Im Interview – Biggi Mestmäcker

„Wirklich authentisch ist, wer ist, wie er oder sie ist.“

Biggi Mestmäcker PortraitBiggi ist für mich DAS Texttreff-Urgestein: Als ich mich vor drölfzig Jahren in meinem Lieblings-Netzwerk anmeldete, war sie eine der ersten Frauen dort, die ich wahrnahm in der Flut aus Beiträgen und Informationen. Denn Biggi ist ne echte Marke und hat einen ganz eigenen Stil. Ich empfinde sie als sehr hilfsbereit, sie hat immer ganz viele Eisen im Feuer und noch mehr Ideen zu Dingen, die sie noch alle in Angriff nehmen möchte ;-) Wenn man sie nach ihrer Meinung fragt, braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass sie einem nach dem Mund redet – das macht ihr Feedback gleich noch wertvoller!


CG: Du bist Texterin, Bloggerin und Autorin. Außerdem entwickelst du Kreuzworträtsel und betreust die Social Media-Kanäle verschiedener Kunden. Und du hast gerade eine Website online gestellt, in der es um Werben ohne Plastik geht – dort verkaufst du in einem Online-Shop nachhaltige Werbegeschenke. Wie viel Biggi steckt in all diesen Projekten? Und an welchen Stellen kommt Biggi zum Vorschein?

BM: Zunächst – ja, werben-ohne-plastik.de war meine Idee und ich habe die Seite konzipiert. Aber ich verkaufe dort gar nichts. Die Seite gehört Pascal Petersen, er ist der Lebensgefährte meiner Nichte. Die Idee hatte ich bei der Taufe seiner jüngsten Tochter. Die Geschichte kann man auf der Website nachlesen. Ich unterstütze das Projekt durch meine Kernkompetenzen in den Bereichen Text und Marketing. Aber es steckt dennoch ganz viel Biggi drin – ein Herzensprojekt.
Überhaupt steckt in allem, was ich tue, ganz viel Biggi. Eigentlich möchte ich immer als Person, als Mensch mit Ecken und Kanten wahrgenommen werden. Ich bin Freiberuflerin seit 25 Jahren und ich genieße diese Freiheit, die in dem Begriff steckt. Ich bin Biggi Mestmäcker. Und ich will nichts anderes sein. Ich habe im Web auch nie zwischen beruflich und privat getrennt. So gesehen ist überall Biggi drin, wo Biggi drauf (oder besser gesagt, im Impressum) steht.

CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

BM: Stimmt. Authentizität ist in. Aber wer sich „echt sein auf die Fahnen schreibt“, ist eben in meinen Augen gerade nicht besonders authentisch. Das klingt so verordnet, so strategisch durchdacht. Wirklich authentisch ist, wer …

Im Interview – Carsten Rossi

„Wer meine Kreativität will, muss mich aushalten.“

Carsten Rossi lacht Carsten und ich haben uns via Facebook kennengelernt: Anfang des Jahres 2017 waren wir Teil einer Bewegung der Counterspeecher, aus der bis heute aktive und ziemlich erfolgreiche Gruppen wie „#ichbinhier“ hervorgingen. Carsten diskutiert genau wie ich bis heute auf Facebook und engagiert sich aktiv gegen den Hass. Er streitet auf hohem Niveau und verliert dabei nie die Contenance – das finde ich ziemlich prima ;-) Außerdem mag ich die Arbeiten seiner Agentur, denn er schafft mit seinen Unternehmensgeschichten den Grenzgang zwischen Authentizität, PR und Werbung. Der Blick in die Referenzliste von Kamann Rossi lohnt sich! Danke, Carsten, für deine spannenden und detailreichen Antworten.


CG: Du bist einer der Geschäftsführenden der Agentur Kammann Rossi – für eure tollen Corporate Marketing und Corporate Publishing-Projekte seid ihr schon mehrfach ausgezeichnet worden. Als Privatperson nimmst du in den Sozialen Netzwerken kein Blatt vor den Mund und äußerst dich politisch zu verschiedenen Themen. Wie viel von diesem „streitbaren Carsten“ nimmst du mit zu deinen Kunden und in deine tägliche Arbeit?

CR: Kommt drauf an, ob Du die Haltung meinst oder den Inhalt. Ich streite mich gerne konstruktiv, also beziehe ich normalerweise recht offen Position, wenn ich von meiner Meinung überzeugt bin. Das ist in meinem Privatleben wie bei meinen beruflichen Aufgaben so. Als kreativer Berater wird das Gottseidank in den meisten Fällen auch von mir erwartet! Und dort, wo das nicht der Fall ist, wo sie nur Ausführer oder Jasager brauchen, sind wir als Agentur meistens auch nicht sehr lange tätig. Die setzen uns dann schnell vor die Tür oder wir geben entnervt auf und suchen das Weite.
Inhaltlich ist das häufig schon eher ein Spagat: Ich nehme bei einem Agentur-Lunch, bei dem es zu politischen Themen kommt, sicherlich kein Blatt vor den Mund, sondern äußere meine Meinung klar und deutlich im Rahmen der gesellschaftlich akzeptierten Umgangsformen. Und sollte ich einmal auf einen Gesprächspartner treffen, der meine gesellschaftlichen Kernwerte, die man nach alter Klassifikation wohl am ehesten als linksliberal bezeichnen könnte, gar nicht akzeptieren kann, würden wir wohl nicht lange zusammenarbeiten.
Anders ist das aber bei fachpolitischen Diskussionen, wo wir als Gesellschaft noch einen Konsens finden müssen, z. B. in der …

Personas entwickeln

Frau, Mitte 40, fährt gerne Rad, interessiert sich für Politik und liebt Schokolade – wie entwickelt man eigentlich Personas?

3 PersonasWir Werbemenschen sprechen immer wieder von sogenannten Personas – fiktiven Personen, auf die wir unsere Marketing-Aktivitäten ausrichten, um die Produkte oder Dienstleistungen unserer Kunden erfolgreich an die Frau oder den Mann zu bringen.

Diese Personas haben verschiedene Ausprägungen: von rudimentären Punkten wie in meiner Headline bis hin zur feinen Ausarbeitung über mehrere Seiten inklusive fiktivem Foto. Das liegt zum einen daran, dass wir Projekte in verschiedenen Tiefen durchdenken, denn bei der Positionierung eines neuen Hochpreis-Produkts ist zum Beispiel sehr tiefes Wissen über die Zielgruppe – und damit über verschiedene Personas – gefragt. Und zum anderen ist natürlich auch die Geldbörse des Auftraggebers entscheidend, schließlich kostet die Entwicklung von Personas gutes Geld. Ganz verzichten könnt ihr aber auf Personas nicht, denn wer fischt schon gerne im Trüben? ;-)

Mit Personas gebt ihr eurer Zielgruppe also ein Gesicht. Wenn ihr dann über geeignete Werbemaßnahmen, Bilder oder – wie ich – über Texte nachdenkt, habt ihr gleich eine Person vor Augen und könnt euch viel einfacher in eure Zielgruppe hineinversetzen. In diesem Blogbeitrag habe ich einige Fragen und Fakten zusammengefasst, die bei der Entwicklung von …

Selbstvermarktung mit Humor

5 Gründe, warum das mit dem Humor eine total ernste Sache ist.

Lachen Wer mein Blog regelmäßig liest, weiß, dass es hier öfter humorig zu geht. Warum das so ist? Weil ich Lachen einfach großartig finde! Ich lache zum Beispiel gerne über einen guten Witz, über Situationskomik und natürlich auch über mich selbst. Bitte glauben Sie mir, es gibt jeden Tag so einige Situationen, in denen ich mich prächtig über mich selbst amüsiere: Ich bin zum Beispiel die Texterin, die in Gesprächen öfter mal nach Worten sucht – und das manchmal auch noch vergeblich ;-) . Und über meine Vertippsler und Buchstabendreher lache ich besonders laut, wenn aus dem ursprünglich geplanten Wort eine kreative Neuschöpfung wird … wie zum Beispiel der Kundenbrater, der eigentlich ein Kundenberater sein sollte. Oh weh.

Doch nicht nur in meinem Blog schreibe ich humorig und locker über mich und meine Themen – ich verfolge diesen Stil auch in meiner Selbstbeschreibung oder auf meiner Facebook-Unternehmensseite. Und wenn ich Vorträge halte oder Workshops gebe, ist das auch ziemlich unterhaltsam.

Warum ich das tue? Zum einen, weil ich ein Sonnenscheinchen bin und gar nicht anders kann: Ich habe oft gute Laune und zeige das auch nach außen – und ich mag es gerne locker und ungezwungen. Zum anderen benutze ich das Stilmittel Humor mit voller Absicht: Denn damit ziehe ich Menschen an, die so ähnlich ticken wie ich, die das Leben leicht nehmen und gerne mal lachen. Und das ist auch schon der erste Grund, warum das mit dem Humor eigentlich eine total ernste Sache ist:

1. Mit Humor Kunden gewinnen – und zwar die richtigen.

Als Unternehmerin arbeite ich gerne mit Kunden zusammen, die mir und meiner Sicht auf die …

Hashtags auf Google+

So nutzen Sie die funktionalen Gartenzäune richtig!

GartenzaunDer geneigte Social Media-Nutzer kennt sie schon sehr lange: Hashtags, die Gartenzäune des Internets. Ich habe über Hashtags, ihre Entstehung und die vielen Funktionen bereits gebloggt. Auf Twitter sind sie schon seit Jahren zu finden, auf Facebook und Instragram tauchen sie vermehrt auf und sind ideal für die Recherche nach bestimmten Themen. Außerdem verbessern sie nachhaltig die Auffindbarkeit von Postings in den Sozialen Netzwerken  – aus marketingstrategischen Gründen sind die kleinen Zäune also sehr interesssant!

Bei Google+ kann man mit den Hashtags auch sehr gut nach bestimmten Stichworten suchen, doch hier gibt es mehrere Wege, wie man …

Für mehr Vernetzung

Werft die Netze aus und fischt, was das Zeug hält!

viele kleine FischeMarketing wird heute auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen in vielen Disziplinen betrieben: die klassischen Broschüren oder Flyer, Visitenkarten und Autoaufkleber, ein Corporate Design, das in allen Kanälen funktioniert, eine funktionale Website, die technisch auf dem neuesten Stand ist, das Social Media-Engagement – die meisten Firmen sind heute in Sachen Vermarktung praktisch überall unterwegs. Und das ist auch gut so! Doch mir fällt immer wieder auf, dass die umfangreiche Vernetzung der einzelnen Marketingkanäle gerade bei KMU noch keine Selbstverständlichkeit ist. Da werden viele einzelne Netze ausgeworfen – zum Beispiel eins online und eins offline, die nicht miteinander synchronisiert und auch nicht nachhaltig gepflegt werden. Das Resultat: Im schlimmsten Fall finden Kunden und Interessenten im Internet andere Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen als in einer gedruckten Broschüre.

Warum das so ist? Eine gute Frage! Ich möchte eine …

Verhalten in Social Media

Persönlichkeit zeigen, statt privat quatschen – 6 Tipps für Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co.

Alles im Leben hat zwei Seiten und lässt sich unterschiedlich interpretieren – so auch die vielen Tipps für Unternehmen in Social Media. In diesem Beitrag habe ich einige Aussagen zusammengestellt, die gerne falsch interpretiert werden: Denn es werden ja immer noch kräftig Katzenbildchen geteilt, extrem langweilige Pressemitteilungen gepostet, Fragen nicht beantwortet oder ganze Unternehmensauftritte nicht konsequent und nachhaltig gepflegt.

 1. INFORMIEREN – statt Werbung machen

MegaphonWer möchte die drölfzigtausendste, extrem langweilige Pressemitteilung in Social Media lesen? Niemand? Richtig! Also posten Sie ausschließlich Inhalte, die Ihnen UND Ihren Fans einen Nutzen bringen. Die tolle Tipps und Tricks oder wertvolle Informationen beinhalten. Oder machen Sie via Content-Kuration auf wertvolle Inhalte aufmerksam. Denn Ihre Devise in Social Media ist: …

Authentizität und Glaubwürdigkeit

Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.

SchuhabdruckWussten Sie schon? Porsche baut einen kleinen Ein-Liter-Cityflitzer mit 25 PS. Primark verkauft fair produzierte Kleidung in klassischen Schnitten und gedeckten Farben. Und bei Bosch gibt es ab sofort Bohrmaschinen für jedermann zum Preis von 10 Euro. Glauben Sie nicht? Gut so, denn ich habe mit diesen Sätzen mächtig geschummelt ;o)) Aber warum glauben Sie das nicht? Weil meine Aussagen nicht in die Bilder passen, das Sie von den genannten Unternehmen haben: Porsche steht für schnelle, luxuriöse Oberklasse-Autos zu Spitzenpreisen. Primark verkauft extrem günstige Kleidung – Qualität, Herstellungsprozesse und Materialien sind egal. Und Bosch bietet „Technik fürs Leben“ an, die ihren Preis hat. …

Blogger schenken Lesefreude

23. April 2014 – Welttag des Buches

Logo - Blogger schenken Lesefreude 2014Ich mag Bücher. Und zwar ziemlich. Seit ich lesen kann verschlinge ich alles, was ich zwischen die Finger kriege. Am liebsten lese ich auf der Couch oder mit Bett – so kann ich stundenlang schmökern, hach ;o)) Beruflich lese ich viel am PC und manchmal lese ich mittlerweile auch auf dem Tablet. Aber irgendwie werde ich nicht ganz warm mit den eBooks, dazu liebe ich die Haptik eines Buches viel zu sehr!

Am 23. April ist Welttag des Buches: Vor 19 Jahren ernannte die UNESCO diesen Tag zum weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und natürlich auch für die Rechte der Autoren. Die tolle Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ ruft dazu auf, an diesem Tag Bücher zu verschenken – da bin ich natürlich gerne dabei! Übrigens: Im letzten Jahr waren schon über 1.000 Blogs dabei. Ich bin gespannt, wie viele es in diesem Jahr werden. …

Social Media als Kontaktpunkt

Kundenkontakt heute: mehr als Telefon, Fax oder Mail

Bei meinen Reisen durchs Internet fällt mir eins immer wieder auf: Viele Unternehmen haben zwar mittlerweile Auftritte in Social Media, aber die Kontaktmöglichkeiten auf der Website sind nach wie vor auf die klassischen Kommunikationspfade wie Telefon oder Mail beschränkt. Manch eine Firma hat sogar noch die Faxnummer prominent platziert! Aber Facebookseiten, Xingprofile oder Twitterkanäle sucht man oft vergeblich.

Rotes TelefonWarum das so ist? Ich denke, weil viele Unternehmen immer noch nicht begriffen haben, dass Social Media ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation ist und auch bleiben wird. Das geht nicht mehr weg! Ehrlich! Aus diesem Grund wird nicht integrativ gedacht, es werden längst nicht alle Kanäle und Auftritte konsequent miteinander verlinkt. Und gleichzeitig wird es den Kunden und Interessenten unnötig schwer gemacht, mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen. In diesem Beitrag starte ich eine kleine Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Aber sie hilft Ihnen vielleicht, Ihren gesamten Außenauftritt zu …

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