Verhalten in Social Media

von am 7. Mai 2014 in Know-how, Social Media | 9 Kommentare

Persönlichkeit zeigen, statt privat quatschen – 6 Tipps für Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co.

Alles im Leben hat zwei Seiten und lässt sich unterschiedlich interpretieren – so auch die vielen Tipps für Unternehmen in Social Media. In diesem Beitrag habe ich einige Aussagen zusammengestellt, die gerne falsch interpretiert werden: Denn es werden ja immer noch kräftig Katzenbildchen geteilt, extrem langweilige Pressemitteilungen gepostet, Fragen nicht beantwortet oder ganze Unternehmensauftritte nicht konsequent und nachhaltig gepflegt.

 1. INFORMIEREN – statt Werbung machen

MegaphonWer möchte die drölfzigtausendste, extrem langweilige Pressemitteilung in Social Media lesen? Niemand? Richtig! Also posten Sie ausschließlich Inhalte, die Ihnen UND Ihren Fans einen Nutzen bringen. Die tolle Tipps und Tricks oder wertvolle Informationen beinhalten. Oder machen Sie via Content-Kuration auf wertvolle Inhalte aufmerksam. Denn Ihre Devise in Social Media ist: Informieren, nicht Werbung machen.

2. AKTUELLEN BEZUG NEHMEN – statt Plan abspulen

PlanJa, ein Redaktionsplan ist super und natürlich ein absolutes Muss. Und es ist auch super, dass man Postings vorschreiben kann – zum Beispiel via Hootsuite. Aber gleichzeitig ist es auch wichtig, dass Sie Ihre Inhalte an tagesaktuelle Ereignisse anpassen. Es gibt ein Topereignis, über das Sie unbedingt berichten müssen? Tun Sie es, der geplante, zeitlose Beitrag wird es Ihnen verzeihen, dass Sie ihn nach hinten schieben.

3. AKTIV SEIN – statt zuschauen

ZuschauerinStellen Sie sich vor: Unter einem Ihrer Postings entwickelt sich ein spannendes Gespräch. Und Sie ignorieren das Geschehen vollständig. Sie diskutieren nicht mit, Sie kommentieren nicht mit, Sie reden nicht mit. Statt dessen verlinken Sie innerhalb der Diskussion auf eine Pressemitteilung auf Ihrer Website – ganz ohne eigenes Statement. Machen Sie nicht? Gut so, denn Sie können und sollen natürlich mitreden und mitdiskutieren.

4. HELFEN – statt ignorieren

Erhobene HandSie bekommen eine Frage gestellt? Prima, antworten Sie! Und zwar nicht erst in 4 Tagen, sondern recht zeitnah und informativ. Stellen Sie die gesuchten Infos kurz und knackig zusammen oder bieten Sie einen telefonischen Kontakt an. Und wenn Sie keine Antwort auf die gestellte Frage wissen, ist das auch kein Problem – denn Sie kennen bestimmt eine Webadresse, auf der der Fragende eventuell die gesuchte Antwort findet.

5. PERSÖNLICHKEIT ZEIGEN – statt privat quatschen

VorhängeschlossNIEMAND interessiert, was es in Ihrer Kantine zum Mittagessen gab. Es interessiert auch niemanden, dass Sie Ihre Fußnägel schick lackiert haben – außer Sie sind Besitzerin eines Manikürestudios. Sie dürfen aber gerne persönlich sein: Ihre ganz eigene Note ist wichtig, Ihre Meinung ist wichtig, bei Einzelselbstständigen ist oft sogar die eigene Person wichtig. Zeigen Sie Persönlichkeit im unternehmerischen Sinne!

6. TROLLS BEKÄMPFEN – statt unliebsame Fans löschen

Personen löschenJa, es gibt immer wieder Fans oder Follower, die uns Social Media-Verantwortlichen gehörig auf die Nerven gehen: Sie stellen merkwürdige Fragen, sind unfreundlich oder wissen alles besser. Doch das müssen Sie höflichst aushalten, denn Ihre Kunden sind eben nicht immer supernett und freundlich. Anders verhält es sich mit den Trollen: Die dürfen Sie gerne hochkant rauswerfen!

Sie kennen weitere Tipps für Verhaltensweisen, die gerne missverstanden werden, aber für den Erfolg in Social Media wichtig sind? Ich freue mich auf Ihren Input!

Bildquelle: Pixabay

9 Kommentare to “Verhalten in Social Media”

  1. Hallo Christa,

    kurz, knapp, auf den Punkt.
    Gerade die Sache mit dem Kantinenessen wird gerne falsch verstanden. Allerdings: Wenn ein Einzelunternehmer unter seinen Followern viele private Freunde und Nachbarn hat, bringt ihm auch das Posten privater Geschichten Traffic. Nur halt keine Kunden. Aber Traffic. Der halt doch wieder für Verbreitung sorgt.
    Deswegen weiße ich freundlich darauf hin, dass es um den Mehrwert für den Kunden geht und toleriere es dennoch, wenn der Kunde seine Urlaubsgrüße loswerden möchte. Wenn es zu seinem Profil als Unternehmen passt.

    Viele Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,

      Urlaubsgrüße fallen bei mir gelegentlich in den Bereich „Persönlich“ – nämlich dann, wenn es zum Unternehmen passt. Das ist vor allem bei den Unternehmen der Fall, in denen eine hohe persönliche Bindung zwischen Kunden und Unternehmer besteht. Und das ist ja bei vielen Einzelunternehmern der Fall ;o)) Es gilt also, jeden Einzelfall genau abzuwägen. Und das ist die hohe Kunst von Social Media!

      Liebe Grüße,
      Christa

  2. Hallo Christa,

    danke für den professionellen Beitrag. Frage: Bezieht sich das jetzt nur auf Beiträge auf der Fanseite, oder auch auf dem persönlichen Profil?

    • Hallo Georg,
      meine Beiträge beziehen sich immer auf Fanpages – also auf professionelle Unternehmensauftritte. Deswegen heißt der Beitrag ja „Persönlichkeit zeigen, statt privat quatschen – 6 Tipps für Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co.“ ;o))
      Liebe Grüße,
      Christa

  3. Perfekt auf den Punkt gebracht!
    Wobei ich manchmal überrascht bin, dass eine Info über mein Wochenprogramm (Aufträge, Termine usw.) eine hohe Anzahl von LeserInnen hat, während nützliche Links zu Tools z.B. gerade einmal 15 oder 20 Leute interessiert. 🙂
    Viele Grüße, Giselle

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