Realität vs. Internet
Getippte Amokläufe: Was wir dagegen tun sollten.
Jeden Tag bin ich stundenlang im Internet und damit natürlich auch in Social Media unterwegs – denn dort sind mein Arbeitsplatz und meine Spielwiese angesiedelt. Die sozialen Netzwerke sind fester Bestandteil meines privaten und beruflichen Lebens. „Mein“ Internet ist eine nie versiegende Wissensquelle, ein Ort, an dem ich spannenden Menschen begegne und an dem ich viel erfahre über die Welt und die Dinge, die in ihr vorgehen. Und „mein“ Internet hat Platz für ganz viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben und Stilen. In „meinem“ Internet streiten sich Leute auch mal und diskutieren hart an der Sache. Sie sehen: „Mein“ Internet ist so abwechslungsreich, wie das Leben eben ist. Eigentlich ist nur eins gleich: „Mein“ Internet agiert fast immer respektvoll und sehr oft freundlich und hilfsbereit.
Wenn ich dann aber über den Rand meiner Filterblase schaue, erlebe ich Menschen, die aggressiv, verletzend oder sogar verleumdend im Internet handeln: Da werden auf den Fanpages großer Tageszeitungen unter einem Beitrag über die schlimme Situation der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge neue Konzentrationslager für Asylbewerber …

Blogger sind ja ein aktives und ziemlich fideles Völkchen: Beinahe minütlich ploppen neue Blogs im Internet auf mit spannenden Inhalten und guten Ideen. Doch die meisten Blogs verschwinden nach recht kurzer Zeit wieder von der Bildfläche – oder dümpeln als ungepflegter, nicht beachteter Internetschrott vor sich hin. „Wäää, ich hab keine Zeit!“, „Wää, das bringt ja nix!“ oder „Wää, ich hab keine Ideen mehr!“ hört man oft, wenn man bei diesen Ex-Bloggern nachfragt, warum sie ihre Lieblinge zu Friedhöfen werden lassen.
Wie viel Zeit haben Sie für Ihr Blog? Schreiben Sie die Antwort auf. Und gleich die nächste Frage: Wie viel Zeit haben Sie wirklich für Ihr Blog, wenn Sie an die nächsten Monate oder vielleicht sogar Jahre denken? …
Ja, ich bin der Meinung, dass ein Blogger sprichwörtlich die Hosen ausziehen sollte, wenn es um die Inhalte in seinem Blog geht: Wo kommen Inhalte her? Gibt es eine Vereinbarung mit einer dritten Partei, die Einfluss auf einen Artikel genommen hat? Wer sponsort das Gewinnspiel und welche Vereinbarung wurde geschlossen? All diese Informationen sollten wir unseren Lesern zur Verfügung stellen – und zwar nicht im Kleingedruckten, sondern gut lesbar und gut sichtbar platziert.
Thorsten Heyer ist Geschäftsführer und kreativer Kopf von
„Arghhhh, ich habe xyz vergessen vor lauter Stress!“ „Ich weiß gar nicht, wann ich zum Sport gehen soll, ich habe sooooo viel zu tun!“ „Hach, ich würde ja so viel machen. Wenn ich Zeit hätte!“ Das alles sind Sätze, die das Leben schreibt – ich habe sie vermutlich auch schon 100 Mal gesagt oder gedacht. Sie auch, gelle? Klar, wir alle haben ziemlich viel zu tun, wir jagen von einem Termin zur nächsten Deadline zur nächsten Veranstaltung. Und irgendwo dazwischen findet unser Leben statt, treffen wir unsere Freunde, gehen zum Sport, gehen ins Kino oder auf ein Konzert oder sind auch mal genüsslich faul – wenn wir Zeit dafür haben. Rausziehen aus dieser Tretmühle können wir uns alle nicht – was bleibt also? Eine bessere Selbstorganisation natürlich. Und dafür gibt es einige, wirklich tolle Tools, von denen man sich bei diesem schwierigen Thema sehr gut unterstützen lassen kann. Dann braucht es „nur noch“ ein bisschen Selbstdisziplin und schon haben wir uns Zeitfenster freigeschaufelt, die wir für das benutzen können, was bisher immer zu kurz kam! In diesem Artikel zeige ich, wie ich meine Zeit organisiere, welche Tools ich benutze und wie ich mich selbst überlistet …
Ein Thema, das mich ziemlich umtreibt: Mein Leben in der digitalen Blase. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich lebe im Internet in einer Art Internetblase oder „Filterbubble“, wie es auf Neuland-Deutsch heißt. Meine engen Facebook-Freunde kenne ich zum Beispiel alle real: Wir haben viele Gemeinsamkeiten und sehen uns auch außerhalb von Social Media. Meine weiteren Social Media-Freunde/Fans/Follower setzen sich aus Kollegen, Kunden, Netzwerkpartnern und anderen spannenden Personen zusammen, die ich teilweise nicht persönlich kenne, mit denen mich aber mein Job, ein Hobby oder ein bestimmtes Thema verbindet. Mein Social-Media-Alltag wird vor allem von meinem Job bestimmt: Als Texterin und Konzeptionerin schreibe ich eigentlich ununterbrochen und beschäftige mich mit meinen Brotthemen, die gleichzeitig meine Lieblingsthemen sind – was ein Glück! In meiner Freizeit interessiert mich …
Britta Freith ist Mitglied im Texttreff – genau wie ich. Wir kennen uns also schon viele Jahre, haben so einige der ganz wunderbaren Textinentreffen zusammen erlebt und einmal durfte ich Britta und ihren übersprudelnden Geist sogar schon live während der Arbeit erleben: Bei einem Kreativ-Workshop der Texttreff-Akademie. Wir haben gemeinsam wilde Collagen geschnippelt und praktisch aus dem Nichts zwei tolle Kampagnen für einen fiktiven Kunden entwickelt – ein echtes Erlebnis, sage ich Ihnen ;o)) Denn Britta denkt blitzschnell geradeaus und um die Ecke, vorwärts und zurück und zwischendrin macht sie Purzelbäume. Und das ist wirklich nicht übertrieben!
Was geht Ihnen bei dieser Frage als erstes durch den Kopf? Vielleicht dieser Satz: „Na klar ist es toll, wenn jemand authentisch ist. Und wenn er das im Job ist, ist das sogar supertoll!“ Schließlich benutzen wir alle den Begriff Authentizität oft in einem Atemzug mit Worten wie Vertrauen, Zuverlässigkeit oder Transparenz. Dabei sagt der Begriff „Authentizität“ eigentlich nichts über die Qualität des authentischen Handelns aus: Menschen können sich auf der einen Seite offen, ehrlich und berechenbar verhalten. Dadurch wirken Menschen sympathisch – wir vertrauen Menschen, die wir als authentisch empfinden, sehr schnell. Doch auf der anderen Seite kann man sich auch wie ein Arschloch verhalten und dabei total authentisch sein – schließlich haben sich solche Menschen genau wie die netten, sympathischen selbst dazu entschieden, sich genau so arschlochhaft zu verhalten, wie sie es tun.
Haben Sie eigentlich gerade überhaupt keine Zeit, weil auf Ihrer To-do-Liste lauter dringende Dinge stehen? Doch Sie drücken sich gerade davor und lesen lieber in meinem Blog? Prima, dann habe ich ein paar Linktipps für Sie, die Sie garantiert noch länger von all den wichtigen, ungeliebten Dingen abhalten werden ;o))