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	<title>Storytelling Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Storytelling Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Carsten Rossi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 07:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.&#8220; Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie &#8222;#ichbinhier&#8220; hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.&#8220;</em></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13996 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Carsten-Rossi-lacht-430x228.jpg" alt="Carsten Rossi lacht" width="430" height="228" /> Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie <a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;#ichbinhier&#8220;</a> hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er streitet auf hohem Niveau und verliert dabei nie die Contenance &#8211; das finde ich ziemlich prima 😉 Außerdem mag ich die Arbeiten seiner Agentur, denn er schafft mit seinen Unternehmensgeschichten den Grenzgang zwischen Authentizität, PR und Werbung. Der Blick in die Referenzliste von Kamann Rossi lohnt sich! Danke, Carsten, für deine spannenden und detailreichen Antworten.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist einer der Geschäftsführenden der <a href="http://www.kammannrossi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur Kammann Rossi</a> – für eure tollen Corporate Marketing und Corporate Publishing-Projekte seid ihr schon mehrfach ausgezeichnet worden. Als Privatperson nimmst du in den Sozialen Netzwerken kein Blatt vor den Mund und äußerst dich politisch zu verschiedenen Themen. Wie viel von diesem „streitbaren Carsten“ nimmst du mit zu deinen Kunden und in deine tägliche Arbeit?</em></p>
<p><strong>CR:</strong> Kommt drauf an, ob Du die Haltung meinst oder den Inhalt. Ich streite mich gerne konstruktiv, also beziehe ich normalerweise recht offen Position, wenn ich von meiner Meinung überzeugt bin. Das ist in meinem Privatleben wie bei meinen beruflichen Aufgaben so. Als kreativer Berater wird das Gottseidank in den meisten Fällen auch von mir erwartet! Und dort, wo das nicht der Fall ist, wo sie nur Ausführer oder Jasager brauchen, sind wir als Agentur meistens auch nicht sehr lange tätig. Die setzen uns dann schnell vor die Tür oder wir geben entnervt auf und suchen das Weite.<br />
Inhaltlich ist das häufig schon eher ein Spagat: Ich nehme bei einem Agentur-Lunch, bei dem es zu politischen Themen kommt, sicherlich kein Blatt vor den Mund, sondern äußere meine Meinung klar und deutlich im Rahmen der gesellschaftlich akzeptierten Umgangsformen. Und sollte ich einmal auf einen Gesprächspartner treffen, der meine gesellschaftlichen Kernwerte, die man nach alter Klassifikation wohl am ehesten als linksliberal bezeichnen könnte, gar nicht akzeptieren kann, würden wir wohl nicht lange zusammenarbeiten.<br />
Anders ist das aber bei fachpolitischen Diskussionen, wo wir als Gesellschaft noch einen Konsens finden müssen, z. B. in der<span id="more-13985"></span> Verkehrspolitik. Wir arbeiten viel für die Automobilindustrie, obwohl ich persönlich kein großer Freund vieler Konzepte der individuellen Mobilität mehr bin. Aber diese beiden Positionen bzw. Interessenlagen sind nicht grundsätzlich unvereinbar miteinander, sondern wir müssen mittelfristig einen sozial akzeptablen Kompromiss finden. Also laufe ich jetzt nicht dauernd beim Kunden rum und sage allen, dass sie bei manchen Themen meiner Meinung nach auf dem Holzweg sind. Beide Positionen sind aktuell valide und wir müssen sehen, was die Zukunft bringt.<br />
Hinzu kommt, auch wenn das vielleicht etwas vermessen klingt, dass ich meinen Job, also den PR-Teil, auch durchaus anwaltlich verstehe. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen im gesellschaftlichen Diskurs eine Stimme zu geben, die gehört wird und die so in die Meinungsbildung einfließt. Und wie ein Anwalt immer das Beste für seinen Mandanten erreichen soll, auch wenn er dessen Handlungen nicht immer persönlich billigt, so muss ich die für Wirkung der Kommunikation meiner Kunden sorgen – ob ich das Argument nun teile oder nicht. Ich will meinen Job um Gottes willen nicht ethisch überhöhen, aber die Metapher hilft mir manchmal in schwierigen Situationen. Dann streite ich mich eben mal FÜR die anderen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13995" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Carsten-Rossi-bei-Stromausfall-430x247.jpg" alt="Carsten Rossi bei Stromausfall" width="430" height="247" />CR: </strong>Für mich persönlich eine große: Ich muss ich sein dürfen, um mich wohlzufühlen und gute Arbeit zu machen. Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten. Das Produkt muss Regeln gehorchen, sich am Markt oder an der CI orientieren, aber nicht schon der kreative Prozess. Zu viele Regeln zu Beginn führen nur ins Mittelmaß. Insofern muss man nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Persönlichkeit(en) akzeptieren. Das ist nicht böse gemeint, einfach nur eine Wahrheit: In meiner Branche arbeiten wir als Menschen zusammen und müssen deshalb als Menschen gut zueinanderpassen, uns ergänzen und respektieren. Vielleicht sollte ich aber noch hinzufügen, dass ich eigentlich ganz gut auszuhalten bin: Ich bin kein kreativer Wahnsinniger oder arroganter Berater, der will, dass alle vor ihm niederknien. Respekt voreinander ist enorm wichtig und dazu gehören Freundlichkeit und Zivilisiertheit.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …</em></p>
<p><strong>CR:</strong> a. Überzeugungen<br />
b. Transparenz<br />
c. Mut<br />
Authentizität ist eine Wirkungskette: Zunächst einmal braucht es Überzeugungen und Werte, die „unveräußerlich“ sind und die die Basis meiner Kommunikation darstellen. Wenn die schon verhandelbar sind, wird es schwer, überhaupt Glaubwürdigkeit aufzubauen. Danach braucht es den Willen zur Transparenz. Ich muss darüber reden und eine Stimme haben oder meine Überzeugungen gar tätig umsetzen wollen. Sonst können sie keine Wirkung entfalten und niemand sieht, wofür ich stehe. Und als Letztes braucht es den Mut, diese Haltung auch dann zu kommunizieren und zu leben, wenn sie mir schadet, wenn ein Preis dafür zu entrichten ist. Authentizität beweist sich vor allem in der Krise.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Wird sie das denn wirklich? Von vielen? Wenn das so wäre, wären die meisten FMCG-Influencer und ihre absurd hohen Followerzahlen doch gar nicht möglich, oder? Ich habe den Eindruck, dass Authentizität häufig mit stilistischer Integrität verwechselt wird. Natürlich muss ein Produkt zum (visuellen, verbalen) Stil eines Influencers passen, um überhaupt wirksam zu sein, um glaubwürdig verkauft zu werden. Ein allzu großer Bruch gibt beide, Produkt und Influencer, der Lächerlichkeit preis. Das ist Kommunikationshandwerk. Aber ein Stil ist doch noch keine Überzeugung. Überzeugungen und Werte spielen häufig gar keine Rolle in der Marketing-Kommunikation. Sie werden sogar bewusst außen vor gehalten, um Türen nicht zu früh zu schließen. Und erfolgreich sind diese Influencer dann trotzdem, obwohl jeder halbwegs intelligente Mensch merkt, wie viel Fake in manchen Posts steckt. Wir leben zurzeit nicht in einer Welt, die Authentizität schätzt, sondern in einer, die bruchlose Inszenierung bevorzugt. Das sind zwei unterschiedliche Dinge, die meines Erachtens nicht verwechselt werden dürfen. Zwar ist der Wandel schon spürbar, der Überdruss am Status quo. Kluge Menschen werden besser darin, Inszenierung von Realität zu trennen. Bisher sind das aber eher die „early Adopter“, die das schon leben und einfordern. Authentizität ist die Zukunft, nicht die Gegenwart.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Wege und Methoden gibt es für große Unternehmen, diesen Wunsch nach mehr Authentizität Realität werden zu lassen?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-13997 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/05/Projekt-der-Deutschen-Bahn-echt-zeit-430x242.jpg" alt="echt-sein - ein Projekt der Deutschen Bahn" width="430" height="242" />CR: </strong>Wie oben gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob dieser Wunsch aktuell wirklich existiert. Aber wenn ein Unternehmen Authentizität schon jetzt wirklich leben will, dann muss es seine Werte bis zum bitteren Ende vertreten, also nicht nur haben und kommunizieren, sondern den Mut besitzen, dafür zu bluten und im Gegenwind zu stehen. Im besten Falle geht das über Kommunikation und ein bisschen Shitstorm hinaus. Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=koPmuEyP3a0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gillette-Kampagne „The best man can be“</a> war mutig, aber so was versandet schnell. Und pro Jahr eine Million zu spenden, tut denen auch nicht unbedingt weh. <a href="https://www.media.volvocars.com/global/en-gb/media/pressreleases/249678/volvo-cars-to-impose-180-kph-speed-limit-on-all-cars-to-highlight-dangers-of-speeding" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volvo, mit seiner Ankündigung, seine Autos bei 180 km/h anzuriegeln,</a> geht da einen ganzen Schritt weiter – die werden tätig, verändern ihr Produkt und nehmen in Kauf, dass sie für bestimmte Käuferschichten langfristig nicht mehr akzeptabel sind.<br />
So opahaft das klingt: In Sachen Authentizität gibt es nichts Gutes, außer man tut es. Der Rest ist Kommunikationshandwerk: Lasst echte Menschen möglichst unzensiert Geschichten erzählen, die für eure Werte stehen. Marken und Unternehmen sind als Absender per se nicht besonders glaubwürdig. Sie brauchen immer die Unterstützung der Menschen, die für sie arbeiten. Deshalb arbeite ich zurzeit auch so frenetisch an unserem Storytelling-Framework: Geschichten mit Menschen im Fokus sind eine der wichtigsten Kommunikationstaktiken der nächsten 10 Jahre. Das Vertrauen in Organisationen ist weitestgehend dahin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Wir haben eine <a href="https://www.kammannrossi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>, einen <a href="https://www.kammannrossi.de/blog?hsLang=de-de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>, nutzen <a href="https://www.instagram.com/kammannrossi/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Instagram</u></a>, <a href="https://www.linkedin.com/in/carstenrossi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LinkedIn</a>, <a href="https://www.facebook.com/kammannrossi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook </a>und <a href="https://twitter.com/KammannRossi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>. Im Fokus stehen davon zurzeit Website, Blog und LinkedIn. Der Blog liefert uns den Content, mit dem wir auf LinkedIn Menschen überzeugen wollen, sich näher mit uns auseinanderzusetzen. Auf der Website können sie dann z. B. anhand von Referenzprojekten gucken, ob wir inhaltlich und fachlich zu ihnen oder ihrem Projekt passen. Unser Stil setzt dabei schon stark auf Authentizität und Einblick in die Agentur, die sehr oft durch mich repräsentiert wird. Wahrscheinlich sind wir auch deshalb so stark auf Veranstaltungen und Seminaren präsent. Ich halte bestimmt 30-40 Vorträge und Workshops im Jahr. Da kann man die Agentur und mich gut und live kennenlernen.<br />
Wir gehen auch gerne mit einer klaren Position in Diskussionen, geben die aber offen auf, wenn wir unrecht hatten. Wir sind streitbar, aber ehrlich. Viele Berater sind da viel akademischer am Start – die versuchen einen Überblick über den Stand der Dinge zu geben, Orientierung zu schaffen. Dazu bin ich zu ungeduldig. Ich hau‘ gerne mal einen raus und gucke was passiert. Diese Spontanität gehört zu uns und hat uns durchaus auch schon geschadet. Das gehört aber wie gesagt zur Authentizität dazu – dieser Mut, auch mal zu verlieren. Unsere Karnevalsbilder bringen uns hingegen gottseidank meistens Sympathie ein, egal wie albern wir aussehen. Wobei ich mich noch an einen Fall erinnere, da haben wir einen Job bei Siemens nicht bekommen, weil wir dem damaligen Leiter Unternehmenskommunikation zu frivol waren. Um mir das zu sagen, hat der mich extra nach München kommen lassen … 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus interessierten Menschen Auftraggeberinnen und Auftraggeber machen?</em></p>
<p><strong>CR: </strong>Darüber gibt es eine Menge schlauer Bücher, ich kann da nur die Kommunikationsperspektive beitragen: Such dir eine haltbare, zahlenmäßig ausreichende Zielgruppe aus und sei für die der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Denn die Öffentlichkeit fragmentiert sich immer mehr – es ist unmöglich, es allen recht zu machen. Such dir aus, wer zu dir passt, zu wem du passt und dann sei ein verlässlicher Partner, Berater, Dienstleister, Bedürfniserfüller. Deine Zielgruppe muss wissen, was sie an dir hat und wofür du stehst.<br />
Das klingt banal, hat aber einen Haken: Dein Wachstum ist gedeckelt durch die Größe dieser Zielgruppe. Ohne Schaden für Unternehmen und Marke kannst du nicht einfach eine neue Gruppe von Stakeholdern erschließen. Doch das Zeitalter des unbegrenzten Wachstums ist meines Erachtens vorbei, ökologisch und ökonomisch. In Zukunft musst du jemand sein, nicht irgendwer. Authentisch eben.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Carsten Rossi</pre>
<p>The post <a href="https://www.christagoede.de/im-interview-carsten-rossi/">Im Interview &#8211; Carsten Rossi</a> appeared first on <a href="https://www.christagoede.de">Christa Goede</a>.</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Wibke Ladwig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2015 10:27:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Herbergsmütter]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web Ranger]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Wibke Ladwig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;An Teflon rutscht man ab.&#8220; Wibke ist mir schon vor vielen Jahren im Internet über den Weg gelaufen &#8211; als ich Patin für Worte auf ihrer Wortweide wurde. Real getroffen haben wir uns erst ein einziges Mal! Ich bin großer Fan von Wibkes Arbeit, denn sie ist sehr persönlich und berührt mich oft emotional. Unvergessen zum [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;An Teflon rutscht man ab.&#8220;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8442 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_geheimwaffe-kl.jpg" alt="Wibke und der Findelkraken" width="400" height="203" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_geheimwaffe-kl.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_geheimwaffe-kl-300x152.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wibke ist mir schon vor vielen Jahren im Internet über den Weg gelaufen &#8211; als ich Patin für Worte auf ihrer Wortweide wurde. Real getroffen haben wir uns erst ein einziges Mal! Ich bin großer Fan von Wibkes Arbeit, denn sie ist sehr persönlich und berührt mich oft emotional. Unvergessen zum Beispiel, wie sie einen kleinen Plüschkraken auf der Straße gefunden hat &#8230; hach! Aber dazu erzählt sie selbst gleich mehr:</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Ohne Authentizität wäre meine Arbeit nicht denkbar. Zumindest wenn man den Begriff im eigentlichen Sinne versteht, nämlich hergeleitet <a title="Link zur Herleitung" href="http://www.zeno.org/Georges-1913/A/authenticus" target="_blank" rel="noopener">aus dem Lateinischen</a>: authenticus = verbürgt, zuverlässig, eigenhändig. Ich habe den Eindruck, Authentizität wird mitunter missverstanden: Die einen glauben, auf nichts mehr etwas geben zu müssen und marodieren entfesselt und affektgesteuert im Internet herum. Die anderen machen Authentizität an Attributen wie Mittagessen-Postings oder kontextlosen Selfies fest. Wie so oft bei Begriffen, die als Buzzwords wild in der Gegend herumgeschleudert werden, lohnt es sich, ihre Herkunft und Entwicklung zu betrachten. Wenig von dem, über das wir tagtäglich sprechen, ist wirklich neu. So ist es auch mit der Authentizität. (Nebenbei bemerkt: ein schlimmer Zungenverdreher.)<br />
Wenn wir Authentizität im Zusammenhang mit Marketing betrachten, geht es um eine Deckung von Markenversprechen und Inhalt. Und hier komme ich auf meine Arbeit zurück, in der es mir darum geht, mithilfe von Storytelling das Einzigartige und Unverwechselbare einer <span id="more-8392"></span>Marke oder einer Institution sichtbar zu machen. Das gilt natürlich auch für mich. Als Einzelunternehmerin bin ich durchaus auch ein Unternehmen mit einem Nutzungsversprechen. In meinem eigenen Interesse versuche ich das sehr klar und authentisch zu leben, denn dadurch finden meine Wunschkunden zu mir.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Social Media spielt in meinen Projekten eine große Rolle, weshalb ich auf verschiedenen Plattformen aktiv bin und auch neue Dienste recht früh daraufhin teste, ob sie für Kundenprojekte oder meine eigene Kommunikation Möglichkeiten bieten. Meine Basisstation ist meine <a title="Link zur Website" href="http://www.sinnundverstand.net/" target="_blank" rel="noopener">Website</a>, die allerdings in die Jahre gekommen ist und dringend einer Renovierung bedarf. Mein Großprojekt 2015, quasi. Dort blogge ich auch über Themen, die in direktem Zusammenhang mit meiner Arbeit stehen.<br />
Twitter und Facebook sind meine Großraumbüros und zugleich Denkarium, Dokumentationszentrum, Kaffeehaus und Kasperletheater. Dort kann man jederzeit den Wasserstand ablesen und erfährt, was mich umtreibt. Außerdem betreibe ich bei Facebook diverse Seiten für Projekte. Nicht mehr wegzudenken ist mein Büroleiter, der <a title="Link zum Findelkraken" href="https://www.facebook.com/findelkraken?fref=ts" target="_blank" rel="noopener">Findelkraken</a>, der inzwischen eine kleine Berühmtheit und etwa bei meinen Workshops heiß begehrt ist. Instagram ist mir ebenfalls fest ans Herz gewachsen wie Tumblr, wo ich diverse Blogprojekte pflege: <a title="Link zum persönlichen Blog" href="http://sinnundverstand.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener">mein persönliches Blog</a>, <a title="Link zum Kochblog" href="http://papperlahapp.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener">ein Kochblog</a>, <a title="Link zu Lakritzel" href="http://lakritzel.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener">Lakritzel </a>und <a title="Link zu Printtwitter" href="http://printtwitter.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener">#printtwitter</a>. Eine Weile hatte ich Ello sehr gern, aber momentan liegt dieser Acker der Kreativität brach. Vine, Spreaker, Slideshare, Youtube, Google+, Pinterest, Soundcloud, XING, LinkedIn – die Nutzung entscheidet sich weniger nach dem Dienst als vielmehr nach Inhalt und Publikum. Eine Auswahl meiner Accounts findet man bei sinnundverstand.flavors.me.<br />
Als Stilmittel setze ich gern wiederkehrende Elemente in Wort und Bild ein. Und hepp! Es gibt Geschichten, die sich durchziehen, Redewendungen, Wortspielereien – und meine Kritzeleien, mit denen ich seit einigen Jahren meine Blogbeiträge, Social-Media-Kanäle und auch meine Präsentationen garniere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8441 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_wiemachstdudas-kl.jpg" alt="Wibke macht das!" width="400" height="204" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_wiemachstdudas-kl.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_wiemachstdudas-kl-300x153.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><em><strong>CG:</strong> Als </em><a title="Link zur Website" href="http://www.sinnundverstand.net/" target="_blank" rel="noopener"><em>Social Web Ranger</em></a><em> entwickelst du Storytelling-Konzepte für Unternehmen, du hältst ganz wunderbare </em><a title="Link zum Video" href="https://www.youtube.com/watch?v=VNCHKxpsAO4" target="_blank" rel="noopener"><em>Vorträge auf der re:publica</em></a><em> und du organisierst mit den </em><a title="Link zu den Herbergsmüttern" href="http://herbergsmuetter.de" target="_blank" rel="noopener"><em>Herbergsmüttern</em></a><em> Events zur Kulturvermittlung und Kreativität. Außerdem bist du die Herrin über das Abendbrot und postest oft Fotos und Rezepte aus der Ladwig‘schen Küche, bei denen mir regelmäßig das Wasser im Mund zusammen läuft. Doch eins ist immer gleich: Man erkennt Wibke in allem, was du tust. Wie machst du das?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> *glucks* Öm. Schwierige Frage. Für mich selbst faszinierend, dass sich dafür sogar ein Begriff findet: <a title="Link zum Artikel" href="http://t3n.de/news/mega-trends-2015-585671/" target="_blank" rel="noopener">Profilagentin Kixka Nebraska bezeichnet das als „Digitale Szenografie“</a>. Ich denke, offen gesagt, nicht sehr viel darüber nach. In allen Äußerungen spiegelt sich lediglich mein Blick auf die Welt. Ich denke viel darüber nach, wie Menschen einander verständlich machen können und welche Rolle Kunst und Kultur, aber natürlich auch gepflegter Schabernack dabei spielen. Es geht natürlich auch um Haltung. Die sucht sich dann über alles, was ich mache, seinen Weg. Es ist mir wichtig, dass man erkennen oder immerhin ahnen kann, worum es mir geht, ohne dass ich es erklären muss. Show, don&#8217;t tell. Dass ich zum Storytelling als meinem Kernthema gefunden habe, ist kein Zufall. Ich sehe überall Geschichten, ob ich mit einem Unternehmen arbeite, über die Straße gehe oder koche.  Und Geschichten wollen vor allem eins: erzählt werden. Ob in Wörtern oder Bildern.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum ist es so schwer, individuelle Wege zu beschreiten und zu den Facetten seiner Persönlichkeit zu stehen?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Wenn einem selbst es eher leichtfällt, sich den anderen im So-Sein zuzumuten, ist man rasch verleitet, ein »Papperlapapp!« zu rufen und dasselbe von anderen zu verlangen. Die Gemengelage dürfte bei jedem eine andere sein. Ich schätze unsere Jetzt-Zeit, weil ich den Eindruck habe, dass wir unsere Lebensentwürfe selten so frei wählen konnten, gerade als Frau. Trotzdem begreife ich, dass es immer noch Zwänge gibt, die eine freie und selbstbewusste Entfaltung erschweren.<br />
Ich vermute aber auch, dass die Sorge vor Blamage und Ablehnung von einem eigenen Weg abhält. Dabei hat doch irgendjemand immer etwas zu bemängeln, egal was man tut. Man kann es nicht allen recht machen. Und wer würde das ernsthaft wollen? Aber in Ausbildung und Studium wird der eigene Ausdruck nicht unbedingt gefördert. Da spielen Kommunikationsstandards eine ebenso große Rolle wie Best-Practice-Beispiele, die munter kopiert werden. Persönlichkeit, Kreativität und individueller Ausdruck stehen zwar als Anforderung gern in Stellenbeschreibungen, aber spielen eher als Brosche am Revers eine Rolle.<br />
Wenn also sowieso immer jemandem etwas an uns zu bemängeln hat, kann man doch gleich so leben und arbeiten, wie man es selbst für richtig hält. »Ist der Ruf erst ruiniert, lebt&#8217;s sich völlig ungeniert.“  Ich konnte viel befreiter aufspielen, als ich diesen Spruch verinnerlichte und meinen eigenen Überzeugungen gefolgt bin. Umso erstaunlicher, dass sich daraus erst ein gewisser Ruf entwickelt hat. Aber ist das wirklich erstaunlich? Wenn man Menschen Ecken und Kanten gibt, können sie sich daran festhalten. An Teflon rutscht man ab.<br />
Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, die mit meinem Auftreten und meinen Inhalten nichts anfangen oder sich gar darüber empören können. Aber die positiven Erfahrungen überwiegen bei Weitem. Je weniger ich mich verbiege und je mehr ich meinen Überzeugungen und Ideen Ausdruck verleihe, desto erfreulicher werden die Begegnungen mit anderen Menschen wie auch die Projekte und Aufträge.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert  Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Ich verstehe Authentizität eher als Übereinstimmung von Schein und Sein. Als Unternehmerin fühle ich mich sogar verpflichtet, echt zu sein, also voll und ganz hinter meiner Arbeit zu stehen. Damit komme ich auch meiner eigenen Fürsorgepflicht nach: Ich kann nur so gut arbeiten, wie ich es tue, wenn ich mich nicht verbiegen muss. Denn das kostet Kraft, die ich lieber in meine Projekte oder in Zeit mit meinen Lieblingsmenschen, mit Pferden oder mit mir selbst gebe.<br />
Aus diesem Grund liegt mein Fokus auch auf Unternehmen mit einer gesunden Unternehmenskultur. Es gibt Unternehmen, für die ich niemals arbeiten werde. Mir persönlich geht es darum, mit ermutigenden, nachhaltigen und inspirierenden Projekten die Welt ein wenig besser zu machen und »die Richtigen« zu ermächtigen, den digitalen Raum für sich und ihre Ideen zu nutzen.</p>
<p><em><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8440 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_hm-kl.jpg" alt="Wibke denkt nach" width="400" height="203" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_hm-kl.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/wibke_hm-kl-300x152.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em><br />
a. Persönlichkeit<br />
b. Ausdruck<br />
c. Kreativität<br />
Meines Erachtens sind diese drei Begriffe eng miteinander verwandt. Authentizität nimmt man rasch als leer bis bedrohlich wahr, wenn man nicht »das eigentliche  Sein« erkundet und mit dem äußeren Schein übereinander bringt. Interessanterweise ist eine vorgetäuschte Authentizität recht gut spürbar, insbesondere in Social Media, wo die Unmittelbarkeit und Rasanz der Kommunikation wie auch die einfache Nachverfolgbarkeit von Äußerungen Brüche und Widersprüche zum Vorschein bringen.<br />
Man macht sich das Leben also schlicht einfacher, wenn man seine Persönlichkeit erforscht und ausprobiert, wie man diese zum Ausdruck und mit den unternehmerischen Zielen kreativ in Einklang bringen kann.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum werden öffentliche Gefühlsausbrüche von Persönlichkeiten heute besonders geschätzt? Der <a title="Link zum Video" href="https://www.youtube.com/watch?v=AX5m5swD-QU" target="_blank" rel="noopener">Wutausbruch von  Bundesaußenminister Steinmeier</a> hat viel öffentliche Bewunderung erfahren und  ist zum echten Youtube-Hit geworden mit mittlerweile mehr als 2,6 Mio. Klicks.</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Ich bin in einer Zeit politisch sozialisiert worden, als Leidenschaft und Persönlichkeit im Bundestag noch gang und gäbe waren. Unvergessen die Reden etwa eines Herbert Wehners. Deshalb nehme ich die Herrschaften in der aktuellen Politik als recht blutleer und bürokratisch wahr. Dass es gleich als Wutrede bezeichnet wird, wenn mal jemand etwas heftiger wird, finde ich fast komisch.<br />
Aus dem Politikbetrieb sind so selten Sätze zu hören, die hängen bleiben, dass sich in dem großen Interesse vielleicht eine Sehnsucht nach einem unbestimmten Mehr spiegelt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessenten Käufer machen?</em></p>
<p><strong>WL:</strong> Ich meine festzustellen, dass die Inhalte selbst mehr in den Mittelpunkt rücken. Jahrelang haben wir nun alle auf Technologien gestarrt. Andere haben iPads verlost oder waren auf Teufel komm&#8216; raus berufslustig. Es lag glücklicherweise auch immer wieder was Neues in der Werkzeugkiste, um die man trefflich herumstehen und fachsimpeln konnte. Und jetzt?<br />
Es wird immer klarer, dass die Digitalisierung und der damit verbundene Medien- und Kommunikationswandel Veränderungen in den Unternehmen erforderlich macht. Weil sich die Gewohnheiten und Bedürfnisse nicht nur der Kunden verändern, sondern auch der Mitarbeiter, Dienstleister und Geschäftspartner. Weil man nicht immer noch mehr zusätzlich oder nebenher machen kann, während man alle anderen Abläufe weiterlaufen lässt wie bisher. Weil in Ländern um uns herum viele Entwicklungen viel rascher und selbstverständlicher ablaufen als in Deutschland.<br />
Wer sich hier als Unternehmer seine Arbeitsabläufe vornimmt, Gewohntes hinterfragt und vor allem die Bedeutung von Markenbildung, Kreativität und gesundem Improvisationsvermögen versteht, ist im Vorteil. Meinem Eindruck nach wird Werten wie Vertrauen, Wertschätzung und Respekt wieder mehr Beachtung zuteil. Kaufentscheidungen wie auch Empfehlungen werden emotional getroffen, wenn man sich nicht unbedingt im preissensiblen Massenmarkt bewegt. Hier kommt Storytelling ins Spiel. Bemerkenswert ist, dass es im Grunde um kaum etwas anders als die gute, alte Markenbildung geht. Vor lauter Buzzword-Ringelreihen und Aktionismus kam nur kaum jemand dazu, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Und in dieser Hinsicht meine ich eine Rückbesinnung festzustellen, die sich auch auf die Beziehung zu Kunden auswirken wird.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Danke, liebe Wibke, für dieses spannende Interview!</em></p>
<hr />
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Wibke Ladwig</pre>
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		<title>Blogger schenken Lesefreude 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 10:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christa liest]]></category>
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		<category><![CDATA[Text]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verlosung zum Welttag des Buches! Yeah, ein Gewinnspiel, ein Gewinnspiel ;o)) Auch in diesem Jahr bin ich mit meinem Blog wieder bei der tollen Aktion &#8222;Blogger schenken Lesefreude&#8220; dabei, die jedes Jahr zum Welttag des Buches stattfindet. Dieser wichtige Tag feiert in diesem Jahr übrigens sein 20-jähriges Jubiläum &#8211; herzlichen Glückwunsch. Und auch in diesem Jahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Verlosung zum Welttag des Buches!</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8421 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/blogger2015W-300x156.png" alt="Logo der Aktion" width="300" height="156" />Yeah, ein Gewinnspiel, ein Gewinnspiel ;o)) Auch in diesem Jahr bin ich mit meinem Blog wieder bei der tollen Aktion &#8222;Blogger schenken Lesefreude&#8220; dabei, die jedes Jahr zum <a title="Link zum Welttag des Buches" href="http://www.welttag-des-buches.de/" target="_blank">Welttag des Buches</a> stattfindet. Dieser wichtige Tag feiert in diesem Jahr übrigens sein 20-jähriges Jubiläum &#8211; herzlichen Glückwunsch. Und auch in diesem Jahr hat mir der <a title="Link zum Verlag" href="http://www.oreilly.de" target="_blank">O&#8217;Reilly-Verlag</a> wieder zwei Exemplare eines tollen Fachbuches zur Verfügung gestellt &#8211; eins zum Lesen und eins zum Verlosen. Vielen <span id="more-8413"></span>Dank dafür!</p>
<h3>Was gibt&#8217;s zu gewinnen?</h3>
<p>Fast so etwas wie einen echten Klassiker für Schreiberlinge, den ich immer noch nicht ganz gelesen habe *schäm*: <strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8418" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/9783955618186.jpg" alt="Das Cover des Buches" width="250" height="326" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/9783955618186.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/04/9783955618186-230x300.jpg 230w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />Storytelling. Die Zukunft von PR und Marketing.</strong> <strong>von Petra Sammer</strong> <strong> 1. Auflage September 2014</strong> <strong> ISBN 978-3-95561-818-6</strong> <strong> 256 Seiten, broschiert Preis 24,90 Euro</strong> Mein Exemplar liegt derzeit auf meinem Nachttisch &#8211; aktuell bin ich bei Kapitel 4: <em>&#8222;Jede gute Geschichte hat einen Grund, erzählt zu werden &#8211; die sinnstiftende Marke&#8220;</em>. Wirklich spannend und interessant, sage ich Ihnen! Anhand von vielen Beispielen aus der großen bunten Markenwelt werden die einzelnen Strategien und Ansätze gut verständlich erklärt. Dieses Buch ist eine echte Empfehlung für alle, die sich hin und wieder mit den Themen Marketing und Markenbildung beschäftigen &#8211; wobei die Durcharbeitung schon einige Zeit in Anspruch nimmt. Extrapluspunkt: Einige Fachbegriffe werden in kleinen Infokästen erklärt.</p>
<h3><del>Wie kann man dieses tolle Buch gewinnen?</del></h3>
<p><del>Mitmachen dürfen alle, die volljährig sind. Posten Sie einfach Ihren Kommentar unter diesen Beitrag: Warum müssen Sie dieses Buch unbedingt haben? Pünktlich zum Welttag des Buches am 23. April 2015 werde ich dann den Gewinner oder die Gewinnerin ziehen. Die Bekanntgabe erfolgt hier im Blog, und das Buch wird im Anschluss mit der Post als Büchersendung versendet. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und zum <a title="Link zum Datenschutzhinweis" href="https://www.christagoede.de/datenschutzerklaerung/" target="_blank"><span style="color: #990000;">Datenschutzhinweis geht’s es hier entlang</span></a>. Ich wünsche Ihnen und allen weiteren Teilnehmern ganz viel Glück &#8211; die Daumen sind gedrückt ;o))</del></p>
<h3>Wer hat das tolle Buch gewonnen?</h3>
<p>Kurz nach Mitternacht hat die unbestechliche Jury getagt und aus dem großen Lostopf den Namen &#8222;Manuel Kaufmann&#8220; gezogen &#8211; herzlichen Glückwunsch, lieber Manuel ;o)) Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit diesem neuen Buch. Möge dein Blog wachsen und gedeihen und wunderbare Geschichten aus der Druckerwelt erzählen!</p>
<p>Für alle, die leider nicht gewinnen konnten: Dieses tolle Buch gibt es auch im Buchladen vor Ort. Oder beim Verlag selbst. Danke euch für&#8217;s Mitmachen ;o))</p>
<pre>Bildquellen: Logo - Website der Aktion "Blogger schenken Lesefreude", Buchcover - O'Reilly-Verlag</pre>
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		<title>Was ist so schwierig an Authentizität?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2014 10:24:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Christa persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Werbebotschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frau Goede regt sich auf, heute: Einheitsbrei im Unternehmenstopf. Manchmal verstehe ich die Welt nicht wirklich. Ein Beispiel gefällig? Bitte schön: Wir kaufen Möbel, die uns versprechen, dass keins aussieht wie das andere. Wir nennen das Vintage oder Shabby-Chic und zahlen richtig viel Geld für Omas alten Küchenschrank und die beigefarbene Stehlampe mit Puscheln dran. Wir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frau Goede regt sich auf, heute:<br />
Einheitsbrei im Unternehmenstopf.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6467" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/05/crying-156083_640-430x504.png" alt="Der Schrei" width="206" height="242" />Manchmal verstehe ich die Welt nicht wirklich. Ein Beispiel gefällig? Bitte schön: Wir kaufen Möbel, die uns versprechen, dass keins aussieht wie das andere. Wir nennen das Vintage oder Shabby-Chic und zahlen richtig viel Geld für Omas alten Küchenschrank und die beigefarbene Stehlampe mit Puscheln dran. Wir lieben alte Autos, die gerne rostig sein dürfen und echte Spritschlucker sind. An diese Vehikel schrauben wir steuerlich begünstigte H-Kennzeichen und sind mächtig stolz, wenn wir damit die Hauptstraße rauf und runter cruisen. Und wenn wir in den Urlaub fahren, legen wir Wert auf Individualität. Wir brechen auf zu den entferntesten Inselchen, um uns dort für zwei Wochen am Strand zu aalen und davor und danach allen Freunden und Bekannten detailreich von unserem Exklusivurlaub zu erzählen.</p>
<p>Doch wenn es um uns, unsere Arbeit und unsere Unternehmen geht, erlauben wir uns keine Abweichung von der Norm. Wir schwimmen immer schön brav und stromlinienförmig mit dem <span id="more-6461"></span>Schwarm mit. Und versuchen ununterbrochen, es allen recht zu machen. Was zum Teufel ist so schwierig daran, Ecken und Kanten &#8211; sprich Persönlichkeit &#8211; zu zeigen? Ein individuelles, authentisches Profil zu entwickeln? Und nicht mehr dauernd zu versuchen, von allen geliebt zu werden?</p>
<h4>LAAAAAAAAAAAAAANGWEILIG!</h4>
<p>Grmpf! Sie sehen, ich rege mich gerade richtig auf. Denn mir wird zusehends langweiliger. Warum das so ist? Ich bewege mich viel im Internet &#8211; klar, ich bin Texterin und Konzeptionerin für digitale Unternehmensauftritte und bin beruflich viel auf Websites, in Foren und auch auf Facebook, Twitter und Co. unterwegs. Was ich sehe? Verschnarchte Welten. Marketing im Stil der 1980er Jahre. Überall &#8222;Wir sind so toll&#8220;- und &#8222;Wir sind die Besten&#8220;-Botschaften. Ey, Leute, das ist LAAAAAAAAAAAAAANGWEILIG! Und zwar ganz egal, ob ihr ein großes, mittelständisches oder kleines Unternehmen seid oder eine One-Woman-Show wie ich &#8211; alles eine Pampe, ein einziger Einheitsbrei im Unternehmenstopf. Pah!</p>
<p>Viel zu selten werden in einer Unternehmenspräsentation die eigentlich klassischen Kunden-Fragen beantwortet: Warum ist die Firma XY so toll? Was unterscheidet sie von Unternehmen AB? Wo ist der konkrete Nutzen von Produkt A oder Dienstleistung B? Ganz schwierig wird es aber mit Fragen, die die modernen Werbewelten und ihre vielen Möglichkeiten mit sich bringen: Wer arbeitet dort eigentlich so? Welche spannenden Geschichten werden in dieser Firma geschrieben? Was tun die da für ihre Kunden? Und für ihre Mitarbeiter? Teilen sie Wissen? Bringen sie sich in den großen, weltweiten Think-Tank Social Web ein? Wie entwickeln sie dort neue Produkte? Wo wollen die hin, in und mit diesem Unternehmen? All das interessiert uns Kunden heute. Und nicht die drölfzigste, sich selbst belobhudelnde Pressemitteilung ohne menschelnden Faktor, die ihr auf der Website, auf Facebook und natürlich auch auf Twitter verlinkt &#8211; nur als einfachen Link und natürlich ohne Kommentar. Denn das wäre ja zu viel persönliche Note. Wääh!</p>
<h4>Seid mutig und geht raus. Wir hier draußen sind gar nicht sooo böse. Ehrlich.</h4>
<p>Hey, Leute, wir haben 2014! Ihr habt tolle, beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, spannende Inhalte und Botschaften in aufregenden Formaten zu transportieren und endlich mal richtig Pepp in eure Unternehmenspräsentationen zu bringen. Warum schnarcht ihr weiter vor euch hin in euren Marketingabteilungen und Vorstandsetagen? Warum langweilt ihr uns mit diesen glatt geschliffenen, perfekt SEO-optimierten und deshalb immer gleichen Texten? Mit Farbsprachen, die sich nur zwischen revolutionärem Blau und einem kleinen Spritzer total ausgeflipptem Grün bewegen? Mit den ewig gleichen US-amerikanischen Stockfotos inklusive unnatürlichem Zahnweiß-Dauergrinsen?</p>
<p>Seid doch mal mutig, geht raus und erzählt das, was euch und euer Unternehmen wirklich bewegt. Fotografiert das, was ihr wirklich seid. Was euch ausmacht. Wer eure Kunden sind. Lasst uns hier draußen teilhaben an dem geilen Job, den ihr macht. Zeigt uns euer cooles Unternehmen, eure noch viel cooleren Mitarbeiter. Seid schlicht und ergreifend authentisch! Und erzählt uns, was euch antreibt. Denn das ist es, was uns Kunden wirklich interessiert.</p>
<p><em>Eure Christa</em></p>
<p><em>Bildquelle: <a title="Link zu Pixabay" href="http://www.pixabay.com" target="_blank">Pixabay</a></em></p>
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