Checkliste – gute Texte

von am 7. Dezember 2018 in Know-how, Text | 4 Kommentare

9 Tipps für gute Texte – mit Checkliste zum Download.

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Komplizierte Rechnung auf einer Tafel„Die Dynamisierung der heutigen, schnelllebigen Welt wird durch die rasant voranschreitende technische Entwicklung forciert.“ Und? Bist du schon eingeschlafen? Oder versuchst du immer noch zu entschlüsseln, was da eigentlich genau steht?

Dieser Satz ist aber auch eine echte Zumutung: Substantivierungen, Wiederholungen, Fremdwörter und das alles auch noch passiv formuliert – echt gruselig. Damit dir das nicht passiert beim Texten, habe ich eine kleine Checkliste für gute Texte zusammengestellt.

Gute Texte sind:

1. korrekt formuliert – Orthografie, Grammatik und Interpunktion machen Texte verständlich. 

Deutsch ist eine schwere Sprache. Doch wenn du die festgeschriebenen Sprachregeln einhältst, erhöhst du die Chance, dass die Menschen deinen Text bis zum Ende lesen – denn die Menschen verstehen deinen Text! Glücklicherweise gibt es viele kostenfreie Tools, mit denen du einen Text fix überprüfen kannst.

2. passend – zum Medium, zur Zielgruppe und zum Ziel.

Bevor du überhaupt anfängst zu schreiben, stellst du dir am besten drei Fragen: Für wen schreibe ich? Mit welchem Ziel schreibe ich? Wo veröffentliche ich meinen Text? Profis würzen den Text dann auch noch mit einer authentischen Note, die zur Absenderin oder zum Absender passt.

3. einheitlich in der Ansprache – du bleibt du, ihr bleibt ihr, Sie bleibt Sie.

Du sprichst gleich zu Beginn deines Textes die Lesenden direkt mit „du“ an so wie ich? Dann solltest du diese Form der Ansprache auch in deinem Text bis zum Ende beibehalten – und nicht mitten im Text zum distanzierten „ihr“ oder gar zum förmlichen „Sie“ wechseln. Und wenn du eh gerade dabei bist, schreibst du gleich noch alle pseudoneutralen „man“-Sätze um.

4. aktiv geschrieben – für die Lebendigkeit im Text.

Kinder spielen mit einem BallPassivformulierungen sind so spannend wie Dosenspargel. Und sie werten Dinge oder Personen ab – denn mit wem wird schon gerne etwas gemacht? Aktive Sätze hingegen wirken leichter und spielerischer. Schreibe also am besten alle Sätze um, in denen die Worte „werden“ oder „wird“ vorkommen.

5. strukturiert – Absätze und Zwischenüberschriften helfen beim Lesen.

Jeder neue Gedanke hat einen neuen Absatz verdient! Und auch Gedankenstriche, Doppelpunkte, Aufzählungszeichen, Fettungen, Infokästen und durchgekoppelte Worte helfen beim Lesen – damit der Altbaucharme auch der Altbau-Charme bleibt.

6. einfach geschrieben – Verben ersetzen Substantive, lange Sätze aufteilen in zwei.

Alle „-ung“-Worte, die du ersetzen kannst, solltest du auch ersetzen. Etwas Feingefühl brauchst du bei der Satzlänge: Hier ist wichtig, für wen du schreibst und in welchem Medium dein Text veröffentlicht wird. Hinweise zu passenden Satzlängen findest du auf Wikipedia.

7. nützlich – korrekt recherchierte, interessante Fakten verleihen Tiefe. 

Oberflächliche Blubbertexte gibt es wahrlich genug auf dieser Welt. Überleg dir also genau, welchen Nutzen deine Leserinnen und Leser von deinem Text haben sollen. Für die Recherche deiner Inhalte solltest du dir viel Zeit nehmen – falsche Informationen bleiben den Fakenews-Fabriken vorbehalten.

8. rhythmisch – denn es ist der Rhythmus, wo man mit muss.

Neben den Worten ist es auch der Rhythmus eines Textes, der in uns Emotionen weckt, uns im Text hält und Bilder erzeugt. Meine Kollegin Daniela Pucher erklärt in diesem Blogbeitrag sehr anschaulich, wie du Katzenmusik in deinen Texten verhinderst.

9. mehrfach gecheckt – etwas Abstand schadet nie!

Lass deinen Text mindestens 24 Stunden liegen, bevor du ihn veröffentlichst. Denn während wir schreiben tauchen wir so tief ein, dass wir sogar gravierende Fehler übersehen. Am nächsten Tag liest du dir deinen Text am besten selbst laut vor: Überall, wo du stoppst, solltest du nacharbeiten.

EXTRATIPP – Bild und Text aus einem Guss.

Klar, wenn du über Hunde schreibst, sind Katzenbilder eher doof ;-) Aber achte mal darauf, ob du nicht die kleinen Geschichten, die jedes Bild erzählt, in deinem Text aufgreifen kannst. Dann erzeugst du ein stimmiges Gesamtbild aus Bild und Text, das deine Leserinnen und Leser überzeugt.

Daumen hoch RotDownload: 9 Tipps für gute Texte.

Du möchtest dir diese Tipps direkt über den Schreibtisch hängen? Lad dir einfach die PDF Checkliste – 9 Tipps für gute Texte herunter – schon kann praktisch nichts mehr schief gehen mit deinen Texten ;-)

 

Christa GoedeMit individuellen Texten und Konzepten gestalte ich Websites und Social Media-Auftritte authentisch. Meine Erfahrung und mein Wissen als Texterin, Konzepterin, Social Media-Managerin und Bloggerin teile ich hier im Blog oder live in Workshops und Vorträgen – viel Humor und gute Laune inbegriffen.

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Bildquellenangabe: Pixabay

4 Kommentare to “Checkliste – gute Texte”

  1. Guter Artikel! Ein wenig Input in Sachen Text hat auf jeden Fall niemandem geschadet.
    Ich fand ehrlich gesagt den kursiven Absatz einfacher aufzunehmen, als den Rest :-)

    Also nur meine Meinung. Ganz sicher Geschmacksfrage! Weiter so!

    • Prima – dann sei stolz auf dich, du verstehst Schwurbeltexte ;o) Das können leider nicht alle Menschen. Und dazu kommt, dass man solche Texte nicht schnell konsumieren kann. Damit sind sie für viele Zwecke ungeeignet. Deswegen versuchen sogar manche Anwälte gerade, wieder zurück zu einer klaren, verständlichen Sprache zu kommen ;o)

      Liebe Grüße sendet Christa

  2. Toller Blog! Ich blogge auch über Yoga und einen healthy Lifestyle. Bei mir gibt es auch nur Unikate und keine Texte sind von der Stange. Qualität ist mir auf meinem Blog ganz wichtig. Ich wünsche dir auf jeden Fall noch ganz viel Erfolg!
    Liebe Grüße

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