Von der Stange gibt's in diesem Blog nichts.

Hier bloggt die Texterin und Konzeptionerin Christa Goede über ihre Lieblingsthemen Text, Websites, Social Media und authentische Kommunikation. Humorig, meinungsstark und sehr persönlich. Deswegen seit 2016 auch in DU.
Bei mir kannst du auch gute Texte kaufen. Und starke Website-Konzepte. Und du bekommst Beratung ohne Wenn und ohne Aber. Sondern passend zu dir und zu deinen Zielgruppen.

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Im Interview – Andrea Görsch

„Es liegt so viel Schein in der Luft.“ 

Sketchnote Andrea GörschAndrea Görsch vom Wortladen ist genau wie ich eine Textine und damit Teil des weltbesten Netzwerks Textreff. Andreas Tipps zum korrekten Schreiben finde ich prima, denn sie helfen mir in meinem Arbeitsalltag weiter – schließlich ist Andrea nicht nur Texterin, sondern auch noch Werbelektorin.
Außerdem habe ich einen ihrer Workshops besucht zum Thema gegenderte Sprache. Hui, nun klappt das gleich viel besser mit einer Sprache, die Frauen und andere nichtmännliche Menschen nicht einfach nur „mitmeint“, sondern tatsächlich in der Sprache sichtbar macht. Schließlich denkt niemand beim Begriff Astronaut an die Astrophysikerin Sally Ride, die als erste US-Amerikanerin im Weltall war! Eine geschlechterneutrale Sprache ist also ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Gleichberechtigung – und Andrea trägt mit ihren Workshops maßgeblich dazu bei, weil sie Menschen sensibilisiert. Danke dafür ;o)


CG: Du bist Texterin, bietest Werbelektorat an und gibst in individuellen Workshops Wissen weiter – zu finden bist du unter dem tollen Namen „Wortladen“. Was macht deine Marke aus? Und wie vermittelst du diese Merkmale in deinem Außenauftritt?

AG: Meine Marke ist der Wortladen, das vermittele ich bildlich durch mein Logo: die pralle Tasche gefüllt mit Wörtern. Augenzwinkernd gesagt: „Kommen Sie rein, kommen Sie rein und gehen Sie mit wunderbaren Wörtern wieder raus.“ Auf einer anderen Ebene drückt das mein Slogan aus: „Wo Gedanken Worte werden“. Und das macht auch meine Marke aus: Ich höre zu, tauche in Gedanken anderer ein, versetze mich in mein Gegenüber, in die Zielgruppe etc. und finde als Texterin in meinem Wortladen die passenden Wörter.
In der Marke Wortladen steckt natürlich ganz viel  (mehr …)

Kundenstimmen zur Selbstdarstellung

Kundenstimmen – echtes Gold für alle Selbstständigen.

SuperwomanHey, ich mach voll den Superjob, buch mich! So lesen sich viele Texte auf Websites von Einzelselbstständigen und Unternehmen. Belege für diese starken Worte? Fehlanzeige. Das ist sehr schade, denn Kundenstimmen unterstreichen die Glaubwürdigkeit der Superjob-Botschaft. Ganz gleich, ob du die O-Töne Testimonials oder Kundenstimmen nennst -– ihre Wirkung auf potenzielle Interessentinnen und Interessenten ist großartig. Warum das so ist, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben: „Warum sind Referenzen so wichtig?“ 

Doch wie kommst du an diese wertvollen O-Töne? Und wie kommen diese Kundenstimmen zu den Interessentinnen und Interessenten? Ich habe vier Tipps für dich:

1. Lies genau, was dir deine Kundinnen und Kunden schreiben

Ja, ich weiß, für manche Auftraggeberinnen und Auftraggeber ist kein Feedback gutes Feedback. Doch es gibt auch die, für die echtes Lob oder auch inhaltliche Kritik mit zur Zusammenarbeit gehören – und genau auf diese Menschen solltest du  (mehr …)

Im Interview – Christina Mohr

„Man ist immer dann am authentischsten, je selbstverständlicher man zu Werke geht.“

Christina Mohr mit Breeders-PlatteChristina ist eine der wenigen Personen in dieser Interviewreihe, die ich NICHT persönlich kenne ;o) Wobei: Vielleicht doch, denn sie war früher genau wie ich viel im Frankfurter Nightlife unterwegs. Vermutlich sind wir uns also schon x-mal über den Weg gelaufen ohne uns zu bemerken, ts!

Auf Facebook sind wir schon länger verbandelt: Ich mag ihre Postings und ihre Pop-Texte, denn da kann ich neue Bands kennen lernen. Ihre zwei Arbeitswelten finde ich sehr spannend, denn sie hat Spaß und den Sicherheitsgedanken unter einen Hut gebracht. Sehr cool! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

PS: Gerade habe ich erfahren, dass Christina Debbie Harry interviewt hat. DEBBIE HARRY!!!


CG: Du hast zwei berufliche Existenzen: Zum einen arbeitest du im Verlagssekretariat des Campus Verlags FFM. Und zum zweiten schreibst du seit vielen Jahren als Journalistin über Pop – zum Beispiel für Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de und culturmag.de. Außerdem warst du mal Redakteurin bei satt.org. Wie kriegst du das alles hin? Und wie viel Christina steckt in all diesen Jobs? 

CM: Ja, das klingt immer erstmal nach irre viel und null Freizeit – aber irgendwie passt es doch immer. Im Lauf der Jahre habe ich offenbar gelernt, abends ab 20.00 Uhr nochmal richtig loslegen zu können und Artikel für Musikmagazine zu schreiben. Beide Bereiche sind wichtig für mich: Die Verlagsarbeit als „Brotjob“, der Popjournalismus als zweites  (mehr …)

Schnell Fragen beantworten

#ChristasRant 4-20: „Kannst du mal bitte schnell …?“

Mann mit Megafon möchte schnell eine Frage beantwortet haben
Vorab: Nein. Ich kann nicht mal eben schnell. Na gut, es gibt Einschränkungen: Bei Fragen wie „Kannst du mal bitte eben schnell das Feuer löschen, das vor der Haustür lodert?“ kann ich natürlich mal eben schnell! Aber wenn es um meinen Beruf geht, kann ich in fast 100 % aller Fälle nicht mal eben schnell. Und dafür gibt es gute Gründe:

1. Ich bin Texterin und Konzeptionerin, keine Hexe.

Mein Beruf besteht aus ziemlich viel Hirnschmalz und unterschiedlichen Arbeitsphasen. Ich muss mich in ganz verschiedene Themen rein denken, in verschiedene Zielgruppen und natürlich auch in meine ganz unterschiedlichen Kundinnen und Auftraggeber. Dazu kommt, dass ich mehrfach am Tag zwischen verschiedenen Themen switche. Einer meiner typischen Arbeitstage sieht so aus: Vormittags texte ich für die Website einer  (mehr …)

Im Interview – Katja Rosenbohm

„Ich mag keine Mogelpackungen.“

Katja Rosenbohm im Gespräch (c) Gabi BuduligWieder eine Frau aus dem schreibenden Gewerbe – woran das nur liegt ;o) Natürlich daran, dass auch Katja im weltbesten Frauennetzwerk, dem Texttreff, aktiv ist. Ich saß damals auch gemeinsam mit ihr in dem spannenden Workshop zur Personenmarke, von dem sie im Interview erzählt. Katja beschäftigt sich als Texterin und Lektorin intensiv mit Sprache und der Frage, wie man richtig gendert. Sie teilt ihr Wissen freigiebig – ich habe schon viel von ihr gelernt, danke dafür!


CG: Du bist Texterin und Lektorin – bei dir gibt es alles mit Krönchen. Und mit der Orthogräfin hast du gleich auch noch einen tollen Namen für deine Personenmarke gefunden. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Brauchtest du Mut, um dich auf diese spannende Art und Weise selbst zu vermarkten?

KR: Anfangs habe ich Die Orthogräfin nur als Logo verwendet. Irgendwann fand ich jedoch heraus, dass ich noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal brauche, da ich mit dem Namen Katja Rosenbohm in Deutschland nicht einzigartig bin. Entstanden ist die Idee für die Orthogräfin in der Zusammenarbeit mit Sonya Eller, einer genialen Grafik-Designerin, die ich noch aus meiner Kölner Zeit kenne. Sonya hat es damals geschafft, ein besonderes Wortspiel zu kreieren, mit dem ich mich – mit einem Augenzwinkern – von meinen Mitbewerberinnen abheben konnte.
Es gab die eine und andere kritische Stimme in die Richtung, dass ich mich damit zu sehr auf die Rechtschreibung festlegen würde. Oder gar das Augenzwinkern nicht verstanden wird. Davon ließ ich mich nicht verunsichern, mir gefiel der Name von Anfang an. Und je stärker ich mich als Person mit der Orthogräfin identifizierte, desto mehr positive Reaktionen kamen von außen. Ich habe gar nicht groß darüber nachgedacht, was ich da tue. Ich bin immer mehr in (m)eine Rolle geschlüpft. Bestärkt hat mich darin auch der Workshop  (mehr …)

Stayhome und Coronaferien

#ChristasRant 3-20: #stayhome ist nicht gleich #coronaferien, verdammte Axt!

Christas RantManchmal bringen mich meine Mitmenschen zur Verzweiflung. Zum Beispiel in diesen Zeiten. Wie kann auch nur eine Person auf die Idee kommen, Schulen, die wegen eines gefährliche Virus geschlossen werden, mit „Yeah, Urlaub!“ zu übersetzen? Sich ins Auto setzen und zum Beispiel auf eine Nordseeinsel fahren? Wenn man auch nur eine Minute nachdenkt, könnte man auf die Idee kommen, dass Inseln begrenzte Kapazitäten haben – auch in Sachen Gesundheit. Und dass diese begrenzten Kapazitäten den Bewohner:innen dieser Inseln vorbehalten sein sollten. Und wie können Leute sich im Messenger zu privaten Corona-Parties verabreden, weil Bars, Discos und Kneipen nun geschlossen sind? Sich lustig zuhause treffen, gemeinsam trinken, reden – schön eng eingekuschelt in einer Wohnung? HolladieWaldfee, seid ihr denn alle bekloppt?

Ich bleibe gesund! Alles andere ist mir doch egal.

Okay, fest davon überzeugt zu sein, selbst gesund zu bleiben – oder nur eine milde Form dieser Erkrankung durchzumachen – mag vielleicht noch als optimistische Lebenseinstellung durchgehen. Aber haben diese Menschen alle niemanden in ihrem Umfeld, der Diabetes hat? Asthma? Oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung? Haben sie keine Eltern, Großeltern oder andere ältere Menschen, die sie gerne noch ein paar Jahre um sich haben möchten? Ach, Quatsch, die Frage muss lauten: Haben diese Leute weder  (mehr …)

Tipps für deine E-Mail-Signatur

Name, Kontaktdaten und ein Hauch von Glitzer – 7 Vorschläge für deine E-Mail-Signatur.

Glitzer für deine E-Mail-SignaturJeden Tag landen sie in meinem Postfach, diese geschäftlichen E-Mails mit den Null-Signaturen. Null-Signaturen deshalb, weil die vorhandenen Texte und Informationen null Aussage haben. Oder noch schlimmer: Es gibt gar keine E-Mail-Signatur. Keine Telefonnummer, keine Website, kein Unternehmensname, nichts. Damit verschenken diese E-Mails mit den Null-Signaturen eine Menge Potenzial! Schließlich können wir alle mit einer passenden E-Mail-Signatur wichtige Informationen verbreiten, anderen Menschen Arbeit abnehmen und unsere Personenmarken weiter ausbauen.

In diesem Blogbeitrag findest du Vorschläge, wie du deine E-Mail-Signatur aufpeppen kannst. Einige Dinge sind meiner Meinung nach Pflicht, andere sind deinem individuellem Geschmack überlassen.

Meine 7 Vorschläge für deine E-Mail-Signatur:

1. Dein Name/der Name deiner Firma – wer schickt diese Mail überhaupt?

Ist dein Unternehmen in einem Register eingetragen? Dann gehört die Handelsregisternummer unbedingt in deine Signatur. Und auch die Nennung der Rechtsform, des Gerichtsstands und des Firmensitzes  sind gesetzlich vorgeschrieben. Gibt es Geschäftsführende oder sogar einen Vorstand oder Aufsichtsrat gehören auch diese Verantwortlichen alle in den Abspann deiner E-Mail.* Wenn du wie ich freiberuflich arbeitest, kannst du das alles etwas entspannter sehen – hier reicht dein Firmenname, der ja in vielen Fällen dein eigener Name ist.
Du hast einen akademischen Grad oder  (mehr …)

Blöde Anfragen per E-Mail

#ChristasRant 2-20: Erst Website gucken, dann denken, dann E-Mail schreiben. Immer.

Christas Rant„Hallo liebe Christa, wir haben dein Blog gesehen und finden es toll! Wir suchen gerade Platz für unsere Blogbeiträge – Winterreifen passen doch perfekt zu dir! Was kostet es, unsere Inhalte bei dir zu platzieren?“ Äh, Winterreifen? Im Blog einer freiberuflichen Texterin und Konzeptionerin? Echt jetzt? Zugegeben, das ist ein besonders absurdes Beispiel. Doch ähnliche Anfragen habe ich mindestens ein mal die Woche in meiner Mailbox. Die E-Mails sind immer gleich aufgebaut: eine nette, persönliche Ansprache, ein Lob, eine Aufgabe – die Ernüchterung. Und ich falle jedes Mal auf diese E-Mails rein. In mir spielt sich dann Folgendes ab:

  • nette, persönliche Ansprache – hey, hallo, ich freu mich auch, dich zu lesen!
  • das Lob – oh, wie schön, ich freue mich noch mehr ;o)
  • eine Aufgabe – mein Interesse ist geweckt.
  • die Ernüchterung – zack, die ganze gute Stimmung ist dahin.

Manchmal werde ich sogar richtig sauer, weil wir diese E-Mails immer wieder dieses Wechselbad der Gefühle bereiten! Klar, ein bisschen ärgere ich mich auch über mich selbst. Denn eigentlich sollte ich dieses  (mehr …)

Im Interview – Melanie Kirk-Mechtel

„Kundenorientierung steht dem Echtsein nicht entgegen.“

Melanie Kirk-Mechtel PortraitMelanie Kirk-Mechtel und ich haben viel gemeinsam – zum Beispiel einen schreibenden Beruf, der uns beide ins weltbeste Netzwerk Texttreff geführt hat. Oder unsere Vorliebe für langhaarige Ponyfrisuren. Und dann ist da noch unsere gemeinsame Leidenschaft fürs Gärtnern und selbst gezogenes Gemüse! Wobei ich bei den tollen Bildern aus ihren Instagram-Account regelmäßig vor Ehrfurcht auf die Knie falle ;o)

Ich freue mich sehr, dass Melanie meine Fragen in dieser Interviewreihe beantwortet hat.  Auch deshalb, weil Melanies Website in Zusammenarbeit mit der wunderbaren Annette Schwindt entstanden ist, die ich auch schon zum Thema Authentizität interviewt habe!


CG: Als Oecotrophologin bist du auf das Thema Ernährung spezialisiert – du schreibst Texte und Konzepte, arbeitest als Redakteurin, befüllst und pflegst Social-Media-Kanäle sowie Websites. Außerdem baust du selbst Gemüse an! Du bist als Person in deiner eigenen Außendarstellung gut sichtbar und positionierst dich gradlinig. Wie wichtig ist dir diese Personenmarke Mela? Wie entwickelst du diese Marke weiter?

MKM: Dass ich mit meinem Angebot als Personenmarke wahrgenommen werde, freut mich total. Natürlich steckt auch Absicht dahinter, aber ich bin das Ganze weniger strategisch als aus dem Bauch heraus angegangen und habe mich immer wieder gefragt, wie ich mich gerne öffentlich positionieren möchte. Dabei ist es ein Glück, dass meine Freude am Gärtnern, Kochen und Essen zwar einerseits Privatvergnügen sind, andererseits aber bestens zu meinem beruflichen Profil passen. So kann ich ein wenig von mir als Person zeigen, gebe aber gleichzeitig nicht zu viel aus meinem Privatleben preis.
So richtig ging das mit der Positionierung erst 2016 los, als ich mit Annette Schwindt meine aktuelle Website gebaut habe. Da war ich noch nebenberuflich  (mehr …)

Text, Blog, Buch und Social Media – Lesetipps

Vier Bücher, die auf jeden SchreiberInnen-Nachttisch gehören.

BücherstapelJetzt isses raus: Ja, ich lese gerne im Bett. Auch Fachliteratur. Derzeit tummeln sich auf meinem Nachttisch vier Bücher, die ich parallel lese. Mit allen bin ich noch nicht ganz fertig. Denn das wird noch ein bisschen dauern, schließlich muss ich das alles nicht nur lesen, sondern auch verstehen. Und später dann umsetzen, ist klar!

Aber ich bin bereits weit genug vorgedrungen, um alle vier Bücher  empfehlen zu können:

Texten können – das neue Handbuch für Marketer, Texter und Redakteure. Von Daniela Rorig

Daniela Rorigs Buch ist selbst für so alte Schreiberinnen wie mich noch eine echte Offenbarung: In ihrem unvergleichlichen Stil hat sie alle möglichen Inhalte rund ums Texten in einem Buch von 400 Seiten zusammengefasst. Dazu gehört zum Beispiel ihre wunderbare Quick-and-dirty-Textformel SQM wie  (mehr …)