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Die Textschneiderei - das Blog.

Die Textschneiderei.

Das Blog für Text und Social Media. Und für Fundstücke der ganz besonderen Art.

Im Interview – Thorsten Heyer

“Es werden immer weniger ehrliche Gefühle gezeigt”.

Thorsten HeyerThorsten Heyer ist Geschäftsführer und kreativer Kopf von [blickfang] Event Design - und er ist einer meiner ältesten Kunden. Für die Mainzer Eventausstatter konzeptioniere und plane ich seit Jahren den gesamten Außenauftritt im Internet und im Printbereich. Mittlerweile sind wir Freunde geworden – und so war seine Hochzeit vor 2 Jahren eins der schönsten Events, auf dem ich jemals war … kein Wunder, wenn ein Event-Designer heiratet bleibt einfach jedem der Mund offen stehen vor Verzückung ;o))

Was ich an Thorsten schätze, ist seine kreative, zielstrebige und gleichzeitig nachdenkliche Art: Er hinterfragt fast jeden seiner Schritte und beleuchtet seine Vorhaben detailreich von allen möglichen Seiten. Doch wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, verfolgt er sein Ziel sehr beharrlich – und wenn es bis zum Ziel Monate oder gar Jahre dauert! Außerdem ist Thorsten Herzblutarbeiter genau wie ich: Er liebt seinen Job, er macht ihn mit Leidenschaft und einem genauen Blick für die kleinsten Details. Seine Dekorationen und Designs lassen mich in regelmäßigen Abständen in laute Jubelschreie ausbrechen – schließlich bin ich die erste, die die neuesten Bilder der Topevents aus dem Showroom zu sehen bekommt! Und natürlich sind seine Antworten auf meine Fragen der Interviewreihe “Authentizität und Unternehmertum” auch ziemlich spannend:


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

TH: Mein Unternehmen ist mit 8 Festangestellten eher klein: Daher gehen wir mit Kunden sehr persönlich und auch emotional  (mehr …)

Zeitmanagement

4 Tools, die Zettelmotivation und ein Supertipp für mehr Zeit.

Kalender“Arghhhh, ich habe xyz vergessen vor lauter Stress!” “Ich weiß gar nicht, wann ich zum Sport gehen soll, ich habe sooooo viel zu tun!” “Hach, ich würde ja so viel machen. Wenn ich Zeit hätte!” Das alles sind Sätze, die das Leben schreibt – ich habe sie vermutlich auch schon 100 Mal gesagt oder gedacht. Sie auch, gelle? Klar, wir alle haben ziemlich viel zu tun, wir jagen von einem Termin zur nächsten Deadline zur nächsten Veranstaltung. Und irgendwo dazwischen findet unser Leben statt, treffen wir unsere Freunde, gehen zum Sport, gehen ins Kino oder auf ein Konzert oder sind auch mal genüsslich faul – wenn wir Zeit dafür haben. Rausziehen aus dieser Tretmühle können wir uns alle nicht – was bleibt also? Eine bessere Selbstorganisation natürlich. Und dafür gibt es einige, wirklich tolle Tools, von denen man sich bei diesem schwierigen Thema sehr gut unterstützen lassen kann. Dann braucht es “nur noch” ein bisschen Selbstdisziplin und schon haben wir uns Zeitfenster freigeschaufelt, die wir für das benutzen können, was bisher immer zu kurz kam! In diesem Artikel zeige ich, wie ich meine Zeit organisiere, welche Tools ich benutze und wie ich mich selbst überlistet  (mehr …)

Leben in der digitalen Blase

Was Punkrock und Schmusibusi mit Filtern und Durchschnitt zu tun haben.

Zwei Goldfische im GlasEin Thema, das mich ziemlich umtreibt: Mein Leben in der digitalen Blase. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich lebe im Internet in einer Art Internetblase oder “Filterbubble”, wie es auf Neuland-Deutsch heißt. Meine engen Facebook-Freunde kenne ich zum Beispiel alle real: Wir haben viele Gemeinsamkeiten und sehen uns auch außerhalb von Social Media. Meine weiteren Social Media-Freunde/Fans/Follower setzen sich aus Kollegen, Kunden, Netzwerkpartnern und anderen spannenden Personen zusammen, die ich teilweise nicht persönlich kenne, mit denen mich aber mein Job, ein Hobby oder ein bestimmtes Thema verbindet. Mein Social-Media-Alltag wird vor allem von meinem Job bestimmt: Als Texterin und Konzeptionerin schreibe ich eigentlich ununterbrochen und beschäftige mich mit meinen Brotthemen, die gleichzeitig meine Lieblingsthemen sind – was ein Glück! In meiner Freizeit interessiert mich  (mehr …)

Im Interview – Britta Freith

“Ich habe mutige und vorsichtige Tage.”

Britta gibt einen WorkshopBritta Freith ist Mitglied im Texttreff – genau wie ich. Wir kennen uns also schon viele Jahre, haben so einige der ganz wunderbaren Textinentreffen zusammen erlebt und einmal durfte ich Britta und ihren übersprudelnden Geist sogar schon live während der Arbeit erleben: Bei einem Kreativ-Workshop der Texttreff-Akademie. Wir haben gemeinsam wilde Collagen geschnippelt und praktisch aus dem Nichts zwei tolle Kampagnen für einen fiktiven Kunden entwickelt – ein echtes Erlebnis, sage ich Ihnen ;o)) Denn Britta denkt blitzschnell geradeaus und um die Ecke, vorwärts und zurück und zwischendrin macht sie Purzelbäume. Und das ist wirklich nicht übertrieben!

Außerdem gärtnert Britta leidenschaftlich gerne und beglückt mich via Facebook immer wieder mit wunderschönen Fotos aus ihrem Garten. Sie hat ein Auge für kleine Details und mit Sicherheit auch mindestens zwei grüne Daumen. Was ich an Britta noch sehr schätze, ist ihre klare Art zu kommunizieren: Sie bringt Dinge auf den Punkt und kann Botschaften auf den Kern runterdampfen. Noch dazu hat sie einen tollen Schreibstil … aber lesen Sie selbst:

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CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

BF: Als Einzelunternehmerin mit einem wechselnden Team von freien Mitarbeitern stelle ich natürlich mich selbst dar. Ich komme ja gar nicht umhin. Je älter ich werde, desto mehr hinterfrage ich mein Bild allerdings. Ich möchte nicht auf Biegen und Brechen eine erfolgreiche Unternehmerin vorgaukeln. Lieber will ich Ecken und Kanten und auch Niederlagen zeigen. Vielleicht hängt das mit meinem Alter zusammen. Ich glaube, Frauen aus meiner Gesellschaftsschicht machen diesen Prozess in den 40ern durch. Außerdem zwingen uns Zeitgeist und Medien quasi dazu uns zu freuen, dass wir jetzt 40, 50 oder 60 werden und neue Erfahrungen sammeln. Das ist gerade modern. Ist natürlich Unfug, die meisten haben ganz furchtbare Angst, als alte ungeliebte Schachtel zu enden.
Ich weiß morgens oft noch nicht, wer ich abends  (mehr …)

Nachdenken über Authentizität

 Jippieh, wir sind authentisch! Aber ist das eigentlich immer toll?

KleksWas geht Ihnen bei dieser Frage als erstes durch den Kopf? Vielleicht dieser Satz: “Na klar ist es toll, wenn jemand authentisch ist. Und wenn er das im Job ist, ist das sogar supertoll!” Schließlich benutzen wir alle den Begriff Authentizität oft in einem Atemzug mit Worten wie Vertrauen, Zuverlässigkeit oder Transparenz. Dabei sagt der Begriff “Authentizität” eigentlich nichts über die Qualität des authentischen Handelns aus: Menschen können sich auf der einen Seite offen, ehrlich und berechenbar verhalten. Dadurch wirken Menschen sympathisch – wir vertrauen Menschen, die wir als authentisch empfinden, sehr schnell. Doch auf der anderen Seite kann man sich auch wie ein Arschloch verhalten und dabei total authentisch sein – schließlich haben sich solche Menschen genau wie die netten, sympathischen selbst dazu entschieden, sich genau so arschlochhaft zu verhalten, wie sie es tun.

Die Authentizität von Nazis und Serienkillern.

In der Theorie heißt es, dass Menschen authentisch wirken, wenn die innere  (mehr …)

Keyword-Analyse-Tools

Lustig UND sinnvoll: Begriffs-Battle mit Google Fight.

Zwei KaratekämpferHaben Sie eigentlich gerade überhaupt keine Zeit, weil auf Ihrer To-do-Liste lauter dringende Dinge stehen? Doch Sie drücken sich gerade davor und lesen lieber in meinem Blog? Prima, dann habe ich ein paar Linktipps für Sie, die Sie garantiert noch länger von all den wichtigen, ungeliebten Dingen abhalten werden ;o))

Der erste Tipp lautet  Google Fight. Auf dieser kleinen Website können Sie Suchbegriffe gegeneinander antreten lassen: Wer kommt auf Google öfter vor – Pippi Langstrumpf oder Bibi Blocksberg? Ist schwarz fahren populärer als heilig  (mehr …)

Was sind gute Texte?

Warum ein Text rockt. Und was das mit uns persönlich zu tun hat.

“Christa, schreib uns mal ein paar Texte, die rocken!” Dieser wunderbare Satz stammt aus meinem Postfach: Ein Kunde möchte, dass ich für ihn Blog- und Webseiten-Texte schreibe. Und zwar solche, die rocken, die richtig gut sind, die gerne gelesen werden. Erst mal freue ich mich natürlich, wenn ich solche Texte schreiben darf – langweiliges Zeugs und richtig schlechte Texte gibt’s im Internet schließlich genug.Rockende Eule

Doch was sind eigentlich “Texte, die rocken”? Was stellt sich ein Kunde darunter vor? Fragen Sie mal 50 Leute in Ihrem Umfeld nach ihrer Meinung dazu und Sie bekommen mit Sicherheit 50 verschiedene Antworten: “Texte, die sich ganz toll lesen!”, “Texte, die alles auf den Punkt bringen!”, “Texte, die direkt ins Herz gehen!” oder “Texte, die Lust auf mehr machen!”.

Tja, was nun? Wie stellt man eigentlich fest, ob ein Text gut  (mehr …)

Im Interview – Heide Liebmann

“Authentizität trägt dazu bei, echte Wunschkunden anzuziehen.”

Potenzialdetektivin Heide LiebmannDie Potenzialdetektivin Heide Liebmann habe ich auch über das weltbeste Netzwerk, den Texttreff, kennengelernt. Als ich Heide vor gefühlten 100 Jahren das erste Mal getroffen habe auf einem Workshop-Wochenende des TT, ist mir eins sofort an ihr aufgefallen: ihre Art zu lachen. Heide lacht von Herzen, mit dem Herzen und so intensiv und strahlend, dass sie mit ihrem Lachen Herzen erobert. Außerdem ist Heide Motivationskünstlerin – sie hat mir auf ihre ganz spezielle Art und Weise schon das eine oder andere Mal den Kopf geradegerückt und mich angespornt, endlich Dinge in Angriff zu nehmen, die ich schon sehr lange vor mir her geschoben habe. Ihre Motivatorkräfte bietet sie übrigens auch beruflich in ihrer 77-Tage-Motivations-Challenge oder im 12-Monats-Mosaik an – ein echter Geheimtipp, falls Sie auch ein paar Träume im Kopf haben, die Sie unbedingt in die Realität freilassen möchten!

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CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

HL: Authentizität gehört zu meinen höchsten Werten, neben Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit. Daher bildet sich das auch in meiner Arbeit ab: Wenn ich Solo-Selbstständige zum Thema Positionierung und Selbstmarketing berate und coache, dann immer unter dem Aspekt der authentischen Selbstdarstellung. Denn ich bin fest davon überzeugt – und sowohl meine eigenen  (mehr …)

so war mein 2014

Lachen und weinen, Erfolg und Flop – noch nie lagen Schwarz und Weiß so dicht beieinander.

ÜberraschungBisschen früh für einen Rückblick, gelle? Wobei … im Fernsehen laufen die Jahresrückblicke schon seit Ende November, so schlecht ist mein Timing also gar nicht. Los geht’s!

So war mein 2014:

Durchgeknallt.
Und zwar ziemlich. Und auch noch kontinuierlich. Mir sind in diesem Jahr Dinge passiert, von denen ich all die früheren Jahre verschont blieb. Ich hab zum Beispiel die erste Kur meines Lebens gemacht – zu meinem blanken Entsetzen war ich nicht die Jüngste ;-) Ich habe mit meinem Mann eine 90 km-Radtour gemacht, auf der wir drei Pannen hatten – irgendwann war es nur noch zum schieflachen komisch, als schon wieder ein Reifen Luft verlor.
In diesem Jahr habe ich mich außerdem viele Dinge getraut: Ich bin nach etwa 30 Jahren mal wieder vom 10-Meter-Brett gesprungen. Das war sensationell, aber ich mache es in diesem Leben bestimmt nicht noch mal! Ich habe meine erste Session auf dem BarCamp RheinMain gehalten. Und ich auf dem  (mehr …)

Blogwichteln 2014

Serendipität = nicht nur Zufall. Ein Blogbeitrag von Alice Grünfelder.

Kennen Sie Blogwichteln? Bei dieser Spezialform des Wichtelns beschenken sich Blogger gegenseitig – eine ganz wunderbare Tradition! Im weltbesten Netzwerk Texttreff (TT) machen wir das schon seit einigen Jahren. In diesem Jahr durfte ich einen Beitrag für Dr. Katja Flinzner schreiben: Sie führt ein sehr interessantes “grenzüberschreitendes eCommerce-Blog”. Deshalb habe ich für sie einen Beitrag über neue Tools geschrieben, die Online-Shopping spannender und einfacher gestalten. Geschenkt bekam ich “zufällig” einen Wichtel-Blogbeitrag von der Textine, Lektorin und Literaturvermittlerin Alice Grünfelder.

Lesen Sie Alice’ kleine Abhandlung über den Zufall und die Kreativität. Über Sri Lanka und Strickwolle. Und über Fieberdelirium und Schreibwahn. Viel Vergnügen!

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WürfelAmerika wurde per Zufall entdeckt, Teebeutel und Nylonstrümpfe sind „zufällig“ erfunden worden, und die Erforschung Sri Lankas ist dem Serendipitätsprinzip zu verdanken, ja hat der Insel sogar ihren Namen gegeben. Ausgerechnet in Sri Lanka wurde  (mehr …)