog&#8220;. Da heißt es &#8222;Social Media ist Dialog-Marketing!&#8220;, &#8222;Der Dialog ist der Erfolgsfaktor für Unternehmen!&#8220; oder &#8222;Nutzen Sie Dialoge für Ihr Unternehmen!&#8220;. Doch was genau ist das eigentlich, dieser &#8222;Dialog&#8220;, von dem alle sprechen? Bei Wikipedia heißt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dialog in Social Media: Schock &#8211; der Kunde spricht mit uns!</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright  wp-image-5570" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/12/Dialog-430x304.jpg" alt="Dialog" width="258" height="182" />Ein Schlagwort in Zusammenhang mit Social Media ist das Wort &#8222;Dialog&#8220;. Da heißt es &#8222;Social Media ist Dialog-Marketing!&#8220;, &#8222;Der Dialog ist der Erfolgsfaktor für Unternehmen!&#8220; oder &#8222;Nutzen Sie Dialoge für Ihr Unternehmen!&#8220;. Doch was genau ist das eigentlich, dieser &#8222;Dialog&#8220;, von dem alle sprechen? Bei <a title="Link zum Beitrag Dialog in Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dialog" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia </a>heißt es dazu:<em> &#8222;Ein <strong>Dialog</strong> ist eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede. Er ist Teil des Sprachgebrauchs.&#8220; </em>Und weiter im Text: <em>&#8222;Sein Gegensatz ist der <strong>Monolog</strong>, das Gespräch einer Person mit oder vor sich alleine (vor allem im Drama), aber auch als Rede und Vortrag.&#8220;</em></p>
<p>Aha! Ein Dialog besteht also aus Rede und Gegenrede &#8211; er ist ein Gespräch oder eine <span id="more-5548"></span>Diskussion. Eigentlich ganz einfach, oder?</p>
<h3>Weil das schon immer so ist!</h3>
<p>Vorab: Ich mache Social Media. Beruflich. Bei meiner täglichen Arbeit frage ich mich immer wieder, warum so viele Unternehmen bis heute Dialog und Monolog verwechseln: Da werden via Facebook munter langweilige Pressemitteilungen verteilt, die neuesten &#8211; natürlich ausschließlich positiven &#8211; Geschäftszahlen via Twitter bekannt gegeben oder inhaltslose &#8222;Wir sind die Besten!&#8220;-Beiträge in Xing-Gruppen rausgeschickt. Warum das so ist? Weil das schon immer so ist!</p>
<p>Und früher war sowieso alles viel besser: Da wurden nämlich klassische Flyer und Broschüren verteilt, Werbebriefe verschickt und Anzeigen in Zeitungen und Magazinen geschaltet. Alles schön kontrollierbar und von mindestens 5 Verantwortlichen im Unternehmen freigegeben. Diese Form des Marketings war zwar richtigrichtigrichtig teuer, aber dafür erwarteten die Unternehmen höchstens Überraschungen wie die niedrige/hohe Response-Quote des letzten Mailings. Oder die große/kleine Reichweite der letzten ganzseitigen Anzeige in einer Tageszeitung. Der Dialog mit dem Kunden fand ausschließlich via Telefon und Mail statt &#8211; Unternehmen hatten die volle Kontrolle und in den meisten Fällen sogar die absolute Informationshoheit.</p>
<h3>&#8230; doch dann kam Social Media! Schock!</h3>
<p>Dieser Schock ist noch dazu kein kleiner Schock für Unternehmen, die noch in der alten Marketingdenke verhaftet sind. In einem solchen Unternehmen wird nach vielen internen Diskussionen eine Facebookseite ins Leben gerufen und jemand im Unternehmen bestimmt, der sich um diese Seite kümmert. (Nein, ich bemühe nun nicht den Praktikanten oder den Azubi, der als einzige Qualifikation für diesen Job sein geringes Alter mitbringt ;o)) Und dann zündet der Social Media-Schock in drei Erkenntnis-Stufen:</p>
<ul>
<li><strong>Erkenntnis 1: Wäää, unsere Kunden reden MIT uns!</strong><br />
Ist das nicht furchtbar, Kunden, die mit einem Unternehmen REDEN! Wo kommen wir denn da hin! Die Kunden geben Feedback &#8211; manchmal gut, manchmal schlecht. Sie stellen Fragen. Und sie interessieren sich für geschäftliche Hintergründe! Oh nein! Nun tauchen erste panische Fragen auf: Wer soll diese Fragen beantworten? Was können wir sagen und was nicht? Wer gibt die Freigabe für die Antworten? Und was werden die Mitarbeiter sagen, wenn sie unsere Statements auf Facebook lesen?</li>
<li><strong>Erkenntnis 2: Wäää, unsere Kunden reden ÜBER uns!</strong><br />
Oh nein, jetzt reden auf unserer Facebook-Seite Kunden über uns! Die kannten sich doch bisher gar nicht &#8230; was machen wir nun? Das ist nämlich brandgefährlich: Was da alles rauskommen könnte! Wem müssen wir nun alles sagen, dass da Kunden über uns reden? Dass wir im Fokus eines Gespräches oder einer Diskussion stehen? Mischen wir uns ein oder lesen wir einfach nur mit? Wenn wir uns einmischen &#8211; wie genau sollen wir uns einmischen? Oder sollen wir besser alles löschen?</li>
<li><strong>Erkenntnis 3: Wäää, unsere Kunden reden OHNE uns!</strong><br />
Ach du liebes bisschen: Da schickt einer unserer Lieferanten einen Link zu einem Forum, in dem über uns geredet wird. Dürfen die das? Einfach so? Haben die irgendjemanden im Unternehmen gefragt, ob die dort über uns reden dürfen? Müssen wir jetzt etwas dazu schreiben? Oder die Rechtsabteilung beauftragen? Den Forumbetreiber abmahnen?  Was wäre passiert, wenn wir das nicht gemerkt hätten? Himmel, wir dürfen gar nicht darüber nachdenken, dieses Social Media ist echt Teufelszeug! Macht das weg!</li>
</ul>
<p>Sie haben nun schallend gelacht? Ich auch ;o)) Aber erst im Nachhinein. Denn in den Situationen, in denen ich das hier Beschriebene teilweise persönlich erlebt habe, war mir nicht zum Lachen zu mute. Ich war eher entsetzt: Entsetzt darüber, wie viele Unternehmen bis heute nicht erkannt haben, dass ihre alten Marketingstrategien nicht mehr funktionieren. Dass sie nicht bemerken (wollen?), dass ein Umdenken im gesamten Unternehmen erforderlich ist, wenn man als Unternehmen in den &#8222;neuen Zeiten&#8220; mithalten und seinen Platz am Markt behaupten will. Und dass Unternehmen nicht begreifen, dass mit der Einführung einer Marketingstrategie, die auch Social Media beinhaltet, ein hoch komplexer Change-Management-Prozess in Gang gesetzt wird, der das ganze Unternehmen umkrempeln wird. Ganz gleich, ob die Geschäftsleitung und das Management das gut finden oder nicht. Und dass dieser Prozess auch in Gang kommt, wenn das Unternehmen Social Media zu 100% ignoriert.</p>
<h3>Alles wird gut.</h3>
<p>Am Ende dieses Prozesses könnten Unternehmen stehen, die transparent und in klaren Verantwortlichkeiten arbeiten, flache Hierarchien haben und vom offenen Dialog umfassend profitieren. Unternehmen, die Social Media nicht nur für den Dialog mit den Kunden nutzen, sondern mit Social Media auch intern ihre Gesprächskultur und Informationspolitik optimieren. Warum ich das als Vision schreibe? Weil es für die meisten Unternehmen zurzeit noch eine Vision ist &#8211; und nicht die gelebte Wirklichkeit. Doch ich glaube ganz fest daran, dass das Werkzeug Social Media in JEDEM Unternehmen gewinnbringend eingesetzt werden kann &#8211; und zwar gewinnbringend für Kunden, Interessenten, Management, Geschäftsführung und die Mitarbeiter! Allerdings setzt es voraus, dass sich Unternehmen auf die anstehenden Veränderungen einstellen, sich offen zeigen für Neues, sich ausprobieren und mutig sind.</p>
<p>Was denken Sie? Woran kann es liegen, dass sich so viele Unternehmen scheuen vor einem echten Dialog? Wie schätzen Sie Ihr Unternehmen ein? Ich freue mich auf Ihr Statement, Ihren Input und Ihre Ideen ;o))</p>
<address>Bildquellenangabe: <a href="http://www.pixabay.com">www.pixabay.de</a></address>
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