Blog

Die Textschneiderei - das Blog.

Die Textschneiderei - von der Stange gibt's hier nichts.

Hier bloggt die Texterin Christa Goede über ihre Lieblingsthemen Text, Websites, Social Media und authentische Kommunikation. Humorig, meinungsstark und sehr persönlich.

14 Jahre selbstständig

7 Tipps, die ich mir zu Beginn meiner Selbstständigkeit gerne selbst gegeben hätte.

Das Leben ist eine AchterbahnWow, 14 Jahre gibt es jetzt die freiberufliche Texterin und Konzeptionerin Christa Goede – das ist wirklich eine lange Zeit.  Viele Höhen, einige Tiefen, viele Überraschungen und ganz viel Alltag verstecken sich hinter dieser Zahl. Zurzeit denke ich gerade wieder sehr intensiv über meinen Job nach: Wie wird er sich wohl verändern in Zeiten von Bots und künstlicher Intelligenz? Welche Auswirkungen werden diese interessanten Entwicklungen auf meinen Job haben? Es steht eigentlich nur eins fest: Es bleibt spannend in dieser beruflichen Achterbahn, die ich freiwillig bestiegen habe!

Wenn ich mein selbstständiges Arbeitsleben in der Retrospektive betrachte, stelle ich erleichtert fest, dass ich ziemlich viel ziemlich richtig gemacht habe ,-) . Und doch habe ich in diesem Blogbeitrag ein paar Tipps aufgeschrieben, die ich mir selbst gerne vor 14 Jahren gegeben hätte. Denn dann wäre mit Sicherheit einiges leichter gewesen und entspannter gelaufen:

1. Bleib, wie du bist.

Du musst dich nicht verbiegen für eine Selbstständigkeit – im Gegenteil: Wenn du gut bist, kannst du dir deine Auftraggeber  (mehr …)

Zielgruppe finden

„Pinke Koffer für alle!“ – in 6 Phasen ins Herz der richtigen Zielgruppe.

Mann mit pinkfarbenem KofferWer gehört denn zu deiner Zielgruppe? Diese Frage stelle ich in jedem Briefing-Gespräch. Häufig bekomme ich dann als Antwort: „Das ist einfach: Alle. Mein Produkt/meine Dienstleistung kann jeder gebrauchen!“ Diese Antwort mag ja für Produkte wie Toilettenpapier oder Zahnpasta auf den ersten Blick stimmen 😉 . Doch wenn man genauer hinschaut, vertreiben Unternehmen in Deutschland Spezialprodukte oder bieten individuelle Dienstleistungen für eine ausgewählte Zielgruppe an. Da ist es doch eigentlich sehr schade, dass diese Firmen so wenig über ihre Interessenten und Käufer wissen! Denn mit diesem Nichtwissen wird jede Marketing-Maßnahme zur planlosen Aktion, die auf dem Prinzip Zufall basiert – keine solide Basis für ein erfolgreiches Unternehmen oder eine gewinnbringende freiberufliche Existenz.

Dabei könnten ein paar grundlegende Gedanken zur Zielgruppe sogar bares Geld sparen – denn Werbung für die Zielgruppe „ALLE“ ist unverhältnismäßig teuer. Es lohnt sich also für dich, bei der Auswahl der Zielgruppen genauer hinzuschauen. Ich erledige diesen Job in mehreren Phasen – und erkläre den Ablauf einfach mal anhand eines speziell beschichteten, unkaputtbaren, federleichten Rollkoffers: Dieser Superkoffer schwebt auf  (mehr …)

erfolgreiche Websites

Auf den Inhalt kommt es an: 11 Erfolgs-Tipps für deine Website.

Website als durchstartende Rakete„Gut bei Google gefunden werden!“ – das antworten die meisten meiner Kunden, wenn ich nach dem Sinn und Zweck ihrer Website frage. Doch dieses Gut-gefunden-werden ist nicht mal die halbe Miete, wenn es um den Erfolg einer Website geht! In diesem Blogbeitrag habe ich 11 Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Website in Inhalt und Struktur optimieren kannst:

1. Die Startseite – das Wichtigste nach vorn

Ein Introtext wie „Herzlich Willkommen bei Unternehmen YX“ ist sowas von 1980. Besser steigst du mit einem Elevator-Pitch ein – also einer Kurzbeschreibung dessen, was du anbietest und was dein Kunde davon hat. Dazu beantwortest du dir am besten drei Fragen:

  • Wer bist du?
  • Was haben die Kunden/Interessenten von deinem Angebot?
  • Was macht dein Angebot so besonders?

Ja, ich weiß, das ist richtig schwer! Besonders dann, wenn du das alles in maximal drei Sätzen zusammenfassen sollst. Aber dein Einsatz lohnt sich, denn bei den meisten klassischen Websites entscheidet sich auf der Startseite, ob der Besucher dort bleibt und weiter liest – oder ob er lieber doch die Konkurrenz besucht.

2. Der Kontakt – wie bist du zu erreichen?

Ganz wichtig und leider immer noch gerne vergessen – die Absenderkennung und die möglichen Kontaktwege gleich auf der Startseite: Wer ist der Absender? Wie erreiche ich den Absender? Deine Social Media-Auftritte platzierst du am besten oben rechts auf deiner Seite, denn wir alle haben gelernt, dass wir dort wichtige Dinge wie zum Beispiel einen Warenkorb finden.

EXTRATIPP: Die Kontaktdaten und deine  (mehr …)

Die Social Media-Hölle

Provokation, fehlende Moderation und schmutziges Facebook-Gold.

Monster aus der Social Media HölleAls Social Media-Managerin und Texterin bin ich jeden Tag viele Stunden auf Facebook unterwegs – schließlich ist es Teil meines Jobs, Websites und die dazugehörigen Social-Media-Kanäle zu pflegen. Darüber hinaus bin ich als Diplom-Politologin am täglichen Weltgeschehen interessiert: Ich lese globale Newsportale genau wie die Onlineauftritte diverser deutscher Zeitungen und Zeitschriften. Wenn ich ganz mutig bin, lese ich manchmal sogar die Kommentare – auf Facebook genau so wie auf den Websites. Und Mut brauche ich sehr viel dafür, denn was mir da an geballtem Hass und – Entschuldigung – gequirlter Scheiße entgegen sprudelt, macht mich manchmal sprachlos.

Meiner Meinung nach sollte jede Fanpage sorgfältig von Spezialisten gepflegt und moderiert werden – Fachleuten, die wissen, wie Worte wirken können und die ihr Möglichstes tun, um für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Leser und Kommentatoren zu sorgen. Auf vielen Fanpages klappt das auch sehr gut: So gibt es einige professionell gepflegte Kanäle – zum Beispiel die Facebook-Auftritte der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT und sogar der Springer-Publikation WELT. Hier wird tatsächlich moderiert, die Betreuer der Seiten diskutieren selbst aktiv mit und schreiten ein, indem sie zum Beispiel Streit schlichten, auf die Netiquette verweisen und im Notfall auch mal jemanden blockieren. So weit, so wunderbar!

Die Social Media-Hölle.

Und dann gibt es leider auch noch die zweite Sorte Kanäle: Dort arbeiten Social-Media-Manager, die ihren Höllen-Job vermutlich ebenfalls sehr ernst nehmen. Doch leider haben diese speziellen Kanäle eine andere Intention und gehören meiner Meinung nach zur Social Media-Hölle – ich picke für diesen Blogbeitrag mal einen raus. Beim Facebook-Auftritt von Focus Online Politik gewinnt der mutige Kommentarleser bereits nach ganz kurzer Zeit den Eindruck, als wäre dieser Kanal praktisch vollkommen unmoderiert, denn dort wird ohne Hemmungen gehasst, gedisst und gedroht – doch das alles dürfte laut eigener Netiquette gar nicht geschehen!

Hierfür gibt es zwei mögliche Erklärungsansätze:  (mehr …)

Geistesblitze und Ideen

Kreativität – 9 Tipps für mehr Ideen und Geistesblitze.

Das Ideenlos-Monster hat mich fest im GriffDer Monitor blendet mich, reinweiß und strahlend. Unter meinem Schreibtisch brummt die Safetyline vor sich hin, gemütlich und stetig. Und ich sitze hier auf meinem Bürostuhl und raufe mir die Haare, ideenlos und schon fast verzweifelt. Kennst du das? Ich bin mir sicher, dass die allerallermeisten nun nicken 😉

Als Texterin und Konzeptionerin lebe ich von meinen Ideen – ich sollte also nicht zu lange unter Ideenlosigkeit leiden. In meinen nun fast 20 Jahren kreativem Arbeitsleben (örks, so lange mache ich schon Werbung? Wow ….) habe ich mir so einige Strategien zurechtgelegt, mit denen ich das Ideenlos-Monster bekämpfe, in dessen Würgegriff ich mich manchmal befinde. Manche davon sind pragmatisch, manche sind schräg, andere muten vermutlich geradezu absurd an. Das macht aber nichts, Hauptsache, am Ende des Tages ist die Idee da!

Bei mir gibt es drei verschiedene Eskalationsstufen der Ideenlosigkeit, für die ich jeweils drei Gegenmaßnahmen aufgeschrieben habe:

Erste Eskalationsstufe – das intensivere Brainstorming

Genau hingucken – und die Fantasie laufen lassen
Mein Schreibtisch sieht – öhöm – kreativ aus 😉 Um auf eine Idee zu kommen, lasse ich gerne meinen Blick über die Weiten des Schreibtisches schweifen: Was haben Locher und Nagelfeile gemeinsam? Sie sind beide schwarz, ich nutze sie beide mit den Händen. Wenn die beiden Beinchen hätten – wer würde ein Rennen gewinnen? Die Nagelfeile, weil sie so leicht ist? Oder doch eher der kräftige  (mehr …)

aktiv gegen Hass

5 Initiativen gegen Hass und Fakenachrichten, die wir alle unterstützen sollten.

startknopf
Das Internet und die Sozialen Netzwerke quellen über vor Hass – meiner Meinung nach befinden wir uns gerade in einer brandgefährlichen Kommunikations-Abwärtsspirale, wie es sie bisher noch nie gab: In den Sozialen Netzwerken und in Blogs wird gedisst, was das Zeug hält, auf allerübelste Art gedroht und eingeschüchtert und unterhalb aller Schuhsohlen „argumentiert“.

Glücklicherweise gibt es aber auch eine andere Seite: Derzeit organisieren sich auf ganz verschiedenen Ebenen Menschen, die einen Gegenpol zum Hass bilden möchten, Hoaxes aufdecken und zu einem inhaltlich orientierten Diskussionsstil zurückkehren wollen. In diesem Blogbeitrag stelle ich einige dieser Initiativen vor:
hand

#ichbinhier – Deeskalation und konstruktives Mitmischen*

Medium: Facebook, geschlossene Gruppe

Zielgruppe: alle, die sich engagieren möchten gegen den Hass

Selbstverständnis: „#ichbinhier ist eine  (mehr …)

Hatespeech und Fakenachrichten

Social Media – was ist nur mit uns Menschen kaputt?

Funke an DynamitVorab: Für mich war das wieder mal eine grauenhafte Woche in Social Media. Ich merke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzureden. Wie ich selbst immer aggressiver werde, weil mich diese geballte Aggressivität der Hater offensichtlich ansteckt. Wie ich immer öfter überlege, einfach den Stecker zu ziehen und dieses Internet, das ich seit mehr als 20 Jahren so sehr liebe, zu verlassen …

Nein, natürlich werde ich das nicht tun. Und das „reale Leben“ da draußen ist ja auch nicht immer ein Ponyhof mit Liebe und Frieden und so. Aber was mir – verdammt noch mal – an Social Media derzeit total auf die Nerven geht, fasse ich mal in ein paar Punkten zusammen. Und weil ich nicht nur meckern will, hänge ich noch ein paar erste Ideen zur Lösung dran:

FAKEPROFILE – pöbeln aus dem Dunkeln

Hey, Leute, wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Warum auch, wir leben schließlich in einer Demokratie. Aber wenn wir miteinander reden, dann reden wir auf Augenhöhe! Oder würdest du dich im Wald mit jemandem unterhalten, der dich anspricht, während er unsichtbar hinter  (mehr …)

Richtig googeln

Google – Tipps und Tricks

Lupe RotNa? Heute schon gegoogelt? Bestimmt! Für die meisten Menschen ist Google ein täglicher Begleiter: Wir interessieren uns für Personen oder Unternehmen, recherchieren Hintergründe oder suchen das tolle Kuchenrezept, das unbedingt nachgebacken werden wollte. Meist geben wir dafür unseren Suchbegriff in das Suchfenster ein und geben uns mit den Suchergebnissen, die auf der ersten Seite stehen, zufrieden. Aber Google hat noch viel mehr drauf:

google-header

In der Zeile unter dem Eingabefeld kannst du die Suchergebnisse nach verschiedenen  (mehr …)

Texten fürs Web

Webtexte schreiben ist Beziehungsarbeit!

Beziehung

Gute Webseiten-Texte sind das Mittel, mit dem du deine Kunden und Interessenten im Internet erreichst – und damit viel mehr als Futter für die Suchmaschinen. Doch in vielen Fällen funktionieren Webseiten leider immer noch so: „Klick, die Website öffnet sich. Mein Auge wandert über die Seite, erfasst Bilder, Layout und erste Textfragmente. An einigen Stellen bleibe ich hängen, andere hingegen überfliege ich nur. Gewünschte Information ratzfatz gefunden? Nein. Klick, die nächste Seite öffnet sich. Mein Auge wandert über  …. usw.“ Kennst du das das? Ganz bestimmt, denn nach dieser Systematik erfassen wir alle Inhalte, während wir surfen. Schließlich ist das Internet unser schnellstes Informationsmedium, wir wollen möglichst fix zu den gewünschten Inhalten kommen. Finden wir sie nicht auf Anhieb, surfen wir weiter.

Dieses sprunghafte, ja geradezu untreue Verhalten solltest du unbedingt  (mehr …)

Rezension Jochen Mai

Rezension und Verlosung: „… Was wirklich hinter unseren Entscheidungen steckt.“

entscheidungen-ja-neinGrmpf, Entscheidungen. Wir alle fällen jeden Tag sehr, sehr viele davon – zum Beispiel vollkommen automatisch ablaufende wie die, welche Socke wir morgens zu erst anziehen. Na? Weißt du aus dem Stand heraus, welche Socke du zuerst anziehst? Ich wusste es nicht, ich musste erst drauf achten – ich bin Rechte-Socke-zuerst-Anzieherin 😉 Und dann gibt es noch die vielen bewussten Entscheidungen zum Beispiel bei der Wahl des Mittagessens bis hin zu wirklich wichtigen unternehmerischen Entscheidungen, zum Beispiel über Investitionen. Himmel, ist das anstrengend mit diesen Entscheidungen!

Doch warum entscheiden wir manchmal an einem Tag anders als am nächsten? Warum entscheiden Männer und Frauen beim Kaufen anders? Und was hat das alles mit der kognitiven Dissonanz zu tun? Diesen spannenden Fragen geht Jochen Mai, Betreiber des Job- und Karriereportals Karrierebibel, in seinem neuen Sachbuch „Warum ich losging, um Milch zu kaufen, und mit einem Fahrrad nach Hause kam“* nach: In 18 Kapiteln beleuchtet er detailreich, wie wir zum  (mehr …)