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Die Textschneiderei - das Blog.

Die Textschneiderei - von der Stange gibt's hier nichts.

Hier blogge ich über meine Lieblingsthemen Text, Websites, Social Media und authentische Kommunikation. Humorig, meinungsstark und sehr persönlich. Und deswegen seit 2016 auch in DU.

Kommentare in Social Media – eine Typologie

Erklär-Bärchen, Troll-Monsterchen und Witz-Fischchen: der Social Media-Zoo.

Mann mit Fernglas beobachtetManchmal sitze ich vor meinem Rechner und kriege den Mund nicht mehr zu vor … äh … Erstaunen: Was sich da so alles in den Kommentarspalten dieses Social Media-Zoos tummelt! Manche Texte lassen mich ratlos zurück, manche belustigen mich, manche entsetzen mich, andere machen mich wütend. Ich habe den Eindruck, dass die Kommunikation via Social Media mittlerweile öfter irre Züge annimmt, als das noch vor 2 Jahren der Fall war. Ob es daran liegt, dass sich bestimmte Typen im Social Media-Zoo rasant vermehrt haben?

Bei meinen zahllosen privaten und beruflichen Exkursionen in diesen digitalen Spezialzoo haben ich mal ein paar dieser Tierchen näher betrachtet, Dabei habe ich festgestellt, dass man sie vor allem an der Art ihrer Kommentare unterscheiden kann. Einige ganz besonders niedliche Exemplare möchte ich hier gerne vorstellen:

Das Erklär-Bärchen

Das Erklär-Bärchen hat einen riesigen Wissensschatz, den es gerne präsentiert. Und so kommt es, dass das Erklär-Bärchen immer eine Information parat hat – ganz gleich, ob im Eröffnungsposting danach gefragt wurde oder nicht.

Typischer Kommentar des Erklär-Bärchens:

  • Eröffnungsposting: „Hat jemand Umzugskartons für mich?
  • Kommentar Erklärbärchen: „Die kosten im Allgemeinen 1 Euro.“

Das Wutbürger-Hündchen

HundDas Wutbürger-Hündchen hat eigentlich nur ein Thema: Flüchtlinge. Und zwar in jeder Form, in jedem Zusammenhang. Deswegen ist das Wutbürger-Hündchen auch rund um die Uhr aktiv auf allen möglichen Plattformen.

Typischer Kommentar des Wutbürger-Hündchens:

  • Eröffnungsposting: „Ich wollte euch nur kurz erzählen, dass es in der Innenstadt neue Radbügel gibt – die richtig guten, an denen man den Rahmen festschließen kann! Toll!“
  • Kommentar Wutbürger.-Hündchen: „Das ist auch dringend notwendig, Merkels Goldstücke klauen ja alles, was nicht fest angekettet ist.“ 

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Im Interview – Susanne Gurschler

„Authentizität gehört in gewisser Weise zum Berufsethos.“

Susanne GurschlerSusi ist wie ich Mitglied im Texttreff, des weltbesten Netzwerks der Welt. Die Frauen im Texttreff haben alle einen ähnlichen Beruf: Susi ist Journalistin, ich bin Texterin. Wir begegnen uns auf Facebook sehr oft, da wir uns beide für Politik interessieren. Außerdem ist Susi sehr oft mit ihrem Hund Findus in den Tiroler Bergen unterwegs und bringt wunderschöne Fotos von ihren Wanderungen mit. Und ab und zu chatten wir sprachbegeisterte Frauen darüber, wie sich Deutsch und Österreichisch unterscheiden – in diesem Interview kommt zum Beispiel der Begriff „untergriffig“ vor an einer Stelle, an der ich „übergriffig“ geschrieben hätte. Übrigens: Bei Wikipedia gibt es eine ziemlich spannende „Liste der Austriazismen“ ;-)


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

SG: Für mich als Journalistin und Autorin ist Authentizität enorm wichtig. Sie gehört in gewisser Weise zum Berufsethos. Die LeserInnen und NutzerInnen müssen sich darauf verlassen können, dass ich faktenbasiert, transparent und authentisch arbeite. Check, Re-Check, Double-Check – Grundpfeiler journalistischen Arbeitens – ist die Richtschnur. Das muss einem gewissermaßen in Fleisch und Blut übergegangen sein. Dass klassische Medien, der Journalismus, derzeit heftiger Kritik ausgesetzt sind (Stichwörter: Lügenpresse, Staatsfunk, Mainstreammedien e.a.), stimmt mich nachdenklich und bereitet mir Sorgen. Natürlich: Zuspitzungen, Clickbaiting – die Verführung zur Vereinfachung ist groß. Aber ein Journalismus, der etwas auf sich hält, opfert nicht die fundierte Recherche und zeigt Flanke. Die Presse als vierte Macht im Staat hat eine große Verantwortung. JournalistInnen müssen den Mächtigen auf die Finger schauen, die Menschen informieren und ihnen eine Basis für ihre Entscheidungen liefern. Sie sind der Gesellschaft verpflichtet – insofern bin ich im Herzen Idealistin geblieben.

Cover Buch 111 Orte in Innsbruck die man gesehen haben mussCG: Du bist Journalistin und Autorin, schreibst häufig Artikel und Bücher mit regionalem Bezug. Auch in Sachen Politik hältst du mit deiner Meinung nicht hinterm Berg. Deine Fans und Follower wissen, dass du oft wanderst in Tirol. Und dass du immer einen Hund dabei hast. Bringt dir diese individuelle, gut sichtbare Kombination Vorteile in deiner Selbstvermarktung?

SG: Ganz ehrlich: Das weiß ich nicht. Ich mache einfach und denke selten bis nie darüber nach, ob etwas für mich von Vorteil ist – oder von Nachteil. Das ist vielleicht ein  (mehr …)

Sommerloch

Gemütlichkeit. Oder: Grmpf, mir fällt nix ein!

Tafel heute hitzefreiDraußen sind 36 Grad, in meinem Büro ist es mit 28 Grad noch vergleichsweise kühl. Ich sitze barfuß am Schreibtisch, ausgestattet mit Shorts, Schlabber-T-Shirt und einem Handtuch, mit dem ich mir gelegentlich den Schweiß von der Stirn wische. Neben mir stehen bereits 2 leere Wasserflaschen, die dritte habe ich gerade in Arbeit. Genau wie Texte für eine Unternehmensbroschüre, die ich derzeit schreibe. Der Ventilator brummt leise vor sich hin, ab und zu trifft mich ein kühlender Luftstrahl. Sommer im Büro halt, so, wie mir geht es gerade Millionen von anderen Menschen auch.

Dementsprechend ist auch meine Auftragslage – alles recht entspannt, viele Menschen im Urlaub oder gerade nicht in der Lage, eine wichtige Entscheidung zu treffen. Klar, bei der Hitze … Doch dann fällt mir auf: Es ist August! PANIK! Ich muss mindestens noch einen Blogbeitrag schreiben in diesem Monat! Denn ich habe derzeit praktisch nichts fertig Geschriebenes mehr in der Pipeline – schließlich dauert die hirneinschläfernde Hitze schon ein paar Wochen an.

Uaaaahhh, wer mich kennt, weiß, dass mir nun gerade zur Abwechslung mal der kalte Schweiß auf der Stirn steht. Denn ich gehöre zu den Menschen, die eher überorganisiert sind: Ich habe eigentlich immer mehrere fertige Blogbeiträge in der Pipeline und weiß recht genau, wie meine Tage idealerweise strukturiert sein sollten. Den Kampf mit einer Deadline kenne ich nur aus sehr wenigen Ausnahmefällen. Außerdem weiß ich heute immer schon gerne, was ich morgen und übermorgen und in der nächsten Woche zu tun habe.

Die Sache mit dem schlechten Gewissen.

Und dann ist da noch dieses schlechte Gewissen … Da sitzt ein kleiner Teufel auf meiner Schulter und flüstert mir  (mehr …)

Im Interview – Gaby Travers

„Es ist mitunter nicht einfach, authentisch zu sein.“

Gaby radelt gerne Berge hinaufGaby und ich kennen uns seit 2012 aus einer gemeinsamen Fortbildung in Sachen Social Media – interessanterweise habe ich mit vielen dieser Menschen, die ich in dieser Zeit kennen lernen durfte, bis heute Kontakt über Facebook. An Gaby finde ich ziemlich spannend, dass sie ein Stück weit macht, was sie will: „Diese Fortbildung kriege ich gerade nicht so gebacken? Okay, ich mach sie ein Jahr später. Natürlich erfolgreich!“ „Keinen Bock mehr auf PR als Festangestellte? Okay, ich mache mich selbstständig mit einer Mountainbike-Schule!“ Ich finde, von so viel Mut und Tatkraft können sich einige eine dicke Scheibe abschneiden …

Dazu ist Gaby noch supersportlich: Sie radelt irgendwie andauernd laut Facebook, wenn sie nicht gerade den Jakobsweg entlangwandert oder bei Charityläufen mit rennt. Ich finde das toll! Eines Tages mache ich mal einen ihrer Mountainbike-Kurse mit  – aber bitte nur mit dem eBike. Denn bergauf muss ich ja bekanntlich für zwei radeln ;o)


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

GT: Sowohl für mein Privatleben als auch für meine Arbeit ist es mir wichtig, authentisch zu sein, mich nicht zu verbiegen und Menschen mit all ihren Launen und Macken so zu erleben, wie sie tatsächlich gerade ticken. Ich arbeite mit Menschen und sie sollen mich als Person kennenlernen und so gut wie möglich beurteilen können, ob sie etwas mit mir zu tun haben möchten oder nicht. Die Kursbeschreibungen für meine Mountainbikeschule versuche ich so zu gestalten, dass meine Kunden ein möglichst genaues Bild bekommen. Ich möchte nichts schön reden, was dann live und in Farbe nicht so funktioniert. Ich möchte zufriedene Kunden haben, keine enttäuschten – und das können sie nur dann sein, wenn sie meiner Zielgruppe entsprechen und das Programm, das ich biete, auch erwartet haben.

CG: In einem früheren Leben warst du mal festangestellte PR-Fachfrau – heute leitest du mit happygolucky deine eigene „entspannte Mountainbikeschule“. Das ist eine gewaltige Veränderung. Wie ist es dazu gekommen?

GT: Es gibt mehrere Gründe.
Ich ertrage Chefs einfach nicht mehr. In meinem gesamten Angestelltendasein habe ich nie einen erlebt, der kompetent und menschlich mit seinen Mitarbeitern umgegangen ist. Es gab liebe Chefs, mit denen man fast noch Mitleid haben musste, wenn sie mal eine Entscheidung treffen mussten. Es gab die verantwortungslosen, die mich gerne 60 Stunden pro Woche arbeiten ließen und für meinen Urlaub noch die Idee parat hatten, mich gut zu erholen, aber bitte jeden Tag die E-Mails zu checken. Und es gab die, die mir schlichtweg nicht den Freiraum für eigene Entscheidungen innerhalb meines Arbeitsbereichs gaben.
Außerdem hasse ich nichts mehr als sitzen. Ich bin nicht gerne lange am Schreibtisch. Es macht mich müde – und  (mehr …)

Faktencheck: Nachrichten, Bilder und Informationen überprüfen

Stimmt das oder stimmt das nicht? 15 Websites & Tools für den Faktencheck.

Lupe: 13 Websites und Tools für den FaktencheckIn den Sozialen Netzwerken breitet sich immer weiter eine spezielle Art der Panik aus, die oft in purer Menschenverachtung mündet. Befeuert wird diese Panik von Postings wie diesen: „Jeden Tag werden 100-te Deutsche abgestochen von Muslimen! Keiner tut was!“, „Gestern habe ich wieder gesehen, wie eine Burkafrau im Mercedes zur Tafel gefahren wurde!“ oder „Dieses Bild zeigt einen verslumten Hinterhof in Dortmund-Marxloh! So sieht es bald in ganz Deutschland aus!“. Auch die Vor- und Pauschalverdächtigungen gerade gegenüber Minderheiten reißen nicht ab – vor Kurzem wurde zum Beispiel behauptet, ein geflüchteter Mensch hätte Lepra nach Österreich eingeschleppt.

Doch mit zunehmender Häufigkeit derartiger erfundener Müllinhalte wird es auch für mich als Social Media-Profi immer schwerer, einzelne Nachrichten und Postings auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Doch die gute Nachricht ist: Es gibt tolle Tools, mit denen wir alle schnell und einfach einen Faktencheck durchführen können!

1. Faktenfinder der Tagesschau – interessante Hintergrundinformationen

Gerade bei großen politischen Themen, deren Diskussion schon einige Stunden oder Tage andauert, kannst du bei diesem Faktenfinder spannende Hintergrundinformationen finden. Und in der Rubrik #kurzerklärt gibt es viele Fakten zu ganz verschiedenen Themen – von der Finanzierung der WHO bis zur Frage, was in Deutschland in der Pflege so alles schief läuft.
->  Einsatz: Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine aktuelle Nachricht so korrekt ist.

2. Mimikama – die Sammelstelle für Falschmeldungen aus allen Bereichen

Schon seit 2011 ist der österreichische Verein Mimikama aktiv: Die Aktivisten wollen Internetmissbrauch, Internetbetrug und Falschmeldungen entgegenwirken und bekämpfen. Und so bleibt es nicht aus, dass sie sich immer wieder auch mit rechtsextremen oder rechtspopulistischen Angstmacherpostings beschäftigen. Ich mag die unaufgeregte Art, in der die Aufklärungspostings verfasst werden – es lohnt sich sehr, diesem  (mehr …)

Im Interview – Juliane Benad

„Wer sich authentisch zeigt, zeigt sich selbstbewusst.“

Profilbild_Juliane-BenadJuliane und ich begegnen uns immer wieder auf Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet – und das seit vielen Jahren: Wir treffen uns zum Beispiel auf Barcamps wie dem #bcrm oder dem Content-Strategy-Camp. Mit ihr kann ich mich prima unterhalten, denn wir machen nicht nur einen ähnlichen Job als Freiberuflerinnen, sondern wir ticken in einigen inhaltlichen Punkten ähnlich. Zum Beispiel sehen wir Social Media auch durchaus kritisch, obwohl wir beide Geld in diesem Bereich verdienen. Außerdem lese ich gerne ihr Blog, in dem sie immer handfeste Tipps parat hat. Und ich finde es toll, dass sie nun auch den Weg als Selbstständige geht – sie wird das Ding rocken, da bin ich mir sicher ;-)


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

JB: Ich glaube, dass es früher oder später gar nicht anders funktioniert als authentisch zu sein. Klar, den ein oder anderen Kniff wie man vielleicht besser auf Menschen wirkt, wie man sich besser gibt, kann man üben und optimieren. Das muss sich ja auch nicht mit Authentizität ausschließen.
Sobald man sich jedoch verstellt, wird es anstrengend – wenn man zum Beispiel einen auf Schreihals macht, obwohl man eher ein ruhiger Typ ist. Dann ist man auch nicht wirklich glaubhaft. Die Fassade wird schneller reißen als einem lieb ist.
Außerdem sprechen wir unter Umständen genau die Sorte von Kunden an, die gar nicht zu einem passen. Das strengt dann an. So zu sein, wie man ist – inklusive der Ecken und Kanten – ist wahrscheinlich der beste und erfolgreichste Weg.

CG: Du bist genau wie ich eine Einzelselbstständige, dein Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Bereich Social Media. Wie hat sich deine Selbstständigkeit in den letzten Jahren entwickelt? Denkst du aktuell darüber nach, dein Portfolio zu verändern?

JB: So wahnsinnig lang bin ich ja noch nicht selbstständig, aber ich beobachte bei vielen Selbstständigen, dass vieles im Fluss ist. Man startet mit einer Ideen und merkt, wie sich die Dinge entwickeln. Gerade die Social Media-Welt ändert sich rasant, und wir wissen nicht, welches neue Social Media morgen aufploppt und welches übermorgen abgeschaltet wird. Ich muss und will also flexibel bleiben. Ich merke immer stärker, dass mir   (mehr …)

Warum sind Referenzen so wichtig?

Referenzen: Zeig her, was andere über dich sagen!

Titelbild - Warum Referenzen so wichtig sind.Referenzen, Kundenstimmen, Testimonials – deine besten Verkaufsargumente haben viele Namen. Schließlich wirkt kaum etwas stärker in der Vermarktung als ein persönliches Statement eines zufriedenen Kunden oder einer glücklichen Auftraggeberin. Doch warum ist das eigentlich so?

Die meisten von uns kennen noch das klassische Zeugnis aus den fest angestellten Zeiten. Die A4-Seiten voller rechtssicherer Formulierungen lesen sich grauenhaft. Trotzdem habe ich als Festangestellte jedes Zeugnis akribisch gelesen und einzelne Sätze genau gecheckt – schließlich galt es, eventuell vorhandene Stolperfallen zu finden (in der Karrierebibel findest du hierzu einen detailreichen Blogbeitrag). Doch so ein Zeugnis liest sich wie eingeschlafene Füße: „…. stets zu unserer vollsten Zufriedenheit … bla … arbeitete stets zuverlässig und äußerst gewissenhaft … bla … verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.“ Wäää!

Referenzen sind kleine Statements mit viel Potenzial

Referenzen, Testimonials oder auch Kundenstimmen bieten für uns Selbstständige viel mehr Potenzial. Denn hier ist deine Kundin oder dein Auftraggeber vollkommen frei. Und so durfte ich mich schon über Sätze freuen wie „Ein Glücksgriff – nur so können wir die Zusammenarbeit mit Christa Goede beschreiben!“ oder „Es hat richtig Spaß gemacht mit Christa zu lernen.“ Hach! Doch neben der Herzentzückung hat ein solches Statement noch viel mehr Wumms:

  • Es beschreibt deine Arbeitsweise – aus der authentischen Sicht deiner Kundin oder deines Auftraggebers.
  • Es holt deine „Soft Skills“ auf die Bühne – diese beschreiben die Zusammenarbeit mit dir über das fachliche Know-how hinaus.
  • Es zeigt die Begeisterung deines Kunden/deiner Auftraggeberin – und Begeisterung wirkt bekanntlich ziemlich ansteckend.

Doch das Tollste ist: Um das alles zu transportieren, nutzen diese Menschen ihre  (mehr …)

Personenmarke aufbauen – warum?

Auch du bist Marke. Immer und überall!

Personenmarke aufbauen - warum? Ein GehirnDiesen Slogan sollte sich meiner Meinung nach eigentlich jeder Mensch direkt übers Bett hängen. Denn es ist tatsächlich so: Wir sind alle Marken. Und zwar im Privatleben genau wie im Geschäftsleben. Denn wir sind alles eigenständige Persönlichkeiten mit gewissen Merkmalen – eben eine Personenmarke. Laut Wikipedia steht der Begriff Marke „für alle Eigenschaften, in denen sich Objekte, die mit einem Markennamen in Verbindung stehen, von konkurrierenden Objekten anderer Markennamen unterscheiden“. Wenn man das für Personenmarken übersetzt, könnte da stehen: „Der Begriff Personenmarke steht für alle Eigenschaften, in denen sich eine Personenmarke von anderen Personenmarken unterscheidet.“ Das heißt also: Christa ist nicht Anna oder Elif. Und schon gar nicht Milad oder Stefan. Christa bleibt immer Christa, denn sie hat Eigenschaften, die sie von anderen Menschen unterscheiden – das gilt auch für alle anderen Menschen. Und für alle Freiberufler, Angestellten und Unternehmerinnen sowieso.

Der eine oder die andere hat in seiner Kindheit vielleicht sogar schon mal den Spruch gehört: „Du bist vielleicht ne Marke!“ In diesem Spruch klingen meiner Meinung zwei eigentlich gegensätzliche Dinge gleichzeitig mit:

  • Ein Vorwurf, weil du zum Beispiel eine Erwartungshaltung nicht erfüllt hast.
  • Der Respekt, weil du mit deiner Handlung einen eigenen Weg beschritten hast.

Ich kann mich zum  Beispiel daran erinnern, dass mein Mathelehrer diesen Spruch öfter mal zu mir gesagt hat, wenn meine Hausaufgaben wieder mal in eine philosophische Betrachtung ausgeartet waren (zum Beispiel zur Unendlichkeit und warum ich es merkwürdig finde, mit diesem Phänomen eine Berechnung durchführen zu wollen. ;-)) Auf der einen Seite macht er mir damit einen Vorwurf, denn ich habe seine Erwartungshaltung nicht erfüllt und keine seiner Aufgaben in gewünschter Weise ausgerechnet – auf der anderen Seite habe ich mir aber mit meiner kreativen Analyse der Unendlichkeit seinen Respekt verdient. Prima eigentlich, oder?

Doch wozu sind die gut, diese Personenmarken?

Meiner Meinung nach ist die Basis einer Personenmarke – auf Neudeutsch Personal Brand – die eigene Authentizität: Authentisch sind wir genau dann, wenn unsere innere Einstellung und das äußere Handeln weitestgehend  (mehr …)

Im Interview – Heike Merkle

„Ich mache das, was mir gefällt.“

Heike rief mich im Spätsommer letzten Jahres an und fragte, ob ich Lust und Zeit hätte, für Death by Dress eine neue Website zu entwickeln. Death by Dress – den Namen ihres Kleiderlabels fand ich schon oberkultig ;-) Wir trafen uns zu einer gemütlichen Kaffeerunde in ihrem Atelier in Frankfurt-Höchst und stellten schnell fest, dass die Chemie zwischen uns stimmte. Im Oktober 2017 sind wir dann mit diesem Projekt gestartet. In knapp drei Monaten haben wir im Team mit Renate Hermanns eine Website entwickelt, die uns alle nach wie vor begeistert! Anfang 2018 ging dann das neue digitale Domizil von Death by Dress an den Start: Sehr persönlich, individuell und mit jede Menge Zucker obendrauf! Eben ganz wie Heike und ihre wunderschönen Kleider.

Die Zusammenarbeit mit Heike ist von Kreativität geprägt, wir können gut zusammen brainstormen und Ideen raushauen. Gleichzeitig ist Heike  pragmatisch – was eine solche Zusammenarbeit dann auch noch herrlich unkompliziert macht. Außerdem finde ich ihren Werdegang von der Bankerin hin zur Erfinderin von Death by Dress total spannend – genau wie ihre Bestrebungen, nachhaltige Kleidung in der Region zu produzieren. Ach, die ganze Heike ist spannend, denn sie kann so viele tolle Geschichten erzählen aus ihrem Leben ;-) Ich wünsche ihr ganz viel Glück mit ihrem Label und spare derzeit für ein eigenes Kleid von Death by Dress. Denn ich möchte unbedingt eins von diesen eleganten und gleichzeitig alltagstauglichen Schmuckstücken besitzen, hach <3 .


CG: Authentizität ist ein Modebegriff – viele Unternehmen und Selbstständige schreiben sich Echt sein auf die Fahnen. Welche Bedeutung hat Authentizität für dich und deine Arbeit?

Ein Kleid von Death by DressHM: Leider ist das Wort zu einem Modebegriff geworden. Aber meines Erachtens ist es das Wichtigste für einen Menschen: Denn um authentisch zu sein, muss ich mich selbst sehr gut kennen, meine Bedürfnisse, Emotionen, Gedanken usw. Ich muss mein Verhalten selbst bestimmen und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen. Ich muss meine Gedanken und Bedürfnisse mitteilen wollen.
Das ist nicht einfach, es erfordert Mut und viel Arbeit das eigene Ich kennen lernen zu wollen und für sich einzustehen. Und im Business ist es noch viel schwieriger. Die Erwartungen an einen sind hoch, die eigenen und die fremden. Die Angst seine Rechnungen nicht bezahlen zu können etc. können einen dazu zu verleiten, nicht authentisch zu sein. Wenn mich solche Ängste jagen, muss ich aufpassen nicht dem Drängen anderer nachzugeben. Doch ich habe gelernt, dass es sich für mich nicht lohnt, nicht authentisch zu sein. Ich habe meinen eigenen Rhythmus und meine eigenen Werte. Wenn ich darauf keine Rücksicht nehme, habe ich keinen Erfolg. Denn dann mache ich etwas, was andere wollen – es ist nicht mehr mein Business.  (mehr …)

In 3 Phasen zum guten Text

Spannend, authentisch, gut lesbar: So schreibst du feurige Texte.

So schreibst du feurige Texte - Blog Christa Goede

Ja, es gibt sie, die Textregeln, die immer und überall befolgt werden sollten. Und dann gibt es noch die Tipps, die einen guten Text zu einem feurigen Text machen. Einen Text, der deine Zielgruppen trifft – manchmal sogar direkt ins Herz. Denn wirklich gut wird ein Text erst, wenn du ihn so scharf gewürzt hast, dass er den Lesenden richtig gut schmeckt. Wenn sie ihn mit Interesse vollständig lesen. Und am besten sogar weiterempfehlen. Ein Würzmittel, um dieses Feuer zu erreichen, ist die Authentizität: Wenn du es schaffst, deine Texte authentisch zu schreiben, lernen dich die Lesenden über die reinen Sachinformationen hinaus kennen. Ein echtes Pfund, mit dem du wuchern kannst, denn dich gibt es nur ein einziges Mal!

Warum die Authentizität so wichtig ist? Wir alle mögen Inhalte, in denen die beiden Aspekte der Wahrnehmung – der Schein und das Sein – übereinstimmen. Authentizität als Stilmittel deshalb besonders interessant für alle, die sich um die Bildung einer eigenen Marke kümmern. Ganz gleich, ob es sich hier um eine Unternehmensmarke oder eine Personenmarke handelt.

Doch eins solltest du beachten: Authentizität bedeutet nicht, allen Menschen zu gefallen. Authentizität bedeutet, den Menschen zu gefallen,deren persönliche Wahrnehmung am ehesten mit unserer eigenen übereinstimmt. Ein echter Vorteil, gerade in der Beziehung zum Wunschkunden ;-) . Also fang  am besten gleich damit an, deine Chillies in deine Texte zu packen!

Um zu diesen würzigen Texten zu kommen, erstellst du diese am besten in drei Phasen:


Phase 1: Schreibe einen spannenden Text.

StiftEin Pfeil mit HerzSchreibe aktiv.

Aktive Formulierungen wirken immer frischer und auffordernder als passive, die uns alle an Behördendeutsch erinnern.
Tipp: Wenn du Dinge oder Personen während des Schreibens als handelnde Kräfte betrachtest, schreibst du automatisch aktiv.

Ein Pfeil mit HerzNutze Verben.

Zu einer aktiven Schreibe gehören Verben, Substantivierungen dürfen Behörden, Juristinnen und Juristen gerne behalten.
Tipp: Lese dir deine Texte laut vor – Substantivierungen kennen wir praktisch nur aus der Schriftsprache, du kannst sie kaum vorlesen, ohne zu stolpern.  (mehr …)