Leben in der digitalen Blase

Was Punkrock und Schmusibusi mit Filtern und Durchschnitt zu tun haben.

Zwei Goldfische im GlasEin Thema, das mich ziemlich umtreibt: Mein Leben in der digitalen Blase. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich lebe im Internet in einer Art Internetblase oder „Filterbubble“, wie es auf Neuland-Deutsch heißt. Meine engen Facebook-Freunde kenne ich zum Beispiel alle real: Wir haben viele Gemeinsamkeiten und sehen uns auch außerhalb von Social Media. Meine weiteren Social Media-Freunde/Fans/Follower setzen sich aus Kollegen, Kunden, Netzwerkpartnern und anderen spannenden Personen zusammen, die ich teilweise nicht persönlich kenne, mit denen mich aber mein Job, ein Hobby oder ein bestimmtes Thema verbindet. Mein Social-Media-Alltag wird vor allem von meinem Job bestimmt: Als Texterin und Konzeptionerin schreibe ich eigentlich ununterbrochen und beschäftige mich mit meinen Brotthemen, die gleichzeitig meine Lieblingsthemen sind – was ein Glück! In meiner Freizeit interessiert mich …

so war mein 2014

Lachen und weinen, Erfolg und Flop – noch nie lagen Schwarz und Weiß so dicht beieinander.

ÜberraschungBisschen früh für einen Rückblick, gelle? Wobei … im Fernsehen laufen die Jahresrückblicke schon seit Ende November, so schlecht ist mein Timing also gar nicht. Los geht’s!

So war mein 2014:

Durchgeknallt.
Und zwar ziemlich. Und auch noch kontinuierlich. Mir sind in diesem Jahr Dinge passiert, von denen ich all die früheren Jahre verschont blieb. Ich hab zum Beispiel die erste Kur meines Lebens gemacht – zu meinem blanken Entsetzen war ich nicht die Jüngste ;-) Ich habe mit meinem Mann eine 90 km-Radtour gemacht, auf der wir drei Pannen hatten – irgendwann war es nur noch zum schieflachen komisch, als schon wieder ein Reifen Luft verlor.
In diesem Jahr habe ich mich außerdem viele Dinge getraut: Ich bin nach etwa 30 Jahren mal wieder vom 10-Meter-Brett gesprungen. Das war sensationell, aber ich mache es in diesem Leben bestimmt nicht noch mal! Ich habe meine erste Session auf dem BarCamp RheinMain gehalten. Und ich auf dem …

Blogparade Akquise und Vertrieb

Blogparade – mein wunderbarstes Vertriebserlebnis. Oder: Akquise ist immer und überall!

Gerhard Schröder von der Agentur K3 hat eine tolle Blogparade gestartet: Lehrreiches aus der Kundenkommunikation und dem Vertrieb. Da mache ich doch gerne mit! Schließlich bin ich als Freiberuflerin eigentlich immer in Vertriebs- oder Akquisebereitschaft – da ist es ganz egal, ob ich an der Kasse im Supermarkt stehe oder mein Auto in der Autowerkstatt abgebe. Und deswegen ist mir „mein wunderbarstes Vertriebserlebnis“ auch gleich zwei mal passiert:

Win-Win in der Schlange an der Supermarktkasse

Ein Frühlings-Dienstag, früher Abend. Ich stehe Schlange an der Supermarktkasse. In meiner Hand ein Brot, etwas Käse, ein paar Tomaten. Es war einer dieser Tage, an denen man keine Lust auf abendliche Kochorgien hat. Um mich herum lauter gestresste Menschen, die nervös von einem Bein aufs andere hüpfen und genervt mit den Augen rollen, wenn die Kassiererin oder der Kassierer auch nur zwei freundliche Worte mit einem Kunden wechselt. Nettigkeiten passen eben nicht in diese total durchoptimierte Welt! DeadlineVor mir eine Frau, die in dieses Klischee vermeintlich perfekt passt: kalorienreduzierter Joghurt in der Hand, Handy am Ohr: „Waaaaaaaaaaaaaas? Er hat immer noch nicht geliefert? Und auch nicht auf unsere Mails und Anrufe reagiert? Das gibt’s doch gar nicht – in 14 Tagen ist Messe! Und die Druckerei braucht auch noch ein paar Tage für unsere Broschüre. Ich krieg die Krise!!!“ Ich stand hinter ihr und versuchte im Feierabendgewusel abzuschalten und mich nicht anstecken zu lassen vom Stress und der Eile der anderen. Das Telefonat ging weiter: „Boar, was machen wir denn nun? Wir können doch keinen reinen Bildband mit auf die Messe nehmen, wir brauchen Texte!“ An diesem Punkt wurde ich wach, denn das Wort Texte sorgt bei mir immer sofort für erhöhte Aufmerksamkeit. Also spitzte ich die Ohren: „Sabine, du musst unbedingt rumtelefonieren. Wir brauchen jemanden, der fix und vor allem zuverlässig bis zum Ende der Woche die Texte für die Broschüre liefert. Und dem Herrn XY bestellst du bitte einen schönen Gruß von mir – er kann uns mal ziemlich gerne haben!“

Richtig schlechte Texte schreiben

6 ultimative Tipps für richtig schlechte Texte.

SupermanIn diesen Tagen beschäftige ich mich gleich mit mehreren Spezialthemen und bin deshalb oft auf Recherchetour im Internet unterwegs – das ist nur etwas für ganz Hartgesottene, sage ich Ihnen. Grässlich formulierte Texte, lieblos publizierte Inhalte und gähnende Langweile, wohin mein Auge blickt. Nach einer Phase der tiefen Verzweiflung über so viel Respektlosigkeit der Sprache gegenüber kam mir eine Idee: Ich schreibe einen kleinen Ratgeber, mit dessen Hilfe Sie wirklich richtig schlechte Texte schreiben können – Sie werden sozusagen Superman oder Superwoman …

Der Mitarbeiter des Monats

Darf ich vorstellen: mein Bauchgefühl.

Jeder kennt es, dieses vielversprechende Kribbeln im Bauch, wenn wir uns auf etwas (vor-)freuen. Dieses herrliche Gefühl, das uns schon beim bloßen Gedanken an ein tolles Konzert oder einen wunderbaren Abend mit Freunden über beide Backen grinsen lässt. Oder, wenn der Bauch vor Glück Purzelbäume schlägt, weil wir morgen in den Urlaub fahren – endlich! Doch jeder von uns kennt auch das mulmige, unangenehme Gefühl in der Körpermitte, das dafür sorgt, dass wir unruhig werden. Dieses innere Grummeln, das uns in einem dunklen U-Bahnhof aufmerksamer werden lässt. Und dafür sorgt, dass wir einen Schritt schneller gehen, damit wir fix ins Helle kommen.

Wikipedia nennt das Bauchgefühl „Intuition“ und definiert es so:

Der Pokal für den Mitarbeiter des MonatsDie Intuition (v. lat.: intueri (deponens) ‚betrachten, erwägen‘; eigentlich ‚angeschaut werden‘, daher auch passiver Sinn von Eingebung, ahnendes Erfassen; PPP intuitum) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen.

Schlachtfeld Elternabend

Eine kleine Geschichte von einer, die gerne mal unterhaltend schreiben wollte.

Das BuchcoverHeute möchte ich eine kleine Geschichte erzählen: Eine Geschichte von einer Werbetexterin, die soooo gerne mal eine unterhaltende, lustige, humorige Geschichte schreiben wollte. Nennen wir sie Chris, öhöm. Chris ist schon ganz lange selbstständig in Sachen Schreiberei: Sie ist Expertin für digitale Kommunikation und schreibt den ganzen Tag Texte für Websites, Kommunikationskonzepte und Blogbeiträge. Sie liebt ihren Job sehr – denn sie hat den besten der Welt. Ehrlich!

Doch in Chris nagte seit vielen Jahren eine kleine Kleinigkeit: Sie wollte so gerne mal eine Geschichte schreiben. Eine unterhaltende Geschichte. Eine lustige Geschichte. Einen Text, der nur ein Ziel hat: Menschen zum …

Lieblingsjobs – Blogparade

Mein Lieblingsjob: Rumspinnen!

Traumstrand mit Delfin, scheußlich ;-)Eben gerade grübelte ich noch über ein Thema für einen neuen Blogbeitrag – da fiel mir eine Blogparade vor die Tastatur, bei der ich noch unbedingt mitmachen wollte: „Lieblingsjobs“ meiner lieben Kollegin Annette Lindstädt (Worthauerei). Mein Thema! Schließlich habe ich den besten Job der Welt und von meinem Superjob habe ich in diesem Blog und auch Live und in Farbe schon ganz oft erzählt. Denn ich liebe an meinem Job (fast*) alles: die Texte und Konzepte, die ich schreibe. Das stetige Lernen, das meine Spezialisierung auf die digitale Kommunikation mit sich bringt. Die tollen Kunden, für die ich arbeite. Die lieben Kollegen, mit denen ich …

USP

Die Krux mit dem Alleinstellungsmerkmal.

Strichmännchen denkt nachZu meinem Arbeitsalltag gehört die immer gleiche Frage: Was ist der USP? Denn die Antwort auf die Frage nach der unique selling proposition – dem Alleinstellungsmerkmal – bestimmt mein weiteres Vorgehen, wenn ich ein Konzept oder einen Text für einen Kunden entwickle. Das Problem mit dieser Frage ist aber, dass sie in vielen Fällen nicht sauber aus dem Stegreif beantwortet werden kann. Die Gründe dafür sind vielfältig: Manchmal hat sich zum Beispiel noch nie jemand im Unternehmen Gedanken darüber gemacht, was das eigene Angebot von dem der Konkurrenz im Detail unterscheidet. Da können wir Kommunikationsexperten abhelfen und mit unseren Kunden gemeinsam analysieren, was der USP des Unternehmens ist.

Manchmal ist es aber auch so, dass es – zumindest auf den ersten Blick – gar keinen USP gibt. In meinem eigenen Fall ist das auf den ersten Blick zum Beispiel so: Es gibt viele sehr gute Texter und Konzeptioner. Es gibt darunter einige, die …

Mein Outing

Dompteurin, Buchhalterin, Perle, Klugscheißerin –
die vielen Rollen der Freiberuflerin Christa G.

Ja, ich habe eine Website, aus der recht genau hervorgeht, welche Dienstleistungen ich meinen Kunden anbiete: Dort steht, dass ich als Texterin, Konzeptionerin und Social Media-Managerin auf die digitale Kommunikation spezialisiert bin und Projekte manage. Und es finden sich dort Arbeitsproben und Referenzen, auf die ich mächtig stolz bin. Weitergehende Erklärungen gebe ich gerne im persönlichen Gespräch – inklusive der Details zu meinem Werdegang, den beChrista als Comicruflichen Stationen und meinen Qualifikationen. Texterin, Konzeptionerin und Social Media-Managerin sind also meine beruflichen Hauptrollen – mit diesen Hauptrollen verdiene ich mein Geld.

Interessant sind auch die vielen Nebenrollen, die ebenfalls Einfluss nehmen auf die Arbeit der Freiberuflerin Christa G.. Denn diese Nebenrollen bestimmen meinen Arbeitsstil, meinen Umgang mit den Menschen und verschiedenen Aufgaben und natürlich auch die Resultate. Kurz: Sie sorgen für die individuelle Note und sind Teil meiner Authentizität und meines Echt seins. Meiner Meinung nach sind diese vielen Nebenrollen zum Teil sogar für meinen USP – also mein Alleinstellungsmerkmal – verantwortlich.

Damit Sie mich besser kennen lernen können, möchte ich Ihnen heute in wilder Reihenfolge einige der verschiedenen Charaktere vorstellen, in die ich von Zeit zu Zeit schlüpfe: …

Was ist so schwierig an Authentizität?

Frau Goede regt sich auf, heute:
Einheitsbrei im Unternehmenstopf.

Der SchreiManchmal verstehe ich die Welt nicht wirklich. Ein Beispiel gefällig? Bitte schön: Wir kaufen Möbel, die uns versprechen, dass keins aussieht wie das andere. Wir nennen das Vintage oder Shabby-Chic und zahlen richtig viel Geld für Omas alten Küchenschrank und die beigefarbene Stehlampe mit Puscheln dran. Wir lieben alte Autos, die gerne rostig sein dürfen und echte Spritschlucker sind. An diese Vehikel schrauben wir steuerlich begünstigte H-Kennzeichen und sind mächtig stolz, wenn wir damit die Hauptstraße rauf und runter cruisen. Und wenn wir in den Urlaub fahren, legen wir Wert auf Individualität. Wir brechen auf zu den entferntesten Inselchen, um uns dort für zwei Wochen am Strand zu aalen und davor und danach allen Freunden und Bekannten detailreich von unserem Exklusivurlaub zu erzählen.

Doch wenn es um uns, unsere Arbeit und unsere Unternehmen geht, erlauben wir uns keine Abweichung von der Norm. Wir schwimmen immer schön brav und stromlinienförmig mit dem …

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