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	<title>Unternehmertum Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Unternehmertum Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Im Interview &#8211; Norbert Gilles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 07:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioural Design]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Gilles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220; Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des Barcamp RheinMain. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.&#8220;</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-16472 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC19_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles als Speaker" width="430" height="287" />Norbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des <a href="https://www.barcamp-rheinmain.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barcamp RheinMain</a>. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält &#8211; eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine zweitätige Un-Konferenz für 300 Digitalverrückte zu veranstalten ;o) Ich freue mich sehr, dass er mit seinen nachdenklichen Antworten Teil dieser Interviewreihe ist.</p>
<hr />
<p><strong><em>CG:</em></strong><em> Seit 2008 machst du mit deiner <a href="https://www.giinco.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur giinco</a> digitale Kommunikation; Du berätst kleine und große Unternehmen, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem organisierst du im Team jedes Jahr das Barcamp Rhein-Main und bist eigentlich auf jeder Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet zu treffen, bei der es um Digitales geht. Gibt es einen Unterschied zwischen dem digitalen und dem analogen Norbert? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich denke nicht. Du beschreibst den digitalen Norbert ja als Hans Dampf in allen Gassen. Das bin ich im Analogen auch. Andere Gassen halt. Wobei sich diese Definition ja auch wenig nach der Arbeit-Norbert und der Privat-Norbert anhört.<br />
Da gibt es eigentlich auch keine Trennung. Ich bin natürlich auf einer Veranstaltung mitunter in einer anderen Rolle, als abends im Biergarten. Aber ich atme nicht vorher durch und sage „so, jetzt Event Lächeln aufsetzen“ oder sitze im Biergarten und denke mir „jetzt muss ich mal nicht so oder so sein“. Ich denke da gar nicht so richtig drüber nach. Ich bin anders fokussiert. Das kann man sagen. In einem Vortrag bin ich sehr auf mein Publikum konzentriert und versuche <span id="more-16452"></span>hier wirklich sehr aufmerksam zu sein. Im Biergarten träume ich auch schon mal vor ich hin.<br />
In der Agentur wird mir gesagt, dass man nicht unterscheiden kann, ob ich mit jemanden spreche, der im Raum ist, oder telefoniere. Ich glaube, ich bin einfach durchgängig derselbe Typ, egal wann und wo man mich trifft.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich besetze über meine Tätigkeit als Speaker eine bestimmte Nische. Für das Thema habe ich mich bewusst entschieden und auch, dass ich als Speaker präsent sein möchte. Das bedeutet einiges an zusätzlicher Arbeit und zusätzlichen Terminen. Aber das wollte ich so. Also was bin ich als Personenmarke? Ein Experte für ein interessantes Thema (<a href="https://www.behaviouraldesigncamp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behavioural Design</a>), welches strategisch aber auch operativ funktioniert. Ich kann auf viele dieses Thema betreffende Fragen Ad-hoc erschöpfende Antworten geben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Ich mache das, was ich gerne mache. Dafür gebe ich viel. Ich heuchle kein Interesse, ich bin wirklich interessiert.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-16474 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/Norbert_BDC18_1920px_web-430x287.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="430" height="287" />NG:</strong> Ich denke, dass sich viele von äußeren Umständen in eine Situation gedrängt fühlen, aus der sie nicht herauskommen oder nicht anderes handeln können.<br />
Man kann Folgendes tun: Man kann Verantwortung für sich selbst übernehmen und verstehen, dass diese Haltung eine Entscheidung ist. Ich kann mich auch anders entscheiden. Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Ich kann mir also aussuchen, mit welchen Konsequenzen ich leben möchte. Egal wie ich mich entscheide, es ist meine Entscheidung und ich gehe mit den Konsequenzen um.<br />
Ich glaube aber auch, dass diese Denkweise eine große Hürde ist. Es klingt viel einfacher, als es ist. Ich versuche, zumindest so zu leben. Damit werden alle meine Wege automatisch individuell. Sind ja meine Entscheidungen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Die Plattformen, die ich wirklich nutze sind Veranstaltungen. Ich gehe raus und rede über meine Themen (im Moment eher online). Darüber ergeben sich dann Kontakte, die vielleicht erst in ein paar Jahren zu tatsächlichen Anfragen und Projekten für unsere Agentur führen. Aber mittlerweile haben wir den Luxus so langfristig denken zu können.<br />
Andere „Plattformen“ sind Empfehlungen innerhalb der Unternehmen, die schon unsere Kunden sind. Diese internen Empfehlungen sind sehr, sehr wertvoll.<br />
Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken. Wenn ich mich mit jemanden über Ideen für Produkte oder Webseiten spreche, tue ich so, als ob ich einen Auftrag habe. Ich mache also ernsthafte Vorschläge. Im Rahmen des Gesprächs ist das auch alles kostenfrei. Wenn der Funke zündet und es zu Folgegesprächen zu diesem Thema kommt, lenke ich den Blick langsam darauf, dass man jetzt mal ein Projekt daraus machen sollte. Klappt manchmal.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Puh, diese Definition finde ich schwierig. Das postuliert ja, dass es ein echtes, wahrhaftiges Ich gäbe, mein Sein. Und ich aber in einem Schein gefangen bin. Also in einer Art Schauspiel, welches ich aufführe und welches nicht mich zum Thema hat, sondern irgendetwas anderes, scheinbares.<br />
Ich bin kein Psychologe, aber ich glaube nicht, dass es so etwas wie das nackte, allem zugrunde liegende Ich gibt. Ich bin permanent in irgendeiner Rolle: Agenturchef, Ehemann, Freund, Gast, Referent, Sportler, Autofahrer etc.<br />
Ich kann das gar nicht ablegen. Was soll denn dann übrig bleiben?<br />
Ich würde dem entgegenstellen, dass Authentizität dann gegeben ist, wenn ich die Verantwortung für meine Entscheidungen und die daraus resultierenden Konsequenzen übernommen habe. Oder kurz gesagt, wenn ich mit meinen Entscheidungen im Reinen bin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie …. </em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright wp-image-16457" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/12/HIK_2019_Roessler_Mielna-Norbert-klein-430x286.jpg" alt="Norbert Gilles im Gespräch" width="350" height="233" />NG:</strong> a. Ernsthaftigkeit/b. Verantwortung/c. Selbstbewusst<br />
Wenn ich Verantwortung für mich oder für etwas übernehme, wirkliche Verantwortung, dann resultiert daraus Ernsthaftigkeit. Ich kann zum Beispiel nicht sagen „Ich mache das!“ und mir heimlich denken „was ein Quatsch!“. Also… kann man machen, ist dann nicht authentisch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Authentizität macht Menschen ein Stück weit berechenbar. Das finden viele gut. Zu wissen woran man ist. Man glaubt, dann auch eben den „echten“ Menschen vor sich zu haben und nicht einen Menschen in einer Rolle. Aber… siehe oben. Ich bezweifle, dass es das so pur überhaupt gibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>NG:</strong> Du meinst neben der hohen Qualität unserer Arbeit? Tatsächlich versuchen wir, Qualität sehr holistisch zu betrachten. Für uns bedeutet Qualität auch, dass Kunden gerne mit uns zusammenarbeiten. Nicht jedes Projekt ist Rock ’n’ Roll. Aber egal warum es geht, der Kunde soll sich wohlfühlen und ernst genommen. Wir bekommen 99 % unserer Projekte über Empfehlungen. Die machen das nicht, weil wir so günstig waren.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquelle: Norbert Gilles</p>
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		<title>Im Interview – Cordula Natusch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2020 12:25:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Cordula Natusch]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220; Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem Texttreff. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer mich bucht, bekommt mich.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15882" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg" alt="Cordula Natusch" width="350" height="324" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cordula-Natusch-copy-Miriam-Boettner-300x278.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Cordula ist &#8230; Trommelwirbel &#8230;. Textine wie ich &#8211; das heißt, sie ist auch Teil des besten Netzwerks der Welt, dem <a href="http://www.texttreff.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Texttreff</a>. Wir folgen uns gegenseitig in verschiedenen Sozialen Netzwerken. Ich finde ihren klaren Auftritt toll: Sie agiert sehr überlegt und ist mit dieser Gabe äußerst streitbar, ohne im getippten Gefecht die Contenance zu verlieren. Das finde ich ja grundsätzlich sympathisch ;o) Außerdem macht sie schöne Hamburgfotos!<br />
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen dieses spannenden Interviews.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Als Texterin, Konzeptionerin, Beraterin und Lektorin bist du spezialisiert auf Wirtschaftsthemen. Außerdem unterstützt du Selbstständige dabei, sich mit Ratgebern, Sach- und Fachbüchern am Markt als Expertinnen und Experten zu positionieren. Und dann bist du noch die Fachfrau für alle, die Hamburg abseits der Pfade erleben möchten – inklusive Blog und einem eigenen Buch. Wie wichtig ist deine eigene Person in deinen Berufsalltag?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Für mich als Soloselbstständige natürlich sehr wichtig. Wer mich bucht, bekommt mich, mein Wissen, meine Erfahrung und meine Persönlichkeit – nichts sonst. Ich bin also meine eigene Marke, in all meinen Fassetten.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was macht diese Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>In allem, was ich mache, steckt ganz viel Cordula drin: eine Mischung aus Leidenschaft und gesundem Pragmatismus, außerdem meine Begeisterung für Sprache, Literatur und Bücher, mein Interesse an Wirtschaft, an Natur und Kultur. Kunden und Kundinnen arbeiten mit mir, weil ich so bin, wie ich bin. Ich mache Wirtschaftstexte, weil ich Wirtschaft und Finanzen spannend finde. Ich erkläre leidenschaftlich gern Hintergründe und Zusammenhänge, deshalb bearbeite ich Ratgeber und Sachbücher. Ich liebe Hamburg und Norddeutschland, also schreibe ich darüber. Ich reagiere empfindlich auf Ungerechtigkeiten, daher berate ich Autoren und Autorinnen auf ihrem Weg zum eigenen Buch und versuche, sie vor Fallen wie Druckkostenzuschussverlagen, unfairen Konditionen in Verlagsverträgen und unseriösen Versprechungen wie „Der schnelle Weg zum Bestseller“ zu bewahren. Ich habe das große Glück, in meinem Beruf ganz ich sein zu dürfen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Eine immens große – auf verschiedenen Ebenen. Wer eine solch persönliche Dienstleistung wie ein Lektorat, eine Beratung oder einen Text bestellt, bucht immer auch die Person, die dahintersteht, mit all ihren Eigenheiten, Werten, Besonderheiten. Das sind oft sogar die ausschlaggebenden Punkte bei der Auftragsvergabe. Diese Person soll dann die Vorstellungen des Kunden oder der Kundin umsetzen. Und das Ergebnis muss zum Auftraggeber und zur Auftraggeberin passen. Im Lektorat beispielsweise besteht die Herausforderung darin, ein Manuskript effektiv zu verbessern, ohne die Stimme des Autors oder der Autorin zu verfälschen. Ich muss den Text bearbeiten, aber er soll auch nach meiner Bearbeitung als der des Kunden oder der Kundin erkennbar, also authentisch, sein. Das ist eine Gradwanderung: Einerseits muss ich mich einbringen, andererseits auch zurücknehmen. Das geht meiner Meinung <span id="more-15876"></span>nach nur, wenn ich mich für meine Arbeit nicht verbiegen muss – was ich aber auch ohnehin nicht will. Anderenfalls wird die Arbeit am Text zum Krampf – mit einem entsprechenden Ergebnis. Es kommt immer wieder vor, dass ich Projekte ablehne, weil sie nicht zu mir passen und ich nicht zu ihnen.<br />
Mindestens ebenso wichtig ist das Thema „Authentizität“ in meinen Beratungen und Kursen für Autoren und Autorinnen. Um mit einem Expertenbuch, also mit einem Ratgeber oder Sachbuch zur Positionierung, erfolgreich zu sein, ist Authentizität meiner Meinung nach ein wesentlicher Faktor. Es gibt am Markt viele Anbieter, die nach dem Motto „Schreib in Buch in einer Woche“ arbeiten. Da wird dann ein Thema nach Schema X in eine Gliederung heruntergebrochen, der Text möglichst schnell produziert und auf den Markt geworfen. Da geht es nicht darum, dem Leser oder der Leserin Inhalte zu vermitteln, als Experte die eigenen Herangehensweisen zu demonstrieren oder als Expertin ein unverwechselbares Profil zu entwickeln. Wichtig ist nur noch, ein Buch auf der Publikationsliste zu haben, egal wie das dann aussieht. Allerdings geht bei einem solch mechanischen, lieblosen Vorgehen all das verloren, was den Experten oder die Expertin persönlich ausmacht, was ihn oder sie von der Konkurrenz abhebt. Nahezu jede Beraterin oder Trainerin, jeder Coach oder Speaker sieht sich einem riesigen Wettbewerb mit anderen Experten und Expertinnen gegenüber. Schlechte Bücher helfen in einem solchen Marktumfeld überhaupt nicht weiter, weil sie die Glaubwürdigkeit untergraben.<br />
Ich ermutige meine Kunden und Kundinnen immer, beim Schreiben die eigene Persönlichkeit stärker zu betonen, ein authentisches, echtes Buch zu veröffentlichen – und kein Instantprodukt, das sich nicht von anderen Instantprodukten unterscheidet. Positionierung entsteht, indem man Position bezieht: Was macht mich und mein Angebot besonders? Wie kann ich das authentisch vermitteln? Wie zeige ich, dass ich glaubwürdig bin? Das ist der langwierigere und schwierigere Weg, aber meiner Meinung nach der erfolgreichere. So verhindert man, im Einheitsbrei unterzugehen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Aus laienpsychologischer Sicht behaupte ich mal: weil es mühsam ist. Um zu wissen, was uns wirklich ausfüllt, müssen wir uns erst einmal intensiv mit uns selbst auseinandersetzen. Uns selbst genau kennenlernen und vielleicht auch von angeblichen Gewissheiten Abschied nehmen. Das kann auch schon mal wehtun. Und dann bedeutet der individuelle Weg auch oft, dass wir gegen den Strom schwimmen, das ist anstrengend. Es ist einfacher und bequemer, sich treiben zu lassen und das zu machen, was alle tun.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong><a href="https://www.braumueller.at/t?isbn=9783991002604"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15939" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg" alt="Cover Buch Hamburg abseits der Pfade von Cordula Natusch" width="350" height="551" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/09/Cover-Buch-Hamburg-abseits-der-Pfade-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>CN:</strong> Derzeit konzentriere ich mich darauf, mich als die „Expertenbuch-Expertin“ zu positionieren. Die wichtigste Plattform dafür ist meine <a href="https://expertenbuch-schreiben.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> mit dem zugehörigen Blog. In der Regel einmal in der Woche verschicke ich einen E-Mail-Newsletter an Abonnenten, um über aktuelle Themen und Entwicklungen auf dem Buchmarkt und natürlich meine Angebote zu berichten oder Blogartikel zu teilen. Am liebsten aber bin ich bei Veranstaltungen wie der Buchmesse in Frankfurt und Leipzig oder dem Selfpublishing-Day dabei, halte Vorträge, gebe Workshops und spreche mit den Menschen. Gerade diesen direkten Kontakt möchte ich weiter ausbauen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Selbstverständlich gibt es auch Themen, die ich nicht in die Öffentlichkeit trage. Das sind aber höchst persönliche Fragen, bei denen es im Zweifelsfall niemanden etwas angeht, wie ich „in echt“ bin. Außerdem bin ich privat wohl temperamentvoller und spontaner, als meine Kunden und Kundinnen vermuten. Im Job bin ich deutlich sachlicher. Das liegt jedoch nicht daran, dass ich mich dort etwa verstellen würde. Aber wenn ich einen Text bearbeite oder einen Autor beziehungsweise eine Autorin strategisch berate, brauche ich die professionelle Distanz, um den jeweils besten Weg zu finden. Man sollte sich nicht in bestimmte Lösungen verlieben, sondern offen und flexibel bleiben.<br />
Ansonsten hat Authentizität viel mit Werten zu tun. Und meine Werte vertrete ich auf allen Ebenen. Ich lasse mich also in der Regel mit Klarnamen auch auf kontroverse Diskussionen ein, beziehe Position und mache mich damit angreifbar. Das hat sicher auch Auswirkungen auf meinen Job, vermutlich sortieren mich einige Personen von vornherein aus, wenn sie eine Dienstleistung zu vergeben haben. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Wer mit meinen Werten völlig verquergeht, für den komme ich als Auftragnehmerin ohnehin nicht infrage. Mein Gegenüber erspart sich also die Kontaktaufnahme, ich erspare es mir, den potenziellen Auftrag zu prüfen und dann abzusagen.<br />
Eigentlich finde ich es schwieriger, wenn ich bei meinem Gegenüber keinerlei Authentizität erkennen kann. Wenn jemand echt ist, kann ich ihn nach einer Kennenlernphase einschätzen. Ich weiß, für welche Themen er steht, mit welchen Reaktionen ich in bestimmten Situationen ungefähr rechnen kann etc. So ist derjenige halt, damit kann ich umgehen. Wenn jemand hingegen nicht echt, nicht authentisch ist, wonach handelt er dann? Wie erkenne ich, ob er mir gegenüber ehrlich ist oder mir nur etwas vorspielt? Wie also kann ich dann Sein und Schein auseinanderhalten? Das löst Unsicherheit aus und ist anstrengend.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>CN:</strong><br />
a. Werte. Wofür stehe ich? Was ist mir wichtig? Was lehne ich ab? Was ich denke und fühle, was ich sage und wie ich handele: Das alles sollte aus einem Guss sein. Und die gemeinsame Klammer dafür bilden meine Werte.<br />
b. Ehrlichkeit. Zur Authentizität gehört, ehrlich sich selbst und anderen gegenüber zu sein und zum eigenen So-Sein zu stehen. Es gilt also, sich seine Schwächen einzugestehen und sie nicht krampfhaft hinter einer Fassade zu verbergen. Unsere Fehler machen uns menschlich. Und niemand hindert uns daran, an ihnen zu arbeiten.<br />
c. eigene Stimme. Über die Art, wie wir sprechen und schreiben, verraten wir viel über uns selbst. Bin ich eher sachlich oder ist jede Aussage mit einem lockeren Spruch garniert? Pflege ich einen gehobenen Sprachstil oder benutze ich eher eine innovative Jugendsprache? Das sind in der Kommunikation – auch mit potenziellen Kunden – wichtige Signale, die meinem Gegenüber zeigen, ob wir zueinander passen oder nicht.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>CN: </strong>Authentizität hilft uns, uns in dieser zunehmend unübersichtlichen Welt zu orientieren – das denke ich zumindest (ich bin aber keine Psychologin). Wir wollen glauben, dass jemand wirklich so ist, wie er erscheint, und uns nicht nur etwas vorspielt oder sich permanent verstellt. Das hat viel mit Vertrauen zu tun. Ist es jemand wert, dass ich ihm vertraue? Oder muss ich befürchten, dass das Verhalten, das in mir Vertrauen auslöst, nur vorgetäuscht ist?<br />
Und dass wir selbst authentisch sind und leben, fordert unsere individualisierte Gesellschaft ja permanent von uns: „Sei du selbst!“ Schau dir nur mal an, wie viele Menschen davon reden, sich mit ihren „Herzensbusiness“ selbstständig gemacht zu haben. Daran ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes – wobei ich den Begriff nicht mag, der ist mir (als Wirtschaftslektorin) zu blumig. Man darf sich dabei aber nicht in Träumereien verlieren, sondern sollte realistisch bleiben. Denn absurderweise wird uns ja gleichzeitig beispielsweise auf Instagram eine komplett künstliche Welt vorgespielt. Wer das für authentisch hält, erlebt eventuell schnell eine böse Überraschung. Da war er wieder, mein Pragmatismus …</p>
<p><em><strong>CG: </strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>CN:</strong> Mir ist es wichtig, mich nicht von fremden Plattformen abhängig zu machen, daher werde ich mich auch weiterhin auf meine eigenen Inhalte konzentrieren, also meinen Blog und meinen E-Mail-Newsletter pflegen. Außerdem möchte ich mehr Gastartikel schreiben und Interviews geben, um mein Angebot bekanntzumachen und mich von den genannten „Schnell-mal-ein-Buch-raushauen“-Angeboten abzugrenzen. Social Media mache ich natürlich auch, aber immer mit dem Ziel, die Menschen in meine eigenen Kanäle zu lenken. Sehr gut funktionieren bei mir kurze, kostenlose Webinare rund ums Bücherschreiben, da ist das Interesse immer groß.<br />
Auch offline habe ich gute Erfahrungen mit Veranstaltungen gemacht, also mit Sprechstunden, Vorträgen und Workshops auf Messen oder dem Selfpublishing-Day. Das möchte ich in jedem Fall weitermachen, auch weil es mir viel Spaß macht. Und dann werde ich natürlich selbst auch Bücher schreiben, um mich als Expertin für das Bücherschreiben, -veröffentlichen und -vermarkten zu positionieren. Die ersten sind schon in der Pipeline.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquellen: Portrait Miriam Böttner, Buchcover Braumüller Verlag</p>
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		<title>Im Interview &#8211; Tina Pruschmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 07:13:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Tina Pruschmann]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll.&#8220; Mit Tina verbindet mich &#8230; *Trommelwirbel* &#8230; das gemeinsame Netzwerk Texttreff. Außerdem haben wir beide eine Vorliebe für ein gutes Glas Wein oder auch zwei. Und wir mögen politische Gespräche &#8211; gerne auch kontrovers. Unvergessen für mich auch eine Barcamp-Session, in dem wir Klischees [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15819 size-full alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto.jpg" alt="Tina Pruschmann" width="450" height="300" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina_Pruschmann-grosses-Foto-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />Mit Tina verbindet mich &#8230; *Trommelwirbel* &#8230; das gemeinsame Netzwerk Texttreff. Außerdem haben wir beide eine Vorliebe für ein gutes Glas Wein oder auch zwei. Und wir mögen politische Gespräche &#8211; gerne auch kontrovers. Unvergessen für mich auch eine Barcamp-Session, in dem wir Klischees über Ossis und Wessis herausgearbeitet haben. Hui, das ging hoch her!</p>
<p>Tina ist ein nachdenklicher Mensch, sie hinterfragt Dinge tief und setzt sich mit Themen intensiv auseinander. Und so finde ich ihre Auseinandersetzung mit dem Begriff &#8222;Authentizität&#8220; in diesem Interview sehr spannend! Sie ist auch die Erste, die in dieser Interviewreihe auf Mörder* zu sprechen kommt. Aber lest selbst &#8211; doch werft das Hirn vorm Lesen an, es gibt Futter ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du schreibst Bücher – vom Roman bis hin zur Dokumentation über einen Nonnenorden. Oder arbeitest als Ghostwriterin. Außerdem organisierst du politische Veranstaltungen zum Thema Flucht und Heimat. Und du schreibst Medizintexte. Gibt es eine große Klammer um diese Themenvielfalt und dein Engagement?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich denke nicht. Es käme mir konstruiert vor, die Dinge thematisch zusammenzuheften.<br />
Mit den Medizintexten, mittlerweile mehr mit Projektkoordination, verdiene ich Geld und es macht mir Freude. Das politische Engagement, seit einem Jahr bin ich SPD-Mitglied, ist mir wichtig, weil ich das Küchentischgemeckere so satthatte. Ich will nicht sagen, dass ein politscher Disput bei diversen Gläsern Rotwein keinen Spaß macht. Im Gegenteil. Aber ich hatte Lust, mich an politischen Entscheidungsprozessen direkter zu beteiligen. Schon als einfaches <span id="more-15816"></span>Parteimitglied ist man angreifbarer. Erst dann wird es doch interessant. Was mich aber im existenziellen Sinn trägt, ist die Literatur. Bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen, davon zu leben. Ich fürchte auch, dass mir ein reines Autorinnenleben zu ereignisarm wäre.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was macht deine Personenmarke aus?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich glaube nicht, dass ich eine Personenmarke bin.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15821" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena.jpg" alt="Tina Pruschmann in der Black Box" width="300" height="225" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-in-der-Black-Box-mit-Verena-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />TP:</strong> Mit dem Begriff Authentizität habe ich so meine Probleme. Ich habe gelesen, dass authentisch im Griechischen ursprünglich den Mörder, genauer gesagt den Selbst- oder Verwandtenmörder, später den Herren und Gebieter, auch den, der die Tat verübt, bezeichnete. Ich weiß nicht, ob diese Herleitung sprachgeschichtlich haltbar ist, aber sie hat mir gut gefallen. In der marketingmäßigen Verwendung des Begriffs wird authentisch sein ja nur so lange empfohlen, wie sich diese authentischen Eigenschaften einer Person vermarkten lassen. Die Mörder und Gebieter fehlen.<br />
Wenn wir authentisch sagen, meinen wir, sich nicht zu verstellen, der/die zu sein, der/die man ist. Um ehrlich zu sein, ich will gar nicht wissen, wer ich bin. Was den Beruf betrifft ging und geht es mir darum, Rollen zu finden, mit denen ich einigermaßen souverän umgehen kann, die mir die Freiheit geben, zu tun, was mir entspricht und Seiten von mir zu zeigen, die ich mag. Momentan gelingt mir das ganz gut. Ich weiß aber auch, dass das ein Zustand auf Abruf ist. Das Beständigste ist die Literatur. Die Literatur ist sowieso die Ausnahme. Da sind die Erwartungen am wenigsten definiert, die Lust ist am größten, die Angst vor dem Scheitern aber auch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ob es vielen Menschen schwerfällt, vermag ich nicht zu sagen. Bei mir war es so, dass ich sehr lange nicht wusste, welche Aufgaben mich über eine spontane Begeisterung hinaus tragen. Das hatte auch mit Zuschreibungen zu tun. Zum Beispiel wird ja Mädchen ganz gern vermittelt, dass soziale Berufe eine tolle Sache sind. So war es bei mir auch. Es führte dazu, dass ich nach einem abgebrochenen Jurastudium Ergotherapie gelernt und bereits im ersten Praktikum gemerkt habe, dass mir ein Beziehungsberuf unfassbar schwerfällt. Ich habe die Ausbildung trotzdem abgeschlossen, zwei Jahre in dem Beruf gearbeitet und dann, neben einem Soziologiestudium, an einer Ergotherapieschule unterrichtet. Wieder ein Beziehungsberuf. Zusammengenommen habe ich mehr als zehn Jahre in Berufen gearbeitet, die mir nicht liegen. Die Pointe ist, dass ich genau in diesem Konflikt, der mich brutal mit meinen Schwächen konfrontiert hat, wahnsinnig viel gelernt habe. Zum Beispiel habe ich einiges von meiner Angst verloren, auf Menschen zuzugehen, in der Öffentlichkeit zu sprechen, solche Dinge.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Was den Brotberuf betrifft, ist gerade einiges im Umbruch. Als Autorin ist die Website die zentrale Plattform. Ich würde gern mehr machen, habe auch schon grobe Ideen, muss aber noch ein paar innere Hürden überwinden.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15818" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/07/Tina-Pruschmann-mit-Schwester-Gerburgis-430x287.jpg" alt="Tina Pruschmann mit Schwester Gerburgis" width="300" height="200" />TP:</strong> Das mit dem Sein versus Schein ist mir ehrlich gesagt zu grob. Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll. Man kann seine Rollen im Leben besser oder schlechter spielen, im Sinne von, man kann mit den Erwartungen, die an einen herangetragen werden, souverän oder unsouverän umgehen, Spaß damit haben, gelangweilt oder frustriert, über- oder unterfordert sein. Alles, was Unwohlsein auslöst, lässt sich auf Dauer sicher nur schwer aushalten. Wann aber ist man der, der man wirklich ist, so unverfälscht, nicht durch Erwartungen überformt? Mit Puschen auf dem Sofa vor der Glotze scheint mir eine der wenigen erwartungsfreien Zonen zu sein. Aber ist das ein Referenzpunkt, der etwas über unser Sein aussagt? Ich hoffe nicht. Für mich spricht erst einmal nichts gegen den Schein, gegen das So-tun-als-Ob, gegen die Lust an der Inszenierung, auch nichts gegen das Gefühl von Fremdheit, das das auslösen kann.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>TP:</strong> a. Buzzword, b. Buzzword, c. Buzzword. Der Begriff sollte seine Mörder und Gebieter zurückbekommen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Ich glaube, in der gegenwärtigen Verwendung des Begriffs drückt sich eine Sehnsucht aus, vertrauen zu können. Die habe ich auch.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien wirst du in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf dich ziehen?</em></p>
<p><strong>TP:</strong> Leider bin ich ein wenig strategisch denkender Mensch. Mein Vater hat mal gesagt, dass man alle sieben Jahre was Neues machen sollte. Ich finde, da hat er recht. Ausgenommen sind die Literatur und der Versuch, einen Teil für eine solidarische Gesellschaft beizutragen.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<p>Bildquellen:<br />
Portrait: Copyright Marco Warmuth<br />
Lesung: Moderation einer Lesung mit der Autorin Verena Mermer im Rahmen des Projektes Black Box von Ute Puder. Foto rechtefrei<br />
Gespräch: Im Gespräch mit Schwester Gerburgis für das Buchprojekt „gottgewollt“, Foto Marco Warmuth</p>
<p>* Über Nazis und Serienkiller habe ich im Zusammenhang mit Authentizität auch schon mal geschrieben: <a href="https://www.christagoede.de/nachdenken-ueber-authentizitaet/">https://www.christagoede.de/nachdenken-ueber-authentizitaet/ </a></p>
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		<title>Im Interview &#8211; Britta Janzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 08:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Britta Janzen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
		<category><![CDATA[Wolle & Wunder]]></category>
		<category><![CDATA[Wollgeschäft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Im Einzelhandel ist meine Art Gold wert!&#8220; Britta Janzen kenne ich schon sehr lange – in ihrem früheren Leben als Journalistin haben wir sogar mal zusammen gearbeitet. Ich bewundere sie sehr dafür, wie radikal sie vor einigen Jahren ihr Leben geändert hat! Denn nach reiflicher Überlegung hat sie der Schreiberei den Rücken gekehrt und in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Im Einzelhandel ist meine Art Gold wert!&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14512" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-in-ihrem-Wollgeschaeft.jpg" alt="Britta Janzen in ihrem Wollgeschäft" width="350" height="344" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-in-ihrem-Wollgeschaeft.jpg 500w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-in-ihrem-Wollgeschaeft-300x295.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Britta Janzen kenne ich schon sehr lange – in ihrem früheren Leben als Journalistin haben wir sogar mal zusammen gearbeitet. Ich bewundere sie sehr dafür, wie radikal sie vor einigen Jahren ihr Leben geändert hat! Denn nach reiflicher Überlegung hat sie der Schreiberei den Rücken gekehrt und in Kiel ihr eigenes Wollgeschäft gegründet. Ja, du hast richtig gelesen, ein Wollgeschäft. In Zeiten von Amazon und Co. hat sie sich entschlossen, in einen echten Laden zu investieren &#8230; wow.</p>
<p>Mit viel Mut, Tatkraft und tollen Ideen hat sie aus diesem verwegen anmutenden Projekt einen florierenden Laden gemacht – ein echtes Geschäft mit echten Menschen, das echte Gewinne abwirft. Chapeau!</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du hast vor mehr als 3 Jahren Kiels wohl schönsten Wollladen „Wolle &amp; Wunder“  gegründet – und dafür deine Arbeit als freie Journalistin und Beraterin nach 25 Jahren aufgegeben. Wie kam es zu diesem doch ziemlich extremen Wandel?</em></p>
<p><strong>BJ:</strong> Zum einen befinden sich die Honorare im Journalismus seit Jahren im freien Fall – und obwohl ich hervorragend vernetzt war und mich nicht über mangelnde Aufträge beschweren konnte, reichte das Geld irgendwann einfach nicht mehr zum Leben. Zum anderen war ich nach rund 25 Jahren einfach leer geschrieben – ich hatte gefühlt jedes Thema schon mal behandelt und lechzte nach einer beruflichen Veränderung. Dass ich nun Besitzerin eines Wollgeschäftes bin, war eher ein Zufall: mir kam zu Ohren, dass ein Wollgeschäft eventuell zur Übernahme steht. Das kam letztendlich nicht zu Stande, aber ich hatte Finanzierung, Business Plan und zahlreiche Ideen – und dachte mir, ich mach das jetzt einfach!</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>BJ:</strong> Zum Teil ist Authenzität ist für mich reine Bequemlichkeit. Ich hasse es, mich zu verstellen und zu verbiegen. Das war schon immer so! Wenn ich etwas sage, dann meine ich das auch so – bei mir gibt es keinen <span id="more-14505"></span>Subtext und keine Hintergedanken. Das hat natürlich nicht immer nur Vorteile, manchmal würde ich gerne strategischer kommunizieren. Aber im Einzelhandel ist meine Art Gold wert! Ich interessiere mich wirklich für meine Kundinnen und ihre Geschichten. Denn hinter fast jedem Strickstück steckt natürlich etwas: ein frisches Enkelkind, das eine Decke bekommen soll. Eine gute Freundin mit Krebs, die für die Chemotherapie eine superweiche Mütze braucht. Ein Pullover in einer knalligen Farbe, mit dem man eine schwere Entscheidung quasi in Wolle verewigt. Es ist diese persönliche Atmosphäre, die meine Kundschaft dazu bringt, bei mir zu kaufen statt im Internet. Das Zwischenmenschliche ist das entscheidende.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14510" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-mit-selbstgestricktem-Schal.jpg" alt="Britta Janzen mit selbstgestricktem Schal" width="250" height="333" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-mit-selbstgestricktem-Schal.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Britta-Janzen-mit-selbstgestricktem-Schal-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />BJ:</strong> Da kann ich natürlich auch nur mutmaßen. Insgesamt habe ich ganz oft den Eindruck, dass den meisten Menschen die Meinung anderer viel zu wichtig ist – und oft ist es ja noch nicht mal die bekannte Meinung, sondern sie mutmaßen, was andere wohl denken könnten. Und in vorauseilendem Gehorsam wird dann alles vermieden, was eventuell Kritik oder Missgunst hervorrufen könnte.<br />
Zum anderen muss man natürlich ordentlich optimistisch sein, um Risiken einzugehen – vor allem finanziell. Seit meiner Geschäftsgründung vor drei Jahren gab es auch bei mir Momente, in denen ich schlecht geschlafen habe, weil Einnahmen und Ausgaben noch nicht im Gleichgewicht waren und das Konto leer. Letztendlich ist es gut gegangen – und ich habe auch immer fest daran geglaubt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel? Welche Strategie verfolgst du langfristig?</em></p>
<p><strong>BJ:</strong> Ich nutze vor allem Facebook, daneben bin ich natürlich auch bei Pinterest und Instagram unterwegs. Meine eigene Website hat keinen Onlineshop, sondern bietet nur Informationen &#8211; zum Beispiel über unsere Strickkurse. Auf allen Kanälen schreibe ich, was mir gerade so einfällt – mal Hinweise auf neue Ware, mal Fundstücke aus dem Internet, ab und zu auch kleine Anekdoten aus dem Wollgeschäft. Eine richtige Strategie steckt überhaupt nicht dahinter, ich weiß aber, dass meine Postings das Verbundenheitsgefühl meiner Kunden mit meinem Geschäft stärken.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>BJ: </strong>Natürlich gibt es auch Momente, in denen ich meine Meinung lieber für mich behalte. Das hat allerdings Grenzen: bei klar rassistischen Äußerungen zum Beispiel muss ich contra geben, was mich auch schon Kundschaft gekostet hat. Ich hatte auch schon einen Mini-Shitstorm bei den Bewertungen meines Geschäftes, nachdem ich privat in einer online Diskussion offensichtlich jemanden von der AfD auf den Fuß getreten bin. Auch das Thema Umwelt und Klimaschutz finde ich oft schwierig – weil die Lager sich dort recht unversöhnlich gegenüber stehen. Also versuche ich Zeichen zu setzen, ohne zu polarisieren. Zum Beispiel hab ich mein Geschäft zum letzten großen  Klimastreik geöffnet, aber an dem Tag Sonderrabatte auf nachhaltige, vegane, Bio- und Recycling-Garne gegeben. Also auf mehr als das halbe Sortiment.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>BJ:</strong> a. Entspannung – weil es viel einfacher ist, so zu sein wie man ist. b. Sympathie – weil ich authentische Menschen einfach mag. c. Vielfalt – denn jeder Mensch ist anders und sollte dazu stehen, statt sich krampfhaft anzupassen, um es allen recht zu machen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14511" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Selbst-gehaekelte-Abschminkpads.jpg" alt="Selbst gehäkelte Abschminkpads" width="250" height="188" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Selbst-gehaekelte-Abschminkpads.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Selbst-gehaekelte-Abschminkpads-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />BJ:</strong> Wir leben in einer Zeit, in der Fotos „verschönt“ werden, bis nichts Reales mehr übrig ist, in denen das TV Laien-Schauspieler als echte Menschen und ihre Schicksale verkauft, in der viel zu oft Schein wichtiger ist als sein, in der Körper operativ optimiert werden. Zu sagen „Hey, so bin ich!“ gilt bei manchen im ersten Moment quasi als revolutionär. Dass andere eben auch nicht perfekt sind &#8211; das nimmt auch bei einem selbst den Druck raus.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Geschäfte wie deins in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>BJ:</strong> Es sind die echten Menschen, die den Unterschied machen. Ein Geschäft muss mehr sein als der Ort, bei dem Ware gegen Geld getauscht wird – der stationäre Handel muss eine Atmosphäre zum Wohlfühlen bieten, Kontakte, Unterhaltung, Beratung, ein Lächeln. Wer Kunden nur als lästige Störung mit Portemonnaie sieht, wird im Handel über kurz oder lang untergehen.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-smartphone"></span>&nbsp;<a href="tel:+4916094441934">+49 (0)160 9444 1934</a></p>
	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>
<pre>Bildquellenangabe: Britta Janzen</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Barbara Stromberg</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-barbara-stromberg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2019 09:58:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Stromberg]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbücher]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Textorama]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmerin]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich muss sagen, wenn ein Thema Mist ist.&#8220; Und wieder eine Textine in meiner Interviewreihe &#8211; ich freue mich sehr! Mit Barbara verbindet mich neben unserem gemeinsamen Lieblingsnetzwerk Texttreff noch viel mehr: Wir sind beide ziemlich direkt und nicht auf den Mund gefallen. Wir haben beide sehr viel Humor mit einem leichten Hang zum Sarkasmus. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich muss sagen, wenn ein Thema Mist ist.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14443" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Barbara-Stromberg-l%C3%A4chelt-430x378.jpg" alt="Barbara Stromberg lächelt" width="400" height="352" />Und wieder eine Textine in meiner Interviewreihe &#8211; ich freue mich sehr! Mit Barbara verbindet mich neben unserem gemeinsamen <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieblingsnetzwerk Texttreff</a> noch viel mehr: Wir sind beide ziemlich direkt und nicht auf den Mund gefallen. Wir haben beide sehr viel Humor mit einem leichten Hang zum Sarkasmus. Und wir lieben beide unseren Schrebergarten. Aber Barbara kann erheblich besser tanzen als ich ;o)<br />
Barbara ist dazu noch die perfekte Jongleuse zwischen Beruf und 6 Jahre altem Wirbelwind, dem sie mit viel Geduld, noch mehr Liebe und einer Menge Hirnschmalz tatsächlich jede einzelne Frage beantwortet &#8211; und das sind wirklich viele. Ganz nebenher ist sie auch noch Co-Autorin einer ganzen Rezeptbuchreihe! Und ich muss endlich mal eins der Rezepte nachkochen &#8230;.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Mit deiner Agentur Textorama bietest du Texte, Beratung, Konzeption und Pressearbeit an. Du arbeitest für ganz viele verschiedene Branchen und Bereiche  – von der Gastronomie und dem Kochbuch über den Spielzeughandel und das Bauunternehmen bis hin zur Kanzlei-PR. Wie schaffst du es, in so vielen verschiedenen Themen fit zu sein?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> In den meisten Fällen ist es völlig ausreichend, dass ich mit meinem aufgesaugten Halbwissen in fast jeder Kategorie einer Quizshow ganz gut bestehen kann. Falls also jemand mal einen Telefonjoker außerhalb von Sport und Geschichte sucht: Hier bin ich.<br />
Wichtig ist doch eigentlich, die richtigen Fragen zu stellen. Meine Kundschaft ist die Expertin oder der Experte für das Thema. Ich übersetze es in gute Texte. Mir zu erklären, was ihm oder ihr wichtig ist, schärft oftmals den Blick auf das eigene Unternehmen und den Service, den man bietet.<br />
Wenn es um die Themen Pressecoaching und Themenpitchen geht, ist das Fachthema nebensächlich. Da geht es darum, ob das Thema einen Nutzwert für die Leser hat, der die Redaktion überzeugt – es muss Wissen transportieren, Orientierung geben oder Gesprächsstoff liefern.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich bin eine sehr schlechte Schauspielerin und mag es, meinen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. Das schränkt mich in den Rollen, die ich spielen könnte, sehr ein.<br />
Als Sparringpartnerin für den Presse-Pitch und als Coach in Sachen Themenfindung muss ich ebenso wie als Texterin sagen, wenn ein Thema Mist ist. Da geht kein <span id="more-14426"></span>Weg dran vorbei.<br />
Ich muss nicht zu allem meine Meinung sagen, aber wenn mich jemand darum bittet – dann lass ich sie gerne raus. Das ist für mich ein Teil meiner Echtheit.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14436" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Cover-neu-Israel-430x566.jpg" alt="Cover Kochbuch Israel" width="300" height="395" />BS:</strong> Authentisch kann nur sein, wer ein klares Bild von sich selbst hat und weiß, wer er sein möchte. Ich glaube, vielen fehlt dieses Bild, ein übergeordnetes Ziel, ein sinnvolles Anliegen, ein umfassendes Lebensmotiv, dass sie antreibt.<br />
Alle erfolgreichen Menschen haben gemein, dass sie sich auf ihre Ziele fokussiert haben und ihre Mission verteidigten. Idealerweise schlägt dabei die Hartnäckigkeit nicht in Verbissenheit und Rücksichtslosigkeit um.<br />
Sich selbst treu zu bleiben, an seine Mission zu glauben, daran, die beste Version von sich selbst zu sein – egal, wie laut die Kritiker unken und so schlecht die Bedingungen auch sind – das ist anstrengend. Das scheint es doch leichter, an schnelles Geld, bedingungslosen Ruhm und die Doofheit der anderen Menschen zu glauben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich habe seit 2006 mehrere Internetseiten als Webauftritt betrieben. Immer und ohne Ausnahme selbst gebaut und bestückt. Deshalb ist diese Plattform für mich noch immer die Homebase.<br />
Meine aktuelle Seite<a href="https://www.textorama.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> www.textorama.de</a> gefällt mir natürlich am besten – auch wenn es mich in den Finger juckt, sie textlich nochmal ganz neu und besser und saftiger zu machen.<br />
Ansonsten treibe ich mich bei <a href="https://www.xing.com/profile/Barbara_Stromberg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Xing</a>, <a href="https://twitter.com/_Textorama_" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und Linkedin rum, aber da akquiriere ich nicht aktiv. Entsprechend selten resultiert von dort ein Auftrag.<br />
Stilmittel? Ich mach, was ich gut finde und was zu mir passt. Solange bis es nicht mehr zu mir passt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Authentizität hat meiner Meinung dort eine Grenze, wo sie die Grenzen anderer verletzt. Im Grund gilt dasselbe wie bei der feinen Linie, die die Meinung von der Übergriffigkeit trennt.<br />
Authentizität hat für mich auch da ihre Grenzen, wo mein Innen und Außen nicht mehr übereinstimmen. Wo ich mich unwohl fühle, fehl am Platz und mich selbst dabei ertappe, dass Tun und Wollen in verschiedene Richtungen ziehen. Da bin ich recht stur im Vermeiden.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>BS:</strong><br />
a. Selbst-Treue  –  Meinungen dürfen sich ändern, aber sie sollten zu den Werten und Zielen passen.<br />
b. Stimmigkeit – Für ein stimmiges Außenbild braucht es ein klares Selbstbild.<br />
c. Ehrlichkeit – auch wenn es der Auftrag dadurch flöten geht.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich glaube, die meisten Menschen haben ganz gute Antennen dafür, wenn ihnen jemand begegnet, der nach außen eine andere Rolle trägt als zu ihm passt.<br />
Menschen, die sich in einer Situation mal so, mal so verhalten – das ist uns suspekt. Wir mögen Menschen, die konsequente Typen mit Charakter sind, weil sie uns das Gefühl geben, sie zu verstehen. Wir möchten wissen, was passiert. Menschen mögen keine Überraschungen, wenn es Dinge geht, die ihnen wichtig sind.<br />
Berechenbarkeit sorgt im besten Fall für Vertrauen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Geschäfte wie deins in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>BS:</strong> Ich denke, es wird immer mehr auf eine Kombination von Psychologie und Technik herauslaufen. Psychologie, um die Menschen zu überzeugen, und Technikkenntnisse, um zu wissen, wie Künstliche Intelligenz Inhalte für ihre Nutzer selektiert.<br />
Texte schreiben ist Handwerk und Talent – ganz klar. Aber damit Erfolg zu haben ist komplizierter.<br />
Worum ich mir keine Sorgen machen: Dass Texte mal überflüssig werden. Denn auch Scripte für Videos, <a href="https://www.upspeak.de/de/barbarastromberg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcasts</a> und die Inhalte, die Sprachassistenten und sonstiger smarter Technikkram finden sollen, müssen die richtigen Wörter enthalten.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Barbara Stromberg</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Eva Kirchhoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Authenitizität]]></category>
		<category><![CDATA[Etagerie]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Kirchhoff]]></category>
		<category><![CDATA[individuell]]></category>
		<category><![CDATA[Laden]]></category>
		<category><![CDATA[Offenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Original]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich weiß, wer die Sachen produziert hat.&#8220; An Eva kommt in Offenbach niemand vorbei, der sich für schöne Dinge interessiert &#8211; im Nordend ist ihr toller Laden &#8222;Etagerie &#8211; regional &#38; original&#8220; darüber hinaus noch geselliger Treffpunkt, leckeres Mittagstisch-Ziel und spannende Infobörse. Denn Eva weiß bestens Bescheid und ist eine sehr gute Netzwerkerin. Viele meiner [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Ich weiß, wer die Sachen produziert hat.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14348 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eva-Kirchhoff-von-der-Etagerie-Offenbach-430x573.jpg" alt="Eva Kirchhoff von der Etagerie Offenbach" width="430" height="573" />An Eva kommt in Offenbach niemand vorbei, der sich für schöne Dinge interessiert &#8211; im Nordend ist ihr toller Laden &#8222;<a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etagerie &#8211; regional &amp; original</a>&#8220; darüber hinaus noch geselliger Treffpunkt, leckeres Mittagstisch-Ziel und spannende Infobörse. Denn Eva weiß bestens Bescheid und ist eine sehr gute Netzwerkerin.<br />
Viele meiner Geschenke und Mitbringsel für Freundinnen und Freunde, Verwandte oder auch Kundinnen und Kunden kommen aus ihrem Laden. Denn da kann ich mir sicher sein, dass ich wirklich originelle Dinge kaufe, die dazu noch zumeist in der Region produziert worden sind. Das finde ich ziemlich prima 😉 Besonders fasziniert bin ich von den verschiedenen Notizbüchern, die es bei ihr im Laden gibt – kein Wunder, als Texterin brauche ich immer noch Papier für Kundengespräche oder die kleine Idee, die zwischendurch fix aufgeschrieben werden will. Und in ein schönes Buch schreibe ich gleich viel lieber!<br />
Danke, liebe Eva, dass du meine Fragen so detailreich beantwortet hast.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du hast vor 6 Jahren die Etagerie in Offenbach gegründet – einen tollen Laden, in dem Designer*innen ihre regionalen Produkte präsentieren und verkaufen können. Außerdem bietest du Nähkurse an und bei dir im Geschäft kann man in der wunderschönen, kreativen Atmosphäre lecker Mittag essen oder köstlichen Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen. Außerdem vermietest du deinen Laden für Workshops. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Und wie kriegst du das alles hin?</em></p>
<p><strong>EK:</strong> Vor fast 6 Jahren habe ich die <a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etagerie</a> in Offenbach eröffnet – zusammen mit zwei anderen Frauen, die vor zwei Jahren aber beide in ihr altes berufliches Leben zurückgekehrt sind. Für mich war es selbstverständlich, dass ich die Etagerie fortführen würde.<br />
Wir haben einen schönen Ort geschaffen, quasi aus dem Nichts heraus. Das aufzugeben, dazu war ich nicht bereit. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Neben den finanziellen Aspekten (geteiltes Einkommen ist weniger Einkommen) ist es anscheinend auch für die Kunden irgendwie klarer, wenn eine “authentische” Person hinter dem Ladentisch steht als drei Individuen. Auf jeden Fall ist die Etagerie erfolgreich und trägt inzwischen überzeugend zum Familieneinkommen bei.<br />
Die Idee zur Etagerie ist aus einer Rettungsaktion für das <a href="http://www.hafen2.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturzentrum Hafen 2</a> entstanden. Dazu haben wir einen Kreativmarkt in der alten Ölhalle und im Lokschuppen organisiert und die Einnahmen weitgehend für den Neubau gespendet. Kurz vor der dritten Veranstaltung wurde dann das Ladenlokal Domstraße/Ecke Taunusstraße frei. Und so haben wir den Designs aus <span id="more-14340"></span>Wohn- und Schlafzimmerateliers ein Zuhause gegeben. Geplant war dies nicht, Geld hatten wir auch keines. Also haben wir ein paar Ersparnisse zusammengekratzt und eine kleine Förderung bekommen. Mit viel Eigenarbeit sowie viel Engagement vonseiten des Vermieters konnten wir die Räume mehr oder weniger so gestalten, wie sie größtenteils heute noch sind.<br />
Eigentlich ist die Etagerie “viele Läden”: Bis zu 50 Ausstellungsflächen werden an Kreative, die mehrheitlich aus der Region kommen, vermietet. Für den Verkauf erhalte ich eine Provision. Außerdem teile ich die Ladenfläche (und die Abdeckung der Öffnungszeiten) mit der wunderbaren Ulrike Janssen, die auf etwa 25 qm ihr <a href="https://www.maschenwahn.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wollgeschäft &#8222;Maschenwahn&#8220;</a> betreibt.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14346 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt.jpg" alt="Der große Tisch der Etagerie Offenbach ist ein Treffpunkt" width="350" height="467" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Der-grosse-Tisch-der-Etagerie-Offenbach-ist-ein-Treffpunkt-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Von Anfang an war der große Tisch zentraler Kommunikationsort des Ladens. Dort gibt es einen kleinen Mittagstisch, es wird Kaffee getrunken, es gibt Strickabende und Nähkurse. In der Etagerie gibt keine Einzeltische – wer für sich sein möchte, ist hier falsch. Stattdessen wird geredet, Netzwerke werden geknüpft, es ist eigentlich immer jemand da, Fragen können gestellt werden, wer kennt jemanden, der &#8230;. Das macht vermutlich die Besonderheit der Etagerie aus!<br />
Die Frage nach den Workshops: Von Beginn an gibt Sabine Henry die Nähkurse in der Etagerie. Wir teilen uns die Organisation und entsprechend auch die Einnahmen. Und hin und wieder findet auch eine externe Veranstaltung statt – Coachings, Lesungen, auch Kindertheater gab es schon. Ist aber eher die Ausnahme, weil, und da kommen wir gleich zur nächsten Frage “wie schaffst Du das alles?” – die Etagerie ist eine One-Woman-Show. Ich decke den Großteil der Ladenöffnung ab. Und ich bin auch komplett verantwortlich für die Kontakte zu den Ausstellern, ich mache Bestellungen, bereite die Buchhaltung vor, koche, putze, dekoriere usw. Einzig einen Steuerberater leiste ich mir. Darüber hinaus habe ich zwei Kinder und einen ebenfalls selbstständigen Ehemann – da sind Engagements über die Ladenöffnungszeiten hinaus derzeit kaum möglich.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Das ist eine lustige Frage, weil ich vor Kurzem eingeladen war, am Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach teilzunehmen. Einerseits schmeichelt mir das, da das Unternehmen “Etagerie” anscheinend inzwischen ernst genommen wird in unserem Stadtteil. Andererseits habe ich festgestellt, dass wir vor sechs Jahren ein sehr modernes Einzelhandelskonzept geschaffen haben – und zwar ganz ohne Vorwissen!<br />
Viele kleine und große Unternehmen versuchen sich an Mischungen aus Konsum, Treffpunkt und Event sowie dem klassischen, stationären Einzelhandel. Sie möchten so die Menschen dazu zu bringen, nicht so viel im Internet zu bestellen. Mein Vorteil ist, dass es die meisten Sachen, die es in der Etagerie zu kaufen gibt, gar nicht im Onlinehandel gibt. Außerdem weiß ich, wer die Sachen produziert hat. Plus der Tatsache, dass ICH dort mein Geld verdiene, macht das die Geschäftsbeziehung zu einer wesentlich ehrlicheren, authentischen Aktion als bei den meisten anderen Geschäften.<br />
Das funktioniert aber nur, wenn jemand voll und ganz hinter dem Konzept steht. Ich bin Unternehmerin, ich muss bereit sein, mein Gesicht an guten wie an schlechten Tagen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich kann mir meine Kunden nicht aussuchen, ich muss viel körperliche Energie aufbringen. Aber es kommt wahnsinnig viel positive Energie zurück! Und das ist sehr viel Lohn, selbst dann, wenn die Füße schmerzen.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Für mich war Individualität nie so schwierig. Ich habe mich schon als Jugendliche weniger an Moden orientiert und bin lieber angeeckt als mitzuschwimmen. Eigentlich bin ich Sozialarbeiterin: In meinem Beruf habe ich mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen gearbeitet, sie gepflegt, betreut und beraten. Zwischendurch habe ich aber auch in der freien Wirtschaft gearbeitet. Da musste ich einerseits persönlich flexibel reagieren. Da ich aber andererseits sehr gerne arbeite, haben mir meine Individualität und meine Authentizität immer eher genutzt als geschadet, würde ich sagen. Von daher war der Wandel von der authentischen Sozialarbeiterin zur authentischen Einzelhändlerin recht einfach.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Ich habe bis heute keine Internetseite, nutze nur <a href="https://www.facebook.com/Etagerie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="https://www.instagram.com/etagerieof/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>. In der Gründungszeit konnten wir uns das nicht leisten, inzwischen kultiviere ich diese Unperfektheit sogar ein bisschen bei Fotos und den Texten. Anscheinend fühlen sich die Follower aber gut informiert über meine Angebote, da ich oft gute Rückmeldungen zu meinen Postings erhalte.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-14347 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Die-Etagerie-in-Offenbach-430x323.jpg" alt="Die Etagerie in Offenbach" width="430" height="323" />EK: </strong>Ich bin nicht privat in der Etagerie. Die Menschen müssen bezahlen, und das war am Anfang gewöhnungsbedürftig. Es gibt Übergänge, weil Kunden schon zu Freunden geworden sind. Ich verbringe viel Zeit meines Lebens dort – so, wie andere ihre Kollegen haben, teile ich viel Leben mit den Menschen, die zu mir in den Laden kommen. Und wem die Atmosphäre zu offen, zu authentisch oder was auch immer ist, der kommt nicht wieder – das haben wir auch festgestellt. Mir wurde mal erzählt, dass solche Läden immer so zum Kauf verpflichtend seien. Wer seine Geschenke aber bei Lidl &amp; Co. kauft, sollte sich nicht wundern, wenn es in den Städten nur noch Kettenläden gibt und keine inhabergeführten Geschäfte mehr.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Ehrlichkeit, Offenheit und Empathie. Individualität stellt sich gesellschaftlich oft wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen dar. Zusammen mit den drei genannten Eigenschaften wird es zum Miteinander.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Weiß ich nicht so genau. Auf der einen Seite scheuen sich viele Menschen davor. Deswegen entwickeln sie äußerliche Uniformen, glauben, jede Mode mitmachen zu müssen. Gleichzeitig scheint Authentizität eine geheime Sehnsucht darzustellen. Denn diejenigen, die nicht immer auch den gleichen Pfaden wandeln, werden beneidet – z. B. um ihren Mut, auch mal unsichere Wege zu bestreiten. Das habe ich zumindest so erlebt.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Geschäfte wie deins in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>EK: </strong>Die Strategien für die Zukunft: Nur wer selbst neugierig ist auf Menschen und auf neue Produkte, kann sich mit der Kundschaft weiter entwickeln. Wir haben kein träges, großes Kaufhauskonzept, also können die inhabergeführten Läden oft flexibler und schneller reagieren. Soziales und gesellschaftliches Engagement sollte darüber hinaus selbstverständlich sein.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Yildiz Köremezli</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Doreen Köstler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 07:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Doreen Köstler]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Authentizität ist kein einmal erreichter Status quo.&#8220; Doreen ist Textine wie ich, sie fährt leidenschaftlich Rad und sie lacht gerne, viel und laut. Ich freue mich also immer, wenn ich sie mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit erleben darf 😉  Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Unsere Leidenschaft für Blümchentattoos! Ziemlich klasse finde ich auch ihr Engagement [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Authentizität ist kein einmal erreichter Status quo.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-14247 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Portrait-Doreen-K%C3%B6stler-430x287.jpg" alt="Portrait Doreen Köstler" width="430" height="287" />Doreen ist <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Textine</a> wie ich, sie fährt leidenschaftlich Rad und sie lacht gerne, viel und laut. Ich freue mich also immer, wenn ich sie mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit erleben darf 😉  Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Unsere Leidenschaft für Blümchentattoos!<br />
Ziemlich klasse finde ich auch ihr Engagement für Frauennetzwerke: Hier sorgt sie auf ihre charmante, zielstrebige Art dafür, dass Frauen sich weiter vernetzen, sich gegenseitig fördern und schafft Bühnen für die, die gerne ihr Wissen teilen. Und genau so ist auch dieses Interview geworden &#8211; freundlich, informativ und reflektiert.</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist genau wie ich Texterin und Konzeptionerin – außerdem machst du auch noch PR. Eine weitere Ähnlichkeit: Wir beide lieben Rad fahren. Wobei du mit deinem Rennrad mal eben über die Alpen radelst oder von Schweden nach Deutschland – da kann ich nicht mithalten als Freizeitradlerin ;o) Außerdem bist du <a href="https://www.ufu-ev.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1. Vorsitzende der UfUs</a>, eines umtriebigen Unternehmerinnen-Netzwerks. Wie organisierst du dich, um zwischen Schreibtisch, Rad und Engagement einen kühlen Kopf zu behalten?</em></p>
<p><strong>DK:</strong> Ganz ehrlich: Das Organisieren ist manchmal schwierig und der gewünschte kühle Kopf kommt oft ziemlich ins Rauchen. Meine Regel: Der Job hat immer Prio-Stufe A, dann kommt das Ehrenamt – das ist inzwischen glücklicherweise nur noch der UfU e. V. An all die damit verbundenen Aufgaben gehe ich mit dem gleichen Grad an Professionalität, Einsatz und Liebe <span id="more-14209"></span>zum Detail heran wie an die, die meine „Brotjobs“ so mit sich bringen. Anders funktioniert das meiner Meinung nach auch nicht. Ehrenamt ist zwar ehrenamtlich, aber niemals nur nebenbei. Praktisch heißt das, dass ich in meiner Wochenplanung auch feste Zeitfenster dafür berücksichtige. So bleibt (meistens) genug Zeit für Familie, Freunde und Hobbys.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14244" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Doreen-f%C3%A4hrt-Rennrad-430x430.jpg" alt="Doreen fährt Rennrad" width="350" height="350" />DK:</strong> Eine sehr, sehr große! Bis mir das bewusst wurde, ist jedoch einige Zeit ins Land gegangen. Ein großer Anschubser war der Übergang ins Freiberuflerdasein. Ich wusste damals zwar, was ich nicht mehr wollte, aber auch noch nicht genau, wie ein neuer oder veränderter Weg aussehen kann. Der Blick auf die vergangenen zwölf Jahre zeigt, dass ich ihn gefunden habe. Ich liebe das, was ich tue, mag Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ein Miteinander, das auf Wertschätzung und Offenheit basiert – das spüren meine Kunden. Und sie schätzen, dass ich in Lösungen, nicht in Problemen denke, sie mich um Rat fragen können, ich im Zweifelsfall mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halte und das eine oder andere Mal den Finger in Wunden lege. Dass ich eher fröhlich durchs Leben gehe, spielt sicher auch eine nicht zu unterschätzende Rolle.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>DK:</strong> Schwierige Frage. Ich glaube, das ist ein Zusammenspiel aus dem Bestreben, Erwartungen anderer zu erfüllen, dem Ausleben bestimmter Rollen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, sowie diversen Geschlechts- und Berufsstereotypen. Wer bin ich? Was will ich eigentlich? Wo muss mein Weg entlangführen, dass ICH glücklich bin, dass ICH tue, was mich ausfüllt? Sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, erfordert jede Menge Mut. Und vorab jede Menge Selbstreflexion sowie den unbedingten Willen, überhaupt etwas ändern zu wollen. Denn klar ist auch: Solch ein Prozess kann auch angsteinflößend, kraftzehrend und mit etlichen Hürden gespickt sein. Noch dazu ist Authentizität kein einmal erreichter Status quo – jeder Mensch entwickelt sich weiter, neue Facetten formen die Persönlichkeit, andere verlieren dagegen an Bedeutung. Puh, wie anstrengend! Da ist es doch viel einfacher, nicht auszubrechen &#8230; 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>DK:</strong> Ich habe eine <a href="https://federworx.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>, eine <a href="https://www.facebook.com/federworx/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Unternehmensseite</a> und ein <a href="https://www.xing.com/profile/Doreen_Koestler2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Profil auf XING</a>. Wobei ich zugeben muss, dass ich diese drei Kanäle momentan eher stiefmütterlich behandle. Aktiver bin ich auf meinen privaten Accounts bei <a href="https://www.facebook.com/doreen.koestler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="https://www.instagram.com/flowgefuehl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>, wo alles landet, wofür mein Herz schlägt. Und genau darüber sind einige Herzensprojekte zu mir gekommen. Stilmittel? Ja, ich. Ohne Schere im Kopf. Mit allen Freudentaumeln und auch mal ein paar Stoßseufzern.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14246" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Doreen-mit-anderen-Rennrad-Fahrenden-430x242.jpg" alt="Doreen mit anderen Rennrad-Fahrenden" width="350" height="197" />DK:</strong> Wie ich diese Auseinandersetzung erlebe? Immer entspannter! Höflichkeit, Freundlichkeit und Entgegenkommen, das Einhalten normaler Konventionen setze ich immer als gegeben voraus – im Beruflichen wie im Privaten. Das heißt aber nicht, dass ich mich bis zur Unkenntlichkeit verbiege. Ich verkleide mich nicht mehr mit Anzug oder Kostüm, wenn ich zu Terminen fahre, nehme nicht mehr jeden Auftrag an und beende eine Zusammenarbeit inzwischen, wenn es zwischenmenschlich so gar nicht passt. Denn Authentizität heißt für mich auch, glaubwürdig zu sein, zu den eigenen Prioritäten und Überzeugungen zu stehen, konsequent zu sein. Grenzen ziehe selbst ich natürlich: Auch wenn ich generell recht offen agiere und kommuniziere – auch mal über Schwächen und Niederlagen –, muss nicht jeder alles über mich wissen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>DK:</strong> a. Glaubwürdigkeit, b. Empathie, c. Mut</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>DK:</strong> Mal ehrlich: Es ist doch viel angenehmer, mit authentischen Menschen zu tun zu haben. Die zu ihren Stärken, aber auch zu ihren Ecken und Kanten stehen. Das bietet Raum, sich gegenseitig zu inspirieren und miteinander zu wachsen, öffnet neue Blickwinkel, gibt aber auch Sicherheit und schafft Vertrauen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Mit welchen Strategien werden Unternehmen in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundinnen und Kunden auf sich ziehen?</em></p>
<p><strong>DK:</strong> Statt Kristallkugel eher ein Wunschkonzert: Philosophie und Werte nicht nur auf geduldiges Papier bannen, sondern ehrlich leben. Etwas bewegen wollen und nicht nur Umsätze und Gewinne im Blick haben. Kundinnen und Kunden ernst nehmen, auf Kritik nicht mit Floskeln und Textbausteinen reagieren. Sich nicht aus den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und Diskussionen heraushalten, sondern Gesicht zeigen, Stellung beziehen und auch mal Gegenwind aushalten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Doreen Köstler</pre>
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		<title>Im Interview &#8211; Lilian Kura</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-lilian-kura/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 14:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lilian Kura]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Authentizität bedeutet für mich Freiheit!&#8220; Lilian kenne ich aus dem Texttreff, dem absolut allerbesten Netzwerk der Welt. Sie ist eine originelle Person, die ganz viel Herz hat und sich engagiert.  Und ihr manchmal ziemlich derber Humor macht auch nicht vor ihrer eigenen Person halt! Noch dazu ist sie streitbar und scheut sich nicht, auch mal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Authentizität bedeutet für mich Freiheit!&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13829" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/03/Lilian-Kura-auf-einer-Kr%C3%A4uterwanderung-430x430.jpg" alt="Lilian Kura auf einer Kräuterwanderung" width="350" height="350" />Lilian kenne ich aus dem <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Texttreff</a>, dem absolut allerbesten Netzwerk der Welt. Sie ist eine originelle Person, die ganz viel Herz hat und sich engagiert.  Und ihr manchmal ziemlich derber Humor macht auch nicht vor ihrer eigenen Person halt! Noch dazu ist sie streitbar und scheut sich nicht, auch mal unangenehme Dinge anzusprechen. Und wir haben die gleichen Blümchenstiefel! Kein Wunder also, dass ich sie mag ;o)</p>
<p>Aus der Ferne bewundere ich ihr Wissen rund um Kräuter, die in meiner Großstadt-Welt eigentlich nur nerviges Unkraut sind. Sie macht daraus Salate oder behandelt damit Kopf- und Bauchweh, während ich bei Aua lieber zur Tablette greife. Vielleicht sollte ich stattdessen mal lieber die Kräuterhexe Lilian konsultieren? Ich muss nachdenken &#8230;</p>
<p>Lilian, danke für deine Antworten, die spannend sind und Spaß machen beim Lesen ;o)</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist Texterin und Lektorin – und präsentierst dich in den Sozialen Netzwerken offen, politisch und manchmal ziemlich wütend. Dabei bist du fast immer ziemlich witzig und nimmst dich gerne auch mal selbst auf die Schippe 😉 Was denkst du, wie beeinflusst dieser spezielle Außenauftritt deine Neukunden-Akquise?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Diese Unverblümtheit hat für mich ausschließlich Vorteile, weil ich nämlich am besten und schnellsten arbeite, wenn ein Job bzw. ein Thema meinem Wesen entspricht. Wer in den Sozialen Netzwerken über mich als Texterin stolpert, weiß also direkt, auf welchen Stil und welchen Menschen er sich einlässt. Dass ich obendrein gern und viel über meine großen Leidenschaften Medizin und Phytotherapie plaudere, öffnet mir seit einigen Jahren genau den Kundenkreis, den ich immer wollte. Eines meiner Lieblingsprojekte etwa ist das monatliche Heilpflanzenporträt für eine Apotheken-Website, das läuft nun schon seit mehreren Jahren. Über die Wege, auf denen ich voll „frei Schnauze“ bin, kommen deshalb fast nur Aufträge auf den Tisch, die absolut zu mir passen. Ich träume ja davon, dass irgendwann die Anfrage für eine regelmäßige Kolumne zu einem Herzensthema hereinflattert, bei der ich ganz genau so drauflos schreiben darf, wie ich bin.<span id="more-13815"></span><br />
Disclaimer: Natürlich bediene ich auch trockenere und völlig unmedizinische Textgenres und das sogar ziemlich gut – aber die machen halt nicht ganz sooo viel Spaß wie die anderen. 😉 Folglich kommen solche Themen eher anderswie zu mir, etwa über Empfehlungen, Einträge in Datenbanken, mein fantastisches Netzwerk Texttreff oder XING.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13830" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/03/Lilian-Kura-mit-Schmollmund-430x590.jpg" alt="" width="250" height="343" />LK:</strong> Eine sehr große. Es ist doch ein Naturgesetz, dass man ohne große Beschränkungen am freiesten agieren kann und die besten Ergebnisse erzielt. Und Authentizität bedeutet für mich Freiheit! Ich ziehe ja auch nicht zum Yoga eine knackig enge Jeans an. In kreativen Berufen wie unserem gilt das umso mehr. Der Geist muss herumschweifen können, um sich zu entfalten.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität von vielen Menschen ganz besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Nimmt man einem Menschen das ab, wie er sich präsentiert, gibt einem das Sicherheit. Man muss nicht stetig auf der Hut sein. Wenn ich sehe, da ist jemand, der hat genau wie ich Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, dann fühle ich mich neben ihm nicht klein und doof. So etwas verändert wohltuend das komplette Grundsetting; es schafft Augenhöhe.<br />
Und außerdem gilt ja immer und überall das Gesetz der Resonanz: Wenn mein Gegenüber vor mir augenscheinlich keine Geheimnisse hat, kann auch ich mich öffnen. Deshalb ist Authentizität extrem entspannend für alle.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es gleichzeitig so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Weil es nicht selbstverständlich ist. Von klein auf wachsen wir in Regeln, Gesetze und Erwartungen anderer hinein. Vielen geht dabei das komplette „Ich“ verloren. Jedes Tun und Lassen wird erst mal abgecheckt, bevor es an die Öffentlichkeit darf: Ist es okay? Wird man mich deswegen schief anschauen? Werde ich damit dem Bild, das die Leute von mir haben, gerecht?<br />
Wie anstrengend – und wie kontraproduktiv! Auf diese Weise wachsen ganze Generationen von unzufriedenen Schema-X-Menschen heran, von denen kaum einer mit echter Freude seinen Job macht. Irgendwo habe ich mal das Zitat gelesen „Ich will so arbeiten, dass ich davon keinen Urlaub brauche“. Das unterschreibe ich inbrünstig … und bin überzeugt, dass das nur geht, wenn man nah bei sich, also authentisch bleibt.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat deine Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Natürlich. Meine Kundinnen und Kunden dürfen einiges über mich wissen, aber nicht alles. Das hat ganz grundlegend mit Professionalität zu tun.<br />
Mit was ich allerdings null hinterm Berg halte, ist meine grundlegend humanistische und grüne Weltanschauung – wer damit nicht einverstanden ist, darf auch dann gern wegbleiben, wenn er mit dicken Geldbündeln winkt. Die (lukrative!) Anfrage eines großen Atomstromanbieters etwa habe ich abgelehnt und auch nicht im Kolleginnenkreis weitergeleitet. Viele Jahre davor hatte ich einmal, tatsächlich nur um meine Schmerzgrenze auszutesten, VoiceOver-Texte für den Imagefilm eines Schweinemastbetriebs geschrieben. Die sind richtig gut geworden, aber danach fühlte ich mich so schmutzig, dass ich in Salzsäure hätte baden mögen. Nie wieder, ey.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13831" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/03/Lilian-Kura-Portrait-Lorem-Ipsum-430x429.jpg" alt="Lilian Kura Portrait Lorem Ipsum" width="250" height="249" />LK:</strong><br />
a. Ehrlichkeit. Sprechen wir es mal ehrlich *höhö* aus: Aufgesetzte Authentizität ist für’n Arsch. Da kann man es doch gleich sein lassen. Trotzdem fahren manche die Nummer, weil es eben hip ist. Ich finde allerdings, dass man Pseudo-Authentiker recht schnell erkennt, und dann wird es peinlich. Greenwashing gehört für mich auch in diese Kategorie.<br />
b. unbequem: Wer wirklich authentisch unterwegs sein möchte (siehe a.), begibt sich immer in die Gefahr, für andere unbequem zu sein. Klar: Bei denen, deren Raster ich nicht willentlich bediene, falle ich durch. Mir persönlich ist das aber egal bzw. sogar ganz recht.<br />
c. Verletzbarkeit: Mit echter Authentizität macht man sich immer ein Stück weit verletzbar. Denn wenn ich viel von mir zeige, biete ich eine größere Angriffsfläche als jemand, der nur seine Schokoladenseite präsentiert. Es ist gut, wenn man sich für solche Situationen im Voraus die richtige Reaktion überlegt – und zwar eine, die zu einem passt.<br />
In meinem Fall mag man es namentlich der @Textzicke vielleicht nicht abnehmen, aber ich verabscheue Streit. Mit der Methode der Gewaltfreien/Wertschätzenden Kommunikation nach Marshall Rosenberg (GfK) habe ich ein wunderbares Werkzeug gefunden, Angreifern im Gespräch sehr schnell den Wind aus den Segeln zu nehmen und vor allem maximal gut bei mir zu bleiben. Und dieses „bei mir“, das ist eben eine friedliebende Lilian, die immer auch schaut, welche Beweggründe die anderen wohl haben mögen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit GfK zu beschäftigen. Das hat mein Leben total verändert, privat wie beruflich.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort noch weitere spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Ich habe eine absolut grauenhafte und unaktuelle Website und ein leider relativ stiefmütterlich behandeltes <a href="https://www.textzicke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> (beide werden demnächst ganz neu gemacht, ich schwör!) sowie einen wenig enthusiastisch gepflegten Auftritt bei <a href="https://www.xing.com/profile/Lilian_Kura/cv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">XING</a>. Da mir die uralte Website so peinlich ist, verschicke ich an Interessenten zumeist thematisch passende Arbeitsproben per Mail und verweise als „Stilprobe“ zusätzlich aufs Blog. Das Textzicken-Blog spiegelt nämlich glasklar mich wider – es ist meine Spielwiese, meine Meinungsplattform, mein Sammelordner für Bemerkenswertes.<br />
Ja, und dann natürlich Texttreff, <a href="http://twitter.com/textzicke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und <a href="https://www.facebook.com/lilian.kura" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>. Alle drei ohne klare Grenze zwischen beruflich und privat, weil ich eben so bin. Und was soll ich sagen: Mindestens die Hälfte bis zwei Drittel meiner Jobs kommen inzwischen direkt oder indirekt über diese Kanäle. Authentizität rockt offensichtlich sehr!<br />
Stilmittel? Joah, naja. Auf Twitter habe ich z. B. die Hashtags #Freelancerfreuden &amp; #Freelancerleid, #Texterfreuden &amp; #Texterleid sowie #Lektorenfreuden &amp; #Lektorenleid geprägt. Was ich darunter jeweils berichte, kann man sich ja vorstellen. Und es gibt einen Twitter-Zweitaccount namens <a href="http://twitter.com/vertippt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@Vertippt</a>. Dort poste ich apselut echt passierte (!) Vertipper und Verleser, die mir ständig so passieren, aber das glaubt mir ja eh wieder kein Mensch. 😉</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus interessierten Menschen Kund*innen machen?</em></p>
<p><strong>LK:</strong> Ich glaube, Kundinnen und Kunden wollen zunehmend ernst genommen werden – zu Recht! Natürlich wird es immer die Unkritischen geben, die irgendwelchen auf YouTube oder Instagram herumkreischenden „Influencern“ nur zu gern jeden Mist abkaufen. Aber das Gros der Verbraucher hat heute, glaube ich, ziemlich genaue Vorstellungen von den eigenen Wünschen und ist gut informiert. Dieses Bedürfnis kann und sollte man bedienen. Und dazu ist authentisches Marketing ein fantastisches Mittel.</p>
<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Lilian Kura</pre>
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		<item>
		<title>Im Interview – Juliane Benad</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-juliane-benad/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 06:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Juliane Benad]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.&#8220; Juliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet &#8211; und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem #bcrm oder dem Content-Strategy-Camp. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13050" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl.jpg" alt="Profilbild_Juliane-Benad" width="280" height="390" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl-215x300.jpg 215w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Juliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet &#8211; und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem <a href="https://barcamp-rheinmain.de/" target="_blank" rel="noopener">#bcrm</a> oder dem <a href="http://www.cscamp.de" target="_blank" rel="noopener">Content-Strategy-Camp</a>. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern wir ticken in einigen inhaltlichen Punkten ähnlich. Zum Beispiel sehen wir Social Media auch durchaus kritisch, obwohl wir beide Geld in diesem Bereich verdienen. Außerdem lese ich gerne ihr <a href="https://juliane-benad.de/blog" target="_blank" rel="noopener">Blog</a>, in dem sie immer handfeste Tipps parat hat. Und ich finde es toll, dass sie nun auch den Weg als Selbstständige geht &#8211; sie wird das Ding rocken, da bin ich mir sicher 😉</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>JB: </strong>Ich glaube, dass es früher oder später gar nicht anders funktioniert als authentisch zu sein. Klar, den ein oder anderen Kniff wie man vielleicht besser auf Menschen wirkt, wie man sich besser gibt, kann man üben und optimieren. Das muss sich ja auch nicht mit Authentizität ausschließen.<br />
Sobald man sich jedoch verstellt, wird es anstrengend – wenn man zum Beispiel einen auf Schreihals macht, obwohl man eher ein ruhiger Typ ist. Dann ist man auch nicht wirklich glaubhaft. Die Fassade wird schneller reißen als einem lieb ist.<br />
Außerdem sprechen wir unter Umständen genau die Sorte von Kunden an, die gar nicht zu einem passen. Das strengt dann an. So zu sein, wie man ist – inklusive der Ecken und Kanten – ist wahrscheinlich der beste und erfolgreichste Weg.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist genau wie ich eine Einzelselbstständige, dein Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Bereich Social Media. Wie hat sich deine Selbstständigkeit in den letzten Jahren entwickelt? Denkst du aktuell darüber nach, dein Portfolio zu verändern?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> So wahnsinnig lang bin ich ja noch nicht selbstständig, aber ich beobachte bei vielen Selbstständigen, dass vieles im Fluss ist. Man startet mit einer Ideen und merkt, wie sich die Dinge entwickeln. Gerade die Social Media-Welt ändert sich rasant, und wir wissen nicht, welches neue Social Media morgen aufploppt und welches übermorgen abgeschaltet wird. Ich muss und will also flexibel bleiben. Ich merke immer stärker, dass mir <span id="more-13026"></span>Texte wirklich stark am Herzen liegen. Das kann einmal ausführlicher sein in Form von einer Blogartikelserie oder auch kurz und knackig als Tweet.  Der Kopf rattert sowieso und viele Ideen entstehen. Dass sich mein Portfolio deshalb auch verändert, kann ich mir gut vorstellen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für uns alle, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ich glaube, das ist ganz einfach zu beantworten. Wenn wir kein Geld bräuchten, um ein anständiges Leben führen zu können – und dabei meine ich jetzt nicht den großen Luxus, denn ich bin zwar kein Minimalist, aber auch kein Konsumopfer. Wenn wir also nicht die Portion Geld benötigten, dann würden viel mehr Menschen machen, was sie erfüllt. Ich würde dann nur noch Schreiben und Lesungen geben und Häkeltiere herstellen …. Lach …<br />
Wir sollten aber dennoch dahin kommen, dass wir einen Job machen, der uns Spaß macht. Dass wir uns auf den Montagmorgen freuen und nicht schon wieder den halben Sonntag missmutig an den nächsten Tag denken. Wir sollten mehr träumen und unsere Wünsche benennen. Ich denke, dass ich da gerade auf einem guten Weg bin, und die Selbstständigkeit da auch viele Gedankenprozesse in Gang gesetzt hat.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13130" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web.jpg" alt="Juliane hält einen Vortrag" width="300" height="257" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web-300x257.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />JB:</strong> Ich habe eine <a href="https://juliane-benad.de/" target="_blank" rel="noopener">eigene Website mit integriertem Blog</a> und da ich ja nun mal Social Media-Beraterin bin, bin ich auch auf einigen Social Media-Plattformen aktiv (zum Beispiel <a href="https://www.facebook.com/JulianeBenad" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>, <a href="https://twitter.com/JulianeBenad" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a>, <a href="http://instagram.com/julianebenad" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a>) . Nicht alle bespiele ich im gleichen Ausmaß wegen der Zeit. Außerdem habe ich natürlich auch Netzwerke, die mir mehr oder weniger Spaß machen und wo ich meine Kunden mehr oder weniger antreffe.<br />
Meine Corporate-Farbe ist das Dunkelblau. Diese Farbe nutze ich auch in meinen Bildern und Schriften, wo es nur geht, damit ein einheitliches Corporate Design entsteht. Ansonsten experimentiere ich viel, nutze Fotos oder auch Symbole.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>JB: </strong>Mit Sicherheit oder ist es dann vielleicht eher eine Grenze von Toleranz? Letztens, als die zwei Fußballer mit türkischen Wurzeln nach ihrem Besuch beim türkischen Präsidenten vom deutschen Präsidenten eingeladen wurden, sagte jemand: „Hätten sich die zwei nicht wenigstens einen Anzug anziehen können, wenn sie vom Bundespräsidenten eingeladen werden? Sie sind schließlich beim Bundespräsidenten.“ Wären die zwei dann noch sie selbst gewesen?, war dann mein Gedanke. Sich an Regeln halten und dann selbst vielleicht nicht authentisch sein? Oder so sein, wie man wirklich ist, und dann vielleicht anecken? Sicherlich oftmals ein schmaler Grat.<br />
Jeder hat seine Ecken und Kanten. Manche Kanten sind vielleicht weniger gut, aber sie haben sicherlich ihren Sinn und werden auch gemocht. Wer sich also authentisch zeigt, zeigt selbstbewusst, dass er sich selbst so akzeptiert wie er ist. Wer nicht selbstbewusst ist, verstellt sich oftmals und kann dann auch nicht der Mensch sein, der er ist.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>JB:</strong> a. Ehrlichkeit b. Selbstbewusstsein<br />
Wenn man authentisch ist, ist man für mich auch auf eine gewisse Art ehrlich. Denn der der sich so gibt, wie er ist, verstellt sich ja nicht. Er ist also ein Spiegelbild seiner selbst und ehrlich nach außen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität heute besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ich kann gar nicht einschätzen, ob es heute mehr als früher geschätzt wird. Ich fand Ehrlichkeit schon immer extrem wichtig. Besonders durch die sozialen Medien bekommen wir aber einen Schein vorgespielt. Höher, schneller, reicher. Manche denken dann (und da nehme ich mich nicht aus): Alle sind gut drauf? Warum funktioniert das bei mir nicht? Warum habe ich noch nicht innerhalb von ein paar Monaten sechsstellig verdient und warum gibt es Tage, die so gar nicht laufen? Bei den anderen läuft es doch auch! …<br />
Wir müssen uns bewusst machen, dass in den sozialen Medien auch eine Menge Show gemacht wird und dass es auch bei den anderen Menschen nicht immer rund läuft. Darüber wird nur (meist) nicht berichtet. Sieht ja auch nicht schön aus 😉<br />
In der letzten Zeit habe ich mich ein wenig mit Über-mich-Seiten beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, welche Dramen in manchen Viten verkauft werden, um eine Story zu kreieren – und ich stellte dabei fest, was für ein (fast ausschließlich) glückliches Leben ich bisher führen durfte. Auch diese Dramen sind sicher ein Teil der Show, aber es gibt sie auch wirklich. Denn niemand kann jeden Tag einen grandiosen Tag erleben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessierten Käuferinnen und Käufer machen?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ehrlichkeit und Fairness werden auf Dauer gewinnen. Das große schnelle Geld ist vielleicht mit anderen Methoden zu machen, aber wenn die Ersten merken, dass diese nicht funktionieren und dann darüber reden, weiß es auch die große Masse. Wer offen und transparent mit seinen Kunden kommuniziert, ihnen zuhört, ihre Probleme ernst nimmt und die Produkte und Dienstleistungen entsprechend anpasst, wird erfolgreich sein. Und dann eben auch bekannter &#8211; zum Beispiel durch Empfehlungen.</p>
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