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	<title>Authentizität Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Authentizität Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Norbert Gilles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 07:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioural Design]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Gilles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220; Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des Barcamp RheinMain. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220;</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-16472 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC19_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles als Speaker" width="430" height="287" />Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des <a href="https://www.barcamp-rheinmain.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barcamp RheinMain</a>. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine zweitätige Un-Konferenz für 300 Digitalverrückte zu veranstalten ;o) Ich freue mich sehr, dass er mit seinen nachdenklichen Antworten Teil dieser Interviewreihe ist.</p>
<hr />
<p><strong><em>CG:</em></strong><em> Seit 2008 machst du mit deiner <a href="https://www.giinco.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur giinco</a> digitale Kommunikation; Du berätst kleine und große Unternehmen, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem organisierst du im Team jedes Jahr das Barcamp Rhein-Main und bist eigentlich auf jeder Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet zu treffen, bei der es um Digitales geht. Gibt es einen Unterschied zwischen dem digitalen und dem analogen Norbert? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich denke nicht. Du beschreibst den digitalen Norbert ja als Hans Dampf in allen Gassen. Das bin ich im Analogen auch. Andere Gassen halt. Wobei sich diese Definition ja auch wenig nach der Arbeit-Norbert und der Privat-Norbert anhört.<br />
Da gibt es eigentlich auch keine Trennung. Ich bin natürlich auf einer Veranstaltung mitunter in einer anderen Rolle, als abends im Biergarten. Aber ich atme nicht vorher durch und sage „so, jetzt Event Lächeln aufsetzen“ oder sitze im Biergarten und denke mir „jetzt muss ich mal nicht so oder so sein“. Ich denke da gar nicht so richtig drüber nach. Ich bin anders fokussiert. Das kann man sagen. In einem Vortrag bin ich sehr auf mein Publikum konzentriert und versuche <span id="more-16452"></span>hier wirklich sehr aufmerksam zu sein. Im Biergarten träume ich auch schon mal vor ich hin.<br />
In der Agentur wird mir gesagt, dass man nicht unterscheiden kann, ob ich mit jemanden spreche, der im Raum ist, oder telefoniere. Ich glaube, ich bin einfach durchgängig derselbe Typ, egal wann und wo man mich trifft.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich besetze über meine Tätigkeit als Speaker eine bestimmte Nische. Für das Thema habe ich mich bewusst entschieden und auch, dass ich als Speaker präsent sein möchte. Das bedeutet einiges an zusätzlicher Arbeit und zusätzlichen Terminen. Aber das wollte ich so. Also was bin ich als Personenmarke? Ein Experte für ein interessantes Thema (<a href="https://www.behaviouraldesigncamp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behavioural Design</a>), welches strategisch aber auch operativ funktioniert. Ich kann auf viele dieses Thema betreffende Fragen Ad-hoc erschöpfende Antworten geben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich mache das, was ich gerne mache. Dafür gebe ich viel. Ich heuchle kein Interesse, ich bin wirklich interessiert.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-16474 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC18_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="430" height="287" />NG:</strong> Ich denke, dass sich viele von äußeren Umständen in eine Situation gedrängt fühlen, aus der sie nicht herauskommen oder nicht anderes handeln können.<br />
Man kann Folgendes tun: Man kann Verantwortung für sich selbst übernehmen und verstehen, dass diese Haltung eine Entscheidung ist. Ich kann mich auch anders entscheiden. Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Ich kann mir also aussuchen, mit welchen Konsequenzen ich leben möchte. Egal wie ich mich entscheide, es ist meine Entscheidung und ich gehe mit den Konsequenzen um.<br />
Ich glaube aber auch, dass diese Denkweise eine große Hürde ist. Es klingt viel einfacher, als es ist. Ich versuche, zumindest so zu leben. Damit werden alle meine Wege automatisch individuell. Sind ja meine Entscheidungen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Die Plattformen, die ich wirklich nutze sind Veranstaltungen. Ich gehe raus und rede über meine Themen (im Moment eher online). Darüber ergeben sich dann Kontakte, die vielleicht erst in ein paar Jahren zu tatsächlichen Anfragen und Projekten für unsere Agentur führen. Aber mittlerweile haben wir den Luxus so langfristig denken zu können.<br />
Andere „Plattformen“ sind Empfehlungen innerhalb der Unternehmen, die schon unsere Kunden sind. Diese internen Empfehlungen sind sehr, sehr wertvoll.<br />
Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken. Wenn ich mich mit jemanden über Ideen für Produkte oder Webseiten spreche, tue ich so, als ob ich einen Auftrag habe. Ich mache also ernsthafte Vorschläge. Im Rahmen des Gesprächs ist das auch alles kostenfrei. Wenn der Funke zündet und es zu Folgegesprächen zu diesem Thema kommt, lenke ich den Blick langsam darauf, dass man jetzt mal ein Projekt daraus machen sollte. Klappt manchmal.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Puh, diese Definition finde ich schwierig. Das postuliert ja, dass es ein echtes, wahrhaftiges Ich gäbe, mein Sein. Und ich aber in einem Schein gefangen bin. Also in einer Art Schauspiel, welches ich aufführe und welches nicht mich zum Thema hat, sondern irgendetwas anderes, scheinbares.<br />
Ich bin kein Psychologe, aber ich glaube nicht, dass es so etwas wie das nackte, allem zugrunde liegende Ich gibt. Ich bin permanent in irgendeiner Rolle: Agenturchef, Ehemann, Freund, Gast, Referent, Sportler, Autofahrer etc.<br />
Ich kann das gar nicht ablegen. Was soll denn dann übrig bleiben?<br />
Ich würde dem entgegenstellen, dass Authentizität dann gegeben ist, wenn ich die Verantwortung für meine Entscheidungen und die daraus resultierenden Konsequenzen übernommen habe. Oder kurz gesagt, wenn ich mit meinen Entscheidungen im Reinen bin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …. </em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-16457" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/HIK_2019_Roessler_Mielna-Norbert-klein-430x286.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="350" height="233" />NG:</strong> a. Ernsthaftigkeit/b. Verantwortung/c. Selbstbewusst<br />
Wenn ich Verantwortung für mich oder für etwas übernehme, wirkliche Verantwortung, dann resultiert daraus Ernsthaftigkeit. Ich kann zum Beispiel nicht sagen „Ich mache das!“ und mir heimlich denken „was ein Quatsch!“. Also… kann man machen, ist dann nicht authentisch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Authentizität macht Menschen ein Stück weit berechenbar. Das finden viele gut. Zu wissen woran man ist. Man glaubt, dann auch eben den „echten“ Menschen vor sich zu haben und nicht einen Menschen in einer Rolle. Aber… siehe oben. Ich bezweifle, dass es das so pur überhaupt gibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Du meinst neben der hohen Qualität unserer Arbeit? Tatsächlich versuchen wir, Qualität sehr holistisch zu betrachten. Für uns bedeutet Qualität auch, dass Kunden gerne mit uns zusammenarbeiten. Nicht jedes Projekt ist Rock ’n’ Roll. Aber egal warum es geht, der Kunde soll sich wohlfühlen und ernst genommen. Wir bekommen 99 % unserer Projekte über Empfehlungen. Die machen das nicht, weil wir so günstig waren.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
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<p>Bildquelle: Norbert Gilles</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Sandra Franck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 07:41:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Agentur]]></category>
		<category><![CDATA[Designerin]]></category>
		<category><![CDATA[designzwerge]]></category>
		<category><![CDATA[dz-design]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Franck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen.&#8220; Vor vielen Jahren klingelte bei mir mal das Telefon: Am anderen Ende war Sandra, Chefin der Agentur designzwerge aus Memmingen &#8211; sie brauchte Texte für eine Website. Von Anfang an waren wir auf einer Wellenlänge in Sachen Arbeit und Arbeitsstil. Außerdem können wir supergut zusammen brainstormen (andere nennen es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16316" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Sandra-430x645.jpg" alt="Sandra Franck von der Agentur designzwerge" width="350" height="525" />Vor vielen Jahren klingelte bei mir mal das Telefon: Am anderen Ende war Sandra, Chefin der <a href="https://dz-design.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur designzwerge</a> aus Memmingen &#8211; sie brauchte Texte für eine Website. Von Anfang an waren wir auf einer Wellenlänge in Sachen Arbeit und Arbeitsstil. Außerdem können wir supergut zusammen brainstormen (andere nennen es wohl rumspinnen ;o) Aber es ist superproduktiv!). So haben wir zum Beispiel zusammen Monster mit Charakter für ein Kindermode-Unternehmen entwickelt, biologische Abwasserreinigungsanlagen werblich dargestellt und eMitarbeiterschulungen ins Internet gebracht. Zur kreativen Energie, die wir gemeinsam entwickeln, kommt noch, dass wir beide einen wertschätzenden, zugewandten Arbeitsstil schätzen und pflegen. Und wir beide lieben Hunde! So ist klar: Sandra und ich sind ein echtes Dreamteam ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Seit 2008 bist du als Diplom-Mediendesignerin mit deiner Agentur designzwerge selbstständig: Du berätst kleine und mittelständische Unternehmen in ihrem digitalen und analogen Marketing, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem machst du schönen Schmuck und <a href="https://www.twitch.tv/isisnedjem" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zeichnest live über Twitch</a>. Gibt es einen Unterschied zwischen der digitalen und der analogen Sandra?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Ja, den gibt es: Ich zocke fast nur analog, nicht digital. Mein ganzes „kreatives Leben“ ist gleichzeitig analog und digital. Da genieße ich es, alle paar Wochen mit meinen Freunden im Real Life zusammen zu sitzen und „Brettspiele“ zu zocken. Ansonsten ergänzen sich für mich die analoge und die digitale Welt komplett. Selbst die Zusammenarbeit mit meiner Mitarbeiterin aus dem Homeoffice heraus findet digital via Zoom statt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht deine Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Hm, schwierig selbst zu beantworten. Eine Freundin sagte mal über mich: „Im ersten Eindruck ist Sandras Gedankenwelt chaotisch. Wenn man Sandra aber näher kennt, ergibt das aber plötzlich alles Sinn.“ – ich denke das kann ich so stehen lassen 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Mir ist es ziemlich egal, ob das gerade ein Modebegriff ist. Ich bin schon immer offen und ehrlich mit meinen Kunden und Partnern umgegangen. Ich halte nichts davon, bewusst etwas darzustellen, das man nicht ist.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16313" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Arbeit-und-Spa%C3%9F-das-passt-gut-zusammen-430x287.jpg" alt="Arbeit und Spaß - das passt gut zusammen" width="350" height="233" />SF:</strong> Mit meiner Antwort könnte ich Bücher füllen – ich versuche<span id="more-16306"></span> es mit der Kurzfassung: Ein Beispiel aus meiner Zeit an der Hochschule:</p>
<ul>
<li>Projekt: „Broschüre über den Klettverschluss“</li>
<li>Meine Idee: „Lasst uns doch die weiche Seite des Klettverschlusses auf den Buchrücken kleben, dann kann man das Produkt auch gleich fühlen!“</li>
<li>Der Prof: „So etwas Unprofessionelles machen wir nicht“</li>
<li>Stand heute in der einschlägigen Marketingliteratur: „Der haptische Effekt geht von den Fingerspitzen direkt in das Gehirn – toll, lasst uns mit dem haptischen Effekt arbeiten!“</li>
</ul>
<p>Dieses Erlebnis und noch einige Ähnliche zeigen mir, dass wir in unserem Bildungssystem zwar viel lernen. Aber auch verlernen, individuell zu sein, sich zu trauen und andere Wege zu gehen – sprich: kreativ zu sein.<br />
Es stehen einem immer gesellschaftliche Regeln im Weg: „Das kannst du doch so nicht machen!“ oder „Macht man das wirklich so?“ – ganz ehrlich … mir bluten die Ohren. Die Fragen sollten heißen: „Bringt es mich und/oder meine Zielgruppe weiter?“, „Welche positiven und negativen Auswirkungen kann es haben?“ oder „Ist es relevant?“… konstruktive Fragen eben, die die Auseinandersetzung mit dem Thema fördern und den nötigen Raum geben, individuelle Wege zu gehen. Fragen, hinter denen man wirklich mit Stolz steht.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Der Schuster und seine Leisten … leider kann ich lange nicht so viel in meinen unternehmerischen Außenauftritt stecken, wie es nötig wäre und wie ich es teilweise für meine Kundinnen und Kunden mache. Meine favorisierten Plattformen sind <a href="https://www.instagram.com/designzwerge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a> und natürlich meine eigene Webseite (gerade wieder in Überarbeitung). Um meinen Horizont zu erweitern arbeite ich gerade mit zwei großartigen Kolleginnen an meinem Außenauftritt: Mit dir, Christa, und mit <a href="https://yellowmint-design.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonja Mayer von yellowmint design</a>. Denn nichts ist zielführender für den Profi selbst als die Unterstützung von anderen Profis. Als Stilmittel haben wir eine persönliche Ansprache mit Humor festgelegt und setzen optisch eine Mischung aus grafisch aufbereiteten Posts und situativen Bilderpostings zusammen – und da wären wir wieder bei der professionellen Authentizität.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Naja klar, alles hat Grenzen. Authentisch sein heißt nicht, sich nackig machen zu müssen. Echt sein heißt: Nichts zu verschweigen, offen und ehrlich zu sein. Deswegen muss ich der Kundschaft nicht gleich meinen Steuerbescheid zeigen. Will der Kunde oder die Kundin aber explizit wissen, wo seine Flyer gedruckt oder seine Website gehostet wird, dann kann ich ihm das natürlich sagen. Und muss nicht vorspielen, eine eigene Druckmaschine oder einen Mega-Server im Keller zu haben. Auch dieses sich größer machen, als man ist, das vor 15 Jahren noch die Kommunikation bestimmt hat … „wir“ satt „ich“ ist heute ein No-Go. Ich kann nur dann eine gute Beraterin sein, wen ich ehrlich, offen und damit authentisch bin. Selbstredend, dass dazu die nötige Höflichkeit gehört.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16314" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Frauenpower-nat%C3%BCrlich-mit-Maske-in-Coronazeiten-430x403.jpg" alt="Frauenpower natürlich mit Maske in Coronazeiten" width="350" height="328" />SF:</strong> a. Ehrlichkeit – verdrehte Wahrheiten sind nicht authentisch, sie verbergen das Echte.<br />
b. Offenheit – wer sich öffnet, gibt viel seiner Persönlichkeit preis. Was könnte echter sein?<br />
c. Höflichkeit – ohne Höflichkeit keine Ehrlichkeit. Vor allem bei der Äußerung von Kritik (konstruktiv).</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Das Gefühl, dass das Gegenüber authentisch ist, erzeugt das Gefühl von Vertrauen. Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen – das macht es so besonders.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>SF:</strong> Ich lege mithilfe von dir und Sonja gerade den Grundstein meiner zukünftigen Ansprache neuer Kunden und Kundinnen: mehr gehaltvolles „ich“, weniger plakatives „wir“, eine strukturierte Übersicht unserer Leistungen und eine ansprechende Darstellung einiger unserer spannendsten Projekte – naja, und regelmäßigeres und gezielteres posten auf Instagram ;D</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquelle: Sandra Franck</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tonalität, Persönlichkeit und der geschäftliche Erfolg</title>
		<link>https://www.christagoede.de/tonalitaet-persoenlichkeit-und-der-geschaeftliche-erfolg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 06:24:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Ansprache]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Wording]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tonalität]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenssprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tonalität: Wie sprichst und schreibst du eigentlich geschäftlich? Weißt du eigentlich genau, auf welche Art und Weise du mit deiner Kundschaft kommunizierst? Oder machst du das bisher immer eher noch nach Bauchgefühl? Oder so, wie du das schon immer gemacht hast? Bist du mehr der Hallo-Typ oder sagst du eher Guten Tag? In diesem Blogbeitrag [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tonalität: Wie sprichst und schreibst du eigentlich geschäftlich?</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-12370 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/06/Menschen-sprechen-verschieden.jpg" alt="Menschen und Sprechblasen" width="585" height="260" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/06/Menschen-sprechen-verschieden.jpg 1196w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/06/Menschen-sprechen-verschieden-300x133.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/06/Menschen-sprechen-verschieden-1024x455.jpg 1024w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2013/06/Menschen-sprechen-verschieden-768x342.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px" />Weißt du eigentlich genau, auf welche Art und Weise du mit deiner Kundschaft kommunizierst? Oder machst du das bisher immer eher noch nach Bauchgefühl? Oder so, wie du das schon immer gemacht hast? Bist du mehr der Hallo-Typ oder sagst du eher Guten Tag?</p>
<p>In diesem Blogbeitrag findest du einige Denkanstöße in Sachen Tonalität &#8211; ein Thema, mit denen sich Einzelselbstständige und kleine Unternehmen meiner Meinung nach dringend beschäftigen sollten. Denn wenn du es schaffst, deine Tonalität zu finden und konsequent zu nutzen, wirst du dich damit von der Konkurrenz weiter absetzen. Und gleichzeitig authentisch und damit überzeugend mit deinen Zielgruppen kommunizieren.</p>
<p>Authentizität ist mittlerweile leider ein prima Wort, um in der Buzzword-Bingo-Liga ganz weit vorne mitzuspielen. Leider. Denn hinter diesem Wort verbirgt sich eigentlich ein total spannendes Phänomen, das ich in meinem Blog schon öfter beleuchtet habe (<a href="https://www.christagoede.de/?s=authentizit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier geht&#8217;s zu den Beiträgen</a>). Authentizität ist meiner Meinung nach weiterhin ein echtes Pfund, mit dem vor allem Einzelselbstständige wuchern können. Denn wir können naturgemäß nur für wenige Kundinnen und Kunden arbeiten, mehr Zeit haben wir einfach nicht. Doch was spricht eigentlich dagegen, in dieser Zeit für die richtigen Kundinnen und Kundinnen arbeiten zu wollen? Nichts, genau! Doch dazu gehört eine Tonalität, die zu dir und deiner Zielgruppe passt. Und natürlich noch viele andere Dinge aus deinem Außenauftritt wie zum Beispiel deine moderne, stets aktuelle Website.</p>
<h3>Du möchtest dich gerne mit deiner Unternehmenssprache beschäftigen?</h3>
<p>Vorab: Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es gibt nur deine Persönlichkeit, deine Zielgruppen und deine Ziele. Und damit unendlich viele verschiedene Tonalitäten. Aber du kannst mal über meine Punkte nachdenken und die Ergebnisse sowohl in deine gesprochene Sprache als auch in deine Schriftsprache einfließen lassen:</p>
<h4>Perspektive: ich, wir oder vielleicht sogar die dritte Person?</h4>
<p>Wir Einzelselbstständigen sollten hier nicht lange überlegen, denn wir sind allein und sprechen und schreiben daher am besten aus der Ich-Perspektive. Doch was ist mit kleinen Unternehmen? Gerade, wenn in einem Unternehmen der Teamgeist besonders wichtig ist, empfehle ich den Absender wir. Denn damit wird die geballte Power sichtbar, die alle Beschäftigten inklusive Chefin oder Chef an den Tag legen. Ich persönlich mag es nicht, wenn Unternehmen oder Selbstständige von sich selbst in der dritten Person sprechen &#8211; das klingt für mich zu sehr nach einer Art von<span id="more-16050"></span> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pluralis_Majestatis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pluralis Majestatis</a>. Zusätzlich sorgt die dritte Person meiner Meinung nach für eine Distanz zwischen einem Unternehmen und den Menschen, die dort arbeiten. Lediglich bei Pressemitteilungen, die ein Unternehmen selbst herausgibt, ist die dritte Person sinnvoll. Denn hier geht es ja darum, die Texte schon aus Sicht der Leserinnen und Leser einer Zeitung zu schreiben.</p>
<h4>Ansprache: du, Sie oder bevorzugst du das Mittelding ihr?</h4>
<p>Hach, das ist ein schwieriges Thema, bei dem ich mich bis heute auch nicht ganz entschieden habe. Und so sieze ich auf meiner Website in den Texten meiner Angebotsseiten und duze im Blog und Social Media. Einen Umweg über das Mittelding ihr hab ich im Blog auch schon mal genommen. Ein Tipp, der dir vielleicht bei deiner Entscheidung hilft: Überleg dir mal, ob du dich mit deiner Kundschaft eher duzt oder siezt &#8211; zack, da ist die Entscheidung. Bei mir ist das nicht so ganz eindeutig, ich habe Du-Kundschaft und Sie-Kundschaft. Und selbst bei der Sie-Kundschaft nutze ich öfter das Mittelding ihr. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach nur der Mut, um endlich komplett auf du umzusteigen? Hmmmmmmm, ich muss nachdenken 😉</p>
<h4>Ausdrucksweise: akademisch, flockig oder ganz was anderes?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16061" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Viele-Sprechblasen.jpg" alt="Viele Sprechblasen" width="350" height="310" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Viele-Sprechblasen.jpg 505w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Viele-Sprechblasen-300x266.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></h4>
<p>Wie redest du im Alltag mit deinen Kundinnen und Kunden &#8211; wenn du zum Beispiel ein Produkt oder ein Resultat deiner Arbeit präsentierst? Mit welcher Ausdrucksweise fühlst du dich am wohlsten &#8211; und trittst dann natürlich auch sicher und überzeugend auf? Die meisten von uns werden zwischen verschiedenen Ausdrucksweisen switchen und im persönlichen Gespräch anders reden als zum Beispiel während eines Vortrags vor der Leitung eines Unternehmens. Und doch gibt es etwas in deiner Sprache, das mit Sicherheit gleich ist: zum Beispiel, ob du eher der kurze, knappe oder der blumige, ausschweifende Typ bist. Es gibt hier weder gut noch schlecht, es gibt nur passend &#8211; und zwar zu dir und deiner Kundschaft.</p>
<h4>Fachsprache: für alle oder für eine bestimmte Branche?</h4>
<p>Jeder Beruf bringt eine bestimmte Fachsprache mit sich. Als Texterin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung habe ich schon in sehr viele Fachjargons aus ganz vielen Branchen hinein schauen dürfen. Diese spezielle Sprachform ist wichtig, damit sich in einer Branche wirklich alle verstehen und das Gleiche meinen. Doch gleichzeitig wirkt diese Spezialsprache auch ausgrenzend für alle, die nicht in dieser Branche arbeiten. Wenn deine Kundschaft also eher aus Endkundinnen und -kunden besteht, solltest du deine Fachsprache eher vorsichtig einsetzen. Wenn du allerdings mit deinem Angebot an andere Unternehmen herantrittst, darfst du ruhig mehr Fachjargon nutzen. Denn so kannst du recht einfach darstellen, dass du wirklich Ahnung von deinem Job hast. Außerdem dient Fachsprache oft auch dazu, komplizierte Zusammenhänge präzise und auf den Punkt zu beschreiben.</p>
<h4>Wortwelt: Brötchen, Semmel, Schrippe oder Laibchen?</h4>
<p>Alle Menschen haben Lieblingswörter und sind in ihrer Sprache durch die Region geprägt, in der sie aufgewachsen sind. Ein Beispiel: Ich lebe in Hessen &#8211; es hat wenig Sinn, beim Bäcker 10 Schrippen zu bestellen, denn werden Brötchen gegessen, ausgesprochen &#8222;Bredsche&#8220;. Wenn du dich also mit deinem Angebot an hessische Bäckereien wendest, solltest du das Wort Laibchen eher nicht verwenden, wenn du verstanden werden möchtest 😉 Überleg dir außerdem mal, welche Worte du gerne nutzt. Oder denk mal drüber nach, welche Formulierung du nutzt, wenn du jemanden loben möchtest &#8211; ich sage und schreibe zum Beispiel sehr oft prima! Außerdem nutze ich lautmalerische Comic-Worte wie Hach, Grmpf oder Seufz. Wenn du dir selbst mal beim reden zuhörst, wirst du ganz schnell feststellen, dass du eine Lieblings-Wortwelt hast. Wenn du deine Persönlichkeit in deinen Texten durchschimmern lassen möchtest, gehört diese Lieblings-Wortwelt auf jeden Fall dazu!</p>
<h4>Exkurs: die Sache mit den Geschlechtern</h4>
<p>Unsere Sprache war über viele Jahrhunderte männlich geprägt. Das ändert sich gerade, was ein Glück! Deswegen gendere ich seit mehreren Jahren meine Texte mit weiblichen und männlichen Bezeichnungen oder &#8211; wenn möglich &#8211; mit einem geschlechtsneutralen Wort. Mit einer sanften Art des Genderns habe ich auch schon viele meiner Kundinnen und Kunden davon überzeugt, Texte nicht mehr rein aus der männlichen Perspektive zu formulieren. Ich bezeichne mich auch als Texterin, obwohl ich mit dieser Berufsbezeichnung bei Google abgestraft werde, weil die meisten Menschen noch Texter suchen, wenn sie jemanden brauchen wie mich.<br />
Wie ist deine Meinung zu diesem Thema? Wenn du eine feste Meinung hast, solltest du auch genau so schreiben &#8211; und auch sprechen. Ja, das ist die nächste Herausforderung, ich arbeite da gerade selbst dran, auch im Gespräch zumindest zwei Geschlechter zu nennen oder &#8211; wenn möglich &#8211; eine geschlechtsneutrale Formulierung zu verwenden. Und auch du kannst mit deiner Entscheidung für oder gegen Gendern auf eine einfache Art und Weise ein Statement abliefern.</p>
<h3>Deine Persönlichkeit, deine Tonalität</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-15910" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Pers%C3%B6nlichkeit-430x255.jpg" alt="Drei Monster mit Persönlichkeit" width="430" height="255">Egal, wie du dich in all diesen Punkten entscheidest: Wichtig ist, dass du dich damit wohl fühlst. Denn wenn wir uns wohl fühlen, sind wir authentisch und können Menschen von uns und unserem Angebot überzeugen. Und wenn du mit deiner gewählten Tonalität in Resonanz mit deinen gewünschten Zielgruppen gehst, dann steht den guten Geschäften eigentlich nichts mehr im Wege 😉 Wichtig ist aber, dass du diese Tonalität konsequent verwendest &#8211; sowohl im persönlichen Gespräch als auch in jeder E-Mail, auf deiner Website, in deinen Präsentationen oder Broschüren. Große Unternehmen haben für diesen Zweck eine so genannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Language" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corporate Language</a>, denn hier müssen ja viele Leute auf möglichst identische Art und Weise kommunizieren. Doch es schadet bestimmt nicht, wenn du die Ergebnisse deiner Überlegungen zu deiner Tonalität ebenfalls aufschreibst. Denn alles, was wir aufschreiben, verinnerlichen wir viel intensiver! Und damit bist du auf dem Weg zur eigenen, authentischen Tonalität schon ein ganzes Stück weiter gekommen.</p>
<p>Eine letzte Anmerkung noch: Sprache verändert sich. Wir verändern uns. Unsere Geschäftsmodelle verändern sich und damit auch unsere Zielgruppen. Es lohnt sich also, über die Tonalität immer mal wieder nachzudenken.</p>
<p>Du hast noch Fragen zur Tonalität? Gerne kannst du sie hier in den Kommentaren stellen. Ich beantworte dir deine Fragen gerne.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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		<title>Persönlichkeit und Selbstständigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2020 06:56:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Persönlichkeit auf der Website? Ja, es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr! Puh. Immer wieder und immer noch lese ich auf den Websites von Einzelselbstständigen das Wort &#8222;WIR&#8220; &#8211; und dann kommt auf der Über-uns-Seite raus, dass es sich um eine einzelne Person handelt. Warum nur? Okay, als ich vor 17 Jahren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Persönlichkeit auf der Website? Ja, es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr!</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15910 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit.jpg" alt="Drei Monster mit Persönlichkeit" width="450" height="267" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit.jpg 1848w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit-300x178.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit-1024x607.jpg 1024w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit-768x455.jpg 768w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Drei-Monster-mit-Persoenlichkeit-1536x910.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />Puh. Immer wieder und immer noch lese ich auf den Websites von Einzelselbstständigen das Wort &#8222;WIR&#8220; &#8211; und dann kommt auf der Über-uns-Seite raus, dass es sich um eine einzelne Person handelt. Warum nur? Okay, als ich vor 17 Jahren mit meiner Selbstständigkeit startete, habe ich auch noch diese drei hochgestapelten Mehr-Personen-Buchstaben verwendet. Weil ich mich größer machen wollte, als ich eigentlich bin. Doch ich bin sehr schnell dahinter gekommen, dass die Kundinnen und Kunden das ohnehin bemerken 😉 Und seit dieser Zeit verwende ich die drei sehr persönlichen Buchstaben ICH. Für wen sollte ich auch sonst sprechen auf meiner eigenen Website außer für mich und meine Persönlichkeit?</p>
<p>Deswegen heute mein Plädoyer: Ja, pack bitte mehr von deiner Persönlichkeit in deine Website! Denn dafür gibt es viele gute Gründe:</p>
<h3>Persönlichkeit macht sichtbar.</h3>
<p>Aalglatte Menschen bleiben nicht im Gedächtnis &#8211; wie auch, an ihnen tropft alles ab! In Erinnerung bleiben uns allen die Menschen, die etwas Besonderes an sich haben. Und das kann alles Mögliche sein: ein Tonfall, eine Handtasche, ein Witz. Oder negativ: der Mundgeruch, die Art zu reden, ein Blick. Und da liegt auch die Krux einer authentischen Persönlichkeit: Wir alle können nicht entscheiden, wie unsere <span id="more-15894"></span>Persönlichkeit bei unserem Gegenüber ankommt. Denn Authentizität und damit Sympathie oder auch Antipathie entsteht nicht in uns, sondern bei dem Menschen, der unsere Botschaft empfängt. Doch das sollte dich nicht davon abhalten, deine Persönlichkeit sichtbar zu machen &#8211; denn du kannst ohnehin nicht für alle arbeiten. Dann doch lieber für die richtigen!</p>
<h3>Persönlichkeit macht unterscheidbar.</h3>
<p>Mal ehrlich: Wer hat sich noch nicht den Kopf über sein eigenes Alleinstellungsmerkmal zerbrochen? Ich mach das immer wieder &#8230; und ja, es gibt ein paar knallharte Fakten, die mich von anderen Texterinnen und Textern unterscheiden &#8211; meine fast 30 Jahre Erfahrung in diesem Beruf zum Beispiel. Aber es gibt noch viel mehr sogenannte Softskills: Ich denke immer ganzheitlich und betrachte den gesamten Auftritt eines Unternehmens. Denn da kann ich viel lernen über die Firma und mit kleinen Hinweisen dafür sorgen, dass ein professioneller Auftritt ganz aus einem Guss konzipiert und umgesetzt wird. Außerdem sage ich immer meine ehrliche Meinung, wenn ich um Rat gefragt werde – und das müssen Kundinnen und Kunden erst mal aushalten!  Genau wie mein äußeres Erscheinungsbild: Denn ich bin die dicke Rothaarige mit den Tätowierungen, die immer Turnschuhe an hat. Und wiedererkannt wird 😉</p>
<h3>Persönlichkeit lockt tolle Kundinnen und Kunden an.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8316" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Ziel-rot.png" alt="Das Ziel" width="250" height="276" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Ziel-rot.png 567w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Ziel-rot-271x300.png 271w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />Wir alle leben in unserer ganz eigenen Filterblase, in der sich Werte und Ansprüche relativ decken. Denn nur so fühlen wir uns wohl und haben nicht permanent das Gefühl, uns auseinandersetzen zu müssen über elementare Grundsätze. Wenn du es also schaffst, auf deiner Website deine eigene Persönlichkeit, deine Werte und deine Vorstellungen durchscheinen zu lassen, wirst du damit Kundinnen und Kunden anlocken, mit denen du wirklich gerne – und damit auch viel besser – zusammen arbeiten kannst. Auch die Kommunikation wird eine andere, wenn auf derselben Frequenz gefunkt wird. Du denkst nun, dass du damit auch Menschen vergraulst? Ja, das stimmt. Und das ist auch gut so! Denn mit denen, die deine Website und deine Werte nicht ansprechen, willst du auch gar nicht zusammenarbeiten 😉</p>
<h2>Persönlichkeit zeigen – wie geht das?</h2>
<p>Ja, das ist nicht ganz einfach &#8211; zumindest der erste Schritt dahin. Doch wenn du den gegangen bist, dann wird es immer leichter. Und irgendwann kannst du gar nicht mehr anders, versprochen! Der Weg ist aber sehr individuell, es gibt also kein Patentrezept dafür &#8211; einzig vor Superlativen solltest du dich hüten. Denn niemand von uns ist perfekt. Doch ich habe ein paar Ideen für dich, die dich vielleicht inspirieren, deine eigene Persönlichkeit besser sichtbar zu machen:</p>
<h3>Die Fotos auf deiner Website.</h3>
<p>Du bist eigentlich eher der lockere Typ, auf deiner Website hast du aber Stockbilder und ein klassisches Business-Foto eingebaut? Dann überlege dir doch mal, welche Art Foto dich besser präsentieren würde: In welcher Kleidung und in welcher Pose fühlst du dich in geschäftlichen Zusammenhängen wohl? Bingo, da hast du dein nächstes Fotomotiv, das du mit einer guten Fotografin oder einem guten Fotografen super umsetzen kannst. Denn auch diese Berufsgruppe ist es leid, immer die gleichen Lächeln-ohne-Zähne-Fotos vor blauen Hintergründen zu machen.  Und das Stockmaterial kannst du auch gleich austauschen &#8211; vielleicht gegen mehr Fotos von dir selbst? Dich, bei der Arbeit? Als Ganzkörperbild vor einer tollen Kulisse in deiner Heimatstadt? Einzige Einschränkung: Die Fotos sollten nicht privat wirken, sondern persönlich.</p>
<h3>Deine Über-mich-Seite.</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13486" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Kinder-spielen-mit-einem-Ball.jpg" alt="Kinder spielen mit einem Ball" width="250" height="183" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Kinder-spielen-mit-einem-Ball.jpg 1013w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Kinder-spielen-mit-einem-Ball-300x219.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Kinder-spielen-mit-einem-Ball-768x561.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />Schon als Kind wollte ich</em> &#8230;. hey, niemand bucht ein Kind! Und nur, weil du deinen Job schon als Kind superduper fandest, heißt das nicht, dass du ihn als erwachsener Mensch tatsächlich als Business verkaufen kannst. Ich wäre sonst Päpstin geworden. Ehrlich.<br />
Auch dein Lebenslauf interessiert in den allermeisten Fällen eher weniger. Denn gerade, wenn du schon ein paar Jahre auf dem Buckel hast, ist neben deinem Wissen deine Erfahrung das, was die Kundinnen und Kunden einkaufen! Diese Erfahrung muss genau wie deine Persönlichkeit überall auf der Website durchschimmern &#8211; und erst recht in der persönlichsten Seite, der Über-mich-Seite. Im <a href="https://www.christagoede.de/die-ueber-mich-seite/">Blogbeitrag &#8222;Die Über-mich-Seite&#8220;</a> habe ich ein paar Ideen gesammelt, wie du diese Seite vielleicht persönlicher gestalten kannst. Du hast ganz andere Ideen? Prima. Dann nimm deinen Mut zusammen und leg los!</p>
<h3>Deine Sprache – on- wie offline.</h3>
<p>Ich schreibe, wenn ich für mich schreibe, meist eine ganz spezielle Mischung aus Rotzigkeit und Fluffigkeit &#8211; gewürzt mit ganz viel Humor. Denn genau so bin ich. Für meine Kundinnen und Kunden schreibe ich in deren Sprachwelt. Diese Sprachwelt finde ich, indem ich sehr genau zuhöre. Denn die allermeisten Menschen sprechen sehr klar – doch wenn sie das aufschreiben sollen, gleiten sie in diese verquaste Pseudosprache ab, die sogenanntes &#8222;Schriftdeutsch&#8220; oft ausmacht. Dabei sind drei eingeschobene Nebensätze und möglichst viele Substantivierungen kein Zeichen von Intelligenz. Sondern eher dafür, dass da jemand die vielen Möglichkeiten der schönen deutschen Sprache nicht kennt! Und wenn du wie ich eine eher &#8222;erdige Sprache&#8220; hast, dann kannst du diese auch in deinen geschriebenen Texten verwenden. Warum etwas simulieren, was du nicht bist? Es kommt sowieso raus 😉</p>
<p>Ja, dafür brauchst du Mut. Das ist zwar eigentlich sehr schade, doch wir alle haben gelernt, dass wir uns am besten anpassen, wenn wir durchs Leben kommen wollen. Aber an was passen wir uns da eigentlich an? An das, was diese ominösen anderen Menschen von uns denken könnten? WTF, das sollte dich nicht interessieren! Denn du lebst dein Leben für dich und nicht für andere. Auch als Selbstständige oder Selbstständiger hast du es verdient, glücklich und zufrieden Geld verdienen zu dürfen. Weil dir dein selbst gebackener Job Spaß machst. Und du für großartige Kundinnen und Kunden arbeitest. Diese blöde Devise von der Arbeit, die nur gut ist, wenn sie irgendwie wehtut, ist total 1980.</p>
<p>Also los! Zeig deine Persönlichkeit 😉</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<title>Im Interview – Cordula Natusch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2020 12:25:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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		<category><![CDATA[Cordula Natusch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220; Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem Texttreff. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15882" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg" alt="Cordula Natusch" width="350" height="324" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner-300x278.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem <a href="http://www.texttreff.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Texttreff</a>. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten Gefecht die Contenance zu verlieren. Das finde ich ja grundsätzlich sympathisch ;o) Außerdem macht sie schöne Hamburgfotos!<br />
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen dieses spannenden Interviews.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Als Texterin, Konzeptionerin, Beraterin und Lektorin bist du spezialisiert auf Wirtschaftsthemen. Außerdem unterstützt du Selbstständige dabei, sich mit Ratgebern, Sach- und Fachbüchern am Markt als Expertinnen und Experten zu positionieren. Und dann bist du noch die Fachfrau für alle, die Hamburg abseits der Pfade erleben möchten – inklusive Blog und einem eigenen Buch. Wie wichtig ist deine eigene Person in deinen Berufsalltag?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Für mich als Soloselbstständige natürlich sehr wichtig. Wer mich bucht, bekommt mich, mein Wissen, meine Erfahrung und meine Persönlichkeit – nichts sonst. Ich bin also meine eigene Marke, in all meinen Fassetten.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>In allem, was ich mache, steckt ganz viel Cordula drin: eine Mischung aus Leidenschaft und gesundem Pragmatismus, außerdem meine Begeisterung für Sprache, Literatur und Bücher, mein Interesse an Wirtschaft, an Natur und Kultur. Kunden und Kundinnen arbeiten mit mir, weil ich so bin, wie ich bin. Ich mache Wirtschaftstexte, weil ich Wirtschaft und Finanzen spannend finde. Ich erkläre leidenschaftlich gern Hintergründe und Zusammenhänge, deshalb bearbeite ich Ratgeber und Sachbücher. Ich liebe Hamburg und Norddeutschland, also schreibe ich darüber. Ich reagiere empfindlich auf Ungerechtigkeiten, daher berate ich Autoren und Autorinnen auf ihrem Weg zum eigenen Buch und versuche, sie vor Fallen wie Druckkostenzuschussverlagen, unfairen Konditionen in Verlagsverträgen und unseriösen Versprechungen wie „Der schnelle Weg zum Bestseller“ zu bewahren. Ich habe das große Glück, in meinem Beruf ganz ich sein zu dürfen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Eine immens große – auf verschiedenen Ebenen. Wer eine solch persönliche Dienstleistung wie ein Lektorat, eine Beratung oder einen Text bestellt, bucht immer auch die Person, die dahintersteht, mit all ihren Eigenheiten, Werten, Besonderheiten. Das sind oft sogar die ausschlaggebenden Punkte bei der Auftragsvergabe. Diese Person soll dann die Vorstellungen des Kunden oder der Kundin umsetzen. Und das Ergebnis muss zum Auftraggeber und zur Auftraggeberin passen. Im Lektorat beispielsweise besteht die Herausforderung darin, ein Manuskript effektiv zu verbessern, ohne die Stimme des Autors oder der Autorin zu verfälschen. Ich muss den Text bearbeiten, aber er soll auch nach meiner Bearbeitung als der des Kunden oder der Kundin erkennbar, also authentisch, sein. Das ist eine Gradwanderung: Einerseits muss ich mich einbringen, andererseits auch zurücknehmen. Das geht meiner Meinung <span id="more-15876"></span>nach nur, wenn ich mich für meine Arbeit nicht verbiegen muss – was ich aber auch ohnehin nicht will. Anderenfalls wird die Arbeit am Text zum Krampf – mit einem entsprechenden Ergebnis. Es kommt immer wieder vor, dass ich Projekte ablehne, weil sie nicht zu mir passen und ich nicht zu ihnen.<br />
Mindestens ebenso wichtig ist das Thema „Authentizität“ in meinen Beratungen und Kursen für Autoren und Autorinnen. Um mit einem Expertenbuch, also mit einem Ratgeber oder Sachbuch zur Positionierung, erfolgreich zu sein, ist Authentizität meiner Meinung nach ein wesentlicher Faktor. Es gibt am Markt viele Anbieter, die nach dem Motto „Schreib in Buch in einer Woche“ arbeiten. Da wird dann ein Thema nach Schema X in eine Gliederung heruntergebrochen, der Text möglichst schnell produziert und auf den Markt geworfen. Da geht es nicht darum, dem Leser oder der Leserin Inhalte zu vermitteln, als Experte die eigenen Herangehensweisen zu demonstrieren oder als Expertin ein unverwechselbares Profil zu entwickeln. Wichtig ist nur noch, ein Buch auf der Publikationsliste zu haben, egal wie das dann aussieht. Allerdings geht bei einem solch mechanischen, lieblosen Vorgehen all das verloren, was den Experten oder die Expertin persönlich ausmacht, was ihn oder sie von der Konkurrenz abhebt. Nahezu jede Beraterin oder Trainerin, jeder Coach oder Speaker sieht sich einem riesigen Wettbewerb mit anderen Experten und Expertinnen gegenüber. Schlechte Bücher helfen in einem solchen Marktumfeld überhaupt nicht weiter, weil sie die Glaubwürdigkeit untergraben.<br />
Ich ermutige meine Kunden und Kundinnen immer, beim Schreiben die eigene Persönlichkeit stärker zu betonen, ein authentisches, echtes Buch zu veröffentlichen – und kein Instantprodukt, das sich nicht von anderen Instantprodukten unterscheidet. Positionierung entsteht, indem man Position bezieht: Was macht mich und mein Angebot besonders? Wie kann ich das authentisch vermitteln? Wie zeige ich, dass ich glaubwürdig bin? Das ist der langwierigere und schwierigere Weg, aber meiner Meinung nach der erfolgreichere. So verhindert man, im Einheitsbrei unterzugehen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Aus laienpsychologischer Sicht behaupte ich mal: weil es mühsam ist. Um zu wissen, was uns wirklich ausfüllt, müssen wir uns erst einmal intensiv mit uns selbst auseinandersetzen. Uns selbst genau kennenlernen und vielleicht auch von angeblichen Gewissheiten Abschied nehmen. Das kann auch schon mal wehtun. Und dann bedeutet der individuelle Weg auch oft, dass wir gegen den Strom schwimmen, das ist anstrengend. Es ist einfacher und bequemer, sich treiben zu lassen und das zu machen, was alle tun.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong><a href="https://www.braumueller.at/t?isbn=9783991002604"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15939" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg" alt="Cover Buch Hamburg abseits der Pfade von Cordula Natusch" width="350" height="551" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>CN:</strong> Derzeit konzentriere ich mich darauf, mich als die „Expertenbuch-Expertin“ zu positionieren. Die wichtigste Plattform dafür ist meine <a href="https://expertenbuch-schreiben.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> mit dem zugehörigen Blog. In der Regel einmal in der Woche verschicke ich einen E-Mail-Newsletter an Abonnenten, um über aktuelle Themen und Entwicklungen auf dem Buchmarkt und natürlich meine Angebote zu berichten oder Blogartikel zu teilen. Am liebsten aber bin ich bei Veranstaltungen wie der Buchmesse in Frankfurt und Leipzig oder dem Selfpublishing-Day dabei, halte Vorträge, gebe Workshops und spreche mit den Menschen. Gerade diesen direkten Kontakt möchte ich weiter ausbauen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Selbstverständlich gibt es auch Themen, die ich nicht in die Öffentlichkeit trage. Das sind aber höchst persönliche Fragen, bei denen es im Zweifelsfall niemanden etwas angeht, wie ich „in echt“ bin. Außerdem bin ich privat wohl temperamentvoller und spontaner, als meine Kunden und Kundinnen vermuten. Im Job bin ich deutlich sachlicher. Das liegt jedoch nicht daran, dass ich mich dort etwa verstellen würde. Aber wenn ich einen Text bearbeite oder einen Autor beziehungsweise eine Autorin strategisch berate, brauche ich die professionelle Distanz, um den jeweils besten Weg zu finden. Man sollte sich nicht in bestimmte Lösungen verlieben, sondern offen und flexibel bleiben.<br />
Ansonsten hat Authentizität viel mit Werten zu tun. Und meine Werte vertrete ich auf allen Ebenen. Ich lasse mich also in der Regel mit Klarnamen auch auf kontroverse Diskussionen ein, beziehe Position und mache mich damit angreifbar. Das hat sicher auch Auswirkungen auf meinen Job, vermutlich sortieren mich einige Personen von vornherein aus, wenn sie eine Dienstleistung zu vergeben haben. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Wer mit meinen Werten völlig verquergeht, für den komme ich als Auftragnehmerin ohnehin nicht infrage. Mein Gegenüber erspart sich also die Kontaktaufnahme, ich erspare es mir, den potenziellen Auftrag zu prüfen und dann abzusagen.<br />
Eigentlich finde ich es schwieriger, wenn ich bei meinem Gegenüber keinerlei Authentizität erkennen kann. Wenn jemand echt ist, kann ich ihn nach einer Kennenlernphase einschätzen. Ich weiß, für welche Themen er steht, mit welchen Reaktionen ich in bestimmten Situationen ungefähr rechnen kann etc. So ist derjenige halt, damit kann ich umgehen. Wenn jemand hingegen nicht echt, nicht authentisch ist, wonach handelt er dann? Wie erkenne ich, ob er mir gegenüber ehrlich ist oder mir nur etwas vorspielt? Wie also kann ich dann Sein und Schein auseinanderhalten? Das löst Unsicherheit aus und ist anstrengend.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>CN:</strong><br />
a. Werte. Wofür stehe ich? Was ist mir wichtig? Was lehne ich ab? Was ich denke und fühle, was ich sage und wie ich handele: Das alles sollte aus einem Guss sein. Und die gemeinsame Klammer dafür bilden meine Werte.<br />
b. Ehrlichkeit. Zur Authentizität gehört, ehrlich sich selbst und anderen gegenüber zu sein und zum eigenen So-Sein zu stehen. Es gilt also, sich seine Schwächen einzugestehen und sie nicht krampfhaft hinter einer Fassade zu verbergen. Unsere Fehler machen uns menschlich. Und niemand hindert uns daran, an ihnen zu arbeiten.<br />
c. eigene Stimme. Über die Art, wie wir sprechen und schreiben, verraten wir viel über uns selbst. Bin ich eher sachlich oder ist jede Aussage mit einem lockeren Spruch garniert? Pflege ich einen gehobenen Sprachstil oder benutze ich eher eine innovative Jugendsprache? Das sind in der Kommunikation – auch mit potenziellen Kunden – wichtige Signale, die meinem Gegenüber zeigen, ob wir zueinander passen oder nicht.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Authentizität hilft uns, uns in dieser zunehmend unübersichtlichen Welt zu orientieren – das denke ich zumindest (ich bin aber keine Psychologin). Wir wollen glauben, dass jemand wirklich so ist, wie er erscheint, und uns nicht nur etwas vorspielt oder sich permanent verstellt. Das hat viel mit Vertrauen zu tun. Ist es jemand wert, dass ich ihm vertraue? Oder muss ich befürchten, dass das Verhalten, das in mir Vertrauen auslöst, nur vorgetäuscht ist?<br />
Und dass wir selbst authentisch sind und leben, fordert unsere individualisierte Gesellschaft ja permanent von uns: „Sei du selbst!“ Schau dir nur mal an, wie viele Menschen davon reden, sich mit ihren „Herzensbusiness“ selbstständig gemacht zu haben. Daran ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes – wobei ich den Begriff nicht mag, der ist mir (als Wirtschaftslektorin) zu blumig. Man darf sich dabei aber nicht in Träumereien verlieren, sondern sollte realistisch bleiben. Denn absurderweise wird uns ja gleichzeitig beispielsweise auf Instagram eine komplett künstliche Welt vorgespielt. Wer das für authentisch hält, erlebt eventuell schnell eine böse Überraschung. Da war er wieder, mein Pragmatismus …</p>
<p><em><strong>CG: </strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Mir ist es wichtig, mich nicht von fremden Plattformen abhängig zu machen, daher werde ich mich auch weiterhin auf meine eigenen Inhalte konzentrieren, also meinen Blog und meinen E-Mail-Newsletter pflegen. Außerdem möchte ich mehr Gastartikel schreiben und Interviews geben, um mein Angebot bekanntzumachen und mich von den genannten „Schnell-mal-ein-Buch-raushauen“-Angeboten abzugrenzen. Social Media mache ich natürlich auch, aber immer mit dem Ziel, die Menschen in meine eigenen Kanäle zu lenken. Sehr gut funktionieren bei mir kurze, kostenlose Webinare rund ums Bücherschreiben, da ist das Interesse immer groß.<br />
Auch offline habe ich gute Erfahrungen mit Veranstaltungen gemacht, also mit Sprechstunden, Vorträgen und Workshops auf Messen oder dem Selfpublishing-Day. Das möchte ich in jedem Fall weitermachen, auch weil es mir viel Spaß macht. Und dann werde ich natürlich selbst auch Bücher schreiben, um mich als Expertin für das Bücherschreiben, -veröffentlichen und -vermarkten zu positionieren. Die ersten sind schon in der Pipeline.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquellen: Portrait Miriam Böttner, Buchcover Braumüller Verlag</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Tina Pruschmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 07:13:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Tina Pruschmann]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll.&#8220; Mit Tina verbindet mich &#8230; *Trommelwirbel* &#8230; das gemeinsame Netzwerk Texttreff. Außerdem haben wir beide eine Vorliebe für ein gutes Glas Wein oder auch zwei. Und wir mögen politische Gespräche &#8211; gerne auch kontrovers. Unvergessen für mich auch eine Barcamp-Session, in dem wir Klischees [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15819 size-full alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto.jpg" alt="Tina Pruschmann" width="450" height="300" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />Mit Tina verbindet mich &#8230; *Trommelwirbel* &#8230; das gemeinsame Netzwerk Texttreff. Außerdem haben wir beide eine Vorliebe für ein gutes Glas Wein oder auch zwei. Und wir mögen politische Gespräche &#8211; gerne auch kontrovers. Unvergessen für mich auch eine Barcamp-Session, in dem wir Klischees über Ossis und Wessis herausgearbeitet haben. Hui, das ging hoch her!</p>
<p>Tina ist ein nachdenklicher Mensch, sie hinterfragt Dinge tief und setzt sich mit Themen intensiv auseinander. Und so finde ich ihre Auseinandersetzung mit dem Begriff &#8222;Authentizität&#8220; in diesem Interview sehr spannend! Sie ist auch die Erste, die in dieser Interviewreihe auf Mörder* zu sprechen kommt. Aber lest selbst &#8211; doch werft das Hirn vorm Lesen an, es gibt Futter ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du schreibst Bücher – vom Roman bis hin zur Dokumentation über einen Nonnenorden. Oder arbeitest als Ghostwriterin. Außerdem organisierst du politische Veranstaltungen zum Thema Flucht und Heimat. Und du schreibst Medizintexte. Gibt es eine große Klammer um diese Themenvielfalt und dein Engagement?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich denke nicht. Es käme mir konstruiert vor, die Dinge thematisch zusammenzuheften.<br />
Mit den Medizintexten, mittlerweile mehr mit Projektkoordination, verdiene ich Geld und es macht mir Freude. Das politische Engagement, seit einem Jahr bin ich SPD-Mitglied, ist mir wichtig, weil ich das Küchentischgemeckere so satthatte. Ich will nicht sagen, dass ein politscher Disput bei diversen Gläsern Rotwein keinen Spaß macht. Im Gegenteil. Aber ich hatte Lust, mich an politischen Entscheidungsprozessen direkter zu beteiligen. Schon als einfaches <span id="more-15816"></span>Parteimitglied ist man angreifbarer. Erst dann wird es doch interessant. Was mich aber im existenziellen Sinn trägt, ist die Literatur. Bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen, davon zu leben. Ich fürchte auch, dass mir ein reines Autorinnenleben zu ereignisarm wäre.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht deine Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich glaube nicht, dass ich eine Personenmarke bin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15821" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena.jpg" alt="Tina Pruschmann in der Black Box" width="300" height="225" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />TP:</strong> Mit dem Begriff Authentizität habe ich so meine Probleme. Ich habe gelesen, dass authentisch im Griechischen ursprünglich den Mörder, genauer gesagt den Selbst- oder Verwandtenmörder, später den Herren und Gebieter, auch den, der die Tat verübt, bezeichnete. Ich weiß nicht, ob diese Herleitung sprachgeschichtlich haltbar ist, aber sie hat mir gut gefallen. In der marketingmäßigen Verwendung des Begriffs wird authentisch sein ja nur so lange empfohlen, wie sich diese authentischen Eigenschaften einer Person vermarkten lassen. Die Mörder und Gebieter fehlen.<br />
Wenn wir authentisch sagen, meinen wir, sich nicht zu verstellen, der/die zu sein, der/die man ist. Um ehrlich zu sein, ich will gar nicht wissen, wer ich bin. Was den Beruf betrifft ging und geht es mir darum, Rollen zu finden, mit denen ich einigermaßen souverän umgehen kann, die mir die Freiheit geben, zu tun, was mir entspricht und Seiten von mir zu zeigen, die ich mag. Momentan gelingt mir das ganz gut. Ich weiß aber auch, dass das ein Zustand auf Abruf ist. Das Beständigste ist die Literatur. Die Literatur ist sowieso die Ausnahme. Da sind die Erwartungen am wenigsten definiert, die Lust ist am größten, die Angst vor dem Scheitern aber auch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ob es vielen Menschen schwerfällt, vermag ich nicht zu sagen. Bei mir war es so, dass ich sehr lange nicht wusste, welche Aufgaben mich über eine spontane Begeisterung hinaus tragen. Das hatte auch mit Zuschreibungen zu tun. Zum Beispiel wird ja Mädchen ganz gern vermittelt, dass soziale Berufe eine tolle Sache sind. So war es bei mir auch. Es führte dazu, dass ich nach einem abgebrochenen Jurastudium Ergotherapie gelernt und bereits im ersten Praktikum gemerkt habe, dass mir ein Beziehungsberuf unfassbar schwerfällt. Ich habe die Ausbildung trotzdem abgeschlossen, zwei Jahre in dem Beruf gearbeitet und dann, neben einem Soziologiestudium, an einer Ergotherapieschule unterrichtet. Wieder ein Beziehungsberuf. Zusammengenommen habe ich mehr als zehn Jahre in Berufen gearbeitet, die mir nicht liegen. Die Pointe ist, dass ich genau in diesem Konflikt, der mich brutal mit meinen Schwächen konfrontiert hat, wahnsinnig viel gelernt habe. Zum Beispiel habe ich einiges von meiner Angst verloren, auf Menschen zuzugehen, in der Öffentlichkeit zu sprechen, solche Dinge.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Was den Brotberuf betrifft, ist gerade einiges im Umbruch. Als Autorin ist die Website die zentrale Plattform. Ich würde gern mehr machen, habe auch schon grobe Ideen, muss aber noch ein paar innere Hürden überwinden.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15818" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-mit-Schwester-Gerburgis-430x287.jpg" alt="Tina Pruschmann mit Schwester Gerburgis" width="300" height="200" />TP:</strong> Das mit dem Sein versus Schein ist mir ehrlich gesagt zu grob. Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll. Man kann seine Rollen im Leben besser oder schlechter spielen, im Sinne von, man kann mit den Erwartungen, die an einen herangetragen werden, souverän oder unsouverän umgehen, Spaß damit haben, gelangweilt oder frustriert, über- oder unterfordert sein. Alles, was Unwohlsein auslöst, lässt sich auf Dauer sicher nur schwer aushalten. Wann aber ist man der, der man wirklich ist, so unverfälscht, nicht durch Erwartungen überformt? Mit Puschen auf dem Sofa vor der Glotze scheint mir eine der wenigen erwartungsfreien Zonen zu sein. Aber ist das ein Referenzpunkt, der etwas über unser Sein aussagt? Ich hoffe nicht. Für mich spricht erst einmal nichts gegen den Schein, gegen das So-tun-als-Ob, gegen die Lust an der Inszenierung, auch nichts gegen das Gefühl von Fremdheit, das das auslösen kann.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>TP:</strong> a. Buzzword, b. Buzzword, c. Buzzword. Der Begriff sollte seine Mörder und Gebieter zurückbekommen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich glaube, in der gegenwärtigen Verwendung des Begriffs drückt sich eine Sehnsucht aus, vertrauen zu können. Die habe ich auch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Leider bin ich ein wenig strategisch denkender Mensch. Mein Vater hat mal gesagt, dass man alle sieben Jahre was Neues machen sollte. Ich finde, da hat er recht. Ausgenommen sind die Literatur und der Versuch, einen Teil für eine solidarische Gesellschaft beizutragen.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquellen:<br />
Portrait: Copyright Marco Warmuth<br />
Lesung: Moderation einer Lesung mit der Autorin Verena Mermer im Rahmen des Projektes Black Box von Ute Puder. Foto rechtefrei<br />
Gespräch: Im Gespräch mit Schwester Gerburgis für das Buchprojekt „gottgewollt“, Foto Marco Warmuth</p>
<p>* Über Nazis und Serienkiller habe ich im Zusammenhang mit Authentizität auch schon mal geschrieben: <a href="https://www.christagoede.de/nachdenken-ueber-authentizitaet/">https://www.christagoede.de/nachdenken-ueber-authentizitaet/ </a></p>
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		<item>
		<title>Im Interview &#8211; Andrea Görsch</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-andrea-goersch/</link>
					<comments>https://www.christagoede.de/im-interview-andrea-goersch/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 06:41:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Görsch]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Texterin]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
		<category><![CDATA[Werbelektorin]]></category>
		<category><![CDATA[Wortladen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Es liegt so viel Schein in der Luft.&#8220;  Andrea Görsch vom Wortladen ist genau wie ich eine Textine und damit Teil des weltbesten Netzwerks Textreff. Andreas Tipps zum korrekten Schreiben finde ich prima, denn sie helfen mir in meinem Arbeitsalltag weiter &#8211; schließlich ist Andrea nicht nur Texterin, sondern auch noch Werbelektorin. Außerdem habe ich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Es liegt so viel Schein in der Luft.&#8220; </em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15793 size-full" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Portrait-sketchnotes-hamburg-de-Andrea-klein.jpg" alt="Sketchnote Andrea Görsch" width="350" height="350" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Portrait-sketchnotes-hamburg-de-Andrea-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Portrait-sketchnotes-hamburg-de-Andrea-klein-300x300.jpg 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Portrait-sketchnotes-hamburg-de-Andrea-klein-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Andrea Görsch vom <a href="https://www.wortladen.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wortladen</a> ist genau wie ich eine Textine und damit Teil des weltbesten Netzwerks <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Textreff</a>. Andreas Tipps zum korrekten Schreiben finde ich prima, denn sie helfen mir in meinem Arbeitsalltag weiter &#8211; schließlich ist Andrea nicht nur Texterin, sondern auch noch Werbelektorin.<br />
Außerdem habe ich einen ihrer Workshops besucht zum Thema gegenderte Sprache. Hui, nun klappt das gleich viel besser mit einer Sprache, die Frauen und andere nichtmännliche Menschen nicht einfach nur &#8222;mitmeint&#8220;, sondern tatsächlich in der Sprache sichtbar macht. Schließlich denkt niemand beim Begriff Astronaut an die Astrophysikerin Sally Ride, die als erste US-Amerikanerin im Weltall war! Eine geschlechterneutrale Sprache ist also ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Gleichberechtigung &#8211; und Andrea trägt mit ihren Workshops maßgeblich dazu bei, weil sie Menschen sensibilisiert. Danke dafür ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist Texterin, bietest Werbelektorat an und gibst in individuellen Workshops Wissen weiter – zu finden bist du unter dem tollen Namen „Wortladen“. Was macht deine Marke aus? Und wie vermittelst du diese Merkmale in deinem Außenau</em>ftritt?</p>
<p><strong>AG: </strong>Meine Marke ist der Wortladen, das vermittele ich bildlich durch mein Logo: die pralle Tasche gefüllt mit Wörtern. Augenzwinkernd gesagt: „Kommen Sie rein, kommen Sie rein und gehen Sie mit wunderbaren Wörtern wieder raus.“ Auf einer anderen Ebene drückt das mein Slogan aus: „Wo Gedanken Worte werden“. Und das macht auch meine Marke aus: Ich höre zu, tauche in Gedanken anderer ein, versetze mich in mein Gegenüber, in die Zielgruppe etc. und finde als Texterin in meinem Wortladen die passenden Wörter.<br />
In der Marke Wortladen steckt natürlich ganz viel <span id="more-15783"></span>Andrea. Das beginnt bei meiner Hausfarbe Orange, geht über meine Texte und hört im Blog nicht auf. Dort vermittele ich en passant auch immer wieder meine Haltung, heute mehr denn je.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15794 size-full" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Wortladen_2020_Projekt-klein.jpg" alt="Projekt des Wortladens 2020" width="350" height="263" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Wortladen_2020_Projekt-klein.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/06/Wortladen_2020_Projekt-klein-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />AG:</strong> Ich kann für ein Kosmetikstudio texten, auch wenn ich selbst kaum Kosmetika benutze. In diesem Punkt muss ich bei meiner Arbeit nicht authentisch sein. Ich liefere Texte ab, die für andere authentisch sind.<br />
Wenn ich, Andrea vom Wortladen, authentisch bin, das meinte ich oben mit Haltung zeigen, Persönliches von mir preisgebe, dann ziehe ich auch Kund*innen an, die zu mir passen. Wie etwa die Auftraggeber*innen der Broschürenreihe, die mich auch „Frau Wortladen“ nennen. Das habe ich mit den Jahren gelernt und würze deshalb meinen Internetauftritt wohldosiert mit Persönlichem. Deshalb hat Authentizität für mich als Unternehmerin auf dieser Ebene eine Bedeutung.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>AG:</strong> Oft erscheint es schwer, sich überhaupt für einen Weg zu entscheiden. Wer kann schon in jungen Jahren sagen, dass er seinen Weg gefunden hat? Ich habe mit 16 Jahren eine Ausbildung zur Bankkauffrau begonnen und mich einige Jahre später gefragt: „Wars das jetzt?“ Es wäre sehr einfach gewesen, diesen Bankkauffrauenweg mit eigenem Auto, einer Wohnung und dem regelmäßigen Gehalt weiterzugehen – aber mein Leben wäre vermutlich deutlich weniger spaßig und herausfordernd gewesen.<br />
Ich glaube, dass viele Optionen es schwierig machen, sich zu entscheiden. Eine Entscheidung für etwas ist ja auch eine Entscheidung gegen etwas. Andererseits braucht es Schwung und Mut, um einen eingeschlagenen Weg wieder zu verlassen, vor allem, wenn er etwa wirtschaftlich rosiger erscheint.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>AG:</strong> Ich arbeite mit meiner Website und dem angeschlossenen Blog. Auf meiner Website veröffentliche ich gut sichtbar Tipps. Das war von Anfang an Teil meiner Strategie: Wissen teilen und so zeigen, dass ich Expertin bin. Viele Tipps stecken auch im Blog, dort gebe ich auch regelmäßig Buchtipps und werde ab und an persönlich. Ich setze auf Content und bereite meine Inhalte entsprechend auf.<br />
Klar bin ich auch in den sozialen Medien unterwegs, mein liebstes Medium ist <a href="https://twitter.com/Wortladen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>. Dort präsentiere ich mich ebenfalls als Wortexpertin, ich gebe beispielsweise jeden Mittwoch einen Tipp rund ums Texten, Lektorieren, meinen #Mittwochstweet. Ich bin auch bei <a href="https://www.facebook.com/wortladen.andreagoersch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> zu finden, vor allem, weil sich dort viele Textinen tummeln. Ich bin auf <a href="https://www.linkedin.com/in/andrea-g%C3%B6rsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Xing</a> und <a href="https://www.instagram.com/Wortladen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LinkedIn</a>, aus Spaß auf <a href="https://www.instagram.com/wortladen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>AG:</strong> Das ist eine spannende Frage, über die ich viel nachgedacht habe: Wie viel zeige ich von mir? Ein Beispiel: Für mich war es anfangs tabu, mich als Unternehmerin politisch zu äußern. Das sehe ich inzwischen anders. Weil ich es wichtig finde, kein Teil einer stillen Masse zu sein, der scheinbar zustimmt und alles mitträgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte vor Kurzem: „Es reicht nicht aus, ‚kein Rassist‘ zu sein. Wir müssen Antirassisten sein!“ Mehr noch, wir müssen das auch äußern und es, klar, leben. Gerade als Unternehmerin finde ich es wichtig, eine Haltung zu haben und diese zu zeigen. Quasi als Vorbildfunktion, das sehe ich inzwischen auch als meine gesellschaftliche Verantwortung an. Ist das jetzt dieses Älterwerden? 😉 Aber darüber denke ich immer wieder neu nach, auch über die Grenzen meines Echtseins. Die beginnen bei den Gedanken, die ich Menschen, die ich nicht gut kenne, nicht erzählen würde.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …</em></p>
<p><strong>AG:</strong> a. wahr (Menschen sehnen sich danach, das Echte zu sehen)<br />
b. mutig (Oft verbunden mit der Frage, ob man gemocht wird, so wie man ist)<br />
c. befreiend (Wow, ich kann einfach ich sein, echt jetzt?)</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>AG:</strong> Weil man spürt, wenn sie da ist – oder eben auch nicht da ist. Es liegt so viel Schein in der Luft, gerade auch in der Luft der sozialen Medien, dass es wohltuend ist, wenn man auf „echte“ Menschen trifft. Brüche spürt, Ecken und Kanten wahrnimmt, eine Unebenheit bemerkt, die charmant ist. Je mehr inszeniert wird, desto größer ist die Sehnsucht nach Echtem.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>AG:</strong> Fakt ist, dass ich sehr glücklich im Wortladen bin. Manchmal trällere ich mit Hannes Wader und frage mich, ob es jetzt an der Zeit wäre, was ganz and’res zu tun. Aber solange mich Kund*innen finden, die mich mit „Frau Wortladen“ ansprechen … 😉 „Vamos a ver“, wie die Spanierin zu sagen pflegt.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
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<p>Bildquellenangabe: Sketchnote Ania Groß, Portraitfoto Daniel George, Broschüren Andrea Görsch</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Christina Mohr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2020 07:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Mohr]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.&#8220; Christina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15615 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte.jpg" alt="Christina Mohr mit Breeders-Platte" width="350" height="263" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-Breeders-Platte-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Christina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns zu bemerken, ts!</p>
<p>Auf Facebook sind wir schon länger verbandelt: Ich mag ihre Postings und ihre Pop-Texte, denn da kann ich neue Bands kennen lernen. Ihre zwei Arbeitswelten finde ich sehr spannend, denn sie hat Spaß und den Sicherheitsgedanken unter einen Hut gebracht. Sehr cool! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.</p>
<p>PS: Gerade habe ich erfahren, dass <a href="https://www.ichbraucheeinegenie.de/2020/02/20/ein-telefonat-mit-debbie-harry-am-valentinstag-exklusiv-fuer-unseren-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christina Debbie Harry interviewt</a> hat. DEBBIE HARRY!!!</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du hast zwei berufliche Existenzen: Zum einen arbeitest du im Verlagssekretariat des Campus Verlags FFM. Und zum zweiten schreibst du seit vielen Jahren als Journalistin über Pop – zum Beispiel für <a href="https://spex.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spex</a>, <a href="https://missy-magazine.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Missy Magazine</a>, <a href="https://konkret-magazin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konkret</a>,<a href="https://anschlaege.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Die Anschläge</a>, <a href="//kaput-mag.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kaput-magazine.com</a>, <a href="https://www.melodiva.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">melodiva.de</a> und <a href="http://culturmag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">culturmag.de</a>. Außerdem warst du mal Redakteurin bei <a href="http://www.satt.org/neu.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">satt.org</a>. Wie kriegst du das alles hin? Und wie viel Christina steckt in all diesen Jobs? </em></p>
<p><strong>CM:</strong> Ja, das klingt immer erstmal nach irre viel und null Freizeit – aber irgendwie passt es doch immer. Im Lauf der Jahre habe ich offenbar gelernt, abends ab 20.00 Uhr nochmal richtig loslegen zu können und Artikel für Musikmagazine zu schreiben. Beide Bereiche sind wichtig für mich: Die Verlagsarbeit als „Brotjob“, der Popjournalismus als zweites <span id="more-15604"></span>Standbein – „Hobby“ möchte ich es nicht nennen, weil das so nach Minigolf oder Briefmarkensammeln klingt. Verlagsarbeit und Journalismus sind inhaltlich und strukturell nicht allzu weit voneinander entfernt, ich muss mich also an keiner Stelle verbiegen. Wenn man so will, versuche ich the best of both worlds zu verbinden: Das „ordentliche“ Angestelltendasein im Verlag und die eher unsichere, prekäre Situation als freie Journalistin, die durchaus davon abhängig ist, Aufträge zu ergattern. Inhaltlich möchte ich auf keinen Bereich verzichten.</p>
<p><em><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15612 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe.jpg" alt="" width="350" height="263" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-als-DJ-im-Knobbe-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Also wenn ich mich nicht mit dem identifizieren könnte, was ich tue, könnte ich es auch nicht machen – für meinen Verlagsjob trifft das natürlich nicht immer hundertprozentig zu, aber in der Allgemeinlinie schon. Ganz klar: für einen rechtsgerichteten Verlag wie z.B. Kopp würde ich nicht arbeiten, auch nicht für die Bild-Zeitung 😉<br />
In meiner Journalistinnentätigkeit gönne ich mir den Luxus, auch mal was abzulehnen, aber eher aus Zeitgründen. Es kann nämlich durchaus reizvoll sein, über Künstler:innen zu schreiben, mit deren Werk man erstmal nichts anfangen kann. Aber meistens – überwiegend eigentlich – darf ich mich um Themen/Musik/Künstler:innen kümmern, die mich interessieren und die ich mag. (Aside: Verrisse machen viel Spaß, sollten aber Ausnahmen sein. Finde ich.)<br />
Im Popjournalismus versuche ich schon, so „echt“ wie möglich zu sein – also zu meinem eigenen Stil zu finden, eine eigene Sichtweise zu vertreten und persönlich zu schreiben. Aber ich gucke immer nach links und rechts, lese Artikel anderer Journalist:innen zum Thema, einerseits um nichts zu wiederholen, andererseits auch, um mir Anregungen zu holen (pssst!). Es gibt ja Leute, die von (Pop-) Kritik Objektivität oder gar Neutralität fordern – aber das gibt es gar nicht. Eine Kritik, egal ob positiv oder negativ, ist immer subjektiv. Man sollte das eigene Urteil natürlich gut begründen können – oder zumindest leidenschaftlich, und die Leser:innen dadurch mitreißen 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15613 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX.jpg" alt="" width="350" height="471" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-bei-RadioX-223x300.jpg 223w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />CM: </strong>Bei vielen ist es das schiere Sicherheitsdenken, schätze ich – bei mir im Grunde ja auch, weil ich neben dem Spaß (also Popjournalismus) den Sicherheitsgurt Festanstellung anbehalte. Viele Menschen trauen sich nicht, sich mit einer verrückten Idee selbstständig zu machen – auch wenn die Idee vielleicht gar nicht so verrückt, sondern im Gegenteil originell und zukunftsträchtig ist.<br />
Ganz persönlich denke ich – und folge damit auch den Ratschlägen einiger Campus-Autor:innen -, dass die Lohnarbeit, also wovon wir unsere Miete, Brötchen, Rechnungen bezahlen, nicht auch gleichzeitig mein Herzensbereich sein muss. Solange man sich nicht zur Arbeit quält, sondern im Großen und Ganzen dahinterstehen kann, ist es für mich okay, wenn es nicht meine absolute Leidenschaft ist. Für mich wäre es schwieriger, wenn von meiner journalistischen Arbeit auch mein Lebensunterhalt abhinge. Dann wäre ich nämlich gezwungen, auch solche Aufträge anzunehmen, hinter denen ich nicht stehe – und das führt über kurz oder lang dazu, dass die einstmals so enthusiastisch aufgenommene Tätigkeit mit ebenso viel Frust beladen wird wie die Lohnarbeit, von der ich mich wenigstens mental ein bisschen distanzieren kann.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du, um deine Artikel zu streuen? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Ich bin hauptsächlich bei <a href="https://www.facebook.com/christina.mohr2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und seit kurzem auch noch auf <a href="https://www.instagram.com/moremohr2020/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a> zu finden. Hauptsächlich, weil ich diese Plattformen ästhetisch noch furchtbarer finde als FB ;-), außerdem treibe ich mich sowieso schon viel zu viel bei Facebook herum. Nicht auszudenken, wenn ich auch noch andere Plattformen bedienen müsste! Üblicherweise poste ich meine aktuellen Artikel oder weise auf Veranstaltungen hin, an denen ich beteiligt bin (kommt ja nicht allzu oft vor), meistens versehen mit einem flotten Spruch 😉<br />
Über Strategien habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, das käme mir übertrieben vor. Generell: so lange es mir Spaß macht, über Musik zu schreiben, werde ich das tun – und natürlich auch dafür „trommeln“. Eine Website wie kaput-mag.com sehe ich als Community – und poste deswegen selbstverständlich auch Artikel von Kolleg:innen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p style="text-align: left;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15616 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls.jpg" alt="" width="350" height="478" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Christina-Mohr-mit-ihrem-Buch-These-Girls-220x300.jpg 220w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />CM:</strong> Ja klar. Letztlich ist jeder Job, jede Tätigkeit eine Rolle – oder wie Bernd Begemann mal sinngemäß sagte: <em>„Es gibt keine weniger ‚natürliche‘ Situation als auf der Bühne zu stehen“</em>. Im Idealfall füllt man die Rolle/den Job mit Freude und nicht mit Widerwillen aus… Ich denke, man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht. Schwierig finde ich, wenn man von seinem Job erwartet, dass er eine/n ganz und gar erfüllt – das ist ja nur selten möglich, und eine absolute Erwartungshaltung stresst mehr als sie nützt. In punkto Job ist ein gewisser Pragmatismus hilfreich.<br />
Und nochmal zu meinem Facebook-„Auftritt“: die Christina Mohr dort ist ganz klar mein Avatar 😉 Ich zeige nur, was ich für zeigenswert halte, bin Presenterin, Promoterin, Litfasssäule… die private Frau Mohr tritt eher selten in Erscheinung, und auch dann passe ich gut auf, was sie so von sich gibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>CM:</strong> a. Echtsein, b. Identifikation, c. Vertrauenswürdigkeit<br />
Egal, ob es um Musik, Schönheit oder Sportberichterstattung geht – viele Menschen sehnen sich nach Authentizität resp. „Echtheit“, ohne genau sagen zu können, was sie damit eigentlich meinen. Zum Beispiel Musik: Warum gilt die Gitarre als „authentischer“ als ein Synthesizer oder gar ein Musikprogramm auf dem Computer? Alle drei sind von Menschen gemachte Maschinen zum Zweck der Klangerzeugung. Oder der „DJ-Streit“: Gilt Musik vom Stick nicht als „echtes“ Auflegen?<br />
Authentisch ist für mich jemand, der/die hinter den Dingen steht, die er/sie vertritt. Ob für die Verbreitung dieser Dinge ein Facelifting oder Ableton (Musikprogramm) eingesetzt wird, ist für mich persönlich irrelevant.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>CM:</strong> Haha, das würde ich auch gern wissen! Bei mir fängt es ja schon damit an, dass ich keine Kund:innen habe, sondern glücklicherweise für ein paar Magazine schreiben und ab und zu mal laienmäßig auflegen darf. Ich wünsche mir natürlich, dass das noch eine Weile so weitergeht 😉</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<p>Bildquellenangabe: Christina Mohr</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Katja Rosenbohm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 08:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Freiberuflerin]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Rosenbohm]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich mag keine Mogelpackungen.&#8220; Wieder eine Frau aus dem schreibenden Gewerbe – woran das nur liegt ;o) Natürlich daran, dass auch Katja im weltbesten Frauennetzwerk, dem Texttreff, aktiv ist. Ich saß damals auch gemeinsam mit ihr in dem spannenden Workshop zur Personenmarke, von dem sie im Interview erzählt. Katja beschäftigt sich als Texterin und Lektorin [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich mag keine Mogelpackungen.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15556 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Katja-Rosenbohm-c-Gabi-Budulig.jpg" alt="Katja Rosenbohm im Gespräch (c) Gabi Budulig" width="400" height="267" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Katja-Rosenbohm-c-Gabi-Budulig.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Katja-Rosenbohm-c-Gabi-Budulig-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wieder eine Frau aus dem schreibenden Gewerbe – woran das nur liegt ;o) Natürlich daran, dass auch Katja im weltbesten Frauennetzwerk, dem Texttreff, aktiv ist. Ich saß damals auch gemeinsam mit ihr in dem spannenden Workshop zur Personenmarke, von dem sie im Interview erzählt. Katja beschäftigt sich als Texterin und Lektorin intensiv mit Sprache und der Frage, wie man richtig gendert. Sie teilt ihr Wissen freigiebig – ich habe schon viel von ihr gelernt, danke dafür!</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist Texterin und Lektorin – bei dir gibt es alles mit Krönchen. Und mit der <a href="https://die-orthograefin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orthogräfin</a> hast du gleich auch noch einen tollen Namen für deine Personenmarke gefunden. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Brauchtest du Mut, um dich auf diese spannende Art und Weise selbst zu vermarkten?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Anfangs habe ich Die Orthogräfin nur als Logo verwendet. Irgendwann fand ich jedoch heraus, dass ich noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal brauche, da ich mit dem Namen Katja Rosenbohm in Deutschland nicht einzigartig bin. Entstanden ist die Idee für die Orthogräfin in der Zusammenarbeit mit Sonya Eller, einer genialen Grafik-Designerin, die ich noch aus meiner Kölner Zeit kenne. Sonya hat es damals geschafft, ein besonderes Wortspiel zu kreieren, mit dem ich mich – mit einem Augenzwinkern – von meinen Mitbewerberinnen abheben konnte.<br />
Es gab die eine und andere kritische Stimme in die Richtung, dass ich mich damit zu sehr auf die Rechtschreibung festlegen würde. Oder gar das Augenzwinkern nicht verstanden wird. Davon ließ ich mich nicht verunsichern, mir gefiel der Name von Anfang an. Und je stärker ich mich als Person mit der Orthogräfin identifizierte, desto mehr positive Reaktionen kamen von außen. Ich habe gar nicht groß darüber nachgedacht, was ich da tue. Ich bin immer mehr in (m)eine Rolle geschlüpft. Bestärkt hat mich darin auch der Workshop <span id="more-15550"></span>„Ich als Marke“ unserer gemeinsamen Netzwerkkollegin Sandra Walzer. Die Orthogräfin ist inzwischen fest mit meiner Person verankert: Ich werde auch schon mal von Kund*innenseite aus mit „Liebe Orthogräfin“ angesprochen und bekomme sogar den einen oder anderen Krönchen-Gegenstand mitgebracht – das ist wirklich ganz wunderbar.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15555" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo-die-Orthograefin-c-Katja-Rosenbohm.jpg" alt="Logo die Orthogräfin (c) Katja Rosenbohm" width="300" height="225" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo-die-Orthograefin-c-Katja-Rosenbohm.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/03/Logo-die-Orthograefin-c-Katja-Rosenbohm-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />KR:</strong> Oberflächlich betrachtet spielt Authentizität erstmal keine große Rolle für mich. Als Profi arbeite ich für verschiedene Auftraggeber*innenpersönlichkeiten. Ich merke jedoch sehr schnell, mit wem ich auf einer Wellenlänge bin. Wenn ich mir anschaue, wer meine Kunden sind und für wen ich besonders gern arbeite, dann erkenne ich darin schon ein gewisses Muster: Je mehr ich mich mit dem Unternehmen identifiziere, desto besser gelingt es mir in die Rolle der externen Mitarbeiterin zu schlüpfen. Das sind dann die Aufträge, die noch einen Tick mehr Spaß machen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Ich weiß es nicht. In meinem persönlichen Umfeld überwiegen die anderen. 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Da bin ich in erster Linie ganz klassisch orientiert: Ich habe eine eigene <a href="https://die-orthograefin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website mit Blog</a> und ein Profil auf <a href="https://www.xing.com/profile/Katja_Rosenbohm2/portfolio" target="_blank" rel="noopener noreferrer">XING</a> und <a href="https://www.linkedin.com/in/katja-rosenbohm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LinkedIn</a>. Daneben <a href="https://twitter.com/dieorthograefin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twittere</a> ich gern und nutze trotz aller Kritik auch <a href="https://www.facebook.com/DieOrthograefin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> regelmäßig. Eine bestimmte Strategie verfolge ich damit nicht. Ich tue das, was mir gefällt und Spaß macht.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Ich verstehe gut was du meinst, Christa. An solchen Punkten stelle ich mir dann vor, ich wäre eine angestellte Mitarbeiterin in dem Unternehmen, für das ich freiberuflich arbeite. Was würde ich dann dort über mich preisgeben, was würde ich in der Teeküche erzählen – und was nicht? Meine persönliche Grenze in der Authentizität ist dort, wo es mir zu privat wird. Das ist für mich keine starre Grenze und auch abhängig vom Gegenüber und meiner Tagesform.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>KR:</strong><br />
a. Sichtbar sein („Das bin ich!“)<br />
b. Spontan sein („Ich muss nicht erst überlegen oder abwägen, wie ich rüberkommen will.“)<br />
c. Offen sein („Abwarten, was auf mich zukommt.“)</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Ich kann hier nur von mir ausgehen: Ich mag keine Mogelpackungen. Wenn am Ende herauskommt, dass kein wahrer Kern drinsteckt, fühle ich mich hintergegangen, als Person nicht ernst genommen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>KR:</strong> Haha, wenn ich das jetzt verrate, ist ja überhaupt kein Überraschungscoup mehr möglich. Im Ernst: Ich setze darauf, dass mich auch in Zukunft die richtigen Leute (Unternehmen) finden.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<p>Bildquellenangabe: Bild Interview <a href="http://budulig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gabi Budulig</a>, Porträtfoto Heidi Frank vom <a href="http://www.visualwerk.de/">VISUALWERK</a>, Krönchenfoto Katja Rosenbohm</p>
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