Authentischer Text: Was ist das? Wie geht das?

Ja, ich weiß, der Begriff „Authentizität“ gehört für viele in die gruselige Buzzword-Ecke. Meiner Meinung nach aber zu Unrecht! Denn der Begriff ist dort nur deshalb gelandet, weil sich so viele drauf gestürzt haben – ohne zu verstehen, was Authentizität, authentisch schreiben und damit authentischer Text überhaupt bedeuten. Dabei ist Authentizität meiner Meinung nach in deiner Website, in deinem Newsletter und natürlich auch in der Messebroschüre superwichtig. Ganz besonders dann, wenn du Freiberuflerin oder Einzelselbstständiger bist. Denn schließlich möchtest du als Person mit deinem Unternehmen sichtbar werden!

Doch warum ist authentisch schreiben so bedeutsam? Und wie geht das? Dazu müssen wir zu Beginn eine Frage klären:

Was ist eigentlich ein authentischer Text?

Eigentlich ist das ganz einfach: Ein authentischer Text ist einer, der zu der Person passt, die ihn schreibt oder veröffentlicht. Nichts Schleimiges, außer du bist eine Schnecke. Nichts Aalglattes, außer du bist ein Aal. Und natürlich auch nichts Knallhartes, außer du bist Chuck Norris himself. ;-)

Jede Persönlichkeit besteht aus vielen Facetten. Manche deiner Eigenschaften sind relevant für deine Selbstständigkeit, andere hingegen haben dort nichts zu suchen. Denn Authentizität bedeutet nicht, dass du dich komplett nackig machen musst. Und jede deiner Marotten und Eigenarten ungehemmt ausleben sollst. Denn ein authentischer Text ist einer, der deine geschäftlich relevanten Persönlichkeitsanteile widerspiegelt. Einer, der zu dir und deiner Personenmarke passt!

Blogparade: Endstation Texterstrich

8 Tipps, mit denen du nicht auf dem Texterstrich landest. Oder dich aus diesem Milieu befreien kannst.

Vorab: Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Blogparade des Teams von Content Cure entstanden. Ich hab mich blitzverliebt in den provokanten Titel – auch wenn ich als Frau wieder mal nur mitgemeint bin. ;o) Inhaltlich habe ich hoffentlich auch einiges beizutragen nach 18 Jahren Selbstständigkeit als Texterin und Konzeptionerin. Los gehts!


Von kleinen Brötchen. Und Baguettes.

Die roten Laternen des Texterstrichs

Als ich mich im Frühjahr 2003 selbstständig gemacht habe, geschah das eigentlich aus der Not heraus: Ein Jahr vorher hatte ich meinen Job als festangestellte Texterin bei einer kleinen Frankfurter Werbeagentur verloren. Denn nach dem 11. September 2001 wurden viele Werbeetats eingefroren – zack, mein Job war weg. Danach habe ich einige Monate für eine große deutsche Bank gearbeitet. Eine Episode, die ich gerne verdränge, denn dieser Job war aus sehr vielen Gründen richtig schlimm. Aber in dieser Zeit habe ich mein finanzielles Polster für die ersten Monate als selbstständige Texterin und Konzeptionerin verdient.

Tollerweise konnte ich vom ersten Tag an von meiner Selbstständigkeit leben, und zwar ganz ohne Texterstrich. Damals habe ich erst selbst nicht daran geglaubt, doch die sprichwörtlichen kleinen Brötchen waren von Anfang an nicht zu klein! Und ich war endlich meine eigene Chefin, yeah! Meine Kundschaft kam zu dieser Zeit genau wie heute vor allem über Empfehlungen: von Kundinnen und Kunden, die mit meiner Arbeit zufrieden waren, und sogar aus dem Kreis meiner Freundinnen und Freunde. (TIPP 1: Bitte aktiv um Empfehlungen.)

Im Lauf der Jahre kamen dann die ersten großen Firmen und damit die Baguettes: So arbeitete ich zum Beispiel lange für die Automobil-Industrie und auch für die Energieversorgungs-Branche. Außerdem habe ich bei längerfristigen Verpflichtungen immer wieder meine Stundensätze nachverhandelt – und zwar genau dann, wenn wir wieder gemeinsam ein größeres Projekt abgeschlossen haben. (TIPP 2: Verhandele bei der Bestandskundschaft immer mal wieder nach.) So habe ich damals meinen Stundensatz von 60 Euro auf 75 Euro hochgeschraubt.

WERBUNG, ICH FIND DICH SCHEIßE!

… und viele weitere Selbsterkenntnisse.
#christasrant 5-21

Nun isses raus. Ich bin Texterin und Konzeptionerin, mache Werbung – und finde Werbung scheiße. „Wie geht das?“, fragst du dich sicher nun. Schließlich bin ich ja Teil dieser Werbemaschinerie von Berufs wegen. Doch ich kann diese ganze verlogene Glitzer-Blabla-Werbung und die Dumpingpreis-Angebote einfach nicht mehr ab.

Wer braucht wirklich das Kilo Industrie-Fleisch für 2,99 €, für das im lieblos zusammengeklöppelten Briefkastenflyer geworben wird? Die drölfzigste löchrige Jeans – natürlich zum Wegwerfen, weil man ja nie was zweimal anzieht? Oder das superdupertolle, total persönliche Online-Coaching, dass dich natürlich und garantiert zu deinen Zielen bringt? Das riesige Auto mit 650 PS, in dem du dich dann im gleichen Stau wie die Kleinwagenfahrenden total frei fühlen darfst? Den Urlaub irgendwo ganz weit weg, für den du das ganze Jahr sparst? Um dich stundenlang in eine fliegende Blechbüchse mit riesigem Abgasausstoß zu setzen? Mit dem Ziel, für ein paar Wochen dein eigentliches Leben zu vergessen? Wäääääääää, ich finde diese Art von Werbung wirklich richtig scheiße! Und das kann ich auch ziemlich umfassend begründen:

Höher-schneller-weiter-Werbung passt nicht mehr zu diesen Zeiten

Manager macht Werbung für noch mehr Wachstum

Hey, ich sag nur Pandemie. Oder Klimawandel. Wir alle MÜSSEN andere Brötchen backen, wenn wir diese Erde, die Flora und die Fauna und natürlich auch uns Menschen erhalten wollen. Ich schreibe bewusst „andere“, denn kleinere sind es eigentlich nicht, wenn wir genauer darüber nachdenken. Warum glauben so viele Menschen, dass eine dicke Karre toller und cooler macht? Oder dass wir mehrfach im Monat neue Klamotten und irgendwelchen Schischi shoppen müssen? Wer hat uns eigentlich gesagt, dass Urlaub in Thailand voll knorke ist, und die Radtour Richtung Ostsee nicht? Richtig, die blöde Werbung war das. Und wir sind drauf reingefallen!

Wir haben uns das alles jahrzehntelang erzählen lassen … warum auch immer. Wir glaub(t)en daran, dass immer mehr Wachstum immer mehr Wohlstand bringt. Obwohl wir direkt vor unserer Nase auch schon seit vielen Jahrzehnten die grässlichen Ergebnisse dieser Denkweise und der damit verbundenen rücksichtslosen Ausbeutung sehen.

Urlaub ist das, was wir draus machen – nicht die Werbung

Dabei ist Urlaub das, was wir draus machen – das hab ich in den letzten zwei Jahren gelernt. 2019 bin ich mit dem Rad am Rhein entlang bis nach Noord-Holland geradelt. Übernachtet habe ich meistens bei Freundinnen und Freunden oder auch bei Menschen, die ich mir – der Wildfremden – über Social Media ein Bett angeboten hatten. Ein kostengünstiger, wunderschöner, abwechslungsreicher Urlaub, der mir sehr viel Kraft gegeben hat. Denn als ich los radelte, glaubte ich ehrlich gesagt nicht daran, dass ich so weit radeln könnte. Um so toller und nachhaltiger war das Glücksgefühl, als ich nach einer Woche tatsächlich vor dem Ortsschild von Alkmaar stand, hach!

Und: Die finanzielle Investition für diesen Urlaub war winzig im Vergleich zu den Urlauben, die ich sonst gemacht habe. 2020 ist der Urlaub dann ausgefallen – aus Gründen. Nebeneffekt: Als gebürtige Frankfurterin musste erst Corona kommen, damit ich das Rhein-Main-Gebiet richtig gut kennenlerne! Das ist doch total bekloppt! Es gibt direkt vor meiner Haustür so viel Natur, wunderschöne Landschaften und herrliche Ausblicke. Okay, kein Meer. Aber ich hab ja gelernt, dass ich sogar bis ans Meer radeln kann … ;-) Was hält dich davon ab, die Gegenden vor deiner Haustür besser kennenzulernen? Das geht mit dem Rad genauso gut wie mit dem Kleinwagen. Und in Nicht-Pandemiezeiten ist der ÖPNV auch eine ziemlich coole Alternative.

Texte umschreiben oder neu schreiben: Was ist günstiger?

Text umschreiben kann richtig teuer werden

Ringring, mein Telefon meldet sich: „Hallo Christa, ich habe hier einen Text, der müsste einfach nur umgeschrieben werden! Kannst du das machen? Einen Text umschreiben ist doch bestimmt auch viel billiger als einen Text neu schreiben, gelle!“ Meine kurze Antwort auf diese Anfrage würde lauten: „Ja, ich kann das machen. Und nein, einen Text umzuschreiben, ist nicht unbedingt günstiger als ein niegelnagelneuer Text!“

Okay, jetzt bist du bestimmt neugierig geworden, wie ich diese Antwort begründe. Und schon gehts los:

Vier Gründe, warum ein Text nicht umgeschrieben werden sollte:

Das Briefing fehlt.

Frau hält einen Vortrag

Ja, auch für einen eigentlich fertigen Text brauchen wir Werbetexterinnen und Werbetexter ein Briefing: Für wen hast du diesen Text geschrieben? Welchen Zweck erfüllt er? Welche Informationen soll er vermitteln? Und wer bist du eigentlich selbst? Wenn du wissen willst, was alles in ein solches Briefing gehört, findest du viele Infos in diesem Blogbeitrag: Inhalte, Sprache, Zielgruppen und viel mehr: So klappt’s mit dem Text-Briefing.

Aufbau Werbetext

Werbetexte schreiben: Du, ich hab da mal ein Problem. Oder doch einen Brotkasten?

Manche Menschen betrachten Werbetexte für Websites als reines Futter für Algorithmen. Und Leute, die Werbetext schreiben, als mies bezahlte Erfüllungsgehilfen und Centsklavinnen. Wenn du auch dazu gehörst, kannst du hier schon aufhören zu lesen, mach’s gut ;-) Denn in diesem Blogbeitrag geht es um den Aufbau eines wertvollen Werbetextes für eine Website. Eines Werbetextes, der nicht nur den Suchmaschinen schmeckt, sondern auch den Leserinnen und Lesern. Um wertvollen Content, der dich und dein Angebot präsentiert. Und die Menschen zum Beispiel dazu bringt, dich anzurufen. Oder dein Produkt zu kaufen.

Das gute Briefing: Die Grundlage für alle gut aufgebauten Werbetexte.

Laptop für den Aufbau eines Werbetextes

Wenn du einen solchen Werbetext schreiben möchtest, solltest du als Erstes ein Briefing erstellen – und zwar ganz gleich, ob du den Text selbst schreiben willst oder einen Profi beauftragen möchtest. Dazu kannst du zum Beispiel über diese Punkte nachdenken:

  • Ziele – was soll dein Text erreichen?
  • Zielgruppen – wer soll deinen Text lesen und darauf reagieren?
  • Problem – welches Problem haben deine Zielgruppen?
  • Angebot – wie löst du das Problem deiner Zielgruppen?
  • Inhalte – welche Inhalte hast du bereits? Welche fehlen noch?
  • Sprache – wie möchten deine Zielgruppen angesprochen werden? Wie sprichst du selbst?

Im Blogbeitrag „Inhalte, Sprache, Zielgruppen und viel mehr: So klappt’s mit dem Text-Briefing.“ findest du noch viel mehr Details, was alles in ein gutes Text-Briefing gehört. ACHTUNG: Ein Briefing zu schreiben dauert manchmal länger, als den dazu gehörigen Text zu schreiben ;-) Wundere dich also bitte nicht, wenn du hier schon so richtig ins Grübeln kommst.

Aufbau Werbetext: So könntest du vorgehen.

Huch, wieso schreibt die Goede nun im Konjunktiv? Weil ich in meinem Arbeitsalltag bemerke, dass die klassischen Strategien immer weiter aufgeweicht werden – Schema F ist nicht mehr! „Das haben wir schon immer so gemacht!“ ist total egal! Und ich bin sehr, sehr froh darüber. Denn auch beim Aufbau eines Werbetextes kannst du immer individueller vorgehen und persönliche Akzente setzen. Allerdings solltest du dabei schon noch auf ein paar Punkte achten:

Blog schreiben: 5 Gründe, warum wir auch 2021 bloggen sollten.

rote Fünf, die für 5 Gründe fürs Blog schreiben steht

Als Erstes ein Geständnis: Ich habe das Blog schreiben vernachlässigt. Und zwar ziemlich. Das Jahr 2020 war sehr anstrengend für mich – aber wem erzähle ich das, das wird bei dir mit Sicherheit auch so gewesen sein.

Ich war eigentlich sehr froh, Weihnachten und Silvester in Ruhe mit meinem Mann und unserem Hund verbringen zu dürfen. Es hat gut getan, einfach mal NICHTS zu tun. Na gut, nichts außer lecker essen, guten Wein trinken und schöne, einsame Spaziergänge machen.

Tschakka-Tschakka!

Jetzt sitze ich schon die dritte Woche im neuen Jahr am Schreibtisch und versuche, mich selbst zum Blog schreiben zu motivieren. Und während ich mir selbst Tschakka-Tschakka zurufe, kam mir die Idee, das doch einfach öffentlich zu tun. Schließlich habe ich ja schon sehr lange ein eigenes Blog, jawoll ;o)

Also los! Das hier sind die 5 Gründe, warum wir auch 2021 in einem Blog sollten:

1. Wir sind sichtbar beim Blog schreiben.

Sichtbarkeit ist das absolut Allerwichtigste im Internet. Doch das wissen dummerweise mittlerweile sehr viele Menschen. Und so wird es immer schwieriger, unter bestimmten Suchworten sichtbar zu werden. Doch wenn du in deinem Blog regelmäßig schreibst, kreierst du immer wieder frische Inhalte für deine Leser:innen und natürlich auch für die Suchmaschinen. Idealerweise achtest du also schon beim Schreiben darauf, dass du deinen Text auf bestimmte Keywords optimierst und in der dazu passenden Wortwolke schreibst. Spannende Artikel dazu, wie das geht, findest du im Blog von Katja.

Im Interview – Norbert Gilles

„Mein „Stilmittel“ ist kontinuierliches Mitdenken.“

Norbert Gilles als SpeakerNorbert kenne ich nun schon seit sehr vielen Jahren, denn wir beide sind im Orga-Team des Barcamp RheinMain. Norbert ist ein Macher mit ganz vielen Ideen, der mit seiner ruhigen Art auch im größten Chaos den Überblick behält – eine sehr wertvolle Eigenschaft, wenn es darum geht, jedes Jahr eine zweitätige Un-Konferenz für 300 Digitalverrückte zu veranstalten ;o) Ich freue mich sehr, dass er mit seinen nachdenklichen Antworten Teil dieser Interviewreihe ist.


CG: Seit 2008 machst du mit deiner Agentur giinco digitale Kommunikation; Du berätst kleine und große Unternehmen, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem organisierst du im Team jedes Jahr das Barcamp Rhein-Main und bist eigentlich auf jeder Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet zu treffen, bei der es um Digitales geht. Gibt es einen Unterschied zwischen dem digitalen und dem analogen Norbert? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

NG: Ich denke nicht. Du beschreibst den digitalen Norbert ja als Hans Dampf in allen Gassen. Das bin ich im Analogen auch. Andere Gassen halt. Wobei sich diese Definition ja auch wenig nach der Arbeit-Norbert und der Privat-Norbert anhört.
Da gibt es eigentlich auch keine Trennung. Ich bin natürlich auf einer Veranstaltung mitunter in einer anderen Rolle, als abends im Biergarten. Aber ich atme nicht vorher durch und sage „so, jetzt Event Lächeln aufsetzen“ oder sitze im Biergarten und denke mir „jetzt muss ich mal nicht so oder so sein“. Ich denke da gar nicht so richtig drüber nach. Ich bin anders fokussiert. Das kann man sagen. In einem Vortrag bin ich sehr auf mein Publikum konzentriert und versuche …

Outdoor arbeiten

Von Texten, Tomaten und einer Hängematte: Arbeiten in freier Natur.

Die Obstbäume im FrühlingEs ist Montag, der 9. November, etwa 16 Uhr. Ich bin gerade aus meinem Garten nach Hause gekommen – nach 3 Stunden Hochbeete-Bau. Und jetzt sitze ich hier und schreibe einen Beitrag für die Blogparade „Zum Wert von Natur in der Selbstständigkeit“ von Silke Bicker, einer wunderbaren Kollegin, die sich auf ökologische Themen spezialisiert hat. Das Naturthema finde ich so spannend, dass ich unbedingt dabei sein wollte! Falls du noch mehr von diesen Blogbeiträgen lesen möchtest: Du findest sie gesammelt in Silkes Blog – oder auf Twitter, der Hashtag lautet  #NaturSichtBlogaktion. Die Blogparade läuft noch bis Heilig Abend! Und jetzt zu meinem Beitrag:


Ich bekenne: Ja, ich Großstadtpflanze habe einen Garten. Und zwar einen richtigen Schrebergarten. In einem Verein. Mit Satzung und so. Aber nicht so spießig, wie du dir das nun gerade vorstellst ;-) Es ist ein lockerer Verein mit netten Mitgliedern, und der Garten ist wunderschön. Mit dem Rad fahre ich etwa 15 Minuten dorthin. Packtasche mit Laptop und Arbeitssachen aufs Rad, Hund im Hänger hintendran – zack, bin ich mitten in der Natur. Herrlich!

Ganz viel Luxus, Obst und eine Bierzeltgarnitur

Das Gartenhäuschen im DunkelnDer Garten ist ein echter Luxusgarten. Es gibt dort nämlich Strom und im Sommer sogar Leitungswasser. Im Garten steht außerdem ein kleines Steinhäuschen von ungefähr 20 qm – inklusive Küche und einem Klo. Im letzten Sommer haben mein Mann und ich den Putz von den Wänden geschlagen, alles neu verputzt und das gruselige Saunaholz an der Decke weiß gestrichen. Nun ist es ein echt schönes Wochenendhäuschen, in dem wir sogar dank Elektroheizung im November übernachten können, yeah. Und wenn es regnet prasseln die Tropfen aufs Dach … das ist …

Im Interview – Sandra Franck

„Vertrauen ist ein Grundbedürfnis des Menschen.“

Sandra Franck von der Agentur designzwergeVor vielen Jahren klingelte bei mir mal das Telefon: Am anderen Ende war Sandra, Chefin der Agentur designzwerge aus Memmingen – sie brauchte Texte für eine Website. Von Anfang an waren wir auf einer Wellenlänge in Sachen Arbeit und Arbeitsstil. Außerdem können wir supergut zusammen brainstormen (andere nennen es wohl rumspinnen ;o) Aber es ist superproduktiv!). So haben wir zum Beispiel zusammen Monster mit Charakter für ein Kindermode-Unternehmen entwickelt, biologische Abwasserreinigungsanlagen werblich dargestellt und eMitarbeiterschulungen ins Internet gebracht. Zur kreativen Energie, die wir gemeinsam entwickeln, kommt noch, dass wir beide einen wertschätzenden, zugewandten Arbeitsstil schätzen und pflegen. Und wir beide lieben Hunde! So ist klar: Sandra und ich sind ein echtes Dreamteam ;o)


CG: Seit 2008 bist du als Diplom-Mediendesignerin mit deiner Agentur designzwerge selbstständig: Du berätst kleine und mittelständische Unternehmen in ihrem digitalen und analogen Marketing, entwickelst Design und übernimmst die Planung und die Umsetzung solcher Projekte. Außerdem machst du schönen Schmuck und zeichnest live über Twitch. Gibt es einen Unterschied zwischen der digitalen und der analogen Sandra?

SF: Ja, den gibt es: Ich zocke fast nur analog, nicht digital. Mein ganzes „kreatives Leben“ ist gleichzeitig analog und digital. Da genieße ich es, alle paar Wochen mit meinen Freunden im Real Life zusammen zu sitzen und „Brettspiele“ zu zocken. Ansonsten ergänzen sich für mich die analoge und die digitale Welt komplett. Selbst die Zusammenarbeit mit meiner Mitarbeiterin aus dem Homeoffice heraus findet digital via Zoom statt.

CG: Was macht deine Personenmarke aus?

SF: Hm, schwierig selbst zu beantworten. Eine Freundin sagte mal über mich: „Im ersten Eindruck ist Sandras Gedankenwelt chaotisch. Wenn man Sandra aber näher kennt, ergibt das aber plötzlich alles Sinn.“ – ich denke das kann ich so stehen lassen ;-)

CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

SF: Mir ist es ziemlich egal, ob das gerade ein Modebegriff ist. Ich bin schon immer offen und ehrlich mit meinen Kunden und Partnern umgegangen. Ich halte nichts davon, bewusst etwas darzustellen, das man nicht ist.

CG: Warum ist es so schwer für viele Menschen, individuelle Wege zu beschreiten und das zu tun, was uns wirklich ausfüllt?

Arbeit und Spaß - das passt gut zusammenSF: Mit meiner Antwort könnte ich Bücher füllen – ich versuche …

Tonalität, Persönlichkeit und der geschäftliche Erfolg

Tonalität: Wie sprichst und schreibst du eigentlich geschäftlich?

Menschen und SprechblasenWeißt du eigentlich genau, auf welche Art und Weise du mit deiner Kundschaft kommunizierst? Oder machst du das bisher immer eher noch nach Bauchgefühl? Oder so, wie du das schon immer gemacht hast? Bist du mehr der Hallo-Typ oder sagst du eher Guten Tag?

In diesem Blogbeitrag findest du einige Denkanstöße in Sachen Tonalität – ein Thema, mit denen sich Einzelselbstständige und kleine Unternehmen meiner Meinung nach dringend beschäftigen sollten. Denn wenn du es schaffst, deine Tonalität zu finden und konsequent zu nutzen, wirst du dich damit von der Konkurrenz weiter absetzen. Und gleichzeitig authentisch und damit überzeugend mit deinen Zielgruppen kommunizieren.

Authentizität ist mittlerweile leider ein prima Wort, um in der Buzzword-Bingo-Liga ganz weit vorne mitzuspielen. Leider. Denn hinter diesem Wort verbirgt sich eigentlich ein total spannendes Phänomen, das ich in meinem Blog schon öfter beleuchtet habe (hier geht’s zu den Beiträgen). Authentizität ist meiner Meinung nach weiterhin ein echtes Pfund, mit dem vor allem Einzelselbstständige wuchern können. Denn wir können naturgemäß nur für wenige Kundinnen und Kunden arbeiten, mehr Zeit haben wir einfach nicht. Doch was spricht eigentlich dagegen, in dieser Zeit für die richtigen Kundinnen und Kundinnen arbeiten zu wollen? Nichts, genau! Doch dazu gehört eine Tonalität, die zu dir und deiner Zielgruppe passt. Und natürlich noch viele andere Dinge aus deinem Außenauftritt wie zum Beispiel deine moderne, stets aktuelle Website.

Du möchtest dich gerne mit deiner Unternehmenssprache beschäftigen?

Vorab: Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es gibt nur deine Persönlichkeit, deine Zielgruppen und deine Ziele. Und damit unendlich viele verschiedene Tonalitäten. Aber du kannst mal über meine Punkte nachdenken und die Ergebnisse sowohl in deine gesprochene Sprache als auch in deine Schriftsprache einfließen lassen:

Perspektive: ich, wir oder vielleicht sogar die dritte Person?

Wir Einzelselbstständigen sollten hier nicht lange überlegen, denn wir sind allein und sprechen und schreiben daher am besten aus der Ich-Perspektive. Doch was ist mit kleinen Unternehmen? Gerade, wenn in einem Unternehmen der Teamgeist besonders wichtig ist, empfehle ich den Absender wir. Denn damit wird die geballte Power sichtbar, die alle Beschäftigten inklusive Chefin oder Chef an den Tag legen. Ich persönlich mag es nicht, wenn Unternehmen oder Selbstständige von sich selbst in der dritten Person sprechen – das klingt für mich zu sehr nach einer Art von …

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