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Die Textschneiderei - das Blog.

Die Textschneiderei.

Das Blog für Text und Social Media. Und für Fundstücke der ganz besonderen Art.

Langweilige Werbung in Social Media

Facebook-Werbung ist doof, die bringt nix.

Langweilig im Bett„Unsere Brötchen sind so super, weil wir so super sind!“ „Wir haben eine echt coole Software entwickelt, schaut her!“ „Klick mich, ich bin die Beste!“ Diese oder ähnliche Werbebotschaften bekommen wir alle Tag für Tag vorgesetzt – und zwar ganz gleich, ob wir Radio hören, Fernsehen gucken, eine Zeitschrift lesen oder im Internet surfen. Überall kreischen uns platte, inhaltslose Botschaften entgegen, die uns in schrillen Farben und Tönen dazu auffordern, jetzt sofort dieses und jenes zu klicken, anzusehen oder gleich zu kaufen.

Ganz ehrlich: Ich bin zwar selbst  (mehr …)

Im Interview – Wibke Ladwig

“An Teflon rutscht man ab.”

Wibke und der FindelkrakenWibke ist mir schon vor vielen Jahren im Internet über den Weg gelaufen – als ich Patin für Worte auf ihrer Wortweide wurde. Real getroffen haben wir uns erst ein einziges Mal! Ich bin großer Fan von Wibkes Arbeit, denn sie ist sehr persönlich und berührt mich oft emotional. Unvergessen zum Beispiel, wie sie einen kleinen Plüschkraken auf der Straße gefunden hat … hach! Aber dazu erzählt sie selbst gleich mehr:


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

WL: Ohne Authentizität wäre meine Arbeit nicht denkbar. Zumindest wenn man den Begriff im eigentlichen Sinne versteht, nämlich hergeleitet aus dem Lateinischen: authenticus = verbürgt, zuverlässig, eigenhändig. Ich habe den Eindruck, Authentizität wird mitunter missverstanden: Die einen glauben, auf nichts mehr etwas geben zu müssen und marodieren entfesselt und affektgesteuert im Internet herum. Die anderen machen Authentizität an Attributen wie Mittagessen-Postings oder kontextlosen Selfies fest. Wie so oft bei Begriffen, die als Buzzwords wild in der Gegend herumgeschleudert werden, lohnt es sich, ihre Herkunft und Entwicklung zu betrachten. Wenig von dem, über das wir tagtäglich sprechen, ist wirklich neu. So ist es auch mit der Authentizität. (Nebenbei bemerkt: ein schlimmer Zungenverdreher.)
Wenn wir Authentizität im Zusammenhang mit Marketing betrachten, geht es um eine Deckung von Markenversprechen und Inhalt. Und hier komme ich auf meine Arbeit zurück, in der es mir darum geht, mithilfe von Storytelling das Einzigartige und Unverwechselbare einer  (mehr …)

Blogger schenken Lesefreude 2015

Verlosung zum Welttag des Buches!

Logo der AktionYeah, ein Gewinnspiel, ein Gewinnspiel ;o)) Auch in diesem Jahr bin ich mit meinem Blog wieder bei der tollen Aktion “Blogger schenken Lesefreude” dabei, die jedes Jahr zum Welttag des Buches stattfindet. Dieser wichtige Tag feiert in diesem Jahr übrigens sein 20-jähriges Jubiläum – herzlichen Glückwunsch. Und auch in diesem Jahr hat mir der O’Reilly-Verlag wieder zwei Exemplare eines tollen Fachbuches zur Verfügung gestellt – eins zum Lesen und eins zum Verlosen. Vielen  (mehr …)

Realität vs. Internet

Getippte Amokläufe: Was wir dagegen tun sollten.

AmoklaufJeden Tag bin ich stundenlang im Internet und damit natürlich auch in Social Media unterwegs – denn dort sind mein Arbeitsplatz und meine Spielwiese angesiedelt. Die sozialen Netzwerke sind fester Bestandteil meines privaten und beruflichen Lebens. “Mein” Internet ist eine nie versiegende Wissensquelle, ein Ort, an dem ich spannenden Menschen begegne und an dem ich viel erfahre über die Welt und die Dinge, die in ihr vorgehen. Und “mein” Internet hat Platz für ganz viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben und Stilen. In “meinem” Internet streiten sich Leute auch mal und diskutieren hart an der Sache. Sie sehen: “Mein” Internet ist so abwechslungsreich, wie das Leben eben ist. Eigentlich ist nur eins gleich: “Mein” Internet agiert fast immer respektvoll und sehr oft freundlich und hilfsbereit.

Wenn ich dann aber über den Rand meiner Filterblase schaue, erlebe ich Menschen, die aggressiv, verletzend oder sogar verleumdend im Internet handeln: Da werden auf den Fanpages großer Tageszeitungen unter einem Beitrag über die schlimme Situation der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge neue Konzentrationslager für Asylbewerber  (mehr …)

Endlich ein eigenes Blog

5 Tipps & Tricks: So klappt’s auch mit dem Profiblog.

Daumen HochBlogger sind ja ein aktives und ziemlich fideles Völkchen: Beinahe minütlich ploppen neue Blogs im Internet auf mit spannenden Inhalten und guten Ideen. Doch die meisten Blogs verschwinden nach recht kurzer Zeit wieder von der Bildfläche – oder dümpeln als ungepflegter, nicht beachteter Internetschrott vor sich hin. “Wäää, ich hab keine Zeit!”, “Wää, das bringt ja nix!” oder “Wää, ich hab keine Ideen mehr!” hört man oft, wenn man bei diesen Ex-Bloggern nachfragt, warum sie ihre Lieblinge zu Friedhöfen werden lassen.

Doch das muss nicht sein! Mit ein paar Tipps & Tricks kann man jedes Blog langfristig befüllen und nachhaltig pflegen. Deswegen stelle ich Ihnen in diesem Blogbeitrag ganz viele Fragen – bitte schreiben Sie sich die Antworten auf. So entsteht in relativ kurzer Zeit ein kleines Blogkonzept, das Ihnen dabei helfen wird, Ihr Baby zu pflegen und zu pushen. Und Sie haben ein paar Werkzeuge an die Hand bekommen, die Sie bei der Bloggerei unterstützen werden:

1. Ressourcen

Uhr RotWie viel Zeit haben Sie für Ihr Blog? Schreiben Sie die Antwort auf. Und gleich die nächste Frage: Wie viel Zeit haben Sie wirklich für Ihr Blog, wenn Sie an die nächsten Monate oder vielleicht sogar Jahre denken?   (mehr …)

Blogparade Transparenz

Wie viel Transparenz braucht ein Blog?

Eine spannende Frage, die Eva Schumann da in ihrem Blog Tinto im Rahmen einer Blogparade stellt: Wie durchsichtig sollte ein Blog sein? Wie klar sollte ein Beitrag transportieren, unter welchen Bedingungen er zustande kam? Und an welche Regeln sollten sich Blogger halten – und welche davon sind sogar verbindlich? Meine Antwort darauf ist erst mal ganz einfach:

Ein Blog sollte transparent sein. Bis in den aller letzten Winkel.

Störer AngebotJa, ich bin der Meinung, dass ein Blogger sprichwörtlich die Hosen ausziehen sollte, wenn es um die Inhalte in seinem Blog geht: Wo kommen Inhalte her? Gibt es eine Vereinbarung mit einer dritten Partei, die Einfluss auf einen Artikel genommen hat? Wer sponsort das Gewinnspiel und welche Vereinbarung wurde geschlossen? All diese Informationen sollten wir unseren Lesern zur Verfügung stellen – und zwar nicht im Kleingedruckten, sondern gut lesbar und gut sichtbar platziert.

Doch auch bei mir flattern immer mehr Anfragen von Unternehmen ins Postfach, die mich in irgendeiner Weise sponsoren wollen, wenn ich ihre Software/ihr Buch/ihre Dienstleistung in meinem Blog vorstelle und positiv bewerte – die überwiegende Mehrheit möchte einen Blogbeitrag ohne die Auszeichnung als “Sponsored Post”. Mal gibt es ein paar Euro dafür, mal ein Produkt umsonst. Ich lehne solche Anfragen ab mit dem Hinweis auf  (mehr …)

Im Interview – Thorsten Heyer

“Es werden immer weniger ehrliche Gefühle gezeigt”.

Thorsten HeyerThorsten Heyer ist Geschäftsführer und kreativer Kopf von [blickfang] Event Design – und er ist einer meiner ältesten Kunden. Für die Mainzer Eventausstatter konzeptioniere und plane ich seit Jahren den gesamten Außenauftritt im Internet und im Printbereich. Mittlerweile sind wir Freunde geworden – und so war seine Hochzeit vor 2 Jahren eins der schönsten Events, auf dem ich jemals war … kein Wunder, wenn ein Event-Designer heiratet bleibt einfach jedem der Mund offen stehen vor Verzückung ;o))

Was ich an Thorsten schätze, ist seine kreative, zielstrebige und gleichzeitig nachdenkliche Art: Er hinterfragt fast jeden seiner Schritte und beleuchtet seine Vorhaben detailreich von allen möglichen Seiten. Doch wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, verfolgt er sein Ziel sehr beharrlich – und wenn es bis zum Ziel Monate oder gar Jahre dauert! Außerdem ist Thorsten Herzblutarbeiter genau wie ich: Er liebt seinen Job, er macht ihn mit Leidenschaft und einem genauen Blick für die kleinsten Details. Seine Dekorationen und Designs lassen mich in regelmäßigen Abständen in laute Jubelschreie ausbrechen – schließlich bin ich die erste, die die neuesten Bilder der Topevents aus dem Showroom zu sehen bekommt! Und natürlich sind seine Antworten auf meine Fragen der Interviewreihe “Authentizität und Unternehmertum” auch ziemlich spannend:


CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

TH: Mein Unternehmen ist mit 8 Festangestellten eher klein: Daher gehen wir mit Kunden sehr persönlich und auch emotional  (mehr …)

Zeitmanagement

4 Tools, die Zettelmotivation und ein Supertipp für mehr Zeit.

Kalender“Arghhhh, ich habe xyz vergessen vor lauter Stress!” “Ich weiß gar nicht, wann ich zum Sport gehen soll, ich habe sooooo viel zu tun!” “Hach, ich würde ja so viel machen. Wenn ich Zeit hätte!” Das alles sind Sätze, die das Leben schreibt – ich habe sie vermutlich auch schon 100 Mal gesagt oder gedacht. Sie auch, gelle? Klar, wir alle haben ziemlich viel zu tun, wir jagen von einem Termin zur nächsten Deadline zur nächsten Veranstaltung. Und irgendwo dazwischen findet unser Leben statt, treffen wir unsere Freunde, gehen zum Sport, gehen ins Kino oder auf ein Konzert oder sind auch mal genüsslich faul – wenn wir Zeit dafür haben. Rausziehen aus dieser Tretmühle können wir uns alle nicht – was bleibt also? Eine bessere Selbstorganisation natürlich. Und dafür gibt es einige, wirklich tolle Tools, von denen man sich bei diesem schwierigen Thema sehr gut unterstützen lassen kann. Dann braucht es “nur noch” ein bisschen Selbstdisziplin und schon haben wir uns Zeitfenster freigeschaufelt, die wir für das benutzen können, was bisher immer zu kurz kam! In diesem Artikel zeige ich, wie ich meine Zeit organisiere, welche Tools ich benutze und wie ich mich selbst überlistet  (mehr …)

Leben in der digitalen Blase

Was Punkrock und Schmusibusi mit Filtern und Durchschnitt zu tun haben.

Zwei Goldfische im GlasEin Thema, das mich ziemlich umtreibt: Mein Leben in der digitalen Blase. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich lebe im Internet in einer Art Internetblase oder “Filterbubble”, wie es auf Neuland-Deutsch heißt. Meine engen Facebook-Freunde kenne ich zum Beispiel alle real: Wir haben viele Gemeinsamkeiten und sehen uns auch außerhalb von Social Media. Meine weiteren Social Media-Freunde/Fans/Follower setzen sich aus Kollegen, Kunden, Netzwerkpartnern und anderen spannenden Personen zusammen, die ich teilweise nicht persönlich kenne, mit denen mich aber mein Job, ein Hobby oder ein bestimmtes Thema verbindet. Mein Social-Media-Alltag wird vor allem von meinem Job bestimmt: Als Texterin und Konzeptionerin schreibe ich eigentlich ununterbrochen und beschäftige mich mit meinen Brotthemen, die gleichzeitig meine Lieblingsthemen sind – was ein Glück! In meiner Freizeit interessiert mich  (mehr …)

Im Interview – Britta Freith

“Ich habe mutige und vorsichtige Tage.”

Britta gibt einen WorkshopBritta Freith ist Mitglied im Texttreff – genau wie ich. Wir kennen uns also schon viele Jahre, haben so einige der ganz wunderbaren Textinentreffen zusammen erlebt und einmal durfte ich Britta und ihren übersprudelnden Geist sogar schon live während der Arbeit erleben: Bei einem Kreativ-Workshop der Texttreff-Akademie. Wir haben gemeinsam wilde Collagen geschnippelt und praktisch aus dem Nichts zwei tolle Kampagnen für einen fiktiven Kunden entwickelt – ein echtes Erlebnis, sage ich Ihnen ;o)) Denn Britta denkt blitzschnell geradeaus und um die Ecke, vorwärts und zurück und zwischendrin macht sie Purzelbäume. Und das ist wirklich nicht übertrieben!

Außerdem gärtnert Britta leidenschaftlich gerne und beglückt mich via Facebook immer wieder mit wunderschönen Fotos aus ihrem Garten. Sie hat ein Auge für kleine Details und mit Sicherheit auch mindestens zwei grüne Daumen. Was ich an Britta noch sehr schätze, ist ihre klare Art zu kommunizieren: Sie bringt Dinge auf den Punkt und kann Botschaften auf den Kern runterdampfen. Noch dazu hat sie einen tollen Schreibstil … aber lesen Sie selbst:

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CG: Authentizität wird gerade zu einem Modebegriff – immer mehr Unternehmen schreiben sich Echtsein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

BF: Als Einzelunternehmerin mit einem wechselnden Team von freien Mitarbeitern stelle ich natürlich mich selbst dar. Ich komme ja gar nicht umhin. Je älter ich werde, desto mehr hinterfrage ich mein Bild allerdings. Ich möchte nicht auf Biegen und Brechen eine erfolgreiche Unternehmerin vorgaukeln. Lieber will ich Ecken und Kanten und auch Niederlagen zeigen. Vielleicht hängt das mit meinem Alter zusammen. Ich glaube, Frauen aus meiner Gesellschaftsschicht machen diesen Prozess in den 40ern durch. Außerdem zwingen uns Zeitgeist und Medien quasi dazu uns zu freuen, dass wir jetzt 40, 50 oder 60 werden und neue Erfahrungen sammeln. Das ist gerade modern. Ist natürlich Unfug, die meisten haben ganz furchtbare Angst, als alte ungeliebte Schachtel zu enden.
Ich weiß morgens oft noch nicht, wer ich abends  (mehr …)