Von der Stange gibt's in diesem Blog nichts.

Hier bloggt die Texterin und Konzeptionerin Christa Goede über ihre Lieblingsthemen Text, Websites, Social Media und authentische Kommunikation. Humorig, meinungsstark und sehr persönlich. Deswegen seit 2016 auch in DU.
Bei mir kannst du auch gute Texte kaufen. Und starke Website-Konzepte. Und du bekommst Beratung ohne Wenn und ohne Aber. Sondern passend zu dir und zu deinen Zielgruppen.

 +49 69 63392977  mail@christagoede.de

Persönlichkeit und Selbstständigkeit

Persönlichkeit auf der Website? Ja, es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr!

Drei Monster mit PersönlichkeitPuh. Immer wieder und immer noch lese ich auf den Websites von Einzelselbstständigen das Wort „WIR“ – und dann kommt auf der Über-uns-Seite raus, dass es sich um eine einzelne Person handelt. Warum nur? Okay, als ich vor 17 Jahren mit meiner Selbstständigkeit startete, habe ich auch noch diese drei hochgestapelten Mehr-Personen-Buchstaben verwendet. Weil ich mich größer machen wollte, als ich eigentlich bin. Doch ich bin sehr schnell dahinter gekommen, dass die Kundinnen und Kunden das ohnehin bemerken ;-) Und seit dieser Zeit verwende ich die drei sehr persönlichen Buchstaben ICH. Für wen sollte ich auch sonst sprechen auf meiner eigenen Website außer für mich und meine Persönlichkeit?

Deswegen heute mein Plädoyer: Ja, pack bitte mehr von deiner Persönlichkeit in deine Website! Denn dafür gibt es viele gute Gründe:

Persönlichkeit macht sichtbar.

Aalglatte Menschen bleiben nicht im Gedächtnis – wie auch, an ihnen tropft alles ab! In Erinnerung bleiben uns allen die Menschen, die etwas Besonderes an sich haben. Und das kann alles Mögliche sein: ein Tonfall, eine Handtasche, ein Witz. Oder negativ: der Mundgeruch, die Art zu reden, ein Blick. Und da liegt auch die Krux einer authentischen Persönlichkeit: Wir alle können nicht entscheiden, wie unsere  (mehr …)

Im Interview – Tina Pruschmann

„Ich frage mich, was dieses Sein hinter dem Schein sein soll.“

Tina PruschmannMit Tina verbindet mich … *Trommelwirbel* … das gemeinsame Netzwerk Texttreff. Außerdem haben wir beide eine Vorliebe für ein gutes Glas Wein oder auch zwei. Und wir mögen politische Gespräche – gerne auch kontrovers. Unvergessen für mich auch eine Barcamp-Session, in dem wir Klischees über Ossis und Wessis herausgearbeitet haben. Hui, das ging hoch her!

Tina ist ein nachdenklicher Mensch, sie hinterfragt Dinge tief und setzt sich mit Themen intensiv auseinander. Und so finde ich ihre Auseinandersetzung mit dem Begriff „Authentizität“ in diesem Interview sehr spannend! Sie ist auch die Erste, die in dieser Interviewreihe auf Mörder* zu sprechen kommt. Aber lest selbst – doch werft das Hirn vorm Lesen an, es gibt Futter ;o)


CG: Du schreibst Bücher – vom Roman bis hin zur Dokumentation über einen Nonnenorden. Oder arbeitest als Ghostwriterin. Außerdem organisierst du politische Veranstaltungen zum Thema Flucht und Heimat. Und du schreibst Medizintexte. Gibt es eine große Klammer um diese Themenvielfalt und dein Engagement?

TP: Ich denke nicht. Es käme mir konstruiert vor, die Dinge thematisch zusammenzuheften.
Mit den Medizintexten, mittlerweile mehr mit Projektkoordination, verdiene ich Geld und es macht mir Freude. Das politische Engagement, seit einem Jahr bin ich SPD-Mitglied, ist mir wichtig, weil ich das Küchentischgemeckere so satthatte. Ich will nicht sagen, dass ein politscher Disput bei diversen Gläsern Rotwein keinen Spaß macht. Im Gegenteil. Aber ich hatte Lust, mich an politischen Entscheidungsprozessen direkter zu beteiligen. Schon als einfaches  (mehr …)

Steuern und Finanzamt

#ChristasRant 5-20: Vom Finanzamt und von Zaubersprüchen.

Ein Sack voll Geld für das FinanzamtKennst du diese Briefe, bei deren Anblick du die Krise kriegst – und zwar schon in dem Moment, in dem du sie aus dem Briefkasten ziehst? Du siehst den Absender und schon wird aus deinem gemütlich schlagenden bäbäm-bäbäm-bäbäm-Herz ein BÄBÄM-BÄBÄM-BÄBÄM-Dampfhammer? So geht mir das, wenn ich Post vom Finanzamt kriege. Jedes einzelne Mal. Seit 17 Jahren – damals hab ich mich selbstständig gemacht.

Post vom Finanzamt verheißt nichts Gutes. Irgendwas muss ich wieder zahlen, irgendwas ist heraufgesetzt worden oder irgendwas wurde geändert. Gefühlt aber wirklich jedes Mal zu meinen Ungunsten. Und im Anhang jedes Schreibens gibt es mindestens 2 Seiten schlimmstes Textgedöns, das eine prima Basis wäre für einen Unverständlich-schreiben-Workshop für Fortgeschrittene.

Bist du schon mal umgezogen in einen neuen Finanzamt-Bezirk? Ich rate dir, mach das bloß nicht. Ich habe nach einem Umzug mal 5 neue Steuernummern erhalten – was für ein Theater. Oder die Post vom Finanzamt kam über Wochen und Monate nicht an, weil die dort meine neue Adresse nicht richtig schreiben konnten! Dagegen hatte ich erst mal nichts, ist klar. Aber irgendwann hatte ich alle Fristen versäumt und sollte massig Strafe zahlen …

Umsatzzahlen würfeln

Voll knorke ist auch, wenn sie dort mal wieder irgendwelche lustigen Umsatzzahlen gewürfelt haben und ich dann riesige Vorauszahlungen leisten soll. In meiner Fantasie geht das so: Herr X und Herr Y* sitzen zusammen im  (mehr …)

Im Interview – Andrea Görsch

„Es liegt so viel Schein in der Luft.“ 

Sketchnote Andrea GörschAndrea Görsch vom Wortladen ist genau wie ich eine Textine und damit Teil des weltbesten Netzwerks Textreff. Andreas Tipps zum korrekten Schreiben finde ich prima, denn sie helfen mir in meinem Arbeitsalltag weiter – schließlich ist Andrea nicht nur Texterin, sondern auch noch Werbelektorin.
Außerdem habe ich einen ihrer Workshops besucht zum Thema gegenderte Sprache. Hui, nun klappt das gleich viel besser mit einer Sprache, die Frauen und andere nichtmännliche Menschen nicht einfach nur „mitmeint“, sondern tatsächlich in der Sprache sichtbar macht. Schließlich denkt niemand beim Begriff Astronaut an die Astrophysikerin Sally Ride, die als erste US-Amerikanerin im Weltall war! Eine geschlechterneutrale Sprache ist also ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Gleichberechtigung – und Andrea trägt mit ihren Workshops maßgeblich dazu bei, weil sie Menschen sensibilisiert. Danke dafür ;o)


CG: Du bist Texterin, bietest Werbelektorat an und gibst in individuellen Workshops Wissen weiter – zu finden bist du unter dem tollen Namen „Wortladen“. Was macht deine Marke aus? Und wie vermittelst du diese Merkmale in deinem Außenauftritt?

AG: Meine Marke ist der Wortladen, das vermittele ich bildlich durch mein Logo: die pralle Tasche gefüllt mit Wörtern. Augenzwinkernd gesagt: „Kommen Sie rein, kommen Sie rein und gehen Sie mit wunderbaren Wörtern wieder raus.“ Auf einer anderen Ebene drückt das mein Slogan aus: „Wo Gedanken Worte werden“. Und das macht auch meine Marke aus: Ich höre zu, tauche in Gedanken anderer ein, versetze mich in mein Gegenüber, in die Zielgruppe etc. und finde als Texterin in meinem Wortladen die passenden Wörter.
In der Marke Wortladen steckt natürlich ganz viel  (mehr …)

Kundenstimmen zur Selbstdarstellung

Kundenstimmen – echtes Gold für alle Selbstständigen.

SuperwomanHey, ich mach voll den Superjob, buch mich! So lesen sich viele Texte auf Websites von Einzelselbstständigen und Unternehmen. Belege für diese starken Worte? Fehlanzeige. Das ist sehr schade, denn Kundenstimmen unterstreichen die Glaubwürdigkeit der Superjob-Botschaft. Ganz gleich, ob du die O-Töne Testimonials oder Kundenstimmen nennst -– ihre Wirkung auf potenzielle Interessentinnen und Interessenten ist großartig. Warum das so ist, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben: „Warum sind Referenzen so wichtig?“ 

Doch wie kommst du an diese wertvollen O-Töne? Und wie kommen diese Kundenstimmen zu den Interessentinnen und Interessenten? Ich habe vier Tipps für dich:

1. Lies genau, was dir deine Kundinnen und Kunden schreiben

Ja, ich weiß, für manche Auftraggeberinnen und Auftraggeber ist kein Feedback gutes Feedback. Doch es gibt auch die, für die echtes Lob oder auch inhaltliche Kritik mit zur Zusammenarbeit gehören – und genau auf diese Menschen solltest du  (mehr …)

Im Interview – Christina Mohr

„Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.“

Christina Mohr mit Breeders-PlatteChristina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns zu bemerken, ts!

Auf Facebook sind wir schon länger verbandelt: Ich mag ihre Postings und ihre Pop-Texte, denn da kann ich neue Bands kennen lernen. Ihre zwei Arbeitswelten finde ich sehr spannend, denn sie hat Spaß und den Sicherheitsgedanken unter einen Hut gebracht. Sehr cool! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

PS: Gerade habe ich erfahren, dass Christina Debbie Harry interviewt hat. DEBBIE HARRY!!!


CG: Du hast zwei berufliche Existenzen: Zum einen arbeitest du im Verlagssekretariat des Campus Verlags FFM. Und zum zweiten schreibst du seit vielen Jahren als Journalistin über Pop – zum Beispiel für Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de und culturmag.de. Außerdem warst du mal Redakteurin bei satt.org. Wie kriegst du das alles hin? Und wie viel Christina steckt in all diesen Jobs? 

CM: Ja, das klingt immer erstmal nach irre viel und null Freizeit – aber irgendwie passt es doch immer. Im Lauf der Jahre habe ich offenbar gelernt, abends ab 20.00 Uhr nochmal richtig loslegen zu können und Artikel für Musikmagazine zu schreiben. Beide Bereiche sind wichtig für mich: Die Verlagsarbeit als „Brotjob“, der Popjournalismus als zweites  (mehr …)

Schnell Fragen beantworten

#ChristasRant 4-20: „Kannst du mal bitte schnell …?“

Mann mit Megafon möchte schnell eine Frage beantwortet haben
Vorab: Nein. Ich kann nicht mal eben schnell. Na gut, es gibt Einschränkungen: Bei Fragen wie „Kannst du mal bitte eben schnell das Feuer löschen, das vor der Haustür lodert?“ kann ich natürlich mal eben schnell! Aber wenn es um meinen Beruf geht, kann ich in fast 100 % aller Fälle nicht mal eben schnell. Und dafür gibt es gute Gründe:

1. Ich bin Texterin und Konzeptionerin, keine Hexe.

Mein Beruf besteht aus ziemlich viel Hirnschmalz und unterschiedlichen Arbeitsphasen. Ich muss mich in ganz verschiedene Themen rein denken, in verschiedene Zielgruppen und natürlich auch in meine ganz unterschiedlichen Kundinnen und Auftraggeber. Dazu kommt, dass ich mehrfach am Tag zwischen verschiedenen Themen switche. Einer meiner typischen Arbeitstage sieht so aus: Vormittags texte ich für die Website einer  (mehr …)

Im Interview – Katja Rosenbohm

„Ich mag keine Mogelpackungen.“

Katja Rosenbohm im Gespräch (c) Gabi BuduligWieder eine Frau aus dem schreibenden Gewerbe – woran das nur liegt ;o) Natürlich daran, dass auch Katja im weltbesten Frauennetzwerk, dem Texttreff, aktiv ist. Ich saß damals auch gemeinsam mit ihr in dem spannenden Workshop zur Personenmarke, von dem sie im Interview erzählt. Katja beschäftigt sich als Texterin und Lektorin intensiv mit Sprache und der Frage, wie man richtig gendert. Sie teilt ihr Wissen freigiebig – ich habe schon viel von ihr gelernt, danke dafür!


CG: Du bist Texterin und Lektorin – bei dir gibt es alles mit Krönchen. Und mit der Orthogräfin hast du gleich auch noch einen tollen Namen für deine Personenmarke gefunden. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Brauchtest du Mut, um dich auf diese spannende Art und Weise selbst zu vermarkten?

KR: Anfangs habe ich Die Orthogräfin nur als Logo verwendet. Irgendwann fand ich jedoch heraus, dass ich noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal brauche, da ich mit dem Namen Katja Rosenbohm in Deutschland nicht einzigartig bin. Entstanden ist die Idee für die Orthogräfin in der Zusammenarbeit mit Sonya Eller, einer genialen Grafik-Designerin, die ich noch aus meiner Kölner Zeit kenne. Sonya hat es damals geschafft, ein besonderes Wortspiel zu kreieren, mit dem ich mich – mit einem Augenzwinkern – von meinen Mitbewerberinnen abheben konnte.
Es gab die eine und andere kritische Stimme in die Richtung, dass ich mich damit zu sehr auf die Rechtschreibung festlegen würde. Oder gar das Augenzwinkern nicht verstanden wird. Davon ließ ich mich nicht verunsichern, mir gefiel der Name von Anfang an. Und je stärker ich mich als Person mit der Orthogräfin identifizierte, desto mehr positive Reaktionen kamen von außen. Ich habe gar nicht groß darüber nachgedacht, was ich da tue. Ich bin immer mehr in (m)eine Rolle geschlüpft. Bestärkt hat mich darin auch der Workshop  (mehr …)

Stayhome und Coronaferien

#ChristasRant 3-20: #stayhome ist nicht gleich #coronaferien, verdammte Axt!

Christas RantManchmal bringen mich meine Mitmenschen zur Verzweiflung. Zum Beispiel in diesen Zeiten. Wie kann auch nur eine Person auf die Idee kommen, Schulen, die wegen eines gefährliche Virus geschlossen werden, mit „Yeah, Urlaub!“ zu übersetzen? Sich ins Auto setzen und zum Beispiel auf eine Nordseeinsel fahren? Wenn man auch nur eine Minute nachdenkt, könnte man auf die Idee kommen, dass Inseln begrenzte Kapazitäten haben – auch in Sachen Gesundheit. Und dass diese begrenzten Kapazitäten den Bewohner:innen dieser Inseln vorbehalten sein sollten. Und wie können Leute sich im Messenger zu privaten Corona-Parties verabreden, weil Bars, Discos und Kneipen nun geschlossen sind? Sich lustig zuhause treffen, gemeinsam trinken, reden – schön eng eingekuschelt in einer Wohnung? HolladieWaldfee, seid ihr denn alle bekloppt?

Ich bleibe gesund! Alles andere ist mir doch egal.

Okay, fest davon überzeugt zu sein, selbst gesund zu bleiben – oder nur eine milde Form dieser Erkrankung durchzumachen – mag vielleicht noch als optimistische Lebenseinstellung durchgehen. Aber haben diese Menschen alle niemanden in ihrem Umfeld, der Diabetes hat? Asthma? Oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung? Haben sie keine Eltern, Großeltern oder andere ältere Menschen, die sie gerne noch ein paar Jahre um sich haben möchten? Ach, Quatsch, die Frage muss lauten: Haben diese Leute weder  (mehr …)

Tipps für deine E-Mail-Signatur

Name, Kontaktdaten und ein Hauch von Glitzer – 7 Vorschläge für deine E-Mail-Signatur.

Glitzer für deine E-Mail-SignaturJeden Tag landen sie in meinem Postfach, diese geschäftlichen E-Mails mit den Null-Signaturen. Null-Signaturen deshalb, weil die vorhandenen Texte und Informationen null Aussage haben. Oder noch schlimmer: Es gibt gar keine E-Mail-Signatur. Keine Telefonnummer, keine Website, kein Unternehmensname, nichts. Damit verschenken diese E-Mails mit den Null-Signaturen eine Menge Potenzial! Schließlich können wir alle mit einer passenden E-Mail-Signatur wichtige Informationen verbreiten, anderen Menschen Arbeit abnehmen und unsere Personenmarken weiter ausbauen.

In diesem Blogbeitrag findest du Vorschläge, wie du deine E-Mail-Signatur aufpeppen kannst. Einige Dinge sind meiner Meinung nach Pflicht, andere sind deinem individuellem Geschmack überlassen.

Meine 7 Vorschläge für deine E-Mail-Signatur:

1. Dein Name/der Name deiner Firma – wer schickt diese Mail überhaupt?

Ist dein Unternehmen in einem Register eingetragen? Dann gehört die Handelsregisternummer unbedingt in deine Signatur. Und auch die Nennung der Rechtsform, des Gerichtsstands und des Firmensitzes  sind gesetzlich vorgeschrieben. Gibt es Geschäftsführende oder sogar einen Vorstand oder Aufsichtsrat gehören auch diese Verantwortlichen alle in den Abspann deiner E-Mail.* Wenn du wie ich freiberuflich arbeitest, kannst du das alles etwas entspannter sehen – hier reicht dein Firmenname, der ja in vielen Fällen dein eigener Name ist.
Du hast einen akademischen Grad oder  (mehr …)