(M)eine Geschichte

von am 1. November 2013 in Authentizität, Christa persönlich, Know-how, Social Media, Text, Websites | 49 Kommentare

„Ich bin ich. Und ich bin bares Geld wert.“

Comicfrau lächelt

Diese Aussage klingt ziemlich arrogant, finden Sie? Geradezu borniert und überheblich? Und spiegelt keine Inhalte, kein Know-how, keine Erfahrung, für die man mir als Unternehmerin Geld geben könnte? Stimmt, Sie haben recht. Gleichzeitig haben Sie auch unrecht: Denn mit meiner ganz persönlichen Art zu arbeiten und mich selbst zu präsentieren – meinem ganz persönlichen Echtsein – habe ich mir in den letzten Jahren eine tolle Zielgruppe erschlossen. Nämlich Kunden, die mehr als meine Arbeitsleistung kaufen – sie schätzen meine Person. Und damit habe ich das Wunderbarste erreicht, das man im Arbeitsleben erreichen kann: Ich habe den tollsten Job der Welt. Ich habe gut zu tun, habe tolle Kunden mit tollen Aufträgen. Kurz: Ich bin glücklich und zufrieden. Wenn mich heute jemand fragt, was ich arbeite, antworte ich: „Arbeiten? Ich habe den ganzen Tag Spaß!“ Das alles habe ich einem einzigen, folgenreichen Entschluss zu verdanken – dem Entschluss, die eigene Person als Teil meines Angebots zu begreifen.

Blabla. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Blabla.

Aber nun mal der Reihe nach: Vor mehr als 10 Jahren startete ich in die Selbstständigkeit. 6 Monate nach dem 11. September 2001 verlor ich meinen Texterjob in einer kleinen Frankfurter Werbeagentur. Die Agentur konnte mich nicht mehr bezahlen, da die Auftragslage katastrophal war. Der gesamte Werbermarkt in FFM lag völlig am Boden. Es gab – gefühlt – Tausende arbeitslose Texter, die alle besser waren als ich. Selbstverständlich.

Nach einigen Wochen Arbeitslosigkeit fand ich einen neuen Job in einer großen Bank: 10 Monate erstellte ich in einem feudalen Glaspalast Präsentationen in Word, Excel und PowerPoint für Analysten. Unter uns: Einen sinnloseren, unerfreulicheren Job als diesen hatte ich nie wieder in meinem Leben. Aber das ist eine andere Geschichte ;o)) Dieser Job hatte dennoch einen entscheidenden Vorteil: Ich verdiente gutes Geld. In dieser Zeit legte ich jeden Euro zur Seite, den ich entbehren konnte. Und ich entwickelte meine Geschäftsidee: Ich wollte eine selbstständige Texterin und Konzeptionerin werden. Auf eigenen Füßen stehen. Mit eigenen Kunden und eigenen Aufträgen. Ohne Vermittlung durch eine Agentur. Himmel, war ich naiv! Und mutig!

Start mit Warp 7.

Diesen Wunsch ging ich mit meiner üblichen Methode an: Ich erstellte eine flexible To-do-Liste und arbeitete Punkt für Punkt ab. Businessplan – check. Website – check. Kontakte zu anderen Freien aufbauen – check. Kontakte zu Wunschkunden aufbauen – check. Geld für die ersten, eventuell ertragsarmen Monate – check. Manchmal regierte in meinem Kopf auch das totale Chaos: Habe ich alles beachtet? Was habe ich vergessen? Welchen Status muss ich beim Finanzamt melden? Wie läuft das mit Kranken- und Rentenversicherung? Brauche ich sonst noch Versicherungen? Habe ich alle Unterlagen für das Überbrückungsgeld zusammen?  Bei solchen Dingen bin ich total organisiert, ich möchte immer gerne mindestens einen Plan B, wenn nicht sogar einen Plan C und Plan D in der Tasche haben.

Im April 2003 dann der Startschuss, meine Website ging online, ich netzwerkte wie verrückt – und ich bekam tatsächlich die ersten Aufträge! Ich startete mit Warp 7 durch. Und tief in meinem Inneren war die kleine Christa total erstaunt, dass da tatsächlich Unternehmen meine Dienstleistungen in Anspruch nahmen … unfassbar! Haben die wirklich nicht bemerkt, dass ich eine Hochstaplerin bin? Dass ich in Wirklichkeit gar nicht schreiben kann? Dass ich mich verkleide für Geschäftstermine? Dass ich schauspielere und in Wirklichkeit Kompetenz nur simuliere?

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss.

Die nächsten Jahre verliefen alle ähnlich: Ich bekam Aufträge, erledigte diese. Ich arbeitete für sehr große Kunden, mittelgroße Kunden und ganz kleine. Ich bekam Projekte aus dem Print- und dem Digitalbereich auf den Schreibtisch. Ich bekam gutes Feedback, selten auch mal schlechtes. Meist bekam ich aber gar keins – ich wusste also oft nicht, ob meine Kunden meine Arbeiten nun gut fanden oder nicht.  Aber wenn jemand wiederkommt, kann meine Arbeit ja nicht soooo schlecht gewesen sein, dachte ich mir. Außerdem machte ich erste unschöne Erfahrungen mit nicht zahlenden Kunden und mit Textdieben.

RaupeDann kamen mehrere große Jobs in Folge: zum Beispiel Schwangerschaftsvertretungen in Marketingabteilungen oder ich wurde wegen großer Projekte wie zum Beispiel Relaunches von mehrsprachigen Websites eingekauft. Und schwupps war ich wieder drin in der Büromühle: Ich saß morgens ab spätestens 8 Uhr am Schreibtisch im Großraumbüro. Mindestens 40 Stunden die Woche verbrachte ich in diesen Unternehmen. Ich machte Dienstreisen im Auftrag dieser Unternehmen, präsentierte Ideen, saß in Dutzenden langweiligen und stinklangweiligen Meetings, während sich auf dem Schreibtisch die Arbeit immer höher stapelte. Ich aß mittelprächtiges Kantinenfutter und wurde Zeugin von lästerlichem Kaffee-Küchen-Tratsch. Und ich sah viele gute Projekte an internen Unternehmensstrukturen scheitern. Der typische Alltag einer Festangestellten. Aber wollte ich das? Ne, nicht wirklich!

BÄNG. ALLES NEU!

Der Auslöser für den nun folgenden Schritt war kein schöner: Vor zwei Jahren sortierte mich ein Kunde, mit dem ich 80 % meines Umsatzes machte, sehr kurzfristig aus. Es gab Probleme im Team, und die Lösung der Vorgesetzten war, eben nicht nach Lösungen zu suchen, sondern das schwächste Glied in der Kette – mich, die Freiberuflerin – rauszuwerfen. Eine Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte.

Aber alles im Leben ist ja bekanntlich für irgendwas gut, und so war es auch in diesem Fall: Diese Erlebnisse nahm ich zum Anlass, meine komplette Aufstellung als Freiberuflerin zu überdenken. Ich stellte alles in Frage: meine Website, mein Angebot, meinen gesamten Außenauftritt – ja, sogar den Namen meines Unternehmens „Textschneiderei“. Denn über das reine „Handwerk Text“ war ich lange hinaus, stattdessen arbeitete ich immer öfter konzeptionell und beratend, entwickelte neue Ideen und Strategien, um meine Kunden im Web und Social Media nach vorne zu bringen. Je mehr ich darüber nachdachte, um so unpassender fand ich den Namen meines Unternehmens. Ein neuer Begriff musste her, klar. Aber welcher? Lange kreisten meine Gedanken um neue Fantasiekreationen, ich dachte mir die abgefahrensten Wortkombinationen aus. Dann die Idee: Ich nenne mich so, wie ich ohnehin schon dank meiner Eltern heiße ;o))

Egozentrisch? Verrückt? Oder einfach nur gut?

Was dann folgte, war eine wochenlange Phase des Überprüfens: Geht das wirklich – kann ich mit meinem Namen und meiner Person so exzessiv nach vorne gehen? Bin ich „Marke“ genug, um diesen Schritt zu wagen? Oder wirkt das alles viel zu überheblich und im schlimmsten Fall sogar abschreckend? Typische Frauengedanken eben … der weibliche Kleinmachteufel auf meiner Schulter flüsterte sie in mein Ohr. Böses Ding, das! Ich fand die Idee so gut, dass ich anfing, über diesen geplanten Schritt zu reden  – alle fanden die Idee super! „Wer ist sonst Marke genug, wenn nicht du?“, „Du bist gut, du hast deinen eigenen Stil  – mach es!“ und „Du musst nicht jedem gefallen und deine Arbeit auch nicht! Was spricht also dagegen?“ 

Und dann tat ich es: Im April 2012 ging diese Website hier an den Start – mit neuen Angeboten, neuen Texten, neuer Tonalität, neuen Bildern. Das Blog hatte ich auch auf meiner früheren Website schon, aber seit dem Relaunch betreibe ich es strategisch und blogge regelmäßig zu meinen Herzblutthemen Text und Social Media. Zeitgleich professionalisierte ich meine Social Media-Auftritte und pflege auch diese heute kontinuierlich und liebevoll. Und der Erfolg gibt mir recht!

Und die Moral von der Geschicht‘?

Trauen Sie sich! Bekennen Sie sich zu dem, was Sie ausmacht. Werden Sie als Unternehmer Sie selbst. Begreifen Sie Ihre Persönlichkeit, Ihren Stil als echtes Alleinstellungsmerkmal. Verwandeln Sie sich vom austauschbaren „Irgendwer“ in einen Unternehmer, der seine persönliche Note pflegt. Jemanden, der wiedererkannt wird.

SchmetterlingUm diese Persönlichkeit in einem ersten Schritt besser kennen zu lernen, können Sie sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Was bieten wir unseren Kunden an? Fachlich, persönlich und zwischenmenschlich?
  • Wo liegen unsere Stärken? Fachlich, persönlich und zwischenmenschlich?
  • Was gewinnen die Kunden mit unserem Angebot? Fachlich, persönlich und zwischenmenschlich?

Mit den Antworten auf diese Fragen in jeweils drei verschiedenen Sichtweisen gelangen Sie automatisch zu dem, was Ihr Angebot einzigartig macht. Denn die Antworten beschreiben Ihr Produkt, Ihre Mission und Ihren ganz persönlichen Stil im Umgang mit anderen Menschen. Die Antworten zeigen Ihnen die Dinge, in denen Sie besonders gut sind, zu denen Sie eine positive Einstellung haben und für die Ihr Herz brennt. Mit dieser positiven Einstellung sind Sie automatisch authentisch – denn Sie sind ganz bei sich selbst!

Eins sollten Sie noch wissen: Authentisch zu sein ist nicht gleichbedeutend mit „geliebt zu werden“. Sie und Ihre persönliche Note werden nie von allen anderen Menschen gemocht, Sie können es nie allen Menschen recht machen  – denn unsere Wertesysteme, Ansprüche und Persönlichkeiten sind einfach viel zu verschieden. Doch das macht ja gar nichts, denn Ihr Arbeitstag ist ja ohnehin zeitlich begrenzt!

Und noch eine Anmerkung speziell für Frauen: Vergessen Sie einfach mal Ihre tolle Fähigkeit zur Selbstkritik – so wichtig sie sonst auch ist! Seien Sie zufrieden mit sich selbst! Denn Echt zu sein – sich zu erlauben, man selbst sein – bedeutet immer auch gleichzeitig zu akzeptieren, dass man unvollkommen ist. Und das ist die eigentliche Erkenntnis dieses sehr langen, sehr persönlichen Blogbeitrags.

Vielen Dank an alle, die bis hier hin gelesen haben – ich hoffe, ich konnte mit meiner Geschichte Mut machen. Und ein dickes Ätsch an die anderen, die mittendrin aufgehört haben – die haben echt was verpasst ;o))

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Sie möchten Ihre eigene Mutmach-Geschichte aufschreiben? Prima! Hier geht’s zur Blogparade „Mutmach-Geschichten“.

 

Bildquellenangabe: Pixabay

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49 Kommentare to “(M)eine Geschichte”

    • Liebe Heike,

      toll, dass du die ersten Schritte gehst! Ich wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg!
      Eins solltest du wissen: Das hört nun nie wieder auf, du gehst ab jetzt immer weiter. Und das ist superschön ;o))

      Liebe Grüße,
      Christa

  1. Liebe Christa,
    Du sprichst mir aus dem Herzen! Diese Zweifel, ob ich gut genug bin – übrigens typisch weiblich – wie ich mich denn gegen die „Großen“ durchsetzen sollte. Mir war gerade so, als ob Du ein bisschen meine Geschichte erzählst.:-) „Mut in der Angst“ hat mein Mentor immer gesagt und das hattest Du und ich auch. Was ist passiert? Heute arbeiten wir, arbeiten wir?, mit viel Spaß.
    Danke für den tollen Blog
    Lieben Gruß aus der Pfalz
    Heike

    • Liebe Heike,

      ja, wir brauchen viele Formen von Mut: Mut in der Angst, Mut zum Echtsein und manchmal sogar den Mut zur Lücke.
      Und ich glaube auch, dass Frauen immer eine Extraportion Mut brauchen – warum auch immer ;o))
      Aber wenn frau das verstanden hat funktioniert es! Und das ist die Hauptsache.

      Liebe Grüße,
      Christa

  2. Liebe Christa,
    ich liebe diese Geschichte und deine Art. Ätsch.
    Ich denke schon seit Ewigkeiten, dass wir Solo-Unternehmer gut daran tun, unsere Persönlichkeit zu hegen und zu pflegen. Sie ist es, die den wirklicen Unterschied zu anderen ausmacht und sie ist es, auf die unsere Kunden an- oder abspringen. Denn Menschen kaufen bei Menschen.
    Als ich das vor vielen Jahren das erste Mal für mich entdeckte schalt ich mich naiv und die Erkenntnis banal. Aber gerade in diesem Jahr finde ich an so vielen Stellen solche Geschichten wie die deine, dass ich meine Bewertung nun endlich aufgeben werde. Und vielleicht grundsätzlich daraus lerne, dass meine Beobachtungen durchaus wertvoll sind. Danke fürs Mutmachen.
    Herzlich, Dörte

  3. Liebe Christa,

    was für eine wunderbare Mutmachgeschichte, vielen Dank dafür! Als gerade frisch „Existenzgegründete“ entdecke ich mich da in einigen, nein, den meisten Punkten durchaus wieder. Werde mir also diesen Artikel als Manifest übern Schreibtisch hängen! 😉

    Herzliche Grüße
    Inga

    • Das freut mich, liebe Uschi ;o))
      Ich glaube, wir alle haben solche Momente im Leben, in denen wir Zusammenhänge auf der großen, hohen Metaebene begreifen. Und in den meisten Fällen geht es uns dann besser.
      Wie schön, dass wir lernen können!

      Liebe Grüße,
      Christa

    • Liebe Sandra,

      abgeschlossen ist meiner Meinung nach nie irgend etwas ;o)) Und schon gar nicht unser beruflicher Weg. Wer weiß schon im Voraus wie es weitergeht? Ich jedenfalls nicht.
      Doch ich freue mich auf das, was kommt!

      Liebe Grüße,
      Christa

  4. Liebe Christa,

    wie Recht du doch hast, mit dem was du schreibst. Punkt.

    Vielen Dank für die ehrlichen Worte und die Offenbarung deiner persönlichen Geschichte. Ich denke jede von uns Selbstständigen hat sich in deiner Geschichte irgendwo und irgendwie wieder erkannt und ja, deine Geschicht macht Mut: „JA“ zu sich selbst zu sagen und sich als Persönlichkeit zu vermarkten. Denn genau das ist es, was die „richtigen“ Kunden von uns wollen!
    Der Weg dort hin das zu begreifen, braucht manchmal seine Zeit.
    In der Selbstständigkeit gibt es Höhen und Tiefen und ich glaube ganz fest daran, dass jede Höhe und jede Tiefe einen Sinn hat! Die Höhe bestätigt in uns in dem was wir tun und zeigt uns, warum wir es tun und selbstständig sind. Die Tiefen erinnern uns daran selbst und ständig an uns zu arbeiten, Dinge zu ändern, andere Wege einzuschlagen, neue Chancen zu ergreifen, nach dem zu streben, was uns wirklich glücklich macht.
    Der beste Job ist der, der uns ausfüllt, vollkommen macht und vor allem das Herz zum Singen bringt. Und genau das spüren die Kunden und nicht nur die, sondern alle, die uns kennen und genau wegen unserer einzigartigen Persönlichkeit mögen.

    Es grüßt dich aus dem Siegerland,
    Eva
    [ Ein Engel für alle Fälle ]

    • Liebe Eva,

      danke auch dir für deine lieben und spannenden Worte! Wir lernen jeden Tag: Wir lernen über unseren Job. Über unsere Kunden. Über unsere Aufgaben. Und auch über uns selbst.

      Es bleibt spannend. Denn das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss. Was ein Glück ;o))

      Liebe Grüße,
      Christa

  5. Liebe Christa,

    eine unglaublich schöne und spannende Geschichte – eine Geschichte voller Authentizität, hinter der eben genau diese Christa steht, die wir so schätzen und lieben gelernt haben …

    Und es freut uns sehr, dass wir durch unsere gemeinsamen Projekte auch einen kleinen Part an Deiner Erfolgsgeschichte einnehmen durften.

    Zum 10jährigen Jubiläum gratulieren wir Dir von ganzen Herzen und freuen uns natürlich auf unsere zukünftige und spannende Zusammenarbeit – bei der Du uns ganz sicherlich wieder mit Herz und Sachverstand begleiten wirst.

    Bleib so wie Du bist!

    Viele liebe Grüße

    Dein Team von J7 Events

    • Danke, lieber Jürgen – ich weiß gar nicht was ich tippen soll ;o)) Ihr seid soo toll! Und ich bin nun ganz gerührt *snüff*

      Auf die nächsten Super-Projekte, die wir gemeinsam wuppen werden!

      Liebe Grüße,
      Christa

  6. Liebe Christa,

    wir haben uns beim Siegerländer Frauen zeigen Vielfalt Congress kennengelernt. Dort durfte ich schon ein wenig von Deiner Geschichte erfahren, fand es jetzt aber umso spannender es nochmal im Detail zu lesen und finde Deine Geschichte sehr inspirierend. Ich glaube, daß es wirklich ein Prozess ist, sich selber als Marke zu sehen und sich als das zu verkaufen, was man wirklich ausmacht. Und man nicht jeden Kunden haben will und es vor allem nicht jedem recht machen kann. Man wird nur unglücklich sich permanent zu verbiegen. Vielen Dank für das Teilen Deiner Geschichte. Sie hat mir sehr inspiriert. Liebe Grüße, Ilka

    • Liebe Ilka,

      vielen Dank für dein Feedback, es hat mich sehr gefreut ;o)) Ja, sich verbiegen ist nicht gut für die Gesundheit. Und auch nicht für den Job – denn wenn man nicht mit Herzblut bei der Sache ist, ist man nie so gut, wie man sein könnte, wenn man brennt.

      Liebe Grüße,
      Christa

  7. Vielen Dank, Christa, für diese mutige und ermutigende Geschichte. Gerade beginne ich zu ahnen, dass mein Weg in eine ähnliche Richtung führen könnte. Ich hoffe, ich kann ihn so überzeugt und überzeugend gehen wie Du.
    Eines denke ich oft, aber bei Deiner Geschichte gerade besonders intensiv: Was bedeutet die Freiberuflichkeit doch für eine Freiheit! Freiheit zur persönlichen Entwicklung, völlig unabhängig von Personalabteilungen, Jahreszielvereinbarungen, halben Zusagen von gestressten Chefs, die eigentlich auch nur IHRE Zielvereinbarung erfüllen müssen!
    Was bin ich froh über diese Möglichkeit.
    Dir wünsche ich alles Gute zum zehnjährigen Jubiläum. Auf ein „20 Jahre weiter so“!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Danke, Sabine!

      Ja, freiberuflich arbeiten bedeutet Freiheit. Aber es bedeutet auch eine hohe Verantwortung. Und ziemlich viel Arbeit ;o))
      Ich möchte es nie wieder anders. Gerade wegen meine Ausflüge in verschiedene Unternehmen und die dort vorherrschenden Strukturen.

      Ich wünsche dir auch alles Gute für die Zukunft!
      Christa

  8. Hallo Christa,

    Seine eigene Marke zu definieren und zu entdecken ist wohl das Schwierigste was es gibt, aber es ist jede Sekunde wert. Dein Artikel spricht mir aus der Seele und bestätigt, dass es auch andere Verrückte wie mich gibt…
    Viel Glück auf deinem Weg,
    Beste Grüße aus Hamburg
    Nadine Klenke

  9. Hallo Christa,

    Danke für Deine Geschichte. Ich hoffe, sie macht vielen anderen Mut, ihren eigenen Weg zu finden und auch zu gehen, egal was drum herum passiert. Wir lassen uns viel zu oft von „Realitäten“ abhalten oder passen uns an, um den Erfolg nicht zu „gefährden“. Aber Spagat auf Dauer kann nur wehtun…

    Wir sollten das Einzigartige, was jeder von uns hat, auch offen anbieten und zeigen und damit arbeiten, nur so können wir wirklich 100% leben und geben.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Spaß auf Deinem Weg.

    Liebe Grüße aus Augsburg
    Michéle B. Labdi

    • Liebe Michéle,

      ja, du hast recht. Doch scheinbar ist es nicht „normal, genau seinen eigenen Weg zu gehen. Die Gründe dafür sind vermutlich sehr vielfältig – und vielleicht mal einen eigenen Blogbeitrag wert ;o))

      Liebe Grüße,
      Christa

  10. Vielen Dank, liebe Christa Goede, für diese sehr ehrliche und auch Mut machende Geschichte. Der Artikel spricht mir aus der Seele, denn ich stehe auch gerade selbst an diesem einen bestimmten Wendepunkt. In einigen, ach in vielen, Situationen habe ich mich auch selbst wieder erkannt :) Aber ich habe letzthin auch einen sehr schönen Spruch gelesen, der nun auch mein Motto ist: Wege ehtstehen dadurch, dass man sie geht. In diesem Sinne viel Glück und viel Erfolg weiterhin!!!

  11. Hallo Christa,
    ich stehe im Augenblick auch vor der Frage, wie ich etwas ändere und wie.
    Dein Blog ist für mich ein neuer Weg, den ich schon im Hinterkopf seit geraumer Zeit hin und her wälze.
    Die Art wie ich den Menschen das Tier Hund nahebringen möchte hat sich gewandelt und auch ich bin anders geworden. Die Angst Kunden zu verlieren hemmt mein handeln.
    Über Deinen Beitrag werde ich jetzt nachdenken und es wird sich bestimmt etwas ändern. Danke
    Margot

  12. Wunderbarer Blog,
    sehr schön geschrieben!
    Das kannst du wirklich, wirklich gut!

    Ich brenne auch für was, ich habe durch deinen Beitrag auch den Mut gefasst endlich los zu gehen…

    step by step

  13. Liebe Christa,
    ich hab einen Kloß im Hals und leicht erhöhte Wasserstände hinter den Augen….. Gleichzeitig Freunde und Trauer: Freude für dich, über deinen Mut, dich nullkommagarnicht irritieren zu lassen, einfach deinen Weg zu gehen, nicht etwa stur, sondern mit ganz vielen, freundlichen Blicken nach rechts und links…. eben genau wie deine Geschichte hier…. Und Trauer über meine bisherige Unfähigkeit, mein Ziel umzusetzen, das an so vielen Stellen deiner Geschichte/deiner Haltung ähnelt! Herzblut ist das Stichwort. Das, was auch mich immer schon ausgemacht hat. Mir aber komplett zum Verhängnis wurde. Weil Kollegen in der Festanstellung nicht mehr mitansehen konnten/wollten, wie mein Engagement für die Arbeit und ihr Selbstverständnis („ich tue nur, was ausdrücklich von mir velangt wird….“) so weit auseinanderdrifteten, dass ich am Ende mit Angststörungen ausgemobbt wurde. Und kurz danach noch Brustkrebs hatte. Und wieder und wieder der Versuch, auf die EIGENEN Füße zu kommen. Und wie sehr man sich nach zwei solchen Tiefschlägen selbst im Weg stehen kann!

    Ich schreibe dies hier gewiss nicht, um den Optimismus deines Textes sozusagen zu untergraben. Nein, auch mir geht es um MUT! Denn eigentlich will ich sagen: Auch, wenns richtig wehtut, richtig besch…. wird, kann man sich noch berappeln. JA!!!! Ich werde es schaffen! Und all denen, die es wie mich doch noch ein bisschen mehr „erwischt“ hat, mehr als dich – zumindest mehr als dein Text vermuten lässt (wobei ich glaube, dass es auch bei dir nicht ohne Blessuren abging… Du deutest das ja an), all denen will ich sozusagen noch etwas „verschärft“ Mut machen: Auch wir können das schaffen. Auch wenn es – wie bei mir – immer mal wieder so aussieht, als stünde man sich permanent selbst auf den Füßen. Auch, wenn die Angst scheinbar nicht weichen will…. Der einzige Weg da heraus ist der VORWÄRTS: Und wie das aussehen kann, wo der hinführen kann (nämlich dahin, wo es besser wird), hat Christas Text gezeigt. Danke dafür! Ich sehe es weniger als „Manifest“, eher als Erinnerungshilfe, wenn mal wieder der Punkt droht, an dem ich das Ziel aus den Augen verlieren könnte – weil ich nur noch die beiden Fußspitzen anstarren kann, die da so beharrlich voreinander, fast aufeinander stehen…. Nein, das Ziel ist real! Das gibt es! Es ist erreichbar! Denk an Christa! So werde ich das in Zukunft halten…. Und danke noch einmal. Du hast mich grad zur richtigen Zeit aus einem meiner Löcher rausgeholt!
    Herzlich Maria

    • Liebe Maria,

      danke für deinen Text … ich bin ein bisschen sprachlos gerade *seufz*. Ja, du hast recht, auch in meinem Leben lief nicht alles perfekt und gradlinig – und das wird auch in Zukunft so sein, da bin ich mir (leider?) ganz sicher!
      Doch: An was soll man wachsen, wenn nicht an Rückschlägen? Rückschläge sind dazu da, die eigenen Standpunkte zu überprüfen, zu schärfen und ggf. zu ändern. „Alles ist für irgendwas gut!“ … das ist mein Mantra. Manchmal verstehe ich es erst Jahre später, aber bisher habe ich immer alles verstanden.

      Mobbing/Bossing kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Heute weiß ich, dass diese grässlichen Situationen aber auch etwas mit mir zu tun hatten – ich habe Angriffsfläche geboten, eben gerade durch meine Art. Ich habe mich persönlich angegriffen gefühlt, statt die Attacken an mir abprallen zu lassen. Muss ich mich deswegen ändern? Nein. Ich muss mich mit Menschen umgeben, die meine persönliche Art zu schätzen wissen ;o)) Klingt einfach … und ist eigentlich einfach. Doch der Anfang ist richtig schwer und fies und erscheint einem wie eine unüberwindbare Hürde. Doch sobald man die ersten Schritte gelaufen ist, merkt man, dass es eigentlich ganz einfach ist!

      Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell wieder gesund wirst. Dass du deinen Traumjob findest. Und ich wünsche dir ganz viel Kraft. Und Sonnenschein fürs Herz ;o))

      Liebe Grüße,
      Christa

      • Du bist lieb! Danke!!!! Und ich wünsch dir, dass du weiterhin alle Hürden meistern kannst!!! Angriffsflächen zu bieten, ist ja eigentlich was Produktives – hat vermutlich was mit Physik zu tun…. Reibung + Reibung = Funke springt. Oder so. Oder springt eben nicht. Und das muss man aushalten lernen. Aber da hat man dann ja auch was gelernt, genau, wie du sagst. Und ich wollte dem einfach hinzufügen: Nie, niemals am eignen Weg irre machen lassen. Egal, wie schwer. Und genau das, glaube ich, ist Authentizität. Aber auch mal sagen zu dürfen: Leute, das ist/war nicht so einfach, wies aussieht! Täuscht euch da mal nicht. Aber das Ergebnis ist toll. Für mich. Und weil ich es – trotz aller Hürden – bis hierher geschafft habe, darf ich jetzt auch meinen Preis festsetzen. Und der ist nicht Nullachtfuffzig, weil ich es auch nicht bin.

        Herzliche Grüße an alle, die sich nicht von Angriffsflächen (und Ecken. Und Kanten. Und dem Anders-Sein) abschrecken lassen….. Ein kluger Mann hat mal gesagt, solche Menschen sind „Scheidewasser“. Das ist das, was Gold von Nicht-Gold trennen sollte (bei den Alchimisten….) Kann man jetzt sehen, wie man mag…..
        Maria

        PS: Ach so, ja, sorry! Ich schreib natürlich nur darum hier so viel, weil ich (noch) kein eignes Blog habe…..

        • Scheidewasser – hihi ;o))
          Aus Reibung, Funken und Feuer kann ganz viel Neues entstehen. Und genau daran sollte man denken und sich freuen, wenn es heiß wird! Und nicht daran, dass man sich verbrennen könnte …

          Liebe Grüße,
          Christa

  14. Liebe Christa, ich bin soooo froh, dass ich auf diesen Beitrag gestoßen bin, genau das, was ich lesen musste! Danke danke danke! Du machst mir wirklich Mut, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Entweder man nimmt mich so, wie ich bin, wenn man diese Schreibe haben möchte, oder man lässt es 😉 Nochmals vielen Dank, du hast mir heute abend sehr geholfen, was für ein Zufall 😉 (Es gibt keine Zufälle 😉 )

    LG,

    Alex(andra)

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