Struktur, Aufbau, Inhalte: 11 Tipps, mit denen du deine Website zu einer erfolgreichen Website machst.
„Gut bei Google gefunden werden!“. Genau das antworten die meisten meiner Kundinnen und Kunden, wenn ich nach dem Sinn und Zweck ihrer Website frage. Doch dieses Gut-gefunden-werden ist nicht mal die halbe Miete, wenn es um eine erfolgreiche Website geht! Denn was nutzt es dir, wenn du zwar im Internet gut gefunden wirst? Doch wenn die Menschen auf deiner Website mühselig nach deinen Kontaktdaten suchen müssen? In diesem Blogbeitrag habe ich 11 Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Website in Inhalt und Struktur optimieren kannst:
1. Die Startseite – das Wichtigste nach vorn
Ein Introtext wie „Herzlich willkommen bei Unternehmen YX“ ist so was von 1980. Besser steigst du mit einem Elevator-Pitch in deine erfolgreiche Website ein. Also einer Kurzbeschreibung dessen, was du anbietest. Und natürlich, was deine Kundschaft davon hat. Dazu beantwortest du dir idealerweise drei Fragen:
- Wer bist du?
- Was haben die Kunden/Interessentinnen von deinem Angebot?
- Was macht dein Angebot so besonders? In fachlicher UND in emotionaler Hinsicht?
Ja, ich weiß, das ist richtig schwer! Besonders dann, wenn du das alles in maximal drei Sätzen zusammenfassen sollst, um mit deiner Webseite erfolgreich zu sein. Aber dein Einsatz lohnt sich! Denn bei den meisten klassischen Websites entscheidet sich auf der Startseite, ob Menschen dort bleiben und weiterlesen. Oder ob sie lieber weitersurfen. Vielleicht hilft dir dieser Blogbeitrag weiter: „Die Schaufenster-Strategie: Was gehört auf die Startseite deiner Website?“
EXTRATIPP: Meiner Erfahrung nach ändert sich der Elevatorpitch öfter. Denn dein Angebot ändert oder schärft sich. Ich habe deswegen zweimal im Jahr ein Date mit meinem Elevatorpitch. Dann prüfe ich ihn auf Herz und Nieren. Und überarbeite ihn gegebenenfalls. Vielleicht setzt du dir auch einfach einen festen Termin für diese Arbeiten? Bei der Gelegenheit kannst du dann auch deine gesamte Website überprüfen. Damit deine Webseiten erfolgreiche Webseiten bleiben.
2. Der Kontakt – wie bist du zu erreichen?
Ganz wichtig und leider immer noch gerne vergessen: die Absenderkennung und die möglichen Kontaktwege gleich auf der Startseite. Wer ist der Absender? Wie erreiche ich die Absenderin? Telefonnummer, E-Mail-Adresse und deine Social Media-Auftritte platzierst du am besten oben rechts auf deiner erfolgreichen Website. Denn wir alle haben gelernt, dass wir dort wichtige Dinge wie einen Warenkorb finden. Unser Blick geht also automatisch dorthin. Hier sind deine Kontaktdaten optimal aufgehoben.
EXTRATIPP: Die Kontaktdaten und deine bevorzugten Sozialen Netzwerke sollten so in die Website eingebaut werden, dass sie sich automatisch auf jeder einzelnen Unterseite an möglichst gleicher Stelle wiederfinden. Zum Beispiel oben rechts oder unten im Fuß der Website. Das spart dir zum einen den riesigen Pflegeaufwand, wenn sich etwas ändert. Und zum anderen finden die Leser der Website diese wichtigen Daten immer am selben Ort.
3. Die richtigen Worte – je präziser, desto besser
Was nutzt einem Saarbrücker Bauunternehmen, das kleine Mehrfamilienhäuser plant und errichtet, eine gute Suchmaschinen-Platzierung bei den Worten „Zementmischer leihen“? Sinnvoll ist hier eine Suchwortkombination wie „Bauunternehmen Mehrfamilienhaus Saarbrücken“. Achte also beim Schreiben der Texte für deine erfolgreiche Website darauf, dass du dich in einer passenden Wortwolke bewegst. Also mit den Worten arbeitest, mit denen du Interessenten in einem persönlichen Gespräch dein Angebot erklärst.
EXTRATIPP: Mir hilft es bei der Recherche, meinen Kundinnen und Kunden genau zuzuhören. Warum genau haben sie mich kontaktiert? Welche Worte nutzen sie dafür? Manchmal frage ich auch direkt nach, wie sie auf mich gekommen sind. Denn mit diesen Informationen kann ich dann meine Website weiter anpassen. Und sie noch attraktiver für meine Wunschkundschaft gestalten.
4. Die Navigation – klare Benennung
Verschwurbeltes Zeugs solltest du auf deiner Website auf jeden Fall vermeiden. Das gilt ganz besonders für die Navigationspunkte. Denn wer mag schon Wegweiser, die er nicht auf einen Blick versteht? Aber auch Benennungen wie „Angebot“ oder „Leistung“ sind nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, denn sie sind zu beliebig. Doch manchmal lassen sich derartig pauschale Beschreibungen nicht vermeiden. Zum Beispiel dann, wenn du mehrere Angebote hast und diese aus Platzgründen unter einem Navigationspunkt zusammen fassen möchtest.
Umso wichtiger ist hier, dass der inhaltliche Kontext stimmt! Mach schon auf der Startseite deiner erfolgreichen Website klar, dass es sich zum Beispiel um ein Saarbrücker Bauunternehmen für Mehrfamilienhäuser handelt. Dann wissen die Leserin oder der Leser schon, aus welchem Bereich die Angebote des Unternehmens kommen.
5. Texte strukturieren – alles fürs Querlesen
Wir alle haben heute ja überhaupt keine Zeit mehr 😉 Deswegen ist es wichtig, dass du deinen Website-Gästen die wichtigen Inhalte auch optisch gut strukturiert servierst. Überschriften und Zwischenüberschriften, logische Absätze, Aufzählungspunkte – all diese Dinge machen es den Lesern leicht, die Texte deiner erfolgreichen Website zu erfassen. Eine detailreiche Anleitung findest du in diesen beiden Blogbeiträgen: 7 Tipps für gute Texte und Webtexte richtig aufbereiten.
EXTRATIPP: Testleserinnen und Testleser sind super! Frag doch einfach Menschen aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis, ob sie deine Texte lesen und dir Feedback geben. Du hast Kundinnen und Kunden, mit denen du ein tolles, vertrauensvolles Verhältnis hast? Sie sagen dir bestimmt auch, was sie über deine Texte denken.
6. Über uns – das sehr persönliche Sahnehäubchen
Bei den meisten digitalen Unternehmensauftritten müssen wir Leserinnen und Leser schon sehr mutig sein, wenn wir auf die so wichtige Seite „Über uns“ klicken. Denn dort warten oft langweilige Floskel-Ansammlungen, unverständliches Branchen-Kauderwelsch oder gruselige Übertreibungs-Wüsten. Besser machen kannst du es, wenn du hier deine Geschichte erzählst. Warum machst du das, was du auf dieser Website anbietest? Was hat dein Angebot mit dir, deinem Leben und deiner Persönlichkeit zu tun? Lege bei den Texten also eher Wert auf die Story und die emotionalen Vorteile. Und höre auf, dich auf technische Details oder Superlativen zu konzentrieren. Und am besten erzählst du diese Geschichte in deinen eigenen Worten. Wie ein Lautschreiber, sozusagen.
EXTRATIPP: Die Über-mich- oder Über-uns-Seite ist die Webseite, deren Text zumeist viel Zeit in Anspruch nimmt. Doch sie ist auch eine der Seiten, die in hoher Zahl angeklickt werden. Es lohnt sich also, wenn du dich hier richtig bemühst. Und dich sichtbar machst in diesem Text? In diesem Blogbeitrag findest du die Gründe dafür: „Persönlichkeit auf der Website? Ja, es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr!“
7. Authentizität – sei du selbst
Es gibt viele Methoden, wie du Authentizität in deine Website bringen kannst: Eine recht einfache ist, dich und deine Angestellten auf persönliche Art und Weise zu präsentieren. Natürlich inklusive sympathischen Foto. Und vielleicht einem kleinen Zitat, das sich direkt auf dein Angebot bezieht? Geht im Unternehmen stets die gleiche Person ans Telefon? Prima, stelle sie im Kontaktbereich deiner erfolgreichen Website vor! Denn wir alle wissen gerne, wie unser Gegenüber aussieht, wenn wir mit jemandem telefonieren.
Und auch sprachlich kannst du hier viel erreichen, indem du in der Wortwelt bleibst. Also den Worten, die du auch nutzt, wenn du persönlich mit deinen Kundinnen und Interessenten sprichst. Hand aufs Herz: Dieses glatt geschliffene, austauschbare Business-Bullshit-Bingo langweilt uns alle! Und wenn du ein Einzelselbstständiger oder Einzelunternehmerin bist, dann schreib das auch so. Dass du dich hinter dem größeren „WIR“ versteckst, fällt der Kundschaft sowieso über kurz oder lang auf. 😉 Mehr Tipps zu authentischen Texten findest du in meinem Blogbeitrag: „Authentischer Text: Was ist das? Wie geht das?“
EXTRATIPP: Du weißt nicht so genau, welche Worte zu wählst, um deine Angebote zu beschreiben? Dann hör dir doch einfach mal selbst zu! Du kannst mit einer Smartphone-App einfach aufnehmen, was du sprichst.
8. Referenzen – was sagen andere?
Glückliche und zufriedene Kundinnen und Kunden sind die allerbeste Werbung, die wir Selbstständige haben können! Doch leider kommt dieses wichtige Marketinginstrument auf vielen Websites gar nicht vor! Oder noch schlimmer: „Ich werde immer wieder bauen mit der Firma XY, denn alles ist super gelaufen! – Sabrina F.“ (F. wie Fake, denn Sabrina wird auch noch mit einem eindeutig erkennbaren Stockfoto dargestellt). Gerade bei Bauunternehmen gibt es nachvollziehbare Referenzprojekte, die auf deiner erfolgreichen Website umfangreich dargestellt werden könnten. Natürlich versehen mit den Stimmen der glücklichen Wohnungseigentümer oder Hausbesitzerinnen.
EXTRATIPP: Sprich deine Kundschaft darauf an, ob sie dir eine Referenz für deine Website schreiben. Wenn du diese Menschen mit deiner Arbeit und deinen Angeboten glücklich und zufrieden gemacht hast, schreiben Sie dir meiner Erfahrung nach sehr gerne eine für deinen digitalen Auftritt so wichtige Referenz.
9. Wo arbeitest du – regional, national oder international?
Wenn du Dienstleistungen oder Produkte ausschließlich in einer festen Region anbietest, solltest du diese auch ganz klar benennen. Formulierungen wie „Das Saarbrücker Bauunternehmen XY“ oder „der im Saarland ansässige Bauspezialist für Mehrfamilienhäuser XY“ sind für eine erfolgreiche Website notwendig. Denn sie zeigen Suchmaschinen sowie Leserinnen und Lesern, dass dieses Unternehmen sein Angebot ausschließlich regional offeriert.
EXTRATIPP: Mit Einträgen bei Google Business oder Yelp kannst du den regionalen Bezug deines Unternehmens noch unterstreichen. Das solltest sogar auf jeden Fall tun, wenn du ein Ladengeschäft oder ein Restaurant hast.
10. Wiederholungen – die Gratwanderung
Ja, wir alle müssen Inhalte öfter mal wiederholen innerhalb einer Website. Denn wir wissen nicht, was genau beim Querlesen erfasst und was nicht. Deswegen schadet es nicht, die wichtigsten Infos gleich an mehreren Stellen auf der erfolgreichen Website zu platzieren. Zum Beispiel, dass das Bauunternehmen in Saarbrücken angesiedelt ist. Und sich auf den Bau von Mehrfamilienhäusern spezialisiert hat.
EXTRATIPP: Bitte flechte diese inhaltlichen Wiederholungen aber geschickt ein. Denn einen Satz wie „Das Saarbrücker Bauunternehmen, das seinen Firmensitz in Saarbrücken hat, baut in Saarbrücken Mehrfamilienhäuser.“ möchte wirklich niemand lesen. Da sind wir uns bestimmt einig. 😉
Du brauchst mehr Tipps für den Auftrau deiner Werbetexte? Schau doch mal in meinem Blogbeitrag „Werbetexte schreiben: Du, ich hab da mal ein Problem. Oder doch einen Brotkasten?“ vorbei.
11. Rechtliches – das superwichtige Kleingedruckte
Bitte beachte, dass Impressum und Datenschutzerklärung auf jeder einzelnen Unterseite erreichbar sein müssen. Und zwar mit nur einem Klick. Am besten platzierst du diese Inhalte im Footer oder der Fußzeile deiner Website. Denn so sorgst du dafür, dass diese Elemente immer auf jeder einzelnen Webseite vorhanden sind. Auf dem PC genauso wie auf dem Smartphone oder Tablet.
Du siehst: Um eine gute Platzierung in den Suchmaschinen zu erreichen, gibt es eine Vielzahl von Methoden und Strategien. Etwa aus den Bereichen Suchmaschine, Technik oder Inhalt. Denn unterm Strich zählt nur das Resultat: viele Klicks. Viele Anrufe. Und natürlich viele Aufträge oder Bestellungen! Das ist es, was deine Website zu einer erfolgreichen Website macht.
Bildquellenangabe: pixabay

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Hallo Christa,
ein glasklarer, noch mal alles auf den Punkt bringender Artikel! Danke.
Für mich persönlich ist Punkt 7 sehr wichtig, denn ohne Authentizität geht man im Einheitsbrei des Webs leicht unter. Zu Punkt 5, der ja mein Themengebiet berührt, möchte ich noch ergänzen, dass neben der guten Struktur auch der Schreibstil sehr wichtig ist. Aber dazu gibt es von dir ja auch
einiges hier im Blog, wie ich gesehen habe. 🙂
Viele Schreibgrüße
Gabriele
Hallo Gabriele,
ja, der Schreibstil ist auch wichtig – er sollte vor allem authentisch sein, meiner Meinung nach ;o)
Liebe Grüße sendet
Christa
Hallo Christa!
absolut interessant geschrieben und kann gar nicht oft genug wiederholt werden, denn leider nur zu oft passiert es, daß die Seiten überladen werden und man beim Stöbern den totalen Überblick verliert. Was ich hier noch etwas vermisse ist Optimierung für die kleinen Geräte sprich der Einsatz von sog. von responsiven Designs wird immer wichtiger um bei Google im Ranking zu bleiben.
lieben Gruß
Gerald
Hallo Gerald,
erst mal danke für deinen Input – ja, das responsive Design ist sehr wichtig!
Ich habe dazu etwas in einem anderen Blogbeitrag geschrieben: https://www.christagoede.de/warum-neue-website/
Liebe Grüße sendet
Christa
Hallo Christa!
Sehr guter und informativ geschriebener Artikel. Content wird immer wichtiger. Das führt leider oft auch dazu, dass viele kleine und an sich gut strukturierte Seiten plötzlich an Sichtbarkeit verlieren, weil keine Ressourcen für umfassenden Content verfügbar sind.
Neben den Inhalten gibt es aber eine Menge andere Faktoren, die auch noch mit ins Ranking einfließen. Responsive Design, Schnelligkeit der Webseite, usw.
Keep up the good work!
Grüße
Jonas
Hallo Jonas,
danke für das Lob und deine Ergänzungen ;o) Ja, es ist immer ein Gesamtpaket – eins, das viel Geld und Zeit kostet.
Liebe Grüße sendet
Christa