Texten fürs Web: Webtexte schreiben ist Beziehungsarbeit!

Texten fürs Web ist immer Beziehungsarbeit

Beim Texten fürs Internet solltest du eins immer im Hinterkopf haben: Gute Website-Texte sind das Mittel, mit dem du deine Kunden und Interessentinnen im Internet erreichst. Sie sind also viel mehr als Futter für die Suchmaschinen. Doch in vielen Fällen funktionieren Homepages leider immer noch so: „Klick, die Website öffnet sich. Mein Auge wandert über die Seite, erfasst Bilder, Layout und erste Textfragmente. An einigen Stellen bleibe ich hängen. Andere hingegen überfliege ich nur. Gewünschte Information ratzfatz gefunden? Nein. Klick, die nächste Seite öffnet sich. Mein Auge wandert über  …. usw.“ Kennst du das? Ganz bestimmt! Denn nach dieser Systematik erfassen wir Inhalte, während wir surfen. Schließlich ist das Internet unser schnellstes Informationsmedium. Wir wollen möglichst fix zu den gewünschten Inhalten kommen. Finden wir sie nicht auf Anhieb, surfen wir weiter.

Dieses sprunghafte, ja geradezu untreue Verhalten solltest du unbedingt beachten, wenn du Texte fürs Internet schreibst. Ganz egal, ob du für ein Blog, eine Website oder ein Online-Magazin textest. Denn mit ein paar kleinen Kniffs kannst du deine Leserinnen und Leser erheblich vergrößern. Vielleicht entwickeln diese sogar eine richtige Beziehung zu dir! Damit es richtig gut funktioniert mit dem Texten fürs Web habe ich ein paar Tipps für dich zusammengestellt:

Texten fürs Web: die Verpackung macht’s.

Wir alle wünschen uns ein attraktives Äußeres für uns selbst und unserem Gegenüber. Und genauso wünschen wir uns auch einen bestimmten Look bei den Texten fürs Internet. Gepflegt soll er daher kommen und gut aufgebaut soll er sein. Denn wir alle bevorzugen gut strukturierte Texte, die wir quer lesen und schnell erfassen können. Und wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen brauchen wir bereits bestehende tiefe Bindungen, um dem Absendenden eine zweite Chance zu geben. Besteht diese intensive Bindung nicht, bedeutet verbockt häufig final verbockt. Diese Leserinnen und Leser sind verloren. Um also den sprunghaften, eiligen Menschen das Lesen deiner Inhalte zu erleichtern, solltest du deinen Content adrett verpacken:

  • Einfache, klare Sprache in kurzen, verständlichen Sätzen – erleichtere das Lesen so umfassend wie möglich.
  • Botschaft nach oben – dieser Aufbau erhöht die Chance, dass die wichtige Aussage sofort erfasst wird.
  • Überschriften, Zwischenüberschriften – Headlines geben dem Text die nötige Struktur. Denn das Auge findet Anker, die zum Verweilen einladen.
  • Absätze – eine bis maximal zwei Botschaften pro Absatz reichen vollkommen.
  • Satzzeichen – Gedankenstriche, Semikolons oder Doppelpunkte erleben im Web eine Renaissance. Zu Recht!
  • Aufzählungen – klare Aufzählungen mit gut strukturierten Inhalten sollten dein Markenzeichen werden.
  • Fettungen – nutze die optische Hervorhebung der Kerninhalte präzise. Aber bitte auch sparsam.
  • Trennungen – das viel gepriesene Donau-Dampfschifffahrts-Kapitänspatent lässt sich gekuppelt mit zwei Bindestrichen gleich viel besser lesen.

Kursive Schriftarten solltest du der wörtlichen Rede oder Zitaten vorbehalten. Und Unterstreichungen dienen im Web allgemein dazu, Links kenntlich zu machen. Bitte nutze diese Formatierungen nicht, um „einfach nur“ Text hervorzuheben.

Der Extratipp: Deine Kernbotschaft/die wichtigste Aussage platzierst du am besten in einem schicken Infokasten im Text. Die Menschen werden diesen zusätzlichen optischen Anker mit einer längeren Verweildauer belohnen. Ganz sicher.

Texten fürs Internet: auf den Charakter kommt es an.

Ja, die inneren Werte zählen im Internet selbstverständlich auch. Doch erst, wenn die attraktive Verpackung Gefallen gefunden hat. Voraussetzung ist natürlich, dass du in deinen Texten fürs Internet wirklich etwas zu sagen hast, was deine Besucherinnen und Besucher interessiert. Oberste Priorität haben sie aber immer: Versetze dich in deine Zielgruppe. Und überlege genau, welche Inhalte diese wertig und sinnvoll finden würden:

  • Relevante Inhalte – stelle sicher, dass die Inhalte Mehrwerte für deine Leser bieten.
  • Keywords – nein, du schreibst keine Texte für Suchmaschinen. Aber es lohnt sich trotzdem, die wichtigsten 2-3 Keywords in Überschriften und Deeplink zu platzieren.
  • Aktive Formulierungen – schreibe lebhaft, auffordernd und in einer positiven Grundhaltung. Gerne auch witzig, wenn es zu dir und deinem Vorhaben passt.
  • Inhaltliche Wiederholungen – schreibe jeden Text als wäre es dein einziger zu diesem Thema. Setze nicht voraus, dass sich andere Leute bereits auskennen.
  • Verlinkungen – biete Links zu anderen Inhalten ähnlicher Themenbereiche an. Innerhalb des Textes genauso wie gesammelt am Ende.

Extratipp: Wahre Text-Könnerinnen und Schreib-Meister versehen jeden Text noch mit einer persönlichen Note. Hierfür eignen sich zum Beispiel wiederkehrende Formulierungen. Oder eine bildreiche Sprache sowie ein eigener, authentischer Sprachstil. Oder du erzählst Geschichten. Denn die können wir Menschen uns ohnehin viel besser merken! Doch auch ohne diese ganz Hohe Schule kannst du gute Ergebnisse erzielen. Dazu musst du aber das Schreiben deiner Texte als echte Beziehungsarbeit betrachten. Ja, ich weiß, das ist anstrengend. Ja, ich weiß auch, dass das seine Zeit braucht.  Aber du wirst reich belohnt für dein Engagement. Das weiß ich aus eigener Erfahrung ;-)

Dein Ziel: viele Leserinnen und Leser.

Du siehst: Mit diesen Tricks machst du sprunghafte „One-Visits“ zu wiederkehrenden Leserinnen und Lesern. Du wirst also die Menschen finden, die deine Inhalte lesen und verstehen. Und im Idealfall sogar weiter verbreiten!

Welche Tipps hast du auf Lager, mit denen du Menschen an deine Website bindest?

 Bildquellenangabe: Pixabay

Christa GoedeChrista Goede steckt viel Herzblut und noch mehr Fachwissen in digitale Unternehmensauftritte: Mit individuellen Texten und Konzepten gestaltet sie Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Ihre Erfahrung und ihr Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teilt sie hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen.

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11 Kommentare zu „Texten fürs Web“

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