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Die Textschneiderei - das Blog.

Die Textschneiderei.

Das Blog für Text und Social Media. Und für Fundstücke der ganz besonderen Art.

Im Interview – Anette Weiß

„Ehrlichkeit steht vor Echtheit.“

Anette WeißAnette Weiß von der geld.wert GmbH kenne ich – tataaaaa – aus Facebook: Wir beide sind in der gleichen Unternehmerinnen-Gruppe. Ihre Postings sind mir ins Auge gesprungen, weil sie eine persönliche, verbindliche und gut gelaunte Schreibe hat. Gleichzeitig war ich aber am Anfang skeptisch, weil ich dem Thema Finanzberatung sehr kritisch gegenüber stehe – schließlich habe ich mein Texterhandwerk unter anderem bei einer großen deutschen Bank gelernt und in dieser Zeit einiges über dieses Gewerbe gelernt, das mir nicht wirklich gefallen hat.

Anette aber ist ganz anders, als wir uns alle die klassische Bankerin vorstellen: Sie ist entspannt, ehrlich und geht den Dingen auf den Grund. Mit dieser menschlichen und humorigen Art legte sie während einer Honorarberatung den Grundstein dafür, dass mein Mann und ich im letzten Jahr unter die Wohnungsbesitzer gegangen sind ;-))


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

AW: Wenn ich die moderne Werbung – gerade aus dem Finanzbereich – sehe (z. B. „Wir haben verstanden!“), bekomme ich sofort Bauchweh. Ich weiß zu genau, was dort hinter den Kulissen vor sich geht – und es ärgert mich, dass diese Werbung so gut gemacht, aber gelogen ist. Denn Authentizität hat meines Erachtens tatsächlich noch mehr mit Ehrlichkeit als mit Echtheit zu tun – schließlich steht vor der Echtheit die Ehrlichkeit, vor allem  (mehr …)

7 Ideen für Ihr Blog

Verzweifelt gesucht: Die Spürnase für gute Blogideen!

Suchhund für gute BlogideenKennen Sie das? Man zermartert sich das Hirn Tag und Nacht und trotzdem fällt einem partout nichts ein, über das man bloggen könnte. Ich gebe zu: Ich kenne das – phasenweise sogar sehr gut. Und mir passiert das, obwohl ich ja praktisch in Social Media zuhause bin und den ganzen Tag in Verbindung mit ganz vielen Leuten, ihren Anregungen und auch ihren Problemen stehe! Außerdem schreibe ich als Texterin beruflich, das heißt, einen Blogbeitrag zu schreiben ist für mich viel weniger zeitraubend als für weniger geübte Menschen. Und trotzdem herrscht manchmal Flaute auf der Blogideen-Liste – ich vermisse meine Spürnase für gute Blogideen!

In diesem Blogbeitrag finden Sie einige Anregungen, die Ihnen vielleicht zu einem oder am besten gleich mehreren Geistesblitzen verhelfen – denn dann steht der regelmäßigen Bloggerei nichts mehr im Wege 😉

Grünes Pluszeichen 1. Zeigen Sie, welche Probleme Sie lösen.

Erfolgreiche Unternehmen sind Problemlöser: Sie helfen Kunden dabei, spezielle Herausforderungen zu lösen. Welche Probleme haben Sie in der letzten Zeit für Ihre Kunden gelöst? Oder haben Sie eine neue Herangehensweise an eine Herausforderung entwickelt, die für Ihr Unternehmen echten Nutzen gebracht hat? Die meisten Menschen sind froh, wenn Sie Anregungen bekommen, mit denen Sie Schwierigkeiten  (mehr …)

Über gute Menschen

Von einer, die gerne ein guter Mensch sein möchte. Und von den Besserdeutschen.

Refugees welcome„Du bist ein Gutmensch!“ – so schallt es immer öfter voller Abscheu durch die Sozialen Netzwerke. Dieses als Beleidigung gemeinte Wort wird gerne von Menschen gebraucht, die sich selbst als „Asylkritiker“ bezeichnen: Menschen, die sich zum Beispiel Woche für Woche vor ein Flüchtlingsheim in Freital in Sachsen stellen und menschenverachtende Parolen brüllen, für die sich sogar die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping schämt. Menschen, die Steine auf Rotkreuz-Helfer werfen, während diese Zelte für Refugees aufbauen. Leider müssen Flüchtende mittlerweile in Zelten unterkommen, da die politisch Verantwortlichen scheinbar keine Zeitung lesen und nicht darüber informiert waren, dass Menschen zum Beispiel aus Afrika, dem Nahen Osten oder dem Balkan zu Tausenden nach Europa – den vermeintlich sicheren Hafen – wollen, weil die Zustände in ihren Heimatländern einfach gruselig oder schlicht weg lebensgefährlich sind.

„Linksgrünversiffte Gutmenschen!!!!!!!1111!!“

Das als Beschimpfung gemeinte Wort „Gutmensch“ taucht aber oft nicht alleine auf: Meist wird es gepaart mit „linksversifft“, „grünversifft“ oder sogar in der Steigerung „linksgrünversifft“. Außerdem erscheint es im Rudel mit  (mehr …)

Im Interview – Nathalie Bromberger

„Ich will nichts verkaufen, bei dem ich irgendetwas verschweigen muss.“

Nathalie schwitztNathalie Bromberger ist wie ich Mitglied im weltbesten Netzwerk, dem Texttreff. Wir kennen uns also schon einige Jahre – und zwar sowohl digital als auch von verschiedenen Texttreff-Fortbildungswochenenden. Nathalie hat einen wunderbar scharfen Verstand, denkt auf Metaebenen und begeistert sich für vieles, was ich auch sehr mag. Die Zusammenarbeit mit ihr ist erfrischend und ziemlich unterhaltsam – ich weiß das, denn ich durfte sie bei der Entwicklung ihrer Social-Media-Strategie unterstützen ;o))

Zurzeit beobachte ich die Gründung ihres eigenen „Zacken-Verlags“ (allein der Name ist schon ziemlich großartig!), die sie sehr detailreich und mit viel Gefühl vorbereitet und auch offen darüber bloggt – sehr interessant, sage ich Ihnen! Ich bin mir sicher, dass ihr neues Konzept sehr gut in die heutige Zeit passt und ein voller Erfolg wird. Und demnächst zieht Nathalie nach Frankfurt, wir werden uns bestimmt in Zukunft öfter sehen – yeah!


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

NB: Wenn es um meine eigenen kreativen Projekte geht, ist Authentizität der Kern meiner Arbeit. Aber auch als Verlegerin ist Authentizität für mich wesentlich, hier geht es allerdings weniger um meine als um die des Buches. Mich interessieren nur Buchprojekte, die dem Streben nach Authentizität entspringen und die dadurch überraschen und berühren. Als Verlegerin will ich Sorge tragen, dass  (mehr …)

Rassistische Sprache

Von der Ficke, dem Wichsen und der Vergasung. Und von Kinderbüchern.*

Eine Hexe2013 gab der Thienemann-Verlag bekannt, dass er diskriminierende Begriffe in Ottfried Preußlers Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“ ersetzt. Sofort brach ein Sturm der Entrüstung in deutschen Feuilletons und Kommentarspalten los: Da ist von“ Zensur wie unter Stalin“ die Rede, von „Geschichtsverfälschung“ und von „übertriebener political correctness“. Und sogar davon, dass „Bücher geschändet“ werden.

2015 bleibt das Wort „Neger“ in der Jubiläumsausgabe von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ erhalten. Der gleiche Verlag findet nämlich jetzt, dass man den toten Schriftsteller Michael Ende ja schließlich nicht fragen könnte, ob er diese Änderung an seinem Werk überhaupt will – außerdem käme das Wort ja nur in einer Szene vor. Diese Entscheidung finden total viele Leute richtig dufte, denn es gibt ja auch „Zigeunerschnitzel“,  „die doofen Gutmenschen können nicht mal Jim Knopf in Ruhe lassen“ und „es soll endlich Schluss sein mit der Selbstkasteiung der Deutschen.“

Ihr Kritiker der sprachlichen Überarbeitung von Kinderbüchern: Lest ihr eigentlich Shakespeare ausschließlich im  (mehr …)

Social Skills und Social Media

Social Media kann jeder! Ach, nee, da war noch was …

Tintenfisch„Social Media ist doch voll easy: Ein paar Posts in die Sozialen Netzwerke, hier ein kleiner Kommentar, da ein Like und etwas teilen – und schon folgen mir hunderte wenn nicht sogar tausende Menschen und saugen wissbegierig meine Postings und Tweets auf. Und dann werde ich reich und berühmt! Jawohohl!“

Zugegeben, das war nun gerade sehr überspitzt dargestellt. Aber ich mir sicher, dass Menschen, die wie ich in Social Media arbeiten, schon öfter mal ähnliche Kommentare gehört haben. Und manchmal gucken mich Leute auch einfach nur ganz merkwürdig an, wenn ich sage, dass ich zum Beispiel auf Facebook arbeite – schließlich ist der blaue Riese für die allermeisten Menschen reines Privatvergnügen. Ich gebe zu: Ja, Social Media ist für mich auch Privatvergnügen. Aber eben auch Job. Ein stressiger, fordernder Job, in dem ich manchmal gerne ein Tintenfisch wäre, um mit meinen vielen Armen noch mehr Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Ein knallharter Job, der mich durchaus mal an die Grenzen dessen bringen kann, was ich als Mensch ertragen kann: Zum Beispiel dann, wenn ich den drölfzigsten, kackbraunen Idioten-Kommentar lesen muss, in dem die Rede davon ist, dass man  (mehr …)

Infografiken

Schaubilder, Übersichten, Infografiken: wie geht das eigentlich?

Ein Pinguin malt eine InfografikEin Thema, das mich derzeit umtreibt: Infografiken. Auf Pinterest sammele ich mittlerweile die praktischen Schaubilder systematisch – zum Beispiel zu den Entwicklungen in den Social Media-Kanälen, die ich selbst nutze oder einfach spannend finde. Denn diese Infografiken sehen nicht nur toll aus, sondern sie werden auch sehr oft geteilt in den Sozialen Netzwerken – das wiederum bringt neben einer tollen Interaktionsrate auch Traffic auf die eigene Website.

Darüber hinaus bieten Infografiken die Möglichkeit, Wissen schnell und übersichtlich zu transportieren. Das finde ich praktisch, denn wir alle habe immer weniger Zeit, um immer mehr Wissen aufzunehmen. Und ich würde selbst gerne coole Infografiken basteln – deswegen habe ich mich  (mehr …)

Im Interview – Heidi Veit-Gönner

„Entscheiden heißt auch mal verzichten.“

Heidi in der gönnerin Heidi Veit-Gönner kenne ich – raten Sie mal, Sie kommen nie drauf 😉 – aus dem Internet: Thorsten von [Blickfang] event design geht bei der „gönnerin“ öfter mal Mittag essen, und so tauchte Heidi in meiner Timeline auf Facebook auf. Daraus ergab sich schnell ein schöner Kontakt! Leider viel zu selten fahre ich selbst nach Bodenheim, um bei Heidi zu essen – dabei ist es dort immer sooooooooooo lecker!
Heidi hat mir imponiert, weil sie ihr Geschäft mit einer Art intensiven Leichtigkeit führt: Sie ist stets präsent, hat eine sehr warme Ausstrahlung, macht ihren Job ganz offensichtlich sehr gerne und schafft es so, dass sich alle bei ihr wohlfühlen. Mittlerweile kenne ich ihre gesamte coole Familie, und wir lesen uns beinahe täglich auf Facebook. Ich komme demnächst mal wieder bei dir vorbei, Heidi – versprochen!


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

HVG: So, wie „echte Kräuter“ und „echte Tomaten“ bei Maggi-Fix? Ach, mit Moden habe ich ja so meine Probleme, jeder rennt einem Trend hinterher. Genau da geht’s mit der Echtheit nämlich los: Mache ich das wegen mir oder wegen den anderen? Kann man ohne „Echtheit“ ein Unternehmen dauerhaft und mit Herzblut führen? Also ich nicht. Auch wenn jedes Wochenende dabei drauf geht, freie Zeit und Urlaub auf der Strecke bleiben. Ohne mein ganzes Ich könnte ich so nicht  (mehr …)

Tipps & Tricks für Facebook-Ads

In 5 Schritten zur erfolgreichen Facebook-Anzeige.

Treppenstufen mit ZielWerbung schalten auf Facebook kann jeder – wirkungsvolle Anzeigen für Facebook entwickeln kann nicht jeder. Mein „Favorit“ in dieser Woche war bisher eine Anzeige eines mittelständischen Diätmittelvertriebs, in der es vor Rechtschreibfehlern nur so wimmelte. Und den Sinn der Anzeige habe ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich verstanden, denn es gab keine Handlungsaufforderung, der Link der Anzeige ging einfach auf die Startseite des Unternehmens, kein Shop, nichts. Nun ja, so kann man auch Geld verschwenden. (Wobei zumindest die Zielgruppenauswahl wohl ganz gut funktioniert hat – öhöm ;o))

Dabei kann man auf Facebook für kleines Geld zielgruppengerechte, wirkungsvolle Werbung schalten. Voraussetzung ist aber, dass man das Prinzip Social Media verstanden hat, seine Zielgruppe kennt und sich genau mit den vielen Möglichkeiten des mächtigen Werbeanzeigenmanagers beschäftigt. Dann klappt’s auch mit der erfolgreichen Werbekampagne auf Facebook, ganz bestimmt ;o))

In diesem Blogbeitrag finden Sie 5 Schritte, mit denen Sie die Wirkung Ihrer Anzeigen auf Facebook nachhaltig verbessern können.  (mehr …)

Hoaxes und andere Märchen

Katzen in Gläsern, superreiche Asylbewerber und Luxusautos, die man einfach so gewinnen kann.

Ein WeihnachtsmannPah, alleine beim Tippen der Überschrift habe ich schon drei mal fies gezuckt – denn das waren alles Meldungen*, die in meinen Social Media-Kanälen auftauchten. Und das, obwohl ich meine Timelines und Kanäle für aufgeklärt und überaus intelligent halte … Doch scheinbar brennt bei einigen Leuten echt die Sicherung durch, wenn sie in Gläser gequetschte Katzen sehen, von vermeintlichen finanziellen Ungerechtigkeiten erfahren, in denen auch noch das Trigger-Wort „Asyl“ vorkommt, oder wenn ihnen der Gewinn eines Luxusautos versprochen wird. Dabei hätte ein kleines bisschen Nachdenken garantiert dazu geführt, dass ALLE diese Links als Hoaxes zu erkennen – da bin ich mir ganz sicher. Denn wir alle glauben doch gar nicht mehr an den Weihnachtsmann, oder?

Was ist eigentlich ein Hoax genau?

Ich bezeichne Hoaxes auch gerne als „moderne Märchen“, wobei es  (mehr …)