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	<title>Hass Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Hass Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Hasskommentare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 06:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>7 Taktiken der Trolle, Haterinnen und Disser. Und was wir dagegen tun können. &#8222;Du bist doch total krank!&#8220; Das las ich vor ein paar Tagen auf Facebook. Der Auslöser dafür war, dass ich in einer Diskussion über Rassismus angemerkt hatte, dass es wichtig ist, die Perspektive des anderen einzunehmen – schließlich ist doch ein weißer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>7 Taktiken der Trolle, Haterinnen und Disser. Und was wir dagegen tun können.</h2>
<p><em><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-7596 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/11/Werkzeugkasten-430x314.jpg" alt="Werkzeugkasten" width="430" height="314" />&#8222;Du bist doch total krank!&#8220; </em>Das las ich vor ein paar Tagen auf Facebook. Der Auslöser dafür war, dass ich in einer Diskussion über Rassismus angemerkt hatte, dass es wichtig ist, die Perspektive des anderen einzunehmen – schließlich ist doch ein weißer Mann mittleren Alters (wie mein Kontrahent) eher selten die Zielscheibe rassistischer Äußerungen.</p>
<p>Ich mache nun seit mehreren Jahren Counterspeech – beruflich und privat. Das heißt, ich tippe aktiv gegen den Hass an und versuche zum Beispiel, mit Fakten mehr Rationalität in Diskussionen zu bringen. Mittlerweile bin ich ziemlich abgehärtet und rigoros, was Beleidigungen angeht – in diesem Fall beendete ich zum Beispiel die Diskussion mit diesem Typen. Als Antwort tippte ich: <em>&#8222;Beschimpfungen sind für mich keine Basis, auf der ich mit dir weiter diskutieren möchte.&#8220; </em> Das störte den Typen nicht. Er beleidigte mich weiter und unterstellte mir auch noch, ich hätte eh keine Argumente &#8211; deswegen würde ich nun die Flucht ergreifen. <em>&#8222;Immer der übliche Mist&#8220;</em>, seufzen nun erfahrene Gegenrednerinnen und -redner. Warum das üblich ist? Weil Diskussionen mit Disserinnen und Hatern oft nach dem gleichen Schema verlaufen. Und dabei kommen viele sprachliche und inhaltliche Handwerkszeuge zum Einsatz:</p>
<h4>1. Absurde Vergleiche</h4>
<p><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="wp-image-14137 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Schraubenzieher.jpg" alt="Schraubenzieher" width="26" height="100" /></a>&#8222;Wir AfDler sind die neuen Juden!&#8220;</em> Meine Güte, wenn ich das lese, bin ich jedes Mal platt. Dieser absurde Vergleich tauchte zum Beispiel im Internet auf, als sich große Fußballvereine dagegen ausgesprochen haben, Mitglieder dieser Partei in ihren Reihen aufzunehmen. Klar, hier kommt das sogenannte<span id="more-12595"></span> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toleranz-Paradoxon</a> zum Vorschein – wir predigen Toleranz und sind selbst intolerant. Doch wenn wir Intoleranz tolerieren, wird die Toleranz zurückgedrängt.</p>
<h4>2. Steile Sinnlos-Thesen</h4>
<p><em><img decoding="async" class="wp-image-14136 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Meissel.jpg" alt="Meißel" width="25" height="100" />&#8222;Der Vater von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carola_Rackete" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carola Rackete</a> arbeitet für die Rüstungsindustrie und ist Multimilliardär! Sie wird später ein Vermögen erben!&#8220;</em> Ähhh, und selbst wenn? Nicht nur, dass das totaler Blödsinn ist (siehe diese Recherche von Mimikama) &#8211; diese Aussage basiert auch noch auf dem Prinzip der Sippenhaft, die es in der Bundesrepublik Deutschland glücklicherweise nicht mehr gibt. Hier wird also gleich auf mehreren Ebenen schief argumentiert.</p>
<h4>3. Das weiß man doch!</h4>
<p data-wp-editing="1"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14135 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Spachtel-e1562227124954.jpg" alt="Spachtel" width="56" height="100" />Dieser Satz kommt oft als Antwort, wenn ich die Haterin oder den Disser nach Quellen oder Links zu absurden Vergleichen oder steilen Thesen frage. Der Satz suggeriert die Existenz eines allgemein verbindlichen Allgemeinwissens, das alle Menschen abrufen können.  Außerdem impliziert der Satz, dass der fragende Mensch eben einfach blöd ist, wenn er das nicht weiß. Und gleichzeitig schützt er den Absendenden davor, Belege für diese Aussage liefern zu müssen.</p>
<h4>4. Die Pathologisierung</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14134 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer.jpg" alt="Bohrer" width="54" height="85" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer.jpg 230w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer-191x300.jpg 191w" sizes="auto, (max-width: 54px) 100vw, 54px" />Mit einer Zuschreibung wie <em>&#8222;Du bist doch total krank!&#8220;</em> würdigt der gemeine Wütende sein Gegenüber mit fünf einfachen Worten herab, um jede weitere Diskussion zu unterbinden. &#8222;Gesunde Menschen&#8220; aus der Welt der Hater und Disserinnen kommen schließlich nicht auf die Idee, sich mal in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen. Denn wer das tut, ist nach deren Meinung eben krank. Gestört. Bekloppt. Verrückt.</p>
<h4>5. Meinungsfreiheit!!!!111!!!!</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14133 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Hammer.jpg" alt="Hammer" width="57" height="100" />Mit dem Begriff &#8222;Meinungsfreiheit&#8220; wird heute so gut wie alles erklärt, was Haterinnen und Disser ins Internet rausrotzen. Dabei bedeutet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit#Rechtslage_in_Deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungsfreiheit</a> eigentlich, dass wir unsere persönliche Meinung äußern dürfen – Beleidigungen, Hass und Verleumdungen sind durch die Meinungsfreiheit genau so wenig abgedeckt wie unwahre Tatsachenbehauptungen oder Generalverdächtigungen.</p>
<h4>6. Rechtsextreme Narrative</h4>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14131 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Schraubenschluessel.jpg" alt="Schraubenschlüssel" width="37" height="100" />&#8222;Umvolkung&#8220;</em>, <em>&#8222;Lügenpresse&#8220;</em> oder <em>&#8222;jüdische Weltverschwörung&#8220;</em> – diese Narrative und Formulierungen gehören zu rechtsextremen Verschwörungs-Geschichten, die immer wieder in Social Media auftauchen. Menschen, die diese Worte benutzen, bewegen sich bereits in dieser ganz eigenen Sprach- und Gedankenwelt. Eine gute Übersicht findest du in diesem <a href="https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/kategorie/08-rechtspopulismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glossar der NeueMedienmacher</a>. Ich versuche, diese Begriffe zu vermeiden.</p>
<h4>7. Politische Gleichsetzung</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14142 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Kleiner-Hobel-e1562227389851.jpg" alt="Kleiner Hobel" width="45" height="100" />Immer, wenn die neuesten Zahlen in Sachen Zunahme der rechtsextremen Gewalt veröffentlicht werden, folgt ein Satz: <em>&#8222;Aber die Linken!&#8220; </em>Immer. Dabei sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/33591/definitionen-und-probleme?p=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Gleichsetzung Blödsinn ist</a>. Noch bekloppter wird es, wenn Antifaschistinnen und Antifaschisten – also Menschen, die sich gegen Nazis engagieren – als &#8222;neue Nazis&#8220; bezeichnet werden. Das impliziert, dass ein Engagement gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit identisch ist mit einem menschenverachtenden Weltbild.</p>
<h3>Tja &#8230; aber was können wir tun?</h3>
<p>In diesem Punkt habe ich in den letzten Monaten meine Meinung geändert: Früher tippte ich gegen diesen Hass an, bis mir neben meinen Fingern auch noch mein Hirn wehtat. Heute beende ich eine Diskussion, sobald mein Gegenüber diese &#8222;Stilmittel&#8220; benutzt. Warum ich das tue? Weil sich hinter solchen Accounts meist keine &#8222;echten Menschen mit echten Meinungen&#8220; verbergen &#8211; so wurde zum Beispiel <a href="https://www.volksverpetzer.de/social-media/greta-fakes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufgedeckt, dass mehr als 50 % der Hasskommentare gegen Greta Thunberg von Fake-Accounts stammen</a>. Und schon 2018 hat eine <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/hasskommentare-analyse-103~_origin-9c3e12c6-f3a1-47cb-9f61-ca30919bf955.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie ergeben, dass 5 % der Accounts für mehr als 50 % der Likes unter den Hasskommentaren verantwortlich sind. </a></p>
<p>Mit dem Handwerkszeug der Wutbürgerinnen und Wutbürger werden also in den Sozialen Netzwerken Mehrheiten simuliert, die es eigentlich gar nicht gibt! Warum sollten wir mit unserer Gegenrede also noch die Reichweiten dieser Trollarmeen vergrößern? Bei Facebook zum Beispiel ranken Postings besonders weit oben, die viel Interaktion erzeugen &#8211; und Gegenrede ist natürlich Teil dieser Interaktion, ob wir das nun wollen oder nicht. Deswegen mein Rat:</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-12529" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/01/Zauberstab-430x286.jpg" alt="Zauberstab" width="60" height="40" />Nutzt eure Zauberkräfte! Ignoriert die Wutbürgerinnen und Wutbürger. Blockiert die Trolle, Haterinnen und Disser. Denn so bekommen wir die Kommentarspalten zurück.</h4>
<p>Meiner Meinung nach ist das die einzige Möglichkeit, die Trolle, Haterinnen und Disser in die Schranken zu verweisen und ihnen mithilfe der Algorithmen die Kommentarspalten wegzunehmen. Auf die Meldefunktionen der Sozialen Netzwerke sollten wir uns nicht verlassen, sie funktionieren nicht – gerade fordert das Bundesamt für Justiz von Facebook 2 Millionen Euro Strafe wegen der Intransparenz im Umgang mit Hasskommentaren.</p>
<p>Je mehr Menschen also ihre Zauberkräfte entdecken und die Zaubertools nutzen, die uns die Sozialen Netzwerke bereitstellen, um so weniger Reichweite werden Hass und Hetze haben. Und das Klima in den Kommentarspalten wird viel entspannter und wertschätzender. Hier die Anleitungen:</p>
<p><strong>Die Zaubertools von Facebook:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/168009843260943?helpref=faq_content" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Als Person Profile blockieren</a></li>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/297845860255949" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seiten moderieren und Kommentare verbergen/löschen</a></li>
</ul>
<p><strong>Die Zaubertools von Twitter:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://help.twitter.com/de/using-twitter/blocking-and-unblocking-accounts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts blockieren</a></li>
<li><a href="https://about.twitter.com/de/safety/safety-tools.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts, Wörter oder Unterhaltungen stumm schalten</a></li>
</ul>
<p><strong>Die Zaubertools von Instagram: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/instagram/426700567389543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts blockieren in verschiedenen Stufen</a></li>
</ul>
<p>Die Blockier- und Ignorierfunktionen anderer Sozialer Netzwerke findest du in deren Hilfebereich.</p>
<p>Und wer nun &#8222;ZENSUR!&#8220; ruft, möge sich daran erinnern, dass Hass keine Meinung ist. Und Rechtsextremismus ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit &#8211; egal, wie bunt lackiert und banalisiert er daher kommt.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<title>Verbietet Social Media!</title>
		<link>https://www.christagoede.de/verbietet-social-media/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 07:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten. Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen: 1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13641 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Ein-Herz-das-schreit-e1546523250365-430x378.jpg" alt="Ein Herz, das schreit" width="430" height="378" />Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen:</p>
<h4>1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – dafür sorgen Menschen und Algorithmen.</h4>
<p>Hass und Angst sind starke Gefühle, denen wir kaum etwas entgegensetzen können. Menschen, die hassen oder Angst haben, sind für rationale Argumente nicht mehr zugänglich &#8211; auch Liebe als Antwort funktioniert nicht! Im Gegenteil: Wenn ich im Internet Hatern freundlich und zugewandt gegenübertrete, verstärke ich in vielen Fällen deren Hass noch. Manchmal geht das sogar so weit, dass ich für mein Verständnis und mein Engagement ebenfalls gehasst werde &#8211; weil ich zum Beispiel mit Geflüchteten arbeite. Dann bin ich &#8211; und natürlich auch andere, die sich in Social Media gegen den Hass engagieren &#8211; automatisch an jeder Straftat mit schuld, die von Geflüchteten verübt wird. Und uns werden derartig üble Dinge gewünscht, dass ich sie nicht hier wiederholen möchte.</p>
<p>Viele Menschen sehen sich auch nur noch als Opfer. Opfer der &#8222;Wir schaffen das!&#8220;-Ansage, Opfer der Automobilindustrie/des Dieselskandals/der Deutschen Umwelthilfe, Opfer irgendwelcher dubios bleibender Mächte im Hintergrund, die &#8222;uns&#8220; schaden wollen. Das war vermutlich schon immer so, klar. Aber mit Social Media wurden diese Stimmen lauter und sichtbarer. Sie versammeln sich zum Beispiel in Facebook-Gruppen, wo sie sich gegenseitig weiter aufstacheln mit Hasspostings und gefälschten Inhalten.</p>
<h5>Jetzt kommen die üblen Algorithmen gleich auf zwei Arten ins Spiel:<span id="more-13566"></span></h5>
<ul>
<li>Den Algorithmen ist es erst mal schnurzpiep, ob ein Posting inhaltlich richtig ist und ohne negative Emotionen auskommt. Oder ob es zum Beispiel Falschmeldungen beinhaltet und hetzerisch aufbereitet ist. Algorithmen merken, dass dieses Posting geteilt wird, also wichtig sein muss. Und vergrößern automatisiert die Reichweite dieses Postings.</li>
<li>Die Algorithmen steuern nun dieses Posting automatisiert Menschen zu, die bereits ähnliche Postings gelikt, geteilt oder sogar kommentiert haben. So entstehen dann sogenannte Filterblasen, in denen die Menschen praktisch nur noch Hasspostings und Fehlinformationen finden.</li>
</ul>
<p>Auf diese Weise werden aus sozialen Netzwerken asoziale Netzwerke, die vor Hass überlaufen und in denen die Postings immer extremer werden &#8211; bis hin zu übelsten Gewaltfantasien. Da hier die staatliche Kontrolle fast vollständig fehlt und zum Beispiel Facebook bis heute keine funktionierenden Strukturen für die Meldung von solchen Ekelinhalten hat, kann sich der Hass ungebremst weiter verbreiten. Verstärkt wird dieses Phänomen noch von Trollkommandos, die diese emotional negativ aufgeladenen Inhalte gezielt in die Welt setzen und so mit den manchmal berechtigten Ängsten der Menschen spielen.</p>
<h4>2. Clickbaiting betreiben alle – von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu den Medien.</h4>
<p>Hand aufs Herz: Hast du wirklich noch nie einen Postingtext noch mal überarbeitet, um ihn interessanter zu machen? Um ihn positiver zu schreiben? Auffordernder zu gestalten? Hast du wirklich noch nie für ein Foto einen starken Filter genutzt, um aus der sprichwörtlichen Scheiße Gold zu machen? Etwas bewusst weggelassen, obwohl es für den Gesamteindruck wichtig gewesen wäre? Ich hab das alles schon getan – für mich privat und natürlich auch für meine Kundinnen und Auftraggeber. Manchmal hatte ich viel Spaß bei dieser professionellen Behübschung, aber manchmal auch ein schlechtes Gewissen. Denn das Ergebnis hatte manchmal nur noch recht wenig mit der Realität zu tun &#8211; und das macht mir Bauchweh.</p>
<p>Bei Unternehmen kann ich diese spezielle Form der Inhaltsaufbereitung noch verstehen, denn Werbung funktioniert nun mal über die Zurschaustellung der positiven Seiten. Wobei ich die <a href="https://www.facebook.com/influencerperlen/" target="_blank" rel="noopener">Influencer-Exzesse auf Instagram</a> wirklich gruselig finde &#8211; und davon überzeugt bin, dass diese &#8222;Perlen&#8220; langfristig sogar geschäftsschädigend wirken werden.</p>
<p>Richtig schlimm wird Clickbaiting meiner Meinung nach dann, wenn Medien es betreiben: Mittlerweile kreieren auch eigentlich seriöse Medien Headlines und Teasertexte, die nur noch sehr wenig mit dem eigentlichen Inhalt des Textes zu tun haben. Für die Aufmerksamkeit wird hier alles getan &#8230; immer mit dem Wissen, dass viele Menschen die Texte gar nicht mehr lesen, um sie in Social Media zu kommentieren. Da wird munter drauf losgepoltert, vermutet, gedisst und Zusammenhänge hergestellt, bei denen sich meine Fußnägel aufrollen.</p>
<p>Wenn diese Magazine, Zeitungen und Portale dann nicht mal ein vernünftiges Community-Management haben, werden diese Ramschbeiträge nicht moderiert &#8211; die Gegenrede und Korrektur bleibt wackeren Menschen überlassen, die sich zum Beispiel unter Hashtags wie #wirsindmehr oder #ichbinhier versammeln. Klar, das ist ein ziemlich günstiges Geschäftsmodell für die Medienkanäle &#8230; aber ob solche, größtenteils unmoderierten Social-Media-Auftritte wie <a href="https://www.facebook.com/FrankfurterRundschau" target="_blank" rel="noopener">dieser</a> oder <a href="https://www.facebook.com/focus.de/" target="_blank" rel="noopener">dieser </a>tatsächlich zum guten Ruf einer Publikation beitragen, darf wohl bezweifelt werden. Passend dazu wurde am Sonntag, den 20.1.2019, auf der Infoseite des Vereins<a href="https://www.facebook.com/notes/ichbinhier-der-verein/offener-brief-an-online-redaktionen-und-journalisten/1130052927158458/" target="_blank" rel="noopener"> #ichbinhier ein &#8222;Offener Brief an Online-Redaktionen und Journalisten&#8220;</a> veröffentlicht &#8211; dort finden sich konkrete Forderungen, die ich alle unterstütze.</p>
<h4>3. Es gibt immer mehr Informationen – gleichzeitig wird die Überprüfung der Inhalte immer schwieriger.</h4>
<p>Ich habe eine goldene Social-Media-Regel: Was ich nicht überprüfen und damit validieren kann, teile ich nicht. Denn wenn ich mir nicht ganz sicher bin, dass ein Inhalt korrekt ist, werde ich unter Umständen Motor einer ganzen Industrie, die mit gefälschten Nachrichten eine Menge Geld verdient. Diese Fälschungen gibt es mittlerweile in allen Bereichen: von der Politik über den Lebensstil und die Wissenschaft bis hin zu Tagesgeschehen auf dieser Welt. Doch ich bemerke, dass ich immer länger brauche, um Nachrichten zu checken: Gerade, wenn es um aktuelle Nachrichten geht, ist es zumindest in den ersten Stunden fast unmöglich, mehrfach überprüfbare Inhalte zu finden &#8211; obwohl die <a href="https://www.christagoede.de/faktencheck-nachrichten-bilder-und-informationen-ueberpruefen/" target="_blank" rel="noopener">Anzahl der Tools für den Faktencheck</a> stetig wächst. Also habe auch ich schon Links geteilt, in denen echter Bullshit stand, wie ich später bemerkt habe. In diesem Fall habe ich das Posting umgehend gelöscht!</p>
<p>Noch schwieriger wird es, wissenschaftliche Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen: Hat der Journalist die Inhalte der Studie tatsächlich korrekt wiedergegeben? Entspricht die Entstehung der Forschungsergebnisse den wissenschaftlichen Standards? Solche tiefen Recherchen würden viel Zeit kosten – Zeit, die ich wie viele andere auch nicht habe. Und auch Zeit, die ich nicht aufbringen möchte für ein schnelles Posting in Social Media. Da es anderen wohl genau so geht wie mir, lese ich mittlerweile Postings in meiner Timeline, die auf reine Propagandaplattformen (nein, ich nenne hier keine!) verlinken. Und das, obwohl meine Filterblase eigentlich eine aufgeklärte und sorgfältige ist.</p>
<p>Darauf angesprochen argumentieren die Absendenden meistens mit &#8222;Aber der Artikel ist doch gut!&#8220; oder &#8222;Klar, ich weiß, dass das ne Schrott-Plattform ist. Aber meine Freundinnen und Freunde können damit umgehen!&#8220; Dass sie mit dem Teilen ganz nebenher die Reichweite dieser Ramschinhalte vergrößern, übersehen diese Menschen gerne – womit wir wieder bei Grund 1 wären.</p>
<h4>4. Soziale Netzwerke bestimmen den politischen Diskurs – und gefährden Menschen und ganze Staaten.</h4>
<p>Ein paar Beispiele gefällig?</p>
<ul>
<li><a href="https://www.reuters.com/article/us-myanmar-rohingya-facebook/u-n-investigators-cite-facebook-role-in-myanmar-crisis-idUSKCN1GO2PN" target="_blank" rel="noopener">UN-Beobachter geben <strong>Facebook</strong> eine Mitschuld am Genozid an den Rohingya in Myanmar.</a></li>
<li><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/lynchmorde-indien-101.html" target="_blank" rel="noopener">In Indien wurden mindestens sechs Menschen von Lynchmobs ermordet – Auslöser waren Gerüchte, die über <strong>WhatsApp </strong>verbreitet wurden. </a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Cambridge Analytica: Ein Datenleck bei <strong>Facebook</strong> hat </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Donald Trump </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">mit ziemlicher Sicherheit zum Sieg verholfen. </a></li>
<li>Der Schweizer Journalist Fabian Eberhard erhielt allein auf <strong>Twitter</strong> 70.000 Hassnachrichten, nachdem er über einen Aufmarsch polnischer Neonazis berichtet hatte. </li>
<li><a href="https://youtu.be/aqZiwRk1yLQ" target="_blank" rel="noopener">Der Journalist Richard Gutjahr kämpft seit Jahren gegen Verschwörungstheorien und deren Verbreitung via <strong>Social Media</strong>, denn er wurde selbst zur Zielscheibe.</a></li>
<li>Die <strong>Facebook</strong>-&#8222;Leave-Kampagne&#8220; zum Brexit wurde aus Russland unterstützt und mithilfe von Cambridge Analytica gesteuert. </li>
<li><a href="https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/hass-gegen-frauen-auf-twitter/1108663945982796/" target="_blank" rel="noopener">Laut Amnesty International grassiert auf <strong>Twitter</strong> der Hass gegen Frauen ganz besonders extrem. </a></li>
</ul>
<p>Gegenmaßnahmen? Wenig heiße Luft, noch weniger konkrete Taten &#8211; wer jemals strafbare Inhalte bei den Sozialen Netzwerken gemeldet hat, mag das Wort &#8222;Gemeinschaftsstandards&#8220;, gegen die der gemeldete Inhalt nicht verstößt, nicht mehr lesen. Doch warum sollten sich die Netzwerke auch kümmern? Sie haben mit unserer tatkräftigen Unterstützung Räume geschaffen, in denen ihre eigenen Gesetze gelten. Und so sind zum Beispiel auf Facebook Brustwarzen verboten, aber extreme Gewaltdarstellungen oder Holocaust-Leugnungen erlaubt.</p>
<h3>Ich habe fertig. Und einige Ideen.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13643" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Hirn-mit-Ideen-430x327.jpg" alt="Hirn voller Ideen" width="250" height="190" />Grmpf, dieses Auskotzen war wichtig für mich! Wer dieses Blog schon länger liest, weiß, dass ich eigentliche glühende Verfechterin von Social Media bin &#8211; und dass mir dabei Facebook ganz besonders am Herzen liegt. Oder besser lag. Denn hier haben knallharte wirtschaftliche Interessen dazu geführt, dass sich dieses Soziale Netzwerk sehr gut sichtbar von selbst zerstört. In meiner Timeline geben immer mehr Menschen ihren Rückzug aus Facebook bekannt, und auch erste Unternehmen ziehen die Notbremse.</p>
<p>Doch auch zu Twitter, Instagram oder in WhatsApp mehren sich die kritischen Stimmen: Denn auch hier sind intransparente Systeme entstanden, die wirtschaftliche Interessen über menschliche Interessen stellen. Und die sich einen Teufel scheren um rechtliche Vorschriften wie den Datenschutz. Die strafrechtliche Aufarbeitung der zahlreichen Vorkommnisse scheint unmöglich, genauso wie die Durchsetzung der geltenden Vorschriften. Von daher hilft wohl nur ein Verbot*. Absurd, ich weiß. Und vermutlich genauso wenig durchsetzbar wie wirksame Kontrollen bei diesen mächtigen Firmen.</p>
<h4>Social Media mit Gebühr?</h4>
<p>Meiner Meinung nach ist es Zeit für ein Netzwerk, in dem die Menschen zum Beispiel selbst bestimmen, welche Daten sie mit den Unternehmen teilen und welche nicht. Das könnte zum Beispiel über ein Bezahlmodell erfolgen: kein Datenschutz = keine Gebühr, Datenschutz = monatliche Gebühr. Wichtig wäre auch, dass das neue Netzwerk transparent arbeitet und sich so das Vertrauen der Menschen verdient. Außerdem sollte es klare Regeln geben, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht – diese Regeln müssten sich wohl auch von Land zu Land unterscheiden. Außerdem dürfte dieses Netzwerk die Kontrolle der Inhalte und die Steuerung der Algorithmen nicht in der hauseigenen Dunkelkammer vornehmen, sondern müsste sich zum Beispiel externen Prüfinstituten, NGOs oder Universitäten öffnen.</p>
<h4>Mehr Medienkompetenz!</h4>
<p>Ferner brauchen wir endlich das Schulfach Medienkompetenz und natürlich auch Kurse für Erwachsene. Denn selbst in meinem Freundeskreis gibt es Nametest-Opfer und Analysespielchen-Junkies, die allzu gerne ihre eigenen Daten und Inhalte mit dubiosen Unternehmen teilen – und die ihrer Freundinnen und Freunde gleich mit. Ach ja, und wir brauchen eine Gesetzgebung, die mit dem digitalen Wandel mithalten kann und nicht wie bisher Jahre oder sogar Jahrzehnte hinterherhinkt. Okay, jetzt gleite ich endgültig in das Reich der Fantasie ab &#8230; 😉</p>
<h3>Was wir selbst tun können.</h3>
<p>Gegenreden. Fakten teilen. Stellung beziehen. Besonnen argumentieren, Nicht über jedes Stöckchen springen. Nicht jeden Scheiß teilen. Gedisste Menschen unterstützen. Als Privatperson genau wie als Unternehmen. Dafür habe ich in <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">diesem Blogbeitrag</a> schon 2016 elf Regeln entwickelt:</p>
<p><strong> 1. Ich muss nicht alles lesen, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>2. Ich muss nicht alles kommentieren, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>3. Ich muss es nicht aushalten, wenn mich jemand übel angeht. </strong></p>
<p><strong>4. Ich darf zurückübeln &#8211; wenn ich genau erkläre, warum ich das tue. Oder blockieren. </strong></p>
<p><strong>5. Ich denke mehr über die guten Dinge dieser Welt nach. </strong></p>
<p><strong>6. Ich kommuniziere mehr über die guten Dinge dieser Welt. </strong></p>
<p><strong>7. Ich helfe da, wo ich kann. </strong></p>
<p><strong>8. Ich akzeptiere andere Meinungen*, auch wenn ich sie nicht mal im Ansatz verstehen kann. </strong></p>
<p><strong>9. Ich lästere nicht über Menschen, die einen anderen Weg gehen als ich. </strong></p>
<p><strong>10. Ich lasse mich nicht anstecken von Wut oder Aggression und spekuliere nicht. </strong></p>
<p><strong>11. Ich halte mich an die Punkte 1 bis 10. Immer.</strong></p>
<p>* Rechtsextremismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.</p>
<p><em>Küsschen, deine Christa</em></p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<title>Angst</title>
		<link>https://www.christagoede.de/angst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2017 06:55:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[#D17]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Counterspeech]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland spricht]]></category>
		<category><![CDATA[Dissen]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
		<category><![CDATA[Haten]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Impfen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angst? Das kann weg. Echt. Angst ist kein guter Lebensbegleiter, das habe ich glücklicherweise schon sehr früh in meinem Leben gelernt. Wenn Angst mein Leben bestimmt hätte, wäre ich nicht als Kind auf die hohen Bäume geklettert und hätte nie den tollen Blick aus den schwankenden Wipfeln genossen. Ich wäre auch wohl nie in meinem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Angst? Das kann weg. Echt.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-11840" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/05/Buckelnde-Katze-430x225.png" alt="Buckelnde Katze" width="430" height="225">Angst ist kein guter Lebensbegleiter, das habe ich glücklicherweise schon sehr früh in meinem Leben gelernt. Wenn Angst mein Leben bestimmt hätte, wäre ich nicht als Kind auf die hohen Bäume geklettert und hätte nie den tollen Blick aus den schwankenden Wipfeln genossen. Ich wäre auch wohl nie in meinem Leben vom 10-Meter-Turm gesprungen und hätte nie das irre Glücksgefühl nach einem solchen Sprung spüren dürfen 😉 . Und ich hätte mich wohl auch nie selbstständig gemacht. Denn diese vollkommen eigenverantwortliche Form der Arbeit hat viele Risiken. Mit Sicherheit würde mein Ich in einer ängstlicheren Variante ein ganz anderes Leben führen als das, was ich habe &#8230;</p>
<p>Noch dazu habe ich das unglaubliche Glück, in einem Land geboren zu sein, das so sicher und so friedlich ist wie kaum eine andere Region auf dieser Erde. Ja, es gibt viele Probleme zum Beispiel im Bildungssektor, unsere Politik wird immer stärker von Lobbyisten bestimmt und Frauen verdienen im Schnitt immer noch 20 % weniger als Männer. Gleichzeitig ist mein Bauch voll, meine Wohnung warm, ich darf mich politisch engagieren und meine Meinung sagen und vor meiner Haustür findet kein Krieg statt. Alles Gründe, warum ich keine Angst habe, mich aber trotzdem engagiere &#8211; denn es geht noch besser, da sind wir uns bestimmt alle einig!</p>
<h3>Die Renaissance der Angst</h3>
<p>Gleichzeitig erlebe ich aber gerade, wie die Angst immer mehr das Leben meiner Mitmenschen bestimmt: Die einen haben Angst vorm Impfen, die nächsten Angst vor Flüchtlingen und die dritten haben Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Oder vor Chemtrails, der Weltverschwörung, oder Barcodes auf Lebensmitteln. Und als die <span id="more-11555"></span>Flüchtlinge kamen, versank ja ohnehin das gesamte Land in Chaos und Verbrechen *augenroll*. Denn vorher gab es natürlich und ganz selbstverständlich weder Raub, Mord noch Totschlag und sexuelle Übergriffe auf Frauen schon mal gar nicht. Ist klar. *zynismusmodusaus*</p>
<p>Weil ich diesen Irrsinn nicht unwidersprochen lassen möchte, gehöre ich zu den Menschen, die sich aktiv und unter Klarnamen gegen Hass, Propaganda und Fehlinformationen im Internet einsetzen. Dieses Engagement hat mir in den letzten Jahren schon so einiges an &#8222;Fanpost&#8220; eingebracht: Mir wurde gedroht, ich würde &#8222;nach der Machtergreifung&#8220; an der Laterne vorm Haus baumeln, man(n) lebte virtuell allerlei üble sexuelle Fantasien an mir aus oder unterstellte mir, ein von irgendwelchen dunklen Mächten reichlich bezahlter Troll zu sein. Doch ich kann euch beruhigen, liebe Disser, Hater und Verschwörer: Ich bin eine Frau aus Fleisch und Blut und meine das, was ich schreibe, wirklich ernst. Und ich werde nicht mal dafür bezahlt, ich mach das ganz freiwillig, weil ich Diskussionen und Nachdenken enorm wichtig finde! Genau wie aufeinander zu gehen und miteinander sprechen.</p>
<h3>Seid doch mal cool drauf, ey!</h3>
<p>Ich hab auch gleich noch einen wirklich guten Tipp für euch, liebe Internetangst-Menschen: Durchatmen, ommmmm sagen und einfach mal raus gehen und Leute kennen lernen. Du hast Angst vor Flüchtlingen aus Syrien oder Afghanistan? Dann frag doch mal bei deiner örtlichen Flüchtlingsinitiative nach, ob dort noch Hilfe zum Beispiel beim Deutschunterricht oder bei den Behördengängen gebraucht wird. So machst du dich nützlich für die Gemeinschaft und kannst ganz nebenher die Menschen kennen lernen, die nach Deutschland geflohen sind. Du erfährst&nbsp;deren Lebensgeschichten, kannst dich&nbsp;austauschen, lernst Menschen kennen &#8211; und glaube mir: Wenn du jemanden kennen gelernt hast, dann hast du&nbsp;fast automatisch keine Angst mehr vor ihm oder ihr!<br />
Und noch ein Nachsatz: Nein, nicht alle Geflüchteten sind per se nett, auch in dieser Gruppe gibt es mächtige Arschlöcher &#8211; da scheint es irgendwie eine statistische Konstante zu geben wie &#8222;100 Menschen = 5 Arschlöcher&#8220; oder so. Aber Idioten und andere Deppen kann man gut ignorieren, das weiß ich aus eigener Erfahrung 😉 .</p>
<p>Oder hast du Angst vorm Impfen? Die ist normal, denn ein Restrisiko bleibt immer. Doch wenn du Impfen als Dienst an deinen Mitmenschen betrachtest, tut der kleine Piks gleich viel weniger weh. Denn Impfen ist nicht nur Selbstschutz, sondern eben auch Schutz der Schwächeren. Es gibt ja Menschen wie kleine Babys oder Kranke, die sich nicht impfen lassen können &#8211; die haben bisher von einer hohen Impfquote in der Bevölkerung profitiert, denn Krankheiten wie Masern kamen nur noch sehr selten vor. Doch das ändert sich leider gerade, weil so viele Menschen den Piks verweigern! Selbst wenn du das Glück hast, keinen kranken Menschen persönlich zu kennen und noch nie um das Leben eines lieben Menschen bangen musstest, so kennst du bestimmt Menschen, denen genau das passiert ist. Und genau deshalb ist Nicht-Impfen meiner Meinung nach hochgradig asozial! Und wenn du Angst davor hast, dass dir der Himmel auf den Kopf fällt, solltest du mehr Asterix und Obelix lesen &#8211; dann kannst du während du Angst hast noch ein bisschen Spaß haben 😉 .</p>
<h3>Einfach mal einen Schritt zurücktreten. Oder auch zwei.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-5570" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/12/Dialog-430x304.jpg" alt="Dialog" width="430" height="304">Du hast Angst vor irgendwelchen anderen Sachen? Ja, kenne ich auch, ehrlich. Aber ich trete dann einen Schritt zurück und betrachte die Situation von außen: Ist es wirklich so schlimm, wie ich mir das gerade vorstelle? Gibt es Menschen, die diese Sache, die mir gerade Angst macht, schon überstanden haben? Vielleicht sogar viele? Spätestens an diesem Punkt meiner Überlegungen entspanne ich mich sehr schnell wieder &#8211; denn wenn andere das hingekriegt haben, werde ich das ja wohl auch noch schaffen, bitte schön! Und wenn der eine Schritt und meine Selbstansprache so gar nichts nutzen, dann frage ich im zweiten Schritt jemanden in meinem Freundeskreis nach seiner Einschätzung der Situation. Allerspätestens an diesem Punkt bin ich dann wieder recht geerdet, denn die Außensicht eröffnet mir fast immer neue Perspektiven, die ich bisher nicht gesehen habe. Schwupps, die Angst ist weg!</p>
<p>Genau so ticke ich übrigens auch bei euch, liebe Disser, Hater und Verschwörer: Ich habe keine Angst vor euch. Im Gegenteil, ich möchte gerne mal jemanden von euch persönlich kennen lernen. Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen und erklärt mir seine oder ihre Sicht der Dinge Live und in Farbe? Was genau hat dich an mir so gereizt, dass du mich übel beschimpfst &#8211; oder mir sogar den Tod oder eine Massenvergewaltigung wünscht? Von mir aus gerne bei einem Kaffee oder vielleicht sogar bei einem leckeren Essen, ich bin da unempfindlich. Aber sehr neugierig &#8230; 😉</p>
<p>Warum ich dir das anbiete? Meiner Meinung nach kommt man mit Neugierde und Offenheit im Leben weiter! Schließlich habe ich so die Chance, Neues kennen zu lernen, dich kennen zu lernen. Ich freue mich also darauf, mit dir zu reden, zu diskutieren und von mir aus auch zu streiten &#8211; aber bitte mit Stil und gegenseitigem Respekt. Meine Kontaktdaten findest du unter diesem Posting.</p>
<h3>&#8222;Deutschland spricht&#8220; &#8211; ich bin dabei!</h3>
<p>Übrigens: Ich hab mich auch bei <a href="http://www.zeit.de/politik/2017-05/deutschland-spricht-aufruf-d17" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Deutschland spricht&#8220; (#D17)</a> angemeldet &#8211; wer will, kann mich also vielleicht am 18.6.2017 treffen und mit mir sprechen. Über die Themen, die uns alle bewegen, oder das Leben im Allgemeinen und im Speziellen. Ich freu mich drauf 😉</p>
<pre>Bildquellenangabe:&nbsp;<a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
<hr>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
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		<title>aktiv gegen Hass</title>
		<link>https://www.christagoede.de/aktiv-gegen-hass/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 15:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[#ichbinhier]]></category>
		<category><![CDATA[Die bessere Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[First Draft Coalition]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Hoaxmap]]></category>
		<category><![CDATA[Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalbart]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>5 Initiativen gegen Hass und Fakenachrichten, die wir alle unterstützen sollten. Das Internet und die Sozialen Netzwerke quellen über vor Hass &#8211; meiner Meinung nach befinden wir uns gerade in einer brandgefährlichen Kommunikations-Abwärtsspirale, wie es sie bisher noch nie gab: In den Sozialen Netzwerken und in Blogs wird gedisst, was das Zeug hält, auf allerübelste Art [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>5 Initiativen gegen Hass und Fakenachrichten, die wir alle unterstützen sollten.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11284" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/01/Startknopf-430x225.jpg" alt="startknopf" width="350" height="184" /><br />
Das Internet und die Sozialen Netzwerke quellen über vor Hass &#8211; meiner Meinung nach befinden wir uns gerade in einer brandgefährlichen Kommunikations-Abwärtsspirale, wie es sie bisher noch nie gab: In den Sozialen Netzwerken und in Blogs wird gedisst, was das Zeug hält, auf allerübelste Art gedroht und eingeschüchtert und unterhalb aller Schuhsohlen &#8222;argumentiert&#8220;.</p>
<p>Glücklicherweise gibt es aber auch eine andere Seite: Derzeit organisieren sich auf ganz verschiedenen Ebenen Menschen, die einen Gegenpol zum Hass bilden möchten, Hoaxes aufdecken und zu einem inhaltlich orientierten Diskussionsstil zurückkehren wollen. In diesem Blogbeitrag stelle ich einige dieser Initiativen vor:<br />
<a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8334 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/hand1-430x328.png" alt="hand" width="34" height="26" /></a></p>
<h4><a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/?fref=ts">#ichbinhier </a>&#8211; Deeskalation und konstruktives Mitmischen*</h4>
<p><strong>Medium:</strong> Facebook, geschlossene Gruppe</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong> alle, die sich engagieren möchten gegen den Hass</p>
<p><strong>Selbstverständnis: </strong>&#8222;#ichbinhier ist eine <span id="more-11276"></span>Aktionsgruppe zur Rückeroberung der Diskussionskultur in den sozialen Medien. Hass, Beleidigung, Respektlosigkeit, Lüge, Sexismus und Destruktion wollen wir Konstruktivität, Mut, Offenheit und höfliche Entschiedenheit entgegensetzen. Je mehr Menschen die Kommentarspalten der großen Online-Medien deeskalieren, desto besser wird der allgemeine Umgang miteinander. Jede konstruktive Stimme macht den Unterschied.&#8220;</p>
<p><strong>So kannst du mitmachen: </strong>Dich in die Gruppe aufnehmen lassen. Konstruktiv in die Debatten unterhalb der Postings einmischen und klar Standpunkt beziehen. Mit dem Hashtag #ichbinhier werden diese Postings recherchierbar &#8211; die anderen Gruppenteilnehmer können unterstützend liken oder selbst auf hohem, gepflegten Niveau mitdiskutieren. Zusätzlich werden einzelne Postings in der Gruppe sichtbar gemacht, damit die Unterstützung noch leichter fällt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">* Heute, am 19. Februar 2017, habe ich die Gruppe #ichbinhier verlassen. Ich finde die Idee nach wie vor gut, aber die Art der Umsetzung widerspricht meinen Vorstellungen von einem fairen, transparenten und konstruktiven Engagement.</span><br />
<a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8334 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/hand1-430x328.png" alt="hand" width="34" height="26" /></a></p>
<h4><a href="https://de.firstdraftnews.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk First Draft Coalition</a> &#8211; Leitfaden für Augenzeugen-Medien</h4>
<p><strong>Medium:</strong> Netzwerk von mehr als 40 internationalen Medien wie dpa, Facebook, Zeit Online, Google News Lab oder  The Guardian.</p>
<p><strong>Zielgruppe</strong>: Journalisten und alle Menschen, die wissen möchten, wie man News validiert und so zum Beispiel Falschmeldungen oder Hoaxes enttarnt.</p>
<p><strong>Selbstverständnis:</strong> &#8222;Wir stellen Ihnen praktische und ethische Leitlinien zur Verfügung, die erklären, wie man aus dem Social Web stammende Inhalte finden, prüfen und veröffentlichen kann.&#8220;</p>
<p><strong>So kannst du mitmachen:</strong> Die praktischen Leitfäden sind auch für uns &#8222;Ottilie und Otto Normalverbraucher&#8220; interessant &#8211; gerade, wenn du selbst viele Inhalte in Social Media teilst. Hier kannst du also die Werkzeuge finden, mit denen du deine Links/Fotos etc. validieren kannst.<br />
<a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8334 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/hand1-430x328.png" alt="hand" width="34" height="26" /></a></p>
<h4><a href="https://www.facebook.com/groups/556433517860262/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die bessere Achse</a> &#8211; Gegenpol zur &#8222;Achse des Guten*&#8220;</h4>
<p><strong>Medium:</strong> Facebook &#8211; geschlossene Gruppe</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong> alle, die sich engagieren möchten gegen den Hass (Blogger etc.)</p>
<p><strong>Selbstverständnis:</strong> &#8222;Wir stehen ein für einen menschlichen, konstruktiven und wertschätzenden Diskurs auf Basis verifizierter Fakten. Deshalb engagieren wir uns gegen Populismus, Rassismus und Lügen. Allen Menschen und Gruppen, die Opfer solchen Verhaltens werden, stehen wir durch unterstützende Kommunikation zur Seite.&#8220;</p>
<p><strong>So kannst du mitmachen:</strong> Dich in die Gruppe aufnehmen lassen. Hier kannst du dich mit anderen Bloggern und Engagierten vernetzen, Beiträge zum Thema schreiben und diese den Mitgliedern vorstellen &#8211; hier könnten sich Synergien in Sachen Reichweite ergeben. Außerdem werden die Blogbeiträge an zentraler Stelle gesammelt.<br />
<a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8334 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/hand1-430x328.png" alt="hand" width="34" height="26" /></a></p>
<h4><a href="http://hoaxmap.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hoaxmap.org </a>&#8211; Gerüchte über Geflüchtete überprüfen</h4>
<p><strong>Medium:</strong> Website mit integrierter Google-Karte, in der mittlerweile mehr als 400 Gerüchte gesammelt sind.</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong> alle, die wissen möchten, was an Gerüchten über Geflüchtete dran ist.</p>
<p><strong>Selbstverständnis:</strong> &#8222;Die Hoaxmap ist aus dem Wunsch entstanden, eine Ordnung in die Vielzahl gestreuter Gerüchte zu bringen und die Dekonstruktion selbiger zu erleichtern. Sämtliche &#8222;Auflösungen&#8220; sind etablierten Medien entnommen und verlinkt. Sofern kein Datum für den jeweiligen Vorfall aufgeführt ist, wurde das Datum des Artikels übernommen. In den wenigen Fällen, in denen kein konkreter Ort angegeben war, wurde die Hauptstadt des Landkreises bzw. Bundeslandes übernommen.&#8220;</p>
<p><strong>So kannst du mitmachen:</strong> Bevor du angebliche News über Geflüchtete in den Sozialen Netzwerken teilst, kannst du hier einen Blick hineinwerfen und checken, ob eine Nachricht bereits als Hoax enttarnt wurde.<br />
<a href="https://www.facebook.com/groups/718574178311688/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8334 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/hand1-430x328.png" alt="hand" width="34" height="26" /></a></p>
<h4>Schmalbart &#8211; die faire, offene und transparente Antwort auf &#8222;Breitbart*&#8220;</h4>
<p><strong>Medium:</strong> Website mit intensiver Vernetzung in Social Media &#8211; in Gründung</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong> Derzeit &#8211; Blogger, Journalisten, Leute mit guter Schreibe und Ideen, die sich engagieren möchten. Später &#8211; alle Menschen, die sich für die Hintergründe rund um das Blog Breitbart interessieren.</p>
<p><strong>Selbstverständnis:</strong> &#8222;Uns geht es um Versachlichung und Klärung, um saubere Diskussion und Streit um Standpunkte. Wir wollen aber auch Grenzen ziehen, wenn Unwahrheiten und Verdrehungen oder gar Fälschungen verbreitet werden. Volksverhetzung, Rassismus, Antisemitismus und jede andere Art von Menschenfeindlichkeit werden wir bekämpfen.&#8220;</p>
<p><strong>So kannst du mitmachen: </strong>Zum Beispiel Artikel schreiben &#8211; die Website dient in Zukunft als Sammelpunkt für Beiträge, die sich mit dem Blog Breitbart beschäftigen. Die Tonalität sollte humorvoll, intelligent, überraschend und pointenreich sein. Nähere Infos findest du hier.</p>
<h3>Machst du mit?</h3>
<p>Ich freue mich, wenn diese Engagements breite Unterstützung finden. Denn wir alle müssen den Mund aufmachen und gemeinsam gegen gezielte Lügen, Stimmungsmache und Hass vorgehen! Danke dir &#8211; wir lesen, hören, sehen uns 😉</p>
<p>Zu diesem Themenbereich findest du noch mehr Artikel in diesem Blog:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.christagoede.de/hatespeech-und-fakenachrichten/">Hatespeech und Fakenachrichten</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/hate-speech-es-kann-jeden-treffen/">Hatespeech &#8211; es kann jeden treffen</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/5-gruende-warum-ich-facebook-nicht-mehr-sooo-mag/">5 Gründe, warum ich Facebook nicht mehr sooo mag</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/ich-brauche-urlaub/">Ich brauche Urlaub</a> und <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">Wieder da</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/ueber-gute-menschen/">Über gute Menschen</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/internet-recherche/">Tipps zur Internet-Recherche</a></li>
<li><a href="https://www.christagoede.de/krisenkommunikation-mal-ganz-anders/">Krisenkommunikation mal ganz anders</a></li>
</ul>
<hr />
<p>* diese Blogs verlinke ich nicht, da sie meiner Meinung nach Hass schüren. Aber die gute alte Tante Google hat Antworten, wenn du es genauer wissen möchtest &#8230;</p>
<hr />
<p>Bildquellenangabe: <a href="http://www.pixabay.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a></p>
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		<title>Hatespeech und Fakenachrichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 09:49:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Counter Speech]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fakenews]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
		<category><![CDATA[Hate-Speech]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Social Media &#8211; was ist nur mit uns Menschen kaputt? Vorab: Für mich war das wieder mal eine grauenhafte Woche in Social Media. Ich merke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzureden. Wie ich selbst immer aggressiver werde, weil mich diese geballte Aggressivität der Hater offensichtlich ansteckt. Wie ich immer öfter überlege, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Social Media &#8211; was ist nur mit uns Menschen kaputt?</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8940" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/09/Funke-430x489.jpg" alt="Funke an Dynamit" width="350" height="398" />Vorab: Für mich war das wieder mal eine grauenhafte Woche in Social Media. Ich merke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzureden. Wie ich selbst immer aggressiver werde, weil mich diese geballte Aggressivität der Hater offensichtlich ansteckt. Wie ich immer öfter überlege, einfach den Stecker zu ziehen und dieses Internet, das ich seit mehr als 20 Jahren so sehr liebe, zu verlassen &#8230;</p>
<p>Nein, natürlich werde ich das nicht tun. Und das &#8222;reale Leben&#8220; da draußen ist ja auch nicht immer ein Ponyhof mit Liebe und Frieden und so. Aber was mir &#8211; verdammt noch mal &#8211; an Social Media derzeit total auf die Nerven geht, fasse ich mal in ein paar Punkten zusammen. Und weil ich nicht nur meckern will, hänge ich noch ein paar erste Ideen zur Lösung dran:</p>
<h4>FAKEPROFILE &#8211; pöbeln aus dem Dunkeln</h4>
<p>Hey, Leute, wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Warum auch, wir leben schließlich in einer Demokratie. Aber wenn wir miteinander reden, dann reden wir auf Augenhöhe! Oder würdest du dich im Wald mit jemandem unterhalten, der dich anspricht, während er unsichtbar hinter <span id="more-11234"></span>einem Gebüsch sitzt? Nein, du würdest sehen, dass du Land gewinnst. Aus guten Gründen. In Social Media pöbeln und haten gefühlt Millionen von Fakeprofilen &#8211; ohne Bilder, ohne Freunde, ohne Geschichten. Profile, die einfach nur dafür gemacht worden sind, andere Menschen anzugehen, zu pöbeln, einzuschüchtern. Ich weigere mich mittlerweile, mit solchen Profilen zu diskutieren oder auch nur eine Frage zu beantworten. Denn ich möchte wissen, mit wem ich spreche &#8211; in Social Media genau so wie im Wald. Und gegen Fakeprofile nutzt auch <a href="https://www.christagoede.de/hate-speech-es-kann-jeden-treffen/">Counter Speech</a> nichts, denn diese Profile wurden ja nur angelegt, um die ekelhafte Sau rauszulassen.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn immer mehr Menschen solchen Profilen höflich einen schönen, friedlichen Tag wünschen und die Diskussion vermeiden? Und wir stattdessen mit den Menschen diskutieren, die erkennbar echt sind und unter Klarnamen agieren? Es gibt ja ein paar Marker wie zum Beispiel das Alter eines Profils oder die Art, wie es gepflegt ist, die zumindest eine erste Abschätzung zulassen.</p>
<h4>FACEBOOK IST SCHULD &#8211; die fehlgeleitete Diskussion</h4>
<p>Boar, darüber kann ich mich sehr aufregen, denn das ist meiner Meinung nach eine echte Stellvertreter-Diskussion. Guckt euch doch mal um, ist es auf Twitter anders? Nein, auch da wird massiv gedisst &#8211; so schlimm, dass das Unternehmen gerade eine neue <a href="http://www.hna.de/netzwelt/twitter-verstaerkt-vorgehen-gegen-mobbing-und-verbalattacken-zr-6990881.html" target="_blank">Initiative gegen die Trolle</a> gestartet hat. Und auch auf WhatsApp oder Snapchat üben sogar schon <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/bildung-in-berlin-cybermobbing-gehoert-zum-schueleralltag/14904642.html" target="_blank">die lieben Kleinen ihre Mobbingfähigkeiten</a> und entwickeln sich zu wahren Meistern des unmenschlichen Miteinanders. Auch die Foren, Communities und Blogs sind voll mit Hass: Da hassen Mütter andere Mütter, Schüler mobben andere Schüler, Baristas dissen Normalkaffeetrinker und die Bewohner der A-Straße finden die Bewohner der B-Straße selbstverständlich total asozial. Hass ist beliebig geworden, gefühlt reicht manchmal die falsche Schuhgröße, um massiv angegangen zu werden. Und Hass hat in erster Linie nichts mit der Plattform Facebook zu tun &#8211; wir sind selbst schuld.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wir wäre es, wenn wir stattdessen darüber nachdenken, was mit uns Menschen kaputt ist? Und wann das genau kaputt gegangen ist? Meine eigenen Gedanken dazu kreisen immer mehr um eine Kapitalismuskritik: An dem Punkt, als aus der &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft" target="_blank">Sozialen Marktwirtschaft</a>&#8220; ein &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marktfundamentalismus" target="_blank">Marktfundamentalismus</a>&#8220; wurde, haben wir Menschen unseren Gemeinsinn verloren. Denn wer braucht schon Empathie, Respekt und Rücksichtnahme, wenn einzig der Ellenbogeneinsatz* gesellschaftlich belohnt wird?</p>
<h4>ELITEN SIND SCHULD &#8211; die nächste fehlgeleitete Diskussion</h4>
<p>Wer soll denn das sein, diese Eliten? Ganz klassisch – die Akademiker? Beruflich erfolgreiche Menschen? Menschen, die viel Geld geerbt haben? Menschen mit roten, blonden oder braunen Haaren? Großstadtbewohner? Kleinstadtmenschen? Eltern oder Nichteltern? Links denkende Menschen? Links handelnde Menschen? Die sogenannten &#8222;Gutmenschen&#8220;? Menschen, die sich in irgendeiner Form gesellschaftlich engagieren? Politiker? Nur die, die das hauptberuflich tun oder auch die, die sich in ihrer Freizeit engagieren? Ich habe rote Haare, wohne in einer Großstadt, bin Akademikerin und politisch aktiv, gebe Flüchtlingen Deutschunterricht, habe keine Kinder, dafür aber Schuhgröße 41 &#8230; bin ich Elite? Wenn ja, wann genau bin ich dazu geworden? Wenn nein, warum bin ich es nicht? Du siehst, diese Diskussion führt zu nichts, da sie mehr vernebelt als klärt.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn wir anfangen würden, auf der Metaebene darüber zu diskutieren, was genau mit uns und unserer Gesellschaft nicht stimmt? Wenn wir versuchen zu verstehen, an welchem Punkt genau die Stimmung derartig kippen konnte? Wenn wir aufhören, Fingerpointing zu betreiben und stattdessen gemeinsam überlegen, wie wir Hass, Mobbing und Disserei in den Griff bekommen?</p>
<h4>DER STAAT MUSS EINGREIFEN &#8211; die Verlagerung der Verantwortung</h4>
<p>Wow, da stehen mir so richtig die Haare zu Berge. Wir sind alle erwachsen, wir tragen selbst die Verantwortung für unser Leben und unser Handeln &#8211; wir wissen alle, dass B folgt, wenn wir A tun. Warum brauchen wir einen Staat, der uns vorschreibt, wie wir zu leben oder nicht zu leben haben? Ein kurzer Blick auf das politische Zeitgeschehen reicht, um zu erkennen, dass praktisch jedes Gesetz auch gegen die verwendet werden kann, die es eigentlich schützen soll. Ich möchte nicht in einem Überwachungsstaat leben. Genau so wenig möchte ich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Backdoor" target="_blank">Backdoors i</a>n meiner Software oder &#8211; ganz klassisch &#8211; Schnüffel-Mitleser in meiner Briefpost. Ich möchte meine Privatsphäre wahren und selbst entscheiden können, wem ich einen Blick hinein gestatte und wem nicht. Aber diese Entscheidungsmöglichkeit wurde mir schon vor langer Zeit genommen &#8230; und jeden Tag verliere ich ein Stückchen mehr Privatsphäre, ohne, dass ich es merke.</p>
<p><strong>Idee:</strong> Wie wäre es, wenn wir uns selbst engagieren? Wenn wir selbst dafür sorgen, dass Hass mindestens eine Gegenrede erfährt? Wenn wir massiv die Menschen unterstützen, die gerade gedisst, bepöbelt und bedroht werden? Auch auf die Gefahr hin, dass es uns selbst trifft? Wenn sich hier endlich die breite Masse engagieren würde, wurden wir Einzelnen auch von genau dieser breiten Masse geschützt!</p>
<h4>FAKENEWS &#8211; erst checken, dann teilen</h4>
<p>Ja, ich weiß, es wird immer schwerer, eine Nachricht von einer Fakenews zu unterscheiden &#8211; auch für mich. Aber es wäre uns allen mit Sicherheit geholfen, wenn wir vor dem Teilen einer Information einen kurzen Blick ins Impressum der Absenderseite werfen. Wenn das irgendwie dubios erscheint oder eventuell gar nicht vorhanden ist, könnten wir dann mit wenig Aufwand genauer hinschauen &#8211; und so uns selbst, unsere Freunde, Fans und Follower vor Fakenews schützen. Diese paar Minuten sollten uns die Menschen da draußen wert sein, findest du nicht auch?</p>
<p><strong>Idee:</strong> Ich habe schon mal ein paar Methoden gesammelt, wie man einen Link oder eine Nachricht validieren kann &#8211; im <a href="https://www.christagoede.de/internet-recherche/">Blogbeitrag &#8222;Tipps zur Internetrecherche&#8220;.</a> Das wird nicht immer zu 100 % vor Fakenews schützen, aber es ist ein Anfang. Und es ist einfach!</p>
<hr />
<p>Grmpf, ich habe fertig. Für heute, nicht inhaltlich. Denn es gibt noch viel mehr Punkte, die mich am derzeitigen Geschehen und den daraus entstehenden Diskussionen aufregen. Wisst ihr was? Mich macht das alles so traurig, dass ich manchmal an meinem Rechner sitze und weine. Ich weine, weil mir die Opfer von Hate Speech und Mobbing so leidtun &#8211; und ich weine auch, weil ich Mitleid mit den Tätern habe. Was ist in deren Leben so verdammt schief gelaufen, dass sie so gefühllos und berechnend handeln? Was geht in einem Menschen vor, der einen anderen Menschen verbal köpfen, vergasen oder sonst wie abschlachten will? Warum habe ich nicht viel früher gemerkt, wie viele dieser Menschen es gibt? Fragen über Fragen &#8211; auf die ich auch keine Antwort weiß. Aber ich weiß, dass es so nicht weitergeht. Und ich weiß, dass ich mein Engagement gegen diese &#8222;Trends&#8220; noch intensivieren werde.</p>
<p>Bist du auch dabei? Wenn ja, wie? Lasst uns diskutieren, uns sammeln, uns absprechen. Damit wir alle wieder heile werden können. Und damit meine ich ALLE.</p>
<p>* Man verzeihe mir Politologin diese verkürzte und auch ziemlich platte Kapitalismuskritik.  Aber ich denke, viele von euch wissen genau, was ich damit meine.</p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="http://www.pixabay.com" target="_blank">pixabay</a></pre>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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		<title>Hate speech &#8211; es kann jeden treffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2016 07:51:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Counter Speech]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenreden]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
		<category><![CDATA[Hassreden]]></category>
		<category><![CDATA[Hate-Speech]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextreme]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wutbürger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hassreden im Internet: Was wir alle dagegen tun können. Der Ton im Internet und in den Sozialen Netzwerken wird von Tag zu Tag rauer &#8211; es gibt immer mehr persönliche Angriffe, Beleidigungen und übergriffige Formulierungen. Manche Menschen haben in Social Media scheinbar den letzten Rest Anstand verloren und andere Menschen aus ganz verschiedenen Gründen zum [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hassreden im Internet: Was wir alle dagegen tun können.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11114" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2016/11/Hatespeech-Counterspeech-430x430.png" alt="hatespeech-counterspeech" width="350" height="350" />Der Ton im Internet und in den Sozialen Netzwerken wird von Tag zu Tag rauer &#8211; es gibt immer mehr persönliche Angriffe, Beleidigungen und übergriffige Formulierungen. Manche Menschen haben in Social Media scheinbar den letzten Rest Anstand verloren und andere Menschen aus ganz verschiedenen Gründen zum sprichwörtlichen Abschuss freigegeben. Gleichzeitig kommen die Sozialen Netzwerke ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nach und löschen Hassbeiträge weder konsequent noch nach einem klar erkennbaren Muster &#8211; die ominösen Gemeinschaftsstandards von Facebook sind ein Musterbeispiel für dieses verantwortungslose Verhalten. Dazu kommt, dass sich die deutschen Strafverfolgungsbehörden nach wie vor schwer damit tun, schnell gegen Hassredner vorzugehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass zwischen Anzeige und Verurteilung 1,5 Jahre vergehen können &#8211; wenn überhaupt etwas passiert.</p>
<p>Darüber hinaus reicht es nicht, auf Polizei und Staatsanwaltschaft zu <span id="more-11103"></span>warten, wir alle sind gefragt! Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, sich ganz klar gegen Hass zu positionieren und Gesicht zu zeigen. Counter speech &#8211; also die Gegenrede zur Hassrede &#8211; ist eine Methode, wie wir alle uns engagieren können. Auch wenn die <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2016-02/hatespeech-counterspeech-facebook-forschung" target="_blank" rel="noopener">Wirkung von Counter speech in der Forschung umstritten ist</a>, ist die Gegenrede doch eine Methode, mit der wir sichtbar Position beziehen können. Und Haltung ist gefragt in diesen Tagen!</p>
<h4>Was genau ist eigentlich Hate speech?</h4>
<p>Mit Hate speech werden alle digitalen Sprachformen bezeichnet, in den Hass zum Ausdruck kommt. Ziel dieser Hassreden ist immer die Herabsetzung oder die Verunglimpfung einer bestimmten Personen oder von Personengruppen. Hate speech ist oft strafbar (Volksverhetzung, Beleidigung etc.), manchmal kommen die Hassreden aber auch ohne strafrechtlich relevante Inhalte aus. Hate speech beinhaltet immer eine bestimmte Systematik, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li><strong>Gleichsetzung</strong> &#8211; <em>&#8222;Alle Moslems sind  Terroristen!&#8220;</em></li>
<li><strong>Verschwörung</strong> &#8211; &#8222;<i>Die </i><i>Flüchtlinge </i><i>werden hierher geholt, </i><i>weil die deutsche Bevölkerung ausgetauscht werden soll</i><i>.&#8220;</i></li>
<li><strong>Postfaktische Botschaften</strong> &#8211; &#8222;<i>Merkel </i><i>ist schuld!!!11</i><i>!!!!&#8220;</i></li>
<li><strong>Gruppenbildung</strong> &#8211; &#8222;<i>Wir </i><i>müssen aufpassen, dass unsere Kinder in der Schule nicht verschwult werden</i><i>!&#8220;</i></li>
<li><strong>Schuldzuweisung</strong>&#8211; <em>&#8222;Kein Wunder, dass die Tussi vergewaltigt wurde &#8211; so kurz, wie ihr Rock war!&#8220;</em></li>
</ul>
<p>Alle Erscheinungsformen von Hate speech setzen pauschal eine bestimmte Bevölkerungsgruppe herab. Hassreden werden leider heute über so gut wie jede Menschengruppe geschwungen: Homosexuelle oder Transgender, Frauen, dicke oder dünne Menschen, Rothaarige oder Menschen, die einen Opel fahren oder Kleidung tragen, die nicht dem Mainstream entspricht. <strong>Kurz: Es kann jeden treffen!</strong> Und deshalb ist es auch so wichtig, energisch gegen jede Art von Hate speech vorzugehen.</p>
<h4>Counter speech: Es führen viele Wege zum Ziel.</h4>
<p>Counter speech ist die Gegenrede &#8211; also die direkte Antwort auf eine Hassrede. Doch vorab: Es gibt nicht den einen richtigen Weg in Sachen Counter speech. Jeder von uns hat eigene Mittel und Wege, einen eigenen Stil und eigene Vorlieben in Sachen Kommunikation. Mein liebstes Stilmittel ist zum Beispiel die Ironisierung &#8211; doch das liegt nicht jedem und Humor birgt durchaus auch Gefahren. Darüber hinaus zeige ich klare Kante &#8211; das heißt, ich positioniere mich öffentlich und sage laut, was ich denke. Und ich bin mittlerweile Freundin des großzügigen Löschens innerhalb eines Moderations-Prozesses &#8211; nicht erst dann, wenn strafrechtlich Grenzen überschritten werden. Argumente auszutauschen hat meiner Erfahrung nach in diesen postfaktischen Zeiten leider immer öfter keinen Sinn. Aber das mag jeder Mensch für sich selbst entscheiden, welche der hier vorgestellten Counter speech-Methode er wählt für sein Engagement gegen Hassredner:</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Ignoranz &#8211; Hate speech erzeugt keine einzige Reaktion.</strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Entzug der Aufmerksamkeit, Debatten laufen sich tot.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Debatten, in denen Hassreden ignoriert werden, wirken häufig abschreckend auf die Menschen, die Ziel des Hate speech sind.</li>
</ul>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Moderation &#8211; Beleidigungen, Off-Topic oder destruktives Debattenverhalten abmahnen und löschen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Eröffnet betreute Räume für Debatten im gepflegten Stil, Menschen, die Ziel von Hate speech wurden, müssen sich nicht zurückziehen.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Aufwendig und teuer. Verzerrung möglich, wenn keine klaren Moderationsregeln existieren.</li>
</ul>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Ironisierung &#8211; auf Hassreden humorvoll antworten. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b><b>: </b>Haltung beweisen und gleichzeitig die Absurdität einiger &#8222;Argumente&#8220; aufzeigen. Humor hat oft auch therapeutische Wirkung.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Die Fronten können sich verhärten, da Dialoge so oft nicht mehr möglich sind.</li>
</ul>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Deeskalation &#8211; hinterfragen, vermitteln oder auch eine Diskussion kontrolliert verlassen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Offenheit auch bei schwer zu ertragenden &#8222;Argumenten&#8220;. Hilft unter Umständen, den Hassredner nicht in noch extremere Positionen zu treiben.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Erfordert Ruhe, Zeit, Geduld und jede Menge mentale Stärke.</li>
</ul>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />Gruppen bilden &#8211; Angegriffene verteidigen und Hassreden öffentlich machen. </strong></p>
<ul>
<li><b>Vorteil</b>: Zeigt, dass im Netz niemand allein gelassen wird, und schafft eine Gegenöffentlichkeit.</li>
<li><b>Nachteil</b>: Viele Angreifer wollen den öffentlichen Diskurs und scheuen auch die fehlende Anonymität nicht. Lockt eventuell weitere Hassredner an.</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Methoden und Ideen &#8211; hier ein paar Lesetipps:</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://no-hate-speech.de/" target="_blank" rel="noopener">no-hate-speech.de</a></strong> &#8211; viele Infos und praktische Memes für die Sozialen Netzwerke.</li>
<li><strong><a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/category/lexikon/hate-speech" target="_blank" rel="noopener">Netz gegen Nazis</a></strong> &#8211; jede Menge Artikel und Hintergrundberichte zum Thema Hate speech und auch <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/summer-hate-im-internet-11225" target="_blank" rel="noopener">praktische Tipps</a>.</li>
<li><strong><a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/hatespeech/" target="_blank" rel="noopener">Amadeu Antonio Stiftung</a> &#8211; </strong>no-nazi.net auf Facebook beschäftigt sich mit Rechtsextremismus in Sozialen Medien und Hate speech.</li>
<li><strong>Saferinternet.at</strong> &#8211; auf dieser österreichischen Seite gibt es einen detailreichen Leitfaden zum Download.</li>
<li><strong><a href="http://hasshilft.de/" target="_blank" rel="noopener">Hass hilft</a> </strong>&#8211; diese tolle Aktion versilbert Hasskommentare und spendet Geld für Flüchtlinge und gegen Rechts.</li>
<li><a href="http://hogesatzbau.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hooligans gegen Satzbau</strong></a> &#8211; die Hools sind auf <a href="https://www.facebook.com/pg/HoGeSatzbau" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> aktiv und kämpfen mit dem Duden sowie jeder Menge Humor gegen Hassreden.</li>
</ul>
<h4>Zum Schluss: An die eigene Nase fassen schadet nie!</h4>
<p>Klick und weg: In Sekundenbruchteilen können wir jeden Beitrag in den Sozialen Netzwerken teilen. Ab und zu haben wir ihn vorher nicht mal genau gelesen und auch nicht auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüft &#8211; mir ist das auch schon mehr als ein mal passiert. In meinem <a href="https://www.christagoede.de/krisenkommunikation-mal-ganz-anders/">Blogbeitrag &#8222;Krisenkommunikation mal ganz anders&#8220; </a> habe ich 7 Regeln zusammengefasst, mit denen wir alle unser Verhalten in den Sozialen Netzwerken überprüfen können &#8211; ob im Falle einer Krise oder im Social-Media-Alltag. Manchmal lohnt es sich auch, bei einem geplanten Posting genauer hinzugucken: Im <a href="https://www.christagoede.de/internet-recherche/">Blogbeitrag &#8222;Tipps zur Internet-Recherche&#8220;</a> erkläre ich einige Tools und Methoden, mit denen du Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen kannst. Und in <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">&#8222;Wieder da&#8220;</a> findest du meine persönlichen Social-Media-Leitlinien.</p>
<p>Jetzt du: Welche Methoden kennst du noch, aktiv gegen Hassredner im Internet vorzugehen?</p>
<p>Bild: <a href="http://www.pixabay.com">Pixabay</a></p>
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