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	<title>You searched for interview - Christa Goede</title>
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		<title>Haltung ist Haltung ist Medienkompetenz: Blogparage #blogs4competence</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 09:05:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang des Jahres rief Valerie Wagner zu einer interessanten Blogparade auf: #Blogs4Competence – Ein Aufruf zur Blogparade über Medienkompetenz. Klar, dass ich dazu eine Menge zu sagen habe, gelle ;o) Hier also mein Beitrag mit dem Fokus auf Unternehmen. Denn hier gibt es meiner Meinung nach eine Menge Potenzial, um die Medienkompetenz zu verbessern. Und [&#8230;]</p>
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<p>Anfang des Jahres rief <a href="https://www.valerie-wagner.de/blogs4competence-ein-aufruf-zur-blogparade-ueber-medienkompetenz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Valerie Wagner zu einer interessanten Blogparade auf: #Blogs4Competence – Ein Aufruf zur Blogparade über Medienkompetenz</a>. Klar, dass ich dazu eine Menge zu sagen habe, gelle ;o) Hier also mein Beitrag mit dem Fokus auf Unternehmen. Denn hier gibt es meiner Meinung nach eine Menge Potenzial, um die Medienkompetenz zu verbessern. Und Haltung zu zeigen. Denn diese beiden Punkte hängen meiner Meinung nach eng miteinander zusammen. </p>



<p class="yoast-reading-time__wrapper"><span class="yoast-reading-time__icon"></span><span class="yoast-reading-time__descriptive-text">Voraussichtliche Lesedauer:  </span><span class="yoast-reading-time__reading-time">12</span><span class="yoast-reading-time__time-unit"> Minuten</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="vorab-wir-leben-in-irren-zeiten-in-irren-sehr-gefahrlichen-zeiten">Vorab: Wir leben in irren Zeiten. In irren, sehr gefährlichen Zeiten. </h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="888" height="444" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten.png" alt="Auf einer Demonstration zeigen Menschen eine Haltung. " class="wp-image-18193" style="width:-85px;height:-42px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten.png 888w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten-300x150.png 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten-768x384.png 768w" sizes="(max-width: 888px) 100vw, 888px" /></figure>



<p>Wir erleben gerade, wie Neonazis &#8222;Protestmärsche&#8220; in ganz Deutschland orchestrieren. Bürgerliche, Esoterische und angebliche Linke laufen Seite an Seite mit AfD, III. Weg, Freie Sachsen oder NPD durch die Straßen und grölen irrsinnige Parolen, bei denen den meisten Menschen das Hirn fast stehen bleibt. Da schreit eine Frau, die neben einem kleinen NPD-Block mit riesigem Plakat &#8222;Volksgemeinschaft statt Spaltung&#8220; läuft, dem antifaschistischen Gegenprotest <a href="https://twitter.com/vicdelaraison/status/1484876944562864128" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Nazis raus!&#8220; </a>entgegen. Andere behaupten im Fernsehinterview, auf der Demo wären keine Nazis, während sich im Hintergrund eine Gruppe Männer in Thor-Steinar- und Ansgar-Aryan-Klamotten positioniert – beides klassische Neo-Nazi-Marken. <br></p>



<p>Dazu kommt noch jede Menge Schwurbelzeugs, das bestenfalls für einen Science-Fiction-Schundroman taugt: Deutschland sei eine Diktatur. Die Impfung baue wahlweise unsere DNA um oder – final irre – zersäge zu einem bestimmten Termin unsere Adern. Wir alle werden irgendwie ausgetauscht und hinter allem stecken wie immer &#8222;die Juden&#8220;. Klar, das ist auch eine Haltung. Doch mich erschreckt sehr, wie leicht manchen Leuten antisemitische Klischees über die Lippen gehen. Und wie stark die heutigen Bilder- und Sprachwelten in den Sozial-Media-Parallelwelten der Verquerdenkenden den Publikationen und Filmdokumenten des 3. Reiches ähneln. Den angeblichen &#8222;Kampf um die Wahrheit&#8220; hatte schon der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_St%C3%BCrmer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stürmer, das rechtsextreme, antisemitische Hetzblatt des 3. Reiches,</a> im Untertitel. Der Begriff &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgenpresse" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lügenpresse</a>&#8220; entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts – oft verbunden mit Antisemitismus. Und der <a href="https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/321665/antisemitische-verschwoerungstheorien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kraken, der mit seinen Tentakeln die Welt umspannt</a>, gehört seit vielen Jahrzehnten zu den antisemitischen Verschwörungstheorien. </p>



<span id="more-17925"></span>



<h2 class="wp-block-heading" id="nichtwissen-der-gefahrlichen-art">Nichtwissen der gefährlichen Art.</h2>



<p>Ich frage mich: Wissen diese Leute wirklich so wenig über die deutsche Geschichte, dass sie die Parallelen nicht erkennen? Und woher nehmen sie das Selbstbewusstsein, die Arbeit von Tausenden Wissenschaftler*innen anzuzweifeln? In Zeiten des Internets, wo Studien öffentlich einsehbar sind? Wo viele Bereiche so transparent arbeiten wie noch nie? Auch ich bin mit vielen politischen Entscheidungen rund um Corona nicht einverstanden. Und denke auch, dass wir nach dem Ende dieser Pandemie eine Aufarbeitung der Geschehnisse brauchen – mit Sicherheit auch auf der juristischen Ebene. Doch ich muss mich dafür nicht mit Nazis auf die Straße begeben und mich wie eine selbst ernannte Revolutionärin fühlen, die es &#8222;denen da oben&#8220; mal so richtig zeigt &#8230;. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" width="350" height="437" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel.jpg" alt="Wer am lautesten trommelt, bekommt die größte Reichweite" class="wp-image-13484" style="width:224px;height:277px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel-240x300.jpg 240w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure>



<p>Meiner Meinung nach haben wir es hier mit einem Mangel an Bildung zu tun. Und natürlich auch mit der fehlenden Medienkompetenz. Denn wer weiß schon, wie ein Google- oder Facebook-Algorithmus funktioniert? Und hat verstanden, dass diese Plattformen uns mit uns genehmen Inhalten füttern? Dass die Leute, die Inhalte teilen, immer öfter unsere Emotionen ansprechen? Schließlich sorgen Emotionen für hohe Reichweiten – besonders die negativen. Doch wir erleben gerade noch ein weiteres Phänomen: Dieser Bildungsmangel und der damit verbundene angebliche Erkenntnisgewinn wird zu einer Art politischem Kitt, der verschiedene Gruppen zusammenwachsen lässt. Die Querschwurbelnden fühlen sich tatsächlich wie das letzte Bollwerk gegen ein autoritäres System, das uns alle umbringen will.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fakenews-und-geruchte-als-bestandteil-politischer-kommunikation">Fakenews und Gerüchte als Bestandteil politischer Kommunikation</h3>



<p>Verstärkt wird dieses Phänomen noch durch Social Media, denn hier hat jeder Mensch Reichweite – und kann ungehindert den allergrößten Blödsinn hinausposaunen. <a href="https://www.iass-potsdam.de/de/blog/2021/04/infokrieg-fehlwissen-als-ressource-politischer-mobilisierung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fakenews und Gerüchte wurden so zum festen Bestandteil der politischen Kommunikation</a>. Die Krux: Seriöse Gegendarstellungen dauern in den Sozialen Netzwerken viel zu lange, da sie häufig einen hohen Rechercheaufwand mit sich bringen. Bis sie erscheinen, treiben die Verquerdenkenden längst die nächste Sau durchs Dorf! </p>



<p>In dieser Gemengelage sollten meiner Meinung nach Privatpersonen, Unternehmen, NGOs und politische Parteien aus allen Spektren links vom Rechtsextremismus aktiv werden: Wir brauchen Aufklärung und Medienkompetenz auf allen Ebenen! Zielgruppengerechte Kommunikation, die einfach zu konsumieren ist. Gerne auch mit einem gewissen Unterhaltungsmoment, damit wir dabei bleiben. <a href="https://www.mpib-berlin.mpg.de/pressemeldungen/informationsflut-senkt-aufmerksamkeitsspanne" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denn die Sozialen Netzwerke mit ihren Unmengen an Klicki-Bunti-Content haben unsere Aufmerksamkeitsspanne noch weiter gesenkt. </a>Und hier kommen meine drei Forderungen: </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-1-in-diesen-irren-zeiten-sollten-auch-unternehmen-haltung-zeigen">1. In diesen irren Zeiten sollten auch Unternehmen Haltung zeigen. </h2>



<p>Die gute Nachricht ist: Erste Ansätze gibt es bereits. So haben zum Beispiel mehr als 150 Unternehmen Anfang Dezember 2021 unter dem Hashtag #ZusammenGegenCorona zum Impfen aufgerufen. Medienpartner war aber leider die BLÖD-Zeitung – eine Kooperation, die die Kampagne meiner Meinung nach stark geschwächt hat. Jetzt sollten weitere Statements kommen, öffentlich und auch intern. </p>



<p>Viele Unternehmen haben  in Kooperation mit den Gesundheitsämtern eigene Inhouse-Impftermine organisiert, um die Wege für die Beschäftigten zu verkürzen und Organisationsaufwand zu sparen. Haben Infomaterial in Sachen Impfungen ausgelegt. In manchen Unternehmen hat sich die Geschäftsleitung sogar direkt an die Angestellten gewandt und überzeugende Argumente PRO Impfen geliefert. Das ist Haltung! </p>



<p>Nun fehlt vielerorts noch die klare Positionierung in Sachen Verquerdenken: Denn hier habe ich bisher wenig gelesen, abgesehen von kleinen Restaurants oder Einzelhandelsunternehmen, die auf Plakaten im Schaufenster Stellung beziehen. Darauf aufmerksam wurde ich durch die Shitstorms, die in der Folge über Kanäle wie Telegram gegen diese Unternehmen orchestriert wurden. Hier kann die Masse schützen: Wenn zum Stichtag viele Unternehmen gleichzeitig mit solchen Botschaften an die Öffentlichkeit gehen, fallen die Shitstorms kleiner oder sogar ganz aus. Denn es gibt in <a href="https://www.mittelstandswiki.de/wissen/Unternehmen_nach_Zahlen#Unternehmen_in_Deutschland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschland mehr als 3 Mio. Unternehmen</a>! Was für ein gewaltiges Potenzial! Voraussetzung für ein solches Handeln ist natürlich, dass in den Unternehmen Medienkompetenz vorhanden ist &#8230; nun ja. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="2-zur-haltung-eines-unternehmens-gehort-die-beschaftigten-zu-fordern">2. Zur Haltung eines Unternehmens gehört, die Beschäftigten zu fördern. </h2>



<p>Medienkompetenz in Zeiten von Social Media ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich. Sogar mir fällt es zunehmend schwerer, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Noch dazu ist die Recherche zeitaufwendig. Und Zeit habe ich oft nicht. Also habe ich schon auf so manches Posting verzichtet, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob der Inhalt wirklich korrekt ist. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" width="450" height="485" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch.jpg" alt="Eine Frau liest ein Buch" class="wp-image-14315" style="width:221px;height:237px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch-278x300.jpg 278w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></figure>



<p>Doch viele Menschen teilen einfach jeden Inhalt, der irgendwie in ihr Weltbild passt. Manchmal sogar, ohne den Text überhaupt gelesen zu haben. Content mit Clickbait-Überschriften bekommen so eine erheblich höhere Reichweite als welche, die mit informativen, nicht reißerisch formulierten Headlines arbeiten. Viele spielen da einfach mit. Reichweite ist schließlich die Währung, um die es für uns alle geht! </p>



<p>Hier könnten Unternehmen meiner Meinung nach aktiv werden: Sie könnten etwa Fortbildungskurse anbieten, in denen die Beschäftigten Medienkompetenz erlernen können. <a href="https://bildungsportal.verdi.de/seminare_programm_einzeln.php?si=61f7b22436c29&amp;view=&amp;lang=1&amp;hauptkategorie=&amp;unterkategorie=&amp;id=ant22_0000280" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ver.di bietet solche Seminare schon länger an</a>. Vielleicht könnten die Gewerkschaften oder auch andere Institutionen aus Politik und Gesellschaft Inhouse-Schulungen bei den Unternehmen vor Ort ermöglichen? Solche Aktionen würden dafür sorgen, dass Menschen überhaupt erst mal für die Herausforderungen der Sozialen Netzwerke sensibilisiert werden. Und anschließend das Werkzeug in die Hand bekommen, mit dem sie Informationen selbst überprüfen können. Denn so können wir alle<a href="https://www.christagoede.de/hoaxes-und-andere-maerchen/"> Hoaxes und andere Märchen</a> identifizieren und damit die Reichweite dieses gefährlichen Mistes reduzieren. Und ganz nebenher die Erkenntnis gewinnen, dass wir die kostenfreien Sozialen Netzwerke mit unseren Daten bezahlen. Aber das ist schon das nächste Fass &#8230;.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3-eine-klare-haltung-im-unternehmen-zu-haben-bedeutet-diese-zu-leben-immer">3. Eine klare Haltung im Unternehmen zu haben bedeutet, diese zu leben. Immer. </h2>



<p>Hier wird&#8217;s richtig schwierig: Eine klare Haltung mit Leben zu erfüllen, ist für manche Unternehmen bis heute nicht so einfach. Da wird lieber um ein Thema herum geschifft, statt zu sagen: Stopp, so geht das nicht. Dazu gehört natürlich auch wieder Handwerkszeug wie Krisen-PR oder auch ein Plan, was im Falle eines Shitstorms eigentlich passiert. Wer ist im Team? Welche Personen sind auch am Wochenende ansprechbar? Und wer trifft die Entscheidungen? Denn auch so etwas gehört zur professionellen Medienkompetenz. </p>



<p>In meinen vielen Jahren im Marketing habe ich regelmäßig erlebt, dass Unternehmen hier überhaupt keinen Plan haben. Niente, nada, nichts. Das ist verständlicherweise keine gute Basis, auf der Firmen eine klare Haltung kommunizieren können. Denn wir alle müssen heute damit rechnen, dass wir für eine menschenfreundliche Einstellung angegriffen werden. Dass versucht wird, uns mundtot zu machen. Dass wir bedroht werden. Und kaum Mittel zur Verfügung haben, uns gegen diese Angriffe zu wehren. Hier braucht es also besonders viel Medienkompetenz, um standhaft zu bleiben. Und natürlich auch Kenntnisse der Rechtslage sowie Zeit, um die Haterinnen und Disser anzuzeigen. </p>



<p>Noch schwieriger wird es, wenn es darum geht, diese Haltung im Unternehmen konsequent zu leben. Denn das alles hat Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen und die Prozesse im Unternehmen. Ein Beispiel: Ein Unternehmen aus der Lieferkette schwurbelt &#8211; was nun? Ignorieren oder Zusammenarbeit beenden? Meiner Meinung nach kommen wir derzeit nicht mehr darum herum, uns klar und kraftvoll zu positionieren. Und da geht es nicht nur um Corona und die Verschwurbelten. Auf der Tagesordnung stehen noch viel größere Themen wie der Klimawandel und die direkt damit im Zusammenhang stehenden Migrationsbewegungen der Zukunft. Ich denke mit Grausen daran, welche Flut von Menschenverachtung und Fakenews da noch über uns reinstürzen wird &#8230; es wird also dringend Zeit, auf allen Ebenen für mehr Medienkompetenz zu sorgen! </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="okay-doch-was-hat-das-alles-mit-unternehmensblogs-zu-tun">Okay. Doch was hat das alles mit Unternehmensblogs zu tun? </h2>



<p>Ein Unternehmensblog ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem sich Firmen und Beschäftigte Gehör verschaffen können. Wenn es strategisch aufgesetzt ist, dient es nicht nur der klassischen &#8222;Wir sind die geilsten&#8220;-Präsentation, sondern zeigt zum Beispiel auch die Angestellten und den Firmenalltag. Und deren Medienkompetenz. Ein Content-Bestandteil könnten etwa auch die Fortbildungen sein, die das Unternehmen anbietet. Oder Aktionen, die die Beschäftigten oder auch die Kundschaft ins Leben gerufen haben. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="haltung-von-der-bank-bis-zur-schokolade">Haltung – von der Bank bis zur Schokolade </h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Ausrufezeichen.png" alt="Ausrufezeichen" class="wp-image-16240" style="width:209px;height:367px"/></figure>



<p>Ein tolles Beispiel ist immer noch die<a href="https://www.gls.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> GLS-Bank</a>*, obwohl sie selbst von <a href="https://www.gls.de/privatkunden/faq/ueber-die-gls-bank-und-ihre-arbeit/ist-die-gls-bank-eine-anthroposophische-bank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anthroposoph*innen gegründet</a> wurde. Im <a href="https://blog.gls.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GLS-Bank-Blog </a>finden sich ein interessanter Mix zu den Themen Nachhaltigkeit, ethischem Handeln und Projekten der Kundschaft. Sogar die Azubis haben einen eigenen Bereich, der regelmäßig gepflegt wird. Direkt vernetzt ist das Blog mit dem Bankenspiegel, dem Printmagazin der GLS-Bank, das man sich im Blog herunterladen kann. </p>



<p>Spannend finde ich auch einen blogähnlich aufgebauten Bereich auf der Startseite &#8222;Was uns beschäftigt&#8220;: Dort sind alle Neuigkeiten für Privatkund*innen versammelt. Auch hier gehts um viele verschiedene Themen, die eine große Klammer haben: die Finanzierung von bestimmten Branchen wie etwa erneuerbare Energien, nachhaltige Wirtschaft, Ernährung, Wohnen, Bildung und Kultur sowie Soziales und Gesundheit. Dieser klare Fokus ist auf der Website überall sichtbar. Das setzt Medienkompetenz voraus! <br>(*ERGÄNZUNG: Ja, ich weiß, dass diese Bank Schwurbelprojekte wie Walldorfschulen oder Demeterhöfe finanziert. Doch auf der anderen Seite eben auch tolle Projekte wie das Mietshäusersyndikat, Ecosia oder Vaude. Ja, das macht auch mir Knoten ins Hirn – aber ich habe mich trotzdem für dieses Blog als Beispiel entschieden. Denn es gibt meiner Meinung nach kein besseres Bankenblog!) </p>



<p>Eine eindeutige Haltung findet sich auch im <a href="https://blog.ritter-sport.de/artikel-entdecken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog von Ritter Sport: I</a>n der Kategorie &#8222;Nachhaltigkeit&#8220; berichtet das Unternehmen von seinen Bemühungen, bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu werden. Dazu gehören auch Punkte wie fairer Handel, alle Produktionsprozesse, die Verpackungen oder auch der Energieverbrauch am Unternehmensstandort. </p>



<p>Interessant ist auch, dass Ritter Sport zeitgleich ein &#8222;fairer Arbeitgeber&#8220; werden möchte – hier ist aber noch etwas Luft nach oben, wie ein Blick in <a href="https://www.kununu.com/de/alfred-ritter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kununu </a>zeigt. Auch auf der Firmenwebsite findet sich ein eigener Bereich, in dem über den Weg hin zum klimaneutralen Unternehmen berichtet wird (<a href="https://www.ritter-sport.com/de/entdeckedasgut" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hashtag #entdeckedasgut</a>). Damit hat Ritter Sport insgesamt einen mutigen Schritt gemacht, denn sie werden nun intensiv von NGOs beobachtet. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="gibts-noch-mehr">Gibts noch mehr? </h2>



<p>Hey, was die GLS und Ritter Sport können, können doch auch andere! Lass dich doch einfach von meinem <a href="https://www.christagoede.de/unternehmen-zeigen-haltung/">Blogbeitrag &#8222;Unternehmen zeigen Haltung&#8220; </a>inspirieren &#8211; dort findest du auch noch viele weitere Beispiele. </p>



<p>Kennst du noch weitere Unternehmensblogs, die sich ganz klar positionieren? In denen eine bestimmte Haltung und eine umfassende Medienkompetenz in jedem einzelnen Beitrag durchscheinen? Her damit, ich freue mich auf Links ;o) </p>



<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>



<p>Bildquelle: <a href="https://pixabay.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pixabay </a></p>
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		<title>Im Interview &#8211; Norbert Gilles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 07:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioural Design]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Gilles]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220; Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des Barcamp RheinMain. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16472 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC19_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles als Speaker" width="430" height="287" />Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des <a href="https://www.barcamp-rheinmain.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barcamp RheinMain</a>. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine zweitätige Un-Konferenz für 300 Digitalverrückte zu veranstalten ;o) Ich freue mich sehr, dass er mit seinen nachdenklichen Antworten Teil dieser Interviewreihe ist.</p>
<hr />
<p><strong><em>CG:</em></strong><em> Seit 2008 machst du mit deiner <a href="https://www.giinco.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur giinco</a> digitale Kommunikation; Du berätst kleine und große Unternehmen, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem organisierst du im Team jedes Jahr das Barcamp Rhein-Main und bist eigentlich auf jeder Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet zu treffen, bei der es um Digitales geht. Gibt es einen Unterschied zwischen dem digitalen und dem analogen Norbert? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich denke nicht. Du beschreibst den digitalen Norbert ja als Hans Dampf in allen Gassen. Das bin ich im Analogen auch. Andere Gassen halt. Wobei sich diese Definition ja auch wenig nach der Arbeit-Norbert und der Privat-Norbert anhört.<br />
Da gibt es eigentlich auch keine Trennung. Ich bin natürlich auf einer Veranstaltung mitunter in einer anderen Rolle, als abends im Biergarten. Aber ich atme nicht vorher durch und sage „so, jetzt Event Lächeln aufsetzen“ oder sitze im Biergarten und denke mir „jetzt muss ich mal nicht so oder so sein“. Ich denke da gar nicht so richtig drüber nach. Ich bin anders fokussiert. Das kann man sagen. In einem Vortrag bin ich sehr auf mein Publikum konzentriert und versuche <span id="more-16452"></span>hier wirklich sehr aufmerksam zu sein. Im Biergarten träume ich auch schon mal vor ich hin.<br />
In der Agentur wird mir gesagt, dass man nicht unterscheiden kann, ob ich mit jemanden spreche, der im Raum ist, oder telefoniere. Ich glaube, ich bin einfach durchgängig derselbe Typ, egal wann und wo man mich trifft.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich besetze über meine Tätigkeit als Speaker eine bestimmte Nische. Für das Thema habe ich mich bewusst entschieden und auch, dass ich als Speaker präsent sein möchte. Das bedeutet einiges an zusätzlicher Arbeit und zusätzlichen Terminen. Aber das wollte ich so. Also was bin ich als Personenmarke? Ein Experte für ein interessantes Thema (<a href="https://www.behaviouraldesigncamp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behavioural Design</a>), welches strategisch aber auch operativ funktioniert. Ich kann auf viele dieses Thema betreffende Fragen Ad-hoc erschöpfende Antworten geben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich mache das, was ich gerne mache. Dafür gebe ich viel. Ich heuchle kein Interesse, ich bin wirklich interessiert.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16474 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC18_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="430" height="287" />NG:</strong> Ich denke, dass sich viele von äußeren Umständen in eine Situation gedrängt fühlen, aus der sie nicht herauskommen oder nicht anderes handeln können.<br />
Man kann Folgendes tun: Man kann Verantwortung für sich selbst übernehmen und verstehen, dass diese Haltung eine Entscheidung ist. Ich kann mich auch anders entscheiden. Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Ich kann mir also aussuchen, mit welchen Konsequenzen ich leben möchte. Egal wie ich mich entscheide, es ist meine Entscheidung und ich gehe mit den Konsequenzen um.<br />
Ich glaube aber auch, dass diese Denkweise eine große Hürde ist. Es klingt viel einfacher, als es ist. Ich versuche, zumindest so zu leben. Damit werden alle meine Wege automatisch individuell. Sind ja meine Entscheidungen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Die Plattformen, die ich wirklich nutze sind Veranstaltungen. Ich gehe raus und rede über meine Themen (im Moment eher online). Darüber ergeben sich dann Kontakte, die vielleicht erst in ein paar Jahren zu tatsächlichen Anfragen und Projekten für unsere Agentur führen. Aber mittlerweile haben wir den Luxus so langfristig denken zu können.<br />
Andere „Plattformen“ sind Empfehlungen innerhalb der Unternehmen, die schon unsere Kunden sind. Diese internen Empfehlungen sind sehr, sehr wertvoll.<br />
Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken. Wenn ich mich mit jemanden über Ideen für Produkte oder Webseiten spreche, tue ich so, als ob ich einen Auftrag habe. Ich mache also ernsthafte Vorschläge. Im Rahmen des Gesprächs ist das auch alles kostenfrei. Wenn der Funke zündet und es zu Folgegesprächen zu diesem Thema kommt, lenke ich den Blick langsam darauf, dass man jetzt mal ein Projekt daraus machen sollte. Klappt manchmal.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Puh, diese Definition finde ich schwierig. Das postuliert ja, dass es ein echtes, wahrhaftiges Ich gäbe, mein Sein. Und ich aber in einem Schein gefangen bin. Also in einer Art Schauspiel, welches ich aufführe und welches nicht mich zum Thema hat, sondern irgendetwas anderes, scheinbares.<br />
Ich bin kein Psychologe, aber ich glaube nicht, dass es so etwas wie das nackte, allem zugrunde liegende Ich gibt. Ich bin permanent in irgendeiner Rolle: Agenturchef, Ehemann, Freund, Gast, Referent, Sportler, Autofahrer etc.<br />
Ich kann das gar nicht ablegen. Was soll denn dann übrig bleiben?<br />
Ich würde dem entgegenstellen, dass Authentizität dann gegeben ist, wenn ich die Verantwortung für meine Entscheidungen und die daraus resultierenden Konsequenzen übernommen habe. Oder kurz gesagt, wenn ich mit meinen Entscheidungen im Reinen bin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …. </em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16457" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/HIK_2019_Roessler_Mielna-Norbert-klein-430x286.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="350" height="233" />NG:</strong> a. Ernsthaftigkeit/b. Verantwortung/c. Selbstbewusst<br />
Wenn ich Verantwortung für mich oder für etwas übernehme, wirkliche Verantwortung, dann resultiert daraus Ernsthaftigkeit. Ich kann zum Beispiel nicht sagen „Ich mache das!“ und mir heimlich denken „was ein Quatsch!“. Also… kann man machen, ist dann nicht authentisch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Authentizität macht Menschen ein Stück weit berechenbar. Das finden viele gut. Zu wissen woran man ist. Man glaubt, dann auch eben den „echten“ Menschen vor sich zu haben und nicht einen Menschen in einer Rolle. Aber… siehe oben. Ich bezweifle, dass es das so pur überhaupt gibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Du meinst neben der hohen Qualität unserer Arbeit? Tatsächlich versuchen wir, Qualität sehr holistisch zu betrachten. Für uns bedeutet Qualität auch, dass Kunden gerne mit uns zusammenarbeiten. Nicht jedes Projekt ist Rock ’n’ Roll. Aber egal warum es geht, der Kunde soll sich wohlfühlen und ernst genommen. Wir bekommen 99 % unserer Projekte über Empfehlungen. Die machen das nicht, weil wir so günstig waren.</p>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<p>Bildquelle: Norbert Gilles</p>
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		<item>
		<title>Im Interview &#8211; Sandra Franck</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-sandra-franck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 07:41:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Agentur]]></category>
		<category><![CDATA[Designerin]]></category>
		<category><![CDATA[designzwerge]]></category>
		<category><![CDATA[dz-design]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Franck]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen.&#8220; Vor vielen Jahren klingelte bei mir mal das Telefon: Am anderen Ende war Sandra, Chefin der Agentur designzwerge aus Memmingen &#8211; sie brauchte Texte für eine Website. Von Anfang an waren wir auf einer Wellenlänge in Sachen Arbeit und Arbeitsstil. Außerdem können wir supergut zusammen brainstormen (andere nennen es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16316" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Sandra-430x645.jpg" alt="Sandra Franck von der Agentur designzwerge" width="350" height="525" />Vor vielen Jahren klingelte bei mir mal das Telefon: Am anderen Ende war Sandra, Chefin der <a href="https://dz-design.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur designzwerge</a> aus Memmingen &#8211; sie brauchte Texte für eine Website. Von Anfang an waren wir auf einer Wellenlänge in Sachen Arbeit und Arbeitsstil. Außerdem können wir supergut zusammen brainstormen (andere nennen es wohl rumspinnen ;o) Aber es ist superproduktiv!). So haben wir zum Beispiel zusammen Monster mit Charakter für ein Kindermode-Unternehmen entwickelt, biologische Abwasserreinigungsanlagen werblich dargestellt und eMitarbeiterschulungen ins Internet gebracht. Zur kreativen Energie, die wir gemeinsam entwickeln, kommt noch, dass wir beide einen wertschätzenden, zugewandten Arbeitsstil schätzen und pflegen. Und wir beide lieben Hunde! So ist klar: Sandra und ich sind ein echtes Dreamteam ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Seit 2008 bist du als Diplom-Mediendesignerin mit deiner Agentur designzwerge selbstständig: Du berätst kleine und mittelständische Unternehmen in ihrem digitalen und analogen Marketing, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem machst du schönen Schmuck und <a href="https://www.twitch.tv/isisnedjem" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zeichnest live über Twitch</a>. Gibt es einen Unterschied zwischen der digitalen und der analogen Sandra?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Ja, den gibt es: Ich zocke fast nur analog, nicht digital. Mein ganzes „kreatives Leben“ ist gleichzeitig analog und digital. Da genieße ich es, alle paar Wochen mit meinen Freunden im Real Life zusammen zu sitzen und „Brettspiele“ zu zocken. Ansonsten ergänzen sich für mich die analoge und die digitale Welt komplett. Selbst die Zusammenarbeit mit meiner Mitarbeiterin aus dem Homeoffice heraus findet digital via Zoom statt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht deine Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Hm, schwierig selbst zu beantworten. Eine Freundin sagte mal über mich: „Im ersten Eindruck ist Sandras Gedankenwelt chaotisch. Wenn man Sandra aber näher kennt, ergibt das aber plötzlich alles Sinn.“ – ich denke das kann ich so stehen lassen 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Mir ist es ziemlich egal, ob das gerade ein Modebegriff ist. Ich bin schon immer offen und ehrlich mit meinen Kunden und Partnern umgegangen. Ich halte nichts davon, bewusst etwas darzustellen, das man nicht ist.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16313" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Arbeit-und-Spa%C3%9F-das-passt-gut-zusammen-430x287.jpg" alt="Arbeit und Spaß - das passt gut zusammen" width="350" height="233" />SF:</strong> Mit meiner Antwort könnte ich Bücher füllen – ich versuche<span id="more-16306"></span> es mit der Kurzfassung: Ein Beispiel aus meiner Zeit an der Hochschule:</p>
<ul>
<li>Projekt: „Broschüre über den Klettverschluss“</li>
<li>Meine Idee: „Lasst uns doch die weiche Seite des Klettverschlusses auf den Buchrücken kleben, dann kann man das Produkt auch gleich fühlen!“</li>
<li>Der Prof: „So etwas Unprofessionelles machen wir nicht“</li>
<li>Stand heute in der einschlägigen Marketingliteratur: „Der haptische Effekt geht von den Fingerspitzen direkt in das Gehirn – toll, lasst uns mit dem haptischen Effekt arbeiten!“</li>
</ul>
<p>Dieses Erlebnis und noch einige Ähnliche zeigen mir, dass wir in unserem Bildungssystem zwar viel lernen. Aber auch verlernen, individuell zu sein, sich zu trauen und andere Wege zu gehen – sprich: kreativ zu sein.<br />
Es stehen einem immer gesellschaftliche Regeln im Weg: „Das kannst du doch so nicht machen!“ oder „Macht man das wirklich so?“ – ganz ehrlich … mir bluten die Ohren. Die Fragen sollten heißen: „Bringt es mich und/oder meine Zielgruppe weiter?“, „Welche positiven und negativen Auswirkungen kann es haben?“ oder „Ist es relevant?“… konstruktive Fragen eben, die die Auseinandersetzung mit dem Thema fördern und den nötigen Raum geben, individuelle Wege zu gehen. Fragen, hinter denen man wirklich mit Stolz steht.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Der Schuster und seine Leisten … leider kann ich lange nicht so viel in meinen unternehmerischen Außenauftritt stecken, wie es nötig wäre und wie ich es teilweise für meine Kundinnen und Kunden mache. Meine favorisierten Plattformen sind <a href="https://www.instagram.com/designzwerge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a> und natürlich meine eigene Webseite (gerade wieder in Überarbeitung). Um meinen Horizont zu erweitern arbeite ich gerade mit zwei großartigen Kolleginnen an meinem Außenauftritt: Mit dir, Christa, und mit <a href="https://yellowmint-design.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonja Mayer von yellowmint design</a>. Denn nichts ist zielführender für den Profi selbst als die Unterstützung von anderen Profis. Als Stilmittel haben wir eine persönliche Ansprache mit Humor festgelegt und setzen optisch eine Mischung aus grafisch aufbereiteten Posts und situativen Bilderpostings zusammen – und da wären wir wieder bei der professionellen Authentizität.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Naja klar, alles hat Grenzen. Authentisch sein heißt nicht, sich nackig machen zu müssen. Echt sein heißt: Nichts zu verschweigen, offen und ehrlich zu sein. Deswegen muss ich der Kundschaft nicht gleich meinen Steuerbescheid zeigen. Will der Kunde oder die Kundin aber explizit wissen, wo seine Flyer gedruckt oder seine Website gehostet wird, dann kann ich ihm das natürlich sagen. Und muss nicht vorspielen, eine eigene Druckmaschine oder einen Mega-Server im Keller zu haben. Auch dieses sich größer machen, als man ist, das vor 15 Jahren noch die Kommunikation bestimmt hat … „wir“ satt „ich“ ist heute ein No-Go. Ich kann nur dann eine gute Beraterin sein, wen ich ehrlich, offen und damit authentisch bin. Selbstredend, dass dazu die nötige Höflichkeit gehört.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16314" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Frauenpower-nat%C3%BCrlich-mit-Maske-in-Coronazeiten-430x403.jpg" alt="Frauenpower natürlich mit Maske in Coronazeiten" width="350" height="328" />SF:</strong> a. Ehrlichkeit – verdrehte Wahrheiten sind nicht authentisch, sie verbergen das Echte.<br />
b. Offenheit – wer sich öffnet, gibt viel seiner Persönlichkeit preis. Was könnte echter sein?<br />
c. Höflichkeit – ohne Höflichkeit keine Ehrlichkeit. Vor allem bei der Äußerung von Kritik (konstruktiv).</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Das Gefühl, dass das Gegenüber authentisch ist, erzeugt das Gefühl von Vertrauen. Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen – das macht es so besonders.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Ich lege mithilfe von dir und Sonja gerade den Grundstein meiner zukünftigen Ansprache neuer Kunden und Kundinnen: mehr gehaltvolles „ich“, weniger plakatives „wir“, eine strukturierte Übersicht unserer Leistungen und eine ansprechende Darstellung einiger unserer spannendsten Projekte – naja, und regelmäßigeres und gezielteres posten auf Instagram ;D</p>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
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<p>Bildquelle: Sandra Franck</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Interview – Cordula Natusch</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-cordula-natusch/</link>
					<comments>https://www.christagoede.de/im-interview-cordula-natusch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2020 12:25:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Cordula Natusch]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220; Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem Texttreff. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15882" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg" alt="Cordula Natusch" width="350" height="324" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner-300x278.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem <a href="http://www.texttreff.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Texttreff</a>. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten Gefecht die Contenance zu verlieren. Das finde ich ja grundsätzlich sympathisch ;o) Außerdem macht sie schöne Hamburgfotos!<br />
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen dieses spannenden Interviews.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Als Texterin, Konzeptionerin, Beraterin und Lektorin bist du spezialisiert auf Wirtschaftsthemen. Außerdem unterstützt du Selbstständige dabei, sich mit Ratgebern, Sach- und Fachbüchern am Markt als Expertinnen und Experten zu positionieren. Und dann bist du noch die Fachfrau für alle, die Hamburg abseits der Pfade erleben möchten – inklusive Blog und einem eigenen Buch. Wie wichtig ist deine eigene Person in deinen Berufsalltag?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Für mich als Soloselbstständige natürlich sehr wichtig. Wer mich bucht, bekommt mich, mein Wissen, meine Erfahrung und meine Persönlichkeit – nichts sonst. Ich bin also meine eigene Marke, in all meinen Fassetten.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>In allem, was ich mache, steckt ganz viel Cordula drin: eine Mischung aus Leidenschaft und gesundem Pragmatismus, außerdem meine Begeisterung für Sprache, Literatur und Bücher, mein Interesse an Wirtschaft, an Natur und Kultur. Kunden und Kundinnen arbeiten mit mir, weil ich so bin, wie ich bin. Ich mache Wirtschaftstexte, weil ich Wirtschaft und Finanzen spannend finde. Ich erkläre leidenschaftlich gern Hintergründe und Zusammenhänge, deshalb bearbeite ich Ratgeber und Sachbücher. Ich liebe Hamburg und Norddeutschland, also schreibe ich darüber. Ich reagiere empfindlich auf Ungerechtigkeiten, daher berate ich Autoren und Autorinnen auf ihrem Weg zum eigenen Buch und versuche, sie vor Fallen wie Druckkostenzuschussverlagen, unfairen Konditionen in Verlagsverträgen und unseriösen Versprechungen wie „Der schnelle Weg zum Bestseller“ zu bewahren. Ich habe das große Glück, in meinem Beruf ganz ich sein zu dürfen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Eine immens große – auf verschiedenen Ebenen. Wer eine solch persönliche Dienstleistung wie ein Lektorat, eine Beratung oder einen Text bestellt, bucht immer auch die Person, die dahintersteht, mit all ihren Eigenheiten, Werten, Besonderheiten. Das sind oft sogar die ausschlaggebenden Punkte bei der Auftragsvergabe. Diese Person soll dann die Vorstellungen des Kunden oder der Kundin umsetzen. Und das Ergebnis muss zum Auftraggeber und zur Auftraggeberin passen. Im Lektorat beispielsweise besteht die Herausforderung darin, ein Manuskript effektiv zu verbessern, ohne die Stimme des Autors oder der Autorin zu verfälschen. Ich muss den Text bearbeiten, aber er soll auch nach meiner Bearbeitung als der des Kunden oder der Kundin erkennbar, also authentisch, sein. Das ist eine Gradwanderung: Einerseits muss ich mich einbringen, andererseits auch zurücknehmen. Das geht meiner Meinung <span id="more-15876"></span>nach nur, wenn ich mich für meine Arbeit nicht verbiegen muss – was ich aber auch ohnehin nicht will. Anderenfalls wird die Arbeit am Text zum Krampf – mit einem entsprechenden Ergebnis. Es kommt immer wieder vor, dass ich Projekte ablehne, weil sie nicht zu mir passen und ich nicht zu ihnen.<br />
Mindestens ebenso wichtig ist das Thema „Authentizität“ in meinen Beratungen und Kursen für Autoren und Autorinnen. Um mit einem Expertenbuch, also mit einem Ratgeber oder Sachbuch zur Positionierung, erfolgreich zu sein, ist Authentizität meiner Meinung nach ein wesentlicher Faktor. Es gibt am Markt viele Anbieter, die nach dem Motto „Schreib in Buch in einer Woche“ arbeiten. Da wird dann ein Thema nach Schema X in eine Gliederung heruntergebrochen, der Text möglichst schnell produziert und auf den Markt geworfen. Da geht es nicht darum, dem Leser oder der Leserin Inhalte zu vermitteln, als Experte die eigenen Herangehensweisen zu demonstrieren oder als Expertin ein unverwechselbares Profil zu entwickeln. Wichtig ist nur noch, ein Buch auf der Publikationsliste zu haben, egal wie das dann aussieht. Allerdings geht bei einem solch mechanischen, lieblosen Vorgehen all das verloren, was den Experten oder die Expertin persönlich ausmacht, was ihn oder sie von der Konkurrenz abhebt. Nahezu jede Beraterin oder Trainerin, jeder Coach oder Speaker sieht sich einem riesigen Wettbewerb mit anderen Experten und Expertinnen gegenüber. Schlechte Bücher helfen in einem solchen Marktumfeld überhaupt nicht weiter, weil sie die Glaubwürdigkeit untergraben.<br />
Ich ermutige meine Kunden und Kundinnen immer, beim Schreiben die eigene Persönlichkeit stärker zu betonen, ein authentisches, echtes Buch zu veröffentlichen – und kein Instantprodukt, das sich nicht von anderen Instantprodukten unterscheidet. Positionierung entsteht, indem man Position bezieht: Was macht mich und mein Angebot besonders? Wie kann ich das authentisch vermitteln? Wie zeige ich, dass ich glaubwürdig bin? Das ist der langwierigere und schwierigere Weg, aber meiner Meinung nach der erfolgreichere. So verhindert man, im Einheitsbrei unterzugehen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Aus laienpsychologischer Sicht behaupte ich mal: weil es mühsam ist. Um zu wissen, was uns wirklich ausfüllt, müssen wir uns erst einmal intensiv mit uns selbst auseinandersetzen. Uns selbst genau kennenlernen und vielleicht auch von angeblichen Gewissheiten Abschied nehmen. Das kann auch schon mal wehtun. Und dann bedeutet der individuelle Weg auch oft, dass wir gegen den Strom schwimmen, das ist anstrengend. Es ist einfacher und bequemer, sich treiben zu lassen und das zu machen, was alle tun.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong><a href="https://www.braumueller.at/t?isbn=9783991002604"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15939" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg" alt="Cover Buch Hamburg abseits der Pfade von Cordula Natusch" width="350" height="551" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>CN:</strong> Derzeit konzentriere ich mich darauf, mich als die „Expertenbuch-Expertin“ zu positionieren. Die wichtigste Plattform dafür ist meine <a href="https://expertenbuch-schreiben.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> mit dem zugehörigen Blog. In der Regel einmal in der Woche verschicke ich einen E-Mail-Newsletter an Abonnenten, um über aktuelle Themen und Entwicklungen auf dem Buchmarkt und natürlich meine Angebote zu berichten oder Blogartikel zu teilen. Am liebsten aber bin ich bei Veranstaltungen wie der Buchmesse in Frankfurt und Leipzig oder dem Selfpublishing-Day dabei, halte Vorträge, gebe Workshops und spreche mit den Menschen. Gerade diesen direkten Kontakt möchte ich weiter ausbauen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Selbstverständlich gibt es auch Themen, die ich nicht in die Öffentlichkeit trage. Das sind aber höchst persönliche Fragen, bei denen es im Zweifelsfall niemanden etwas angeht, wie ich „in echt“ bin. Außerdem bin ich privat wohl temperamentvoller und spontaner, als meine Kunden und Kundinnen vermuten. Im Job bin ich deutlich sachlicher. Das liegt jedoch nicht daran, dass ich mich dort etwa verstellen würde. Aber wenn ich einen Text bearbeite oder einen Autor beziehungsweise eine Autorin strategisch berate, brauche ich die professionelle Distanz, um den jeweils besten Weg zu finden. Man sollte sich nicht in bestimmte Lösungen verlieben, sondern offen und flexibel bleiben.<br />
Ansonsten hat Authentizität viel mit Werten zu tun. Und meine Werte vertrete ich auf allen Ebenen. Ich lasse mich also in der Regel mit Klarnamen auch auf kontroverse Diskussionen ein, beziehe Position und mache mich damit angreifbar. Das hat sicher auch Auswirkungen auf meinen Job, vermutlich sortieren mich einige Personen von vornherein aus, wenn sie eine Dienstleistung zu vergeben haben. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Wer mit meinen Werten völlig verquergeht, für den komme ich als Auftragnehmerin ohnehin nicht infrage. Mein Gegenüber erspart sich also die Kontaktaufnahme, ich erspare es mir, den potenziellen Auftrag zu prüfen und dann abzusagen.<br />
Eigentlich finde ich es schwieriger, wenn ich bei meinem Gegenüber keinerlei Authentizität erkennen kann. Wenn jemand echt ist, kann ich ihn nach einer Kennenlernphase einschätzen. Ich weiß, für welche Themen er steht, mit welchen Reaktionen ich in bestimmten Situationen ungefähr rechnen kann etc. So ist derjenige halt, damit kann ich umgehen. Wenn jemand hingegen nicht echt, nicht authentisch ist, wonach handelt er dann? Wie erkenne ich, ob er mir gegenüber ehrlich ist oder mir nur etwas vorspielt? Wie also kann ich dann Sein und Schein auseinanderhalten? Das löst Unsicherheit aus und ist anstrengend.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>CN:</strong><br />
a. Werte. Wofür stehe ich? Was ist mir wichtig? Was lehne ich ab? Was ich denke und fühle, was ich sage und wie ich handele: Das alles sollte aus einem Guss sein. Und die gemeinsame Klammer dafür bilden meine Werte.<br />
b. Ehrlichkeit. Zur Authentizität gehört, ehrlich sich selbst und anderen gegenüber zu sein und zum eigenen So-Sein zu stehen. Es gilt also, sich seine Schwächen einzugestehen und sie nicht krampfhaft hinter einer Fassade zu verbergen. Unsere Fehler machen uns menschlich. Und niemand hindert uns daran, an ihnen zu arbeiten.<br />
c. eigene Stimme. Über die Art, wie wir sprechen und schreiben, verraten wir viel über uns selbst. Bin ich eher sachlich oder ist jede Aussage mit einem lockeren Spruch garniert? Pflege ich einen gehobenen Sprachstil oder benutze ich eher eine innovative Jugendsprache? Das sind in der Kommunikation – auch mit potenziellen Kunden – wichtige Signale, die meinem Gegenüber zeigen, ob wir zueinander passen oder nicht.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Authentizität hilft uns, uns in dieser zunehmend unübersichtlichen Welt zu orientieren – das denke ich zumindest (ich bin aber keine Psychologin). Wir wollen glauben, dass jemand wirklich so ist, wie er erscheint, und uns nicht nur etwas vorspielt oder sich permanent verstellt. Das hat viel mit Vertrauen zu tun. Ist es jemand wert, dass ich ihm vertraue? Oder muss ich befürchten, dass das Verhalten, das in mir Vertrauen auslöst, nur vorgetäuscht ist?<br />
Und dass wir selbst authentisch sind und leben, fordert unsere individualisierte Gesellschaft ja permanent von uns: „Sei du selbst!“ Schau dir nur mal an, wie viele Menschen davon reden, sich mit ihren „Herzensbusiness“ selbstständig gemacht zu haben. Daran ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes – wobei ich den Begriff nicht mag, der ist mir (als Wirtschaftslektorin) zu blumig. Man darf sich dabei aber nicht in Träumereien verlieren, sondern sollte realistisch bleiben. Denn absurderweise wird uns ja gleichzeitig beispielsweise auf Instagram eine komplett künstliche Welt vorgespielt. Wer das für authentisch hält, erlebt eventuell schnell eine böse Überraschung. Da war er wieder, mein Pragmatismus …</p>
<p><em><strong>CG: </strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Mir ist es wichtig, mich nicht von fremden Plattformen abhängig zu machen, daher werde ich mich auch weiterhin auf meine eigenen Inhalte konzentrieren, also meinen Blog und meinen E-Mail-Newsletter pflegen. Außerdem möchte ich mehr Gastartikel schreiben und Interviews geben, um mein Angebot bekanntzumachen und mich von den genannten „Schnell-mal-ein-Buch-raushauen“-Angeboten abzugrenzen. Social Media mache ich natürlich auch, aber immer mit dem Ziel, die Menschen in meine eigenen Kanäle zu lenken. Sehr gut funktionieren bei mir kurze, kostenlose Webinare rund ums Bücherschreiben, da ist das Interesse immer groß.<br />
Auch offline habe ich gute Erfahrungen mit Veranstaltungen gemacht, also mit Sprechstunden, Vorträgen und Workshops auf Messen oder dem Selfpublishing-Day. Das möchte ich in jedem Fall weitermachen, auch weil es mir viel Spaß macht. Und dann werde ich natürlich selbst auch Bücher schreiben, um mich als Expertin für das Bücherschreiben, -veröffentlichen und -vermarkten zu positionieren. Die ersten sind schon in der Pipeline.</p>
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<p>Bildquellen: Portrait Miriam Böttner, Buchcover Braumüller Verlag</p>
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