Im Interview – Susanne Gurschler

“Authentizität gehört in gewisser Weise zum Berufsethos.”

Susanne GurschlerSusi ist wie ich Mitglied im Texttreff, des weltbesten Netzwerks der Welt. Die Frauen im Texttreff haben alle einen ähnlichen Beruf: Susi ist Journalistin, ich bin Texterin. Wir begegnen uns auf Facebook sehr oft, da wir uns beide für Politik interessieren. Außerdem ist Susi sehr oft mit ihrem Hund Findus in den Tiroler Bergen unterwegs und bringt wunderschöne Fotos von ihren Wanderungen mit. Und ab und zu chatten wir sprachbegeisterte Frauen darüber, wie sich Deutsch und Österreichisch unterscheiden – in diesem Interview kommt zum Beispiel der Begriff “untergriffig” vor an einer Stelle, an der ich “übergriffig” geschrieben hätte. Übrigens: Bei Wikipedia gibt es eine ziemlich spannende “Liste der Austriazismen” ;-)


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

SG: Für mich als Journalistin und Autorin ist Authentizität enorm wichtig. Sie gehört in gewisser Weise zum Berufsethos. Die LeserInnen und NutzerInnen müssen sich darauf verlassen können, dass ich faktenbasiert, transparent und authentisch arbeite. Check, Re-Check, Double-Check – Grundpfeiler journalistischen Arbeitens – ist die Richtschnur. Das muss einem gewissermaßen in Fleisch und Blut übergegangen sein. Dass klassische Medien, der Journalismus, derzeit heftiger Kritik ausgesetzt sind (Stichwörter: Lügenpresse, Staatsfunk, Mainstreammedien e.a.), stimmt mich nachdenklich und bereitet mir Sorgen. Natürlich: Zuspitzungen, Clickbaiting – die Verführung zur Vereinfachung ist groß. Aber ein Journalismus, der etwas auf sich hält, opfert nicht die fundierte Recherche und zeigt Flanke. Die Presse als vierte Macht im Staat hat eine große Verantwortung. JournalistInnen müssen den Mächtigen auf die Finger schauen, die Menschen informieren und ihnen eine Basis für ihre Entscheidungen liefern. Sie sind der Gesellschaft verpflichtet – insofern bin ich im Herzen Idealistin geblieben.

Cover Buch 111 Orte in Innsbruck die man gesehen haben mussCG: Du bist Journalistin und Autorin, schreibst häufig Artikel und Bücher mit regionalem Bezug. Auch in Sachen Politik hältst du mit deiner Meinung nicht hinterm Berg. Deine Fans und Follower wissen, dass du oft wanderst in Tirol. Und dass du immer einen Hund dabei hast. Bringt dir diese individuelle, gut sichtbare Kombination Vorteile in deiner Selbstvermarktung?

SG: Ganz ehrlich: Das weiß ich nicht. Ich mache einfach und denke selten bis nie darüber nach, ob etwas für mich von Vorteil ist – oder von Nachteil. Das ist vielleicht ein …

Im Interview – Juliane Benad

“Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.”

Profilbild_Juliane-BenadJuliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet – und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem #bcrm oder dem Content-Strategy-Camp. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern wir ticken in einigen inhaltlichen Punkten ähnlich. Zum Beispiel sehen wir Social Media auch durchaus kritisch, obwohl wir beide Geld in diesem Bereich verdienen. Außerdem lese ich gerne ihr Blog, in dem sie immer handfeste Tipps parat hat. Und ich finde es toll, dass sie nun auch den Weg als Selbstständige geht – sie wird das Ding rocken, da bin ich mir sicher ;-)


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

JB: Ich glaube, dass es früher oder später gar nicht anders funktioniert als authentisch zu sein. Klar, den ein oder anderen Kniff wie man vielleicht besser auf Menschen wirkt, wie man sich besser gibt, kann man üben und optimieren. Das muss sich ja auch nicht mit Authentizität ausschließen.
Sobald man sich jedoch verstellt, wird es anstrengend – wenn man zum Beispiel einen auf Schreihals macht, obwohl man eher ein ruhiger Typ ist. Dann ist man auch nicht wirklich glaubhaft. Die Fassade wird schneller reißen als einem lieb ist.
Außerdem sprechen wir unter Umständen genau die Sorte von Kunden an, die gar nicht zu einem passen. Das strengt dann an. So zu sein, wie man ist – inklusive der Ecken und Kanten – ist wahrscheinlich der beste und erfolgreichste Weg.

CG: Du bist genau wie ich eine Einzelselbstständige, dein Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Bereich Social Media. Wie hat sich deine Selbstständigkeit in den letzten Jahren entwickelt? Denkst du aktuell darüber nach, dein Portfolio zu verändern?

JB: So wahnsinnig lang bin ich ja noch nicht selbstständig, aber ich beobachte bei vielen Selbstständigen, dass vieles im Fluss ist. Man startet mit einer Ideen und merkt, wie sich die Dinge entwickeln. Gerade die Social Media-Welt ändert sich rasant, und wir wissen nicht, welches neue Social Media morgen aufploppt und welches übermorgen abgeschaltet wird. Ich muss und will also flexibel bleiben. Ich merke immer stärker, dass mir  …

Personenmarke aufbauen – warum?

Auch du bist Marke. Immer und überall!

Personenmarke aufbauen - warum? Ein GehirnDiesen Slogan sollte sich meiner Meinung nach eigentlich jeder Mensch direkt übers Bett hängen. Denn es ist tatsächlich so: Wir sind alle Marken. Und zwar im Privatleben genau wie im Geschäftsleben. Denn wir sind alles eigenständige Persönlichkeiten mit gewissen Merkmalen. Eben eine Personenmarke. Laut Wikipedia steht der Begriff Marke “für alle Eigenschaften, in denen sich Objekte, die mit einem Markennamen in Verbindung stehen, von konkurrierenden Objekten anderer Markennamen unterscheiden”. Wenn man das für Personenmarken übersetzt, könnte da stehen: “Der Begriff Personenmarke steht für alle Eigenschaften, in denen sich eine Personenmarke von anderen Personenmarken unterscheidet.” Das heißt also: Christa ist nicht Anna oder Elif. Und schon gar nicht Milad oder Stefan. Christa bleibt immer Christa, denn sie hat Eigenschaften, die sie von anderen Menschen unterscheiden. Das gilt auch für alle anderen Menschen. Und für alle Freiberufler, Angestellten und Unternehmerinnen sowieso.

Der eine oder die andere hat in seiner Kindheit vielleicht sogar schon mal den Spruch gehört: “Du bist vielleicht ne Marke!” In diesem Spruch klingen meiner Meinung zwei eigentlich gegensätzliche Dinge gleichzeitig mit:

  • Ein Vorwurf, weil du etwa eine Erwartung nicht erfüllt hast.
  • Der Respekt, weil du mit deiner Handlung einen eigenen Weg beschritten hast.

Ich kann mich zum  Beispiel daran erinnern, dass mein Mathelehrer diesen Spruch öfter mal zu mir gesagt hat, wenn meine Hausaufgaben wieder mal in eine philosophische Betrachtung ausgeartet waren (zum Beispiel zur Unendlichkeit und warum ich es merkwürdig finde, mit diesem Phänomen eine Berechnung durchführen zu wollen. ;-)) Auf der einen Seite macht er mir damit einen Vorwurf, denn ich habe seine Erwartung nicht erfüllt und keine seiner Aufgaben in gewünschter Weise ausgerechnet. Auf der anderen Seite habe ich mir aber mit meiner kreativen Analyse der Unendlichkeit seinen Respekt verdient. Prima eigentlich, oder?

Doch wozu ist die gut, diese Personenmarke?

Meiner Meinung nach ist die Basis einer Personenmarke – auf Neudeutsch Personal Brand – die eigene Authentizität: Authentisch sind wir genau dann, wenn unsere innere Einstellung und das äußere Handeln weitestgehend …

In 3 Phasen zum guten Text

Spannend, authentisch, gut lesbar: So schreibst du feurige Texte.

So schreibst du feurige Texte - Blog Christa Goede

Ja, es gibt sie, die Textregeln, die immer und überall befolgt werden sollten. Und dann gibt es noch die Tipps, die einen guten Text zu einem feurigen Text machen. Einen Text, der deine Zielgruppen trifft – manchmal sogar direkt ins Herz. Denn wirklich gut wird ein Text erst, wenn du ihn so scharf gewürzt hast, dass er den Lesenden richtig gut schmeckt. Wenn sie ihn mit Interesse vollständig lesen. Und am besten sogar weiterempfehlen. Ein Würzmittel, um dieses Feuer zu erreichen, ist die Authentizität: Wenn du es schaffst, deine Texte authentisch zu schreiben, lernen dich die Lesenden über die reinen Sachinformationen hinaus kennen. Ein echtes Pfund, mit dem du wuchern kannst, denn dich gibt es nur ein einziges Mal!

Warum die Authentizität so wichtig ist? Wir alle mögen Inhalte, in denen die beiden Aspekte der Wahrnehmung – der Schein und das Sein – übereinstimmen. Authentizität als Stilmittel deshalb besonders interessant für alle, die sich um die Bildung einer eigenen Marke kümmern. Ganz gleich, ob es sich hier um eine Unternehmensmarke oder eine Personenmarke handelt.

Doch eins solltest du beachten: Authentizität bedeutet nicht, allen Menschen zu gefallen. Authentizität bedeutet, den Menschen zu gefallen,deren persönliche Wahrnehmung am ehesten mit unserer eigenen übereinstimmt. Ein echter Vorteil, gerade in der Beziehung zum Wunschkunden ;-) . Also fang  am besten gleich damit an, deine Chillies in deine Texte zu packen!

Um zu diesen würzigen Texten zu kommen, erstellst du diese am besten in drei Phasen:


Phase 1: Schreibe einen spannenden Text.

StiftEin Pfeil mit HerzSchreibe aktiv.

Aktive Formulierungen wirken immer frischer und auffordernder als passive, die uns alle an Behördendeutsch erinnern.
Tipp: Wenn du Dinge oder Personen während des Schreibens als handelnde Kräfte betrachtest, schreibst du automatisch aktiv.

Ein Pfeil mit HerzNutze Verben.

Zu einer aktiven Schreibe gehören Verben, Substantivierungen dürfen Behörden, Juristinnen und Juristen gerne behalten.
Tipp: Lese dir deine Texte laut vor – Substantivierungen kennen wir praktisch nur aus der Schriftsprache, du kannst sie kaum vorlesen, ohne zu stolpern. …

Im Interview – Michael Geiß-Hein

“Es gibt zu viel Schein und zu wenig Sein im Leben.”

Michael Geiß - PorträtMichael Geiß-Hein aka Mister Maikel kenne ich schon viele Jahre: Wir haben zusammen die Kundenzeitschrift eines gemeinsamen Auftraggebers betreut – und mittlerweile auch noch ganz viele weitere Text-, Konzeptions- und Websiteprojekte zusammen gewuppt. Die Zusammenarbeit mit Michael ist super, denn er hat tolle Ideen, arbeitet entspannt, denkt und handelt pragmatisch und hat immer das große Ganze im Blick. Außerdem macht er ab und zu tolle Infografiken für mein Blog, in denen er meine Inhalte visualisiert und damit für Social Media perfekt teilbar macht.

Beeindruckt hat mich sein Entschluss, sich aus einer Festanstellung mit Option auf Übernahme einer Agentur zu lösen und sich stattdessen mit Leib und Seele in das Freiberufler-Dasein zu stürzen. Das war bestimmt kein ganz leichter Schritt, wenn man Familie hat und ein Häuschen im Grünen. Aber Michael ist ja genau wie ich chronischer Optimist ;-) . Deswegen – und natürlich auch, weil ich seine tolle Arbeit kenne und sehr schätze – bin ich felsenfest davon überzeugt, dass er dieses Vorhaben wuppen wird! Und ich hoffe, dass wir auch weiterhin immer mal wieder gemeinsame Projekte beackern und Kunden glücklich und zufrieden machen werden.


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit.

MG: Authentizität im Beruf bedeutet für mich in erster Linie Ehrlichkeit dem Kunden gegenüber. Das heißt konkret, ich berate den Kunden nicht so, wie er es gerne hätte, sondern wie ich es für ihn als richtig halte. Das ist nicht immer einfach für meinen Gegenüber, denn Ehrlichkeit kann auch ganz schön unangenehm sein. Aber nur, wenn mein Gegenüber das Gefühl hat, ich nehme ihn ernst, wird er sich mir auch öffnen und mir Einblicke gewähren, die nur mit so einem Vertrauen möglich sind. Das ist enorm wichtig für meine Art zu arbeiten, denn ich möchte den Kunden mit in die Entwicklung des Projekts mit einbeziehen. Meines Erachtens sind die Zeiten, in denen man sich als …

Die Über-mich-Seite

Mehr Mut bei der Selbstdarstellung: In 3 Schritten zur authentischen Über-mich-Seite für Selbstständige.

Frau im Spiegel - die authentische Selbstdarstellung

Was schreibe ich am besten über mich? Welche Themen interessieren die Menschen überhaupt? Gibt es Punkte, die ich besser weglasse, wenn ich meine Über-mich-Seite erstelle? Und wie bereite ich die Inhalte auf? Alles schwierige Fragen. Doch die Über-mich- oder Über-uns-Seite gehört bei den meisten Websites zu den am häufigsten besuchten Pages. Schließlich wollen die Besucherinnen und Besucher mehr wissen über den Absender oder die Autorin des Internetauftritts, in dem sie gerade lesen. Doch leider finden sich auf dieser wichtigen Seite oft sehr langweilige und vor allem immer gleiche Texte. Meist beginnt es mit solchen Formulierungen:

  • Schon als kleines Kind interessierte ich mich für …
    (hier folgt eine niedliche Geschichte, die wir schon 1.000 Mal gelesen haben)
  • Wir sind ein Team von Experten für …
    (nun kommt eine komplette Wiederholung der Angebotsseiten)
  • Seit 2017 sind wir bekannt für …
    (jetzt lesen wir eine komplette Wiederholung der Angebotsseiten)

Der finale Gähner

Über zeilenweise Blabla inklusive Buzzwords kämpfen wir uns dann vor zum finalen Gähner, der gleichzeitig als Rausfeger fungiert:

  • Denn Ihr Erfolg ist mein Erfolg.
  • Bei uns wird Qualität GROSS GESCHRIEBEN.
  • Schließlich sind wir die Besten.

Ein Button zur Kontaktaufnahme, Links zu den Social Media-Profilen? Fehlanzeige. Auch der Hinweis auf die wichtigen Referenzen fehlt auf vielen dieser Selbstdarstellungsseiten und Über-mich-Texten. Doch meist kommen wir ja gar nicht bis zum Ende, da wir vorher eingeschlafen sind. Schade!

So, jetzt aber genug geschimpft ;-) . Denn eigentlich ist es recht einfach, eine passende, schön zu lesende, aussagekräftige Über-mich-Seite zu erstellen. Am besten gehst du so vor:

In drei Schritten zur spannenden Über-mich-Seite.

1. Der Start – ganz genau nachdenken.

Der Beginn deines Über-mich-Textes entscheidet darüber, ob die Lesenden auf deiner Seite bleiben oder nicht. Vielleicht versuchst du mal ein ungewöhnliches Intro, wenn du deine Über-mich-Seite erstellst:

A. Über die Emotion

Läufer am Start

Welches Bedürfnis haben deine Kunden und Auftraggeberinnen, wenn sie dich buchen? Möchten Sie sich sicher fühlen? Suchen Sie Zuverlässigkeit? Oder einen ungewöhnlichen Stil? Seltene Materialien? Eine ganz andere Herangehensweise an ein eigentlich bekanntes Thema? Möchten sie motiviert werden? Überlege ganz genau, welches Gefühl es ist, an das du mit deinem Angebot andockst. Wenn du es gefunden hast, formuliere daraus einen ansprechenden, spannenden Satz, der Lust auf Weiterlesen macht.

B. Mit einem Lösungsangebot

Du kannst die Besuchenden zum Beispiel fragen, ob sie mit dir zusammen in einer Woche besser in der Öffentlichkeit reden möchten. Oder ob sie Hilfe brauchen in Sachen Administration. Weil der Tag eben nicht genug Stunden hat für all die Arbeiten, die man als Einzelselbstständige(r) so zu erledigen hat. Wichtig ist, dass du hier ein Problem und die Lösung möglichst konkret beschreibst.

C. Mit einer steilen These

Okay, das ist nicht für alle etwas. Aber ich hab das zum Beispiel in meiner eigenen Selbstdarstellung gemacht. Denn ich habe in vielen Gesprächen auf Konferenzen etc. festgestellt, dass ich die Aufmerksamkeit der Leute habe, wenn ich die Frage “Was machen Sie beruflich?” mit “Ich arbeite nicht, ich habe den ganzen Tag Spaß!” beantworte. Nach diesem Opener habe ich dann genug Zeit, mich und mein Angebot vorzustellen. Und ich kann mir dabei sicher sein, dass die Menschen sehr genau zuhören ;-). Vielleicht findest du ja eine ähnliche These, die neugierig auf dich macht?

Du hast eine ganz andere Idee? Super! Probiere es einfach aus. Bitte denke daran: Praktisch alles ist besser als der schnarchige Lebenslauf aus deiner letzten Bewerbung für eine Festanstellung. Du weißt schon, dieses Ding, über das Personalerinnen und Personaler regelmäßig wegpennen. Du möchtest wissen, warum die Persönlichkeit so wichtig ist – gerade für uns Selbstständige? Dann ist mein Blogbeitrag “Persönlichkeit auf der Website? Ja, es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr!” genau das Richtige für dich.

2. Der Spurt – bloß keine Wiederholungen.

Läufer gibt Gas - auf dem Weg zur über-mich-Seite

Dass du deinen Job richtig gut kannst, haben die Besucherinnen und Besucher hoffentlich schon auf der Startseite und auf deinen Angebotsseiten erfahren. Denn die Über-mich-Seite ist kein Platz, um all dein Wissen, deine Erfahrungen oder auch deine Angebote noch einmal in aller Breite darzustellen. Maximal eine kleine Zusammenfassung darf sein.

Viel wichtiger sind die Gründe, warum dein Angebot genau so ist, wie es ist. Du bist Übersetzerin oder Dolmetscher? Weil du dich als Jugendliche(r) im Ausland mal richtig doof gefühlt hast, weil du die Sprache nicht verstanden hast? Tolle Geschichte, schreib sie auf! Hast du nach einem betriebswirtschaftlichen Studium und 20 Jahren Berufserfahrung herausgefunden, dass du dein Lebensglück im Handwerk findest? Oder hast du durch einen kleinen Zufall während deines Studiums ein Produkt entdeckt, mit dem du heute vielen Menschen das Leben leichter machst? Oder bist du mit deinem Team erst in einer bestimmten Branche gestartet, um dann zu bemerken, dass ihr etwas anderes viel besser könnt?

Super, das sind die Geschichten, die das Leben schreibt. Die Storys, die in unseren Köpfen hängen bleiben. Und nach ganz vielen Über-mich-Seiten, die ich schon geschrieben habe, weiß ich: Es gibt diese Storys in fast jedem Unternehmen. Es gilt, sich darüber klar zu werden, dass das genau die einmaligen Inhalte sind, die unbedingt aufgeschrieben werden müssen! Du wirst sehen: Damit wird es viel leichter, eine mitreißende Über-mich-Seite zu erstellen.

Würzen kannst du diesen Mittelteil zum Beispiel mit einem Hinweis auf deine tollen Referenzen. Oder auch mit einem Link zu einem informativen Blogartikel/Zeitungsbeitrag über dich und deine Arbeit.

3. Das Ziel – zeig dich und mach dich ansprechbar.

Läufer im Ziel - das Ziel ist eine über-mich-Seite

Sehr viele Selbstdarstellungsseiten beinhalten keine Kontaktadressen und auch keine Aufforderung, doch bitte Kontakt aufzunehmen. Warum das so ist? Vielleicht, weil viele Menschen glauben, dass diese Seite nicht verkauft, sondern eben “nur” die Selbstdarstellung ist. Dabei ist diese Seite ganz oft der Grund, warum ein Leser oder eine Besucherin bei dir anruft. Oder eben nicht. Vergiss also nicht, deine E-Mail-Adresse und deine Telefonnummer anzugeben, wenn du deine Über-mich-Seite erstellst.

Am besten zeigst du dort noch deine Sozial Media-Auftritte. Und natürlich auch deine Profile auf Business-Plattformen oder wichtigen Branchenverzeichnissen, in die man nicht einfach so kommt. Bitte nutze nur solche Links zu Portalen, in denen du auch wirklich aktiv bist. Denn nur so bekommst du sicher mit, wenn dich jemand kontaktiert.


EXTRATIPP 1: Nutze die Möglichkeiten.

Sprache ist so wunderbar wandelbar. Doch leider nutzen wir die ganzen Möglichkeiten viel zu selten. Bei deiner Über-mich-Seite solltest du aber wirklich alles geben: blumig, nüchtern, witzig, schräg, sachlich im Abkürzungsstil, als Gedicht oder mit Emojis gewürzt. Auf dieser Seite gibt es keine Grenzen. Ich wiederhole: keine.

Wichtig ist aber, dass du authentisch bleibst, wenn du deine Über-mich-Seite erstellst. Überlege dir also genau, welche persönlichen Eigenschaften deine Kunden und Auftraggeberinnen an dir besonders schätzen. Und wenn du das nicht so genau weißt, frage sie! Oder lies deine Referenzen noch mal ganz genau, denn meist findest du da viele Hinweise darauf, was sie an dir ganz besonders schätzen. Und zwar abseits von deinem Know-how und deiner Erfahrung.

EXTRATIPP 2: Rede, wie du schreibst.

Stell dir vor, dein Über-mich-Text war ein voller Erfolg, die Kundschaft hat angebissen. Hast du dir schon eine Art Redeleitfaden überlegt? Weißt du genau, wie du auf welche Fragen antwortest in diesem wichtigen ersten Telefonat? Wichtig ist, dass deine Inhalte zusammenpassen. Wenn du dich auf deiner Über-mich-Seite also als lockere Type präsentierst, darfst du auch im Telefonat genau so sein. Achte also unbedingt darauf, dass du in einem Guss kommunizierst. Ganz egal, ob auf deiner Website, in deinen Mails, in Social Media, am Telefon oder in Zoom.

EXTRATIPP 3: Gute Fotos nicht vergessen.

Jetzt noch mindestens ein wirklich gutes Foto von dir, deinem Unternehmen oder deinem Team, das nicht so glatt geschliffen ist wie die allseits bekannten Stockfotos – fertig ist deine authentische Über-mich-Seite! Wichtig ist noch, dass du diese Seite nun in regelmäßigen Abständen checkst. Denn mit der Zeit und den verschiedenen Aufträgen ändern sich meist auf die Inhalte, die für deine Selbstdarstellung relevant sind.

EXTRATIPP 4: Die anderen Webseiten nicht vergessen.

Nun hast du eine großartige “Über-mich-Seite” geschrieben, da bin ich mir sicher ;-) Doch was ist mit allen anderen Seiten? Deinen Angeboten? Deiner Startseite? Im Blogbeitrag “Ne neue Website – wie läuft das eigentlich genau?” erkläre ich in 6 Schritten, wie ich bei der Erstellung einer neuen Website vorgehe. Vielleicht hilft dir das weiter?


Du siehst: Ein Patentrezept für eine richtig großartige Selbstdarstellungs-Seite gibt es nicht. Aber es gibt eine Devise: Alles kann, nichts muss. Und wenn du beim Schreiben dieses wichtigen Textes neben deinem Verstand auch dein Bauchgefühl befragst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

PS: Es gibt eine Art finalen Test für eine richtig gute Selbstdarstellung. Lies dir den Text selbst vor und verwende statt deines eigenen Unternehmensnamens den Namen eines konkurrierenden Unternehmens. Wenn der Text dann immer noch glaubwürdig wirkt, ist er eindeutig noch nicht persönlich und authentisch genug ;-) .

Christa GoedeDu suchst Texte, Websites und Workshops ohne Werbe-Blabla? Prima, du hast mich gefunden! Gemeinsam mit dir entwickele ich deinen authentischen Markenauftritt, der zu deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen passt.
Du möchtest lieber viel selbst machen? Nutze meine Workshops als Rampe zum Durchstarten.

  +49 160 94 441 934   mail@christagoede.de

Bildquellenangabe: Titel Canva.com, Illustrationen Pixabay

Sei du selbst!

Hallo 2018 – du wirst das Jahr der persönlichen Marke.

verschiedene PersönlichkeitenEcht sein, authentisch sein, bei sich sein, sich selbst finden – Formulierungen wie diese prasseln immer öfter auf uns alle ein. Und zwar ganz gleich, ob es um unseren Job geht, unsere Beziehungen zu anderen Menschen oder um einen Lifestyle-Tipp wie den nächsten Yogakurs. Ich finde es fast schon ein bisschen skurril, dass wir heute (wieder-)entdecken, dass wir einen ganz großen Schatz in uns tragen: Uns selbst. Schließlich sind wir ja eigentlich von Natur aus echte Marken mit ganz individuellen Charaktereigenschaften, einem speziellen Aussehen und persönlichen Verhaltensweisen. Wir denken alle unterschiedlich, ziehen verschiedene Schlüsse und handeln danach so, wie wir es für richtig halten – na gut, meistens jedenfalls ;-)

Doch viele von uns haben schon im Kindergarten gelernt, dass Individualität nicht unbedingt gewünscht ist – vielleicht bist auch du schon in dieser Zeit angeeckt mit den Dingen, die du gerne tun wolltest, aber aus irgendeinem nicht wirklich verständlichen Grund nicht tun solltest. “Pass auf dein Kleid auf, Mädchen klettern nicht in Bäume!” “Oh, was für ein schönes Bild du da gemalt hast – aber wann machst du mal was Vernünftiges?” “Jeder kann Mathe, nur du nicht – was soll nur aus dir werden?” Boar, was habe ich diese Sätze gehasst! Doch heute profitiere ich davon, dass mein Hirn irgendwie anders funktioniert als es von mir gewünscht wurde ;-) Denn mein heiß geliebter Job besteht aus Querdenken, aus der Suche nach anderen Lösungen und individuellen Formulierungen – und auch daraus, mutig zu sein und Dinge anders zu machen, als sie bisher gemacht wurden. Zugegeben, für meine Kunden und Auftraggeberinnen ist das manchmal …

erfolgreiche Websites

Struktur, Aufbau, Inhalte: 11 Tipps, mit denen du deine Website zu einer erfolgreichen Website machst.

Website als durchstartende Rakete“Gut bei Google gefunden werden!”. Genau das antworten die meisten meiner Kundinnen und Kunden, wenn ich nach dem Sinn und Zweck ihrer Website frage. Doch dieses Gut-gefunden-werden ist nicht mal die halbe Miete, wenn es um eine erfolgreiche Website geht! Denn was nutzt es dir, wenn du zwar im Internet gut gefunden wirst? Doch wenn die Menschen auf deiner Website mühselig nach deinen Kontaktdaten suchen müssen? In diesem Blogbeitrag habe ich 11 Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Website in Inhalt und Struktur optimieren kannst:

1. Die Startseite – das Wichtigste nach vorn

Ein Introtext wie “Herzlich willkommen bei Unternehmen YX” ist so was von 1980. Besser steigst du mit einem Elevator-Pitch in deine erfolgreiche Website ein. Also einer Kurzbeschreibung dessen, was du anbietest. Und natürlich, was deine Kundschaft davon hat. Dazu beantwortest du dir idealerweise drei Fragen:

  • Wer bist du?
  • Was haben die Kunden/Interessentinnen von deinem Angebot?
  • Was macht dein Angebot so besonders? In fachlicher UND in emotionaler Hinsicht?

Ja, ich weiß, das ist richtig schwer! Besonders dann, wenn du das alles in maximal drei Sätzen zusammenfassen sollst, um mit deiner Webseite erfolgreich zu sein. Aber dein Einsatz lohnt sich! Denn bei den meisten klassischen Websites entscheidet sich auf der Startseite, ob Menschen dort bleiben und weiterlesen. Oder ob sie lieber weitersurfen. Vielleicht hilft dir dieser Blogbeitrag weiter: “Die Schaufenster-Strategie: Was gehört auf die Startseite deiner Website?”

EXTRATIPP: Meiner Erfahrung nach ändert sich der Elevatorpitch öfter. Denn dein Angebot ändert oder schärft sich. Ich habe deswegen zweimal im Jahr ein Date mit meinem Elevatorpitch. Dann prüfe ich ihn auf Herz und Nieren. Und überarbeite ihn gegebenenfalls. Vielleicht setzt du dir auch einfach einen festen Termin für diese Arbeiten? Bei der Gelegenheit kannst du dann auch deine gesamte Website überprüfen. Damit deine Webseiten erfolgreiche Webseiten bleiben.

2. Der Kontakt – wie bist du zu erreichen?

Ganz wichtig und leider immer noch gerne vergessen: die Absenderkennung und die möglichen Kontaktwege gleich auf der Startseite. Wer ist der Absender? Wie erreiche ich die Absenderin? Telefonnummer, E-Mail-Adresse und deine Social Media-Auftritte platzierst du am besten oben rechts auf deiner erfolgreichen Website. Denn wir alle haben gelernt, dass wir dort wichtige Dinge wie einen Warenkorb finden. Unser Blick geht also automatisch dorthin. Hier sind deine Kontaktdaten optimal aufgehoben.

EXTRATIPP: Die Kontaktdaten und deine …

Emotionen und Geschäft Teil 2

Wie kommen Gefühle in den Unternehmens-Auftritt?

Eine Studie von Fanpage Karma aus dem Oktober 2014 zeigte, dass über 70 % aller Postings auf Facebook mit einer Emotion versehen sind und dass emotionale Postings bis zu 10 mal höhere Reaktionsraten erzeugen. Freude erzielte dabei selbstverständlich die größte Wirkung, doch die Spanne der Emotionen ist breit: Wütende Postings werden zum Beispiel auf Facebook öfter kommentiert und ängstliche Postings öfter geteilt als fröhliche. Wer sich also traut, seinen Fans und Followern etwas mehr zuzumuten als die rosa Brille, kann das gerne tun!

Verschiedene Emotionen bei EmoticonsIn Teil 1 dieser Beitragsreihe “Emotionen und Geschäft” habe ich erklärt, dass erst die richtige Mischung aus Fakten, Wissen, Geschichten und Emotion für den kommunikativen Erfolg sorgt. Wie das mit den Fakten, dem Wissen und dem Geschichtenerzählen geht, habe ich in diesem Blog schon einige Male erklärt. Doch wie macht man das mit den Gefühlen? Als erstes kommen uns alle da sofort die Klassiker unter den Emotionsvermittlern in den Sinn:

Emojis – kleine Gesichter und Symbole, die die Welt bewegen

Wusstest du, dass die Geschichte des Smileys bis ins Jahr 1963 zurückreicht? Ein amerikanischer Werbegrafiker zeichnete damals zwei Punkte und einen gebogenen Strich, die auf Anstecknadeln platziert wurden und für gute Laune in einer Versicherung sorgten. Die Tragik in der Geschichte: …

Emotionen und Geschäft Teil 1

Wie viel Gefühl verträgt ein Unternehmensauftritt?

Sandwich“Yamyam, heute gab’s lecker Sandwiches zu Mittag – nun sind alle glücklich, zufrieden und satt!” Was denkst du – ist das ein Text, den ein Unternehmen oder ein Einzel-Selbstständiger öffentlich zum Beispiel auf Facebook oder Twitter posten sollte? Nein?

Meine Antwort lautet: Jein ;-) . Denn wie so oft in Social Media gibt es keine Antwort, die immer und überall passt. Dieser sehr persönliche, emotional aufgeladene Satz wäre zum Beispiel ein tolles Posting für ein Restaurant mit Tageskarte – zusammen mit einem schicken Sandwich-Foto würde es bestimmt viele Likes oder Kommentare und vielleicht auch mehr Kundschaft erzeugen. Sogar ein Steuerbüro könnte mit einem solchen Posting seine Klienten begeistern – wenn es sich um ein Steuerbüro handelt, zu dessen Gesamtauftritt so viel Persönliches passt und dessen Klienten mehr als reine Sachinformationen erwarten. Zusammen mit einem Bild vom glücklichen Team könnte sich so ein Text auch hier lohnen und die zum Unternehmen passenden Fans oder Follower nicht verärgern.

Fest steht also: Es kommt auf den Absender UND auf den …

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