Der Weg zum eigenen Blog, Teil 1

von am 20. Februar 2013 in Know-how, Social Media, Text, Websites | 2 Kommentare

Vorüberlegungen – ein Blog: Soll ich oder soll ich nicht?

Das Blog als MarketinginstrumentViele Unternehmen, aber auch Freiberufler oder Handwerker benutzen mittlerweile ein Blog, um ihr Know-how und ihre Kompetenzen im Internet zu präsentieren: Die Spanne reicht vom Handwerkerblog des Malers Heyse über den OTTO-Azubiblog oder den PR-Doktor von Kerstin Hoffmann bis zum Webtagebuch der FRoSTA-Mitarbeiter.

Positive Effekte

Ein gut gepflegtes Blog hat positive Effekte:

  • Die Präsentation als Experte im jeweiligen Fachgebiet gelingt im Internet umfassender und glaubwürdiger, wenn Sie in einem Blog in regelmäßigen Abständen zielgruppenrelevante Themen näher beleuchten. Eventuell wirken Sie sogar meinungsbildend! Ihre Online-Reputation verbessert sich nachhaltig – bloggende Unternehmen sind eher im Gespräch als Unternehmen, die nur über eine statische Webpräsenz verfügen.
  • Frischer Content in Blogform hat positive Effekte auf die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) Ihrer Webpräsenz. Und zwar in zwei Richtungen: Eine Website, die regelmäßig aktualisiert wird, wird von den Suchmaschinen automatisch höher gerankt. Und da sich die Inhalte des Blogs in den meisten Fällen auf die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen beziehen, verwenden Sie gradezu zwangsweise die Keywords, die für eine gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen wichtig sind.

Vorüberlegungen: Was wollen Sie mit Ihrem Blog erreichen?

Wichtig ist, dass Sie Ihr Blog genau so professionell aufsetzen und betreiben, wie Sie mit Ihren Kunden arbeiten: Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Blog? Wer soll Ihre Blogbeiträge lesen? Wie werden Sie das Blog in Zukunft pflegen und für die Verbreitung der Beiträge sorgen? Mit der Beantwortung dieser Fragen steht oder fällt Ihr Blog. Hier sind intensive Vorüberlegungen nötig! Für diese Vorüberlegungen sollten Sie sich Zeit nehmen. Es empfiehlt sich, ein eigenes Blogkonzept zu entwickeln und aufzuschreiben.

Dieses Konzept ist die Basis für alle weiteren Schritte und sollte mindestens ein Mal im Jahr überprüft werden: Haben Sie Ihre Ziele erreicht? Gab Überraschungen? Müssen Anpassungen vorgenommen werden, weil Ihre Wunschkunden nun andere sind?

Inhalte für’s Blog – die richtige Mischung macht’s!

Wie beim Thema Social Media gilt auch für ein Blog: Posten Sie nur das, was Ihre Leser wirklich interessiert! Gern dürfen es auch mal persönliche Themen sein – aber in stark abgeschwächter Form. (viele Content-Tipps finden Sie in meinen beiden Blogbeiträgen zur Social Media Strategie, Teil 1 und Teil 2. Die Tipps dort können Sie in weiten Teilen auch in Ihre Blog-Strategie umsetzen).

Wenn Sie Google Alerts zu Ihren wichtigen Themen anlegen, kommen die Themenvorschläge täglich in Ihre Mailbox geflattert – vollautomatisch und in einer klaren Form, die gut quer zu lesen ist.

Die Pflege – kontinuierlich und in gleichbleibend hoher Qualität

Auf die Frage, wie oft man bloggen soll, gibt es keine allgemein gültige Antwort: In der einen Branche sind topaktuelle Ereignisse an der Tagesordnung – hier könnten Sie sich als der Experte profilieren, der immer gut informiert ist und die Entwicklungen fundiert kommentiert und begleitet. Andere Sparten sind eher beratungsintensiv – hier bieten sich Blogposts an, die den Lesern einen ersten Eindruck von der umfassenden Beratungskompentenz und dem großen Wissen des Bloggers geben. Wichtig ist nur, dass Sie ein Niveau halten – und dieses Niveau nicht zum Beispiel durch schlecht recherchierte Themen abschwächen.

Fair gewinnt – richtig zitieren und Bildrechte beachten

Blogger mögen es zumeist sehr gerne, wenn ihre Beiträge weiter verbreitet werden. Aber bitte nur mit einem Verweis auf den Autor und die Quelle! Außerdem sollten Sie unbedingt die Bildrechte beachten: Auch bei kostenfreien Stockfotos muss der Fotograf und die Bildquelle genannt werden. Vergessen zählt nicht – und eine Abmahnung kann richtig teuer werden.

Im Teil 2 dieser Reihe finden Sie die „Blog-Checkliste A – von den Zielen bis  zur Verbreitung„.  Die „Blog-Checkliste B – vom Issuemanagement bis zur Evaluation“ erscheint am 6. März 2013.

Bildquelle: Gerd Altmann/www.pixelio.de  

2 Kommentare to “Der Weg zum eigenen Blog, Teil 1”

  1. Liebe Christa, schön auf den Punkt gebracht.

    Mir fällt noch ein Aspekt ein, den man vor dem Bloggen bedenken sollte: Macht es einem Spaß über sein Thema zu schreiben? Schließlich muss man sich längere Zeit (im Idealfall die nächsten Jahre) damit beschäftigen.

    Auch wenn es sich bei einem Unternehmens-Blog um ein Marketing-Tool handelt, habe ich immer das Gefühl, dass man es einem Blog anmerkt, wenn er mit Herzblut geschrieben ist oder nur als lästige Pflicht („Weil man eben heutzutag nen Blog haben muss.“) betrachtet wird.

    Liebe Grüße
    Nadja

    • Liebe Nadja,
      da hast du Recht! Herzblut sollte meiner Meinung nach bei allem dabei sein, was wir tun. Denn es ist die Zutat, die für gute Ergebnisse sorgt und uns gleichzeitig das Leben versüßt.
      Na gut, bei den Steuersachen ist bei mir persönlich sehr wenig Herzblut dabei – aber dafür gibt es ja die Profis, die daran richtig Spaß haben und mit Herzblut bei der Sache sind ;o))
      Liebe Grüße,
      Christa

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