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	<title>Annette Schwindt Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Annette Schwindt Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Blogkrise: Teil 2 des Gesprächs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2016 07:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Christa persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schwindt]]></category>
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		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>HILFE, wir haben eine Blogkrise – Teil 2 Annette Schwindt von schwindt-pr und ich haben in Annettes Blog am 1.2.2016 ein Gespräch veröffentlicht, in dem es um unsere gemeinsame Blogkrise ging &#8211; wir steck(t)en nämlich beide sehr tief drin und haben deswegen mal laut über den Sinn und Unsinn unserer Bloggerei nachgedacht. Hier kommt nun der zweite [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>HILFE, wir haben eine Blogkrise – Teil 2</h2>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-9761 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/Amulanz-im-Notfalleinsatz.jpg" alt="Amulanz im Notfalleinsatz" width="300" height="153" />Annette Schwindt von schwindt-pr und ich haben in Annettes Blog am 1.2.2016 ein Gespräch veröffentlicht, in dem es um unsere gemeinsame Blogkrise ging &#8211; wir steck(t)en nämlich beide sehr tief drin und haben deswegen mal laut über den Sinn und Unsinn unserer Bloggerei nachgedacht.</p>
<p>Hier kommt nun der zweite Teil des Gesprächs:</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-9747" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/Annette.png" alt="Annette Schwindt" width="100" height="100" />Unser Gespräch in Sachen Blogkrise scheint einen Nerv getroffen zu haben. Auf allen Kanälen haben sich &#8222;Leidensgenossen&#8220; gemeldet und allein der Blogartikel hat fast 20 zum Teil sehr ausführliche Kommentare bekommen. Darunter auch eine Einladung, uns an der Blogparade von Meike Leopold &#8222;<a href="http://www.start-talking.de/blogparade-erfolgreich-bloggen-ohne-eigenes-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bloggen ohne Blog</a>&#8220; zu beteiligen. Was sagst du zu dieser Resonanz?</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-9753" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/christa.png" alt="Christa Goede" width="100" height="100" />Ja, das war echt toll – ich habe mich sehr darüber gefreut! Vielleicht sollten wir mit diesem zweiten Teil des Gesprächs an Meikes toller Blogparade teilnehmen? Ich fände die Idee super, was denkst du?<br />
Das Feedback betrachte ich gerade aus zwei Blickwinkeln: A-tens finde ich es gut, dass wir nicht alleine sind. 😉 Die Stimmen zeigen auch, dass es eine ganz natürliche Entwicklung zu sein scheint, wenn man ab einem gewissen Punkt am eigenen Blog zweifelt und auch ein bisschen an ihm verzweifelt. Auf der anderen Seite scheint es aber auch Leute zu geben, denn Bloggen immer und grundsätzlich leicht fällt – und das in einer Qualität, die Preise abräumt. Das macht mich schon ein bisschen neidisch, denn für mich ist Bloggen oft auch oft harte Arbeit, die mir natürlich Spaß macht, die aber manchmal nicht ganz so leicht von der Hand geht.<br />
B-tens wird mir gerade mal wieder klar, dass nichts sicher ist in diesem Ding, das sich <span id="more-9745"></span>Internet nennt: nicht mal mein eigenes Blog, mein Baby, mein Herzstück! „My Blog is my castle? Das ist vorbei!“ – so umschreibt Meike dieses Phänomen in ihrer Blogparade.<br />
Was für eine gruselige Erkenntnis! Vielleicht war ich in den letzten Monaten tatsächlich zu unflexibel, was meine eigene Internetpräsenz angeht: Ich bin eventuell zu sehr verbandelt mit meiner eigenen Plattform, mit meinen Themen, meinen Botschaften. Ich sollte wohl wieder freier werden in meiner Themenwahl und den Plattformen, auf denen ich schreibe! Aber an diesem Punkt habe ich noch nicht fertig gedacht, denn neben der eigenen Lust und Laune wären da ja auch noch Dinge wie meine Sichtbarkeit, die Interessen meiner Kunden und Interessenten – und natürlich die Tatsache, dass ich Content von hoher Qualität nicht so gerne auf anderen Plattformen präsentiere. Aber vielleicht ist meine Denke gerade total 2005. 😉<br />
Was hat die Resonanz bei dir bewirkt?</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-9747" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/Annette.png" alt="Annette Schwindt" width="100" height="100" />Okay, dann wird das hier der Beitrag für Meikes Blogparade. 🙂 Sie schrieb ja, dass unser erster Beitrag da schon gut dazu gepasst hat, dann wollen wir das hier mal vertiefen: Ich glaube nämlich nicht, dass &#8222;My blog is my castle&#8220; vorbei ist.Das Problem liegt m. E. nicht an der Form des Blogs an sich, sondern an folgender Frage: Startet man als Blogger mit einem thematischen Anliegen und baut den Rest drum herum auf, oder startet man mit dem Anliegen Geld zu verdienen, sucht sich dafür eine Nische und publiziert (um des Publizierens willen) auf den gerade angesagtesten Plattformen? Im letzteren Fall wäre ein Blog ja nur eine von vielen Möglichkeiten und ggf. zu vernachlässigen. Im ersten Fall &#8211; zu dem ich mich auch zähle &#8211; ist das Blog das Herzstück des Ganzen und kann nicht weg.<br />
Warum ich dann neuerdings auch über Facebook-Notizen veröffentliche? Weil in meinem Fall viele Leser via Facebook in mein Blog kommen, um etwas über &#8211; tadaa &#8211; Facebook zu lesen. Diesen Weg kann ich für flüchtige News wie neue Funktionen &#8211; wie schon im ersten Teil unseres Gesprächs beschrieben &#8211; über die Facebook-Notizen abkürzen und dann einfach im Blog per Linkliste zusammenfassen. Für meinen Fall ergibt das so ein sinnvolles Gesamtkonzept. Das gilt deswegen aber nicht für jeden.<br />
Was das Schreiben auf weiteren Plattformen angeht, so hab ich dafür ehrlich gesagt keinen solchen passenden  Anwendungsfall gefunden. Klar könnte ich jetzt noch Sachen via LinkedIn oder Medium raushauen. Ich veröffentliche aber lieber etwas in Onlinemagazinen oder gar Print (uuaaah!), wo ich auch andere als meine Filterblase erreiche. Das lässt sich wiederum gut mit meinem Blog koppeln. Du siehst also, ich komme immer wieder auf meine Basis (wie ich mein Blog nenne) zurück.<br />
Wie ist das bei Dir?</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-9753" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/christa.png" alt="Christa Goede" width="100" height="100" />Mein Blog dient dazu, meine Sichtbarkeit zu vergrößern, in dem ich Know-how aus meinem Spezialgebiet – der digitalen Kommunikation – auf eine humorige, klare Art aufbereite und teile. Das Blog ist also mein Akquise-Kanal, über den die Kunden zu mir finden.<br />
Bei fremden Plattformen stelle ich mir die Frage, ob ich das dort genau so gut hinkriegen würde wie in meinem Blog. Außerdem behagt es mir nicht, dass ich damit teilweise die Kontrolle über meine Inhalte abgeben und für Traffic auf fremden Seiten sorgen würde. Doch ich denke trotzdem darüber nach, wie ein solches, um andere Kanäle erweitertes Akquise-Konzept aussehen könnte: Welche Inhalte eignen sich? Welche Plattformen möchte ich testen? In welchem Abstand möchte ich fremde Kanäle bespaßen? Denn ohne tiefer gehende konzeptionelle Überlegungen möchte ich ein solches Projekt nicht starten. Gegen thematisch passende Anfragen von Printmagazinen hätte ich in der Zwischenzeit aber nichts einzuwenden.<br />
Außerdem lockt mich der Gedanke an eine freie Blogkategorie-Spielwiese: <a href="http://www.sinnundverstand.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wibke Ladwig</a> hat mich mit ihren Facebook-Kommentaren zu unserem 1. Gesprächsteil auf „Schöner Motzen“ gebracht. In dieser neuen Blogkategorie könnte ich mir Aufreger vorknöpfen. 😉 Thematisch würde ich diese Aufreger in den Bereichen digitale Kommunikation, Authentizität und Sprache verorten, denn dann wäre ich inhaltlich wieder bei meinen Themen. In meinem Blog finden sich ja bereits einige Texte zu Themen wie der <a href="https://www.christagoede.de/authentizitaet-in-der-werbung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mangelnden Authentizität in der Werbung</a>, der <a href="https://www.christagoede.de/ueber-gute-menschen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sinnlosigkeit des Wortes „Gutmensch“</a> oder der <a href="https://www.christagoede.de/realitaet-vs-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sprachlichen Verrohung in den Sozialen Netzwerken</a>.  Alles spannende Themen, die mich sehr interessieren, und bei denen die Zugriffszahlen auf die Artikel ganz okay waren. Auf diese Weise könnte ich mein Blog weiter als „Castle“ oder „Basis“ benutzen. Ich könnte mich dort ausprobieren und rumspielen – etwas, was ich ja sowieso sehr gerne tue. 😉<br />
Wie wichtig ist für dich der Spaß an der Bloggerei?</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-9747" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/Annette.png" alt="Annette Schwindt" width="100" height="100" />Sehr wichtig! Ich habe mein Blog nicht zum Geldverdienen gestartet, sondern weil ich meine Reise ins Social Web dokumentieren wollte. Dass sich daraus mal Beratungsanfragen und andere Veröffentlichungen ergeben, über die ich dann auch Geld verdiene, war nicht geplant. Mit der Zeit hat sich mein Blog zu meinem Aushängeschild entwickelt, über das mich die Leute finden.<br />
Über 80 % meiner Leser kommen via Suchmaschine. Von denen, die via Social Media kommen, stammen wiederum über 90 % aus Facebook, wo meine Blogposts am meisten weitergesagt werden und ich eine rege Fangemeinde auf meiner Seite habe. Letztere direkt in Facebook abzuholen, teste ich jetzt mit Notizen zu flüchtigen Facebook-Themen. Die langfristig interessanten bleiben im Blog und werden via Facebook nur weitergesagt.<br />
Ich blogge nach wie vor, weil es mir Spaß macht, mich mit anderen über digitale Kommunikation auszutauschen. Meine Themen entstehen meistens aus Fragen, die an mich herangetragen werden, und aus den daraus entstehenden Gesprächen. So wie dieser Beitrag hier auch aus unseren Gesprächen woanders bzw. den darauf folgenden Kommentaren entstanden ist. Das funktioniert sicher auch anderswo als im Blog, aber die Diskussion beschränkt sich dann möglicherweise auf die Nutzer der betreffenden Plattform. Im Blog kann sich normalerweise jeder einbringen.<br />
Ob es für Dich sinnvoll ist, woanders zu publizieren, kommt also stark darauf an, von wo Deine Blogbesucher kommen und ob es dort spezielle Themen gibt, mit denen Du sie dort direkt abholen kannst. Soweit ich das von außen sehen kann (similarweb.com hilft), kommen immerhin rund 17 % via Social Media zu Dir. Wenn dabei jetzt eine bestimmte Plattform hervorsticht und Du dort ein spezielles Thema hättest, das Dir im Blog nicht furchtbar fehlen würde, dann versuch‘s doch mal.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-9753" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/christa.png" alt="Christa Goede" width="100" height="100" />Die Zahlen von Similarweb für mein Blog stimmen nicht ganz, aber die Tendenz ist richtig.<br />
Direkt abholen ist eine gute Idee, Annette, das werde ich auch mal ausprobieren bei meinen Facebookthemen!<br />
Doch weißt du, was das Beste ist? Dieses Gespräch hat in meinem Kopf ganz viele Bretter beseitigt – die Gedanken fließen wieder frei. Mein Genervtsein vom Blog ist neuem Tatendrang gewichten, das ist total cool – ähnlich wie bei dir. Hoffentlich ging es anderen auch so, die unser zweiteiliges Gespräch lesen.<br />
Und wer weiß, vielleicht reden wir ja bald noch mal öffentlich über ein anderes Thema?</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-9747" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/02/Annette.png" alt="Annette Schwindt" width="100" height="100" />Ja, gerne!</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>Über meine Gesprächspartnerin:</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Annette Schwindt/<a href="http://www.beckstage.biz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebecca Hammer</a></pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Annette Schwindt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2015 07:47:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schwindt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[schwindt-pr]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Authentizität ja, aber bitte mit Empathie.&#8220; Annette Schwindt kenne ich &#8211; Überraschung ;o)) &#8211; aus Facebook. Schon vor vielen Jahren fiel sie mir dort auf, weil sie dort sehr geduldig und detailreich Fragen zu den Funktionen des Sozialen Netzwerks beantwortete.  Ihr Blog lese ich bis heute gerne und lerne auch immer wieder etwas neues dazu! Mittlerweile bin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Authentizität ja, aber bitte mit Empathie.&#8220;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-8578" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/06/Annette-Schwindt.jpg" alt="Annette Schwindt" width="300" height="180" /><a href="https://annetteschwindt.digital" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Annette Schwindt</a> kenne ich &#8211; Überraschung ;o)) &#8211; aus Facebook. Schon vor vielen Jahren fiel sie mir dort auf, weil sie dort sehr geduldig und detailreich Fragen zu den Funktionen des Sozialen Netzwerks beantwortete.  Ihr Blog lese ich bis heute gerne und lerne auch immer wieder etwas neues dazu! Mittlerweile bin ich Teil von Annettes Netzwerk, wir telefonieren und chatten öfter mal und geben uns gegenseitig Tipps in Sachen Text, Websites und Social Media &#8211; und eines Tages treffen wir uns bestimmt auch mal persönlich *g*.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Ein Kunde hat mich mal gefragt: „Wie verkaufe ich mich authentisch?“ Dass da schon ein Denkfehler in der Ausgangsfrage steckt, hat er zuerst nicht verstanden&#8230; 😉<br />
Ich selbst kann gar nicht anders als echt und direkt. Umgekehrt brauche ich es auch klar und auf den Punkt. Wenn jemand herumschwurbelt,  kann ich das für mich nicht übersetzen. Wer mit mir zusammen arbeiten will, muss damit können, weiß dafür aber auch immer, woran er/sie ist. Beratersprech oder Schubladenlösungen gibt es bei mir nicht. Ich will <span id="more-8572"></span>nicht verkaufen, ich will anderen helfen, zu lernen, um sich dann langfristig gesehen selbst helfen zu können.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Ich kommuniziere mit meinen Lesern, Kunden und anderen Interessierten über meine Website samt Blog, über Facebook, Twitter, Google+, Instagram&#8230; über viele verschiedene Plattformen.<br />
Stilmittel? Zunächst mal was die jeweilige Plattform eben erfordert (Kürze auf Twitter, Bilder und Hashtags auf Instagram etc.).<br />
Mein Markenzeichen ist „Einfach Kommunizieren“. Das bedeutet zum einen, mich möglichst verständlich auszudrücken, und zum anderen, echte Gespräche zu führen. Mir fiel das lange gar nicht auf, es geht bei mir halt nur so, siehe Frage 1. 🙂  Doch dann hab ich mich irgendwann gefragt, warum die Leute zu mir kommen, wo es doch so viele Blogs zu denselben Themen gibt. In Gesprächen mit Freunden und Kollegen erkannte ich dann, dass es tatsächlich der klare Sprachstil und das Zuhören und Fragen beantworten sind, die den Unterschied ausmachen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist freie Journalistin und seit Jahren eine gut sichtbare Fachfrau in Sachen Social Media, die immer ein offenes Ohr für die Fragen anderer Menschen hat. Damit verdienst du aber erst mal kein Geld. Wer sind deine Wunschkunden und wie findest du sie?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Zuerst bin ich DPRG-geprüfte Beraterin für Kommunikation, wofür das Wissen aus meinem sprachwissenschaftlichen Studium und aus meiner Ausbildung zur Zeitungsredakteurin sehr hilfreich sind. Während meines anschließenden PR-Studiums habe ich mich bereits  auf Digital spezialisiert.<br />
Meine Kommunikation läuft auf verschiedenen Kanälen, darunter auch Social Media, die ja per se für den Dialog gedacht sind. Dort höre ich zu, versuche Fragen zu beantworten, oder ihnen mit meinen Lesern zusammen auf den Grund zu gehen. Dabei erkenne ich dann, was gerade für die Leser interessant sein könnte und verblogge das. Früher speisten sich daraus auch meine Printbücher, inzwischen habe ich das eingestellt und setze auf digitales Publizieren und freien Journalismus.<br />
Und natürlich fließt es in meine Beratungen ein, die meine Kunden wiederum deswegen vereinbaren, weil sie meine Veröffentlichungen (meist im Blog) überzeugend finden, oder ich ihnen wegen meiner Arbeit generell von jemandem empfohlen wurde. Das ist also alles miteinander verwoben.<br />
Meine Wunschkunden kommen aus dem kulturellen Bereich oder sind KMU, die nicht einem Hype hinterherrennen wollen, sondern lernen wollen,  wie sie ihre Kommunikation nachhaltig verbessern können und damit Vertrauen und nachhaltige Bindung schaffen, was sich dann auch im Umsatz niederschlägt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum ist es für manche Menschen so schwer, individuelle Wege zu beschreiten und zu den Facetten ihrer Persönlichkeit zu stehen?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Das frage ich mich auch oft&#8230; Ich selbst kann wie gesagt gar nicht anders. Was das angeht, ist es für mich schwer, mich in andere reinzuversetzen.<br />
Vielleicht sind sie so beschäftigt damit, auf vermeintlich wichtigere Leute zu schauen, und mit dem Strom zu schwimmen, dass sie gar keine Zeit haben, sich selbst kennenzulernen? Ich weiß es nicht&#8230;</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert  Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Ich sehe mich nicht als Unternehmerin. Dass mein Name mal zur Marke werden würde, war ja so gar nicht geplant gewesen. Dass das mal als Marke gesehen würde, war ja so gar nicht geplant gewesen. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich sehe, wie sich manche Leute meine Arbeit vorstellen. 🙂 Hier gibt es nur mich mit Laptop, Tablet und Smartphone bei mir zuhause und den täglichen virtuellen und lokalen Austausch mit meinen Lesern, Kunden und Kollegen. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mobil sein, also regle ich alles vor Ort oder online.<br />
Authentizität ja, aber bitte mit Empathie. Und damit meine ich echte Empathie, kein Schöngetue und Honig ums Maul schmieren. Wenn mir ein potentieller Kunde von Anfang an unsympathisch ist, dann nehme ich ihn auch nicht an. Das würde uns sonst beiden nichts bringen. Umgekehrt hat sich aus so manchem Kundenverhältnis ein dauerhafter vertrauensvoller Kontakt ergeben, der von beiden Seiten wertgeschätzt und immer weiter gepflegt wird.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>AS:</strong><br />
a. Transparent – Wer authentisch ist, der kann andere sehen lassen, wer er ist.<br />
b. Direkt – Wer authentisch ist, ist unmittelbar und  unverstellt.<br />
c. Glaubwürdig – Wer authentisch ist, dem kann man leichter vertrauen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum werden öffentliche Gefühlsausbrüche von Persönlichkeiten heute besonders geschätzt? Der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AX5m5swD-QU" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wutausbruch von Bundesaußenminister Steinmeier </a>hat viel öffentliche Bewunderung erfahren und  ist zum echten Youtube-Hit geworden mit mittlerweile mehr als 2,6 Mio. Klicks.</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Weil man so einen Gefühlsausbruch schwer vortäuschen kann. Authentischer und echter geht’s kaum. Es ist menschlich und individuell statt austauschbar und anonym. Und genau das wollen wir doch: Den Menschen sehen und keinen Roboter.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessenten Käufer machen?</em></p>
<p><strong>AS:</strong> Jesses, „unternehmerische Strategien“&#8230; Das ist mir schon viel zu meta. Die Unternehmen sollten einfach zurück zur guten alten Kommunikation, die leider durch den Marketinghype hops gegangen ist, jetzt aber durch das Social Web wieder zum Tragen kommt. Wer seinen Job (sein Produkt, seine Dienstleistung) gut macht und das vernünftig kommuniziert und die Leute in ihren Bedürfnissen wahrnimmt und zuhört, der wird gewinnen. Das war schon immer so und wird sich auch durch neue Kanäle nicht ändern. Digitale Kommunikation ist, was wir daraus machen.</p>
<p><em><strong> CG:</strong> Danke dir, liebe Annette, für deine Antworten ;o))</em></p>
<hr />
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Annette Schwindt</pre>
<p>The post <a href="https://www.christagoede.de/im-interview-annette-schwindt/">Im Interview &#8211; Annette Schwindt</a> appeared first on <a href="https://www.christagoede.de">Christa Goede</a>.</p>
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