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	<title>Social Media Archives - Christa Goede</title>
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	<title>Social Media Archives - Christa Goede</title>
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		<title>Haltung ist Haltung ist Medienkompetenz: Blogparage #blogs4competence</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 09:05:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang des Jahres rief Valerie Wagner zu einer interessanten Blogparade auf: #Blogs4Competence – Ein Aufruf zur Blogparade über Medienkompetenz. Klar, dass ich dazu eine Menge zu sagen habe, gelle ;o) Hier also mein Beitrag mit dem Fokus auf Unternehmen. Denn hier gibt es meiner Meinung nach eine Menge Potenzial, um die Medienkompetenz zu verbessern. Und [&#8230;]</p>
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<p>Anfang des Jahres rief <a href="https://www.valerie-wagner.de/blogs4competence-ein-aufruf-zur-blogparade-ueber-medienkompetenz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Valerie Wagner zu einer interessanten Blogparade auf: #Blogs4Competence – Ein Aufruf zur Blogparade über Medienkompetenz</a>. Klar, dass ich dazu eine Menge zu sagen habe, gelle ;o) Hier also mein Beitrag mit dem Fokus auf Unternehmen. Denn hier gibt es meiner Meinung nach eine Menge Potenzial, um die Medienkompetenz zu verbessern. Und Haltung zu zeigen. Denn diese beiden Punkte hängen meiner Meinung nach eng miteinander zusammen. </p>



<p class="yoast-reading-time__wrapper"><span class="yoast-reading-time__icon"></span><span class="yoast-reading-time__descriptive-text">Voraussichtliche Lesedauer:  </span><span class="yoast-reading-time__reading-time">12</span><span class="yoast-reading-time__time-unit"> Minuten</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="vorab-wir-leben-in-irren-zeiten-in-irren-sehr-gefahrlichen-zeiten">Vorab: Wir leben in irren Zeiten. In irren, sehr gefährlichen Zeiten. </h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="888" height="444" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten.png" alt="Auf einer Demonstration zeigen Menschen eine Haltung. " class="wp-image-18193" style="width:-85px;height:-42px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten.png 888w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten-300x150.png 300w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2022/02/Illustration-Demonstration-mit-vielen-Menschen-und-Plakaten-768x384.png 768w" sizes="(max-width: 888px) 100vw, 888px" /></figure>



<p>Wir erleben gerade, wie Neonazis &#8222;Protestmärsche&#8220; in ganz Deutschland orchestrieren. Bürgerliche, Esoterische und angebliche Linke laufen Seite an Seite mit AfD, III. Weg, Freie Sachsen oder NPD durch die Straßen und grölen irrsinnige Parolen, bei denen den meisten Menschen das Hirn fast stehen bleibt. Da schreit eine Frau, die neben einem kleinen NPD-Block mit riesigem Plakat &#8222;Volksgemeinschaft statt Spaltung&#8220; läuft, dem antifaschistischen Gegenprotest <a href="https://twitter.com/vicdelaraison/status/1484876944562864128" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Nazis raus!&#8220; </a>entgegen. Andere behaupten im Fernsehinterview, auf der Demo wären keine Nazis, während sich im Hintergrund eine Gruppe Männer in Thor-Steinar- und Ansgar-Aryan-Klamotten positioniert – beides klassische Neo-Nazi-Marken. <br></p>



<p>Dazu kommt noch jede Menge Schwurbelzeugs, das bestenfalls für einen Science-Fiction-Schundroman taugt: Deutschland sei eine Diktatur. Die Impfung baue wahlweise unsere DNA um oder – final irre – zersäge zu einem bestimmten Termin unsere Adern. Wir alle werden irgendwie ausgetauscht und hinter allem stecken wie immer &#8222;die Juden&#8220;. Klar, das ist auch eine Haltung. Doch mich erschreckt sehr, wie leicht manchen Leuten antisemitische Klischees über die Lippen gehen. Und wie stark die heutigen Bilder- und Sprachwelten in den Sozial-Media-Parallelwelten der Verquerdenkenden den Publikationen und Filmdokumenten des 3. Reiches ähneln. Den angeblichen &#8222;Kampf um die Wahrheit&#8220; hatte schon der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_St%C3%BCrmer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stürmer, das rechtsextreme, antisemitische Hetzblatt des 3. Reiches,</a> im Untertitel. Der Begriff &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgenpresse" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lügenpresse</a>&#8220; entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts – oft verbunden mit Antisemitismus. Und der <a href="https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/321665/antisemitische-verschwoerungstheorien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kraken, der mit seinen Tentakeln die Welt umspannt</a>, gehört seit vielen Jahrzehnten zu den antisemitischen Verschwörungstheorien. </p>



<span id="more-17925"></span>



<h2 class="wp-block-heading" id="nichtwissen-der-gefahrlichen-art">Nichtwissen der gefährlichen Art.</h2>



<p>Ich frage mich: Wissen diese Leute wirklich so wenig über die deutsche Geschichte, dass sie die Parallelen nicht erkennen? Und woher nehmen sie das Selbstbewusstsein, die Arbeit von Tausenden Wissenschaftler*innen anzuzweifeln? In Zeiten des Internets, wo Studien öffentlich einsehbar sind? Wo viele Bereiche so transparent arbeiten wie noch nie? Auch ich bin mit vielen politischen Entscheidungen rund um Corona nicht einverstanden. Und denke auch, dass wir nach dem Ende dieser Pandemie eine Aufarbeitung der Geschehnisse brauchen – mit Sicherheit auch auf der juristischen Ebene. Doch ich muss mich dafür nicht mit Nazis auf die Straße begeben und mich wie eine selbst ernannte Revolutionärin fühlen, die es &#8222;denen da oben&#8220; mal so richtig zeigt &#8230;. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" width="350" height="437" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel.jpg" alt="Wer am lautesten trommelt, bekommt die größte Reichweite" class="wp-image-13484" style="width:224px;height:277px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/11/Trommel-240x300.jpg 240w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure>



<p>Meiner Meinung nach haben wir es hier mit einem Mangel an Bildung zu tun. Und natürlich auch mit der fehlenden Medienkompetenz. Denn wer weiß schon, wie ein Google- oder Facebook-Algorithmus funktioniert? Und hat verstanden, dass diese Plattformen uns mit uns genehmen Inhalten füttern? Dass die Leute, die Inhalte teilen, immer öfter unsere Emotionen ansprechen? Schließlich sorgen Emotionen für hohe Reichweiten – besonders die negativen. Doch wir erleben gerade noch ein weiteres Phänomen: Dieser Bildungsmangel und der damit verbundene angebliche Erkenntnisgewinn wird zu einer Art politischem Kitt, der verschiedene Gruppen zusammenwachsen lässt. Die Querschwurbelnden fühlen sich tatsächlich wie das letzte Bollwerk gegen ein autoritäres System, das uns alle umbringen will.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fakenews-und-geruchte-als-bestandteil-politischer-kommunikation">Fakenews und Gerüchte als Bestandteil politischer Kommunikation</h3>



<p>Verstärkt wird dieses Phänomen noch durch Social Media, denn hier hat jeder Mensch Reichweite – und kann ungehindert den allergrößten Blödsinn hinausposaunen. <a href="https://www.iass-potsdam.de/de/blog/2021/04/infokrieg-fehlwissen-als-ressource-politischer-mobilisierung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fakenews und Gerüchte wurden so zum festen Bestandteil der politischen Kommunikation</a>. Die Krux: Seriöse Gegendarstellungen dauern in den Sozialen Netzwerken viel zu lange, da sie häufig einen hohen Rechercheaufwand mit sich bringen. Bis sie erscheinen, treiben die Verquerdenkenden längst die nächste Sau durchs Dorf! </p>



<p>In dieser Gemengelage sollten meiner Meinung nach Privatpersonen, Unternehmen, NGOs und politische Parteien aus allen Spektren links vom Rechtsextremismus aktiv werden: Wir brauchen Aufklärung und Medienkompetenz auf allen Ebenen! Zielgruppengerechte Kommunikation, die einfach zu konsumieren ist. Gerne auch mit einem gewissen Unterhaltungsmoment, damit wir dabei bleiben. <a href="https://www.mpib-berlin.mpg.de/pressemeldungen/informationsflut-senkt-aufmerksamkeitsspanne" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denn die Sozialen Netzwerke mit ihren Unmengen an Klicki-Bunti-Content haben unsere Aufmerksamkeitsspanne noch weiter gesenkt. </a>Und hier kommen meine drei Forderungen: </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-1-in-diesen-irren-zeiten-sollten-auch-unternehmen-haltung-zeigen">1. In diesen irren Zeiten sollten auch Unternehmen Haltung zeigen. </h2>



<p>Die gute Nachricht ist: Erste Ansätze gibt es bereits. So haben zum Beispiel mehr als 150 Unternehmen Anfang Dezember 2021 unter dem Hashtag #ZusammenGegenCorona zum Impfen aufgerufen. Medienpartner war aber leider die BLÖD-Zeitung – eine Kooperation, die die Kampagne meiner Meinung nach stark geschwächt hat. Jetzt sollten weitere Statements kommen, öffentlich und auch intern. </p>



<p>Viele Unternehmen haben  in Kooperation mit den Gesundheitsämtern eigene Inhouse-Impftermine organisiert, um die Wege für die Beschäftigten zu verkürzen und Organisationsaufwand zu sparen. Haben Infomaterial in Sachen Impfungen ausgelegt. In manchen Unternehmen hat sich die Geschäftsleitung sogar direkt an die Angestellten gewandt und überzeugende Argumente PRO Impfen geliefert. Das ist Haltung! </p>



<p>Nun fehlt vielerorts noch die klare Positionierung in Sachen Verquerdenken: Denn hier habe ich bisher wenig gelesen, abgesehen von kleinen Restaurants oder Einzelhandelsunternehmen, die auf Plakaten im Schaufenster Stellung beziehen. Darauf aufmerksam wurde ich durch die Shitstorms, die in der Folge über Kanäle wie Telegram gegen diese Unternehmen orchestriert wurden. Hier kann die Masse schützen: Wenn zum Stichtag viele Unternehmen gleichzeitig mit solchen Botschaften an die Öffentlichkeit gehen, fallen die Shitstorms kleiner oder sogar ganz aus. Denn es gibt in <a href="https://www.mittelstandswiki.de/wissen/Unternehmen_nach_Zahlen#Unternehmen_in_Deutschland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschland mehr als 3 Mio. Unternehmen</a>! Was für ein gewaltiges Potenzial! Voraussetzung für ein solches Handeln ist natürlich, dass in den Unternehmen Medienkompetenz vorhanden ist &#8230; nun ja. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="2-zur-haltung-eines-unternehmens-gehort-die-beschaftigten-zu-fordern">2. Zur Haltung eines Unternehmens gehört, die Beschäftigten zu fördern. </h2>



<p>Medienkompetenz in Zeiten von Social Media ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich. Sogar mir fällt es zunehmend schwerer, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Noch dazu ist die Recherche zeitaufwendig. Und Zeit habe ich oft nicht. Also habe ich schon auf so manches Posting verzichtet, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob der Inhalt wirklich korrekt ist. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" width="450" height="485" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch.jpg" alt="Eine Frau liest ein Buch" class="wp-image-14315" style="width:221px;height:237px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch.jpg 450w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/08/Eine-Frau-liest-ein-Buch-278x300.jpg 278w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></figure>



<p>Doch viele Menschen teilen einfach jeden Inhalt, der irgendwie in ihr Weltbild passt. Manchmal sogar, ohne den Text überhaupt gelesen zu haben. Content mit Clickbait-Überschriften bekommen so eine erheblich höhere Reichweite als welche, die mit informativen, nicht reißerisch formulierten Headlines arbeiten. Viele spielen da einfach mit. Reichweite ist schließlich die Währung, um die es für uns alle geht! </p>



<p>Hier könnten Unternehmen meiner Meinung nach aktiv werden: Sie könnten etwa Fortbildungskurse anbieten, in denen die Beschäftigten Medienkompetenz erlernen können. <a href="https://bildungsportal.verdi.de/seminare_programm_einzeln.php?si=61f7b22436c29&amp;view=&amp;lang=1&amp;hauptkategorie=&amp;unterkategorie=&amp;id=ant22_0000280" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ver.di bietet solche Seminare schon länger an</a>. Vielleicht könnten die Gewerkschaften oder auch andere Institutionen aus Politik und Gesellschaft Inhouse-Schulungen bei den Unternehmen vor Ort ermöglichen? Solche Aktionen würden dafür sorgen, dass Menschen überhaupt erst mal für die Herausforderungen der Sozialen Netzwerke sensibilisiert werden. Und anschließend das Werkzeug in die Hand bekommen, mit dem sie Informationen selbst überprüfen können. Denn so können wir alle<a href="https://www.christagoede.de/hoaxes-und-andere-maerchen/"> Hoaxes und andere Märchen</a> identifizieren und damit die Reichweite dieses gefährlichen Mistes reduzieren. Und ganz nebenher die Erkenntnis gewinnen, dass wir die kostenfreien Sozialen Netzwerke mit unseren Daten bezahlen. Aber das ist schon das nächste Fass &#8230;.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3-eine-klare-haltung-im-unternehmen-zu-haben-bedeutet-diese-zu-leben-immer">3. Eine klare Haltung im Unternehmen zu haben bedeutet, diese zu leben. Immer. </h2>



<p>Hier wird&#8217;s richtig schwierig: Eine klare Haltung mit Leben zu erfüllen, ist für manche Unternehmen bis heute nicht so einfach. Da wird lieber um ein Thema herum geschifft, statt zu sagen: Stopp, so geht das nicht. Dazu gehört natürlich auch wieder Handwerkszeug wie Krisen-PR oder auch ein Plan, was im Falle eines Shitstorms eigentlich passiert. Wer ist im Team? Welche Personen sind auch am Wochenende ansprechbar? Und wer trifft die Entscheidungen? Denn auch so etwas gehört zur professionellen Medienkompetenz. </p>



<p>In meinen vielen Jahren im Marketing habe ich regelmäßig erlebt, dass Unternehmen hier überhaupt keinen Plan haben. Niente, nada, nichts. Das ist verständlicherweise keine gute Basis, auf der Firmen eine klare Haltung kommunizieren können. Denn wir alle müssen heute damit rechnen, dass wir für eine menschenfreundliche Einstellung angegriffen werden. Dass versucht wird, uns mundtot zu machen. Dass wir bedroht werden. Und kaum Mittel zur Verfügung haben, uns gegen diese Angriffe zu wehren. Hier braucht es also besonders viel Medienkompetenz, um standhaft zu bleiben. Und natürlich auch Kenntnisse der Rechtslage sowie Zeit, um die Haterinnen und Disser anzuzeigen. </p>



<p>Noch schwieriger wird es, wenn es darum geht, diese Haltung im Unternehmen konsequent zu leben. Denn das alles hat Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen und die Prozesse im Unternehmen. Ein Beispiel: Ein Unternehmen aus der Lieferkette schwurbelt &#8211; was nun? Ignorieren oder Zusammenarbeit beenden? Meiner Meinung nach kommen wir derzeit nicht mehr darum herum, uns klar und kraftvoll zu positionieren. Und da geht es nicht nur um Corona und die Verschwurbelten. Auf der Tagesordnung stehen noch viel größere Themen wie der Klimawandel und die direkt damit im Zusammenhang stehenden Migrationsbewegungen der Zukunft. Ich denke mit Grausen daran, welche Flut von Menschenverachtung und Fakenews da noch über uns reinstürzen wird &#8230; es wird also dringend Zeit, auf allen Ebenen für mehr Medienkompetenz zu sorgen! </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="okay-doch-was-hat-das-alles-mit-unternehmensblogs-zu-tun">Okay. Doch was hat das alles mit Unternehmensblogs zu tun? </h2>



<p>Ein Unternehmensblog ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem sich Firmen und Beschäftigte Gehör verschaffen können. Wenn es strategisch aufgesetzt ist, dient es nicht nur der klassischen &#8222;Wir sind die geilsten&#8220;-Präsentation, sondern zeigt zum Beispiel auch die Angestellten und den Firmenalltag. Und deren Medienkompetenz. Ein Content-Bestandteil könnten etwa auch die Fortbildungen sein, die das Unternehmen anbietet. Oder Aktionen, die die Beschäftigten oder auch die Kundschaft ins Leben gerufen haben. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="haltung-von-der-bank-bis-zur-schokolade">Haltung – von der Bank bis zur Schokolade </h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2020/10/Ausrufezeichen.png" alt="Ausrufezeichen" class="wp-image-16240" style="width:209px;height:367px"/></figure>



<p>Ein tolles Beispiel ist immer noch die<a href="https://www.gls.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> GLS-Bank</a>*, obwohl sie selbst von <a href="https://www.gls.de/privatkunden/faq/ueber-die-gls-bank-und-ihre-arbeit/ist-die-gls-bank-eine-anthroposophische-bank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anthroposoph*innen gegründet</a> wurde. Im <a href="https://blog.gls.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GLS-Bank-Blog </a>finden sich ein interessanter Mix zu den Themen Nachhaltigkeit, ethischem Handeln und Projekten der Kundschaft. Sogar die Azubis haben einen eigenen Bereich, der regelmäßig gepflegt wird. Direkt vernetzt ist das Blog mit dem Bankenspiegel, dem Printmagazin der GLS-Bank, das man sich im Blog herunterladen kann. </p>



<p>Spannend finde ich auch einen blogähnlich aufgebauten Bereich auf der Startseite &#8222;Was uns beschäftigt&#8220;: Dort sind alle Neuigkeiten für Privatkund*innen versammelt. Auch hier gehts um viele verschiedene Themen, die eine große Klammer haben: die Finanzierung von bestimmten Branchen wie etwa erneuerbare Energien, nachhaltige Wirtschaft, Ernährung, Wohnen, Bildung und Kultur sowie Soziales und Gesundheit. Dieser klare Fokus ist auf der Website überall sichtbar. Das setzt Medienkompetenz voraus! <br>(*ERGÄNZUNG: Ja, ich weiß, dass diese Bank Schwurbelprojekte wie Walldorfschulen oder Demeterhöfe finanziert. Doch auf der anderen Seite eben auch tolle Projekte wie das Mietshäusersyndikat, Ecosia oder Vaude. Ja, das macht auch mir Knoten ins Hirn – aber ich habe mich trotzdem für dieses Blog als Beispiel entschieden. Denn es gibt meiner Meinung nach kein besseres Bankenblog!) </p>



<p>Eine eindeutige Haltung findet sich auch im <a href="https://blog.ritter-sport.de/artikel-entdecken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog von Ritter Sport: I</a>n der Kategorie &#8222;Nachhaltigkeit&#8220; berichtet das Unternehmen von seinen Bemühungen, bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu werden. Dazu gehören auch Punkte wie fairer Handel, alle Produktionsprozesse, die Verpackungen oder auch der Energieverbrauch am Unternehmensstandort. </p>



<p>Interessant ist auch, dass Ritter Sport zeitgleich ein &#8222;fairer Arbeitgeber&#8220; werden möchte – hier ist aber noch etwas Luft nach oben, wie ein Blick in <a href="https://www.kununu.com/de/alfred-ritter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kununu </a>zeigt. Auch auf der Firmenwebsite findet sich ein eigener Bereich, in dem über den Weg hin zum klimaneutralen Unternehmen berichtet wird (<a href="https://www.ritter-sport.com/de/entdeckedasgut" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hashtag #entdeckedasgut</a>). Damit hat Ritter Sport insgesamt einen mutigen Schritt gemacht, denn sie werden nun intensiv von NGOs beobachtet. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="gibts-noch-mehr">Gibts noch mehr? </h2>



<p>Hey, was die GLS und Ritter Sport können, können doch auch andere! Lass dich doch einfach von meinem <a href="https://www.christagoede.de/unternehmen-zeigen-haltung/">Blogbeitrag &#8222;Unternehmen zeigen Haltung&#8220; </a>inspirieren &#8211; dort findest du auch noch viele weitere Beispiele. </p>



<p>Kennst du noch weitere Unternehmensblogs, die sich ganz klar positionieren? In denen eine bestimmte Haltung und eine umfassende Medienkompetenz in jedem einzelnen Beitrag durchscheinen? Her damit, ich freue mich auf Links ;o) </p>



<div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div>



<p>Bildquelle: <a href="https://pixabay.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pixabay </a></p>
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		<title>Social Media? Das kann weg!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 07:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zack, das Bild war hochgeladen auf der Facebook-Fanpage einer meiner Kunden. Darauf zu sehen: ein wunderschönes, vor Glück strahlendes Hochzeitspaar vor einer großartigen Kulisse. Ein paar Sekunden später dann der erste Kommentar: &#8222;Wer hat die fette Sau denn geheiratet!&#8220; Bämm, mir blieb schlagartig die Luft weg. Tränen schossen mir in die Augen. Warum schreibt jemand [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="399" height="547" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Social-Media-kann-in-die-Muelltonne.png" alt="" class="wp-image-17580" style="width:321px;height:439px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Social-Media-kann-in-die-Muelltonne.png 399w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Social-Media-kann-in-die-Muelltonne-219x300.png 219w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /></figure>



<p>Zack, das Bild war hochgeladen auf der Facebook-Fanpage einer meiner Kunden. Darauf zu sehen: ein wunderschönes, vor Glück strahlendes Hochzeitspaar vor einer großartigen Kulisse. Ein paar Sekunden später dann der erste Kommentar: <em>&#8222;Wer hat die fette Sau denn geheiratet!&#8220;</em></p>



<p>Bämm, mir blieb schlagartig die Luft weg. Tränen schossen mir in die Augen. Warum schreibt jemand so einen widerlichen Rotz unter ein tolles Foto? Ein Bild, auf dem nichts weiter als zwei rundum glückliche Menschen zu sehen sind? Ich glaube, ich habe noch nie so schnell einen Kommentar auf Facebook gelöscht. Und natürlich die absendende Person blockiert. Das war doch keine politische Diskussion, in der es heute für viele zum &#8222;guten Ton&#8220; gehört, Hass und Ekelhaftigkeiten auszukippen – was schon entsetzlich genug ist. Das war ein HOCHZEITSFOTO, MANNO! </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="erst-mal-schock">Erst mal Schock &#8230;</h2>



<p>Puh, das hat gesessen. Und zwar richtig tief. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mir zu überlegen, was ich nun tun werde. Arbeiten konnte ich an diesem Tag jedenfalls nicht mehr. Eigentlich wusste ich nur eins: So geht es für mich nicht weiter. Ich habe schon viele Shitstorms durchgehalten und wurde selbst massiv bedroht. Außerdem habe ich unzählige Anzeigen erstattet – einen Ablauf habe ich <a href="https://www.christagoede.de/kabel-deutschland-und-der-hass-im-internet/">hier</a> dokumentiert. Ich bin also erfahren in Sachen Hatespeech und so leicht nicht mehr zu erschrecken. Das dachte ich jedenfalls bis zu diesem Tag. Doch dann ist das Fass übergelaufen!</p>



<p>Es gab auch noch ein zweites Problem: Ich glaubte bis zu diesem Tag, dass ich mit meiner Arbeit in Social Media dazu beitragen könnte, diesem Hass etwas entgegenzusetzen. Dass gutes Community-Management diese Form der Ekelkommunikation in Schach halten kann. Und dass Verständnis und ausgiebige Diskussionen vielleicht doch etwas bewirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hass-und-wut-sind-ansteckend">Hass und Wut sind ansteckend</h2>



<p>Heute weiß ich, dass das nicht richtig ist. Gegen Hass und Wut komme ich mit Logik und Fakten nicht an. Jemand, der einen solchen Text schreibt, will gar nicht ernst genommen werden! Diese Person will, dass es anderen scheiße geht. Sie will verletzen. Will aggressiv sein. Sie will Ärger machen. Will vielleicht sogar, dass andere Menschen Angst bekommen. Ehrlich gesagt, möchte ich nicht darüber nachdenken, warum jemand so etwas schreibt. Die Motivation dahinter ist mir schnurzpiepegal. Denn es gibt in meiner Welt keine Rechtfertigung für so eine Widerlichkeit. Doch das Schlimmste ist: Diese negativen Emotionen sind ansteckend! </p>



<span id="more-17507"></span>



<p>Ich bemerkte, dass jedes einzelne dieser Ekelpostings mich wütender machte. Und hilfloser. Und meinen eigenen Hass auf die Leute verstärkte, die solchen Rotz ins Internet kippen. Für mich wurde es immer schwieriger, diese negativen Gefühle loszuwerden: Wo früher ein kleiner Spaziergang um den Block reichte, war plötzlich ein <a href="https://www.christagoede.de/ich-brauche-urlaub/">Social-Media-Ausstieg von mehreren Tagen nötig</a>. Und auch dann ging es mir nicht wirklich besser! Denn ich wusste genau, dass der nächste gruselige Würgpost schon um die Ecke wartete. Wie sollte ich so noch gute Arbeit für meine Kundschaft leisten? Darüber habe ich mir viele Nächte den Kopf zerbrochen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ein-erster-entschluss-in-sachen-social-media">Ein erster Entschluss in Sachen Social Media</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="451" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/Gehirn.png" alt="Gehirn" class="wp-image-6380" style="width:254px;height:179px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/Gehirn.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/Gehirn-300x211.png 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>In mir reifte nach und nach ein erster Entschluss: Ich bot keine Pflege von Social-Media-Kanälen mehr an. Das, was ich fast 10 Jahre sehr gerne gemacht habe, kam für mich nicht mehr infrage. Anfragen zu diesem Bereich leite ich seit dieser Zeit an kompetente Kolleginnen und Kollegen weiter. Doch ich liebe es einfach zu sehr, Themen und Zielgruppen detailreich zu durchdenken! Und so blieb der Angebotsbaustein &#8222;Social-Media-Konzeption&#8220; vorerst erhalten. </p>



<p>Damit ist nun auch Schluss! Denn wie soll ich mit gutem Gewissen Konzepte für digitale Kanäle schreiben, die ich mittlerweile für eine Geißel der Menschheit halte? </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="social-media-als-geißel-der-menschheit-wie-bitte">Social Media als Geißel der Menschheit &#8230; wie bitte? </h2>



<p>Ja, du hast richtig gelesen! Ich halte Social Media in der heutigen Form mittlerweile für brandgefährlich. Und dafür habe ich mehrere einige Gründe, die ich hier kurz und total emotional anreiße:</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="gleichgultigkeit-und-gewinnmaximierung">Gleichgültigkeit und Gewinnmaximierung:</h3>



<p>Wir haben unsere zwischenmenschliche Kommunikation in die Hände von privaten Unternehmen gegeben, die nur ein Ziel haben: Gewinne maximieren. Diesen Unternehmen ist es egal, ob sich Menschen dissen und hassen. Und ob auf ihren Kanälen Fakenews und Lügen verteilt werden. Hauptsache, die Kohle stimmt! Dafür spricht auch, dass es bis heute angeblich nicht möglich ist, vernünftige Algorithmen zu programmieren, die einen ersten Faktencheck zuverlässig übernehmen. Diese Investition ist wohl zu groß &#8230; </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="emotionen-als-social-media-geschaftsmodell">Emotionen als Social-Media-Geschäftsmodell: </h3>



<p>Hass und Wut sind neben der Angst die stärksten Emotionen, die wir haben. Diese Gefühle sind daher äußerst attraktiv für gewinnorientiert arbeitende Social-Media-Unternehmen. Denn jede Interaktion bringt bares Geld! Postings, die negative Gefühle auslösen, werden viel häufiger gelikt, kommentiert und geteilt. Eine seriöse, faktenbasierte Kommunikation widerspricht also dem Geschäftsmodell dieser Firmen zutiefst. Klar, für menschliche Schwächen können die Unternehmen nichts. Aber sie können etwas dafür, dass sie menschliche Schwächen für die Gewinnmaximierung ausnutzen. Und das auch noch vollkommen ohne Scham &#8230; </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="langsame-faktenchecks-mit-kleinerer-reichweite">Langsame Faktenchecks mit kleinerer Reichweite: </h3>



<p>Auch die Meinungsbildung findet in Social Media in unregulierten Echokammern statt, in der die Validierung einzelner Informationen viel zu lange dauert. Denn die Überprüfung der Nachrichten haben die sozialen Netzwerke Freiwilligen überlassen, die UNBEZAHLT Faktenchecks übernehmen. Kein Wunder also, dass diese Prozesse so lange dauern! Und wen interessiert noch der Faktencheck zum Aufreger von gestern? Genau, niemanden! Der nächste Aufreger ist schließlich schon da. (Das ist kein Vorwurf an die Faktencheckys, deren Arbeit ich sehr bewundere!) </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="zu-viele-arschlocher-auf-dieser-welt">Zu viele Arschlöcher auf dieser Welt: </h3>



<p>All diese Probleme der sozialen Netzwerke werden von skrupellosen Geschäftsleuten maximal ausgenutzt. Und zwar bis hin zur Beeinflussung von Wahlen. Das ist meiner Meinung nach wie mit den Waffen: Wir müssen Waffen verbieten, um Menschen daran zu hindern, sich abzuknallen. Also gibt es für die sozialen Netzwerke der heutigen Form meiner Meinung nach nur eine Lösung: <a href="https://www.christagoede.de/verbietet-social-media/">Verbietet Social Media!</a></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="ruckzug">Rückzug: </h3>



<p>In meinem privaten Umfeld gibt es immer mehr Menschen, die sich aus Social Media zurückziehen. Die Gründe dafür reichen von &#8222;keine Zeit mehr&#8220; bis hin zu Gedanken, die so ähnlich lauten wie meiner hier in diesem Artikel. Dieser Rückzug der besonnenen, friedlichen Leute sorgt gleichzeitig dafür, dass sich immer weniger Menschen gegen Hass und Wut stellen. Es entsteht der (bisher noch?) falsche Eindruck, dass die, die hassen und dissen in der Mehrheit sind. Eine verhängnisvolle Entwicklung! Denn so entstehen noch mehr Echokammern voller negativer Emotionen, in denen keine Gegenrede mehr stattfindet. Und diese sich selbst befruchtenden Hassuniversen werden immer weiter ins reale Leben reinwabern. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="keine-oder-miese-medienbildung">Keine oder miese Medienbildung: </h3>



<p>Es gibt viel zu viele Menschen, die Social Media zwar rege nutzen, aber nicht mal in Ansätzen verstanden haben. Dabei ist es ganz egal, wie alt oder jung diese Personen sind! Dass wir kostenfreie Kanäle mit unseren Daten bezahlen, ist erschreckend vielen egal. Vermutlich auch aus Unwissenheit. Oder weil die Folgen einer Vernetzung von Datenbröckchen für viele Leute viel zu abstrakt sind. Und leider wird unser heutiges Schulsystem noch weitere Generationen von digitalen Analphabetinnen und Analphabeten hervorbringen. Denn die Lehrkörper haben über weite Strecken keine Ahnung von diesem Thema. Wie auch, wenn die konkreten Angebote rar gesäht sind. Aber hey, wir haben digitale Tafeln! Und WLAN im Lehrerzimmer! </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="und-wie-gehts-weiter-mit-social-media">Und wie gehts weiter mit Social Media?</h2>



<p>Für mich gar nicht. Zumindest geschäftlich nicht. Obwohl ich seit 2012 <a href="https://www.christagoede.de/social-media-managerin/">zertifizierte Social-Media-Managerin</a> bin und viele Jahre lang gerne und erfolgreich in diesem Bereich gearbeitet habe. Doch mit dem heutigen Tag habe ich Social Media komplett aus meinem Angebot geschmissen. Ja, es entsteht nun eine Lücke in meinem Portfolio. Die Lücke werde ich füllen mit Content-SEO und Text-Workshops. Denn ich habe auch in diesen Bereichen ganz viel Wissen, das ich gerne mit anderen teile. </p>



<p>Wie es ansonsten weitergeht mit Social Media? Unter meinem Zauberhut sehe ich zwei Szenarien. Ich reiße sie hier nur ganz kurz an: </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="609" height="452" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Zauberhut-die-Zukunft-von-Social-Media.png" alt="" class="wp-image-17581" style="width:269px;height:198px" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Zauberhut-die-Zukunft-von-Social-Media.png 609w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2021/11/Zauberhut-die-Zukunft-von-Social-Media-300x223.png 300w" sizes="auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px" /></figure>



<p><strong>Die Utopie: </strong>Mit zunehmender Kritik besinnen sich die Social-Media-Unternehmen wieder auf das, was sie ursprünglich mal wollten – Menschen miteinander verbinden. Dazu gehören klare Regeln, die weltweit systematisch durchgesetzt werden. Und eine effektive Kontrolle von außen bei maximaler Transparenz. (Oje, ich libertärer Freigeist habe hier gerade für Regeln und Gesetze plädiert, wie schauderhaft &#8230;!)</p>



<p><strong>Die Dystopie:</strong> Es geht alles so weiter. Wir werden noch mehr Hass, Angst und leider auch Tote ertragen müssen. Und werden erleben, wie Populismus, Fakenews und Wut ganze Staaten zum Einstürzen bringen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander, Macht und Hilflosigkeit sind noch ungerechter verteilt. (Dieses Szenario halte ich leider für das wahrscheinlichere &#8230;)</p>



<p>Als Privatperson werde ich das alles weiter beobachten und auch kommentieren. Als Diplom-Politologin werde ich weiter diskutieren und im Gespräch bleiben. Und meine eigenen Blogbeiträge werde ich weiter teilen. Doch mein Geld möchte ich ab dem heutigen Tag nicht mehr mit Social Media verdienen. Und weißt du was? Das ist ein gutes Gefühl. </p>



<p>Die Welt werde ich mit meinem beruflichen Ausstieg aus dem Social Media nicht retten, das ist mir klar. Aber ich kann nun nachts wieder tiefer schlafen. Und mich morgens beim ersten Blick in den Spiegel freundlich begrüßen. Das ist mir wichtig. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-denkst-du-daruber">Was denkst du darüber? </h2>



<p>Ich freue mich auf dein Feedback, deine Meinung, deine Erlebnisse. Kannst du meinen Entschluss verstehen? Oder denkst du, dass ich übers Ziel hinausschieße? Hast du vielleicht andere Lösungsvorschläge für mich? Ich freue mich auf deinen Kommentar. Hier im Blog, per Mail und natürlich auch auf Social Media. Meine Kanäle sind ja noch (?) da. </p>



<p>  Bilder: <a href="https://pixabay.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pixabay</a></p>


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		<title>Scheinargumente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2019 07:41:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Scheinargumente]]></category>
		<category><![CDATA[schlechter Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>7 miese Scheinargumente – und wie du ihnen begegnen kannst. Stell dir vor: In einer Facebook-Gruppe sucht jemand eine Möglichkeit, alte Pelze sinnvoll zu verwerten. In den Antworten zu dieser Frage wimmelt es nur noch von Scheinargumenten. Jetzt bitte staunen: Es ging um linksgrüne Spinner und Tierschützer jeder Couleur, die Pelze mit Farbe versauen. Um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>7 miese Scheinargumente – und wie du ihnen begegnen kannst.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-14778 size-full" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Troll-mit-Keule.jpg" alt="Scheinargumente - hier dargestellt als ein Troll mit Keule" width="500" height="312" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Troll-mit-Keule.jpg 500w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/09/Troll-mit-Keule-300x187.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" />Stell dir vor: In einer Facebook-Gruppe sucht jemand eine Möglichkeit, alte Pelze sinnvoll zu verwerten. In den Antworten zu dieser Frage wimmelt es nur noch von Scheinargumenten. Jetzt bitte staunen: Es ging um linksgrüne Spinner und Tierschützer jeder Couleur, die Pelze mit Farbe versauen. Um FridayforFuture, die alle keine Ahnung haben von Wissenschaft und die deutsche Wirtschaft zerstören. Um Schweizer, die sonntags Katzenbraten servieren. Und natürlich um Chinesen, die ALLE Hunde essen.</p>
<p>Es ging in dieser Aneinanderreihung von Scheinargumenten auch darum, dass es ja gar nicht bewiesen wäre, dass die Pelze aus Zuchtfarmen stammen – schließlich würden Nerze und Füchse auch eines natürlichen Todes sterben. Und darum, dass eine Verschiebung der Erdachse den Klimawandel verursacht und nicht die Menschen. Echt jetzt. Wenn du nun mit den Augen rollst kann ich das gut verstehen. Denn ich bin auch aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen. Außerdem habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass diese Trolle auch noch das Wort &#8222;Flüchtlinge&#8220; als Sprachkeule verwenden.</p>
<p>Solche vollkommen eskalierten Stränge lese ich im Nachgang oft noch mal <span id="more-14450"></span>intensiv durch. Denn ich möchte verstehen, welche Methoden und Scheinargumente hier angewandt wurden. Wie die Trolle dieses Gespräch und damit jeden Austausch von Informationen und Argumenten kaputtgemacht haben. Dabei fallen mir immer wieder diese sieben miesen Argumentations-Keulen auf:</p>
<h3>Keule 1 &#8211; die Schein-Rationalität: <em>&#8222;Das sagt mir der gesunde Menschenverstand!&#8220;</em></h3>
<p>Hier wird eine persönliche Sicht der Dinge zu einer Art allgemeingültigen Wahrheit erklärt. Ein solches &#8222;argumentum ad iudicium&#8220; dient zumeist dazu, die eigene gefühlte Wahrheit zur Lösung eines Problems zu machen. Ein Vorhaben, das nicht funktionieren kann, da subjektives Empfinden nur in den seltensten Fällen auf andere Menschen übertragbar ist. Ganz nebenher unterstellt dieses Scheinargument auch noch, dass jemand, der anderer Meinung ist, keinen gesunden Menschenverstand hat. Die gedankliche Verbindung zu einem Krankheitsbild ist da nicht mehr weit.<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" />Dein Gegenmittel:</strong> Mache darauf aufmerksam, dass hier mit einer Schein-Rationalität argumentiert wird. Versuche, die Diskussion wieder in Richtung Fakten zu lenken und dich nicht auf diesen subjektiv geprägten Argumentationsstil einzulassen.</p>
<h3>Keule 2 &#8211; schlechte Motive unterstellen: <em>&#8222;Du wirst doch bezahlt!&#8220;</em></h3>
<p>Bei diesem miesen Argumentations-Typ werden pauschal unlautere Motive unterstellt: Die Adressatin oder der Adressat würde sich ja nur für dieses Thema engagieren, weil ersiees Geld dafür kriegen würde. Mit diesem Scheinargument wird systematisch versucht, das Ansehen anderer Menschen zu beschädigen und diese so unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Diese Gesprächsstrategie kommt oft zum Einsatz, wenn jemand nicht mehr weiter weiß.<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" />Dein Gegenmittel:</strong> Stelle klar, dass hier versucht wird, dein Ansehen zu beschädigen. Frage, ob es noch Sachargumente gibt – wenn nicht, verlasse die Diskussion, denn ab diesem Punkt ist es fast immer sinnlos.</p>
<h3>Keule 3 &#8211; der Nazivergleich: <em>&#8222;Alle, die sich gegen Nazis engagieren, sind die neuen Nazis!&#8220;</em></h3>
<p>Da bleibt mir regelmäßig die Luft weg! Wie kann man nur ernsthaft Antifaschisten – also Menschen, die sich gegen Nazis und deren menschenverachtendes Weltbild engagieren – als &#8222;neue Nazis&#8220; bezeichnen! Oder Personen, die bei FridayforFuture mitlaufen und sich für den Klimaschutz engagieren, als Faschisten. Das zeigt nur, dass derjenige, der solche Scheinargumente tippt, nicht die geringste Ahnung von Geschichte hat. Und mit diesen ekelhaften Sätzen auch noch das Dritte Reich relativiert.<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" /></strong><strong>Dein Gegenmittel:</strong> Beende sofort die Diskussion mit dem Hinweis auf mangelnde Geschichtskenntnisse. Nach meiner Erfahrung geht es den Absendenden solcher Sprüche ohnehin nicht um eine echte Diskussion.</p>
<h3>Keule 4 &#8211; die Angst-Argumentation: <em>&#8222;Wegen FridaysforFuture sind Arbeitsplätze in Gefahr!&#8220;  </em></h3>
<p>Mit diesem &#8222;Argumentum ad metum&#8220; sollen gezielt Ängste geweckt werden: Weil Jugendliche sich mit FridaysforFuture für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens einsetzen, werden Menschen ihren Job verlieren. Ja, das ist mit ziemlicher Sicherheit richtig. Aber das liegt nicht daran, dass sich die Kids engagieren. Sondern daran, dass wir alle uns nicht freiwillig klimafreundlicher verhalten. Hier wird es nicht ohne Gesetze gehen, die dann natürlich auch Konsequenzen haben. Gleichzeitig entstehen aber so auch neue Chancen: Was wäre denn so schlecht daran, wenn in Zukunft &#8222;Made in Germany&#8220; für klimaneutrale Technologien stehen würde?<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" /></strong><strong>Dein Gegenmittel:</strong> Dieses Angst-Argument solltest du ernst nehmen und gleichzeitig auf die Chancen hinweisen. Schließlich ist das Automobil in Deutschland erfunden worden. Warum also nicht auch die nächste Mobilitäts-Innovation?</p>
<h3>Keule 5 &#8211; der persönliche Angriff: <em>&#8222;Du Tussi bist linksgrün versifft, du hast doch eh keine Ahnung!&#8220;</em></h3>
<p>Mit dieser Art von Scheinargumenten wird jemand gleich auf mehrere Arten persönlich angegriffen: wegen des Geschlechts, der politischen Meinung und wegen des angeblich nicht vorhandenen Fachwissens. Ein solches &#8222;Argumentum ad personam&#8220; hat nur den Zweck, das Gegenüber zu verletzen und nach Möglichkeit in die Flucht zu schlagen. Menschen, die derartige Sätze loslassen, sind nicht an einer echten Diskussion interessiert, sondern wollen das Gespräch zerstören.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" /><strong>Dein Gegenmittel:</strong> Decke diese Systematik auf und beende die Diskussion. Wähle dafür einen möglichst neutralen Tonfall und kontere auf keinen Fall mit einem persönlichen Gegenangriff.</p>
<h3>Keule 6 &#8211; der Strohmann: &#8222;<em>Du bist für Klimaschutz. Du bist also für höhere Steuern!&#8220;</em></h3>
<p>Mit diesem Argumentations-Stil versucht jemand, ein neues Argument zu finden, das leichter zu widerlegen ist als das Ursprungs-Argument – in diesem Fall der Klimaschutz. Gegen Klimaschutz kann schließlich niemand ernsthaft sein, gegen Steuererhöhungen aber schon. Doch Steuererhöhungen waren gar nicht das Thema der Diskussion. Die Steuererhöhungen dienen nur dazu, das ursprüngliche Thema Klimaschutz negativ zu verzerren oder sogar zu widerlegen.<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" /></strong><strong>Dein Gegenmittel: </strong>Versuche, die Diskussion wieder zurück zum Ursprungsthema Klimaschutz zu lenken. Steuererhöhungen sind vielleicht eins von ganz vielen Resultaten aus mehr Klimaschutz, aber im Moment geht es nicht darum.</p>
<h3>Keule 7 &#8211; Whatsaboutism: <em>&#8222;Wir können die Erde nicht retten. Denk nur mal an China!&#8220;</em></h3>
<p>Zu diesem Scheinargument fällt mir ein Sprichwort ein: Jeder Mensch soll vor seiner eigenen Tür kehren. Denn nur dort können wir wirklich etwas bewirken. Besonders merkwürdig an dieser Art zu argumentieren finde ich, dass sich hier an viel niedrigeren Standards orientiert wird. Während es im restlichen Leben immer darum geht, mehr zu haben, mehr zu erreichen und mehr zu wollen und sich besser zu präsentieren. Was spricht denn dagegen, voranzugehen beim Klimaschutz? Vielleicht sogar in die erste Garde aufzusteigen?<br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12764 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png" alt="Ein Pfeil mit Herz" width="80" height="12" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558.png 640w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/03/arrow-1981154_640-e1520616790558-300x45.png 300w" sizes="auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px" />Dein Gegenmittel:</strong> Auch hier solltest du die Ablenkung vom Ursprungsthema aufdecken und dann wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Auch ein freundlicher Hinweis auf die eigene Tür kann nicht schaden. Manchmal klappt das.</p>
<hr />
<p>Kennst du noch weitere dieser grässlichen Scheinargumente? Oder hast du noch mehr Gegenmittel zu den 7 unfairen Waffen, die ich in diesem Blogartikel genannt habe? Ich freue mich auf Ergänzungen und Tipps. Und wenn du mehr über die merkwürdigen Typen erfahren willst, die die Social Media-Kanäle bevölkern UND dabei lachen willst, empfehle ich dir meinen Blogbeitrag <a href="https://www.christagoede.de/kommentare-in-social-media-eine-typologie/">Kommentare in Social Media – eine Typologie</a>. Zum doch eher unschönen Thema passt auch mein eher ernster Artikel <a href="https://www.christagoede.de/umgang-mit-trolls/">Umgang mit Trolls</a>. Noch ein Lesetipp: Bei Wikipedia findest du noch viele weitere <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Typen_von_Argumenten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Typen von Argumenten</a>.</p>
<p>Zum Abschluss etwas Persönliches: Ich finde es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen gegen den Hass und Blödsinn im Internet positionieren. Auch wenn das die Gefahr birgt, selbst in den Fokus dieser Trolle zu geraten. Lasst uns einfach viele sein, denn die Masse schützt auch jeden von uns ;o) Danke für dein Engagement!</p>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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		<title>Hasskommentare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 06:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>7 Taktiken der Trolle, Haterinnen und Disser. Und was wir dagegen tun können. &#8222;Du bist doch total krank!&#8220; Das las ich vor ein paar Tagen auf Facebook. Der Auslöser dafür war, dass ich in einer Diskussion über Rassismus angemerkt hatte, dass es wichtig ist, die Perspektive des anderen einzunehmen – schließlich ist doch ein weißer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>7 Taktiken der Trolle, Haterinnen und Disser. Und was wir dagegen tun können.</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7596 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/11/Werkzeugkasten-430x314.jpg" alt="Werkzeugkasten" width="430" height="314" />&#8222;Du bist doch total krank!&#8220; </em>Das las ich vor ein paar Tagen auf Facebook. Der Auslöser dafür war, dass ich in einer Diskussion über Rassismus angemerkt hatte, dass es wichtig ist, die Perspektive des anderen einzunehmen – schließlich ist doch ein weißer Mann mittleren Alters (wie mein Kontrahent) eher selten die Zielscheibe rassistischer Äußerungen.</p>
<p>Ich mache nun seit mehreren Jahren Counterspeech – beruflich und privat. Das heißt, ich tippe aktiv gegen den Hass an und versuche zum Beispiel, mit Fakten mehr Rationalität in Diskussionen zu bringen. Mittlerweile bin ich ziemlich abgehärtet und rigoros, was Beleidigungen angeht – in diesem Fall beendete ich zum Beispiel die Diskussion mit diesem Typen. Als Antwort tippte ich: <em>&#8222;Beschimpfungen sind für mich keine Basis, auf der ich mit dir weiter diskutieren möchte.&#8220; </em> Das störte den Typen nicht. Er beleidigte mich weiter und unterstellte mir auch noch, ich hätte eh keine Argumente &#8211; deswegen würde ich nun die Flucht ergreifen. <em>&#8222;Immer der übliche Mist&#8220;</em>, seufzen nun erfahrene Gegenrednerinnen und -redner. Warum das üblich ist? Weil Diskussionen mit Disserinnen und Hatern oft nach dem gleichen Schema verlaufen. Und dabei kommen viele sprachliche und inhaltliche Handwerkszeuge zum Einsatz:</p>
<h4>1. Absurde Vergleiche</h4>
<p><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14137 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Schraubenzieher.jpg" alt="Schraubenzieher" width="26" height="100" /></a>&#8222;Wir AfDler sind die neuen Juden!&#8220;</em> Meine Güte, wenn ich das lese, bin ich jedes Mal platt. Dieser absurde Vergleich tauchte zum Beispiel im Internet auf, als sich große Fußballvereine dagegen ausgesprochen haben, Mitglieder dieser Partei in ihren Reihen aufzunehmen. Klar, hier kommt das sogenannte<span id="more-12595"></span> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toleranz-Paradoxon</a> zum Vorschein – wir predigen Toleranz und sind selbst intolerant. Doch wenn wir Intoleranz tolerieren, wird die Toleranz zurückgedrängt.</p>
<h4>2. Steile Sinnlos-Thesen</h4>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14136 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Meissel.jpg" alt="Meißel" width="25" height="100" />&#8222;Der Vater von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carola_Rackete" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carola Rackete</a> arbeitet für die Rüstungsindustrie und ist Multimilliardär! Sie wird später ein Vermögen erben!&#8220;</em> Ähhh, und selbst wenn? Nicht nur, dass das totaler Blödsinn ist (siehe diese Recherche von Mimikama) &#8211; diese Aussage basiert auch noch auf dem Prinzip der Sippenhaft, die es in der Bundesrepublik Deutschland glücklicherweise nicht mehr gibt. Hier wird also gleich auf mehreren Ebenen schief argumentiert.</p>
<h4>3. Das weiß man doch!</h4>
<p data-wp-editing="1"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14135 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Spachtel-e1562227124954.jpg" alt="Spachtel" width="56" height="100" />Dieser Satz kommt oft als Antwort, wenn ich die Haterin oder den Disser nach Quellen oder Links zu absurden Vergleichen oder steilen Thesen frage. Der Satz suggeriert die Existenz eines allgemein verbindlichen Allgemeinwissens, das alle Menschen abrufen können.  Außerdem impliziert der Satz, dass der fragende Mensch eben einfach blöd ist, wenn er das nicht weiß. Und gleichzeitig schützt er den Absendenden davor, Belege für diese Aussage liefern zu müssen.</p>
<h4>4. Die Pathologisierung</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14134 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer.jpg" alt="Bohrer" width="54" height="85" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer.jpg 230w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Bohrer-191x300.jpg 191w" sizes="auto, (max-width: 54px) 100vw, 54px" />Mit einer Zuschreibung wie <em>&#8222;Du bist doch total krank!&#8220;</em> würdigt der gemeine Wütende sein Gegenüber mit fünf einfachen Worten herab, um jede weitere Diskussion zu unterbinden. &#8222;Gesunde Menschen&#8220; aus der Welt der Hater und Disserinnen kommen schließlich nicht auf die Idee, sich mal in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen. Denn wer das tut, ist nach deren Meinung eben krank. Gestört. Bekloppt. Verrückt.</p>
<h4>5. Meinungsfreiheit!!!!111!!!!</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14133 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Hammer.jpg" alt="Hammer" width="57" height="100" />Mit dem Begriff &#8222;Meinungsfreiheit&#8220; wird heute so gut wie alles erklärt, was Haterinnen und Disser ins Internet rausrotzen. Dabei bedeutet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit#Rechtslage_in_Deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungsfreiheit</a> eigentlich, dass wir unsere persönliche Meinung äußern dürfen – Beleidigungen, Hass und Verleumdungen sind durch die Meinungsfreiheit genau so wenig abgedeckt wie unwahre Tatsachenbehauptungen oder Generalverdächtigungen.</p>
<h4>6. Rechtsextreme Narrative</h4>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14131 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Schraubenschluessel.jpg" alt="Schraubenschlüssel" width="37" height="100" />&#8222;Umvolkung&#8220;</em>, <em>&#8222;Lügenpresse&#8220;</em> oder <em>&#8222;jüdische Weltverschwörung&#8220;</em> – diese Narrative und Formulierungen gehören zu rechtsextremen Verschwörungs-Geschichten, die immer wieder in Social Media auftauchen. Menschen, die diese Worte benutzen, bewegen sich bereits in dieser ganz eigenen Sprach- und Gedankenwelt. Eine gute Übersicht findest du in diesem <a href="https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/kategorie/08-rechtspopulismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glossar der NeueMedienmacher</a>. Ich versuche, diese Begriffe zu vermeiden.</p>
<h4>7. Politische Gleichsetzung</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14142 alignleft" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/07/Kleiner-Hobel-e1562227389851.jpg" alt="Kleiner Hobel" width="45" height="100" />Immer, wenn die neuesten Zahlen in Sachen Zunahme der rechtsextremen Gewalt veröffentlicht werden, folgt ein Satz: <em>&#8222;Aber die Linken!&#8220; </em>Immer. Dabei sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/33591/definitionen-und-probleme?p=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Gleichsetzung Blödsinn ist</a>. Noch bekloppter wird es, wenn Antifaschistinnen und Antifaschisten – also Menschen, die sich gegen Nazis engagieren – als &#8222;neue Nazis&#8220; bezeichnet werden. Das impliziert, dass ein Engagement gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit identisch ist mit einem menschenverachtenden Weltbild.</p>
<h3>Tja &#8230; aber was können wir tun?</h3>
<p>In diesem Punkt habe ich in den letzten Monaten meine Meinung geändert: Früher tippte ich gegen diesen Hass an, bis mir neben meinen Fingern auch noch mein Hirn wehtat. Heute beende ich eine Diskussion, sobald mein Gegenüber diese &#8222;Stilmittel&#8220; benutzt. Warum ich das tue? Weil sich hinter solchen Accounts meist keine &#8222;echten Menschen mit echten Meinungen&#8220; verbergen &#8211; so wurde zum Beispiel <a href="https://www.volksverpetzer.de/social-media/greta-fakes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufgedeckt, dass mehr als 50 % der Hasskommentare gegen Greta Thunberg von Fake-Accounts stammen</a>. Und schon 2018 hat eine <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/hasskommentare-analyse-103~_origin-9c3e12c6-f3a1-47cb-9f61-ca30919bf955.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie ergeben, dass 5 % der Accounts für mehr als 50 % der Likes unter den Hasskommentaren verantwortlich sind. </a></p>
<p>Mit dem Handwerkszeug der Wutbürgerinnen und Wutbürger werden also in den Sozialen Netzwerken Mehrheiten simuliert, die es eigentlich gar nicht gibt! Warum sollten wir mit unserer Gegenrede also noch die Reichweiten dieser Trollarmeen vergrößern? Bei Facebook zum Beispiel ranken Postings besonders weit oben, die viel Interaktion erzeugen &#8211; und Gegenrede ist natürlich Teil dieser Interaktion, ob wir das nun wollen oder nicht. Deswegen mein Rat:</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-12529" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/01/Zauberstab-430x286.jpg" alt="Zauberstab" width="60" height="40" />Nutzt eure Zauberkräfte! Ignoriert die Wutbürgerinnen und Wutbürger. Blockiert die Trolle, Haterinnen und Disser. Denn so bekommen wir die Kommentarspalten zurück.</h4>
<p>Meiner Meinung nach ist das die einzige Möglichkeit, die Trolle, Haterinnen und Disser in die Schranken zu verweisen und ihnen mithilfe der Algorithmen die Kommentarspalten wegzunehmen. Auf die Meldefunktionen der Sozialen Netzwerke sollten wir uns nicht verlassen, sie funktionieren nicht – gerade fordert das Bundesamt für Justiz von Facebook 2 Millionen Euro Strafe wegen der Intransparenz im Umgang mit Hasskommentaren.</p>
<p>Je mehr Menschen also ihre Zauberkräfte entdecken und die Zaubertools nutzen, die uns die Sozialen Netzwerke bereitstellen, um so weniger Reichweite werden Hass und Hetze haben. Und das Klima in den Kommentarspalten wird viel entspannter und wertschätzender. Hier die Anleitungen:</p>
<p><strong>Die Zaubertools von Facebook:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/168009843260943?helpref=faq_content" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Als Person Profile blockieren</a></li>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/297845860255949" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seiten moderieren und Kommentare verbergen/löschen</a></li>
</ul>
<p><strong>Die Zaubertools von Twitter:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://help.twitter.com/de/using-twitter/blocking-and-unblocking-accounts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts blockieren</a></li>
<li><a href="https://about.twitter.com/de/safety/safety-tools.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts, Wörter oder Unterhaltungen stumm schalten</a></li>
</ul>
<p><strong>Die Zaubertools von Instagram: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.facebook.com/help/instagram/426700567389543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accounts blockieren in verschiedenen Stufen</a></li>
</ul>
<p>Die Blockier- und Ignorierfunktionen anderer Sozialer Netzwerke findest du in deren Hilfebereich.</p>
<p>Und wer nun &#8222;ZENSUR!&#8220; ruft, möge sich daran erinnern, dass Hass keine Meinung ist. Und Rechtsextremismus ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit &#8211; egal, wie bunt lackiert und banalisiert er daher kommt.</p>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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	<p class="cg-contact"><span class="dashicons dashicons-email"></span>&nbsp;<a href="mailto:mail@christagoede.de">mail@christagoede.de</a></p></div></div></p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<title>Verbietet Social Media!</title>
		<link>https://www.christagoede.de/verbietet-social-media/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 07:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
		<category><![CDATA[Clickbaiting]]></category>
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		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten. Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen: 1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>4 Gründe, warum wir die Sozialen Netzwerke verbieten* sollten.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13641 size-medium" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Ein-Herz-das-schreit-e1546523250365-430x378.jpg" alt="Ein Herz, das schreit" width="430" height="378" />Social Media verbieten? Ahhhh ja. &#8222;Nun flippt die Goede endgültig aus&#8220;, denkst du bestimmt gerade. Aber ich meine diese Forderung tatsächlich ernst. Zumindest dann, wenn es um Social Media im derzeitigen Zustand geht. Und zwar aus vier Gründen:</p>
<h4>1. Die sozialen Netzwerke sind asoziale Netzwerke – dafür sorgen Menschen und Algorithmen.</h4>
<p>Hass und Angst sind starke Gefühle, denen wir kaum etwas entgegensetzen können. Menschen, die hassen oder Angst haben, sind für rationale Argumente nicht mehr zugänglich &#8211; auch Liebe als Antwort funktioniert nicht! Im Gegenteil: Wenn ich im Internet Hatern freundlich und zugewandt gegenübertrete, verstärke ich in vielen Fällen deren Hass noch. Manchmal geht das sogar so weit, dass ich für mein Verständnis und mein Engagement ebenfalls gehasst werde &#8211; weil ich zum Beispiel mit Geflüchteten arbeite. Dann bin ich &#8211; und natürlich auch andere, die sich in Social Media gegen den Hass engagieren &#8211; automatisch an jeder Straftat mit schuld, die von Geflüchteten verübt wird. Und uns werden derartig üble Dinge gewünscht, dass ich sie nicht hier wiederholen möchte.</p>
<p>Viele Menschen sehen sich auch nur noch als Opfer. Opfer der &#8222;Wir schaffen das!&#8220;-Ansage, Opfer der Automobilindustrie/des Dieselskandals/der Deutschen Umwelthilfe, Opfer irgendwelcher dubios bleibender Mächte im Hintergrund, die &#8222;uns&#8220; schaden wollen. Das war vermutlich schon immer so, klar. Aber mit Social Media wurden diese Stimmen lauter und sichtbarer. Sie versammeln sich zum Beispiel in Facebook-Gruppen, wo sie sich gegenseitig weiter aufstacheln mit Hasspostings und gefälschten Inhalten.</p>
<h5>Jetzt kommen die üblen Algorithmen gleich auf zwei Arten ins Spiel:<span id="more-13566"></span></h5>
<ul>
<li>Den Algorithmen ist es erst mal schnurzpiep, ob ein Posting inhaltlich richtig ist und ohne negative Emotionen auskommt. Oder ob es zum Beispiel Falschmeldungen beinhaltet und hetzerisch aufbereitet ist. Algorithmen merken, dass dieses Posting geteilt wird, also wichtig sein muss. Und vergrößern automatisiert die Reichweite dieses Postings.</li>
<li>Die Algorithmen steuern nun dieses Posting automatisiert Menschen zu, die bereits ähnliche Postings gelikt, geteilt oder sogar kommentiert haben. So entstehen dann sogenannte Filterblasen, in denen die Menschen praktisch nur noch Hasspostings und Fehlinformationen finden.</li>
</ul>
<p>Auf diese Weise werden aus sozialen Netzwerken asoziale Netzwerke, die vor Hass überlaufen und in denen die Postings immer extremer werden &#8211; bis hin zu übelsten Gewaltfantasien. Da hier die staatliche Kontrolle fast vollständig fehlt und zum Beispiel Facebook bis heute keine funktionierenden Strukturen für die Meldung von solchen Ekelinhalten hat, kann sich der Hass ungebremst weiter verbreiten. Verstärkt wird dieses Phänomen noch von Trollkommandos, die diese emotional negativ aufgeladenen Inhalte gezielt in die Welt setzen und so mit den manchmal berechtigten Ängsten der Menschen spielen.</p>
<h4>2. Clickbaiting betreiben alle – von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu den Medien.</h4>
<p>Hand aufs Herz: Hast du wirklich noch nie einen Postingtext noch mal überarbeitet, um ihn interessanter zu machen? Um ihn positiver zu schreiben? Auffordernder zu gestalten? Hast du wirklich noch nie für ein Foto einen starken Filter genutzt, um aus der sprichwörtlichen Scheiße Gold zu machen? Etwas bewusst weggelassen, obwohl es für den Gesamteindruck wichtig gewesen wäre? Ich hab das alles schon getan – für mich privat und natürlich auch für meine Kundinnen und Auftraggeber. Manchmal hatte ich viel Spaß bei dieser professionellen Behübschung, aber manchmal auch ein schlechtes Gewissen. Denn das Ergebnis hatte manchmal nur noch recht wenig mit der Realität zu tun &#8211; und das macht mir Bauchweh.</p>
<p>Bei Unternehmen kann ich diese spezielle Form der Inhaltsaufbereitung noch verstehen, denn Werbung funktioniert nun mal über die Zurschaustellung der positiven Seiten. Wobei ich die <a href="https://www.facebook.com/influencerperlen/" target="_blank" rel="noopener">Influencer-Exzesse auf Instagram</a> wirklich gruselig finde &#8211; und davon überzeugt bin, dass diese &#8222;Perlen&#8220; langfristig sogar geschäftsschädigend wirken werden.</p>
<p>Richtig schlimm wird Clickbaiting meiner Meinung nach dann, wenn Medien es betreiben: Mittlerweile kreieren auch eigentlich seriöse Medien Headlines und Teasertexte, die nur noch sehr wenig mit dem eigentlichen Inhalt des Textes zu tun haben. Für die Aufmerksamkeit wird hier alles getan &#8230; immer mit dem Wissen, dass viele Menschen die Texte gar nicht mehr lesen, um sie in Social Media zu kommentieren. Da wird munter drauf losgepoltert, vermutet, gedisst und Zusammenhänge hergestellt, bei denen sich meine Fußnägel aufrollen.</p>
<p>Wenn diese Magazine, Zeitungen und Portale dann nicht mal ein vernünftiges Community-Management haben, werden diese Ramschbeiträge nicht moderiert &#8211; die Gegenrede und Korrektur bleibt wackeren Menschen überlassen, die sich zum Beispiel unter Hashtags wie #wirsindmehr oder #ichbinhier versammeln. Klar, das ist ein ziemlich günstiges Geschäftsmodell für die Medienkanäle &#8230; aber ob solche, größtenteils unmoderierten Social-Media-Auftritte wie <a href="https://www.facebook.com/FrankfurterRundschau" target="_blank" rel="noopener">dieser</a> oder <a href="https://www.facebook.com/focus.de/" target="_blank" rel="noopener">dieser </a>tatsächlich zum guten Ruf einer Publikation beitragen, darf wohl bezweifelt werden. Passend dazu wurde am Sonntag, den 20.1.2019, auf der Infoseite des Vereins<a href="https://www.facebook.com/notes/ichbinhier-der-verein/offener-brief-an-online-redaktionen-und-journalisten/1130052927158458/" target="_blank" rel="noopener"> #ichbinhier ein &#8222;Offener Brief an Online-Redaktionen und Journalisten&#8220;</a> veröffentlicht &#8211; dort finden sich konkrete Forderungen, die ich alle unterstütze.</p>
<h4>3. Es gibt immer mehr Informationen – gleichzeitig wird die Überprüfung der Inhalte immer schwieriger.</h4>
<p>Ich habe eine goldene Social-Media-Regel: Was ich nicht überprüfen und damit validieren kann, teile ich nicht. Denn wenn ich mir nicht ganz sicher bin, dass ein Inhalt korrekt ist, werde ich unter Umständen Motor einer ganzen Industrie, die mit gefälschten Nachrichten eine Menge Geld verdient. Diese Fälschungen gibt es mittlerweile in allen Bereichen: von der Politik über den Lebensstil und die Wissenschaft bis hin zu Tagesgeschehen auf dieser Welt. Doch ich bemerke, dass ich immer länger brauche, um Nachrichten zu checken: Gerade, wenn es um aktuelle Nachrichten geht, ist es zumindest in den ersten Stunden fast unmöglich, mehrfach überprüfbare Inhalte zu finden &#8211; obwohl die <a href="https://www.christagoede.de/faktencheck-nachrichten-bilder-und-informationen-ueberpruefen/" target="_blank" rel="noopener">Anzahl der Tools für den Faktencheck</a> stetig wächst. Also habe auch ich schon Links geteilt, in denen echter Bullshit stand, wie ich später bemerkt habe. In diesem Fall habe ich das Posting umgehend gelöscht!</p>
<p>Noch schwieriger wird es, wissenschaftliche Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen: Hat der Journalist die Inhalte der Studie tatsächlich korrekt wiedergegeben? Entspricht die Entstehung der Forschungsergebnisse den wissenschaftlichen Standards? Solche tiefen Recherchen würden viel Zeit kosten – Zeit, die ich wie viele andere auch nicht habe. Und auch Zeit, die ich nicht aufbringen möchte für ein schnelles Posting in Social Media. Da es anderen wohl genau so geht wie mir, lese ich mittlerweile Postings in meiner Timeline, die auf reine Propagandaplattformen (nein, ich nenne hier keine!) verlinken. Und das, obwohl meine Filterblase eigentlich eine aufgeklärte und sorgfältige ist.</p>
<p>Darauf angesprochen argumentieren die Absendenden meistens mit &#8222;Aber der Artikel ist doch gut!&#8220; oder &#8222;Klar, ich weiß, dass das ne Schrott-Plattform ist. Aber meine Freundinnen und Freunde können damit umgehen!&#8220; Dass sie mit dem Teilen ganz nebenher die Reichweite dieser Ramschinhalte vergrößern, übersehen diese Menschen gerne – womit wir wieder bei Grund 1 wären.</p>
<h4>4. Soziale Netzwerke bestimmen den politischen Diskurs – und gefährden Menschen und ganze Staaten.</h4>
<p>Ein paar Beispiele gefällig?</p>
<ul>
<li><a href="https://www.reuters.com/article/us-myanmar-rohingya-facebook/u-n-investigators-cite-facebook-role-in-myanmar-crisis-idUSKCN1GO2PN" target="_blank" rel="noopener">UN-Beobachter geben <strong>Facebook</strong> eine Mitschuld am Genozid an den Rohingya in Myanmar.</a></li>
<li><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/lynchmorde-indien-101.html" target="_blank" rel="noopener">In Indien wurden mindestens sechs Menschen von Lynchmobs ermordet – Auslöser waren Gerüchte, die über <strong>WhatsApp </strong>verbreitet wurden. </a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Cambridge Analytica: Ein Datenleck bei <strong>Facebook</strong> hat </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">Donald Trump </a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html" target="_blank" rel="noopener">mit ziemlicher Sicherheit zum Sieg verholfen. </a></li>
<li>Der Schweizer Journalist Fabian Eberhard erhielt allein auf <strong>Twitter</strong> 70.000 Hassnachrichten, nachdem er über einen Aufmarsch polnischer Neonazis berichtet hatte. </li>
<li><a href="https://youtu.be/aqZiwRk1yLQ" target="_blank" rel="noopener">Der Journalist Richard Gutjahr kämpft seit Jahren gegen Verschwörungstheorien und deren Verbreitung via <strong>Social Media</strong>, denn er wurde selbst zur Zielscheibe.</a></li>
<li>Die <strong>Facebook</strong>-&#8222;Leave-Kampagne&#8220; zum Brexit wurde aus Russland unterstützt und mithilfe von Cambridge Analytica gesteuert. </li>
<li><a href="https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/hass-gegen-frauen-auf-twitter/1108663945982796/" target="_blank" rel="noopener">Laut Amnesty International grassiert auf <strong>Twitter</strong> der Hass gegen Frauen ganz besonders extrem. </a></li>
</ul>
<p>Gegenmaßnahmen? Wenig heiße Luft, noch weniger konkrete Taten &#8211; wer jemals strafbare Inhalte bei den Sozialen Netzwerken gemeldet hat, mag das Wort &#8222;Gemeinschaftsstandards&#8220;, gegen die der gemeldete Inhalt nicht verstößt, nicht mehr lesen. Doch warum sollten sich die Netzwerke auch kümmern? Sie haben mit unserer tatkräftigen Unterstützung Räume geschaffen, in denen ihre eigenen Gesetze gelten. Und so sind zum Beispiel auf Facebook Brustwarzen verboten, aber extreme Gewaltdarstellungen oder Holocaust-Leugnungen erlaubt.</p>
<h3>Ich habe fertig. Und einige Ideen.</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13643" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2019/01/Hirn-mit-Ideen-430x327.jpg" alt="Hirn voller Ideen" width="250" height="190" />Grmpf, dieses Auskotzen war wichtig für mich! Wer dieses Blog schon länger liest, weiß, dass ich eigentliche glühende Verfechterin von Social Media bin &#8211; und dass mir dabei Facebook ganz besonders am Herzen liegt. Oder besser lag. Denn hier haben knallharte wirtschaftliche Interessen dazu geführt, dass sich dieses Soziale Netzwerk sehr gut sichtbar von selbst zerstört. In meiner Timeline geben immer mehr Menschen ihren Rückzug aus Facebook bekannt, und auch erste Unternehmen ziehen die Notbremse.</p>
<p>Doch auch zu Twitter, Instagram oder in WhatsApp mehren sich die kritischen Stimmen: Denn auch hier sind intransparente Systeme entstanden, die wirtschaftliche Interessen über menschliche Interessen stellen. Und die sich einen Teufel scheren um rechtliche Vorschriften wie den Datenschutz. Die strafrechtliche Aufarbeitung der zahlreichen Vorkommnisse scheint unmöglich, genauso wie die Durchsetzung der geltenden Vorschriften. Von daher hilft wohl nur ein Verbot*. Absurd, ich weiß. Und vermutlich genauso wenig durchsetzbar wie wirksame Kontrollen bei diesen mächtigen Firmen.</p>
<h4>Social Media mit Gebühr?</h4>
<p>Meiner Meinung nach ist es Zeit für ein Netzwerk, in dem die Menschen zum Beispiel selbst bestimmen, welche Daten sie mit den Unternehmen teilen und welche nicht. Das könnte zum Beispiel über ein Bezahlmodell erfolgen: kein Datenschutz = keine Gebühr, Datenschutz = monatliche Gebühr. Wichtig wäre auch, dass das neue Netzwerk transparent arbeitet und sich so das Vertrauen der Menschen verdient. Außerdem sollte es klare Regeln geben, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht – diese Regeln müssten sich wohl auch von Land zu Land unterscheiden. Außerdem dürfte dieses Netzwerk die Kontrolle der Inhalte und die Steuerung der Algorithmen nicht in der hauseigenen Dunkelkammer vornehmen, sondern müsste sich zum Beispiel externen Prüfinstituten, NGOs oder Universitäten öffnen.</p>
<h4>Mehr Medienkompetenz!</h4>
<p>Ferner brauchen wir endlich das Schulfach Medienkompetenz und natürlich auch Kurse für Erwachsene. Denn selbst in meinem Freundeskreis gibt es Nametest-Opfer und Analysespielchen-Junkies, die allzu gerne ihre eigenen Daten und Inhalte mit dubiosen Unternehmen teilen – und die ihrer Freundinnen und Freunde gleich mit. Ach ja, und wir brauchen eine Gesetzgebung, die mit dem digitalen Wandel mithalten kann und nicht wie bisher Jahre oder sogar Jahrzehnte hinterherhinkt. Okay, jetzt gleite ich endgültig in das Reich der Fantasie ab &#8230; 😉</p>
<h3>Was wir selbst tun können.</h3>
<p>Gegenreden. Fakten teilen. Stellung beziehen. Besonnen argumentieren, Nicht über jedes Stöckchen springen. Nicht jeden Scheiß teilen. Gedisste Menschen unterstützen. Als Privatperson genau wie als Unternehmen. Dafür habe ich in <a href="https://www.christagoede.de/wieder-da/">diesem Blogbeitrag</a> schon 2016 elf Regeln entwickelt:</p>
<p><strong> 1. Ich muss nicht alles lesen, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>2. Ich muss nicht alles kommentieren, bloß weil ich es kann. </strong></p>
<p><strong>3. Ich muss es nicht aushalten, wenn mich jemand übel angeht. </strong></p>
<p><strong>4. Ich darf zurückübeln &#8211; wenn ich genau erkläre, warum ich das tue. Oder blockieren. </strong></p>
<p><strong>5. Ich denke mehr über die guten Dinge dieser Welt nach. </strong></p>
<p><strong>6. Ich kommuniziere mehr über die guten Dinge dieser Welt. </strong></p>
<p><strong>7. Ich helfe da, wo ich kann. </strong></p>
<p><strong>8. Ich akzeptiere andere Meinungen*, auch wenn ich sie nicht mal im Ansatz verstehen kann. </strong></p>
<p><strong>9. Ich lästere nicht über Menschen, die einen anderen Weg gehen als ich. </strong></p>
<p><strong>10. Ich lasse mich nicht anstecken von Wut oder Aggression und spekuliere nicht. </strong></p>
<p><strong>11. Ich halte mich an die Punkte 1 bis 10. Immer.</strong></p>
<p>* Rechtsextremismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.</p>
<p><em>Küsschen, deine Christa</em></p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<item>
		<title>Kommentare in Social Media &#8211; eine Typologie</title>
		<link>https://www.christagoede.de/kommentare-in-social-media-eine-typologie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 06:36:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Social-Media-Typen]]></category>
		<category><![CDATA[Typologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erklär-Bärchen, Troll-Monsterchen und Witz-Fischchen: der Social Media-Zoo. Manchmal sitze ich vor meinem Rechner und kriege den Mund nicht mehr zu vor &#8230; äh &#8230; Erstaunen: Was sich da so alles in den Kommentarspalten dieses Social Media-Zoos tummelt! Manche Texte lassen mich ratlos zurück, manche belustigen mich, manche entsetzen mich, andere machen mich wütend. Ich habe [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Erklär-Bärchen, Troll-Monsterchen und Witz-Fischchen: der Social Media-Zoo.</h2>
<p class="alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13335" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Mann-mit-Fernglas-beobachtet-e1534929680737-430x352.jpg" alt="Mann mit Fernglas beobachtet" width="350" height="287" />Manchmal sitze ich vor meinem Rechner und kriege den Mund nicht mehr zu vor &#8230; äh &#8230; Erstaunen: Was sich da so alles in den Kommentarspalten dieses Social Media-Zoos tummelt! Manche Texte lassen mich ratlos zurück, manche belustigen mich, manche entsetzen mich, andere machen mich wütend. Ich habe den Eindruck, dass die Kommunikation via Social Media mittlerweile öfter irre Züge annimmt, als das noch vor 2 Jahren der Fall war. Ob es daran liegt, dass sich bestimmte Typen im Social Media-Zoo rasant vermehrt haben?</p>
<p>Bei meinen zahllosen privaten und beruflichen Exkursionen in diesen digitalen Spezialzoo haben ich mal ein paar dieser Tierchen näher betrachtet, Dabei habe ich festgestellt, dass man sie vor allem an der Art ihrer Kommentare unterscheiden kann. Einige ganz besonders niedliche Exemplare möchte ich hier gerne vorstellen:</p>
<h3>Das Erklär-Bärchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13324" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/B%C3%A4r-430x506.png" alt="" width="150" height="177" />Das Erklär-Bärchen hat einen riesigen Wissensschatz, den es gerne präsentiert. Und so kommt es, dass das Erklär-Bärchen immer eine Information parat hat &#8211; ganz gleich, ob im Eröffnungsposting danach gefragt wurde oder nicht.</p>
<p>Typischer Kommentar des Erklär-Bärchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Hat jemand Umzugskartons für mich?</em></li>
<li>Kommentar Erklärbärchen: <em>&#8222;Die kosten im Allgemeinen 1 Euro.&#8220;</em></li>
</ul>
<h3>Das Wutbürger-Hündchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13327" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Hund-430x578.png" alt="Hund" width="150" height="202" />Das Wutbürger-Hündchen hat eigentlich nur ein Thema: Flüchtlinge. Und zwar in jeder Form, in jedem Zusammenhang. Deswegen ist das Wutbürger-Hündchen auch rund um die Uhr aktiv auf allen möglichen Plattformen.</p>
<p>Typischer Kommentar des Wutbürger-Hündchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Ich wollte euch nur kurz erzählen, dass es in der Innenstadt neue Radbügel gibt &#8211; die richtig guten, an denen man den Rahmen festschließen kann! Toll!&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Wutbürger.-Hündchen: <em>&#8222;Das ist auch dringend notwendig, Merkels Goldstücke klauen ja alles, was nicht fest angekettet ist.&#8220; </em></li>
</ul>
<p><span id="more-13311"></span></p>
<h3>Das Ablenk<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13323" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Am%C3%B6be-430x410.png" alt="Amöbe" width="150" height="143" />er-Amöbchen</h3>
<p>Das Ablenker-Amöbchen ist so unfassbar kreativ, dass es diesem Typen schwer fällt, bei nur einem Thema zu bleiben. Es trägt also fleißig dazu bei, das jedes Thema so weitreichend wie eben möglich abgehandelt wird.</p>
<p>Typischer Kommentar des Ablenker-Amöbchens:</p>
<p>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Hilfe, ich habe eine ungerechtfertigte Steuernachzahlung bekommen! Habt ihr Tipps, was ich nun tun muss?&#8220;</em><br />
Kommentar Ablenker-Amöbchen: <em>&#8222;Hast du die Geburtstagsparty morgen auch nicht vergessen? Wir müssen noch ein Geschenk kaufen.&#8220; </em></p>
<h3>Das Troll-Monsterchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13331" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Monster-430x444.jpg" alt="Monster" width="150" height="155" />Das Troll-Monsterchen betreibt das Hobby &#8222;Menschen ekelhaft angehen&#8220;. Seine Postings bestehen hauptsächlich aus persönlichen Beleidigungen, die meist dazu noch unterhalb der Gürtellinie platziert werden.</p>
<p>Typischer Kommentar des Troll-Monsterchens:</p>
<p>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Ich rege mich gerade total auf: Mein Chef hat mir an den Hintern gepackt!&#8220;</em><br />
Kommentar Troll-Monsterchen: <em>&#8222;Davon träumst du doch nur nachts, du fette Kuh, dich fasst doch keiner an.&#8220; </em></p>
<h3>Das Witz-Fischchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13326" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Fisch-430x317.png" alt="Fisch" width="150" height="111" />Das Witz-Fischchen hat immer einen flotten Spruch parat und nutzt zur Untermalung der eigenen Witze gerne Emojis und animierte Gifs. Wählerisch ist das Witz-Fischchen bei der Platzierung nicht, ein guter Joke ist schließlich immer wichtig.</p>
<p>Typischer Kommentar des Witz-Fischchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Eben musste ich meine Katze einschläfern lassen &#8230; *wein*&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Witz-Fischchen: <em>&#8222;Macht nix, die wacht im Himmel wieder auf &#8230;. *lolololololol*&#8220; </em></li>
</ul>
<h3>Das Mecker-Zicklein</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13329" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Ziege-430x504.jpg" alt="Ziege" width="150" height="176" />Das Mecker-Zicklein steht schon jeden Morgen auf mit einem dreifachen Määäääää. Und genau so artikuliert es sich auch in Social Media &#8211; es gibt schließlich nichts, was irgendwie perfekt sein könnte. Auch nicht für andere.</p>
<p>Typischer Kommentar des Mecker-Zickleins:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Wow, die Sonne scheint so herrlich. Ich liebe den Duft der Wiesen um diese Jahreszeit!&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Mecker-Zicklein: <em>&#8222;Määä, ich hab Heuschnupfen. Von mir aus können da überall Parkplätze entstehen.&#8220; </em></li>
</ul>
<h3>Das Negativ-Äffchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13322" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Affe-430x474.png" alt="Affe" width="150" height="165" />Das Negativ-Äffchen findet immer das Haar in der Suppe &#8211; ganz gleich, bei welchem Thema. Auffallend ist, dass es konsequent dafür sorgt, dass die negative Stimmung auch auf andere Tierchen übergeht.</p>
<p>Typischer Kommentar des Negativ-Äffchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Jipppieehhh, ich habe einen ganz tollen Auftrag bekommen &#8211; ich bin sooo happy!&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Negativ-Äffchen:<em> &#8222;Hoffentlich entpuppt sich der Traumauftrag nicht als Horrorjob  &#8230;.&#8220;</em></li>
</ul>
<h3>Das Gif-Entchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13325" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Ente-430x629.png" alt="Ente" width="150" height="220" />Dem Gif-Entchen ist eigentlich nicht stumm und doch fehlen ihm meist die Worte. Deshalb kommentiert es fast nur mit den kleinen, bewegten Gifs us-amerikanischer Machart. Getreu dem Motto: Bilder sagen eh immer viel mehr.</p>
<p>Typischer Kommentar des Gif-Entchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Heute bin ich das erste mal in meinem Leben vom 5-Meter-Turm gesprungen. Wahnsinnsgefühl!&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Gif-Entchen: <em>&#8222;BewegtesBildchenvonFootballspielerndievorlauterFreudeaufundabhüpfen&#8220;</em></li>
</ul>
<h3>Das Monolog-Nilpferchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13328" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/08/Nilpferd-430x531.png" alt="Nilpferd" width="150" height="185" />Das Monolog-Nilpferdchen walzt alles nieder, was sich sonst noch in den Kommentarspalten herumtreibt. Dabei erwartet es, dass die Lesenden Tapetenpostings von bis zu einem halben Meter Länge lesen, verstehen und umsetzen.</p>
<p>Typischer Kommentar des Monolog-Nilpferdchens:</p>
<ul>
<li>Eröffnungsposting: <em>&#8222;Hey, diesen Artikel solltet ihr lesen &#8211; er ist informativ und gut recherchiert!&#8220;</em></li>
<li>Kommentar Monolog-Nilpferdchen: <em>&#8222;Also erst mal möchte ich festhalten, dass dieser Artikel gruselig ist. Warum das so ist möchte ich im Folgenden begründen: Grund 1 mit 1500 Zeichen und 3 Quellen, Grund 2 mit 1500 Zeichen und 3 Quellen, Grund 3 mit 1500 Zeichen und 3 Quellen!&#8220;</em></li>
</ul>
<p>Und welche Tierchen sind dir schon aufgefallen im großen Social Media-Zoo? Ich freue mich über deinen Kommentar ;o)</p>
<hr />
<p><strong>Drei wichtige Nachsätze:</strong></p>
<ol>
<li>Ich habe diese Typen so niedlich beschrieben, weil ich sie ohne den massiven Einsatz von Humor einfach nicht mehr ertrage.</li>
<li>Dieser Blogbeitrag wäre nie so abwechslungsreich geworden, wenn ich nicht mein tolles Netzwerk hätte &#8211; danke auch für eure tollen Ideen ;o)</li>
<li>Selbstverständlich gehöre ich auch gelegentlich zu einer dieser Tierarten. Oder sogar zu mehreren &#8230; ups.</li>
</ol>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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		<item>
		<title>Im Interview – Juliane Benad</title>
		<link>https://www.christagoede.de/im-interview-juliane-benad/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 06:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Juliane Benad]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.&#8220; Juliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet &#8211; und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem #bcrm oder dem Content-Strategy-Camp. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>&#8222;Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.&#8220;</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13050" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl.jpg" alt="Profilbild_Juliane-Benad" width="280" height="390" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl.jpg 350w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Profilbild_Juliane-Benad-kl-215x300.jpg 215w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Juliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet &#8211; und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem <a href="https://barcamp-rheinmain.de/" target="_blank" rel="noopener">#bcrm</a> oder dem <a href="http://www.cscamp.de" target="_blank" rel="noopener">Content-Strategy-Camp</a>. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern wir ticken in einigen inhaltlichen Punkten ähnlich. Zum Beispiel sehen wir Social Media auch durchaus kritisch, obwohl wir beide Geld in diesem Bereich verdienen. Außerdem lese ich gerne ihr <a href="https://juliane-benad.de/blog" target="_blank" rel="noopener">Blog</a>, in dem sie immer handfeste Tipps parat hat. Und ich finde es toll, dass sie nun auch den Weg als Selbstständige geht &#8211; sie wird das Ding rocken, da bin ich mir sicher 😉</p>
<hr />
<p><em><strong>CG:</strong> Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?</em></p>
<p><strong>JB: </strong>Ich glaube, dass es früher oder später gar nicht anders funktioniert als authentisch zu sein. Klar, den ein oder anderen Kniff wie man vielleicht besser auf Menschen wirkt, wie man sich besser gibt, kann man üben und optimieren. Das muss sich ja auch nicht mit Authentizität ausschließen.<br />
Sobald man sich jedoch verstellt, wird es anstrengend – wenn man zum Beispiel einen auf Schreihals macht, obwohl man eher ein ruhiger Typ ist. Dann ist man auch nicht wirklich glaubhaft. Die Fassade wird schneller reißen als einem lieb ist.<br />
Außerdem sprechen wir unter Umständen genau die Sorte von Kunden an, die gar nicht zu einem passen. Das strengt dann an. So zu sein, wie man ist – inklusive der Ecken und Kanten – ist wahrscheinlich der beste und erfolgreichste Weg.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Du bist genau wie ich eine Einzelselbstständige, dein Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Bereich Social Media. Wie hat sich deine Selbstständigkeit in den letzten Jahren entwickelt? Denkst du aktuell darüber nach, dein Portfolio zu verändern?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> So wahnsinnig lang bin ich ja noch nicht selbstständig, aber ich beobachte bei vielen Selbstständigen, dass vieles im Fluss ist. Man startet mit einer Ideen und merkt, wie sich die Dinge entwickeln. Gerade die Social Media-Welt ändert sich rasant, und wir wissen nicht, welches neue Social Media morgen aufploppt und welches übermorgen abgeschaltet wird. Ich muss und will also flexibel bleiben. Ich merke immer stärker, dass mir <span id="more-13026"></span>Texte wirklich stark am Herzen liegen. Das kann einmal ausführlicher sein in Form von einer Blogartikelserie oder auch kurz und knackig als Tweet.  Der Kopf rattert sowieso und viele Ideen entstehen. Dass sich mein Portfolio deshalb auch verändert, kann ich mir gut vorstellen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Warum ist es so schwer für uns alle, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ich glaube, das ist ganz einfach zu beantworten. Wenn wir kein Geld bräuchten, um ein anständiges Leben führen zu können – und dabei meine ich jetzt nicht den großen Luxus, denn ich bin zwar kein Minimalist, aber auch kein Konsumopfer. Wenn wir also nicht die Portion Geld benötigten, dann würden viel mehr Menschen machen, was sie erfüllt. Ich würde dann nur noch Schreiben und Lesungen geben und Häkeltiere herstellen …. Lach …<br />
Wir sollten aber dennoch dahin kommen, dass wir einen Job machen, der uns Spaß macht. Dass wir uns auf den Montagmorgen freuen und nicht schon wieder den halben Sonntag missmutig an den nächsten Tag denken. Wir sollten mehr träumen und unsere Wünsche benennen. Ich denke, dass ich da gerade auf einem guten Weg bin, und die Selbstständigkeit da auch viele Gedankenprozesse in Gang gesetzt hat.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Welche Plattformen benutzt du für deinen unternehmerischen Außenauftritt? Verwendest du dort spezielle Stilmittel?</em></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13130" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web.jpg" alt="Juliane hält einen Vortrag" width="300" height="257" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web.jpg 400w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2018/06/Juliane-haelt-einen-Vortrag-web-300x257.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />JB:</strong> Ich habe eine <a href="https://juliane-benad.de/" target="_blank" rel="noopener">eigene Website mit integriertem Blog</a> und da ich ja nun mal Social Media-Beraterin bin, bin ich auch auf einigen Social Media-Plattformen aktiv (zum Beispiel <a href="https://www.facebook.com/JulianeBenad" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>, <a href="https://twitter.com/JulianeBenad" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a>, <a href="http://instagram.com/julianebenad" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a>) . Nicht alle bespiele ich im gleichen Ausmaß wegen der Zeit. Außerdem habe ich natürlich auch Netzwerke, die mir mehr oder weniger Spaß machen und wo ich meine Kunden mehr oder weniger antreffe.<br />
Meine Corporate-Farbe ist das Dunkelblau. Diese Farbe nutze ich auch in meinen Bildern und Schriften, wo es nur geht, damit ein einheitliches Corporate Design entsteht. Ansonsten experimentiere ich viel, nutze Fotos oder auch Symbole.</p>
<p><em><strong>CG: </strong>Nach gängiger Definition resultiert Authentizität aus einem Sieg des Seins über den Schein. Doch für mich als Unternehmerin ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wie weit meine Echtheit auf professioneller Ebene gehen darf. Wie erlebst du diese Auseinandersetzung? Hat Authentizität Grenzen?</em></p>
<p><strong>JB: </strong>Mit Sicherheit oder ist es dann vielleicht eher eine Grenze von Toleranz? Letztens, als die zwei Fußballer mit türkischen Wurzeln nach ihrem Besuch beim türkischen Präsidenten vom deutschen Präsidenten eingeladen wurden, sagte jemand: „Hätten sich die zwei nicht wenigstens einen Anzug anziehen können, wenn sie vom Bundespräsidenten eingeladen werden? Sie sind schließlich beim Bundespräsidenten.“ Wären die zwei dann noch sie selbst gewesen?, war dann mein Gedanke. Sich an Regeln halten und dann selbst vielleicht nicht authentisch sein? Oder so sein, wie man wirklich ist, und dann vielleicht anecken? Sicherlich oftmals ein schmaler Grat.<br />
Jeder hat seine Ecken und Kanten. Manche Kanten sind vielleicht weniger gut, aber sie haben sicherlich ihren Sinn und werden auch gemocht. Wer sich also authentisch zeigt, zeigt selbstbewusst, dass er sich selbst so akzeptiert wie er ist. Wer nicht selbstbewusst ist, verstellt sich oftmals und kann dann auch nicht der Mensch sein, der er ist.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Mit Authentizität gehen Begriffe einher wie ….</em></p>
<p><strong>JB:</strong> a. Ehrlichkeit b. Selbstbewusstsein<br />
Wenn man authentisch ist, ist man für mich auch auf eine gewisse Art ehrlich. Denn der der sich so gibt, wie er ist, verstellt sich ja nicht. Er ist also ein Spiegelbild seiner selbst und ehrlich nach außen.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Was glaubst du: Warum wird Authentizität heute besonders geschätzt?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ich kann gar nicht einschätzen, ob es heute mehr als früher geschätzt wird. Ich fand Ehrlichkeit schon immer extrem wichtig. Besonders durch die sozialen Medien bekommen wir aber einen Schein vorgespielt. Höher, schneller, reicher. Manche denken dann (und da nehme ich mich nicht aus): Alle sind gut drauf? Warum funktioniert das bei mir nicht? Warum habe ich noch nicht innerhalb von ein paar Monaten sechsstellig verdient und warum gibt es Tage, die so gar nicht laufen? Bei den anderen läuft es doch auch! …<br />
Wir müssen uns bewusst machen, dass in den sozialen Medien auch eine Menge Show gemacht wird und dass es auch bei den anderen Menschen nicht immer rund läuft. Darüber wird nur (meist) nicht berichtet. Sieht ja auch nicht schön aus 😉<br />
In der letzten Zeit habe ich mich ein wenig mit Über-mich-Seiten beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, welche Dramen in manchen Viten verkauft werden, um eine Story zu kreieren – und ich stellte dabei fest, was für ein (fast ausschließlich) glückliches Leben ich bisher führen durfte. Auch diese Dramen sind sicher ein Teil der Show, aber es gibt sie auch wirklich. Denn niemand kann jeden Tag einen grandiosen Tag erleben.</p>
<p><em><strong>CG:</strong> Zum Schluss ein Blick in die Kristallkugel: Welche unternehmerischen Strategien werden in den nächsten Jahren Interesse wecken – und zum Beispiel aus Interessierten Käuferinnen und Käufer machen?</em></p>
<p><strong>JB:</strong> Ehrlichkeit und Fairness werden auf Dauer gewinnen. Das große schnelle Geld ist vielleicht mit anderen Methoden zu machen, aber wenn die Ersten merken, dass diese nicht funktionieren und dann darüber reden, weiß es auch die große Masse. Wer offen und transparent mit seinen Kunden kommuniziert, ihnen zuhört, ihre Probleme ernst nimmt und die Produkte und Dienstleistungen entsprechend anpasst, wird erfolgreich sein. Und dann eben auch bekannter &#8211; zum Beispiel durch Empfehlungen.</p>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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<pre>Bildquellenangabe: Juliane Benad</pre>
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		<title>Checkliste Website-Relaunch</title>
		<link>https://www.christagoede.de/checkliste-website-relaunch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 07:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>
		<category><![CDATA[Checkliste]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalte]]></category>
		<category><![CDATA[Relauch]]></category>
		<category><![CDATA[Responsive Design]]></category>
		<category><![CDATA[Seitenaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[usability]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Website-Relaunch: Wann brauchst du eine neue Webseite? Ja, ich weiß &#8211; so eine neue Website kann ganz schön teuer werden. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Investition in eine neue Website eine, die gut überlegt und geplant werden muss. Und auch bei Gründenden oder Start-ups sitzt das Geld meist nicht sonderlich locker. Dabei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Website-Relaunch: Wann brauchst du eine neue Webseite?</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-8313" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot.png" alt="Eine Liste" width="300" height="438" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot.png 493w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2015/03/Liste-Rot-206x300.png 206w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ja, ich weiß &#8211; so eine neue Website kann ganz schön teuer werden. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Investition in eine neue Website eine, die gut überlegt und geplant werden muss. Und auch bei Gründenden oder Start-ups sitzt das Geld meist nicht sonderlich locker. Dabei ist es heute eigentlich zwingend notwendig, dass sich ein Unternehmen klar im Internet sichtbar macht und sein Angebot übersichtlich präsentiert!</p>
<p>Aber mal ehrlich: Wie viele Websites gibt es noch da draußen, die regelmäßig deinen Blutdruck steigen lassen, weil du keine Telefonnummer findest? Oder weil dir nach drei Klicks auf verschiedene Unterseiten immer noch nicht klar ist, was diese Firma überhaupt anbietet und wie du vom Angebot profitieren kannst? Mir schwillt da regelmäßig der Kamm &#8230; und KLICK, weg ist die Seite und ich surfe weiter. Du machst das mit Sicherheit ganz genau so. Doch bist du sicher, dass deine eigene Website nicht vielleicht auch einen Relaunch nötig hätte? Einen ersten Eindruck über den Zustand deiner Website kann dir dieser kleine Fragenkatalog* vermitteln. Zur Systematik:</p>
<ul>
<li>Wenn du alle Fragen mit <span style="color: #339966;"><strong>JA</strong></span> beantworten kannst, ist alles prima, denn deine Website entspricht noch den heutigen Standards.</li>
<li>Solltest du auch nur eine Frage mit<span style="color: #ff0000;"> <strong>NEIN</strong></span> beantworten müssen, solltest du schnell den Relaunch in Angriff nehmen.</li>
</ul>
<h4><strong>1. Passt sich deine Website automatisch an die verschiedenen Bildschirmgrößen an?</strong></h4>
<p>Wir alle surfen nicht mehr nur über den PC, sondern auch über das Smartphone oder das Tablet &#8211; Hoch- wie Querformat. Deshalb ist es heute zwingend notwendig, dass deine Website responsive ist, das heißt, dass sie sich automatisch an die verschiedenen Bildschirmgrößen anpasst (Bildgrößen, Textaufteilung oder Darstellung der Navigation.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />JA &#8211;</strong> alles prima ;o)</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6216" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/cross-157492_640-klein.png" alt="Rotes Andreaskreuz" width="30" height="33" />NEIN &#8211;</strong> Du solltest schnell einen Relaunch angehen, denn viele deiner Websitebesucher können auf deiner Seite <span id="more-12266"></span>nicht oder nur sehr unkomfortabel navigieren. Dazu kommt, dass Responsivität ein sehr wichtiger Rankingfaktor für Google ist &#8211; deine Seite wird also derzeit schlechter gefunden, weil sie nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entspricht.</p>
<h4><strong>2. Finden die User auf der Website schnell alle wichtigen Informationen?</strong></h4>
<p>Es gibt Unmengen von digitalen Inhalten und natürlich auch von Unternehmens-Websites. Wir alle surfen unter Zeitdruck, wollen schnell an die relevanten Informationen kommen und nicht lange suchen müssen. Der logische, userfreundliche Aufbau deiner Website ist also sehr wichtig, damit du die Besucher auch wirklich halten und neue Kunden und Auftraggeberinnen gewinnen kannst. Um das zu überprüfen, kannst du dir zum Beispiel folgende Fragen stellen: Sind deine Angebote schon auf der Startseite in der ersten Navigationsebene klar erkennbar &#8211; oder werden sie unter einem Navigationspunkt wie &#8222;Angebot&#8220; in vielen einzelnen Unterseiten präsentiert? Finden die Menschen auf jeder einzelnen Unterseite deine Kontaktdaten &#8211; oder werden Sie erst auf einer Kontaktseite fündig? Ist die Navigation klar und eindeutig und auf ganz wenige Ebenen beschränkt &#8211; oder müssen sich die User durch zig Unternavigationsebenen klicken, um zum Beispiel deine Referenzen zu finden? Sind deine Seiten klug untereinander vernetzt und lassen auch alternative Surfwege zu &#8211; oder kommen die User nur über die Hauptnavigation weiter?</p>
<p><strong><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />JA &#8211; </strong></strong>alles prima ;o)</p>
<p><strong><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6216" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/cross-157492_640-klein.png" alt="Rotes Andreaskreuz" width="30" height="33" />NEIN &#8211; </strong></strong>Du solltest schnell einen Relaunch angehen, denn viele User werden deine Website schnell wieder verlassen, weil sie die benötigten Informationen nicht schnell genug finden. Oder dich zum Beispiel gerne anrufen würden, aber auf den ersten Blick keine Kontaktdaten finden.</p>
<h4><strong>3. Kannst du deine Website selbst pflegen und zum Beispiel kleine Änderungen selbst durchführen?</strong></h4>
<p>Früher waren Websites oft &#8222;hart codiert&#8220;, das heißt, die Agenturen haben die Seiten direkt in HTML geschrieben. Dieser Aufzählungspunkt sieht in HTML zum Beispiel so aus: &#8222;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kannst du deine Website selbst pflegen und zum Beispiel kleine Änderungen selbst durchführen?&lt;/strong&gt;&lt;li&gt;&#8220;. Klar, dass nicht alle Menschen mit diesen Formatierungsbefehlen umgehen können und deshalb die Arbeiten lieber einer spezialisierten Agentur überlassen haben. Dazu kam, dass es gar nicht so viele Änderungen gegeben hat wie heute, da die meisten Websites wie eine Art digitale Visitenkarte funktioniert haben. Doch heute sollte eine Website regelmäßig aktualisiert werden, zum Beispiel mithilfe eines Blogs. Denn so weiß Google, dass dieses Angebot wächst und kann aufgrund der verwendeten Wortwolken die Website auch besser verorten &#8211; klar, mehr Inhalt, mehr Wissen.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />JA</strong> &#8211; alles prima ;o)</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6216" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/cross-157492_640-klein.png" alt="Rotes Andreaskreuz" width="30" height="33" />NEIN</strong> &#8211; Du solltest schnell einen Relaunch angehen, wenn du deine Website lieber selbst pflegen möchtest. Denn mit einem Content-Manangement-System wie WordPress ist das heute recht einfach &#8211; nach einer kleinen Einweisung kannst du Änderungen selbst durchführen. Am besten suchst du dir für den Relaunch einen Dienstleister, der sich bereit erklärt, dir die für dich wichtigen Funktionen des CMS zu erklären &#8211; und dir zumindest in der Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite steht.</p>
<h4><strong>4. Lädt deine Website schnell?</strong></h4>
<p>5 Sekunden vergehen für uns meist wie im Flug, doch im Internet entspricht eine solch lange Website-Ladezeit etwa 5.000 Jahren 😉 . Denn wir alle wollen schnell zum Ziel, 5 Sekunden summieren sich beim Surfen ganz fix zu Minuten &#8211; wichtige Arbeits- und Lebenszeit, die wir verschwenden, während wir auf Informationen warten. Und jetzt wird es kompliziert, denn es gibt viele Gründe für lange Ladezeiten: Sind die Bilder auf deiner Website fürs Internet optimiert worden? Schleppt dein CMS unnötigen Ballast mit sich herum wie gar nicht benötigte Plugins? Hast du einen alten Vertrag mit deinem Provider und kannst aus diesem Grund nicht Maximalspeed entwickeln? Die Schnelligkeit deiner Website kannst du auch mit dem<a href="https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/" target="_blank" rel="noopener"> Google-Tool PageSpeed Insights</a> testen &#8211; einfach Webadresse eingeben und auf &#8222;analysieren&#8220; klicken (meine eigene Seite hat noch Luft nach oben im Mobilbereich &#8211; wir sind dran 😉 ).</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6773" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/haken.jpg" alt="Grüner Haken - alles okay" width="30" height="30" />JA</strong> &#8211; alles prima ;o)</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6216" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/04/cross-157492_640-klein.png" alt="Rotes Andreaskreuz" width="30" height="33" />NEIN</strong> &#8211; Du solltest schnell die Überprüfung der Performance deiner Website angehen, denn im Moment sorgst du für Frusterlebnisse bei deinen Besuchern. Die Gründe für das Schneckendasein deiner Seite können vielfältig sein: Manchmal reichen ein paar Änderungen im Backend und die Optimierung der Bilder. Doch in anderen Fällen muss die Seite komplett neue aufgesetzt werden, um die heute nötigen Ladegeschwindigkeiten zu erreichen.</p>
<p>Du hast alle Fragen ja JA beantwortet? Herzlichen Glückwunsch, das ist super 😉</p>
<p>Wenn du nun ganz auf Nummer sicher gehen willst, habe ich noch ein paar kleine Hinweise für dich:</p>
<ul>
<li><strong>Ist deine Seite verschlüsselt?</strong> Du erkennst das in der Browserzeile: Wenn links ein grünes Schloss angezeigt wird und deine Websadresse mit https beginnt, dann sendest du Daten in einer 128-bit-Verschlüsselung durchs Netz und schützt deine User vor unangenehmen Folgen wie Datenklau etc.</li>
<li><strong>Rufen dich oft Interessenten an und sagen: <em>&#8222;Ich habe Sie im Internet gefunden?&#8220;</em></strong> Dies ist ein Hinweis darauf, dass deine Website gut sichtbar ist und verständliche Inhalte hat. Wenn du findest, dass du diesen Satz nicht oft genug hörst, aber alle anderen Fragen mit JA beantwortet hast, solltest du einfach mal nachfragen, wie dich die Anrufenden gefunden haben. Die Geschichten, die man dann hört, sind manchmal sehr spannend 😉</li>
<li><strong>Kannst du die Texte auf deiner Seite flüssig laut vorlesen?</strong> Laut lesen ist ein toller Test zur Qualität deiner Websitetexte. Wenn du sie dir selbst laut vorlesen kannst ohne zu stocken, dann hast du schon einen großen Schritt erledigt in Sachen gut lesbarer Texte. Weitere Tipps zur Optimierung deiner Website-Texte findest du in meinem <a href="https://www.christagoede.de/texten-fuers-web/" target="_blank" rel="noopener">Blogbeitrag &#8222;Texten fürs Web&#8220;</a>.</li>
<li><strong>Ist deine Seite gut mit den Sozialen Netzwerken vernetzt? </strong>Wenn du datenschutzsichere Plugins in deine Website integriert und deine Seite mit deinen Auftritten in Social Media vernetzt hast, ist alles prima. Am besten liest du diesen <a href="https://de.ryte.com/magazine/social-plugins-und-datenschutz-eine-rechtliche-orientierungshilfe-fuer-online-haendler" target="_blank" rel="noopener">interessanten Blogbeitrag vom Ryte Magazine</a> und checkst Stück für Stück, ob deine Website den Datenschutz-Vorgaben entspricht. Dort findest du auch Hinweise auf datenschutzkonforme Plugins.</li>
<li><strong>Passen die Inhalte deiner Website perfekt zu deinem derzeitigen Angebot?</strong> Wir kleinen und mittelständischen Unternehmer schärfen in einem ständigen Prozess unser Angebot, erschließen neue Zielgruppen und passen unser Angebot an neue Herausforderungen an. Wichtig ist, dass du auch deine Website zeitnah an die veränderten Rahmenbedingungen anpasst, damit Interessenten direkt von deinen neuen Angeboten erfahren.</li>
</ul>
<p>Wieder alles mit JA beantwortet? Wow, das ist famos. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner tollen Website!</p>
<p><em>* Eine wichtige Ergänzung: Diese Checkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie dient lediglich dazu, dir einen ersten Eindruck vom Zustand deiner Website zu vermitteln. Denn es gibt noch etwa drölfzig Millionen weitere Gründe, warum eine Website gut oder weniger gut ist. Am besten suchst du dir also kompetente Unterstützung 😉</em></p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
<p><div class="cg-box"><div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6715 size-thumbnail" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg" alt="Christa Goede" width="180" height="180" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 190w,   https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/06/Xing.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px"></div><div><p>Du suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.<br>Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.</p>
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		<title>Digitale Diskussionen</title>
		<link>https://www.christagoede.de/digitale-diskussionen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2017 05:56:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Know-how]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Counterspeech]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Miteinander reden]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>5 Thesen, warum wir in Social Media nicht miteinander reden können. Ich bin ein großer Fan von Social Media und überhaupt diesem Dings, das Internet heißt. Denn nie war es so einfach, Informationen zu suchen, zu bekommen und zu teilen. Und noch nie war es so einfach, sich global zu vernetzen, Unterstützung für ein Projekt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>5 Thesen, warum wir in Social Media nicht miteinander reden können.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12202" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/08/Zwei-Samurais-web.jpg" alt="Zwei Samurais belauern sich" width="400" height="210" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/08/Zwei-Samurais-web.jpg 600w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2017/08/Zwei-Samurais-web-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ich bin ein großer Fan von Social Media und überhaupt diesem Dings, das Internet heißt. Denn nie war es so einfach, Informationen zu suchen, zu bekommen und zu teilen. Und noch nie war es so einfach, sich global zu vernetzen, Unterstützung für ein Projekt zu finden oder Menschen für bestimmte Themen zu begeistern. Doch je intensiver ich mich mit der digitalen Entwicklung auseinandersetze, um so mehr merke ich, dass wir dort eins nicht können: miteinander reden.</p>
<p>Ganz gleich, ob in der Familien-WhatsApp-Gruppe, in der Facebook-Gruppe zum Thema Hatespeech oder auf den verschiedenen Fanpages der großen Tageszeitungen, auf denen tagtäglich Wutbürger ihren Hass auskotzen &#8211; nur selten finden dort tiefe, ernsthafte Diskussionen statt, die vielleicht nicht unbedingt zu einem gemeinsamen Konsens finden, aber aus dem Menschen trotzdem zufrieden, mit mehr Wissen und vor allem unbeschädigt hervor kommen. Vielmehr empfinde ich es so, dass für viele Menschen Social Media eine Art Arena ist, in der es nur darum geht, den Gegner möglichst umfänglich platt zu machen. Und das auch gerne mit ekelhaften Methoden wie persönlichen Angriffen oder Beleidigungen. Was ein Glück sieht die Bilanz in meinen Face-to-Face-Gesprächen ganz anders aus!</p>
<p>Doch woran könnte das liegen, dass wir in Social Media nicht miteinander reden können? Ich habe mal 5 Thesen aufgeschrieben, die<span id="more-12190"></span> ganz bestimmt nicht fertig gedacht sind &#8211; aber dich vielleicht dazu anregen, selbst darüber nachzudenken:</p>
<h4>1. Wir vermissen die visuelle Komponente im Gespräch.</h4>
<p>Nein, ein Emoji ersetzt Körpersprache nicht, auch wenn wir uns das alle wünschen und in den Sozialen Netzwerken dazu animiert werden, diese reichlich zu benutzen. Ein Beispiel: Ein Smiley mit einem gerade gestellten Mund &#x1f610; zeigt uns nicht, ob dieser Gesichtsausdruck nun eher skeptisch oder sogar schon böse gemeint ist oder einfach nur Neutralität signalisieren soll &#8211; wir wissen einfach nicht sicher, in welcher emotionalen Lage sich unser Gegenüber gerade befindet! Ganz anders ist das in einem persönlichen Gespräch, wo uns neben den Worten noch die Stimmlage und noch die Mimik zur Verfügung stehen, um mit anderen zu kommunizieren. Im Netz bleibt uns da nur die Interpretation: Wir verbinden die Worte mit den Emojis und unseren eigenen Erfahrungen und Gefühlen &#8211; und schwupps &#8211; ist das Missverständnis da. Auf Facebook ist zum Beispiel immer wieder die Diskussion zu beobachten, warum Menschen traurige Postings liken, denn der hochgestellte Daumen ist ja für die meisten Menschen für positive Emotionen reserviert &#8211; doch es gibt auch Leute, die den Daumen als Zeichen benutzen, dass sie diesen Text gelesen haben. Und schon geht die nächste Verbalschlacht um die Deutungshoheit von Emojis los &#8230;</p>
<h4>2. Wir interpretieren geschriebene Worte anders als gesprochene.</h4>
<p>Geschriebene Worte haben etwas Endgültiges &#8211; schließlich wissen wir alle noch zu genau, wie mühselig es früher war, einen Schreibfehler im Schulheft zu beseitigen. Und so gehen wir automatisch davon aus, dass das getippte Statement nun wirklich etwas Durchdachtes ist. Doch in Wirklichkeit ist es vielleicht nur ein flüchtiger Gedanke, den der Absender in den nächsten 10 Minuten gerne wieder korrigieren möchte? Im persönlichen Gespräch kriegen wir hier schnell die Biege, in dem wir noch mal Bezug auf unsere Ursprungsformulierung nehmen. In Social Media ist das schwierig, denn gerade in hitzigen Diskussionen liegen vielleicht schon 50 Postings zwischen dem neuen Statement und dem alten, nicht ganz korrekten Gedanken. Außerdem diskutiert man hier oft in einem Strang mit verschiedenen Personen und unterschiedlichen Themenbereichen &#8211; da ist es manchmal schwierig, überhaupt den Überblick zu behalten und die richtigen Menschen in den Antwortbeiträgen zu markieren.</p>
<h4>3. Wir erwarten etwas Schlechtes von unserem Gegenüber.</h4>
<p>Oft sind wir anderen Menschen gegenüber von vorneherein skeptisch eingestellt, so nach dem Motto: &#8222;Die tippt auf der Fanpage von Krawallblättern, die muss irgendwie blöde sein!&#8220; Und schon befinden wir uns in einer Abwehrhaltung und können selbst nicht mehr neutral schreiben. Auch das Umfeld färbt auf uns ab: Es fällt uns unglaublich schwer, in einer vom stumpfen Hass durchzogenen Wutbürger-Atmosphäre noch ruhig und gelassen zu bleiben und die getippten Worte unseres Gegenübers wirklich zu verstehen. Noch dazu haben wir nur wenig Zeit, denn gerade wenn es hitzig zu geht, kommen viele Postings hintereinander, zu denen wir alle etwas zu sagen hätten. Doch auch in weniger brenzligen Foren geraten Menschen immer wieder aneinander wegen verschiedener Erwartungshaltungen oder auch, weil Worte anders wirken, als wir sie gemeint haben.</p>
<h4>4. Wir denken schneller als wir tippen.</h4>
<p>Die meisten von uns tippen sehr schnell &#8211; und doch funktioniert unser Hirn noch schneller. Und so passiert es uns, dass unsere getippten Argumentationsketten mehr Löcher aufweisen als die gesprochenen. Uns selbst mag das Posting noch logisch erscheinen, weil wir eben die nicht getippten Gedanken kennen, doch unserem Gegenüber bleibt nur ein: HÄÄ? Denn es fehlen einfach zu viele Zwischenschritte, die wir eben nicht aufschreiben konnten, weil selbst die schnellsten Schnelltippenden nicht schnell genug tippen. Noch dazu muss man in Social Media die Leute praktisch ausreden lassen, denn einen Posting-Tippvorgang kann man von außen nicht unterbrechen &#8211; ganz im Gegensatz zu einem direkten Gespräch, wo man direkt nachfragen kann in der Sekunde, in der die Worte den Mund verlassen haben.</p>
<h4>5. Wir diskutieren unter Zeitdruck offensiver.</h4>
<p>Kaum jemand von uns hat Zeit, stundenlang im Social Web zu diskutieren. Und so werfen wir hier ein paar Sätze ein und platzieren dort ein Statement &#8211; und dann sind wir auch schon wieder weg. Wir versuchen gleichzeitig, in wenigen Worten möglichst viel zu sagen und geraten so wieder in die &#8222;Wir-denken-schneller-als-wir-tippen&#8220;-Falle. Noch dazu ist uns dann auch öfter mal die Reaktion der anderen im Diskussionsstrang total egal, weil wir ja eh keine Zeit haben, das alles zu lesen. Diese wenig wertschätzende Sicht auf unser Gegenüber verführt uns, Postings schärfer zu formulieren, als sie eigentlich gemeint waren &#8211; wir lesen das Echo ja ohnehin nicht mehr, weil wir gleich einen wichtigen Termin haben und bis heute Abend haben wir das eh wieder vergessen.</p>
<h3>Und nun? Wie geht&#8217;s weiter?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7304 alignright" src="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/09/Explosion.jpg" alt="Explosion" width="250" height="189" srcset="https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/09/Explosion.jpg 644w, https://www.christagoede.de/wp-content/uploads/2014/09/Explosion-300x226.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" />Hm &#8230; schwierig. Ich selbst tappe in alle 5 Fallen und das immer wieder und immer wieder &#8211; in persönlichen Gesprächen hingegen passiert mir das eher selten. Aber im Social Web gehe ich ab wie eine Rakete bei absoluten Formulierungen wie: &#8222;Alle Frauen sind XY, und alle Männer sind YZ&#8220;. Unterstellungen und Interpretationen meiner getippten Worte kann ich auch überhaupt nicht leiden &#8211; im realen Leben würde ich aber nachfragen und zum Beispiel formulieren: &#8222;Verstehe ich dich gerade richtig, dass du &#8230; meinst?&#8220;</p>
<p>Doch in Social Media gelingt mir das nicht &#8211; und zwar nicht wegen der fünf Thesen oben, sondern auch aus strukturellen Gründen. Denn der Aufbau der Postings in den Sozialen Netzwerken verschärft die konfrontative Situation noch: Facebook lässt zum Beispiel nur zwei Gesprächsebenen zu (Kommentieren und Antworten), aber eine unbegrenzte Anzahl an Diskutanten. Kein Wunder, dass es da öfter mal knallt. Wenn wir wild durcheinanderreden, können wir auch Face to Face nicht diskutieren.</p>
<p>Doch wie können wir das alles ändern? Ganz fix vermutlich gar nicht. Aber wir können uns selbst sensibilisieren für unsere eigene Schreibe, an uns selbst arbeiten. Und vielleicht einfach &#8230; tja, keine Ahnung. Ich denke weiter drüber nach. Und was macht ihr?</p>
<pre>Bildquellenangabe: <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></pre>
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