Im Interview – Lola Bolze
„Man muss selbst überzeugt sein von dem, was man tut.“

Vor etwa 2 Jahren klingelte mein Telefon im Büro: Lola suchte jemanden, der sie bei der Überarbeitung ihrer bis dahin etwas chaotischen Website unterstützt. Gemeinsam haben wir dann eine neue Struktur entwickelt und die teilweise Texte angepasst und im Stil vereinheitlicht. In dieser Zeit hatten wir beide viel Spaß miteinander, denn wir konnten uns vom ersten Telefonat an sehr gut leiden ;-)
Und auch heute haben wir regelmäßig über Facebook Kontakt: Ich beobachte aus der Ferne ihren wachsenden Erfolg und bewundere die Beharrlichkeit, mit der Lola ihren Lebenstraum verwirklicht: Ein Leben als Künstlerin, in dem sie sich mit viel Stimme und Temperament auslebt – und dafür so gut bezahlt wird, dass sie davon leben kann. Ich hoffe, dass ich sie eines Tages mal bei einem Auftritt live und in Farbe bewundern darf – die Youtube-Videos von ihren Auftritten kenne ich natürlich alle schon!
CG: Authentizität ist derzeit ein Modebegriff – immer mehr Unternehmen und Personen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich?
LB: Simpel, einfach, ehrlich, primitiv. Was raus fließt, wenn man sich nicht verbiegt. Es kann wunderschön, sein aber auch sehr hart – eben ehrlich.
CG: Lola, du bist eigentlich Bürokauffrau von Beruf. Doch vor 5 Jahren hast du dich entschlossen, deinen Traum zu leben und bist Sängerin geworden! Heute tourst du als Berliner Portiersche Lola zusammen mit Jorge, dem argentinischen Pianisten, durch ganz Deutschland. War es sehr schwer, vom klassischen bürgerlichen Leben Abschied zu nehmen und das PianLola Chansontheater verwirklichen? Hast du vielleicht sogar Tipps für alle, die davon träumen, endlich ihren Traum vom künstlerischen Beruf zu leben?
LB: Nach dem ich viele Jahre bei Woolworth als Verkäuferin gearbeitet hab, habe ich aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung gemacht. Zunächst habe ich auch schnell eine Arbeit gefunden, aber als die Firma dann leider Pleite ging, wurde es immer schwerer. Als Nächstes habe ich dann eine Weiterbildung im Bereich Event-Management gemacht – da war es noch schwerer, mit Ü40 einen Job zu finden, wenn gefühlt …

Marc kenne ich vom Sehen schon lange, persönlich seit 4 Jahren oder so. Ich mag seine Bilder – seine comic-haften Stil, mit dem er Menschen der Zeitgeschichte und der Popkultur porträtiert. In diese Bildern finde ich etwas Verlebtes oder Morbides, aber immer passendes. Etwas, das zeigt, dass hier Leben gelebt und natürlich auch gerockt wurden. Deswegen findet sich in unserer Wohnung auch das eine oder andere Stück – und wenn ich mal ganz viel Geld übrig habe, lass ich mich von ihm porträtieren. Jawoll.
Angi kenne ich schon drölfzig Millionen Jahre, ehrlich. Denn wir haben einen ähnlichen Musikgeschmack und eine gemeinsame Vorliebe für Locations, die nicht jeder kennt – und auch nicht kennen muss. Und so überschneidet sich unser Freundeskreis seit vielen Jahren in einigen Ecken. Wir beide sind auch Mitglied bei den Hessische Mädsche, der sagenumwobenen Frauenrunde, die bevorzugt in der Vorweihnachtszeit in Erscheinung tritt und es schon bis in das Frankfurter Szeneheftchen „Frankfurt geht aus!“ geschafft hat. Mehr wollt ihr nicht wissen, bestimmt nicht ;-)
Beate kenne ich aus Facebook schon sehr lange – im realen Leben habe ich sie in Düsseldorf bei einer Geburtstagsfeier unserer gemeinsamen Freundin
Heike Abidi kenne ich schon mindestens gefühlte 1.000 Jahre über den
Anette Weiß von der
Nathalie Bromberger
Heidi Veit-Gönner kenne ich – raten Sie mal, Sie kommen nie drauf ;-) – aus dem Internet: 